Das Kind endlich beim Namen nennen!

10 HSV-Transferflops und was aus ihnen wurde.

http://www.bild.de/sport/fussball/hsv/halilovic-fast-weg-groessten-transfers-flops-49950786.bild.html

So titelt heute ausgerechnet das Blatt, das den weltberühmten „Dukaten-Didi“ erfand. Erstaunlich. Denn gucken wir uns diese ausgewählten Transferflops einmal im Detail an, wird einiges deutlicher.

Marcus Berg. Kam 2009 als 22-Jähriger für € 8,5 Mio. (nicht wie die BILD behauptet für € 10 Mio.) zum HSV. Ging ablösefrei. Käufer: Bernd Hoffmann

Juan-Pablo Sorin. Kam 2006 als 28-Jähriger für € 3 Mio. zum HSV. Ging ablösefrei. Käufer: Dietmar Beiersdorfer

Alex Silva. Kam 2008 als 23-Jähriger für € 6,2 Mio. zum HSV. Ging für € 2 Mio.. Käufer: Dietmar Beiersdorfer

Thiago Neves. Kam 2008 als 23-Jähriger für € 9 Mio. zum HSV. Ging für € 7 Mio. Käufer: Dietmar Beiersdorfer

Eljero Elia. Kam 2009 als 22-Jähriger für € 9 Mio zum HSV. Ging für € 9 Mio. Käufer: Bernd Hoffmann

Valon Behrami. Kam 2014 als 28-Jähriger für € 6 Mio. zum HSV. Ging für € 3,5 Mio. Käufer: Dietmar Beiersdorfer

Mohamed Zidan. Kam 2007 als 25-Jähriger für € 6,5 Mio. zum HSV. Ging für € 2,8 Mio. Käufer: Dietmar Beiersdorfer

David Rozehnal. Kam 2009 als 28-Jähriger für € 6 Mio. zum HSV. Ging für € 0,5 Mio. Käufer: Bernd Hoffmann

Boubacar Sanogo. Kam 2006 als 23-Jähriger für € 3,8 Mio. zum HSV. Ging für € 4,5 Mio. Käufer: Dietmar Beiersdorfer

Danijel Ljuboja. Kam 2006 als 27-Jähriger für € 850.000 (Leihgebühr) zum HSV. Ging ablösefrei. Käufer: Dietmar Beiersdorfer

7 von 10. Natürlich ließe sich diese Liste endlos weiterführen. Über all Albert Streit und Benny Lauth, bis hin zu Michael Gravgaard und Emile Mpenza. Erstaunlich ist hier auch nicht die erkennbare Tendenz (7 von 10), sondern der Umstand, dass das Blatt, welches den Dukaten-Didi erfand, in dieser Aufstellung mit keinem Wort erwähnt, wer der Verantwortliche für den jeweiligen Transferflop war.

Ebenfalls bemerkenswert (wenn auch nicht erstaunlich): In der Liste der Flop-Highlights fehlt als Käufer gänzlich der Name Frank Arnesen. Der ahnungslose Däne, der bekanntlich zu teuer war und lediglich seine Chelsea-Boys kannte. Komisch, oder?

Von | 2017-01-26T07:25:48+01:00 26. Januar 2017|Allgemein|29 Kommentare

29 Comments

  1. atari 26. Januar 2017 um 08:50 Uhr

    das sind in 9,5 Jahren HSV relativ wenig Flops.

  2. undulate 26. Januar 2017 um 09:02 Uhr

    Der Beiersdorf Wahnsinn muss durchbrochen werden! Und wenn dabei der Abstieg droht, der droht sowieso.
    Ich bin der Meinung es gibt jetzt nichts mehr zu verlieren. Warum nicht junge, teils „unbekannte“ Spieler aus den unteren Ligen einen Chance beim HSV geben sich zu beweisen. Wäre mir viel lieber, als die alten abgehalfterten Profis in Hamburg für zu viel Geld in Rente zu schicken.

    • BerndH60 26. Januar 2017 um 15:19 Uhr

      Don’t feed the Troll.
      Da ist kein Wunsch nach einer Diskussion, da wird nur eine unabänderlich fest stehende Meinung immer und immer wieder abgesondert. Vermutlich ist das die hiesige Ausgabe von Muh aus Kuh.

      • Gravesen 26. Januar 2017 um 17:49 Uhr

        Muss das sein?

  3. Christian 26. Januar 2017 um 09:05 Uhr

    In den Jahren seit 96/97 nur dreimal ein Plus bei Transfers erwirtschaftet: 08/09, 10/11 und 11/12. Also viermal in 20 Jahren. Interessant es so schwarz auf weiß zu sehen, aber auch wieder nicht so überraschend.

  4. Weltmeister 26. Januar 2017 um 09:15 Uhr

    Ich möchte Spörl ein wenig beipflichten.
    Ich habe den Eindruck gewonnen, dass Bruchhagen und Todt dem Irrglauben aufgessen sind, dass der Kader in seiner jetzigen Form „bundesligatauglich“ ist.
    Und ich widerspreche Todt: Man darf und muss in dieser Situation vielleicht auch „was Verrücktes“ wagen.
    Wird der Kader jetzt nicht blitzartig verstärkt, ist der Abstieg unausweichlich. Dieses Pokerspiel geht gewaltig in die Hose.
    Der Gemütszustand derjenigen, die meinen, der HSV würde durch ein reinigendes Bad in der 2. Liga gehen, ist mit „naiv“ sehr wohlwollend umschrieben.
    Der HSV muss jetzt jeden Euro für den Klassenerhalt zusammenkratzen und den Kader verstärken.

    • Gravesen 26. Januar 2017 um 09:26 Uhr

      Nun, genau das hat der Verein doch die letzten Jahre getan. Mit welchem Erfolg?

      • Weltmeister 26. Januar 2017 um 21:52 Uhr

        Der einzige „Erfolg“ (okay, eigentlich mehr Glück als Verstand) ist der Verbleib in der 1. Bundesliga. Niemand kann mit Gewissheit sagen, dass der Abstieg in die 2. Bundesliga zu einer positiven Entwicklung des Clubs geführt hätte.
        Wie ich schon einmal vor geraumer Zeit geschrieben habe, wäre mir eine Sanierung des Clubs in der 1. Liga am liebsten. Nur dazu müsste man in diesem Jahr erst einmal die Liga halten… ?
        Wir zwei sind uns ja vermutlich darin einig, das der HSV höchstwahrscheinlich absteigen wird, wenn er nicht mehr auf dem Transfermarkt tätig wird, oder?

    • Saschas Alte Liebe 26. Januar 2017 um 09:47 Uhr

      Der Kader scheint mir sehr deutlich nur der Symptomträger zu sein. Die Krankheit steckt im Verein selbst.
      Das kann auch mit noch so teuren immer neuen Mittelchen nicht geheilt werden.

  5. Bidriovo 26. Januar 2017 um 09:26 Uhr

    Ein Transferflop ist für mich was anderes als ein Sanogo, der für 3,8 kam und für 4,5 ging oder Lyuboa, der für „Peanuts“ kam. Da hat der HSV „besseres“ vorzuweisen. Ich bin gespannt, was der HSV noch in dieser Transferperiode kaufen wird. Ich habe den Eindruck, dass vieles davon abhängen wird, wie das Spiel in Ingolstadt ausgehen wird.

  6. Saschas Alte Liebe 26. Januar 2017 um 09:34 Uhr

    Im Vergleich mit der „Dukate“ ist Nichtstun schon ein Erfolg. Last Minute Notkäufe sind so gut wie immer von zweifelhaftem Nutzen und werden keinen drohenden Abstieg verhindern. Das ändert auch keine Story vom Diaz, der für eigentlich nur einen wichtigen Freistoß ein Jahr seines Lebens beim HSV vertrödelte – und für die Bestätigung der Erkenntnis, dass Super-Didi für unglaublich viel Geld einen so schlechten Kader zusammenwürfelte, dass dieser Marcello Diaz zu gut war, um mitspielen zu können.
    Sollen sie doch mit diesem „Staraufgebot“ absteigen – der Mehrwert einer solchen Lernerfahrung könnte endlich weitreichende grundsätzliche Veränderung in diesem Club bewirken helfen.

  7. Saschas Alte Liebe 26. Januar 2017 um 10:09 Uhr

    „Das Kind beim Namen …“ ?
    Das Kind heißt Angst.
    Angst ist seit Jahren die einzig wirklich tragende wirksame Kraft im HSV.
    Die Angst vor Abstieg, vor dem Verlust des hohlen Selbstverständnisses vom ewigen Dino HSV mit seiner sich selbst angedichteten Mär von der „Per Se – Existenzberechtigung als das Fußball- /BL-Urwesen“ überhaupt, die Angst vor dem Wirtschaftlichen Ruin, vor der Blamage, dem Ehrverlust, dem Verschwinden und Vergessen in der Bedeutungslosigkeit.
    Diese Angst erfasst regelmäßig alle, wenn der HSV wiedermal mit einem Fuß schon über dem Abgrund schwebend und mit dem Rücken an der Wand auf dem letzten Loch pfeift.
    Dann erst haben alle ein gemeinsames Ziel, das gemeinsam mit aller Energie und Kraft verfolgt wird, mit allem Einsatz.
    Ist dieses akute Unheil ein wenig nur erfolgreich abgewendet worden, kippt der gemeinsame Spirit schon wieder in Arroganz und Selbstüberschätzung über.
    Der HSV ist in senem Geiste, in seiner Seele nicht zu mehr als zum Abstiebskampf noch fähig.
    Dieser Club ist hochneurotisch.

    • Gravesen 26. Januar 2017 um 10:44 Uhr

      Ich denke, es ist eine Mischung aus Beidem oder anders gesagt: Das Problem ist ein elementares. Man hatte tatsächlich im Mai/Juni 2014 eine einmalige Chance und sie ist durch Gernandt, Beiersdorfer und Hilke leichtfertig sowie vorsätzlich vertan worden. Die Frage ist nur: Warum? Nur falsches Personal? Nur persönliche Eitelkeiten und eigene Vorteilsnahme? Auch, aber eben nicht nur. Der gesamte Verein ist das größte Problem. Eine vollkommen falsche Selbstverständlichkeit (Dino, Uhr, bla bla), eine unerklärliche und absurde Überheblichkeit, die diesen Klub (nicht nur) außerhalb der Hamburger Stadtgrenze extrem unsympathisch macht. Um sich das nächste Schleudertrauma abzuholen, genügt grundsätzlich der Blick auf eines der drei ersten Interviews eines Neuzugangs. „Der HSV ist ein großer Verein, mit super-tollen Fans. Hamburg ist eine tolle Stadt und der HSV gehört unter die ersten 5“. Blubber.
      .
      Keine Ahnung, ob das in den Verträgen der Profis steht, aber es ist so vorhersehbar wie der Sonnenaufgang und ich könnte jedesmal wieder schreien.

    • Saschas Alte Liebe 26. Januar 2017 um 14:47 Uhr

      Ein Club besteht aus Menschen, wird von ihnen getragen und belebt. Daraus entwickelt sich so etwas wie ein aus dem Zusammenwirken dieser sehr menschlichen Belebung korrelierendes Eigenwesen – der Club eben. So wie jeder sich einbringende Mensch auf bzw. in dieses einwirkt, wirkt es auch auf jenes Individuum – wechseitig, und das mit zigtausenden Mitgliedern und weiteren tausenden Fans und Kritikern und Feinden.
      Ein solches „Vereins-Wesen“ kann durchaus Züge annehmen, die auch Individuen zeigen, z.B. auch neurotische.

    • Saschas Alte Liebe 26. Januar 2017 um 14:53 Uhr

      Und die Ausgliederung war eine sinnvolle aber verpatzte Therapie-Möglichkeit, um bei diesem Dictum zu bleiben.

  8. Micha 26. Januar 2017 um 16:59 Uhr

    Ich bin kein HSVer, finde den Blog aber sehr interessant, da er die über mehrere Jahre fruchtlos durchackerte, gespaltene und aufgewühlte Seelenlandschaft eines Clubs und seiner Anhänger widerspiegelt. Bin aber auch ein wenig erschrocken darüber und wünsche euch, dass ihr in näherer Zukunft mal wieder über Fußball und Taktik etc. diskutieren könnt. Thematisch bleibt der Blog – von außen betrachtet – sehr bedenklich in sich verkantenden Altlasten und sich anhäufenden Personalenttäuschungen stecken. Betrachtet man den Verein und sein Umfeld als Persönlichkeit, gibt das ein stranges Bild voller Selbstzweifel und Negativerwartungen ab, was der selbstbewussten Hansestadt ja gar nicht würdig ist.

    Schöne Gruße an die Elbe – see you in Munic? – – – (Als ich 9 Jahre alt war, haben mir die Spiele gegen den HSV, die ich vor meinem Kofferradio verfolgte, echt Nerven gekostet, z.B. ein äußerst ärgerliches 3 zu 4).

    P.S. Vielleicht zaubert dieser Todt ja in den nächsten 5 Tagen ein paar unterklassige Entdeckungen aus dem Hut, die ihren Marktwert in wenigen Jahren verzehnfachen. Wäre dem HSV zu wünschen.

  9. ausgegliedert 26. Januar 2017 um 19:41 Uhr

    Gründliches Ausmisten – wie sehr hätte ich das nach der Ausgliederung begrüßt.
    Bekommen haben wir alten Wein in neuen (deutlich teureren) Schläuchen. Gisdol hat in der Mannschaft wohl etwas Teamgeist entfachen können. Das durch den Verein zu transportieren, ohne alle faulen Eier zu entsorgen, ist eine Mammutaufgabe. Wohl auch deshalb, weil diese Maden sich auch noch gut ernährt haben in den letzten 2,5 Jahren.
    Das ist für mich das Traurigste, weder professionell und schon gar nicht exzellent….

  10. Michael 26. Januar 2017 um 22:57 Uhr

    Der Königstransfer ist weg, Halilovic geht leihweise nach Las Palmas. Nun ist wieder ein wenig Luft, die man sich nicht pumpen muss. Er kostet nichts mehr, ’ne Mio soll er gebracht haben, also bitte noch einen Innenverteidiger, und Djourou mit ner Sondermarke auf dem Arsch nach Orlando! Luftfracht mit Eilzuschlag.
    Einen soliden Sechser, bitte kein Wunderkind! Mozarts können wir nicht gebrauchen, der letzte hat gerade mit Victoryzeichen auf Twitter posiert. Dieser Lackaffe. Leihversager von Barcelona. Mein Hut schwebt mal wieder!
    Das muss doch drin sein, ohne dabei einen Kaktus essen zu müssen. Winter hin, Winter her. Aber wenn man sich ständig mit dem einen Fuß selbst auf den anderen tritt…

  11. Weltmeister 26. Januar 2017 um 23:22 Uhr

    @ Spörl
    Ich sehe das ganz ähnlich wie du.
    Ergänzend sei gesagt, dass unser Trainer heute gefaselt hat, dass er den Kader auch so wie er ist für „wettbewerbsfähig“ hält.
    Das ist doch alles ein nie-endender Albtraum hier beim HSV…

  12. Kerberos 27. Januar 2017 um 00:03 Uhr

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    @ Spörl & @ Weltmeister
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    Ihr habt mit Euren Einlassungen ein eminentes Problem, denn ihr unterstellt der aktuellen Führung, dass die aktuelle Passivität in Sachen Transfers auf sportlichen Überlegungen gründet. Dies ist jedoch eine völlig unbegründete Annahme.
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    Der HSV hat schlicht aktuell keine Mittel für Transfers! Die „Transfer-Vereinbarungen“ mit Kühne taugen zu nichts weiter, als vorhersehbar eine Konkursreife herbeizuführen – benötigt wird nur „echtes“ Eigenkapital.
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    Werden also die Vereinbarungen mit Kühne nicht im Sinne des HSV nachgebessert werden, so gehen in Kürze in Hamburg die Lichter ganz aus; keinen ordentlichen Kaufmann interessieren aktuell irgendwelche Transfers. Fragt Euch lieber, ob der HSV überhaupt das Ende des Spielbetriebs in dieser Saison erleben wird, denn die Liquidität für diese Saison hat D. Beiersdorfer bereits in der letzten Saison verbraten.
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    Ihr solltet wirklich einmal darüber nachdenken.
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  13. Kerberos 27. Januar 2017 um 00:52 Uhr

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    Beim HSV ist der Punkt erreicht, an dem sich jeder Verantwortliche stets fragen muss, ob er für seine Handlung (bezogen auf Geldausgaben) strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden könnte. Da stellen sich viele sportliche Fagen einfach nicht mehr.
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    Der Vorstand hat für diese Saison ein operatives Minus von € 20 Mio. prognostiziert; € 30 Mio hat Beiersdorfer bereits als Vorschüsse für diese Saison in der letzten Saison ausgegeben. Es besteht also eine Unterdeckung von € 50 Mio für diese Saison – Schuldenstand: € 150 Mio. zzgl. Eventualverbindlichkeiten bis zu € 30 Mio.
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    Warum soll der neue Vorstand in das Risiko einer Verantwortung gehen für eine Situation, die er nicht herbeigeführt hat? Auch Hafen-Meier konnte sich bisher hinter seinem „Minderheiten-Votum“ im AR ganz bequem verstecken – nun steht er aber in der mehrheitsfähigen Verantwortung und damit ggf. auch im Feuer. Soll denn nun Hafen-Meier jetzt den Kopf für den „Abtaucher“ Gernandt hinhalten und dabei seinen Job bei der Stadt auch noch gefährden (da warten doch bereits einige Leute auf seinen Fehltritt). Und Beiersdorfer besitzt auch noch die Frechheit und will zur Vordertür wieder zum HSV kommen.
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    Das ist die Situation; es nutzt keine „dubiose“ Spielerfinanzierung und auch „knifflige“ Forderungsverzichte helfen nicht weiter. Es fehlt einfach „freies“ Geld für die laufenden Zahlungsverpflichtungen!
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    • Kerberos 27. Januar 2017 um 06:48 Uhr

      .
      Da bleibt nur ungläubiges Kopfschütteln; wie kann man mit so wenig Wissen nur so viel Schreiben.
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      • Spörl 27. Januar 2017 um 09:03 Uhr

        Kerberos, Du hast recht, ich bin zu weit weg, um dies alles im Detail zu beurteilen. Ich ziehe meine Kritik und Einschätzungen insofern zurück, und warte nun gespannt wie alle Fans darauf, ob noch ein hilfreicher Spieler verpflichtet wird.

  14. Weltmeister 27. Januar 2017 um 07:23 Uhr

    @ Kerberos (Beitrag 0:03 Uhr)
    Mag alles richtig sein. Trotz der finanziellen Situatuon ist die Phantasielosigkeit der Verantwortlichen kaum zu überbieten. Oder um es mit Gravesens Worten vom 14. Januar zu sagen:
    „Mal ehrlich jetzt – mehr fällt euch nicht ein? Papadopoulos? Überall in der Bundesliga finden andere Vereine Belgier, Holländer, Franzosen etc. Und dem (neuen) HSV fällt nichts anderes ein, als einen verletzungsanfälligen Griechen zu leihen! Für eine Leihgebühr von € 2 Mio. für 5 Monate? Na herzlichen Glückwunsch, Drmic lässt grüßen.“

    • Kerberos 27. Januar 2017 um 08:25 Uhr

      .
      Auch Gravesen betrachtet es „sportlich“; das ist jedoch für ein Unternehmen in der wirtschaftlichen Krise sekundär – nur noch ein Thema für den Stammtisch.
      .
      Beispiel: Kühne „schenkt“ dem HSV einen Ronaldo. Dieses „Geschenk“ müsste der HSV aktuell ablehnen, denn die laufenden vertraglichen Verpflichtungen durch Ronaldo gefährden die Zahlungsfähigkeit ins Gesamt und erhöhen damit ins Besondere das Risiko eines Zahlungsausfalls für die übrigen (bereits vorhandenen) Gläubiger. Auch wenn Kühne nun noch das Gehalt dazu gibt, darf der Schuldner nicht so einfach „ausgesuchte“ Gläubiger bezahlen – Verbot der Gläubigerbevorzugung.
      .
      Deshalb plädiere ich seit fast 2 Jahren für eine Plan-Insolvenz. Hier stimmen alle Gläubiger einem Insolvenz-Plan zu und in diesem können auch zusätzliche Investitionen in den Spielerkader festgelegt sein. Ohne einen Insolvenz-Plan ist das Handeln jedoch durch die pure Angst der persönlichen Verantwortlichkeit geleitet – und zwar nachvollziehbar.
      .
      Verständlich also, dass die Verantwortlichen den Rahmen der Zahlungsverpflichtungen ums „verrecken“ nicht erweitern und nur Spieler „austauschen“. „Einnahmen“ hatte man durch Cleber (Ablöse + Gehaltseinsparung) – „Ausgaben“ durch Spahic und Marvei (Gehalt + Ablöse). Da blieb nur noch eine zeitlich überschaubare „Billigleihe“ mit Restrisiko für Papa.; denn es musste ein IV her, aber es wollte sich einfach kein Abgang mehr finalisieren lassen. Nun hat man noch etwas Luft für die laufenden Zahlungsverpflichtungen von € 2,5 Mio durch Halilo. bekommen (Leihgebühr und Gehalt).
      .
      Dem HSV nutzt aktuell keine Spielerfinanzierung durch Kühne; der HSV braucht ungebundene liquide Mittel = „echtes“ Eigenkapital. Es regiert kein Sparplan von H. Bruchhagen – es gibt einen rechtlichen Zwang zur Ausgabendisziplin.
      .

  15. dergast 27. Januar 2017 um 09:34 Uhr

    Zusammengefasst:
    .
    Keine Neuen Spieler weil
    / Kein Geld; weder für den Kauf, noch den Unterhalt
    / Keinen Durchblick und zu wenig Vorbereitung der Managementabteilung
    .
    M.M. ist aber der wichtigste Punkt noch gar nicht beschrieben:
    WIESO sollte ich zum HSV gehen?
    .
    Die, von dir genannten Spieler -Spörl- sind allesamt in einer viel besseren Position, als Sie es beim HSV sein könnten. Was kann denn der HSV bieten, was Sie nicht haben?
    / Entweder spielen sie – mal mehr mal weniger rotierend (auch) international – haben sich für die Nationalmanschaft empfohlen.
    / Sie sind der unumstössliche Leader (in der 2 und nun auch in der 1. Liga) in Ihrem Team, SerieA Clubs werden aufmerksam
    / Sie Spielen bei Mannschaften mit einem intakten „Geist“ – Spirit im Team, aber auch bei der Führung und dem Umfeld
    / Sie haben Coaches,Teamführungen bei denen sie sich empfehlen können – oder die Sie eben nicht wie Aussätzige behandeln, sondern wissen, dass man einen 20er Kader durchaus braucht, da Verletzungen an der Tagesordnung sind
    / Oder Sie verdienen eh nun genug Geld, als dass der HSV sich es nicht leisten könnte, mitzubieten
    / Sie spielen in Mannschaften, in denen Sie als „Junge Akteure“ auch Fehler machen können (weil Sie eingesetzt werden) und dürfen (weil Sie eben Talente sind)
    .
    Damit fallen alle Leute aus den im Netz kursierenden Listen weg. Bedinenen im oberen Regal. Issklar.
    .
    Lösung: Schaffung von Anreiz, wieso ein Spieler wirklich zum HSV will.
    .
    / Einem Regionalliga Spieler, der zB bei Lübeck, Lüneburg, Oldenburg oder Meppen kickt einen guten Vertrag vorsetzen. Aber: Nicht für die II und diesen Heranführungsmist (die ist nämlich weitaus schlechter als die o.g. Vereine!) sondern mitspielen bei den Profis.
    .
    / Die bisherigen Jungen Talente auch wirklich mal einsetzen, so dass andere Nachfolger sehen, dass es eine Durchlässigkeit in die Profi Mannschaft gibt. Fehler zulassen! (Achso – das bedingt, dass man eben anders als uns FifaManager auch die Arbeit bevorsteht, diese Talante zu FINDEN, zu BEOBACHTEN und EINZUSCHÄTZEN)
    .
    / Mal die Eier haben, sein IchWillInsTVInDiePresseOderWenigstensInsNetz-Ego als Fühurng zurückzustellen und nicht alle 3 Minuten Geseier abzulassen (wie oft sind die kompletten Führungsriegen von Freiburg oder ähnliches zu sehen? Ein (1) Gesicht zur Aussenwelt. Fertig. Nein – Bayern, Dortmund etc sind NICHT der Maßstab für den HSV)
    .
    Ich könnte noch 1829738 andere Möglichkeiten aufzählen, sind alle schon im Blog genannt, meist von Grave auch schon ordentlich durchgekaut. Es ist SOOOO einfach, man steht sich halt selber im Weg, dass man ein Anspruchsdenken hat für die nächsten 10 Jahre in die Reihe von Bayern/Dortmund etc zu gehören anstatt zu Bochum, Duisburg, Kaiserslautern, 1860 München, Aachen und ähnlichen ehemals tollen Bundesligaclubs.

    • Kerberos 27. Januar 2017 um 11:26 Uhr

      .
      Kurze Replik:
      .
      Der Kauf ist nicht das Problem, denn der Kauf ist vermögensrechtlich nur ein Gütertausch im Vermögen des HSV (Anlagevermögen gegen Umlaufvermögen, sofern der Spieler zumindest werthaltig ist) und wenn Kühne hier für Liquidität sorgt, bitte gerne.
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      Ein Problem ist die vertragliche Verpflichtung zu Gehaltszahlung durch/über den HSV (bemessen auf die Vertragslaufzeit) sowie die durch Abschreibung des Spielers bedingten Verluste in den Folgejahren, da diese die Vermögenslage des HSV verschlechtern (dagegen kann auch kein möglicher Transfergewinn gerechnet werden).
      .
      Dies ist selbstverständlich nur für Unternehmen zu berücksichtigen, die sich bereits in einer wirtschaftlichen Krise befinden. Ein Unternehmen ist per Definition bereits in der wirtschaftlichen Krise, wenn es am regulären Kapitalmarkt keine normalen Kredite mehr erhält; es ist sanierungsbedürftig. Und genau dies ist eben der HSV eigentlich bereits seit der Ausgliederung.
      .
      Richtig; der HSV brauchte und braucht bei allem beinhaltetem Risiko junge Spieler aus den niederen Spiel-Klassen. Es gab zu keiner Zeit und gibt nicht die Alternative einer Entscheidung, den Abstieg durch teure Transfers zu vermeiden. Diesen Schwachsinn hat eben Beiersdorfer zu verantworten.
      .

  16. Weltmeister 27. Januar 2017 um 15:08 Uhr

    Alles richtig, ihr beiden. Macht Spaß eure Beiträge zu lesen. Ich denke recht ähnlich, ihr bringt es aber wesentlich besser zu Papier.
    Folgendes beschäftigt mich trotzdem seit Tagen:
    Selbst wenn die finanzielle Situation so düster ist, wie von Keberos und anderen immer wieder beschrieben, so muss es dem HSV doch zumindest noch möglich sein, irgendwelche weiteren Leihgeschäfte zu tätigen oder ablösefreie Spieler zu finden?!
    Genau wie Gravesen halte ich den Papas-Deal für extrem einfallslos und zugleich teuer.
    Es muss doch rund um den Globus irgendwelche halbwegs fähigen und bezahlbaren Kicker geben, die Bock haben sich für die 1. Bundesliga zu empfehlen?
    .
    Liegt es an der angesprochenen Phantasielosigkeit oder sitzen selbst solche Geschäfte finanziell finanziell nicht mehr drin?

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