Noch 16 (Spiel)-Tage bis Buffalo…

8 Heimspiele, 8 Auswärtsspiele, wenn ich richtig gerechnet habe. Dann war’s das und spätestens nach Spielen wie gestern muss man sagen: Hoffentlich. Macht diesem jahrelangen Leiden endlich ein Ende und befreit uns und euch. Befreit uns endlich von diesen Dummschwätzern und Profiteuren, von diesen Selbstoptimierern und Abgreifern. Sorry, aber ich kann diese Typen einfach nicht mehr ertragen. Dabei macht nicht nur das Ergebnis sprachlos, denn in Augsburg kann man garantiert verlieren. Nein, die Art und Weise macht sprachlos, wenn eine Mannschaft eines Vereins, bei dem die Rasenheizung gedimmt und die Büroklammern gezählt werden, pro Jahr € 57 Mio. verschlingt. Wenn man bedenkt, dass Offensivkräfte wie Wood (€ 4 Mio.), Kostic (€ 3,5 Mio), Hahn (€ 3 Mio.) etc. Gehälter abgreifen wie in Gladbach oder Leipzig üblich, die aber auf der anderen Seite spielen, als würden sie sich um einen Kaderplatz bei einem Drittligisten bewerben, dann möchte man brechen.

Wie gesagt, man kann in Augsburg verlieren, aber wenn man weiterhin wie in Augsburg spielt, wird man in dieser Saison kein Spiel mehr gewinnen. Zum Gewinnen muss man Tore schießen und um Tore zu schießen, muss man in der Lage sein, Chancen zu erarbeiten. Das, was der HSV gestern vollbracht hat, war in dieser Hinsicht Arbeitsverweigerung. Zwei Weitschüsse, ein lächerlicher Versuch von Fußball-Simulant Papadopoulos, das war’s. In 90 Minuten. Und dies gelang nicht etwa gegen eine Defensive wie die der Bayern oder Schalke, mitnichten. Gouweleeuw , Hinteregger, Max, Khedira,  D. Baier. Diese nahezu unbekannten Profis reichen, um eine Offensive mit Spielern wie Wood, Kostic, Hahn, Salihovic, Schipplock, Ito und Waldschmidt zur Bedeutungslosigkeit zu verurteilen.

Hinzu kommt: Noch nicht einmal in dieser Saison gelang es dem HSV, ein Spiel nach einem Rückstand zu gewinnen und die Erklärung dafür hatte ich in der letzten Spielzeit geliefert. Rückstände aufholen kostet immense Kraft, physisch wie psychisch. Immer wieder hinterher zu laufen, sich immer wieder aufzubäumen, das schlaucht. Ebenso kraftraubend sind die im zwei-Wochen-Rhythmus wiederkehrenden Endspiele im eigenen Stadion. Wenn man weiß, dass man auswärts eh nichts holen wird, ist der Druck vor einem Spiel im Volkspark beständig hoch und er wird immer höher. All dies hat der HSV in der letzten Saison, eigentlich schon in den letzten 4 Jahren erleben dürfen und irgendwann ist der mentale Akku leer. Auf diesen Sachverhalt hatte ich im Verlauf der letzten Saison bereits hingewiesen.

Aber das ist noch nicht alles.

HSV-Boss Heribert Bruchhagen (69) schlägt Alarm: „Wir können mit der Leistung nicht zufrieden sein. Jeder muss besser werden, da schließe ich mich ein. Die Lage ist prekär. Der Druck erhöht sich!“ (Quelle: BILD)

Ach herjeh. Der Mann, der diese unfassbare Ruhe in den Verein gebracht hat, in dem er mit seiner arroganten Art jeden Fragesteller abgebügelt und jede Kritik sediert hat, schlägt also Alarm. Natürlich erst, nachdem er sich seinen Vertrag weder anhaltender Erfolgsmeldungen um ein weiteres Jahr verlängert hat. Er schließt sich also ein, der Herr. Wie muss man sich das vorstellen? Noch mehr Kotzbrocken-Auftritte im Doppelpass?

Gisdol: „Ein sehr wichtiges Spiel. Aber diese Situationen kennen wir, die Mannschaft ist stabil.“ (Quelle: BILD)

Nun könnte man sagen: Was soll der Mann denn auch anderes daherreden? Aber das Problem ist, dass er diese Grütze seit mehr als einem Jahr labert und sich weniger als nichts entwickelt. Der HSV unter Gisdol (Punkteschnitt: 1,14) steht nicht still, er entwickelt sich rückwärts. Aber wie soll man auch nur einen Schritt nach vorn kommen, wenn man ein Abschlusstraining vor einem Bundesliga-Spiel nach 34 Minuten abbricht und mehr Belastung steuert als Standards zu üben? By the way – wenn Gisdol seinen HSV-Schnitt hält, holt der HSV noch 18 Punkte. Das wird nicht reichen.

Um das Ganze abzurunden, hier noch die finale Aussage von Reichverweser Bruchlandung:

Zum Vertragsangebot an Urgestein Dennis Diekmeier sagte Bruchhagen bei Sky: „Wir wünschen uns, dass Dennis Diekmeier bei uns im Verein bleibt. Er ist unser Dienstältester Spieler. Wir glauben, dass unser Vertragsangebot seinem sportlichen Leistungsvermögen entspricht. Ich bin optimistisch, dass er bei uns bleiben wird.“

Herr Bruchhagen, gucken sie sich eigentlich ab und zu auch mal ein HSV-Spiel in nüchternem Zustand an oder ist die Verlängerung mit Forrest Diekmeier ein letzter Liebesdienst an dessen Berater Strippenzieher Struth?

Sportchef Jens Todt haderte mit der Chancenverwertung. „Wir sind sehr gut reingekommen, hatten eine sehr gute Möglichkeit in der ersten oder zweiten Minute. Wenn wir den machen und das Glück mal haben kann so ein Spiel auch ganz anders laufen“, sagte Todt bei SPORT1.

Bei aller Liebe, aber der Mann ist doch nicht mehr Herr seiner Sinne. Befreit ihn von seinen Aufgaben!!!

Aber – egal. Wer immer noch meint, brasilianische Olympiasieger aussortieren und Spieler wie Hahn und Sakai durchschleppen zu können, dem geht es offenbar immer noch zu gut. Und natürlich „war eigentlich mehr drin (Gisdol)“ und natürlich „fehlten wieder nur 2% – 5% zum Glück (Todt)“ und natürlich war auch wieder mal unendlich viel Pech dabei und natürlich kann der HSV gegen jeden Gegner in der Bundesliga gewinnen, wer wollte dies bestreiten. Wahrscheinlich hat Holiday-Jens auch wieder ein „cooles Auswärtsspiel“ gesehen, möglicherweise auf einem iPad während einer Scouting-Lustreise in Chile. Man gönnt sich selbst Spaßreise, Vertragsverlängerungen, Weiter-Verschuldung, Gehaltserhöhungen, während man auf der Seite der kleinen Angestellten die Blumensträuße streicht und das Klopapier einteilt. Dieser Verein ist so dermaßen krank.

Bruchhagen: Stimmt. Trotzdem darf daraus nicht die Geschichte vom unabsteigbaren Dusel-HSV entstehen, der nur mit Glück die Klasse hält. Ich möchte lieber mal lesen, dass der HSV seit 1963 nicht alles falsch gemacht hat und als einziger Verein durchgehend in der Bundesliga ist. Mir fehlt da der Respekt, den der Klub verdient hat. Uns schlagen nur oft Begriffe wie „Chaos“ oder „Die müssten mal absteigen“ entgegen, das höre ich überall.

WELT am SONNTAG: Dafür hat der HSV auch eine Menge getan.

Bruchhagen: Stimmt. Trotzdem: Was der HSV geschafft hat, hat niemand sonst geschafft. Der HSV ist kein Chaosklub. Im Gegenteil: Ich habe selten einen so professionell aufgestellten Verein gesehen. Vielleicht sind wir sogar eine Idee zu groß aufgestellt. Aber wenn das Schuldenszenario bemüht wird, wird das alles ausgeblendet.

(Quelle: Welt)

Hoffentlich hat das alles dieses Jahr endlich ein Ende.

 

Von | 2018-01-14T08:48:12+01:00 14. Januar 2018|Allgemein|64 Kommentare

64 Comments

  1. Kevin allein in Hamburg 14. Januar 2018 um 07:37 Uhr

    Eigentlich kann man den HSV nur im Suff ertragen.
    Aber so viel Alkoholbestände gibt es nicht im Universum………………………….

  2. Mosche 14. Januar 2018 um 08:22 Uhr

    ? Unfassbar. Was die für einen Müll zusammenspielen !
    Ich kann Allen nur raten, der Wahrheit ins Gesicht zu blicken.

    Gegen Köln geht es nur darum, wer die besten Karten auf Platz17 diese Saison hat.
    Meine Einschätzung, nachdem Spiel ist das Rennen wieder offen ?

  3. Zuercher 14. Januar 2018 um 08:45 Uhr

    Jetzt brauchen wir doch nächstes Wochenende nur ein Unentschieden gegen Köln bei einem gleichzeitigen 0:4 der Bremer in Bayern und schon haben wir wieder den Relegationsplatz erklommen; das ließe sich doch dann sicher als hoffnungsvollen Start in die Rückrunde verkaufen…

  4. HamburgerJung70 14. Januar 2018 um 09:04 Uhr

    Hat er wirklich (sinngemäß) gesagt “Eigentlich sind wir für diese Situation einen Tick zu geil“???

    Trotzdem. Hört auf mit diesem Bashing! Keine weitere Wechsel bis zum Ende diese Saison. Nirgends. Ich will Ruhe, Vertrauen und am Ende eine klare Verantwortlichkeit!

    • Gravesen 14. Januar 2018 um 09:10 Uhr

      Stimmt absolut. Ich möchte auch keine Trainer-, Sportchef- oder Vorstandsentlassungen. Damit ist diese Pfeife Beiersdorfer schon ungeschoren und abgefunden davongekommen. Diesmal nicht, diesmal sollen sie alle bleiben, wenn der Kahn absäuft. Am Besten im Winter noch ein paar Panik-Transfers im Olic-Style wie den aussortierten Kaiser oder einen Weltklasse-Brasilianer direkt vom Zuckerhut, an dem sich Struth wieder dumm und dusselig verdient. Ich bin mal gespannt, wann Kühne der Kragen platzt.

  5. Raschi 14. Januar 2018 um 09:04 Uhr

    Didiotie hat uns den Tod gebracht, ich werde ihn auf dem Rathausmarkt feiern.

  6. HamburgerJung70 14. Januar 2018 um 09:06 Uhr

    Ich möchte, das genau DIESE Herren als Dino-Killer unzweifelhaft in die Geschichte eingehen.

    • Kevin allein in Hamburg 14. Januar 2018 um 09:35 Uhr

      Das erden Sie nicht. Das ist nur meine Meinung…..
      Sie werden irgend etwas finden, wie Sie sich vorher aus der Verantwortung stehlen können.
      Dazu sind die Herren zu eitel und zu arrogant.
      Spätestens wenn Bernd Hoffmann gewählt wird sollten Sie mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt werden.
      Das ist aber wohl leider nur ein frommer Wunsch von mir.
      Dann wohl doch die Lösung, sollen sie alle bleiben, wenn der Kahn absäuft !!

  7. Michael 14. Januar 2018 um 09:28 Uhr

    D’accord.
    Obwohl sie es wirklich schwer haben: „Gisdol: „Im Winter machst du nicht einfach so Toptransfers“ #HSV
    https://t.co/v7D0Rz3kgG
    Im Sommer auch nicht! Da haben der Tod und er Graupen wie Hahn, Salihovic und, wie heißt er noch, der noch nie gespielt hat?? geholt. Smarte Transfers, allesamt.
    Ich freue mich darauf, sie am Saisonende wie die besickten Pudel zu sehen. Gespannt bin ich darauf, ob Abbruchhagen dann immer noch arrogant einen vom 300 Millionenstadion erzählt oder ob er sich still und leise vom Acker macht.
    Ich will diese Aasvögel klein und winzig sehen.

  8. Arnold 14. Januar 2018 um 09:31 Uhr

    Danke Grave, mehr gibt es nicht zu sagen. Steigt endlich ab!!!

  9. Saschas Alte Liebe 14. Januar 2018 um 09:58 Uhr

    Der Punkteschnit dieser Saison ist 0,833,
    bei diesem Schnitt wären es am End 28,33 Pkt.
    ganz klar:
    Das schafft nur SLOMKA !
    😀 😀

    http://www.webcountdown.de/?a=bVJirm2

    • Saschas Alte Liebe 14. Januar 2018 um 10:00 Uhr

      ich habe nach dem gestrigen Auftritt allerdings erhebliche Zweifel, dass der Schnitt gehalten werden kann.

    • Sag' Tschüss Dino 14. Januar 2018 um 14:07 Uhr

      @Sacha: Wenn mein einen solchen Link klaut, sollte man vorsichtig sein. 😉

  10. Halmakenreuther 14. Januar 2018 um 10:14 Uhr

    Tut mir leid, aber Namen wie Hinteregger, Max, Khedira oder D. Baier sind für mich mittlerweile deutlich populärer und vor allem positiver und mit Erfolg besetzt als Namen wie Kostic, Holtby, Salihovic, Hahn und Wood.

  11. Ulrich 14. Januar 2018 um 10:25 Uhr

    Warum hat sich Kühne noch nicht zu Wort gemeldet? Heckt er was im Hintergrund aus? Gefühlt ist das auf jeden Fall zu Ruhig um ihn. Oder muss er sich erst vom kotzen erholen? Eigentlich müssten sie den Verein auflösen, denn in der zweiten, dritten oder wo auch immer Liga werden sie weiter rumstümpern und darüber wird dann weiter zu lesen sein.

    • Saschas Alte Liebe 14. Januar 2018 um 10:41 Uhr

      Ob Kühne wohl eigene Beziehungen in den Containerhafen Shanghais hat ?

  12. Bidriovo 14. Januar 2018 um 10:59 Uhr

    Ich verstehe die Aussage von Gisdol nicht „Die Situation ist unverändert. Wir sollten uns im Offensivbereich noch breiter und besser aufstellen.“ Was will er mit breiter? Der HSV braucht bessere Spieler und nicht welche die den Kader breiter machen. Wir brauchen keinen Ersatz für Hahn und Co. sondern Spieler, die diese aufgrund ihrer Qualität zum eindeutigen Ersatz degradieren.
    Mal sehen wie viele HSV-Verantwortliche sich hinter der Aussage von Stefan Reuter verstecken werden „Das war heute sicherlich kein schönes Spiel. Der HSV hat das gut gemacht.“ Und wieder wird der HSV vom Gegner gelobt. Na wenn das mal nicht klasse ist.
    Übrigens war die Taktik von Augsburg gestern genau richtig. Der Kommentator bei Sky hat das zwar versucht madig zu reden, in dem er die Passquote von Augsburg ein ums andere mal negativ aufgeführt hat, aber die lange Bälle über die Pressingreihe des HSV ins letzte Viertel des Spielfeldes war genug, um a den HSV weit vom eigenen Tor fernzuhalten und b alleweil eine brenzlige Situation heraufzubeschwören. Sah nicht schön aus, ist aber sehr effektiv und genau so müssen die Gegner des HSV auftreten, wollen sie ihre Chancen auf einen Sieg optimieren.

    • Saschas Alte Liebe 14. Januar 2018 um 11:56 Uhr

      ist auch kein Wunder; dieses von Gisdol verordnete „einfacher Fußball“ System ist extrem leicht auszurechnen und auszuhebeln. Mit den dabei beteiligten Kickern allemal.

  13. Oberberger 14. Januar 2018 um 11:53 Uhr

    Wieviele der belastungsgesteuerten Realitäts- und Fussballverweigerer haben eigentlich einen Vertrag für die 2. Liga?
    Ich hoffe keiner, damit ich keinen der Vögel mehr sehen muss.

    • Saschas Alte Liebe 14. Januar 2018 um 11:57 Uhr

      Ob der HSV einen „Vertrag“ für die zweite Liga bekommt, ist auch noch nicht selbstverständlich.
      Hoffentlich 😉

  14. Joachim Schaefer 14. Januar 2018 um 12:00 Uhr

    8 Heimspiele, 8 Auswärtsspiele, wenn ich richtig gerechnet habe. Dann war’s das und spätestens nach Spielen wie gestern muss man sagen: Hoffentlich. Macht diesem jahrelangen Leiden endlich ein Ende und befreit uns und euch. Befreit uns endlich von diesen Dummschwätzern und Profiteuren, von diesen Selbstoptimierern und Abgreifern. Sorry, aber ich kann diese Typen einfach nicht mehr ertragen. Dabei macht nicht nur das Ergebnis sprachlos, denn in Augsburg kann man garantiert verlieren. Nein, die Art und Weise macht sprachlos, wenn eine Mannschaft eines Vereins, bei dem die Rasenheizung gedimmt und die Büroklammern gezählt werden, pro Jahr € 57 Mio. verschlingt. Wenn man bedenkt, dass Offensivkräfte wie Wood (€ 4 Mio.), Kostic (€ 3,5 Mio), Hahn (€ 3 Mio.) etc. Gehälter abgreifen wie in Gladbach oder Leipzig üblich, die aber auf der anderen Seite spielen, als würden sie sich um einen Kaderplatz bei einem Drittligisten bewerben, dann möchte man brechen.

    Aus der ULTRATIEFE meiner Seele gesprochen.

    Danke ?

  15. Spörl 14. Januar 2018 um 12:03 Uhr

    Die Kapelle auf der Titanic muss weiterspielen!

    Es ist doch alles noch immer in bester Ordnung beim HSV, oder sehen es die Herren Aufsichtsräte, Bruchhagen, Todt, Gisdol nun plötzlich anders? Über die Mopo, Abendblatt und andere Medien gilt es auch weiterhin klar zu vermitteln, dass alles in Ordnung ist. Es hat sich doch gestern nichts geändert im Vergleich zur coolen Hinrunde 2017/18:

    Zu Hause gegen Augsburg haben sich alle „reingehauen“ – Ja, insbesondere beim Jubeln.

    In Köln war der HSV „gnadenlos effizient“ – Stimmt, ohne die gute Chancenverwertung an diesem Tag hätten wir sogar in Köln verloren

    Wenn man gegen Leipzig das 1 zu 1 erzielt hätte, „wäre das Spiel wohl anders gelaufen“ – Genau, vermutlich wäre man dann am Ende der Saison nicht abgestiegen.

    In Hannover nahm Mathenia erstmals einen „auf seine Kappe“- Ja, es sollte nicht das letzte mal bleiben.

    Vor dem Spiel gegen den BVB betonte man „man können einen Weg wie der BVB gehen“ – Genau, wenn man den BVB Anfang der 2000er als Maßtab nimmt.

    Nach der Niederlage in Leverkusen bemerkt man „man werde weiter unbeirrt den eigenen Weg gehen“ – Wir haben vollstes Vertrauen. Alles in Ordnung. .

    Das 0 zu 0 gegen Bremen wäre fast das „perfekte Spiel“ gewesen. – Yep, daß war wie Deutschland gegen Brasilien, nur ohne die 7 deutschen Tore

    Vor der Niederlage in Mainz erklärt man, warum genau hier der „Knoten platzt“ – In Mainz ist tatsächlich ne Menge geplatzt

    Vor der Niederlage gegen die Bayern verkündet man „Knapp verlieren, das ist uns zu wenig“. – Knapp verloren. Zu wenig?

    Nach der Niederlage in Berlin schimpft der HSV, man brauche „Punkte, keine Komplimente“. – Wir bekommen weder Punkte noch Komplimente.

    Nach dem 3 zu 1 gegen den VFB bestätigt man, dass man das mit Arp „auf keinen Fall verschlafe“. – Arp, Ito, oder Scouting? Hauptsache jederzeit gesprächs- und auskunftsbereit.

    Die sportliche Leitung hat auf Schalke ein „cooles Spiel“ gesehen – Ja, wir sind alle total entspannt beim HSV. Über Transfers im Winter machen wir uns Gedanken wenn Ende Januar die Transferfrist endet. Die Spiele gegen Augsburg und Köln sind nicht entscheident.

    Nach dem Sieg gegen Hoffenheim, merkt man „dass etwas zusammenwächst“. – Ja insbesondere bei Sakai, Diekmeier und Jung merkt man das. Schnell die Vertragsverlängerungen der absoluten Leistungsträger und Gesichter des HSV vorbereiten, Es sind die drei Fussballgötter, neben denen Spieler in Hamburg immer besser werden wenn sie zu uns kommen, und wenn sie gehen immer schlechter. Schade, dass man jedes Jahr immer wieder Spieler dabei hat, die einfach nicht ins Team und in das Gesamtkonzept des HSV passen wollen, oder weint hier etwa jemand einem Demirbay oder Gregoritsch nach? Nein, das sieht man zwar ein bisschen blöd aus, aber die Faktenlage war halt so. Dass Gregoritsch mehr Tore pro Einsatzminute erzielt als Hahn, oder Wood, nein, dass konnte nun wirklich keiner gesehen haben. Wem soll sowas denn auch auffallen?

    Das 0 zu 0 in Freiburg hätte „mit Fussball nichts zu tun“ bemerkt Experte Sammer. Beim HSV ist man mit dieser Beurteilung nur bedingt einverstanden. – „Alles scheissegal“

    Beim Remis gegen Wolfsburg war „die Leistung gut, nur das Ergebnis störte.“ – Aber warum kommen immer weniger Zuschauer? Liegt vermutlich eher am Wetter, als am inkompetent zusammengestellten Kader.

    Das Spiel gegen Frankfurt war „bis auf die 15-45 Minute sehr gut“. – Genau, wir konzentrieren uns in der Spielbewertung immer auf die paar Minuten, wo wir mal besser sind.

    Nach der Niederlage in Gladbach ist man verwundert, „das ist kein Zufall mehr“. – Ja, aber hoffentlich kapiert keiner in diesem Zusammenhang, dass wir hier gar kein Scouting mehr betreiben, sondern nur kaufen, was uns zufällig Berater unseres Vertrauens anbieten.

    Zusammenfassend kann man feststellen:

    Ja es ist gut, „dass Bruchhagen bleibt und Diekmeier auch.“ – Der Vorstandsvorsitzende kann seinen Vertrag selbständig per Option verlängern und eine Vertragsverlängerung von Jatta kann erst nach den Neuwahlen des Aufsichtsrats entschieden werden. Das hört sich mal nach einer coolen Organisation an.
    Am Ende der Hinrunde belegt der HSV den zweiten Tabellenplatz – Von unten. Wir haben uns einfach noch nicht belohnen können. Das Umschaltspiel muss weiter optimiert werden, und es muss mehr auf die Belastungssteuerung geachtet werden.
    Diekmeier soll weiterhin so nah wie nie an seinem ersten Tor dran bleiben, und darf gern auch mal mehr als 128 Bälle pro Jahr zum Gegner werfen.

    Bis auf den sportlichen Bereich ist also alles in Ordnung. Ob die abgezählten Büroklammern in der Geschäftsstelle dies auch so sehen?

    Der HSV steigt ab! Das erkennt spätestens seit dem Aus im Pokal im Sommer jeder.
    Aber die Kapelle auf der Titanic spielte die gesamte Hinrunde. Nun soll sie auch bitteschön bis zum Abstieg im Sommer weiterspielen.

  16. Joachim Schaefer 14. Januar 2018 um 12:06 Uhr

    So. Fertig. Hammer Blog Grave! HAMMER.

  17. Volli 14. Januar 2018 um 12:13 Uhr

    Von diesen Pfeifen wird keiner Verantwortung übernehmen, oder in die Verantwortung genommen. Kommt Hoffmann, verpissen sich die Absahner mit einer dicken Abfindung. Bleibt Meier, geht’s weiter, wie bisher. Positiv ist nur, dass man die Spiele, wenn man sie denn überhaupt noch schaut, völlig emotionslos betrachten kann. Ich habe die Hoffnung aufgegeben, dass es ein Szenario gibt, in dem dieser Verein noch gesunden soll. Ob Klassenerhalt oder Abstieg, scheißegal, dieser Verein ist toter als tot. Im Grunde kennt jeder die Namen der Täter, aber wen juckts denn wirklich noch, nicht mal Kühne meldet sich noch zu Wort. Die schlimmste Strafe für den HSV und seine Blutegel ist jetzt eingetreten, emotionsloses Desinteresse!!!

  18. Ex-HSVer im Herzen 14. Januar 2018 um 13:02 Uhr

    Eigentlich brauchst Du keinen weiteren Blog mehr zu schreiben und mit diesem in Rente gehen. Denn es steht alles drin und dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

    Zu Bruchhagen in der WELT:
    1.) Der FC Bayern hat es ebenfalls geschafft, nie abzusteigen (was sie auch hätten, wenn sie 1963 Mitglied wären)

    2.) kann bitte jemand diesen geisteskranken Schnacker einweisen!!! „Professionell aufgestellten Verein“ und „zu groß aufgestellt“. Das kann man doch nicht wirklich ernst nehmen. Heilige Mutter Gottes!!!!
    Wie kann man das aktuelle Image eines desolaten Unternehmens daran festmachen, dass man mit Glück und Schiri-Unterstützung noch in der Buli ist. Oder dass es eine kurze Phase der Erfolgs gab vor laaaaanger Zeit (1976-1987 und 2006-2010)

    3.) „Zu groß aufgestellt“? Ja, ungefähr 100 Leute zu viel in der Verwaltung und 2 Vorstände, deren Job der Nachtwächter besser machen würde.

    Bitte bitte bitte bitte bitte bitte bitte bitte bitte absteigen!!!!

  19. Saschas Alte Liebe 14. Januar 2018 um 13:47 Uhr

    Wieviele Anteile könnten eigentlich binnen kurzer Zeit veräußert werden, die Zustimmungen von Versammlung und MV etc. mal vorausgesetzt ? Alle 25%? Quasi in einem Schwung?
    Gibt es da Begrenzungen?

    • Saschas Alte Liebe 14. Januar 2018 um 13:52 Uhr

      D.h., fiele die 24,9% grenze, würde dies dann auch für Kühne gelten, wenn er alleine die Sperrminorität erreichen könnte? Oder müsste es sich um andere Investoren handeln?

  20. tani1977 14. Januar 2018 um 13:57 Uhr

    @spörl..super kommentar..jedes spiel nochmal gut aus der VerantworlichenSicht beleuchtet…und so ist es eben…wenn man immer nur die Zeit,in der man toll gespielt(aber blöderweise kein tor geschossen hat) hervorhebt, dann sieht man das mehr als nur verblendet…komischerweise kommt es für andere Vereine immer darauf an, drauf zu achten,was man an negativen Dingen abstellen kann..beim HSV wird immer alles positive so weit hoch gehängt, dass man das Gefühl hat, der HSV hat gar nix falsch gemacht..einfach nur immer PECH…

    Und das kann auch jeder Club für sich sagen…hätte man in der minute das Tor geschossen,wäre das Spiel anders verlaufen..ja, das ist bei jedem spiel so..hätte man da das tor gefangen,hätte man verloren etc….ein ewiger Kreislauf..aber deswegen läuft doch das spiel,wie es läuft..man kann es doch net verändern,wie es gelaufen ist???

    aber..so überraschend das für den HSV auch sein mag…Phrasenschwein,das Spiel dauert 90 Minuten plus x….und ja,es müssen auch Tore geschossen werden und tatsächlich auch welche ins eigene Netz vereitelt werden…
    Mag sonderbar klingen,ist aber so….

    und wenn man sich immer nur darauf beruft, dass man irgendwann schon die Punkte holt, das Glück zurück kehrt etc, dann steigt man ab…das haben wir am eigenen Leib erfahren,und auch Stuttgart,als Beispiel…schönreden bringt nix…verschleiert nur…aber vielleicht steigt der HSV mit dieser Taktik dann auch endlich mal ab

    • Saschas Alte Liebe 14. Januar 2018 um 14:07 Uhr

      Aber Stuttgart hat zuletzt meistens doch noch recht ansehnlich dagegenangespielt; ‚mit fliegenden Fahnen‘ sozusagen.
      Während dieser HSV nur noch ein erbärmliches Bild abgibt, sodass alle Welt es als Gnade (auch für den HSV) empfindet, das es diesen Katastrophenclub endlich endlich erwischt.

  21. Skeptiker 14. Januar 2018 um 14:17 Uhr

    Ich finde es ja respektabel, dass Bernd Hoffmann Vereinschef werden möchte, aber hat er sich das wirklich richtig überlegt? Will er wirklich mit diesen Typen zusammen untergehen? Er soll die doch bloß die Suppe allein auslöffeln lassen.

  22. tani1977 14. Januar 2018 um 14:23 Uhr

    ja, stimmt..also mit stuttgart…aber die haben zur mitte der rückrunde gedacht,yeah, wir sind dem abstieg entronnen…und haben sich dann zu früh gefreut..und genau..mit wehenden fahnen noch direkt abgestiegen

    ob der hsv danach auch wieder direkt aufsteigen würde???

    • Saschas Alte Liebe 14. Januar 2018 um 16:45 Uhr

      Da würde ich wetten – dagegen.

  23. Fernsehsportler 14. Januar 2018 um 14:42 Uhr

    wenn es denn wenigstens mal eine bewusst durchgeführte Handlung geben würde, hinter der „man“ ein strategisches Handeln angepasst an die derzeitige Situaiton erkennen könnte.

    Stattdessen sehen wir immer wieder ein bekanntes Phänomen, welches bereits aus Politik und in Konzernen zum beobachten ist: wenn sich Manager/Politiker eine Haltung haben, dann sind sie (dummerweise) darauf festnagelbar.

    Deshalb halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass mit dem Dieki und Co verlängert wird. Denn ansonsten müssste Todt und Co. ja eine Alternative bieten.

    Dazu kommt, die handeln (nicht) für uns Kritiker, sondern nur a) zu Ihrem Gunsten und b) dem Standartfan. Und für die ist Dieki wohl noch ein dufter Typ

  24. Wenzel 14. Januar 2018 um 15:10 Uhr

    Wie gesagt, blöd, daß sich Werder/Mainz und Freiburg nicht ein wenig mehr absetzen konnten.
    Werder vs. Bayern/Mainz vs. Stuttgart und Freiburg vs. RBL, nicht unbedingt aussichtsreich (19. Spieltag).
    Für Köln ist heute ein wenig richtungsweisend, ansonsten sehe ich da schwarz für deren Motivation in St.Ellingen.

    Und Schwupps hätte man wieder alles richtig gemacht, und sich Münchhausen-like an den eigenen Schamhaaren aus dem Sumpf befreit.

    Entgegen anderer Meinungen sehe ich die Spiele des H$V mittlerweile emotionaler, als die meines Vereins.

    Zum einen, weil wir wohl nichts zu befürchten haben und auch ersatzgeschwächt ohne Ende noch immer was auf den Platz bringen, wenn auch nicht immer nur Gutes.
    Zum Anderen, weil beim H$V immer eine Shice-Angst mitspielt, daß das evtl. noch positiv für sie ausgeht.

    Da hilft auch Alkohol nur bedingt.
    Jede Faser meines älterwerdenden Körpers sehnt sich nach Gerechtigkeit und damit: Abstieg.
    Dann könnte ich Diabetes und Polyneuropathie sich selbst überlassen und sagen, ich habe im Fußball alles erlebt
    und selbst dem Fußballgott würde ich verzeihen, eine Kerze anzünden und