Ein Start als lahme Ente?

Mein Gott, was bin ich froh, dass nichts mehr nach außen dringt. Zuerst einmal erfahren wir, dass Herr Hoffmann ab sofort über ein stattliches Jahresgehalt verfügen und sich höchstwahrscheinlich als bestbezahlter Präsident der 2. Liga fühlen darf.

Sein Jahresgehalt soll sich auf rund 700.000 Euro belaufen. (Quelle: Abendblatt)

Das ist doch schon mal richtig schön für jemanden, der all das so gar nicht geplant hatte, oder? Aber weiter im Text…

Dass Hoffmann in einem Jahr wieder aus dem Vorstand ausscheidet und in den Aufsichtsrat zurückkehrt, gilt als unwahrscheinlich. (Quelle: Abendblatt)

Ja, in der Tat, das halte ich auch für unwahrscheinlich. Allerdings denke ich, dass eine Weiterbeschäftigung zwingend abhängig vom sportlichen Erfolg zu betrachten wäre. Geht der HSV wie ein heißes Messer durch Butter durch die zweite Liga, wird sich Hoffmann schon gebührend dafür feiern lassen. Wenn nicht, sieht es schlecht aus mit einem weiteren Jahr als Vorstandsvorsitzender, aber dann kann er ja immer noch zurück in den Aufsichtsrat.

Und dann war da noch die Abstimmung über den neuen Sportvorstand. Dass sich mit Becker der zu Wochen­beginn als Favorit gehandelte Kandidat durchsetzte, war am Ende gar nicht so klar wie zunächst angenommen. Mit Markus Krösche vom SC Paderborn schien zwischenzeitlich der Kandidat Nummer zwei die Nase vorne gehabt zu haben. Bei einer Probeabstimmung vor dem Gipfel am Sonnabend soll der 37-Jährige vier von sechs Stimmen bei einer Enthaltung erhalten haben.

Dass es aber doch Becker wurde, lag vor allem daran, dass Paderborn für Krösche eine überhöhte Ablöseforderung aufrief. Der langjährige Präsident Wilfried Finke, der gerade erst zurückgetreten ist, im Hintergrund aber noch die Geschicke des Clubs leitet, wollte Krösche auf keinen Fall ziehen lassen und soll vom HSV mindestens 2,5 Millionen Euro gefordert haben. Hoffmann soll aber lediglich eine halbe Million zugesagt bekommen haben, um einen neuen Sportvorstand zu finden. (Quelle: Abendblatt)

Zwei Anmerkungen dazu, das muss man sich wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Erstens: Der aktuelle Aufsichtsrat besteht aus 6 Personen, eine davon ist Hoffmann. Wie kann es bitte angehen, dass solche Informationen an die Presse gelangen? Schossen früher, zu Zeiten des sogenannten „Rates der Ahnungslosen“ immer wieder Blüten über Maulwürfe ins Kraut, so muss man heute davon ausgehen, dass diese Spezies trotz kompletter Neubesetzung nicht gänzlich ausgerottet werden konnte. Auf jeden Fall eine unfassbare Peinlichkeit, die eigentlich auf der Stelle eine interne Ermittlung nach sich ziehen müsste. Deshalb –

Zweitens: Spätestens seit heute weiß jeder, dass das neue Vorstandsmitglied Becker nicht die erste Wahl des Gremiums war, welches ihn ernennen musste, im Gegenteil. Die Wahl fiel am Ende nur deshalb auf den Ex-Kieler, weil er billiger zu bekommen war, der SC Paderborn stellte offensichtlich zu hohe Forderungen für ihren Mann Krösche. Nun, sowas passiert, aber aufgrund der Tatsache, dass diese Dinge öffentlich werden, ist Becker bereits vor seinem ersten Arbeitstag beschädigt.

Ich weiß, dass es garantiert welche geben werden, die das anders sehen, aber ich kann euch versichern, dass exakt diese Informationen bei erster Gelegenheit ausgegraben werden. Insofern hat der Aufsichtsrat bzw. ein Teil des Aufsichtsrats Herrn Becker nicht nur einen Bärendienst erwiesen, er hat den Verein geschwächt und sich Vereins-schädigend verhalten.

Der Kieler hatte den Aufsichtsrat zuvor bereits bei einer Präsentation überzeugt. Becker soll dabei aber recht deutlich zum Ausdruck gebracht haben, dass er eine Zusammenarbeit mit Bernhard Peters, dem Direktor Sport und Nachwuchschef des HSV, für schwierig erachte. Wie es mit Peters weitergeht, muss nun der neue Vorstand entscheiden. (Quelle: Abendblatt)

Auch hier wieder einmal – ein unfassbar amateurhaftes Verhalten. Becker wird gleich als erste Aufgabe mit auf den Weg gegeben, den aufsässigen Peters in die Spur zu bringen, warum bloß? Warum klärt man die Personalie Peters nicht vorher und lässt den neuen Sportvorstand unbelastet anfangen? Und weiter..

Dass es auf der mit Spannung erwarteten Aufsichtsratssitzung trotzdem hoch herging, lag an zwei Dingen. Zum einen soll sich der ehemalige Kontrollchef Michael Krall in einem mehrminütigen Vortrag dafür starkgemacht haben, Hoffmann nicht in den Vorstand zu entsenden. Am Ende entschieden sich die weiteren Räte (Andreas Peters, Marcell Jansen, Felix Goedhardt und Köttgen) aber klar für Hoffmann. (Quelle: Abendblatt)

Auch hier: Wie kann es sein, dass man als Aufsichtsratsmitglied sowas an die Presse durchsteckt? Unfassbar.

Becker und Peters sollen sich schon vor mehreren Jahren in die Haare bekommen haben, als sich die beiden in ihren Funktionen als Nachwuchsleiter in Hoffenheim (Peters) und Chefscout in Stuttgart (Becker) um die besten Talente stritten. Der Aufsichtsrat des HSV, der die Arbeit von Peters schätzt, soll Becker nun aber deutlich gemacht haben, dass er sich mit Peters an einen Tisch setzen muss. Ausgang offen. (Quelle: Abendblatt)

So, sagt der Super-Aufsichtsrat, dann machen sie mal, Becker. Alle Welt weiß jetzt, dass ursprünglich 4 von 6 Räten für Krösche war und außerdem sind wir alle eigentlich echte Fans von Bernhard Peters. Aber sie, Becker, sind jetzt schließlich Vorstand, also lösen sie das Problem.

Ne, die echten Probleme dieses Vereins haben gerade erst begonnen…

P.S. Absolut lesenswert:

 

 

Von | 2018-05-29T07:15:38+02:00 29. Mai 2018|Allgemein|37 Kommentare

37 Comments

  1. tschabe 29. Mai 2018 um 07:55 Uhr

    alles wie immer 🙁

  2. Michael 29. Mai 2018 um 07:59 Uhr

    Nach dem ersten Tag eines üblichen Führungsseminars hat man alles drauf, was diesem AR fehlt.
    Es ist traurig, aber es geht irgendwie weiter wie bisher. Indiskretion, Machtgerangel, Demontage von Kandidaten bzw. Neueinstellungen. Man setzt dem neuen Sportvorstand den Trainer mit gleich drei eingestellten Wunschspielern vor die Nase.
    Zwingt ihn zur Kooperation mit Peters, der nichts anderes vorhat, als ihm bei ihm passender Gelegenheit die Axt zwischen die Schulterblätter zu hauen. Richtig, die Personalie gehörte früher geklärt. Wegen der Unverschämtheit, sich mitten im Abstieg öffentlich für den Vorstand zu empfehlen, gehörte er rausgekickt. Der Mann ist nicht teamfähig und alles mögliche außer loyal.
    Der AR hat keine Eier, also hat auch bitte der Sportvorstand keine zu haben. Stärke wird mit Mißtrauen und Sorge um den eigenen Einfluss betrachtet. Das Wohl des HSV steht hinter dem Eigennutz der Protagonisten.
    So wird das nichts. Jedenfalls nichts überdurchschnittliches, und auf keinen Fall der Durchmarsch zum Wiederaufstieg.
    Wie immer denkt man: „So, jetzt ist das Niveau so niedrig, die Talsohle erreicht, jetzt kann es nur noch besser werden.“ Das verbiete ich mir seit langem zu denken. Es geht immer weiter runter, eine endlose Geschichte.
    Michael Ende.

  3. Mosche 29. Mai 2018 um 07:59 Uhr

    „Auch hier wieder einmal – ein unfassbar amateurhaftes Verhalten. Becker wird gleich als erste Aufgabe mit auf den Weg gegeben, den aufsässigen Peters in die Spur zu bringen, warum bloß? Warum klärt man die Personalie Peters nicht vorher und lässt den neuen Sportvorstand unbelastet anfangen? Und weiter..“
    Amateurhaftes Verhalten ? Aus meiner Sicht wird hier klar, wer die Strippen zieht! Herr Hoffmann plant aus meiner Sicht seine Zukunft genial. Wer hat denn Peters ausgelöscht, wenn diese Diskussion aufkommt. Herr Hoffmann delegiert und ist selbst raus aus jeder Kritik. Zur Not organisiert er einen neuen Sportvorstand. Warum sollte er sich die Hände schmutzig machen!
    Der HSV macht HSV-Sachen passt …

  4. steven-leonardo 29. Mai 2018 um 08:55 Uhr

    Moinsen,

    leider wie immer … Macht- und Pokerspiele.

    Stellt Euch doch nur mal folgendes Szenario vor : allen Unkenrufen zum Trotz gelingt es Titz tatsächlich aus dem Trümmerhaufen eine sportlich erfolgreiche Mannschaft zu formen, die um den Aufstieg mitspielt — parallel dazu gelingt es Becker die Ladenhüter gut zu verscherbeln und seine eigenen Transfers werden erfolgreich in die Mannschaft integriert.

    Zweimal ein Messias .. der geneigte rosa Hüpfer würde die doch anbeten und irgendwelche Prozessionen veranstalten. Die damit verbundene Machtfülle müsste doch den Schwanzvergleichern — Entschuldigung für diese Ausdrucksweise — im AR übelst aufstoßen. Das Gebalze wegen der Deutungshoheit könnte interessant werden … am Ende werden sie sich wahrscheinlich doch gegenseitig die Schultern weich kloppen, weil sie es doch so viel besser wussten als alle anderen.

    UND ich werde ob dieser Form der geistigen Onanie mein Haupt heftig schütteln, und hoffen, dass die Schmerzen nicht allzu heftig sein werden

  5. Holzbein 29. Mai 2018 um 09:19 Uhr

    Der Verein macht genauso weiter wie bisher.Interna gehen an die Presse und aus den unfähigen Großverdienern der 1. Liga, werden unfähige Großverdiener der 2. Liga.
    Glaubt wirklich irgendwer, das Holtby, Hunt etc. wirklich lukrative Angebote aus der 1. Liga (wo auch immer) hatten und aus Liebe zum HSV auf 1,5 Millionen Euro brutto verzichten?
    Die Nachwuchsarbeit ist zur Zeit gar kein Thema mehr, stattdessen soll Fiete Arp die Förderung entzogen werden.
    Wieso halten die Verantwortlichen nicht mal bis zum 2 Liga Start den Mund und lassen die Presse ins Leere laufen und der sportlichen Leitung ihren Job machen.

  6. Thomas Vernunft 29. Mai 2018 um 09:28 Uhr

    Ach Gottchen, war doch nur ne Probeabstimmung (ein Witz an sich) 🙂 Aber das sieht man einmal wieder, wie kaputt dieser Club ist.

  7. lukaslokomo 29. Mai 2018 um 09:29 Uhr

    Interessant wäre es hier jetzt zu wissen, ob es sich nur um einen Maulwurf handelt…..

    Weiterhin wäre das eigentlich ZWINGEND ein Fall für eine interne Ermittlung –> Wo bleibt Inspektor Columbo (o. dgl. 😉 )?

  8. hessenadler1899 29. Mai 2018 um 09:30 Uhr

    Morgen liebe Usergemeinde,

    na da wollen wir mal einen neuen Spieler dem HSV an`s Herz legen, der genau zum „neuen“ HSV passen würde !

    • Er ist Fussballgott mit besten Verbindungen nach ganz oben !
    • Kennt die zweite Bundesliga wie kein anderer !
    • Ist als Führungsperson bestens geeignet, um junge Spieler zu führen !
    • Ist ablösefrei !
    • Und, was ja ganz wichtig ist, hat noch irgendwo in seinem Körper eine Raute versteckt !

    Passt also wie Arsch auf Eimer !

    Grüsse aus Frankfurt 

    • Wormfood 29. Mai 2018 um 09:58 Uhr

      Manni Burgsmüller und Lothar Emmerich wurden mit 35 Torschützenkönige in der 2. Bundesliga.

      Alex Meier schießt den HSV zurück in die Bundesliga und erhält danach einen Zwei-Jahresvertrag plus ein Jahr Option.

    • Saschas Alte Liebe 29. Mai 2018 um 10:56 Uhr

      Eurobbaabogaaal !
      2020 dann auch wieder mit Dino…
      Eine Farce jagt die nächste. Es hört einfach niemals auf.

  9. Saschas Alte Liebe 29. Mai 2018 um 10:52 Uhr

    Kein Fußballgott passt zum HSV, mit oder ohne Raute im Nähkästchen.
    Götter machen einfach nicht derart viele dumme Fehler, und vor allem nicht immer wieder, und immer wieder die gleichen…und selbst Götter werden dafür irgendwann auch nicht mehr angebetet.
    Wie wär’s denn mal mit Heribert als Interims AR Vorsitzenden, bis Hoffnungshoffmann wieder dorthin flüchtet. Mitglied seit annodazumal, Rautenstallgeruch in Haufen, Erfahrungen mit dem Großen Immernochddino und seinem Wiederhoffmann usw. alles vorhanden…
    Und damit ist im Verhältnis des dann Interims ARV zum Interims VV zudem garantiert kein Spannungsabfall zu befürchten.

  10. Libero 29. Mai 2018 um 12:20 Uhr

    Ich glaube nicht, dass Becker beschädigt in sein neues Amt einsteigt, obwohl er möglicherweise bei einer „Probeabstimmung“ – wie peinlich ist das denn? – gegen Krösche 2:4 unterlegen war.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass einige AR-Mitglieder gegen Becker gestimmt haben, weil dieser sie mit der – vom AR ungelösten – Personalie Peters konfrontiert hat.
    Nicht zu vergessen im Übrigen, dass Hoffmann zuvor schon mit Jonas Boldt von Leverkusen und Rouven Schröder von Mainz verhandelt und sich Absagen eingefangen hatte.
    Ich finde es völlig legitim, mit mehreren Kandidaten zu verhandeln, dadurch ist derjenige, der es dann tatsächlich wird, nicht gleich automatisch eine 1B, 1C oder 1D-Lösung.
    Viel, viel schlimmer sind für mich aber wieder einmal die Indiskretionen, die vom AR der Presse zugesteckt werden.
    Da kann man auf allen anderen Ebenen versuchen, Tugenden wie Sparsamkeit, Demut, faires, sportliches Verhalten, etc. zu predigen und vorzuleben.
    Solange du ganz, ganz oben im AR solche Selbstdarsteller und Verräterratten sitzen hast, wird das Bild, das nach außen transportiert wird, immer wieder beschädigt sein, nach dem Motto „HSV- business as usual“.
    Ohne das Vorleben einer Leitkultur, ohne faire, offene und transparente Verhaltensweisen im AR und Vorstand, wird es keinen Erneuerungsprozeß geben.

  11. Fohlenstall 29. Mai 2018 um 13:08 Uhr

    „Probeabstimmung“,vermutlich Indiskreditionen im AR…es geht immer so weiter.Zum Thema Krösche/Becker:Ich glaube es lag
    an der fehlenden Kohle.Krösche Vertrag bis 30.06.2022!,zu hohe Ablöse,Becker Vertrag bis 30.06.2019, machbar.Mal schauen
    wie es weiter geht.

    • Kevin allein in Hamburg 29. Mai 2018 um 14:12 Uhr

      Hast du etwas anderes erwartet ?

    • Ex-HSVer im Herzen 29. Mai 2018 um 14:59 Uhr

      Ist doch super. Sie arbeiten daran, nicht aufzusteigen und dann kommt hoffentlich der Pleitegeier.

    • Libero 29. Mai 2018 um 15:18 Uhr

      Unvorstellbar!!
      Die Gesichter des Abstiegs, die Spieler, die noch vor 2 Monaten mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt werden sollten, die mit ca. 3,5 Mio. pro Jahr den Verein finanziell ausgesaugt haben, bekommen neue Verträge (Holtby und Hunt).
      Auch wenn die jetzt weniger verdienen, sind sie natürlich immer noch Top Verdiener in der 2. Liga.
      Kiel hatte letztes Jahr einen Lizenzspieleretat in Höhe von 6,5 Mio.
      Das kosten nächste Saison Holtby, Hunt und Lasogga. 3 Spieler beim HSV verdienen so viel wie knapp 30 Spieler in Kiel!
      Ich kann absolut nicht nachvollziehen, warum man seitens des Vereins einem Trainer diese Wünsche erfüllt.
      Die Mannschaft muss vom Sportvorstand zusammengestellt werden und nicht vom Trainer. Der wird morgen entlassen und dann hängt man mit solchem Ballast rum wie heute Schipplock oder Mavraij.
      Ich hätte von Becker und Hoffmann mehr Esprit und Finesse erwartet.
      So sieht kein Neuanfang aus!!

  12. Michael 29. Mai 2018 um 15:53 Uhr

    Hunt, Holtby und morgen Sakai.
    Um den Wiederaufstieg mache ich mir keine Sorgen. Ich bin kein Träumer.

  13. Flanders 29. Mai 2018 um 16:02 Uhr

    Holtby, Hunt, Lasogga, Sakai, Titz usw… Bei diesen Gehältern und dem geplanten Budget für Gehälter frage ich mich langsam, ob der HSV überhaupt 11 Spieler zusammenbekommt.

  14. Libero 29. Mai 2018 um 16:13 Uhr

    Kennt jemand die Spieler Lukas Frode, Enis Hajri, Julian Börner, Matthias Wittek oder Calogero Rizzuto?
    Das sind alles Spieler, die letzte Saison mindestens 11 oder mehr gelbe oder gelb-rote Karten in der 2. BL erhalten haben.
    Sie spielen in Duisburg, Bielefeld, Heidenheim und Aue.
    Das sind die neuen Gegner des HSV, nicht mehr Bayern, Dortmund oder Schalke.
    Was meint ihr denn, wie heiß die sind, wenn an einem tristen November Montagabend um 20:30 Uhr der HSV mit seinen Millionären in der Schauinsland-Reisen-Arena (Duisburg), der Schüco-Arena (Bielefeld), der Voith-Arena (Heidenheim) oder dem Erzgebirgestadion (Aue) auflaufen?
    Da werden die Millionaris auf knöcheltiefem Boden, etwas funzeligem Flutlicht und ein bisschen Pyro so richtig was auf die Socken kriegen.
    Es wird doch wohl auch niemand glauben, dass es in Dresden, Magdeburg oder bei Union Berlin besser oder leichter wird!
    So wird nächste Saison die Realität aussehen, in der 2.BL brauchst du auch charakterlich starke Spieler, dazu gehören jedenfalls Holtby und Hunt definitiv nicht.
    Die bisherigen Verpflichtungen zeigen mir, dass man noch nicht in der Realität 2.BL angekommen ist, bisher ein deutliches „Weiter so“

    • Bjoern 29. Mai 2018 um 19:40 Uhr

      Genau DAS. Alle HSV-Gegner in Liga 2 werden brennen, um es dem verhassten Dino ordentlich zu zeigen. Damit werden viele der „Altlasten“ mächtig Probleme haben.

  15. Micha 29. Mai 2018 um 16:32 Uhr

    Der ausgegliederte HSV ist trotz 170 Millionen Transferinvestitionen und einem Lizenzspieleretat von 57 Millionen Euro abgestiegen.

    Seit Wochen wurde gesagt, dass der 2.-Liga-Kader einen 30 Millionen-Etat zur Verfügung haben wird, das siind bei 27 Spielern im Schnitt 1,1 Millionen pro Kopf.

    Ohne Kühne dürfte das die letzte Patrone inklusive weiterer Verschuldung bedeuten. Die Zukunft dürfte zudem weitestgehend oder vollständig verpfändet sein. (Vielleicht kann Wettstein noch die Organe seiner Mutter verkaufen…) Die Fananleihe muss bedient werden etc.

    Titz setzt auf Holtby und Hunt – man wird sehen, ob sie in mindestens 24 von 34 Partien Maximalleistung abrufen werden. Bislang waren sie darauf konditioniert, mit minimalem Aufwand einen Klassenerhalt zu schaffen, also in 10 Spielen Akzente zu setzen, die zum Sieg führen, falls überhaupt (vielleicht auch nur in 5 Spielen).

    Man wird sehen … Ich tippe auf Insolvenz, wenn Kühne die kalte Schulter zeigt.

  16. Skeptiker 29. Mai 2018 um 16:33 Uhr

    Hunt, Holtby, Sakai, Hoffmann, Wettstein, Peters, Lotto, Dino, Uhr: Das ist der lang ersehnte Neuanfang. Es wurde tatsächlich alles auf Null gestellt und die Treppe von oben nach unten gefegt. Bravo!

  17. Fohlenstall 29. Mai 2018 um 17:35 Uhr

    Zu den Leistungsdaten von A.Hunt.Gekommen zum HSV 09/15.MW damals 3,5Mio.In 77 Pflichtspielen eingesetzt überwiegend im OM.Nebenpositionen LA/RA.Seine Ausbeute sagenhafte 8 Tore(2 Elfer) und 7 Assist! Für einen Offensivspieler
    eine dürftige Bilanz wie ich finde.Wie @ Libero, bin auch ich der Meinung das in Liga 2 eine deutlich härtere Gangart vorherrscht.Mal sehen wie sich H&H dort so schlagen.

  18. Thomas S. 29. Mai 2018 um 20:38 Uhr

    Ich hatte mich wirklich gefreut auf die Truppe von Namenlosen, die sich in der neuen Saison in die Herzen der Fans zurückspielt. Und jetzt das alles. Es hört nie auf. Was Britt sagt.

  19. Libero 29. Mai 2018 um 20:58 Uhr

    Wettstein und Spors haben die Verlängerung von Hunt seit Tagen vorbereitet, obwohl sie seit fast einer Woche wissen, dass es einen neuen Sportvorstand und VV geben wird, soviel zum Thema Loyalität.
    Es kristallisieren sich ganz deutlich 2 Fraktionen heraus.
    Auf der einen Seite die Enttäuschten und Degradierten Wettstein, Peters, Spors, auf der anderen Seite Hoffmann und Becker. Titz hat bislang eindeutig Richtung Wettstein, Peters, Spors tendiert.
    Mal schauen, ob er da bleibt, oder seine Fahne nach dem Wind dreht.
    An Becker‘s Stelle hätte ich den vorbereiteten Deal mit Hunt schon deshalb nicht unterzeichnet, um Spors und auch Wettstein zu zeigen, wer der Sportvorstand ist.
    Becker muss ein Zeichen setzen, sonst tanzen die Mäuse auf dem Tisch.
    Die jetzige Konstellation mit den 6 Namen von oben wird definitiv nicht bis zur Winterpause durchhalten.
    Ich vermute, es wird schon personelle Veränderungen vor dem Ligastart geben.

  20. Georgios Panagiotopoulos 29. Mai 2018 um 21:06 Uhr

    Moin lieber Grave immer wenn ich deinen Blog über Chrome aufrufen will kommt immer

    Diese Website kann keine sichere Verbindung bereitstellen
    http://www.hsv-arena.hamburg hat eine ungültige Antwort gesendet.

    Es klappt nur über den inkognito modus.

    Mit Freundlichen Grüßen

    George

    • Gravesen 29. Mai 2018 um 21:12 Uhr

      Ich weiß, dass es zur Zeit ein paar Aufruf-Probleme gibt. Wir haben ein wenig umgestellt und arbeiten daran, dass es demnächst wieder reibungslos läuft.

      • Georgios Panagiotopoulos 30. Mai 2018 um 14:42 Uhr

        Danke

        Bin nicht so der grosse schreiberling lese aber dein Blog gerne weil du viele sachen kritisch siehst genau so wie Ich .
        Mach weiter so

        Mit Freundlichen Grüßen
        George

  21. alfa 29. Mai 2018 um 21:22 Uhr

    Hallo Grave
    auch wenn das jetzt überhaupt nicht zum Thema passt möchte ich doch gerne ein Umstand der mich gerade ganz doll bewegt um nicht zu sagen ankotzt zum Besten geben. Der Marcell Jansen der mit dem Profifußball und seiner ausufernden Auswüchse sich ja nicht mehr identifizieren konnte und deswegen aufgehört hat sitzt in einem Aufsichtsrat was wohl überhaupt nichts mit dem Profifußball zu tun hat und sabbelt altklug daher. Ich erspare mir und euch jegliche Kraftausdrücke hierzu. Grawe ich hoffe du kannst dich überwinden, diesen Unmut den ich gerade ganz doll hegte, freizuschalten.

  22. Saschas Alte Liebe 29. Mai 2018 um 21:58 Uhr

    Das wird wieder eine „geile Saison“ ?
    Aaron Hunt … ehrlich ? wie lächerlich !
    Was ist eigentlich mit dem Mini Messi; der wird nicht genialistisch die zweite (deutsche)Liga schwindelig spielen ??

  23. Goldfather 30. Mai 2018 um 02:39 Uhr

    Zwei Buddies für die Detailarbeit mitgebracht, eine kleine Wahlkampagne mit befreundeten Lokaljournalisten und eine ambitionierte Rede in der Vollversammlung (…in Bremen mischen wir auf…), die selbstverständlich auf dem sportlichen Tiefpunkt stattfand. Dazu vielleicht eine glückliche Hand mit dem Trainerwechsel und ein Aufsichtsrat der angesichts des drohenden Abstiegs des ewigen Dinos sogar einen Vertrag mit dem Teufel abgeschlossen hätte.
    .
    Bernd ist ALL IN gegangen beim Showdown mit Hafenmeier und hat den gesamten Pot gewonnen. Was für ein Comeback! Was für ein gnadenloser Run bis zum Big Money. Bernd Hoffmann ist DER CASH KING!!!
    .
    Dazu muß man unbedingt bedenken: nicht die Champions League, nicht die Euroleague, nicht die erste Bundesliga. Nein: Der CASH KING macht mit Nebengeräuschen eine knappe Million € in der ZWEITEN LIGA.
    .
    Dass er von Fußball nicht die geringste Ahnung hat muß man ihm als verzweifelter HSV-Fan möglicherweise verzeihen, da der aktuelle Lauf des Bernd Hoffmann den Club durchaus wieder in die erste Liga spülen kann, aber die Entschuldung eines sportlichen und wirtschaftlichen Wracks läuft möglicherweise anders.
    .
    Die Strategie des Cash Kings war meiner Meinung nach von langer Hand geplant, da er Kohle-Didi die Führung des Clubs nie wirklich zugetraut hat. Bereits in einem der ersten Interviews nach der Amtsübernahme Kohle-Didis konnte man zwischen den Lachfalten des Cash Kings herauslesen, dass er den richtigen Weg zum richtigen Zeitpunkt bereits im Auge hatte.
    .
    Die Rückkehr des Cash Kings entsprang keinesfalls einer spontanen Eingebung.
    .

    • Libero 30. Mai 2018 um 05:12 Uhr

      Absolut kongruent mit meiner Wahrnehmung der letzten Wochen.
      Hoffmann hat hoch gezockt und das notwendige Glück bei der Abstimmung gehabt.
      13 Stimmen mehr für Meier (573 anstatt 560) und wir hätten heute noch Bruchhagen, Todt und Hollerbach. Die Fans und der Verein wären komplett zerstritten, sogar die HSV Berichterstatter Bild, MOPO und Abendblatt hätten im letzten Augenblick Ihre Meinung gedreht und verbal auf den Club eingeschlagen.
      Es ist schon verrückt, man ist abgestiegen, die 105 Mio. Schulden sind immer noch da, man verlängert mit den personifizierten Absteigern und Großverdienern und alle freuen sich und haben sich lieb.
      Ein paar Personalwechsel und alles wir gut!
      Baumeister dieses Luftschlosses und Mitkassierer Hoffmann wird im Zuge eines möglichen Aufstiegs sicherlich einen 5 Jahresvertrag zu stark verbesserten Bezügen erhalten und auf einmal ist ganz Hamburg wieder in rosa getaucht.

      • Hannes Grundmeyer 30. Mai 2018 um 07:17 Uhr

        Das Luftschloss wird zerplatzen, da der HSV nicht aufsteigen wird. Es ist offensichtlich immer noch genug Geld da, um die Abzocker zu entlohnen. Wenn auch nur auf Pump. Erst wenn es wirklich gar nichts mehr gibt, auch keine neuen Kredite mehr, werden die Blutsauger vielleicht verschwinden. Aber selbst da bin ich mir nicht so sicher.

  24. Holzbein 30. Mai 2018 um 06:52 Uhr

    Abgerechnet wird leider erst im Mai 2019.
    Dann haben wir 2 Szenarien vor Augen, entweder ist BH in Hamburg dann der neue Sonnenkönig , der den HSV souverän in die 1. Bundesliga zurück geführt hat und lässt sich auf dem Rathaus Balkon feiern, oder aber der Verein liegt komplett am Boden und meldet Insolvenz an.

  25. Dem Didi sei Frau ihr Nachbar 30. Mai 2018 um 16:28 Uhr

    Ich lass das einfach mal hier so stehen

    Vorausgegangen war ein entsprechender Beschluss des Mitgliederrats. Präsident Werner Spinner sowie die Vizepräsidenten Toni Schumacher und Markus Ritterbach erhalten demnach insgesamt 350.000 Euro pro Geschäftsjahr. Davon gehen 150.000 Euro an Spinner, Ex-Nationaltorhüter Schumacher und Ritterbach werden mit jeweils 100.000 Euro vergütet.

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