Peterchens Irrfahrt

Irgendwann wird der Tag kommen, da bin ich sicher. Irgendwann kommt der Tag, an dem man abends ins Bett geht und für sich denkt: „Heute hat sich dieser Verein mal nicht bis auf die Knochen blamiert, heute bin ich nicht bereits vor 12.00 Uhr 6-mal zusammengebrochen und habe in die Tischkante gebissen.“ Irgendwann….

Gestern gab es eine lustige Pressekonferenz mit Ex-Erfolgstrainer und DiktatorSport Knäbel-Peter, der die versammelte Meute mit seinen Erkenntnissen zu beglücken wusste. Hier ein paar prägende Ausschnitte:

Knäbel über : „Hoffnungsträgermentalität ist fehl am Platz – aber wichtig, einen Stürmer zu haben, der trifft!“

Boah. Peterchen beginnt gleich mit nem Info-Hammer. Eine Mannschaft ist also immer dann irgendwie so ein wenig erfolgreich, wenn sie einen Stürmer hat, der das Tor trifft. Wie hätte ich ohne die Erkenntnis weiterleben sollen?

Knäbel: „Wir gehen davon aus, dass die Uhr weiter läuft. Alles andere muss man natürlich auch planen.“

Jo, Peter. Planung ist das halbe Leben, gell? Vielleicht schon jetzt mal in der Schweiz gucken, ob da nicht noch der eine oder andere Sportinvalide rumwackelt, der Bock auf ne Erstliga-Bezahlung in der zweiten Liga hat? Na, was meinste?

„Auf die Erfahrung (Abstieg) können wir verzichten.“ Knäbel

Wir auch, Dicker, wir auch. Aber du und deine Mit-Exzellenzen habt alles dafür getan, dass es soweit gekommen ist. Danke nochmal für diese geile Saison.

über die Aussortierten: „Das sind tolle Typen, tolle Charaktere. Fühle mich bestätigt, mit offenen Karten gespielt zu haben.“

Richtig, so ist es. Das sind durch die Bank Weltklasse-Spieler, jeder wird froh sein, sie zu besitzen. Und natürlich sind auch die Herren van der Vaart, Jansen, Ilicevic und Co. nicht dafür (mit)-verantwortlich, dass der Verein seit Jahren in der Scheiße sitzt. Ne, das sind tolle Typen, Wahnsinns-Charaktere. Besonders auch Julian Green, den bisher nicht einer der Hochleistungstrainer irgendwie richtig anfassen konnte. Ein irrer Charakter….

weiter: „Das zeigt, dass man keine Trainingsgruppe Zwei braucht und niemanden rauswerfen muss.“

Naja, bei der Gelegenheit möchte ich doch gern an die Herren Kacar und Rajkovic erinnern, Peter. Oder an Ivo Ilicevic, der nicht mit nach Dubai durfte, weil man eine Verletzung erfinden musste. Und der soeben erwähnte Julian Green? Vergessen?

Knäbel: „Ich denke Bruno hat einen guten Plan entwickelt.“

Denken ist grundsätzlich ne coole Sache, aber Wissen wäre an dieser Stelle noch witziger. Der Direktor Profifußball denkt also, dass der Trainer einen Plan hat. Geil 🙂

Knäbel: „Bruno hat Erfahrung und die Glaubwürdigkeit bei den Spielern.“

Jo, hatte er schon mal. Hatte er aber dann nicht mehr. Und auch die dümmsten Spieler wissen, dass SchoenerBruno nicht die erste Wahl war…

Knäbel: „Wir wissen, dass wir uns derzeit auf dem Transfermarkt nicht mit Leverkusen oder Wolfsburg messen können.“

Peterchen, der Augenöffner. Jetzt bin ich desillusioniert. Ich hatte eigentlich auf eine Art Schürrle-Transfer in der Sommerpause gehofft. Och menno 🙁

Knäbel zu Tah und Demirbay: „Wenn die beiden nicht bei uns wären und auf dem Markt wären, würden wir sie anrufen.“

Naja Peter, ich würde sie vielleicht jetzt schon mal anrufen. Oder besuchen, wie vollmundig angekündigt. Kerem Demirbay hat zuletzt vor der Saison eine sms von KingDidi bekommen und seither nichts mehr gehört. Also – einfach mal zum Hörer greifen, ist gar nicht schwer.

„Nein“, die heftige Kritik an seiner erfolglosen Kurzzeitmission als Platzhalter für Wunsch-Trainer Thomas Tuchel und Wirklich-Trainer Bruno Labbadia habe ihn nicht überrascht. „Ja“, sie habe ihn unbeeindruckt gelassen, sagt er. #HSV

Genau wie die Spieler, gell Peter. Was für eine Schnappsidee, die, sollte sie am Ende den Klassenerhalt kosten, personelle Folgen haben muss! Und zwar nicht für das arme Schwein, welches sich hatte weichkochen lassen.

Knäbel: „Ich vertrete einen Verein, der eine große Tradition hat, der Ansprüche hat, der in die Bundesliga gehört. Ich darf ein gutes Produkt vertreten.“ #HSV 

…und der ausgezeichnet bezahlt. Ehrlich, ich kann diese „Traditions-Scheiße“ nicht mehr hören und dieses „der HSV gehört da oder da hin“ auch nicht mehr. Der HSV gehört genau da hin, wofür er sich sportlich und wirtschaftlich qualifiziert und wenn das nun mal nicht die Bundesliga ist, dann ist das so. Dann müssen aber auch die Verantwortlichen (und das sind mitnichten Jarchow, Ertel, Hunke, Floberg, Klüver und Co.) die Konsequenzen ziehen. Aber die werden dann unter Garantie Sprüche wie „Ich laufe jetzt nicht vor der Verantwortung (und der geilen Entlohnung) davon“…

Auf jeden Fall muss man dem Knäbel-Peter ein „großes Gombliment“ machen, wirklich keiner wirkt derart blutarm und verbal-autistisch wie der Ex-St. Paulianer. Mit seinem Feuerwerk an Binsenweisheiten und Plattitüden lullt er höchstwahrscheinlich die gesamte Geschäftsstelle ein, eine menschliche Tsetse-Fliege sozusagen. Jetzt müsste man nur noch Hofberichterstatter und Gefälligkeits-Journalist sein, um sowas cool zu finden.

Willkommen im Comedy Club HSV 🙂

Super-Didi2

Von | 2015-04-30T08:11:51+02:00 30. April 2015|Allgemein|23 Kommentare

23 Comments

  1. derGast 30. April 2015 um 10:25 Uhr

    Alles richtig: Ich musste allerdings gerade beim Kicker folgenden Text lesen.
    .
    Nimm gerne noch mehr von der.. ehm Leistungsfähigkeit von „Direktor Sport“:

    /
    Zitat Kicker (http://www.kicker.de/news/fussball/2bundesliga/vereine/626035/artikel_hsv-baut-auf-tah-und-demirbay.html)
    Die Verantwortlichen würden gerne weiterhin mit Joe Zinnbauer zusammenarbeiten. Der Ex-Profi hatte vor seiner Beförderung zum Bundesliga-Coach äußerst erfolgreich die HSV-Reserve in der Regionalliga betreut und soll vertragsgemäß in diese Position zurückkehren. Knäbel nach ersten Gesprächen: „Wir haben einen klaren Plan mit ihm.“
    /
    WAS hat Joe denn erfolgreiches gemacht ?
    Cardoso*) hat über Jahre den Haufen aufgebaut – dabei aus Spielern aus der Umgebung, die es nicht geschafft haben, wenigstens Ersatz für die Erste Aufzubauen. Joe übernimmt den Laden. Kassiert ein paar Siege ein – geht und der Laden bricht zusammen, WEIL eben nicht auf dem Fundament aufgebaut worden ist – Cardoso kommt zurück, fährt die Karre aus dem Dreck zurück auf die Spur und nun will man wieder an Joe ran ?
    Nichts bewegen können in der 1. Liga, lieber den Nachwuchs auch verhuren !?

    Wahnsinn, WAS kannst du eigentlich wirklich, Direktor Sport ??

    ___________
    *) Man kann über Cardoso viel sagen: Er will die Sprache nicht wirkilch lernen, die Fussballehrerprüfungen sind anscheinend zu schwer etc etc etc. Aber: Er ist Fussballer durch und durch, erreicht seine Spieler und bewegt etwas. Leistungsprinzip war doch das Buzzword ?!

  2. Thomas Vernunft 30. April 2015 um 10:57 Uhr

    Hugh ! Der Direktor Frühstück hat gesprochen…sind solche Interviews eigentlich intern abgesprochen ? Oder kann da jeder sinieren wie er will ? Und wat is mit´m Nennwert ? Nein ! Ja ! 100 Schmöks ! Schüss !

    • Foppaxl 30. April 2015 um 11:28 Uhr

      …schön, dass auch Büttenwarder hier vertreten ist…

  3. Jakob 30. April 2015 um 11:34 Uhr

    Lieber Gravesen, wir haben gestern kurz diskutiert über Fansein und sich informieren.
    Ich informiere mich hier und bei Daniel Jovanov.
    Je mehr ich mich bei Euch informiere umso weniger will ich mit dem HSV zu tun haben. HSV hat schlicht und ergreifend keine Kommunikation.
    Katastrophale Aussendarstellung. Dass sich Sponsoren noch nicht bewschwert haben ist mir ein Rätsel oder haben Sie es vielleicht schon?
    Du hast mal erwähnt, Du wüsstest Ersatz für die Clique die jetzt herrscht. Können wir da mit weiteren Informationen rechnen die einem Hoffnung machen könnten?
    Ich hacke noch mal nach, aber ein Interview mit Bernd Hoffmann würde ich zu gern lesen. Allerdings schwer was man fragen soll 😉 bzw. auf welche Fragen wird er schon antworten.
    Grundsätzlich, Interviews finde ich ganz spannend um die Menschen so bisschen kennenzulernen 😉

    • Gravesen 30. April 2015 um 11:44 Uhr

      Nicht hacken, bitte 🙂
      Also, dass sich verschiedene Sponsoren bereits mehrfach beschwert haben, ist ja bekannt.
      Mein Ziel ist es dennoch nicht, die Fans von ihrem Verein zu entfremden, im Gegenteil. Aber ich finde es wichtig, dass es eine Art Gegenpol zum dem gibt, was die Hamburger „Sportpresse“ so anbietet. Wenn ich den gestrigen Lächerlichkeits-Blog in Schmocks Einöde lese, bekomme ich Brechreiz. Hofberichterstatter und Gefälligkeits-Journalist Marcus „Münchhausen“ Scholz berichtet voller Stolz, dass Knäbel ein reiner Welt-Sportchef sei, der Mann redet NIEMALS dummes Zeug. Außerdem fand „Stichling“ Scholz Herrn Labbadia bereits bei seinem ersten Engagement sowas von cool. Sorry, aber das ist unterhalb von dümmlich und erfüllt den Tatbestand der Leser-Verarschung. Wer sich gern verarschen lassen möchte, muss den Dreck halt lesen UND ernst nehmen.
      Um den Verein und seine Probleme verstehen zu können, muss man aber die Geschichte so betrachten, wie sie ist und das sieht dann meistens ziemlich traurig aus.
      Um ein Gespräch mit Bernd Hoffmann kann ich mich gern bemühen, ich hatte ihn aber zuletzt so verstanden, dass er sich zum HSV aktuell nicht äußern wollte.
      Was einen „Ersatz“ oder Nachfolger für Verbrennungs-Didi betrifft – lang lebe der e.V. 🙂

  4. Micha 30. April 2015 um 11:55 Uhr

    Wer den Knäbel hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Ist der Mann eigentlich noch bei Sinnen?

    Knäbel twittert sich um den blutleeren Verstand und wir dachten, Presse-Dienstwagen-Tankkarten-und-jetzt-auch-Millionär Olli wäre der Tiefpunkt.
    Ich hau mal ne Blindbewerbung (passt ja) Richtung HSV raus. Die Power-Point Präsentation steht schon. Haben die Internet?

    Gruß,
    Michi

    • Gravesen 30. April 2015 um 11:57 Uhr

      Bitte keine Werbung für diesen Schrott in diesem Blog. Danke

  5. williwacker 30. April 2015 um 11:57 Uhr

    Wenn man deinen Text über den Direktor Sport so liest, könnte man auf die Idee kommen Direktor benutzt Textbausteine.
    Jetzt müsste Peterchens Mondfahrt Super Didi nur noch verraten, welche Rhetorikschule er besucht hat, dann sollte beim HSV eigentlich nichts mehr schief gehen.

  6. Micha 30. April 2015 um 12:37 Uhr

    Sorry Grave! War nicht böse gemeint.
    Den gestrigen „Schmocks-Einöde“ las ich heute morgen und mir ist fast das Bier aus der Hand gefallen. Ohne Deinen Blog gelesen zu haben, war das Lesen dieses Ergusses ein Fremdschäm-Ereignis der besonderen Art. Ich habe auch nach dem ersten Absatz aufgegeben. Wie kann man allen Ernstes mit so einer „Arbeit“ seinen Lebensunterhalt bestreiten?
    Lachen diese Wohlgefälligskeit-Rinnsteinschreiber ihre Leserschaft tatsächlich so aus, oder glaubt der Herr Scholz den selbst verzapften Scheiß tatsächlich?
    Ne. Ne.
    Grave, Du wolltest doch da noch was platzen lassen. Gibt´s da nen´neuen Sachstand?

    Grüsse,
    micha

    • Gravesen 30. April 2015 um 12:45 Uhr

      Kein Problem, aber der „Verfasser“ dieses Lustigkeits-Textes hat hier eine Vergangenheit und ich vergesse nie einen Namen.

      Was den Rest betrifft – Geduld. Bald ist die Saison ja beendet. Allerdings werde ich nur dann etwas dazu schreiben, wenn mir handfeste Beweise vorliegen.Für alles andere ist diese Nummer viel zu heiß.

      • Micha 30. April 2015 um 13:15 Uhr

        Das glaube ich. Da muss schon alles wasserdicht sein und die RV sollte möglichst vom Feinsten sein.
        Ich drücke Dir die Daumen und hoffe, Deine Quellen machen nicht zu. Es ist Zeit, dass sich mal etwas verändert.
        Btw: Bist Du freischaffender Journalist oder schreibst Du irgendwo regelmäßig? Oder machst Du beruflich ganz was Anderes?
        Würde bestimmt viele Leser interessieren.

        Grüße,
        Micha

        • Gravesen 30. April 2015 um 13:22 Uhr

          Was ist ein Journalist?

          • Micha 30. April 2015 um 14:03 Uhr

            Wer anhand überprüfbarer Quellen einen objektiven und unabhängigen Bericht des Sachverhaltes abliefert.
            Ob nun gewollt oder nicht, geschieht das hier sehr oft.
            Dazu gehört auch sinniges Hinterfragen des eigenen Textes, wie auch der Aussagen der Protagonisten. Bei Interviews natürlich ktitische Fragestellungen.
            Lese ich alles bei Schmock nicht. Eher hier. Wenn ein Herr Scholz Journalist genannt wird, darf das auch für Dich gelten. Ohne jetzt beleidigend zu werden 😉

  7. Oliver Bruchholz 30. April 2015 um 12:43 Uhr

    Hallo Grave. Bis wann hat Knäbel Vertrag beim HSV und was wird fällig wenn er im Sommer gegangen wird?

    • Gravesen 30. April 2015 um 12:47 Uhr

      Keine Ahnung, ich nehme mal an, dass er mindestens einen Vertrag über drei Jahre haben wird. Was sollte fällig werden?

  8. Oliver Bruchholz 30. April 2015 um 12:49 Uhr

    Wieviel Millionen Abfindung?

    • Gravesen 30. April 2015 um 12:56 Uhr

      Unglücklicherweise bin ich nicht Knäbels Anwalt 🙁

  9. Gravesen 30. April 2015 um 13:06 Uhr

    Das ist sauberer, das ist der reine Qualitäts-Journalismus 🙂

    „Münchhausen“ Scholz via Schmocks Einöde: „Und es ist nicht schwer zu erraten, dass Kreuzer so deutlich mehr einstreichen wird, als die 800000 Euro, auf die man sich vor seiner fristlosen Kündigung schon geeinigt hatte.

    Abendblatt (heute): “ Kreuzers Anwalt Horst Kletke hatte im vergangenen September eine Abfindung von 800.000 Euro ausgehandelt. Diese soll nach Informationen der Zeitung nun nur noch 525.000 Euro betragen.

    BILD: BILD weiß: Kreuzer (40 000 Euro Monats-Gehalt/Vertrag bis 2016) gab sich mit lediglich 525 000 Euro Abfindung zufrieden.

    Mopo:Der im Oktober fristlos entlassene Sportchef erhält 800.000 Euro Abfindung.

    Ich könnte mich nass machen 😀

  10. Oliver Bruchholz 30. April 2015 um 14:05 Uhr

    Ach komm schon. Ein paar 100000 hin oder her spielen doch keine Rolle. Hauptsache was abgesondert. Und der HSV hats doch. Und wenn nicht werden unsere zwei verliehenen Talente an Leverkusen vertickt.

    • Goldfather 30. April 2015 um 16:01 Uhr

      Knäbel: “Wir wissen, dass wir uns derzeit auf dem Transfermarkt nicht mit Leverkusen oder Wolfsburg messen können.” #HSV
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      Warum kann man sich nicht mit Leverkusen messen? Soweit ich informiert bin liegen die Kaderkosten des HSV auf dem Niveau von Leverkusen. Dass Wolfsburg in einer anderen Liga spielt ist klar, aber doch bitteschön nicht Leverkusen, oder ist der € in Leverkusen das Doppelte wert?
      .
      Dass Leverkusen die bessere sportliche Perspektive bietet ist klar, schließlich ist man dort Dauergast in der CL, während man beim HSV regelmäßig im Existenzkampf steckt.
      .
      Doch wie sollte es beim HSV sportlich über den Abstiegskampf hinausgehen, wenn Bruno Labbadia der Plan B zu Thomas Tuchel ist? Natürlich hätte man mit Zinnbauer erfolgreich sein können, schließlich war er ein guter U23-Trainer und kam Tuchel nicht auch aus dem Jugendbereich?
      .
      Wie hirnrissig es war die Personalien Tuchel und Zinnbauer miteinander zu vergleichen, mag sich jeder Interessierte mittels der öffentlich zur Verfügung stehenden Interviews im Detail anschauen.
      .
      Vergleicht man ganz simpel einmal den Trackrekord Tuchels mit dem von Zinnbauer, wird deutlich, wie weit Zinnbauer von Tuchel entfernt gewesen ist, bevor beide den Schritt in die Bundesliga taten:
      .
      Zinnbauer:

      VfB Oldenburg – Aufstieg in die Oberliga Nord.
      Karlsruher SC II – Oberliga Baden-Württemberg Platz 12 und 5
      HSV II – acht siegreiche Spiele in Serie in der Regionalliga Nord
      .
      Tuchel:

      VfB Stuttgart U-19 (Co-Trainer) – Meistertitel der A-Junioren-Bundesliga
      1. FSV Mainz 05 U-19 – Meistertitel bei den A-Junioren-Bundesliga
      .
      Qualitativ liegen zwischen der Entscheidung Beiersdorfers Zinnbauer zum Profitrainer zu machen und der des Mainzer Managers Christian Heidel, den Jugendtrainer Thomas Tuchel zum Cheftrainer zu ernennen, Welten.
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      Tuchel hatte bereits auf extrem hohem taktischen und strategischen Niveau gearbeitet und zahlreiche Jugendspieler angeleitet, die später zu Topspielern der Bundesliga wurden, während Zinnbauer sich relativ erfolgreich im Amateurbereich tummelte.
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      Die Idee einen Kader mit einem 55 Millionen € Jahresgehalt einem Amateurtrainer anzuvertrauen, der bis zu diesem Zeitpunkt keinen Leistungsnachweis erbracht hat aus dem man schlußfolgern könnte, dass er in der Lage ist auf höchstem Niveau erfolgreich zu arbeiten, spottet jeder Beschreibung.
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      Selbst im Falle Thomas Tuchel ist Heidel ein enormes Risiko gegangen, auch wenn die Entscheidung wesentlich besser nachvollziehbar gewesen ist, als die im Falle Zinnbauers.
      .
      Nimmt man dann noch hinzu, dass es ersteinmal darum ging den HSV-Kader in der ersten Liga zu stabilisieren, hätte es nur die Entscheidung für einen erfahrenen Bundesligatrainer geben dürfen, zumal man die Option Tuchel nach der Saison wesentlich geräuschloser über die Bühne hätte bringen können. Und zwar ungeachtet aller Verträge – schließlich zahlt der HSV erstklassige Abfindungen.
      .
      Selbst im Falle des Klassenerhaltes mit Bruno Labbadia ist die Kuh noch lange nicht vom Eis, da ich mir bislang nicht vorstellen kann, dass Labbadia seit seiner Entlassung beim HSV eine weitreichende Weiterentwicklung gemacht hat.
      .
      Es wäre schön, wenn ich mich in diesem Fall irren würde, aber so wie es sich für mich darstellt wird spätestens im Jahre 2016 erneut nach einem HSV-Trainer gesucht werden, während man bei Mainz 05 diese Fragestellung vergleichsweise problemlos bewältigt.
      .
      Vielleicht wäre es einfacher für den HSV dem aktuellen Mainzer Trainer Martin Schmidt ein überragendes Angebot zu machen, bevor er sich ins Sabbatjahr verabschiedet. Da Schmidt Schweizer ist und in seiner Kindheit als Schafhirte arbeitete, schließt sich spätestens hier der Kreis für den Diktator Sport.
      .
      http://www.nzz.ch/sport/fussball/schafhirte-mechaniker-bundesligatrainer-1.18485345

  11. ausgegliedert 30. April 2015 um 15:04 Uhr

    Mittlerweile habe ich es mir abgewöhnt, auf iwelche Zahlen zu reagieren. Nach oben ist dem HSV alles zuzutrauen, wo auch immer die Kohle herkommt.
    Man könnte ein altes Sprichwort umwandeln: wer nix wird, wird Direktor beim HSV…

  12. BerndH60 30. April 2015 um 17:41 Uhr

    Ich hätte nie gedacht, daß der Film „Das Leben des Brian“ von 1979 die Blaupause des HSV von 2015 würde.
    Andererseits, hmmm, „Chleudert den Purchen zu Poden“. Ich fass es nicht. Muhahahahahahahaha!!!!!

    https://www.youtube.com/watch?v=fPaDlNPbDSM

  13. Norbert Mecklenburg 1. Mai 2015 um 15:23 Uhr

    Liebe Blogger,

    Ihr denkt die größte Katastrophe sei die sportliche maximal, suboptimale Leistung sowie, das seit mehr als einem Jahrzehnt total blinde Scouting. Née. Die größte Gefahr lauert bei der Lizenzierung. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis die Bayern zu einem Benefizspiel kommen und nicht zum Bundesligaspiel! Betriebswirtschaftlich stehen in den Büchern grellrote Zahlen. Jeder der meint, das sich der Verein durch einen Abstieg in die »Zwote« konsolidieren kann, den muss ich leider enttäuschen. Der HSV ist so klamm wie die Griechen. Und Investoren stehen nun mal auf Rendite. Rendite bringt aber nur ein erfolgreiches Produkt. Womit wir am Anfang wären. Der sportliche Erfolg. Viel Spaß beim Suchen von Lösungen.

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