4:1! Torparty gegen Aalborg

Und plötzlich läuft es rund! 16 Tage vorm Liga-Start bei den Bayern präsentierte sich der HSV so stark wie noch nie in diesem Sommer. 4:1 (3:0) in Flensburg gegen Aalborg BK. Ein Test, der Lust auf mehr machte.

Ich habe keine Ahnung, was sich die Hamburger Jubelpost bei solchen hirnbefreiten Texten denkt, aber vielleicht möchte man sich auf diesem Wege ja auch nur für die gute „Zusammenarbeit“ mit Profifußball-Direktor Knäbel bedanken, der einen wundervollen Draht zum Fisch-Einwickelpapier zu haben scheint.

„Torparty“….„3.000 Zuschauer staunten nicht schlecht“. Man muss sich wirklich die Augen reiben und registrieren, dass man nicht im falschen Film ist, wenn man diese gequirlte Scheiße liest.

Dabei war mit Sicherheit nicht alles schlecht, was der geneigte Zuschauer in einem hilflosen Wackelstream in der 2. Hälfte sehen konnte, die erste Halbzeit war nämlich für die meisten nicht zu erkennen. Aber einen Sieg gegen einen körperlos agierenden Gegner zum Festival der Liebe erklären zu wollen, geht deutlich zu weit.

Von denen, die von diesem Spiel mal als ca. 25 Min. Zittterbild gesehen haben, würde ich gern wissen, wie sie der Spiel empfunden haben.

Von | 2015-07-29T08:24:52+02:00 29. Juli 2015|Allgemein|11 Kommentare

11 Comments

  1. Amsterdam 29. Juli 2015 um 08:46 Uhr

    Die erste Hälfte war wesentlich besser als gegen Bielefeld, wobei man die Stärke des Gegners nicht so richtig beurteilen kann. In der zweiten Halbzeit war das Spiel durch die vielen Wechsel ziemlich zererfahren, außerdem war der Kamerawinkel nicht immer glücklich.

    Ich hatte den Eindruck, dass durch Kacjar eine bessere Struktur im Spiel war und das auch mal überraschende Pässe durch die Mitte aber auch schneller nach außen gespielt wurde.

    Richtig bewerten kann man das in der zweiten Halbzeit jedenfalls nicht, weil einige Spieler zeitweise vollkommen ungewohnte Position spielen mussten und zum Beispiel zuletzt nur noch einen Innenverteidiger auf dem Platz stand.

  2. 1887er 29. Juli 2015 um 08:56 Uhr

    Es beruhigt mich etwas, unabhängig von der faden Spielweise des Gegners (wenigstens ein Erstligist, ist man geneigt zu sagen) endlich einmal kleine, spielerische Fortschritte und phasenweise so etwas wie ein System erkennen zu können. Das war, so gering der Fortschritt auch ist, schon lange nicht mehr der Fall… Ich möchte mich nicht nach den ersten Spieltagen fragen müssen, was „die bloß die ganze Sommerpause gemacht haben, Däumchen gedreht?!“
    Diesbezüglich bin ich diesen Sommer optimistischer als sonst. Dabei sollte man allerdings nicht vergessen, in welcher Dimension des Fortschritts und der Ausgangssituation die Mannschaft sich befindet. Das Level liegt immer noch knapp unter dem eines halbwegs tauglichen Bundesligisten. Wenn die Truppe auf dem Platz steht, möchte ich erkennen können, dass man sich einen Schlachtplan überlegt hat, ein Spielsystem kollektiv verfolgt. Da setze ich meine Hoffnung (vor allem mittel- und langfristig, so Gott will) in Bruno Labbadia. Ich bin mit Sicherheit nicht der einzige, der das tut und hoffe dementsprechend, dass ich mit meiner Einschätzung richtig liege, dass er stark genug ist, diesen Druck über einen längeren Zeitraum auszuhalten.

  3. 1887 29. Juli 2015 um 09:19 Uhr

    Schließe mich da Amsterdam an. Erste Hälfte mit den 3 Offensiven fand ich recht flexibel und hat ganz gut geklappt. Fand auch die neuen relativ gut. Frischer Wind und oft den Abschluss gesucht. Aber man darf nicht vergessen das Aalborg im Liga Betrieb ist und die werden einen Teufel tun sich hier zu verletzen. Also kein Bulli Niveau beim Gegner in Bezug auf Zweikämpfe. Cleber fand ich sehr unsicher. Aus den Fehlpässen bekommst du in der bulli 3 buden. Also die Wahrheit liegt dann beim Pokal auf dem Platz. War ein netter test. Aber ich darf nicht dran denken wie Dortmund gegen Juve gespielt hat. Da hat man Entwicklung gesehen. Davon sind wir leider noch weit entfernt.

  4. Scifo 29. Juli 2015 um 11:04 Uhr

    Ich finde den Kader eigentlich ganz ok. Man kann ja nicht erwarten, dass man 22 abgibt und 18 Neue holt. Generell sind HSV Spiele eher langweilig und langsam seit ca. 4 Jahren. Demirbay hat ab und zu versucht direkt auf Aussen zu spielen. Wenn dann mal direkt in die Mitte geflankt werden würde (ohne Haken immer), dann wäre es doch schon mal gut. Als HSV Fan (der immer gucken muss … Das kann man nicht erklären und ist auch unabhängig von Spielern, Trainern, und vor allem Didi und Co) würde ich mich generell über mehr Bewegung und Schnelligkeit nach vorne freuen.

  5. Jan_Furtok 29. Juli 2015 um 11:24 Uhr

    gequirlte Scheisse was die Hamburger Presse da los lässt. Der Gegner steht schon im laufenden Spielbetrieb und hat wahrscheinlich so etwas wie Laufwege und Zuordnung trainiert, aber nicht einmal die Absicht gehabt entscheiden in das Spielgeschehen einzugreifen, ausgenommen Anfang der zweiten Halbzeit, da wurde dann auch prompt ein Tor draus. Aber ansonsten hatte das Ganze so etwas von gar keinen Wert um auf irgendetwas für die kommende Saison zu schliessen. Dieser, mein verein, wird auch in der kommenden Saison um den Abstieg spielen. Alles andere sind Behauptungen von Zweckoptimisten, oder Stefan Elfenberg. Der muss es ja wissen…

  6. Joschmann 29. Juli 2015 um 11:50 Uhr

    man macht das wie anno 91/92´ Eintracht Frankfurt in der Vorbereitung – nur Kanonenfutter als Gegner und dann voller Selbstvertrauen durchstarten – wenn auch nur zur in dem Fall tragischen Vizemeisterschaft. 😉
    .
    Spaß beiseite – sehe das genauso, Test ohne jegliche Aussagekraft, allerdings 2 „Schön!“, ja wirklich SCHÖN herausgespielte Tore. Das war echt lange her und selten, da habe ich mich gefragt, wann das letztes Mal der Fall war….im Saisonfinale lebten wir ja quasi von Standards, was auch die richtige Maßnahme war, bei solch arg spielerischen Defiziten. Gggf. war das letzte schön herausgespielte Ding Lasoggas Kopfball nach Ostzrolek-Flanke gegen Augsburg, gut war auch noch Stieres Bude nach Müller-Pass in Frankfurt – aber ne weitere schöne „Kombination“ die zu einem Tor führte, fällt mir für die vergangene Saison nicht ein. Meist waren es eben Standards, Eigentore, abgefälschte Dinger oder Einzelaktionen.

    • moritz 29. Juli 2015 um 16:04 Uhr

      zwei weitere halbwegs schön herausgespielte Tore fallen mir noch ein: Stiebers Tor zum 3:0 gegen Paderborn nach Vorarbeit von Jannsen und Rudnevs. Und das zwischenzeitliche 1:0 durch Van der Vaart beim 1:3 Auswärtspiel gegen Augsburg.

  7. Flensburger 1977 29. Juli 2015 um 13:35 Uhr

    Ich denke, dass der HSV einen Gegner vor der Brust hatte, der 1. keine Verletzten wollte und 2. Abläufe unter leichten „Wettkampfbedingungen“ testen wollte.

    Der HSV hätte sich ja auch einem härtetest unterziehen können .. aber ich vermute mal ..und laut den Aussagen die BL in verschiedenen Medien getätigt hat… ist der HSV noch lange nicht auf dem Leistungsniveau auf dem Bruno die Truppe gerne hätte.. demnach auf dem Papier ein glatter Sieg .. aber Aalborg ist nicht der BVB…. keine Aussagefähige Leistung meines Erachtens. Wenn man sich andere Mannschaften in ihren Vorbereitungsspielen anschaut .. oftmals mit Gegnern auf Augenhöhe… habe ich leicht das Gefühl das andere Mannschaften wesentlich weiter sind… körperlich , taktisch…

  8. Stefan 29. Juli 2015 um 16:12 Uhr

    Es ging wohl dann wohl einigen so, dass Sie das Spiel nicht flüssig verfolgen konnten. Persönlich habe ich nur das Ende der ersten Halbzeit und die zweite Halbzeit sehen können. Die vielen Wechsel von Spielern auf völlig „ungewohnten“ Positionen konnte ich sogar teilweise (Prozessmusterwechsel – Innovation) nachvollziehen. Was mir aber fehlte, war der Ansatz einer Vision der Spielgestaltung. Ich hatte den Eindruck, dass die Spieler erst, wenn Sie den Ball haben, darüber nachdenken, was Sie mit diesem anfangen sollen. Eine HSV-Strategie, die zum Sieg führt konnte ich nicht erkennen. Vielleicht liegt es daran, dass mit Diaz, … kein (von allen akzeptierter) Spielgestalter auf dem Platz stand, aber ich hatte mehr erwartet. Auch eine Niderlage wäre für mich in Ordnung, wenn ich das Potenzial für Innovationen gesehen hätte. Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass ich kein guter Fußball-Experte bin.
    Komisch finde ich es unter anderem, dass der HSV „fast“ die ganze Vorbereitung ohne Schlüsselspieler (oder Achse des Vertrauens) absolviert!? Bedeutet dies, dass sich nächste Woche alles ändert und von vorne angefangen wird?
    Das sich der HSV Berater an Land zieht, die sich um die Marke und nicht um die eigentlich m.M.n. notwendigen Probleme kümmert, ist kaum zu glauben. Peinlich. Wenn Hilke dafür verantwortlich ist, sollte er sich schämen. Und alle Anderen, die die Freigabe des Geldes genehmigt haben. Aber wahrscheinlich bin verstehe ich zu wenig von Fußball und es liegt an mir.

  9. rm2099 29. Juli 2015 um 16:37 Uhr

    Die Hamburger Mopo ist ein lupenreines Boulevardblatt, und Boulevardblätter funktionieren halt nur so: Mit Emotionen statt Analysen, mit Schwarz und Weiß, Jubel und Verdammnis. Das ist in allen Städten und mit allen Boulevardzeitungen so und nun wirklich keine Hamburger Besonderheit. Wer da mehr „Hirn“ erwartet, unterschätzt nicht die Professionalität der Macher – sondern überschätzt die Leserschaft solcher Blätter.

  10. jorgo 29. Juli 2015 um 16:45 Uhr

    ….keine 25 aber 18-20 Minuten waren es schon. Wird unser ballführender Spieler attackiert, gedoppelt oder was weiß ich noch alles, dann geht es quer oder zurück. Das war gestern selten der Fall. Die freundlichen Dänen haben ein wenig Aufbauarbeit geleistet und somit 4 Tore zugelassen. Am 14/8 wird es rappeln. Adler tut mir bereits leid.

Die Kommentarfunktion wurde geschlossen.

Unser Archiv