Eine katastrophale Entscheidung

Nein, dieser Verein lernt nicht, er will nicht lernen. Das, was der Verein will, wiederholt sich Jahr um Jahr, Saison um Saison, Vorstandsvorsitzender um Vorstandsvorsitzender. Dieser Verein war, ist und bleibt ein Getriebener, ein Getriebener der öffentliche Meinung und der medialen Propaganda. Die Erfahrungen um Pierre-Michel Lasogga („Wenn wir den Retter nicht kaufen, reißen uns die Fans das Stadion ab), Rafael van der Vaart (Der kleine Engel kommt nach Haus“) oder auch Dietmar Beiersdorfer („Der Experte mit Stallgeruch führt den Verein ins Licht“) haben den Verein nicht schlauer gemacht, obwohl all diese Entscheidungen von unterschiedlichen Personen getroffen wurden. Gestern nun hat man exakt das gemacht, was man auf gar keinen Fall hätte machen dürfen.

Er hat es tatsächlich getan: Lewis Holtby bleibt beim HSV. Der wieder erstarkte Ex-Nationalspieler verlängerte am Donnerstag seinen auslaufenden Vertrag beim Bundesliga-Absteiger um ein Jahr. Er nimmt dafür auch eine deutliche finanzielle Einbuße in Kauf. Holtbys bisheriges Spitzengehalt von jährlich 3,5 Millionen Euro dürfte etwa auf die Hälfte sinken. Am Geld aber, das hatte der 27-Jährige jüngst im „Sport-Bild“-Interview versichert, würde sein Verbleib in Hamburg nicht scheitern: „Dafür liebe ich den Fußball mit all seinen Emotionen einfach zu sehr.“ Klar ist allerdings auch: Schafft der HSV den Wiederaufstieg nicht, ist Holtby in einem Jahr weg. (Quelle: Abendblatt.de)

Man muss sich das alles einmal auf der Zunge zergehen lassen. Der Mann kickt seit 4 Jahren für den Verein und das Gesamtpaket Holtby hat einen Insolvenz-Klub wie den HSV insgesamt ca. € 24,5 Mio. gekostet. Was hat der Verein dafür zurückbekommen? 101 Bundesligaspiele für den HSV (inkl. Ein- und Auswechslungen), 10 Tore, 12 Vorlagen. Gemessen an seiner Position und dem finanziellen Aufwand also: Nichts. Aber anstatt diesen Fehler nun zu korrigieren, verlängert man um ein Jahr!!!, macht den Brummkreisel zu einem der einkommensstärksten Spieler der 2. Liga und lässt ihn dann nächstes Jahr ablösefrei gehen.

Mal ehrlich, kann sich jemand diesen hyperaktiven Grinsekasper als Vorbild für die jungen Nachwuchskicker vorstellen? Ein Spieler, der am 31. Spieltag für einen nahezu abgeschlagenen Klub einen Treffer erzielt und sich anschließend aufführt, als hätte er den Dino in die Champions League gebombt? Dieser überschätzte und nach wie vor überbezahlte Söldner ohne sportliche Alternative soll nun das Gesicht eines Vereins im Umbruch werden, ich lache mich tot. Was für ein Zeichen setzt ein Verein, der finanziell am Ende ist, wenn er einem Durchschnittsläufer wie Holtby mit einem Bundesliga-Gehalt ausstattet? Was sagt das für weitere Verhandlungen mit anderen Spielern? Warum wird diese Verlängerung durchgezogen, obwohl der neue Sportvorstand noch gar nicht im Amt ist.

Aber natürlich hüpfen die verblödeten Hüpfer um die Wette, die haben noch immer nicht gerafft, dass ihr Super-Verein ab dem 3. August Sonntag um 13.00 spielen wird. Und nach Herr Moritz hat Wundertrainer Titz nun also den zweiten Buddy, bei dem er weiland als Personal Jesus angestellt war und mit dem er sich einen Berater teilt, untergebracht, ist doch cool. Besonders dann, wenn Herr Titz im Oktober als Tabellen-12. von seinen Aufgaben entbunden wird und sich Panik-Renner Holtby beim nächsten Coach (mal wieder) auf der Tribüne wiederfindet.

Kaderplaner Johannes Spors sprach von einem „starken Zeichen“ Holtbys: „Lewis hat sich direkt bereit erklärt, gemeinsam mit uns die neuen Ziele anzugehen. Ihm war klar, dass dies nur zu Bedingungen gehen wird, die der Zweiten Liga angemessen sind. Das ist ein tolles Statement von Lewis, der sich dem HSV sehr verbunden fühlt.“

Hat eigentlich Ersatz-Harry Potter Spors Lack gesoffen? Knapp € 2 Mio. für einen durchschnittlichen Bolzer sind „der Zweiten Liga angemessen“??? Das kann doch alles nur ein ganz mieser Scherz sein. Ach egal, ich lache wieder, wenn Ahorn Hund zu gleichen Konditionen verlängert.

Eines noch. Hätte von mir sein können:

Gibt es einen anderen Verein auf der Welt, bei dem man nach jahrelangem Abstiegskampf und etlichen Verfehlungen für eine Vertragsverlängerung eines bis dato überteuerten Spielers mit unterdurchschnittlichen Leistungen so abgefeiert wird? Rational ist das alles nicht zu erklären.

 

Von | 2018-05-25T07:10:41+02:00 25. Mai 2018|Allgemein|51 Kommentare

51 Comments

  1. MOSCHE 25. Mai 2018 um 07:32 Uhr

    🙂 HAHA guter Blog
    2 Mio Gehalt, nicht Dein Ernst. 2 Liga Gehalt, ist klar.

  2. Volli 25. Mai 2018 um 07:44 Uhr

    Das ist doch das selbe wie mit Wetzstein und Peters! Die Propagandamachinerie läuft auf Hochtouren. Nach 8 (acht) bundesligatauglichen Spielen werden die Versager von gestern zu den Hoffnungsträgern von morgen! Es gibt doch schon seit Tagen einen medialen Feldzug gegen Hoffmann, und ein großer Teil der Anhängerschaft macht munter mit. Was wäre eigentlich los, wenn Peters und Wetzstein am Samstag entlassen werden?!

    • Holger 25. Mai 2018 um 08:14 Uhr

      So ist es! Dieser Klub ist nicht zu retten, weil seine Anhänger und Mitglieder (e.V.) einfach in der Mehrzahl komplett verblödet sind. Tatsächlich finde ich, kommt der Spieler Holtby, was seine sportlichen Leistungen angeht bei Grave etwas zu schlecht weg. Auch vor seiner Suspendierung war er einer der Wenigen, die auf dem Platz wenigstens so etwas wie eine individuelle „Normalleistung“ für die Bundesliga brachten.

      Worüber man nicht reden muss, ist die Tatsache, dass dieser durchschnittliche Bundesligakicker mit großem Abstand zu viel verdient hat. Spieler dieser Klasse liegen unter 1 Mio. in der 1. Liga! Da braucht man gar nicht zu den ganz Kleinen nach Freiburg zu schauen, sondern einfach mal bei ähnlich Großen(?), wie Stuttgart, Gladbach oder Berlin zu gucken.

      In der 2. Liga ist ein Gehalt von > 1 Mio. schon komplett absurd.

      Wie ich Gestern schon mal schrieb, kann Hoffmann in dieser Gemengelage nur verlieren und wir am Ende als „Totengräber“ des HSV dar stehen. Erst recht, wenn er den Juwelier und den Sanierer entlassen hat. Entsprechende Einlassungen kann man jetzt schon in diversen HSV- Foren lesen.

    • Leidender HSVer 25. Mai 2018 um 17:40 Uhr

      „Was wäre eigentlich los, wenn Peters und Wetzstein am Samstag entlassen werden?!“

      ANTWORT: Der HSV wäre um 2 faule Äpfel ärmer.

      Aber stimmt schon, die Jubelperser werden jammern, weil sie den HSV-Hintergrund (EV, AR, VV inkl. Selbstoptimierer) auch nicht erfassen. Die meisten Fans sind wie kleine Kinder. Dass die Medien alles hypen und die letzten 8 Spiele hervorheben ist klar, denn wenn das Interesse der Fans am HSV nachlässt, werden auch in der Schreibstube die Köpfe rollen. Also muss ein künstlich erzeugter Hype her.

  3. Freundchen 25. Mai 2018 um 07:51 Uhr

    … und wie peinlich man das medial aufgezogen hat: mit Dino-Video und Ghetto-Faust. Man möchte vor Scham im Boden versinken. Aber es wirkt ja. Nüchtern betrachtet mag man es schon faszinierend finden, wie man mit medialer Unterstützung Menschen beeinflussen kann. Auf mich wirkt diese offensichtliche Propaganda beängstigend.

  4. Mareen 25. Mai 2018 um 08:10 Uhr

    Wie kommst du auf 2 Mio.?
    Ich lese überall was von 1 Mio. plus Prämie. Insgesamt soll es sich auf 1,2 – 1,3 Mio belaufen.

    • Gravesen 25. Mai 2018 um 08:16 Uhr

      Und wo liest du das? Genau dort, wo diese Schwachsinnigkeit abgesondert und gefeiert wird. Ich zitiere einmal von woanders:
      .

      3,4mio sind aber mal wieder arg schön gerechnet. nach 4,1 Mio. in 2016/17 war es letzte Saison 2017/18 wohl weniger, aber immer noch weitaus mehr als die zitierten 3,4 Mio, die er alleine durchs Grundgehalt (3,5 Mio) ja schon überschritten hat…! mit 31 Punkten des HSV heisst das in Zahlen plus 465.000 Euro. ergo: € 3.965.000,- Jahresgage…!!!

      Der „Spiegel“, dem etliche Terrabyte an Daten von „Football Leaks“ bereitgestellt wurden, berichtet, dass Lewis Holtby, Mittelfeldspieler beim kriselnden Hamburger SV, allein dafür etwa 100.000 Euro erhält, sollte er in einer Saison 15 Scorerpunkte (Tore plus Vorlagen) erreichen. Bei 20 Punkten kämen weitere 50.000 Euro hinzu.

      Doch damit nicht genug: Holtbys monatliches Grundgehalt liegt bei sagenhaften 291.666,77 Euro im Monat, eine Punktprämie von 15.000 Euro gibt es obendrauf. Heißt: Im Falle eines Sieges bekommt der 26-Jährige zusätzlich 45.000 Euro vom HSV. In der vergangenen Saison (2016/17), die weder für Holtby noch für den Hamburger Verein besonders gut lief, kam der frühere Schalker so auf 4,1 Millionen Euro.

      .
      Und jetzt will mir jemand erzählen, dass der 27-jährige, auf dem gesamten Planeten heiß-begehrte Lewis Harry auf knapp 70% seiner Bezüge verzichtet, weil er meint, bei seinem irrlichtigen Gerenne irgendwo eine Raute gefunden zu haben? Bei aller Liebe, wer sowas glaubt, der gehört ins Heim. Auf Dauer.

  5. Lonewolf 25. Mai 2018 um 08:16 Uhr

    Macht für mich eigentlich nur einen minimalen Restsinn, wenn am Wochenende die „einvernehmliche“ Trennung von Wetzstein und Latschenbernie verkündet wird. So werden die treuen „Fans“ vorab ruhig gestellt. Ist zwar ein sehr teures Beruhigungsmittel, aber wenn die Führungsspitze meint, sie ist immer noch auf solche Hilfsmittel angewiesen, ist dieser Verein auch nicht zu retten.. Ich glaube der Verein ist immer noch Lichtjahre davon entfernt Entscheidungen zu treffen, die nicht angeblich von Fans oder Medien erwartet werden. Bis dieses vorgebliche getrieben sein nicht aufhört, wird sich auch nichts bessern. Traurig aber leider wahr.

  6. Mareen 25. Mai 2018 um 08:26 Uhr

    Bevor gleich wieder alle auf die böse Bild rumhacken….. Abendblatt und Co. sind genauso wenig verlässlich.

    „Einem Bericht der ‚Bild‘ zufolge verzichtet der 27-Jährige auf rund zwei Drittel seines bisherigen Einkommens. Statt inklusive Prämien vier Millionen Euro einzustreichen, soll Holtbys Salär nun bei maximal 1,2 bis 1,3 Millionen Euro liegen.“

    http://www.fussballtransfers.com/nachricht/hsv-holtby-verzichtet-auf-gehalt_91295

    Selbst das könnte aber zuviel sein. Schiesst er den HSV in die erste Liga, ist es am Ende egal ob 1,3 oder 2 Mio. Bewerten kann man das erst in einem Jahr.

    • Gravesen 25. Mai 2018 um 08:29 Uhr

      NEIN!!!! Verdammt nochmal, bewerten kann man das nach den letzten 4!!!! Jahren. Diese Wurst hat den Verein ca. € 24 Mio. gekostet und dafür NICHTS zurückgegeben. Und jetzt willst du nach einem Jahr zweite Liga gucken, ob er dann noch dämlicher grinst? Das ist doch alles nicht mehr zu fassen.

    • Sven 25. Mai 2018 um 09:09 Uhr

      Ausserdem: dieser HSV hat nach dem Wüten von Beiersdorfer und Wettstein keine 1-2 Millionen Spielgeld, auf die es mehr oder weniger nicht drauf ankäme.

  7. Kevin allein in Hamburg 25. Mai 2018 um 08:36 Uhr

    Meiner Meinung nach wird viel zu viel über diesen mäßig talentierten Fussballer Holtby geschrieben.
    Und das ist das fatale an der Sache.
    Das idioten Volk der Rosa Hamburger Hüpfer ist nicht in der Lage einen Eimer Wasser umzuschütten und glaubt jeden Mist aus der Hamburger Schundpresse.
    Und wie Grave es formuliert hat:
    Dieser Verein war, ist und bleibt ein Getriebener, ein Getriebener der öffentliche Meinung und der medialen Propaganda.
    Eigentlich ist die Sache Hoffnungslos.
    Dieser verein schafft sich selber ab.
    Traurig aber wahr !

  8. Mareen 25. Mai 2018 um 08:41 Uhr

    Du willst am letzten alle rausschmeißen und bei 0 anfangen, schon klar. So funktioniert das aber nicht. Steck mal deine persönlichen Empfindlichkeiten beiseite. Jeder Verein hat nach Abstieg 1-2 Spieler behalten, Stuttgart hat den Gentner auch gehasst wie sonst was, und?
    Da ist mir ein Holtby 10x lieber als Diekmeier und Co.
    Alle austauschen ist ein Wunschszenario, wird aber in der Regel nie praktiziert.

    • Gravesen 25. Mai 2018 um 08:47 Uhr

      Du raffst es nicht, oder? Es geht nicht im Mindesten um Wunschszenarien oder meine persönlichen Empfindungen. Es geht um Leistung und um entsprechende Entlohnung. Und es geht um kranke Propaganda, die bei dir offensichtlich Wirkung zeigt. Holtby ist, genau wie der von dir genannten Diekmeier, Hunt, Müller, Kostic ein Sinnbild des schrittweisen Niedergangs und des ABSTIEGS, den du offensichtlich noch nicht realisiert hast. Holtby verdient in der nächsten ZWEITLIGASAISON ungefähr das vierfache des normalen Spielers der 2. Liga. Wofür? Warum? Weil die anderen Blinzen noch schlechter waren? Oder weil die mediale Propaganda um ihn besser funktioniert hat? Wach mal auf

    • Michael 25. Mai 2018 um 08:53 Uhr

      Holtby war zu teuer, ist zu teuer. Er hat vier Jahre nicht gebracht, was er kostete. Underperformer.
      Wie Dick Meier, Hunt, Lasogga, Kostnix, Wallace, Ekdal usw.
      DIE MÜSSEN WEG!
      Der Verein kann es sich nicht leisten und als Versager müssen sie weg. Der HSV wird die nächste Saison ein allenfalls mittelmäßiger Verein der Zweiten Liga sein. Findet Euch damit ab, nix mehr „Großer Verein“ und „Immer Erste Liga!“
      Es bleiben noch genug übrig, wenn die Graupen gehen.

  9. Michael 25. Mai 2018 um 08:45 Uhr

    Ich bin seit langem von der Tatsache entsetzt, dass man beim HSV nicht lernen WILL. Es wiederholt sich alles: voreilige und zu teure Verpflichtungen, Besetzung von Vakanzen mit Selbstoptimierern, vornehmlich bei Absonderung von Stallgeruch, die sofort anfangen, eine Hausmacht aufzubauen und ihre Buddies zu positionieren, Parole „Sofortiger Wiederaufstieg“ mündet in Panik und Aktionismus statt mal das Fressbrett zu halten und kleine Brötchen zu backen. Die Kohle wird rausgehauen, hier für einen Blender, morgen für einen lahmen Hund.
    So wird der weitere Niedergang des „großen Vereins“ eingeläutet, nicht das Comeback.
    Vergessen wir nicht die finanzielle Misere: die Fananleihe muss zurückgezahlt werden, der Schuldenberg ist erdrückend trotz vorgezogener Vertagsverlängerungen mit Vermarkter und Ausrüster. Diese Kohle kommt nicht in 2019, nicht in 2020 usw.
    Statt zu planen fährt man den HSV auf Sicht. Fatal, denn es ist finster und trüb für den HSV.
    Insofern passt es, wenn Hoffmann für ein Jahr Vorstandsvorsitzender wird. In einem Jahr ist der Wiederaufstieg verpasst, Hoffmann gescheitert und verbrannt und wird fortgejagt. Für den nächsten mit Raute im Herzen, der die Fans begeistert.

  10. NochNieDerHSV 25. Mai 2018 um 09:01 Uhr

    Es ist schon auffallen, wie sehr der letzte Eindruck die Stimmung um den HSV im Allgemeinen und Holtby im Besonderen bestimmen. Es wurde von Jahr zu Jahr schlechter, die vorangegangene Leistung wurde stets unterboten. Da der HSV auf dem Weg in den sportlichen Abgrund zuletzt konkurrenzfähig war und auch Holtby zumindest Torgefährlichkeit bewies, ist eigentlich alles in Butter, der eingeschlagene Weg der richtige, nur die Spielklasse kurzzeitig die falsche,
    Genau genommen verzichtet Holtby auf gar nichts. Sein paradiesischer Vertrag endete Jahr zum 30.06.2018. Danach wäre er vertragslos gewesen. Dass er nun für deutlich weniger Gehalt, einem guten Erstligagehalt wohlgemerkt, mit in die zweite Liga geht, erkläre ich mir damit, dass es für ihn unter seinem Freund Titz gut läuft und er von vielen Seiten die Anerkennung bekommt, die er sich wünscht. Was ich nicht glaube, dass ihm Angebote vorlagen, die ihm ein höheres Gehalt versprochen hätten. Weder aus England noch aus der Bundesliga – wer sollen die ominösen Interessenten gewesen sein? Das wird m. E. nur lanciert, um Verein und Spieler glänzen zu lassen, um die medial konstruierte Aufbruchstimmung weiter anzuheizen und die beispiellose Verblendung der Anhängerschaft zu vergrößern.

  11. Basti 25. Mai 2018 um 09:14 Uhr

    Ok, mein Kommentar zu Spors vor ein paar Tagen war voll falsch. Oh Gott 🙂

    @ Grave: Segnet der AR alle Transfers UND Verlängerungen ab?

    • Gravesen 25. Mai 2018 um 09:18 Uhr

      Im Moment ja.

  12. Gravesen 25. Mai 2018 um 09:18 Uhr

    Machen wir uns doch nichts vor, die Vertragsverlängerung mit Holtby ist keine sportliche, sondern einzig und allein eine strategische Entscheidung. Der Trainer kriegt nun zwei „seiner“ Lieblinge (Holtby und Moritz) und sollte jetzt erstmal den Rand halten. Die Fans sind nach der Abstiegskatastrophe milde gestimmt, weil sie ihren Liblingspropeller behalten dürften. Das gibt Dauerkarten und Mitgliedschaften. Und positive Stimmung in der Stadt. Was am Ende sportlich dabei rauskommt, ist weniger als sekundär.
    .
    Und genau an dieser Stelle beginnt das Problem dieses Vereins, denn das, was am Ende sportlich dabei rauskommt, sollte an allererster Stelle stehen. Keine „Stimmung“, keine 1.000 Dauerkarten mehr oder keine 500 Mitglieder mehr. Denn am Ende des Tages entscheidet die Leistung auf dem Platz über Abstieg oder Klassenerhalt (wie gerade gesehen) und nicht, ob im Stadion nun 45.000 oder 46.500 gepfiffen haben. Stimmt die Leistung, kommt auch das Publikum, aber der HSV versucht wie immer das Publikum mit viel zu teuren Versprechen zu locken und gerät dabei immer tiefer in den Abgrund.

  13. Holger 25. Mai 2018 um 09:35 Uhr

    Ich glaube, dass viele Fußballfans (auch einige Kommentatoren hier) eine völlig falsche Vorstellung davon haben, was der „normale“ Fußballprofi so verdient. Liegt sicher daran, dass in den Medien immer nur über die Spitzenverdiener berichtet wird (Lewandowski, etc.), aber sehr wenig über das normale Profivolk.

    Wenn Müller oder Lewandowski 8 Mio. im Jahr kassieren, dann erscheinen 4 Mio. für Holtby oder Wood plötzlich gar nicht mehr so viel. Und 1,2 Mio. in der 2. Liga als akzeptabel.

    Das ist aber BLÖDSINN! Die Gehaltsunterschiede im Profifußball sind extrem. Zum Teil auch innerhalb einer Mannschaft!

    Um mal ein Gefühl dafür zu kriegen, wie weit überbezahlt ein Holtby ist, hilft vielleicht mal ein Blick auf die Durchschnittsgehälter der Bundesligisten:

    http://www.spox.com/de/sport/diashows/1701/fussball/bundesliga/durchschnitt-gehalt/bayern-dortmund-schalke-wolfsburg-leipzig,seite=16.html

    Da sehen wir z.B. bei einem Dauerchampionsleagueteilnehmer wie Borussia Dortmund ein Durchschnittsgehalt von 2,5 Mio. Euro. Das bedeutet, dass ein Holtby, gemessen an seinem Einkommen, ein überdurchschnittlicher Spieler in einer Truppe wie Borussia- Dortmund sein müsste!

    Es ist also keineswegs so, dass solche Gehälter normal sind oder „gezahlt werden müssen“, um Konkurrenzfähig zu sein. Auch liegen Spielern wie Holtby, Wood oder Müller ganz sicher keine Offerten aus dem In- oder Ausland vor, die auch nur annährend solche Summen beinhalten.

    Wenn ein Holtby jetzt 1,2 Mio. in der 2. Liga verdient, dann dürfte das ungefähr das 4- 5 fache (Mindestens!) sein, dass ein „normaler“ 2. Liga- Profi nach Hause bringt. Nur mal zur Einordnung!

    Bringt er auch die 4- 5 fache Leistung?

    • Gravesen 25. Mai 2018 um 09:48 Uhr

      Das ist doch das, was ich die ganze Zeit schreibe, will aber keiner hören. Sogar irgendwelche ZEIT-Journalisten sehen Holtby als ein von vielen Trainern verkanntes Genie, dem nur sein Freund Titz ein wenig Leben einhauchen musste. Wenn ich schon lese „der wiedererstarkte Holtby“. Wann genau war er denn beim HSv mal stark? Der Vogel spielt in den letzten 8 Spielen den gleichen Murks wie zuvor, wird dreimal angeschossen und die Welt redet von überirdischen Leistungen. Bei vielen habe ich mehr und mehr den Eindruck, dass sie die Spiele gar nicht sehen.

    • Saschas Alte Liebe 25. Mai 2018 um 12:33 Uhr

      Ante Rebic verdient beim Pokalsieger Eintracht Frankfurt 0,7 Mio. inkl. im Jahr;
      der teuerste Einkauf und „Großverdiener“ dort ist Haller (7 Mio. Alöse, 1,8 Mio.Gehalt, Marktwert 8-9Mio),
      die nächsten 3 liegen bei 1,3/1,4 Mio., der (National)Torwart Hradecky bekommt 1 Mio., Mascarell, Salcedo, Falette 0,8, Gacinovic 0,7 … usw.
      Wer möchte, kann sich auch mal die Zahlen bei Augsburg, Mainz, Freiburg etc. anschauen.
      Das sind alle Mannschaften, die besseren Fußball bieten und in der Tabelle z.T. sehr weit vor dem Großen HSV landeten.
      Alle mit Spieleretats auf einem Niveau, das der Absteiger HSV in der 2. Liga erreichen will, angeblich.
      In HH ist man noch lang nicht auf dem Teppich !
      (Fußballgeld.de u.ä. Quellen)

  14. Thomas Vernunft 25. Mai 2018 um 09:45 Uhr

    Entspannt Euch, Leute. DAS ist erst die erste von vielen weiteren tollen Entscheidungen, die den HSV fit für die Zukunft machen: Und die heisst Liga 3.
    Demnächst lesen wir bei Blöd, ProPo und Gutenachtblatt: Hunt verlängert, Lasogga kommt zurück, Kostic bleibt nun doch (weil sich die vielen achso tollen Angebote aus den anderen Topligen wohl doch nicht so toll angefühlt haben) und der Hafensänger darf sein bescheuertes Lied (was im Originaltext eigentlich gar nicht so schlecht ist) weiter auf der Hubbühne trällern. Dazu noch ein Sportchef Peters, hach herrlich. Nur der HVV !

  15. BerndH60 25. Mai 2018 um 10:03 Uhr

    Könnte es sein, das der „Sanierer“, dem aktuell die Felle weg schwimmen, seinem eventuellen Nachfolger noch ein paar richtig dicke Eier ins Nest legt?
    Wäre doch passend. Der Mann lügt, betrügt und hat nur sein Wohlergehen im Sinne.
    Da wäre es doch geradezu eine top Idee sämtliche Kohle für die kommende Saison kurzerhand zu verbraten und dann ganz unschuldig mal zu sagen:“ Wenn ich bleiben darf mache ich bei Kühne: Bitte, Bitte.“

    • Sven 25. Mai 2018 um 13:33 Uhr

      Glaube auch, dass Wettstein „gutes Wetter“ machen will vor der Aufsichtsratssitzung am kommenden Wochenende. Eigentlich sollte es aber der Schlusspunkt sein, wenn er einem faktischen Pleiteverein einen solchen Kostenblock aufhalst. – Vielleicht will er ihn auch nur nicht bilanzwirksam werden lassen. Was auch auf eine heruntergelassene Hose hinaus läuft.

  16. Libero 25. Mai 2018 um 12:00 Uhr

    Die völlig überstürzte und überteuerte Personalentscheidung Holtby ist eine für diesen Verein und die Hamburger Presse fast logische Fortsetzung von Fehlern aus der Vergangenheit.
    Bevor die Sommerpause (trotz WM) beginnt, scheint es wichtiger zu sein, unwichtige „Erfolgsmeldungen“ zu verkünden (Holtby, Titz, Lieblingsspieler Moritz, Dauerkartenverkauf, neue Mitglieder, etc.), als die wirklich wichtigen Probleme abzuarbeiten (Abstieg, Führungsvakuum, Verschuldung, etc.).
    Mit diesen Beruhigungspillen für die große Masse, die nichts anderes als ein Placebo sind, geht man erst einmal in die Pause.
    Würde man diese Zeit nutzen, um endlich einmal seine Hausaufgaben zu machen, hätte ich noch ein gewisses Maß an Verständnis, doch die Fakten lassen auch für die nächste Saison wieder schlimmes ( oder im Fall des HSV normales ) erahnen.
    Wie katastrophal ist es denn, 2 Tage vor der wahrscheinlichen Implementierung eines neuen Sportvorstands die Personalie Holtby so nebenbei durch zu winken?
    Die Vertragsverlängerung von Holtby war wieder einmal ein Paradebeispiel für Managementfehlentscheidungen, wie sie nur beim HSV getroffen werden können.
    Wichtig ist allerdings im Endeffekt nur, wer VV und Sportvorstand wird.
    Ich habe schon vor Wochen auf Hoffmann als VV getippt ( Kohle ist wichtiger als Macht).
    Ich glaube nicht, dass er Wettstein entlassen wird. Auch wenn Wettstein intrigiert, sich wie ein Aal aus der Verantwortung windet, etc. kann er Hoffmann dennoch nützlich sein und zwar als das Gesicht für die finanzielle Situation.
    Daher wird Wettstein meiner Meinung nach ein gut entlohnter Vorstand Finanzen werden.
    Peters wird fliegen, somit gäbe es dann auf der einen Seite Hoffmann und den neuen externen Sportvorstand, auf der anderen Seite Wettstein und Titz.
    Hoffmann wird auch Kühne zurückholen, ohne Kühne gibt es nur die Insolvenz.
    Die Umsätze werden dramatisch einbrechen aufgrund reduzierter Fernsehgelder, weniger Zuschauer, insbesondere weniger VIP Logen, bereits ausgegebener Sponsoren- und Vermarktungsgelder, etc.
    Zusätzlich muß in 2019 die Anleihe zurückgezahlt werden.
    Das bedeutet, ohne Kühne geht nichts, gar nichts!
    Hoffmann und Kühne können miteinander, der AR ist viel zu schwach.
    Für mich steht fest, dass ohne Kühne – selbst bei Aufstieg, den ich absolut nicht für realistisch halte – die Insolvenz der einzig logische Weg für den HSV ist.
    Da spielt dann auch die Fehlentscheidung Holtby eigentlich nur noch eine untergeordnete Rolle, dennoch steht sie aber auch wie ein leuchtendes Beispiel dafür, warum dieser Verein da steht, wo er jetzt steht und somit schließt sich letztendlich der Kreis.

    • Saschas Alte Liebe 25. Mai 2018 um 12:42 Uhr

      Sehr treffend, sehe ich genauso. Die vorhandenen Fakten und Indizien stützen Deine Einschätzung, die Erfahrungswerte ebenso.
      Hinter den Kulissen läuft derweil das übliche Macht- und Postengerangel.
      Alles andere ist mediales Gepupse.

  17. hessenadler1899 25. Mai 2018 um 12:24 Uhr

    Morgen an alle hiesigen Bloguser,

    habe mal eine Frage. Wenn ich dass jetzt richtig deute, dann basteln der Chefscout Spors mit dem Trainer Titz eine Mannschaft für die Liga Zwei.

    Sollte dies nicht, wie vor einiger Zeit in einigen Medien zu lesen war, nicht der neue Sportdirektor – egal wie nun heißen mag – machen ?

    Dann kann man den Herr Spors doch in seiner Funktion etwas aufwerten und die komplette Mannschaft mit dem Trainer zusammenstellen lassen !

    Oder möchte man dem zukünftigen Sportdirektor gleich eine passende Ausrede – inform von „ich hatte ja keine Möglichkeit in die Transferaktivitäten einzugreifen und freue mich schon auf die kommende Transferperiode !“ ???

    Schönes WE

    • Libero 25. Mai 2018 um 13:23 Uhr

      Genau hier liegt das Problem, unklare Kompetenzen und Aufgabenbeschreibungen.
      Spors ist noch eine Personalentscheidung von Bruchhagen und Todt.
      Offiziell seit 1.2.18 Chefscout und Kaderplaner.
      Möchte sicherlich ein wenig mehr machen, daher steht sein Name bisher auch im Zusammenhang mit jeder Neuverpflichtung, Sportvorstand wäre da schon ein schöne Position.
      Nur schade, dass Peters sich sich auch für diesen Job ganz offiziell am Tage eines entscheidenden Spiels in Frankfurt beworben hat.
      Wettstreit als derzeitiger VV müßte ein Machtwort reden und personelle Konsequenzen folgen lassen, doch er nutzt Peters und Spors zusammen mit Titz eher als Verbündete.
      Einzige logische Konsequenz, dieses Dickicht auszüdünnen wäre Hoffmann als VV, Peters und van Heesen raus, Spors maximal Nachwuchschef und einen neuen externen Sportvorstand.
      Theoretisch müßte Wettstein natürlich auch raus, ich glaube aber Hoffmann behält ihn als lebendiges Sinnbild für personellen Fehlentscheidungen der Vergangenheit.
      Die Tatsache, dass Hoffmann in seiner derzeitigen Funktion als AR Vorsitzender der Personalie Holtby zugestimmt hat, läßt allerdings nichts Gutes erahnen, wenn es um Demut und Sparsamkeit für die nächste Saison geht.

  18. Sag' Tschuess Dino 25. Mai 2018 um 13:26 Uhr

    Als ich vorhin auf der A7 einen Container LKW mit der Aufschrift Nort-Schrott an der AS Volkspark abfahren sah, musste ich laut lachend gleich an Kostic, Diekmeier und Co denken. Wer wird da wohl heute abgeholt?