Und jetzt heiligt der Zweck die Mittel?

Immer, wenn ich denke, dass mich sogenannte und selbsternannte HSV-„Fans“ nicht mehr überraschen können, beweisen sie das Gegenteil. Ich möchte mal ein Szenario skizzieren, welches vor kurzem an knapp 15 Stimmen gescheitert ist.

Im Februar 2018 gewinnt der bisherige Amtsinhaber und Bewerber um die Präsidentschaft des HSV e.V., Jens Meier, die Wahl gegen den Herausforderer Bernd Hoffmann. Selbiger zieht sich anschließend beleidigt ins Kämmerlein zurück und versucht sich weiterhin als Spielerberater. Meier bleibt entsprechend Mitglied des Aufsichtsrats der HSV Fußball AG und wird binnen weniger Wochen, quasi wie von Zauberhand, zum Aufsichtsratsvorsitzenden. Das Gemurre innerhalb der Mitgliedschaft ist spürbar, aber da der Verein in argen Abstiegsnöten steckt, hört man nicht genauer hin.

Eine der ersten Amtshandlungen des neuen AR-Vorsitzenden Meier ist die Entlassung des Vorstandsvorsitzenden Bruchhagen, Meiers Freund Wettstein wird alleiniges Vorstandsmitglied und feuert den Sportchef im Direktoren-Rang, Jens Todt. Ohne einen funktionierenden Vorstand, ohne Sportchef und mit einem Amateur-Trainer steigt der HSV zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte und in der Geschichte der Bundesliga ab. Der Aufsichtsrat unter Chef Meier tut monatelang so, als würde er einen Sportchef und einen neuen Vorstandsvorsitzenden suchen, während der letzte Vorstands-Mohikaner Wettstein beispielsweise einen komplett überteuerten Anschlussvertrag mit Vorzeige-Versager Holtby aushandelt und abschließt.

Knapp 2 Wochen nach der Apokalypse und dem Horror des Abstiegs erklärt dann der Aufsichtsrat, er hätte trotz intensiver Suche keinen besseren Kandidaten für das Amt des Vorstandsvorsitzenden der HSV Fußball AG gefunden als:

Jens Meier! Der Mann, der eigentlich der Schach-Abteilung und den Curlingspielern dienen und den Vorstand der Fußball AG lediglich kontrollieren wollten, zieht wie Phoenix in das Büro des Vorstandsvorsitzenden ein, bezieht plötzlich anstatt seiner ehrenamtlichen Tätigkeit ein Gehalt in Millionenhöhe und grinst sich eines.

Den Aufschrei in Hamburg, sowohl bei der Presse wie auch bei Anhänger, Mitgliedern und Fans hätte ich gern hören wollen!!

Nun denn, es ist anders gekommen, denn die Handlungen blieben die gleichen, nur die Personen sind andere, denn statt Meier sitzt jetzt Hoffmann in diesem Büro und plötzlich tun alle so, als wäre das nicht nur völlig in Ordnung, nein, es sei das Normalste von der Welt. Und das, obwohl Bernd H. vor, während und nach der Wahl zum e.V.-Präsidenten diese Variante ebenso ausgeschlossen hatte, wie es Meier getan hatte. Aber während man Meier geteert und gefedert auf einer Bahnschwelle aus der Stadt getragen hätte, kommt man plötzlich aus den Jubelstürmen nicht mehr raus und nicht eine einzige Person sieht sowohl den Wahlbetrug wie die Lüge. Oder noch schlimmer: Sie wird gesehen, aber in Kauf genommen.

Sorry, aber bei mir hört an dieser Stelle der Spaß auf, denn für mich heilt der Zweck eben nicht die Mittel. Was für den Einen gilt, muss auch für den Anderen gelten, sonst kommt man auf Sicht gesehen in Teufels Küche. Wenn mir jemand sagt, dass er etwas nicht machen wird und er macht es dann doch, ist er für mich ein Lügner und einem Lügner werde ich nie wieder vertrauen. Für mich hat der sogenannte Neubeginn, Neu-Start oder Umbruch 14.0 mit dem fatalsten begonnen, mit dem er beginnen kann – mit einer Lüge.

Aber, das ist dann also der „neue HSV“. Der Dino bleibt, die Uhr bleibt, der beschissene Lotto bleibt, Wettstein bleibt, Peters bleibt (vielleicht), Hoffmann kommt (und bleibt), Holtby bleibt. Ich nehme mal an, der HSV ist wegen Mathenia und Waldschmidt abgestiegen.

Beeindruckend…

Von | 2018-05-28T07:18:17+02:00 28. Mai 2018|Allgemein|50 Kommentare

50 Comments

  1. Volli 28. Mai 2018 um 08:04 Uhr

    Ich glaube, daß der Aufschrei bei Meier auch nicht größer gewesen wäre. Es wäre besser gewesen, man wäre sang und klanglos abgestiegen. In den letzten Spielen nochmal so etwas wie eine Euphoriewelle bei der Anhängerschaft auszulösen, hat allen Versagern und Intriganten in die Hände gespielt! Es bleibt halt, wie es ist

    • Gravesen 28. Mai 2018 um 08:06 Uhr

      Nicht größer? Wo erkennst du denn überhaupt einen Aufschrei? Ich lese nur überall, dass uns Super-Bernd jetzt ans Licht führen wird.

      • Michael 28. Mai 2018 um 08:36 Uhr

        Es ist Licht am Ende des Tunnels. Der ICE in Gegenrichtung.

      • Leidender HSVer 28. Mai 2018 um 10:33 Uhr

        Neben „zweierlei Maß“ o. „Doppelmoral“, die bei dieser HSV-Öffentlichkeit (Fans, Medien etc.) sowieso normal ist …!

        Kann es sein, dass der HSV beim aktuellen, wie auch in deinem Szenario so eine Art Pest oder Cholera vorliegen hat/hatte?

        Vetternwirtschaft, Intrigen, Selbstoptimierung ohne Ende. Obwohl ich Hoffmann sogar noch für den Einäugigen unter den Blinden halte! Der Einäugige ist die letzte Patrone, die letzte Patrone wird in seinem Spielchen wie der neue Messias bejubelt, obgleich sein Weg dahin schon wieder en Geschmäckle aufweist! Ob das alles gut geht? Ich denke eher nicht!

        Wäre es nicht besser gewesen, einmal mit dem Hochdruckreiniger rein, um wenigstens an den entscheidenden Positionen völlig neue, unverbrauchte und natürlich auch fähige Leute zu installieren?

        Aber hey, nicht beim HSV!

  2. Michael 28. Mai 2018 um 08:39 Uhr

    Es handelt sich um eine Gegenvariante des Hunke-Prinzips. Dort darf nicht jeder die Wahrheit sagen, hier darf jeder Lügen, Bescheißen und Abgreifen. Hauptsache, er hat irgendwo ´ne Raute, Hauptsache, der Hüpfer und die Fanpresse haben Hoffnung auf Bier und Spiele.

  3. holly 28. Mai 2018 um 09:04 Uhr

    grave, überrascht dich das wirklich? neustart mit alten köpfen, dasging schon immer in die hose

  4. Weltmeister. 28. Mai 2018 um 09:05 Uhr

    @ Grave: Ich kann dich teilweise verstehen. Mir geht es auch auf den Sack, dass es einfach keine klare Linie – ja nicht einmal einen Plan – zu geben scheint. Obendrein werden Dinge erst vehement bestritten und dann doch so gemacht. Typisch HSV.

    Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, was ich von der „Aktion“ halten soll, dass Hoffmann nun VV ist. Einerseits kann ich durchaus Sympathie für ihn aufbringen und es keimt ein Fünkchen Hoffnung auf. Nämlich dass es dem „Macher“ Hoffmann gelingt die Fäden in die Hand zu nehmen, zu lenken, so etwas wie einen Masterplan zu erarbeiten und diesen einigermaßen sauber abzuarbeiten.

    Andererseits bin ich den Verantwortlichen des HSV schon einmal derbe auf den Leim gekrochen, – nie wieder!
    Ich betrachte die Personalie Hoffmann mit einer gewissen Hoffnung, die Skepsis überwiegt jedoch.

    Noch kurz zu Meier:
    Wäre der weiterhin Präsident würde er sich wohl weiterhin um den e. V. kümmern, wäre im AR nur Mitläufer. Die Fäden in der AG hätten weiterhin andere in der Hand. Folglich könnte ich mir folgendes Szenario vorstellen: Ein, zwei mittelmäßig begabte Buddys von Wettstein & Co. wären mit fürstlichen Gehältern nach Hamburg gelockt worden und hätten die vakanten Stellen besetzt. Der Selbstbedienungsladen HSV hätte weiterhin alle Schranken geöffnet.
    So ganz wird dies vermutlich auch unter Hoffmann nicht komplett geändert, aber durch Hoffmann gibt es zumindest innerhalb des HSV eine Art „Lagerwechsel“. Das muss nicht zwangsläufig „gut“ sein, aber beschissener ging es ja kaum.
    In diesem Sinne: Schönen Tag noch!

    • Martin 28. Mai 2018 um 15:44 Uhr

      Das ging mir auch durch den Kopf. Ja, Meier hätte eben so weitergemacht wie bisher. Er sah sich vor allem als erster Interessensvertreter des e.V., und machte sich für den Breitensport stark, für die Randsportarten oder die unteren Fußball-Ligen. Hoffmanns Fokus lag in der Vergangenheit und wie er auch vor der Wahl deutlich gemacht hat klar auf dem Profifußball. Daher ist das alles auch nicht verwunderlich. Und eben so wie Weltmeister sagt: Beschissener ging es ja kaum.

  5. Oberberger 28. Mai 2018 um 09:06 Uhr

    Von allen Übeln zwischen denen man beim HSV wählen kann ist Hoffmann für mich noch das kleinste. Ich würde mir auch den strahlenden Ritter auf einem weißen Pferd wünschen, der alles umsetzt was hier schon seit Jahren richtigerweise ge- und beschrieben wird.
    Leider wird das nicht eintreten, denn diesem Konglomerat aus Lügen, Intrigen und Gier kommt man nicht mit guten Vorsätzen und streng ethischem Handeln bei.
    Insofern bleibt für mich bei Hoffmanns Manöver zwar ein Geschmäckle, aber damit kann ich derzeit allemal besser leben als mit einem Jens Meier, Heribert Bruchhagen oder irgendeinem anderen Rohrkrepierer.
    Hoffmann ist sowieso die letzte Patrone. Wenn er es nicht schafft mittelfristig das Ruder herumzureißen, dann kann man schon mal Brüderschaft mit dem TSV 1860, Alemannia Aachen und dem KFC Uerdingen trinken.

  6. Axel 28. Mai 2018 um 09:21 Uhr

    Die Uhr bleibt, der dino bleibt, und Lasogga!! ??
    Aufgrund seines Gehaltes und seiner sportlichen Unfähigkeit ist er faktisch unverkäuflich. Aber ist es billiger, ihm weiter das Gehalt zu zahlen und vor allem mit Sicherheit nicht damit die Zufriedenheit innerhalb des kaders zu fördern oder ihn für einen appel und ein ei nebst Abfindung gehen zu lassen? Wenigstens ist man dann dieses Erbe Didis los.

    Dieses Lügending ist absolut nicht egal, auch wenn man meint, das machen ja eh alle, die auch nur ansatzweise irgendwelche höheren Posten in Politik und Verwaltung bekleiden. Man wird sehen, was nach dem Interimsjahr geschieht und vor allem wie es ablief.

    Dass Hoffmann allerdings überall bejubelt wird, lese ich so nicht. Es gibt noch genug, die in bester Hunke Manier ihn für das aktuelle Desaster verantwortlich machen. Und die Presse hält natürlich den Ball flach, die könnte das auch mal aufgreifen.

  7. Libero 28. Mai 2018 um 10:25 Uhr

    Hoffmann’s Intention war es immer, den Posten des (gut bezahlten) Vorstandsvorsitzenden zu bekleiden.
    Er hätte dieses aber auch von Beginn an kommunizieren müssen.
    Er hat alle dahingehend getäuscht, dass er als mächtiger Mann beim HSV den AR Vorsitz übernehmen möchte.
    Seine Hauptaufgabe wäre es somit gewesen, einen VV zu suchen und zu implementieren.
    Es gab nicht ein einziges Gespräch mit einem ernsthaften Kandidaten für diese Position, da eben Hoffmann selbst durch das Ausnutzen von Tricks und Möglichkeiten in den Satzungen dieses Amt als VV führen wollte und wird.
    Und wenn jemand glaubt, dass dieses auf ein Jahr begrenzt sei, der glaubt auch, dass beim HSV bald alles wieder gut wird.
    Weder das Eine, noch das Andere wird eintreten.
    Man hat – Stand heute – keine Mannschaft für die 2. Liga, die Intriganten Wettstein und Peters sind immer noch da und leider haben sich auch die 105 Mio. Schulden noch nicht in Luft aufgelöst.
    Der Prozeß der Erneuerung hätte mit Titz und Becker glaubwürdig in Angriff genommen werden können, doch die Anwesenheit von Peters und Wettstein, sowie die Inthronisierung von Hoffmann lassen keinen ehrlichen Neuanfang zu.

  8. Michel 28. Mai 2018 um 10:28 Uhr

    # Gravesen, jetzt triffst Du meinen Humor. Ironie aus. Man kann ja über so einiges spekulieren, aber ob man so der Wahrheit ein Stück näher kommt sei mal dahingestellt…
    Lasst uns doch noch mal rekapitulieren. Es gab eine e.V. Präsidentenwahl mit zwei Kanditaten. Der Amtsinhaber war jetzt nicht so der richtige Brüller, der Herausforderer hat eine HSV-Vergangenheit, steht aber auch eine für eine sportlich relativ erfolgreiche Zeit der jüngeren Vereinsgeschichte. Das er bei Hardcore-Fans nicht gut ankommt, ist bekannt und auch ein Stück weit nachvollziehbar. Kurze Zeit nach der e.V.-Präsidenten-Wahl lässt er sich zum AR-Vorsitzenden wählen – in seiner Funktion als eV.-Präsident vertritt er mehr als 75 % der Anteile an der AG. Ein Vorgang, der nüchtern betrachtet absolut nachvollziehbar ist. Ein Blick in den Süden der Republik oder auch in andere Clubs, die Ihre Profiabteilung ausgegliedert haben, bestätigt dies. Die Beurlaubung von Bruchhagen und Todt als den Gesichtern des Niedergangs, erfolgte kurzfristig, Hier gab es mal ausnahmsweise nichts zu meckern. Nur – für einen erfolgreichen Restart müssen weitere Köpfe rollen…
    Die abgelaufene Saison ist nun 14 Tage her, und einigen hier geht es wie immer nicht schnell genug. Nach der AR-Sitzung vom vergangenen Samstag wird verkündet, was im Übrigen vorher schon vorher bekannt war. Ob diese Entscheidung die Richtige ist, wird die Zukunft zeigen. Hier zu unterstellen, dies sei alles von langer Hand geplant – reine Spekulation. Wenn seine Interimszeit im Mai 2019 abgelaufen ist, werden Wettstein und Peters Geschichte sein. Dann ist auch die Zeit dazu gekommen, Hoffmann ein (Zwischen)-Zeugnis auszustellen. Die Tatsache, dass kein neuer Sportvorstand bzw. Sportdirektor bestellt wurde hat mit großer Wahrscheinlichkeit damit zutun, dass sich der Kandidat in einem bestehenden Arbeitsverhältnis befunden hat. Nach Beschluss des AR wurde er (Becker) mit großer Wahrscheinlichkeit kontaktiert, das Ergebnis mitgeteilt und aufgefordert mit seinem Arbeitgeber (Holstein Kiel) die Formalitäten zu klären. Besser kann es doch eigentlich gar nicht laufen. Ich erinnere an die ehem. Verantwortlichen Kreuzer und Todt. Damals lief es anders rum – Hohn und Spott waren dem AR sicher. Ich stelle fest, der AR kann es offensichtlich in den Augen vieler nur falsch machen.
    Eine Lanze muss ich noch für #Kerberos brechen. Ihm Naivität zu unterstellen, weil er seine Meinung vertritt, mit Fakten untermauert, finde ich persönlich unnötig und schadet der Vielfalt des Blogs. Kerberos hat sich mit seinen fundierten, exzellent recherchierten Beiträgen hier Respekt verschafft. Ich habe das Gefühl, dass es für Einigen hier nur eine Wahrheit gibt, und das ist die Eigene. Alles andere wird niedergebrüllt. Merkt Ihr was? Das Prinzip Hunke? Man kann anderer Meinung sein, aber bleibt sachlich und argumentiert. Ich habe hier noch von keinem Kommentatoren gelesen, was Hoffmann denn alles falsch gemacht hat. Hauptsache immer druff! Falls doch irgend jemandem etwas einfällt, dürft ihr gerne Licht ins Dunkel bringen.
    Zum Schluss präsentiere ich Euch eine Definition, über die der Ein oder Andere mal nachdenken sollte, ob er nicht seiner Eigenen erlegen ist. Propaganda (von lateinisch propagare ‚weiter ausbreiten, ausbreiten, verbreiten‘) bezeichnet in seiner modernen Bedeutung die zielgerichteten Versuche, politische Meinungen und öffentliche Sichtweisen zu formen, Erkenntnisse zu manipulieren und das Verhalten in eine vom Propagandisten oder Herrscher erwünschte Richtung zu steuern. Dies steht im Gegensatz zu pluralistischen und kritischen Sichtweisen, welche durch unterschiedliche Erfahrungen, Beobachtungen und Bewertungen sowie einen rationalen Diskurs geformt werden.

    • Gravesen 28. Mai 2018 um 10:51 Uhr

      Sehe ich nun mal komplett anders, aber bitte. Aber ich stelle dir mal eine Frage:
      .
      Wenn Bernd Hoffmann VOR der Wahl zum e.V.-Präsidenten die Wahrheit gesagt hätte (die ja nun alle kannten und niemand überrascht war und – ist doch alles super) und erklärt hätte, am Ende möchte er nicht mehr nahezu beschäftigungsloser Spielerberater, sondern bestens bezahlter Vorstandsvorsitzender werden, denkst du, er wäre dann gewählt worden?

      • Kevin allein in Hamburg 28. Mai 2018 um 10:57 Uhr

        Hätte er das gesagt, wäre er mit Sicherheit nicht gewählt worden.
        Aber hat er nicht von vorne herein gesagt, das der Präsident des e.V. auch der Ar Vorsitzende sein sollte ?
        Ich meine das hat er gesagt.
        Das er VV werden woltte über diesen Umweg war für eiskalte Politiker ganz klar .
        Ich findes diesen politischen (UNEHRLICHEN) Weg abgrundtief zum kotzen.
        Aber so läuft es heute nun ainmal.
        Für mich ist das schwer zu ertragen.

        • Axel 28. Mai 2018 um 11:46 Uhr

          Man könnte sagen, er hat erst die Mehrheiten im AR gebraucht, um in den Vorstand zu gelangen 😉 wenn er sich mit Meyer im AR für den Vorstand beworben hätte, wäre das wohl nie gelungen.
          Ich meine auch, auf die Frage, ob er in den Vorstand wolle und dies verneint hat, kam der Zusatz „stand jetzt“. Das kleine Hintertürchen.
          Kerberos hat gestern durchaus auch auf Fehler Hoffmanns hingewiesen, Michel.

      • Michel 28. Mai 2018 um 11:42 Uhr

        Aber das ist es doch eben, was mich irritiert.
        .
        Das ist Deine Dir eigene Wahrheit. Nirgendwo steht geschrieben, dass es von vornherein so geplant war. Das entsteht in Deinem Kopf. Es kann sein – muss aber nicht.
        .
        Jemanden der Lüge zu bezichtigen finde ich persönlich schwerwiegend – dann muss auch der Beweis angetreten werden, warum es sich um eine Lüge handelt. Eine Spekulation ist für mich kein Beweis. Auch #Kevin ist offensichtlich nicht in der Lage zwischen Fiktion und Realität zu unterscheiden. Es gibt definitiv kein Anhaltspunkt, dass Bernd Hoffmann diesen Weg so geplant hat.

        • Kevin allein in Hamburg 28. Mai 2018 um 11:56 Uhr

          ich habe meine eigene Meinung, die ich hier in diesem Blog und auch im „normalen Leben“ vertrete.
          Niemand kann hier weg diskutieren das man es niemals zu 100 % wissen kann was da wirklich beim HSV hinter verschlossenen Türen passiert.
          Ich war ziemlich lange im Amateurbereich ehrenamtlich im Fußball tätig und kann eines mit Bestimmtheit sagen.
          Jeder Mensch lügt !
          Und wenn es aus Höflichkeit ist, Thema deine neue Frisur steht dir, obwohl Sie scheisse aussieht…..
          Und jetzt meine gegenfrage an dich:
          Wo ist deine Realität ?
          Im Endeffekt stehst du genauso blöde da wie wir alle hier auch, weil es niemand richtig einordnen kann weil man einfach nicht dabei gewesen ist und sein wird.
          Außer Grave selbst, der hier noch vieles verschweigt, bzw. sich in der Hinterhand behält und wohl wissend die Quellen nicht preisgibt, was ich ausserordentlich lobenswert finde.

          • Michel 28. Mai 2018 um 12:38 Uhr

            Dein Ehrenamt ehrt Dich.
            .
            Selbstverständlich lügen alle Menschen – auf die Motivation kommt es an. Möchte ich jemandem schmeicheln, ist eine kleine Notlüge wohl nicht zu beanstanden. Hier geht es doch darum, B.H. eine böswillige Motivation zu unterstellen. Diesen Beweis kann jedoch keiner anbringen.
            .
            Natürlich stehe ich genauso blöd da, wie 99% der Beobachter aus der Ferne. Daher halte ich mich an die Fakten,die offensichtlich sind. Ich könnte genauso abledern über Beiersdorfer, Hilke, Gernandt, Bruchhagen, Todt, Wettstein, Peters… diesen Personen sind hinreichend Verfehlungen zuzuordnen.
            .
            Ich gehe mal davon aus, dass niemand im Besitz des AR-Sitzungsprotokolls ist des vergangenen Samstag ist. Daher entbehrt sich in meiner Welt jede Unterstellung eines Versäumnisses. Wenn in 14 Tagen Peters Geschichte ist, dann wird der Eine oder Andere hier zurückrudern müssen.

        • Gravesen 28. Mai 2018 um 12:42 Uhr

          Nein, absolut keinen Anhaltspunkt. Willst du mich verarschen?

          • Michel 28. Mai 2018 um 12:51 Uhr

            Es liegt mir fern Dich zu verarschen – weil Du meinen Respekt hast.
            .
            Kritik musst Du schon aushalten. Andere Meinungen ebenfalls.
            .

          • Micha 28. Mai 2018 um 15:30 Uhr

            Über Bernd Hoffmann sage ich mal nichts, aber über seine Frau.

            Wenn die Beiden bei Heimspielen von der Kamera eingefangen wurden, hatte sie immer diesen Blick: Hoffentlich sichert mein Mann den Luxus in der Rente.

            Das dürfte er nun geschafft haben, zumindest im Ansatz.

            Wenn man mit geschlossenen Augen nach oben schaut, gibt es natürlich keine Anhaltspunkte. Oder „Michel“ will uns tatsächlich verarschen.

        • Kevin allein in Hamburg 28. Mai 2018 um 13:19 Uhr

          Mittlerweile bin ich auf dem Standpunkt das du Irritierst !

    • Wormfood 28. Mai 2018 um 17:54 Uhr

      „Wenn seine Interimszeit im Mai 2019 abgelaufen ist, werden Wettstein und Peters Geschichte sein.“

      Wettstein wird man so schnell nicht los. Er hat die Lizenz gerettet und kennt die dazu nötigen Deals mit der DFL sowie die finanziellen Verstrickungen der AG besser als jeder andere.

      • Pascal Jarosch 28. Mai 2018 um 21:22 Uhr

        Klar wirst ihn los. Das überhaupt kein Thema. Dickes Minus ohne Kredit von Kühne wird ihn den Job Kosten. Bzw die Bedingungen der Bodensee Bank allein reichen schon

  9. Juli 28. Mai 2018 um 11:39 Uhr

    Wenn ich mich recht erinnere, sah es lange danach aus, als ob Meier der einzige Kandidat als HSV-Präsident sein würde, denn eine eigene Kandidatur schloss Hoffmann aus. Erst kurz vor der Ausschlußfrist erklärte er dann ‚überraschend‘ seine Kandidatur, und seine Wahl ist bei einer Wahlbeteiligung von ca. 2% eher so eine Art Zufallsergebnis. Anyway, es gab genau 2 Kandidaten, und er ist es geworden, und nicht Meier. Aufsichsratsvorsitzender wollte er nie werden – geschenkt. In den Vorstand wollte er auch nicht, jetzt ist er Vorsitzender, wenn auch nur interimsweise, offiziell zumindest. Bestellt von einem Aufsichtsrat, den sein Vorgänger mit freundlicher Unterstützung des sog. Beirats installiert hat. Die Not muß also sehr groß sein. Adhoc fällt mir nur eine AG ein, wo es eine ähnliche Konstellation gab: KarstadtQuelle. Das Ergebnis ist bekannt: KarstadtQuelle ging in die Insolvenz, Middelhoff in den Knast, Madeleine Schickedanz verarmte und der Insolvenzverwalter und ein paar andere wurden reich.

    Unter den gegebenen Umständen (Abstieg, drohende Überschuldung und den aktuellen Strukturen beim HSV) hat diese Lösung trotzdem einen gewissen Charme, denn als Präsident des HSV e.V. könnte Hoffmann durchaus in das Tagesgeschäft reinregieren und dabei Machtkämpfe mit Vorstand und Aufsichtsrat auslösen. So hat der AR ihn unter Kontrolle (soweit er kontrollierbar ist) und kann zur Not die Reissleine ziehen, was er natürlich nicht tun wird, solange Hoffmann Resultate bringt. Mit 700k ist er zudem eine relativ preiswerte Lösung für das Ressort Marketing, wobei ich mich frage, warum man sowas in der Zeitung lesen kann. Genau, wie Becker angeblich nur die 2. Wahl ist.

  10. Libero 28. Mai 2018 um 14:04 Uhr

    @Michel: Du hast natürlich recht, wenn du behauptest, niemand könne Hoffmann zu 100% unterstellen, dass er alles von langer Hand geplant hätte.
    Es gibt jedoch einige markante Indizien, die darauf hindeuten.
    Am Tag seiner Ernennung zum AR Vorsitzenden (8.3.) hat er den damaligen VV Bruchhagen und den Sportdirektor Todt gefeuert.
    Grundsätzlich nachvollziehbar und absolut im grünen Bereich.
    Am gleichen Tag macht er Wettstein zum alleinigen Vorstandsmitglied und somit auch zum VV.
    Dass Wettstein kein geeigneter VV ist, sondern auch hätte gefeuert werden müssen, weiß jeder. Doch ohne Vorstandsmitglied wäre man nicht handlungsfähig, also mußte Wettstein bleiben.
    Nach der überraschenden Lizenzerteilung ohne Auflagen durch die DFL, hat Hoffmann „dem Finanzbereich unter der Leitung von Frank Wettstein gratuliert und gedankt “ (O-Ton Hoffmann).
    Auch diese Wortwahl macht deutlich, dass er Wettstein nie als VV gesehen hat, sondern lediglich als Finanzvorstand.
    Wer also sollte das Amt des VV denn nun übernehmen?
    Hoffmann hatte fast 3 Monate Zeit, nach einem geeigneten VV zu suchen.
    Hat er aber nicht, denn für ihn gab es nur einen VV, er selber.
    Allein diese Tatsache, dass er nicht ein einziges Gespräch mit einem externen Kandidaten geführt hat, unterstreicht für mich ganz eindeutig, dass die jetzige (gut dotierte) Position von Anfang an das Ziel von Hoffmann war.
    Für Argumente, die meiner These widersprechen, wäre ich dankbar. Ich glaube aber nicht, dass es diese gibt.
    Ergo, Hoffmann hat das Ding so von Anfang an geplant und die Mitglieder und alle Außenstehenden getäuscht!

    • Sven 28. Mai 2018 um 15:28 Uhr

      „Am Tag seiner Ernennung zum AR Vorsitzenden (8.3.) hat er den damaligen VV Bruchhagen und den Sportdirektor Todt gefeuert.“ – War das nicht eher so, dass er von Bruchhagen die Entlassung von Todt gefordert hatte und erst dessen Weigerung dazu geführt hat, dass Bruchhagen auch gehen musste?
      Nunja – und ob er nicht ein einziges Gespräch mit einem VV-Kandidaten geführt hat, kann Hoffmann nur selber sagen. Idealerweise bleiben unerfolgreiche Erstsondierungen (das kann ein 3-Minuten-Telefonat sein) ja unvervöffentlicht.

    • Michel 28. Mai 2018 um 15:31 Uhr

      Mit dieser Indizienkette kann man arbeiten. Sie ist weder polemisch, noch beleidigend.
      .
      Ob man automatisch VV ist, wenn keine Vorstandskollegen mehr vorhanden sind ist sicherlich eine Definitionsfrage. Natürlich gehört Wettstein gefeuert. Es ist jedoch eine Frage des richtigen Zeitpunkts (für Hoffmann). Wenn der Karren absäuft, kann Hoffmann den Verantwortlichen am Nasenring durch die Manege ziehen. Das ist für mich der einzige Grund, warum er noch im Amt ist.
      .
      Woher Du die Information hast, er (Hoffmann) habe nicht ein einziges Gespräch mit einem externen Kandidaten geführt, erschliesst sich mir auf den ersten Blick jedoch nicht.
      .
      Die Dinge können sich natürlich auch genauso abgespielt haben, wie Du sie beschreibst. Dies widerum wäre ein starkes Indiz dafür, dass er doch einen Plan hat und diesen auch umzusetzen weiß.
      .
      Mehrheitlich waren wir uns doch einig, dass es unter einem Präsi Meier nicht wirklich vorangeht. Lasst Hoffmann doch mal machen und gebt ihm eine Chance. Die hat er verdient. Ein VV muss Entscheidungen treffen. Wichtig ist, dass die richtigen Entscheidungen die Oberhand behalten.

  11. Holger 28. Mai 2018 um 15:08 Uhr

    Hi Grave,

    zwischen Hoffmann und Meier gibt es aber einen gewaltigen Unterschied!

    Während Herr Hoffmann bereits bewiesen hat, dass er in der Lage ist einen Bundesliga- Club erfolgreich zu führen und ihn keinerlei Schuld an dem trifft, was in den letzten Jahren beim HSV passiert ist, ist Meier einer der Hauptverantwortlichen (wenn nicht sogar DER Verantwortliche). Er hätte als Vertreter des Mehrheitsaktionärs Alles verhindern können (und müssen!), dass letztendlich in die jetzige finanzielle und personelle Situation geführt hat.

    Für mich ist Meier die (negative) Schlüsselfigur in der ganzen Misere. Aber natürlich nicht nur er alleine. Der ganze e.V.- Vorstand hat kollektiv versagt und zugelassen, dass der HSV Profifußball von Kühne und seinem Lakai Gernand komplett vor die Wand gefahren wurde. Er hat einen Aufsichtsratsvorsitzenden Gernand akzeptiert. Er hat einen Finanzvorstand Wettstein rumwurschteln lassen. Er hat Beiersdorfer als VV akzeptiert!

    Nur noch mal zur Erinnerung: Dieser Mann hat 75% des HSV- Kapitals repräsentiert- und hätte alle Möglichkeiten gehabt!

    Herr Hoffmann hatte während dieser Zeit 0 Möglichkeiten irgend etwas zu beeinflussen!

    • Gravesen 28. Mai 2018 um 15:26 Uhr

      Darum geht es überhaupt nicht!!! Es geht darum, dass einer lügen darf, während ein anderer nicht hätte lügen dürfen, meine Güte nochmal. Dreht euch doch nicht immer alles so zurecht, damit es passt.

      • Sven 28. Mai 2018 um 15:41 Uhr

        Das ist eigentlich auch nicht wirklich die Frage. Niemand mag Lügner, aber Hoffmann hat derzeit noch den Messias-Bonus als aktuell einzige Patrone im Lauf. Wie weiland Beiersdorfer, der ja gleich mehrfach mit nicht reiner Weste angetreten ist. Man wird sich schnell wieder daran erinnern, wenn man zur Winterpause nicht im Wiederaufstiegs-Soll liegt oder im Sommer den Wiederaufstieg verpasst hat.

        Eigentlich lautet die Frage, kann es ein Schritt-für-Schritt-umkrempeln des HSV geben, also den scheibchenweisen Austausch von Management und Mannschaft, der eben immer noch von Teilen des alten Managements mitgesteuert wird, oder muss es einen Schnitt a la Insolvenz geben, der alle alten Beziehungsgeflechte/Verträge zerstört. Und ich glaube mittlerweile noch nicht einmal mehr an das Letztere.

  12. Peter 28. Mai 2018 um 15:11 Uhr

    Ich, als Fan einer anderen Bundesligamannschaft, möchte mir aber erlauben einen neutralen Gesichtspunkt mit einer bzw. mehrerer Fragen an Grave beizusteuern, welche den Blickwinkel vielleicht ein wenig änd