Unfassbar

„Wenn man denkt, es geht nichts mehr, kommt von irgendwo ein Düdü her…“

Und nein, das verunglückte Sportchef-Casting mit der Absage Hochstätters war immer noch nicht das Ende der Horror-Show der Ex-Dukate. Frei nach dem Motto „Wenn wir uns schon blamieren, dann bitte bis auf die Knochen“, veröffentlichte der lächerliche HSV gestern auf seiner Homepage ein Interview mit Beiersdorfer, welches in seiner Art wohl einmalig und in seiner Verblödung ungeschlagen ist. So ungefähr sieht es also aus, wenn Jörn Wolf nicht mehr die schützende Hand über allem hat und ehemalige Matz Ab-Piloten wie Münchhausen „de Vrij van Gaal Relaunch“ Scholz-Vorgänger Christian Pletz bestimmen darf, was „rausgeht“ und was nicht.  Das Ding ist so absolut ohne Worte, dass mir zuerst gar nichts dazu einfallen wollte. Was soll man denn eigentlich auch machen, Dauer-Satire kann man schlecht kritisieren.

Dennoch….

HSV.de: Die geplante Verpflichtung von Christian Hochstätter als neuer Sportdirektor ist gestern gescheitert. Hat er Ihnen oder haben Sie ihm abgesagt?

Der Einstieg ist absolut brillant und in seiner journalistischen Darbietung ein Meisterstück. Man beginnt damit, wer denn nun wem abgesagt hat, als ob es nichts Wichtigeres geben würde. Rechtfertigung von der ersten Silbe, würde mich mal interessieren, wo „Pletzi“ das Geschäft gelernt hat.

Dietmar Beiersdorfer: Herr Hochstätter hat mich gestern Abend telefonisch informiert, dass er keine Chance mehr für eine Einigung beider Clubs sieht und er daher seinen Aufsichtsrat informieren werde, dass er in Bochum bleibt. Ursache dafür ist, dass wir als HSV nicht bereit waren, den Ablöseforderungen des VfL Bochum zu folgen

Na siehste, Düdü, es geht doch. Mit der Wahrheit, meine ich. Problem ist nur: Bochum hatte bis gestern gar keine konkrete Forderung gestellt und keine Größenordnungen vorgegeben. Das kann man aber nur wissen, wenn man selbst mit den Leuten spricht und nicht seinen Finanz-Vorstand losschickt.

HSV.de: „Betrachten Sie diese Entwicklung als weiteren Rückschlag auf Ihrer Suche nach dem neuen Sportdirektor?“

pletz

Holla, Pletzi. Das nächste Eigentor. Wieso weiteren Rückschlag? Ich dachte, Hochstätter war Spitzenkandidat Numero Uno? Aber herzlichen Dank für die nächste Steilvorlage.

Beiersdorfer: „Ist eine beendete Verhandlung ein Rückschlag, weil der HSV den absurden Forderungen eines anderen Clubs nicht folgt? Aus meiner Sicht nicht. Ich betrachte die Gesamtlage und muss neben der wirtschaftlichen Machbarkeit auch die Selbstbestimmung des HSV beachten. Zudem bringt es uns nicht weiter, wenn wir immer nach hinten schauen und nach potenziellen Fehlern, Rückschlägen oder Verfehlungen suchen. Bei der Suche nach dem Sportdirektor geht es primär darum, die richtige Person für den HSV zu finden. Ich bin mir der Verantwortung bewusst und bin damit stets vertraulich intern umgegangen.“

Warum eigentlich „absurde Forderungen“? Von welchen Forderungen faselt der Mann? Es ist doch nur eine Frage der Zeit, bis aus Bochum der Konter erfolgt und ihn die Ruhrpöttler erneut wie den Lügenbaron hinstellen, der er offensichtlich ist. Und jetzt ist der HSV plötzlich selbstbestimmt? Obwohl bis gestern weder Vorstand noch Aufsichtsrat wusste, wer eine eventuelle Ablöse für Hochstätter überhaupt würde bezahlen können? Schön aber, dass Didi ab jetzt nicht mehr zurückschaut. Ist auch besser so, ansonsten würde er die strategische, finanzielle, strukturelle und sportliche Blutspur sehen, die er und seine Exzellenzen in den letzten 2 1/2 Jahren hinterlassen haben.

HSV.de :“Droht den neuen Kandidaten nicht der Makel eine B- oder C-Lösung zu sein?“

Beiersdorfer: Nein, weil wir grundsätzlich den richtigen suchen und brauchen. Denken Sie nicht, dass der HSV eine extrem reizvolle Aufgabe ist, auch wenn wir sportlich in einer sehr schwierigen Lage sind?! Bei mir sind in den vergangenen Tagen und Wochen jede Menge Bewerbungen eingegangen. Wir könnten morgen problemlos einen Sportdirektor präsentieren. Es geht aber um die Wahl des richtigen Mannes in unserer Situation

Ach so. Den Richtigen. Den Richtigen A oder doch den Richtigen N? Und warum hat man sich denn bereits zum jetzigen Zeitpunkt mindestens 6 blutige Nasen eingefangen, wenn es doch so einfach ist und sich jeder Manager des Planeten darum reißt, unter dem Versager Beiersdorfer abgreifen zu dürfen? Der Mann labert sich eine Scheiße zusammen, dass man brechen möchte.

Beiersdorfer: Wie ich schon gesagt habe: Wir führen Gespräche und werden uns dann entscheiden, wenn wir überzeugt sind, den richtigen Kandidaten gefunden zu haben. Bis dahin werde ich meine Aufgaben so erfüllen wie in den vergangenen Wochen – sehr nah an der Mannschaft und am Trainer.

Bis dahin wird er seine Aufgaben erfüllen, Gott steh uns bei. Dieser Mann lebt nicht nur in einem Parallel-Universum, wahrscheinlich glaubt er den Scheiß sogar, den er verbereitet. Tatsache ist jedoch eine andere: Beiersdorfer will im Grunde gar keinen Sportchef neben sich, deshalb gerät das Casting auch mehr und mehr zur Posse und jeder Kandidat springt nach dem ersten Gespräch von sich aus ab.

Anyway, das „Interview“ war ein Meisterstück und hoffentlich der Beginn einer wundervollen Tätigkeit als Mediendirektor, Herr Pletz. Denn wenn man schon nicht mit dem HSV feiern kann, will man zumindest über ihn lachen.

Ein letzter Nachsatz noch zur „Entscheidung“ des Aufsichtsrates, einfach so weiterzumachen, wie bisher. Im Grunde weiß es jeder und die Herren wissen es auch – sie haben versagt. Durch die Bank. Alle. Mit keinem dieser Verlierer wird es einen neuen, einen funktionierenden HSV geben können. Die Saison beginnt nicht am 12. Spieltag, sie beginnt nicht am 18. Spieltag, sie endet nach dem 34. Spieltag und zwar für alle. Für Beiersdorfer, für Hilke, für Peters, für Pletz, für den AR, für Meier und für alle Exzellenzen. Vor allem aber endet sie für den HSV und hier sollten sich zahlreiche Menschen (Fans, Mitglieder, Manipulatoren im Hintergrund, Medien, Journalisten) Gedanken darüber machen, welche Mitschuld sie am Untergang tragen und getragen haben. Weggucken, hektisches Applaudieren, weglaufen, nachtreten – all das habt ihr zu verantworten und ihr habt ebenso versagt wie Verbrennungs-Didi, der diesen Verein verraten hat.

Von | 2016-11-15T07:12:05+01:00 15. November 2016|Allgemein|40 Kommentare

40 Comments

  1. Volli 15. November 2016 um 07:54 Uhr

    Ich denke mal, dass für diese Herren die Saison nach dem 12 Spieltag endet. Nach einer Klatsche gegen Bremen muss doch ein Orkan durch den Volkspark fegen! Aber man wird ja jeden Tag neu überrascht, vielleicht muss man ja mit 2 Punkten, dann nach 12 Spieltagen, immer noch die Ruhe bewahren!

  2. db 15. November 2016 um 08:09 Uhr

    „Du, Karl?“

    „Ja, Bernd.“

    „Warum müssen wir uns heute denn schon wieder zusammensetzen. Eigentlich passt es mir nicht so gut. Ich habe wieder Konzertkarten für lau bekommen.“

    „Ruhe jetzt. Wenn der Kuchen spricht, haben die Krümel zu schweigen. Ich als AR-Chef eröffne hiermit die heutige Sitzung und habe beschlossen, dass Didi´s Vertrag vorzeitig inkl. einer Gehaltserhöhung verlängert wird.
    Er leidet seit Monaten unter der Doppelbelastung. Seit Calli und Volker ihre Gefolgschaft verweigert haben, hat er noch mehr zu tun.
    Außerdem hat er doch neulich der Presse erklärt, dass er einen super Job macht.
    Jörni hat auch in den Sack gehauen, jetzt stürmen noch mehr von diesen Pressefuzzis auf uns direkt ein. Wir müssen noch mehr Zugeständnisse machen, damit sie weiter ihre wohlwollenden Berichte schreiben.
    Das Sportchef-Casting hat Didi auch sehr mitgenommen.“

    „Karl, wie ist da eigentlich der aktuelle Stand?“

    „Macht euch keine Sorgen, Didi hat alles im Griff. Zuletzt wurde diesem 2. Liga-Manager abgesagt.“

    „In der Presse stand doch, dass Hochstätter selber abgesagt hat.“

    „Papperlapapp, Didi hat den Schreibtisch voll mit Bewerbungen. Wir sind der große HSV und lassen uns von solchen Vögeln nicht auf der Nase rumtanzen.“

    „Hast du dir schon welche davon angeschaut, Karl?“

    „Klar, ganz oben auf dem Stapel liegt die Bewerbung von einem Peter. Der trägt aber auf seinem Bewerbungsfoto so einen komischen Helm. Dann ist da noch so ein Lars, der uns seit Monaten auf den Sack geht. Didi meint, wenn er den einstellt, müssen wir aber ein paar neue stabilere Bürostühle kaufen. Und dann ist da noch ein Jens, der als Referenz viele gute Beiträge nennt, die er in dem einzig wahren HSV-Blog schreibt, der von diesem komischen opportunistischen Typen mit dem Fisch-Spitznamen betrieben wird. Didi meint aber, dass Jens erst einmal seinen Schulabschluss machen soll.“

    „Karl, sag´ mal, wo stehen wir eigentlich in der Tabelle.“

    „Macht euch mal locker und löst euch von dieser idiotischen Tabelle. Das ist völlig egal, wir haben nur eine kleine Ergebniskrise. Solange unser Boss Klaus-Michael die Füsse still hält und weiter bezahlt, müssen wir uns keine Sorgen machen. Dukaten-Didi ist unser Mann, der macht das schon.“

    „OK, dann ist ja alles geklärt. Karl, wo hast du reserviert? Nachdem du deinen Spruch mit dem Kuchen rausgehauen hast, habe ich richtig Kohldampf bekommen.“

    • Gravesen 15. November 2016 um 08:49 Uhr

      Du würdest dich wundern, wie dicht du damit an der Realität liegst 🙂

    • Saschas Alte Liebe 15. November 2016 um 09:36 Uhr

      Moin. ☺ lustig in den Tag ! Klingt echt. Nicht lange und das wird von der HSV-Realität eingeholt sein.

  3. alfa 15. November 2016 um 08:11 Uhr

    Die einzige große Hoffnung bleibt nur noch das wegbleiben von Heerscharen von Fans damit die Selbstverköstiger alleine blieben bei ihrem unseligem Treiben was sie als Selbstoptimierer (Graves Wertschöpfung? ) auch gerne bis zum Ende celebrieren dürfen!
    Und ja Herr Kühne sie sind genauso schuldig am desolaten Zustand des Vereins ,da die rosigste Zukunft die sie vielleicht dem Verein bescheren wollen , nicht das jahrelange Leiden der Fans aufwiegen kann ,das sie mit ihrer Tatenlosigkeit dem Treiben gegenüber und ihrer bereitwilligen Finanzierung des DESASTERS ermöglichen!

    • Volli 15. November 2016 um 08:44 Uhr

      Das sollte aber nicht Kühnes Aufgabe sein. Die Einen beschweren sich, dass er sich einmischt, die Anderen, dass er tatenlos zusieht. Er hat ja schon kein Geld für Hochstätter zur Verfügung gestellt, sonst hätte Superdidi auch 3 Mio verbrannt! Der Aufsichtsrat kommt seiner Pflicht nicht nach, dass ist das größte Problem. Beiersdorfer ist offensichtlich unzurechnungsfähig, deshalb mildernde Umstände!?

    • Gravesen 15. November 2016 um 08:51 Uhr

      Nein, das ist die Wortschöpfung eines Herrn Rebbe, heute selbst erklärter Selbstoptimierer, der vor mehr als 2 Jahren einen gewissen Herrn Hilke als solchen bezeichnete.

  4. Oberberger 15. November 2016 um 08:54 Uhr

    Diesem Verein ist nicht nur jegliche Professionalität, sondern auch noch jedes Schamgefühl abhanden gekommen.
    In welcher Parallelwelt muss man leben um in schöner Regelmäßigkeit in der Öffentlichkeit dermaßen sinnbefreites Zeug zu faseln und sich zum Vollhonk zu machen ?
    Jeder Fußballprofi und Funktionär mit dem IQ oberhalb einer Banane wird um den HSV einen großen Bogen machen. So viel Kohle kann Beiersdorfer niemandem bieten, dass er sich in dieses Irrenhaus einweisen läßt.
    Derzeit hat dieser Verein die Aura eines Hundehäufchens. Man macht besser einen großen Bogen drumherum. Wer aber reintritt, an dem bleibt nichts Gutes haften.

  5. Olaf Brando 15. November 2016 um 09:08 Uhr

    Schon damals :
    Mit Beiersdorfer, der Riccardo Moniz geholt hat, muss nun der mächtigste Fußball-Funktionär des Landes gehen. Der Deutsche war im Konzern für alle Belange rund um das Leder zuständig, sein Aufgabengebiet erstreckte sich von Leipzig bis New York. Angekreidet werden dem Sportdirektor vor allem die Verpflichtungen einiger Spieler, die nie das gehalten, was sie versprochen haben. Die Transferpolitik kann durchaus als unglücklich bezeichnet werden ( aus Die Presse,Österreich 08.04.2011)

  6. undulate 15. November 2016 um 09:24 Uhr

    ich hatte es vor Zeiten ja schon mal geschrieben:

    die Erkenntnis – Dank Grave! – was beim HSV läuft, hat mich gleichzeitig mit der Erkenntnis getroffen, was in der Politik wirklich läuft und es ist die gleiche Sauce. Im Hintergrund werden die Strippen gezogen, gerne auch gegen die eigene Bevölkerung oder dem HSV-Fan. Im Rampenlicht finden sich nur Blender und/oder Schauspieler mit Worthülsen, die sich wie die Maden im Speck dort sehr wohl fühlen. Das Ganze wird zwar nicht durch die Mehrheit, aber einer nicht zu unterschätzendem Anteil indoktrinierender und im Paralleluniversum lebende Bevölkerung oder Fans, zusätzlich medial unterstützt, mitgetragen. Jeden Tag wach ich auf und denke es ist nur ein Alptraum und ich habe mich bestimmt geirrt, verirrt, wie auch immer – aber NEIN, der Schwachsinn geht weiter und weiter…

    • Fabian 15. November 2016 um 14:36 Uhr

      Richtig !

      Und wenn du deine Worte dir vor Augen führst, erkennst du, dass es ein ‚Demokratieproblem“ ist. Kein Problem der Demokratie, sondern das Problem ist die Demokratie selbst ! Der HSV ist brachial überdemokratisiert. Zu viele Leute die nix können; und quasi niemand der als Leitfigur Eier und Verstand in Einem vereint. Und exakt damit lässt sich der Zustand des Landes allgemein und der des HSV analysieren. Dieser Verein hat keinen König und dessen Kanzler, er hat nur Fürsten die mit irren Augen tun oder Nichttun.
      Auch das! gehört mit zu dem Bilde was es zu betrachten gilt.

  7. Weltmeister 15. November 2016 um 09:39 Uhr

    Es wird keinen Aufschrei im Stadion geben. Wer soll den denn bitte organisieren?

    • Skeptiker 15. November 2016 um 10:04 Uhr

      Vielleicht Timo Horn und sein SC! ????

    • Saschas Alte Liebe 15. November 2016 um 10:12 Uhr

      Kein Boykott !
      In der Rückrunde gehen alle ins Stadion, um nochmal guten Bundesliga-Fußball mit schönen Toren zu sehen – vom Gegner natürlich. Am Ende noch ’ne Abschiedsveranstaltung mit Rückblick und Tränchen und zelebriertem Uhr-Stillstand, Spahic haut Lewis endlich mal richtig in die Grinse-Visa…, dann Feuerwerk von Falke, dann nochmal Scholle TV mit Didi Matz im Retro-Trikot und Uwe, dann Licht aus. Endlich Ruh‘.

      • Fabian 15. November 2016 um 14:41 Uhr

        Ich finde die von dir genannte Passage mit ‚Spahic haut jemandem ( einem Mannschaftskameraden) in die Fresse‘ beachtenswert. Man sollte solche Dinge in der Betrachtung der Stimmung in der Mannschaft, keinesfalls ausser acht lassen.

        Hält es jemand für möglich, dass einem Großteil der Spieler die Anwesenheit Spahics auf die Seele schlägt ?!

        Ich jedenfalls glaube das. Und was solche Dinge auslösen können, kann sich desaströs auf die Leistungsfähigkeit einiger Spieler auswirken.

  8. Marco 15. November 2016 um 10:43 Uhr

    Irgendwann müsste der mediale Druck auch mal Auswirkungen zeigen…zumindest bei einem normalen Verein…
    http://mobil.stern.de/sport/fussball/bundesliga/dietmar-beiersdorfer-beim-hsv–didi–der-ueberforderte-7148714.html

    • Gravesen 15. November 2016 um 10:56 Uhr

      Denkt an meine Worte:
      .

      Aber so langsam drängt sich die bittere Erkenntnis auf: Vielleicht war der 52-Jährige schon während seiner ersten Ära als Sportchef im Verein gar nicht so kompetent, wie alle dachten. Vielleicht hatte der damalige Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann doch einen größeren Anteil am Erfolg als allgemein angenommen. Schließlich wurde Hoffmann seinerzeit selten ernst genommen und umso häufiger belächelt, was seine sportliche Kompetenz betraf.

  9. Gravesen 15. November 2016 um 11:04 Uhr

    http://www.goal.com/de/news/1025/kolumne/2016/11/15/29522052/jovanovs-hsv-will-beiersdorfer-gar-keinen-sportchef?ICID=HP_BN_1
    .

    Oder führt Beiersdorfer die Öffentlichkeit an der Nase herum, weil er eigentlich gar keinen Sportchef an seiner Seite haben will, vom Aufsichtsrat aber dazu gedrängt wird, jemanden zu präsentieren? Zögern und zaudern kann auch eine sehr wirkungsvolle Strategie sein.

  10. Bidriovo 15. November 2016 um 11:10 Uhr

    Die Situation von Didi und Co. ist so bescheiden. Eigentlich können sie nur noch gewinnen. Deshalb klammern sie auch ihren Posten. Den richtigen Zeitpunkt für einen Absprung, um hinterher seine Hände in Unschuld zu waschen, haben die Herren verpasst. Umgekehrt ist es sehr wahrscheinlich, dass kein gescheiter Manager sich dieser Aufgabe in der Situation annehmen will. In Liga 2 gerne wieder, weil da kann man glänzen mit einem Wiederaufstieg. Aber als Verwalter des Untergangs ist die Gefahr nur groß, dass man selber noch dafür verantwortlich gemacht wird.
    In der momentanen Situation würde ein Wechsel in der Führung nichts bewirken. Zumindest nicht auf dem Feld. Da fehlt einfach Qualität, auch wenn manche HSV-Medien dies nicht so sehen wollen und z.B. Halilovic noch als großen Star sehen. Für mich ist Halilovic ein Fußballer, der es nicht bei Barcelona geschafft hat (gut, schaffen viele nicht), der es nicht bei Gijon geschafft hat (sollte für einen guten Fußballer auf jeden fall machbar sein) und der mittlerweile von 2 HSV-Trainern als untauglich befunden wurde (und wenn man dann noch das schlechte Spiel des HSV bedenkt, sagt das schon viel über den Star Halilovic aus). Es muss endlich auch verstanden werden, dass Nationalspieler nicht gleich Qualität bedeutet. In der deutschen Nationalmannschaft mag das zutreffen. Aber in sehr vielen Situationen ist es nicht der Fall. Auch die Spieler von San Marino sind Nationalspieler. Aber mit Qualität hat das nichts zu tun. Ich finde manche HSV-Medien bilden sich viel zu viel ein, dass der HSV X Nationalspieler hat und setzen das mit vorhandener Qualität gleich. Dabei bedeutet Nationalspieler von Burkina Faso, Weißrussland, Serbien, USA nicht, dass diese Spieler besser als Klassenerhalt in der Bundesliga sind, geschweige denn das internationale Geschäft bedeuten. Vielleicht wäre es umgekehrt sogar besser, wenn man darauf verzichten würde. Dann könnte man die Länderspielwochen vollständig nutzen.

    • Kerberos 15. November 2016 um 12:35 Uhr

      .
      Unfassbar, aber doch nachvollziehbar.
      .
      Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ohne Sportdirektor kann der AR tatsächlich D. Beierdorfer kaum entlassen. Das weiss natürlich auch der amtierende Vorstands-Vorsitzende; denn die Führung der AG ohne VV wäre bei 2 verbleibenden Vorständen mit einem qualifiziertem Sportdirektor, zumindest auf Zeit, möglich (auch die Satzung der AG wurde dahingehend um diese Möglichkeit noch geändert). Ohne Sportdirektor aber ….
      .
      Grundsätzlich jedoch bedarf es einer strukturellen Veränderung im Vorstand und desen Geschäftsverteilungsplans.
      Ausgliederung der sportlichen Belange der AG aus der Verantwortung des Vorstands-Vorsitzenden und Bestellung eines qualifizierten Sport-Vorstands.
      Bestellung eines neuen Vorstands-Vorsitzenden (Trennung von Beiersdorfer) und Erweiterung der Aufgaben des Vorstands-Vorsitzenden um Marketing und Vertrieb (Trennung von Hilke).
      Also: Rückkehr zur bewährten Aufgabenverteilung von Vorständen in Sportunternehmen und Schluss mit dieser lediglich auf die vermuteten Fähigkeiten eines Beiersdorfer zugeschnittene Organisation der HSV AG; eines der Grundübel dieser AG und Ursache des sportlichen Schlamassels.
      .
      Der Aufsichts-Rat ist hier gefordert; denn die Umsetzung dieser Organisation liegt, da von der Satzung der AG gedeckt, in seiner Kompetenz.
      .

  11. Weltmeister 15. November 2016 um 12:23 Uhr

    Die NOZ verrichtet in ihrer heutigen Print-Ausgabe „Auch Todt will nicht – Druck auf Beiersdorfer wächst“.
    Damit steigt die Zahl wohl auf 6!*
    * vergl. http://m.goal.com/s/de/news/1025/kolumne/2016/11/15/29522052/jovanovs-hsv-will-beiersdorfer-gar-keinen-sportchef?ICID=HP_BN_1&utm_referrer=https%3A%2F%2Ft.co%2F7tqZAWbOhG

  12. Skeptiker 15. November 2016 um 13:13 Uhr

    So blöd wie sich Didi Discoflirt bei der Sportchefsuche anstellt, muss man wirklich schon Absicht vermuten. Vielleicht sähe er bei der Installation eines Sportdirektors tatsächlich seine Felle davonschwimmen und befürchtet, dass er dann gefeuert wird. Der Vorstand wäre dann auch ohne ihn handlungsfähig. Die Erklärungen von Kerberos ergeben Sinn.

  13. Weltmeister 15. November 2016 um 13:27 Uhr

    Boykott? Fan-Aufstand?
    Freunde vergesst es!
    Den einzig vorstellbaren „Aufstand“ im Stadion erleben wir, wenn die Würstchen- u. Bier-Buden vor Klößchens Augen schließen…

  14. Volli 15. November 2016 um 14:10 Uhr

    Didi möchte entlassen werden! Das einzige Problem, er hat das Geld für seine Abfindung bereits verbrannt!

  15. Stephan Scheler 15. November 2016 um 14:41 Uhr

    Zur Rettung des HSV gibt es eine naheliegende, recht plausible und meiner Meinung nach allerletzte Lösung, die ermöglicht, den Supergau noch zu verhindern. Und jetzt bekommen zwar einige gleich einen Anfall, aber ich meine das ganz ernst: Felix Magath. Es gibt – so glaube ich zumindest – vieles, das für ihn, und wenig, das gegen ihn spricht:

    1. Er hat sich als Retter bereits bewiesen. Bei jedem deutschen Verein, den er als Trainer übernommen hat, folgte auf zwei anfangs holprige Spiele eine Serie gewonnener oder zumindest nicht verlorener Spiele. Ich bin davon überzeugt, dass er der Einzige ist, der diesen Sauhaufen noch vor dem Gang in die Zweite Liga retten könnte. An Gisdol habe ich von der ersten Sekunde an nicht geglaubt und seine Aufstellungen offenbaren schon nach kürzester Zeit die totale Verzweiflung. Dieser Mann muss weg, besser heute als morgen!

    2. Ob Holtby damit ein Problem hätte? Ja hoffentlich! Es wird höchste Zeit, dass jemand die Medizinbälle rausholt und die Jungs mal aus der Wohlfühloase herausreisst. Training statt Tattoos und Twitter!!

    3. Nehmen wir mal an, man feuert Gisdol plus Beiersdorfer und Herr Kühne würde Felix mit aller nur erdenklichen Macht ausstatten… ganz ehrlich: Was wäre so schlimm daran? Oder anders gefragt: Kann es überhaupt noch schlimmer sein als jetzt? Der Ist-Zustand ist in jeder denkbaren Hinsicht eine einzige Katastrophe. Felix kann nichts kaputt machen, was nicht sowieso schon längst danieder liegt.

    4. Wenn er den Verein in der Klasse halten sollte, installiert er für die nächste Saison seinen langjährigen Weggefährten Bernd Hollerbach als Trainer (macht in Würzburg einen hervorragenden Job) und arbeitet selbst in anderer Funktion weiter – als Sportdirektor, Vorstandsvorsitzender oder was auch immer. Er wird es sicher nicht schlechter machen als all‘ die Gurken, die in den letzten Jahren am Ruder waren. Und falls doch und man Felix nach 1-2 Jahren zum Teufel jagt, wäre das beim HSV ohnehin nur business as usual.

    Da dieser Verein aber offensichtlich für Kontinuität, Ruhe und diszpliniertes Arbeiten, für Modernisierung und Innovation – beste Beispiele hierfür sind Dortmund und Gladbach – ganz offensichtlich zu blöd oder zu verstaubt ist, wäre Felix Magath just in diesem Moment nicht nur eine Chance, sondern wahrscheinlich der letzte Strohhalm.

    Was halten andere von so einer Lösung?

    • Marco 15. November 2016 um 15:43 Uhr

      Abstand!
      Als Trainer für den Rest der Saison wäre es mir noch egal. Die Situation ist aussichtslos und das kann auch gerne Helm Peter versuchen.
      Aber warum in aller Welt sollte Magath bei einem Neuanfang mitwirken? Wir müssen uns endlich von den Wunschvoraussetzungen „Raute im Herzen“ und „Stallgeruch“ verabschieden wenn wirklich etwas verändert werden soll. Diese Denkweise im Verein und in seinem Umfeld hat uns schließlich genau dahin gebracht wo wir gerade stehen.
      Als Vorstandsvorsitzenden benötigen wir einen Wirtschaftsfachmann mit Visionen, so wie es Hoffmann war. Und einen gut vernetzten Sportchef der in der Lage ist auch aus überschaubaren finanziellen Mitteln das maximale herauszuholen. Was ein Magath anrichten kann, kannst Du gerne auf Schalke erfragen.

      • Stephan Scheler 15. November 2016 um 18:58 Uhr

        Stallgeruch und „Raute im Herzen“ sind mir völlig wurscht. Von mir aus können sie jemanden aus der Kreisliga von Kleinkatze-Brombach verpflichten, wenn das irgendwas bringt. Aber die Zeit für besondere Experimente hat der HSV leider nicht mehr, wenn er tatsächlich noch die Klasse halten will. Und Experimente wie einst Zinnbauer oder jetzt Hochstätter und Todt rücken den Club mit hoher Wahrscheinlichkeit nur noch näher an den Abgrund.

        Für alles andere, zum Beispiel Trainer wie Klopp und Tuchel oder Entwicklungen mit System und Verstand, ist dieser Verein sowieso zu blöd. Im Moment geht es meiner Ansicht nach nur noch darum, den Supergau zu verhindern. Und dazu muss schleunigst jemand her, der weiß, wie man das macht. Und das ist bspw. auch nicht Herr Bruchhagen, der zwei oder drei Abstiege der Eintracht zu verantworten hat. Hier in Frankfurt sind alle heilfroh, dass er weg ist….

    • Torsten Erxleben 15. November 2016 um 16:37 Uhr

      LOL. Vor allem bei Fullham hat Magath bewiesen wie „gut“ er Abstiegskampf kann,

    • Heidelberger 15. November 2016 um 20:08 Uhr

      Das liest sich ja alles ganz nett, aber eintreten wird davon 0,0%.

      Ich kann ja nicht beweisen, dass ich mit meinen Vermutungen richtig liege. Aber vieles spricht doch dafür. Ich denke da an Interviews von Herrn Kühne.

      Ich bleibe dabei – der Abstieg in Liga 2 ist ein wichtiger Meilenstein zu Kühnes Ziel.

      1. Abschneiden aller alten Zöpfe
      2. Eliminierung aller Relikte rückwärtsgewandter Denke wie die Stadionuhr, dem Maskottchen usw.
      3. Übernahme der gesamten HSV AG – zumindest wirtschaftlich

      An der aktuellen Führungscrew wird KMK daher auch nichts ändern. Die spielt ihm doch prächtigst in die Karten….

      • Volli 15. November 2016 um 20:34 Uhr

        Kühne weiß selber, wie alt er ist! Er hat Geld in die Hand genommen, um nochmal vernünftigen Fussball zu sehen, mehr nicht! Er wird mit Sicherheit enttäuscht sein, welche Graupen am Ruder sind. Aber einmischen wird er sich nicht! So ist es nunmal, oder was will ein achtzig jähriger mit einem kaputten Fussballclub? Der hat gar nicht die Zeit noch einmal was großes aufzubauen. Schade eigentlich!