Er, dessen Namen nicht genannt werden darf!

Es gibt Dinge, die kann (und sollte) man nicht miteinander vergleichen. So sollte man es z.B. vermeiden, einen Porsche und einen Lada zu vergleichen, weil es sich zufällig bei den Produkten um ein KFZ handelt. Auch ist es nicht angebracht, einen Vergleich zwischen Ländern und Staaten zu bemühen, zu unterschiedlich sind die historischen Gegebenheiten. Was man jedoch tun kann (und sollte), man kann Firmen und in unserem Fall Fußballvereine miteinander vergleichen, die ähnliche Voraussetzungen haben. Es gibt ein Buch, dass nennt sich „Aufstieg und Fall des römischen Reiches“ und der heutige Blog handelt vom Aufstieg des Einen und Fall des Anderen. Und ja, man kann beide Fälle durchaus miteinander vergleichen, denn der wesentliche Unterschied liegt im Grunde an einem Punkt: Bei dem Einen wusste man, was man tat und bei dem Anderen hatte man weder Ahnung noch Plan.

Beginnen wir im Jahr 2014, genauer gesagt im Mai 2014. Die Mitglieder des Hamburger Sportvereins hatten gerade mit überwältigender Mehrheit für eine Ausgliederung der Profi-Abteilung gestimmt, der designierte Aufsichtsrats-Vorsitzende Gernandt hatte die Verpflichtung des Heilsbringers Beiersdorfer prophezeit und HSVPLUS-Initiator Rieckhoff hatte von blühenden Erdbeerfeldern in Form von strategischen Partnern und Anschubfinanzierungen aus der Schweiz schwadroniert. Die sportliche Situation, die diesen Prozess maßgeblich unterstütze, ist schnell erzählt. Der HSV war in der abgelaufenen Saison 2013/14 mit ganzen 27 Punkten Tabellen-16. geworden und hatte die Relegation in Fürth mit einem blauen Auge überstanden. Es konnte eigentlich nur noch besser werden, dachten die Mitglieder. Wie man sich doch irren kann.

Zur gleichen Zeit, nämlich in der Saison 2013/14 fing sich im Osten der Republik an etwas zu entwickeln. RB Leipzig war in der ablaufenden Saison 2013/14 nämlich Vizemeister in der 3 Liga geworden (hinter Heidenheim) und war in die zweite Liga aufgestiegen. Zur Erinnerung: Das ist ganze 4 Jahre her!

Die Daten

Stellt man die damaligen Vereine gegenüber, so vergleicht man damals Äppel mit Birnen, so wie man heute Äppel mit Birnen vergleicht. Der Marktwert des Hamburger Sportvereins belief sich 2014 auf € 113,65 Mio., der von RB Leipzig (in der 2. Liga) auf insgesamt € 23,3 Mio., das sind Welten. Allerdings werden die beiden Vereine in den folgenden 4 Jahren nicht eben durch Welten getrennt, zumindest dann nicht, wenn man die Investitionen in die Mannschaften vergleicht. Denn während die Hamburger in den Jahren 2014-2017 insgesamt € 121,35 Mio. in neue Spieler investierte, nahmen die Sachsen insgesamt € 169,65 Mio. in die Hand und diese beiden Zahlen sind sehr wohl miteinander zu vergleichen. (Der SC Freiburg kaufte in der gleichen Zeitspanne für € 49,85 Mio.)

Dennoch gibt es einen Unterschied und der spricht wieder gegen den HSV, denn während die Hanseaten auf eine Basis aus Bundesliga-erprobten Profis zurückgreifen konnten, mussten die Leipziger von Grund auf aufbauen. Insofern sind die Transferverluste auch erklärbar, denn der Zweitligist RB hatte kaum Spieler im Kader, die man mit großen Gewinn hätte verkaufen können, der HSV eigentlich schon, wenn man es denn gekonnt hätte. Zusammengefasst: In den Jahren 2014-17 erwirtschaftete der HSV ein Transferminus von € 73,85 Mio., RB Leipzig von € 144,25 Mio. Aber: Bei den Ostdeutschen stehen heute Gegenwerte zu Buche, beim HSV erkennt man ein sportliches wie finanzielles Trümmerfeld.

Denn während der HSV € 121,35 Mio. in die Mannschaft steckte, reduzierte man den Kaderwert von € 113,65 Mio. auf heute € 70,1 Mio., wie man das schaffen kann, ist unvorstellbar. Heute ist das Team der Hamburger weniger wert als das, was der Verein an Transferverlusten in den letzten 3 Jahren einfuhr. Der genau Gegenentwurf steht in Leipzig. Dort hatte man 2014 einen Marktwert des Kaders von € 23,3 Mio., investierte € 169,65 Mio. und hat einen heutigen Kaderwert von € 189,08 Mio. Dies ist eigentlich der organische Weg, man investiert, um den Wert des Produktes zu erhöhen. In Hamburg hat man investiert und den Wert des Produktes systematisch zerstört.

Noch ein paar Daten: Das aktuelle Durchschnittsalter der Hamburger Spieler beläuft sich auf 24,4 Jahre und jeder Spieler hat im Schnitt einen Marktwert von € 2,34 Mio. In Leipzig liegt der Altersdurchschnitt bei 23,72 Jahren, aber jeder Spieler hat im Schnitt einen Wert von € 7,56 Mio.

Dabei, und das ist das eigentlich Dramatische am Gesamtbild, hatte der HSV im Grunde die wesentlich besseren Voraussetzungen. Große Stadt, gutes Umfeld, sehnsüchtige Fans, Rückhalt in der Mitgliedschaft und man hatte die Tradition und Geschichte, die man den Leipzigern so gern abspricht. Und wir reden hier nicht davon, dass es der eine Verein schaffte, sich in 3 Jahren abzuwracken, während der andere 15 Jahre braucht, um hoch zu kommen. Wir reden bei beiden Klubs über die gleiche Zeitspanne und wohl noch nie in der Geschichte der Bundesliga ist so deutlich geworden, was passieren kann, wenn man auf der einen Seite einen klaren Plan und auf der anderen Seite die vollendete Ahnungslosigkeit zur Verfügung hat.

Heute, im Herbst 2017, ist der HSV ein Verein, der seine Spieler selbst dann nicht mehr loswird, wenn er ihnen eine Abfindung bezahlt, während RB Leipzig einen Keita (für € 15 Mio. gekauft) bereits jetzt für € 70 Mio. an Liverpool abgibt, Wechsel im Jahr 2018. Heute kommen jungen Spieler gern nach Leipzig, weil sie wissen, dass sie dort sportlich verbessert werden und ihren Marktwert steigern. Nach Hamburg kommt man nur noch, wenn man den letzten großen Vertrag abstauben möchte, denn noch immer wird in Hamburg auf Champions League-Niveau verdient, aber auf Zweitliga-Niveau gekickt.

Würde RB seine drei besten Spieler verkaufen, man hätte wahrscheinlich weit mehr eingenommen, als man in den drei Jahren an Transferverlust eingefahren hat, in Hamburg würde niemand mehr für einen ehemals € 14 Mio.-Mann Kostic mehr als € 6 Mio. auf den Tisch legen. Der HSV wurde systematisch zerstört, abgewirtschaftet und in seine Bestandteile zerbröselt und ein Zurück wird es in einer Zeit, in der sich das Rad jede Minute schneller dreht, nicht mehr geben. Der HSV hat einen Aufsichtsrat, der jahrelang zugesehen hat, wie der Verein von einem Mann begraben wurde und von dessen Nachfolger zugeschüttet wird. Erstaunlich ist nur, das bis heute so gut wie niemand den Namen des Schächters in den Mund nimmt. Die Medien berichten von „globalem Versagen“, aber sie nennen den Namen nicht. Herr Kühne redet davon, dass „der Vorstand“ schlecht gearbeitet hätte, aber er sagt nicht, wer dieser Vorstand war.

Warum das so ist, entzieht sich meiner Kenntnis, aber ich erinnere an den Fall Hilke. Der ehemalige Vorstand Marketing wurde erst gefeuert und dann angezeigt, man warf ihm Veruntreuung des Vereins-Vermögens vor. Heimlich still und leise wurde das Verfahren eingestellt, warum wohl? War Hilke plötzlich kein Veruntreuer mehr? Hilke, Gernandt, der gesamte Aufsichtsrat, sie alle sind die Totengräber dieses Vereins, aber der Mann, der den Klub totgeschlagen hat, heißt Dietmar Beiersdorfer. Und es ist mir scheißegal, ob er derjenige ist, dessen Namen nicht genannt werden darf.

Doch der Schaden, den Beiersdorfer angerichtet hat, ist weitaus größer als nur das im ersten Moment verbrannt Geld, welches der Verein nie wiedersehen wird. Er hat auch noch unterdurchschnittliche Spieler mit Mondgehältern ausgestattet (Holtby, Lasogga, Hunt etc.), so dass sie nicht mehr vermittelbar sind und ihre Verträge aussitzen werden. Er hat durch das Zulassen der Verknüpfung Struth dafür gesorgt, dass die meisten Berater junger Spieler einen Bogen um den HSV machen.

Große Sorgen machte mir darüber hinaus ein Gespräch mit einem sehr gut vernetzten Berater aus Deutschland, der namentlich nicht zitiert werden will, natürlich nicht, wer will sich schon sein Geschäft verbauen, der die Situation beim HSV aber wie folgt beschrieb: Welcher Berater, der um die Machtverhältnisse in Hamburg weiß, ist so naiv und vermittelt ein richtig gutes Talent oder einen starken Routinier zum HSV? Es sei denn, die Zahlen stimmen. Und offenbar waren die Hamburger in einigen Fällen weder bereit noch in der Lage, erneut übermäßige Gehälter zu bieten. Weil sie diese schon anderen Spielern wie Papadopoulos bieten mussten.

Wie die Sätze des Beraters gemeint sind? Ganz einfach: Der Fall Bobby Wood gilt in der Szene als warnendes Beispiel dafür, dass man einen Klienten leicht an die Konkurrenz verlieren kann, weil es nämlich einem gelang, der persönliche Berater des Investors zu werden. Und diesem immer noch – jedenfalls ist der Glaube daran aufgrund unterschiedlicher Vorkommnisse in der Szene weit verbreitet – „beratend“ zur Seite steht.

(Quelle: https://de.sports.yahoo.com/news/jovanovs-hsv-fehlstart-ansage-061500663.html)

Warum wohl suchte der HSV zum Ende der letzten Transferperiode vermehrt im Ausland nach Verstärkungen?

Der nachhaltige Image-Schade, durch Verbrennungs-Didi hervorgerufen, ist noch gar nicht erwähnt und kaum zu beziffern. Und dann sollten sich diejenigen, die Blogs und Kolumnen wie diesen als „Hater“ oder „Hetzer“ abkanzeln vielleicht einmal darüber Gedanken machen, wer diesem Verein mehr Schaden zugefügt hat. Erschütternd nur, dass der neue Vorstandsvorsitzende das Erbe des Versagers einfach nur weiterführt. Dieser Verein ist definitiv nicht mehr zu retten.

Lesetipp:

https://www.11freunde.de/artikel/biermanns-matchplan-2-wie-die-vereine-mit-ihrem-geld-umgehen/page/1

Von | 2017-09-18T07:13:25+02:00 18. September 2017|Allgemein|18 Kommentare

18 Comments

  1. Volli 18. September 2017 um 07:46 Uhr

    Beiersdorfer war an Unfähigkeit nicht zu überbieten. Er hat den Verein zur Lachnummer verkommen lassen, ihm jede Strahlkraft genommen. Er hat kein Fettnäpfchen ausgelassen, sich in jedem Interview bis auf die Knochen blamiert. Er hat dafür Millionen kassiert, was das Leistungsprinzip beim HSV ad absurdum führt.

  2. ULRICH ANGENENDT 18. September 2017 um 08:02 Uhr

    Gut und toll beschrieben. Wenn ich das so wiedergebe, heisst es, das ist großer Quatsch. Weil die Leute meinen, der HSV müsse nur mal groß investieren!!! In spätestens 3Jahren hat sich das eh erledigt und sie Krebsen in der zweiten oder vielleicht noch tiefer irgendwo rum. Und alle Fragen sich warum. Da kann ich nur noch den Kopf schütteln.

  3. EddieF. 18. September 2017 um 09:16 Uhr

    Leipzig macht es vor und es muss im Grunde nur konsequent nachgemacht werden. Auch Dortmund verdient mit den guten, jungen Spielern viel Geld. Warum geht das in HH nicht, müsste doch mit Plan,Fleiß und Kühne möglich sein. Rangnick sagte gestern wenn er Keita und Forsberg diese Saison verkauft hätte, hätte er deutlich über 150 Mio erzielt!

    • Gravesen 18. September 2017 um 09:29 Uhr

      Exakt. Aber daran erkennt man, dass das Problem noch wesentlich größer ist. Warum?
      .
      Bei RB Leipzig tragen die Spieler Keita (€ 27 Mio.), Werner (€ 25 Mio.), Forsberg (€ 22 Mio.) mit ingesamt € 74 Mio. zum Gesamt-Marktwert von € 189,08 Mio. bei, der tatsächlich Wert dürfte um ein Vielfaches höher sein, wenn allein Keita für € 70 Mio. nach Liverpool geht. Die Summe von € 189,08 Mio. dürfte sich fast verdoppelt.
      .
      Beim HSV stehen Spieler wie Walace (€ 8 Mio.), Holtby (€ 5 Mio.), Kostic (€ 8 Mio.) für einen Gesamt-Kaderwert von € 70,10 Mio. da. Glaubt wirklich ernsthaft jemand, dass irgendein Irrer für Lewis Harry Holtby € 5 Mio. auf den Tisch legt? Oder € 8 Mio. für Kostic? In 100 Jahren nicht. Insofern ist der angegebene Wert von € 70,10 Mio. zu hoch.
      .
      Und nun setzen wir mal gegeneinander, was man wohl tatsächlich für die Spieler kriegen könnte.
      .
      Leipzig: ca. € 350 Mio., HSV ca. € 35 Mio.
      .
      #DankeDidi

  4. Gravesen 18. September 2017 um 09:54 Uhr

    Der wirklich Wahnsinn geht jedoch noch weiter, denn nicht nur, dass diese Lusche (wieder einmal) mit einer Abfindung von € 3,5 Mio. nach Hause gegangen ist und sich einen lacht nein. Er wird auch noch weiterhin von einigen Volltrotteln verteidigt. Wenn ich diesen Vogel Axel Formesayn lese, muss ich denken, der hat was am Kopf. „Ja, okay, er hat ein paar Fehler gemacht, aber eigentlich ist er ja ein netter Kerl und die Raute hat er auch irgendwo“. Ticken die nicht ganz richtig? Der Mann hat den Verein ruiniert und über die Klippe geschubst und turnt weiterhin unbehelligt im VIP-Bereich rum, anstatt sich einem Verfahren ausgesetzt zu sehen und lebenslanges Hausverbot zu genießen. Was wurde (und wird) nicht heute noch alles über die alten Aufsichtsrat gepöbelt, aber dieser Rat hat dem Verein nicht im Ansatz so geschadet wie Beiersdorfer und übrigens auch wie der „neue Rat“. Aber das schreibt keiner.

  5. kuroki 18. September 2017 um 10:29 Uhr

    DB am 25.8. 2014: „Niemand hatte mehr Respekt vorm HSV“. Was hat sich seitdem veraendert?

    • Gravesen 18. September 2017 um 10:43 Uhr

      Heute haben die Gegner und die gegnerischen Fans größtenteils Mitleid.

  6. Rossi 18. September 2017 um 10:30 Uhr

    Guten Morgen,
    Wieder einmal ein sehr guter Blog.
    Es stellt sich allerdings bei mir die Frage: Welchen Sinn macht es, den Verein „mit Absicht“ so gegen die Wand zu fahren?
    Merken es die Verantwortlichen nicht?
    Hofft Herr Kühne auf den baldigen Fall der 50+1 Regel?
    Wir hatten so viele verschiedene Verantwortliche beim HSV und alles machen die gleichen Fehler?
    Wie kommen wir aus dieser offensichtlichen Misere wieder heraus?
    Wird es mit einem Abstieg besser?
    Herr Kühne/Struth werden dann immer noch da sein.

    Cheers

  7. henne 18. September 2017 um 11:07 Uhr

    Zunächst einmal muß ich mich beim Blogbetreiber für seine regelmäßigen „ungeschminkten“ Infos rund um den Hamburg Sport Verein bedanken. Im Gegensatz dazu wundere ich mich täglich über die (Hof-) Berichterstattung der lokalen Presse…
    .
    Und dann las ich heute morgen online bei der Mopo, dass sich Herr Bruchhagen (mal wieder) über die Pyromanen aufregt. Ich meine jeder, wirklich JEDER der in der Lage ist 1+1 zusammen zu zählen weiß, wer für den Nebel bei den Heim- und bei den Auswärtsspielen zuständig ist.
    .
    H. Bruchhagen: „Mich wundert es, dass DIESE GRUPPE immer noch die Akzeptanz hat.“
    .
    Also weiß man im Verein (schon lange) wer für diesen Scheixx verantwortlich ist. Man zahlt wöchentlich an die DFL Tausende von €uros, obwohl die Kassen leer sind. Aber man handelt von Seiten des Vereins seit Jahren einfach nicht -> NIX, NIX, NIX passiert. Obwohl der Verein als Veranstalter für die Sicherheit im Stadion zu sorgen hat. Aber was noch besser ist.
    .
    H. Bruchhagen: „Es ist schade, dass die, die da drumherum stehen, das Verhalten scheinbar akzeptieren.“
    .
    Die „normalen“ Stadionbesucher sollen sich also mit den Bekloppten hinter dem Tor anlegen und sich die Fresse polieren lassen. Das ist ja mal ’ne tolle Idee Herr Bruchhagen! Die Teppichetage ist zu feige Sanktionen an die beiden Gruppen zu verhängen und die Fans sollen den Job dann mal in Eigenregie übernehmen. Frei nach dem Motto:
    .
    „Entschuldigt mal bitte, macht doch mal Eure Bengalos aus, dass ist doch verboten!“
    .
    Neee, ist klar HB…
    .
    .
    .
    aus + wurde –

    • Hannes Grundmeyer 18. September 2017 um 18:57 Uhr

      Dem ist eigentlich nur zuzustimmen! Aber wie wäre es eigentlich, wenn alle Nichtpyromanen plötzlich den Block verlassen und die Spackofatzen mit ihren Fackeln alleine stehen lassen würden? Das würde ziemlich erbärmlich aussehen und ein sehr starkes Signal, dass die Meisten überhaupt keinen Bock auf diese Pyrokacke haben. Das macht man solange, bis auch die blödesten Zündler merken, was die große Mehrheit von ihnen hält. Und das Schönste daran: Der Vorstand bekommt die Idioten quasi auf dem Silbertablett präsentiert und braucht nur noch Rechnungen zu verteilen. Jeder, der noch im Block ist, darf zahlen und bekommt Stadionverbot. Im Grunde wäre der Vorstand sogar gezwungen, endlich tätig zu werden, weil es keine Ausreden mehr gibt. Die Schuldigen wären eindeutig identifizierbar. Und alle, die auf´s Klo gehen oder an den Tresen, verpassen ja eh nichts. Das elendige Gekicke kann man sich auch mal für ein Weilchen ersparen.
      Aber das wird natürlich nicht passieren. Dafür gibts wahrscheinlich wirklich zu viele Sympatisanten auf der Nordtribüne für diesen Quatsch.

  8. blicknix 18. September 2017 um 11:33 Uhr

    Hallo ihr Lieben,
    aus Hessen liest sich jeder Buchstabe über Bruchpilot wie eine Replik. Das hätte man alles in Eintracht Frankfurt Foren und der Presse vorher lesen und wissen können. Herri macht genau da weiter, wo er in Frankfurt gestoppt wurde, zum Glück für die SGE.

  9. Carsten 18. September 2017 um 14:26 Uhr

    Wenn ich richtig rechne, sind sogar nur gut drei Jahre seit der Ausgliederung der HSV AG und dem Aufstieg der Leipziger in die 2. Liga vergangenen (beides im Frühjahr 2014). Was einen nur noch sprachloser zurück lässt.

  10. Rothose78 18. September 2017 um 19:34 Uhr

    Ich lese gerade das von Gravesen vor kurzem empfohlene Buch “ Football Leaks“, darin werden die Machenschaften der Sportagentur „Doyen Sports“ geschildert und es ist ein Skandal das sich keine (!!) Zeitung in Hamburg traut darüber zu berichten das der ehemalige Vv und beste Sportchef aller Zeiten ernsthaft mit diesen Verbrechern Geschäfte machen wollte….

  11. Gravesen 18. September 2017 um 20:44 Uhr

    Reinhard 1954 sagt:
    18. September 2017 um 20:00
    Es ist ja verpönt, aber trotzdem traue ich mich es hier zu erwähnen.
    ……………………………
    Dr. K. Rogalla machte mich soeben darauf aufmerksam.
    …………………………………………..
    Heute steht im „Nachbarblog“ ein Beitrag der die Ausgangssituation in Leipzig und beim HSV im Jahre 2014 ziemlich treffend beschreibt.
    Inhaltlich stimmt es leider.
    Was Rangnick in dieser Zeit in Leipzig und Didi bei uns fabriziert haben, kann unterschiedlicher kaum sein.
    Die Prämisse bei Rangnick war identisch mit dem was sich HSVPlus ursprünglich zum Ziel gesetzt hatte.
    Rangnick holte junge Talente < 24 Jahre, mit einem Höchstgehalt von maximal 3 Mio. In dieser Saison wurde diese Gehaltsobergrenze von 3 Mio. (so Rangnick gestern bei Wontorra Sky) bei Leipzig erstmals erhöht. Rangnick landete bei den Verpflichtungen diverse Volltreffer u.a. Keita, Forsberg, Werner, Poulsen (der kostete damals bei der Verpflichtung z.B. 600 Tsd.). Und wir holten Olic, Behrami, Hunt und Konsorten. Transfers mit Wertsteigerung bei uns? = Fehlanzeige. Wenn nicht alles so traurig wäre, könnte man glauben U. H. hätte bei dem heutigen Artikel bei Pietkunz, bei einigen anderen und mir abgeschrieben

    Genau, Kleingeist1492. Weil ich es ja seit 2012 nötig haben, bei vollkommen verstrahlten Matz ab-Blöd-Rentnern wie dir abzuschreiben. Gücklicherweise habe ich noch was drauf, als jeden Tag meine immer gleiche Scheiße zu wiederholen. Was für ein Spacken 😀

    • Kugelblitz 19. September 2017 um 08:17 Uhr

      das ist ja an peinlichkeit nicht zu übertreffen. wie kann dieser einzeller auf die idee kommen, dass jemand seinen kommentar in einem fremden blog abschreibt?

      • Gravesen 19. September 2017 um 08:27 Uhr

        Weißt du, wenn du seit Jahren nichts anderes machst, als deine eigenen alten Kommentare zu kopieren und wieder und wieder in den gleichen Hohl-Blog zu stellen, leidet das ohnehin schon unterentwickelte Gehirn. Allein schon der Teil „Dr. K. Rogalla machte mich gerade darauf aufmerksam“. 😀 😀
        .
        Als würde er Konstantin Rogalla brauchen, um diesen Blog hier zu lesen. Aber immer schön im „Muh aus Kuh-Style“ mit ein paar Namen trommeln. Wenn man sowas nötig hat, ist man in meinen Augen einfach nur ein peinlicher Clown.

  12. Micha 19. September 2017 um 01:22 Uhr

    @Grave: Sehr überzeugender Vergleich … wer es jetzt nicht kapiert … Nur eine Ergänzung: Wenn du jetzt noch den Schaden durch überhöhte Gehälter pro Saison seit der Ausgliederung sowie durch Abfindungen hinzurechnest – es gibt ja noch den 130-Mio-Schuldenberg, den Leipzig nicht hat -, dann wird das ohnehin schon beispiellos katastrophale Ergebnis eines versuchten Neuanfangs in seiner ganzen Dimension deutlich. Transfers, die einerseits den Marktwert des Kaders ins Ruinöse getrieben haben; Gehalts-Etats, die die Schulden in die Höhe getrieben und den möglichen Weiterverkauf von Spielern blockiert haben. Es ist wirklich unglaublich!

    Eine Spekulation: du hast sowohl in der Überschrift als auch im Text einen Rechtschreibfehler, der vielleicht ein Freudscher Versprecher ist. Du schreibst mehrfach „dessen Namen“, während es heißen muss: „dessen Name“ (Singular: „Er, dessen Name nicht genannt werden darf“). Warum darf der Name Beiersdorfer nicht genannt werden? – Weil der Name Beiersdorfer weitere Namen (Plural) mit in den Sog der Aufmerksamkeit ziehen würde – und das soll verhindert werden. Bestimmte Leute abstrahieren die historisch einmalige Misswirtschaft und -planung lieber und sprechen von Vorstand etc.

  13. Julia 19. September 2017 um 11:31 Uhr

    Ohne Worte:
    So, der Geldhahn ist zu: Klaus-Michael Kühne, der finanzielle Rettungsanker des Hamburger SV, will den Klub künftig nicht mehr unterstützen. Das hat der Mäzen und Anteilseigner dem „Handelsblatt“ erklärt: „Für mich ist jetzt erst mal Schluss“. Nach eigenen Aussagen hat der Milliardär ungefähr 60 Millionen Euro in den Verein investiert. Die Summe sei „unverhältnismäßig viel Geld, aber in der Branche werden ja mittlerweile noch ganz andere Beträge gezahlt“. Zu seinem „Luschen“-Interview im „Spiegel“ steht Kühne weiterhin: „Der Verein hat wahnsinnig schwierige Zeiten hinter sich. Es gab etliche Wechsel. Auch Spielereinkäufe entpuppten sich als Flops. Ist doch klar, dass man da mal unruhig wird, wenn man so viel Geld investiert wie ich.“

    Quelle: http://www.n-tv.de/20040428

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