Die Geister, die ich rief…

Was muss ich da gerade bei BILD Plus lesen?

HSV-Talent Arp zu früh hochgejubelt

Fiete Arp wurde als größtes deutsches Sturm-Talent gefeiert. Jetzt steckt seine Karriere in der Sackgasse. Beim HSV hat er schon seit 13 Monaten kein Liga-Tor mehr erzielt.

Ach echt? Wer hätte das gedacht? Jetzt stellt sich nur noch die Frage: Wer hat ihn denn zu früh hochgejubelt? Das wart ihr doch selbst, ihr Dummschwätzer. Das ist doch alles nicht mehr in Worte zu fassen. Erst jongliert ihr mit Dukaten-Didis, HSV-Juwelieren, HSV-Sanierern, findigen 44-Jährigen und Wundertrainern und wenn sich das alles in Wohlgefallen auflöst, rudert ihr mal eben zurück und nagelt eure Götzenbilder an die Wand? Anstatt auch nur einmal Realitätssinn zu bewahren und die Dinge so einzuschätzen, wie sie sind. Aber halt, ihr seid ja „Boulevard“, da lebt man ja von der Übertreibung und den grob überzeichneten Bildern. Ihr Spacken von Mopo, Abendblatt und Bild (und Kicker) habt euch am HSV genauso versündigt wie Beiersdorfer, Gernandt, Kühne und Hilke.

Und weiter gehts….

Ihnen allen fiel ein Stein vom Herzen, als der Deal eingetütet war. Im Juli wechselte Bobby Wood auf Leihbasis zu Hannover 96, der HSV konnte einen seiner Großverdiener von der Gehaltsliste streichen. Gelöst ist das Problem aber nicht – denn vieles deutet darauf hin, dass Wood in einigen Monaten wieder im Volkspark auf der Matte stehen wird.

Das größte Problem für den HSV aber stellt nach wie vor Woods Vertrag dar. In der ersten Liga wären wieder die vollen drei Millionen Euro Gehalt fällig. Bis zu Woods Vertragsende im Sommer 2021. Ein Dilemma für den klammen Klub, der eine Gehaltsobergrenze im Bereich von zwei Millionen Euro einführen möchte. Bei Wood hat der HSV nur eine Chance – er muss ihn verkaufen!

(Quelle: Mopo.de)

Ach echt? Wart ihr es nicht, ihr von der Mopo, die die Verlängerung des Wood-Vertrages und die Verdreifachung seines Gehalts bejubelt hatten wie das Weihnachtsfest? Hattet ihr nicht gemutmaßt, der Verein könnte sich an einem Transfer mit dem Amerikaner dumm und dusselig verdienen? Und jetzt ist der Mann plötzlich ein Problem? Ihr verkackten Dummtexter.

Zum Schluss….

…..das Letzte.

Wie schreibt das Hamburger Abendblatt gestern? Jansen macht den Seeler! Bei allem Respekt, aber der Mann, der weder den Fußball noch den Aufsichtsrat je geliebt hat, ist von Uwe Seeler soweit entfernt wie Marcus Scholz davon entfernt ist, je weder ein bezahlter Journalist zu werden.

Ende. Aus. Mickey Mouse.

 

Von | 2018-12-04T08:07:35+01:00 4. Dezember 2018|Allgemein|21 Kommentare

21 Comments

  1. Kevin allein in Hamburg 4. Dezember 2018 um 08:23 Uhr

    Was für eine Elend.
    Was Jansen anbelangt, dann doch lieber Hunke 😎

  2. Sascha Alte Liebe 4. Dezember 2018 um 08:39 Uhr

    Das Schlimmste sind nicht die schleimig schamlos scheinheiligen Schreiberlinge sondern die Massen an Stimm- und Fanvolk, die sich täglich von jenen zunehmend verblödend blökend zutexten lassen bis sie in ihrer Abstumpfung garnichts mehr spüren können!
    Es ist ein widerlicher und zugleich erschreckender Zustand von Verfall!

    • Gravesen 4. Dezember 2018 um 08:50 Uhr

      Tatsächlich ist es eigentlich noch viel schlimmer. Ich hatte gestern Kontakt mit jemandem, der beim Auswärtsspiel in Ingolstadt anwesend war und der berichtete mir von Wahnvorstellungen und abenteuerlichen Zukunftsvisionen der dort anwesenden „Fans“. Da wurde in der Kurve tatsächlich darüber diskutiert, wer von den aktuellen Spielern bleiben dürfe und dass dann ja nach der Saison aufgerüstet wird. Die haben nicht nur weniger als nichts begriffen, die leben in einer Parallel-Welt. Selbst der Absturz in die zweite Liga hat diesen Schwachköpfen nicht die Augen geöffnet. Allerdings kann man das sogar bei einigen Kommentare in diesem Blog beobachten

      • Kevin allein in Hamburg 4. Dezember 2018 um 10:27 Uhr

        ………….. Allerdings kann man das sogar bei einigen Kommentare in diesem Blog beobachten……………….
        Das ist mir auch aufgefallen.
        Vorwiegend neue Benutzer/Blogger ?

        Jeder mit ein wenig gesunden Menschenverstand sieht was beim HSV passiert.
        So doof kann man doch nicht sein.
        Außer man ist noch in der Pupertät bzw. man hat die Pubertät seit 40 Jahren.

  3. Holger 4. Dezember 2018 um 08:42 Uhr

    Es ist unfassbar!

    Alleine für den Wood- Vertrag gehören Beiersdorfer, Wettstein, Gernand und der ganze damalige Aufsichtsrat
    wegen Untreue vor Gericht.

    Hier handelt es sich ja nicht um eine simple geschäftliche Fehleinschätzung, wie z.B. bei einer Neuverpflichtung
    eines Spielers. Zum Zeitpunkt der Gehaltserhöhung wusste man um die (weniger ausgeprägten) Qualitäten
    eines Bobby Wood. Immerhin kickte er da schon ein Jahr in Hamburg.

    Einem maximal durchschnittlichen Bundesligaspieler, unter Kenntnis seines Leistungsvermögens , das mindestens
    3 fache Gehalt eines „normalen“ Durchschnittskickers zu bezahlen, ist nicht nur einfach „fahrlässig“, sondern schreit
    nach einer Untersuchung der Umstände dieses Deals!

    Hier kann man auch nicht über eine „Spekulation“ auf die Zukunft reden, denn zum Zeitpunkt der Gehaltserhöhung
    war 4- Tore- Stürmer Wood ja keine 18 oder 19, sondern bereits 24 Jahre alt und damit im Bereich des Leistungshöhepunktes
    eines Profifußballers.

    Neben vielen anderen sehr „schrägen“ Aktionen, sticht für mich der Wood- Vertrag raus. Ich finde, ein Fall für
    den Staatsanwalt!

    • Micha 4. Dezember 2018 um 09:43 Uhr

      Ich stimme grundsätzlich zu, im Fall Wood war das Duo Struth/Kühne offenbar die treibende Kraft. Wenn man einen Investor hat, der sich von einem Berater bequatschen lässt, muss der Vorstand / Aufsichtsrat dem natürlich Einhalt gebieten. Nur beim HSV nicht!

      „So wusste ich, dass viele andere Vereine hinter Wood und Hahn her waren. Mir war also bekannt, dass der HSV schnell reagieren musste. Er war nicht dazu in der Lage, also habe ich es getan.“ (KÜhne)

      „Ich habe dem Verein zwar dafür kein Geld gegeben, aber ich habe ihm zu der Verlängerung geraten und gesagt, dass ich André Hahn nur finanziere, wenn ihr Wood haltet.“ (Kühne)

      Sollte Wood auf die Payroll zurückkehren, bleibt eigentlich nur ein Bettlerauftritt in Schindellegi, vielleicht gibt es dann noch ein weiteres Darlehen mit Forderungsverzicht und Besserungsschein.

      • Gravesen 4. Dezember 2018 um 09:52 Uhr

        Mich würde mal interessieren, wie die sich damals vorgestellt haben, wie das alles weitergehen soll. Schon damals spielte der HSV ständig gegen den Abstieg und man hätte bereits damals den Fall einkalkulieren müssen. Beiersdorfer, Gernandt und Co. haben aber einfach immer nur weitergemacht, weiterkassiert und Kühne den Verein übergeben. Nach uns die Sintflut. Es ist einfach unfassbar, wie man Beiersdorfer heute noch ungestraft ins Stadion lassen kann.

        • BerndH60 4. Dezember 2018 um 13:27 Uhr

          @Grave:
          Gerade du solltest es doch besser wissen, durch deine glänzende Vernetzung oder auch durch „Football Leaks“.
          Es geht doch immer nur darum, sich in der unbekannt dauernden Amtszeit die eigenen Taschen maximal zu füllen.
          Und da gibt es eben mal Leute, die das schaffen ohne die Kuh, die sie melken, gleich umzubringen und anderen ist selbst das egal.
          Auch für Hoffmann steht Hoffmann auf Platz 1, sollte bei ihm dann tatsächlich der HSV auf Platz 2 stehen, wäre das schon mal ein Fortschritt.

    • Diego 4. Dezember 2018 um 14:52 Uhr

      Ganz einfach: Die Halbamateure in der Chefetage haben sich von Struth & Co. derb über den Tisch ziehen lassen und möglicherweise auch die eigenen Taschen gefüllt.
      Nirgendwoanders würden Wood, Lasogga und andere dermaßen absahen, weil in den allermeisten Fällen Profis die Geschicke der Vereine lenken.
      Die Weltstadt Hamburg hat eben Spitzenfussball verdient……

  4. Kugelblitz 4. Dezember 2018 um 10:44 Uhr

    mal schauen, wie die hamburger presse den 20 jährigen jatta in nächster zeit pushen wird. steht doch sicher bei einigen topclubs auf dem zettel, der gute.

    • Gravesen 4. Dezember 2018 um 10:51 Uhr

      Ging gestern schon los, angeblich ist Nürnberg im Winter interessiert 😀

  5. Tim schultz 4. Dezember 2018 um 10:55 Uhr

    Zitat:

    Stürmer Wood ja keine 18 oder 19, sondern bereits 24 Jahre alt und damit im Bereich des Leistungshöhepunktes
    eines Profifußballers

    Zitat Ende?

    Ernsthaft Holger?
    24 also quasi beim alten Eisen?

    Manchmal… Also manchmal wirklich ne

    • Gravesen 4. Dezember 2018 um 11:01 Uhr

      Nein, nicht altes Eisen, aber am relativen Ende der Entwicklungsfähigkeit. Wer heutzutage mit 24 noch nicht angekommen ist, wird nicht mehr ankommen, weil die 19-jährigen nachrücken. Beispiel Lasogga. Der war bereits mit 22 da, wo er heute mit 26 ist und hat sich keinen Millimeter entwickelt, höchstens rückwärts. Was also (meiner Meinung nach) gemeint war: Wood war „fertig“.als der HSV verlängerte und man konnte bereits da sehen, dass nicht mehr viel kommen wird.

      • Ralf 4. Dezember 2018 um 11:37 Uhr

        Ich denke auch am Ende der Entwicklungsfähigkeit, zumal dann noch die Geschichte mit seinen Knien hinzukommt, schafft doch auch keine Runde 25 oder mehr Spiele zu machen, dazu noch die ständigen Flüge rund um die Welt für die Länderspiele mit den USA.
        Die Vertragsverlängerung, speziell zu diesen Bezügen, war mit Sicherheit eines der größten Verbrechen der Ära Beiersdorfer/Struth/Kühne, zumal uns dann als Belohnung noch Andre Hahn ins „Körbchen“ gelegt wurde, auch zu völlig überzogenen Forderungen.
        Und so weiter und so fort, die Aufzählung wäre unendlich!!!!!!!!!!

        • Volli 4. Dezember 2018 um 13:38 Uhr

          War Woods Vertragsverlängerung nicht in der Ära Bruchhagen? Dieser Vogel hat doch den Müll von Dödelsdorfer einfach fortgesetzt!

          • Gravesen 4. Dezember 2018 um 14:56 Uhr

            Nein..

      • LeonadomitCabrio 4. Dezember 2018 um 12:29 Uhr

        Grave, ich seh die Personalie Lasogga ein wenig differenzierter… Generell hast du Recht, er hat sich keinen mm entwickelt..
        Was er hat, ist ein Torriecher.. Bei Lasogga weißt du, was du bekommst. Er ist Balltechnisch ein Grobmotoriker aber hat, richtig eingesetzt, Tore gemacht.
        Man hat in der Vergangenheit nie die richtigen Leute aufn Platz gehabt, die Zusammenstellung und die Taktik passte nie.
        Ein Horst brauchte seinen Manni, damit die Tore fielen. Man hat einen Strafraumstürmer gehabt und wollte ihn als spielenden Stürmer einsetzen. Ein Opfer des Systems ?
        Über den Vertrag müssen wir nicht mehr reden, da ist alles gesagt, Man will nur mit dem Kopf auf die Tischkante schlagen um aus dem Alptraum aufzuwachen.

        • Sascha Alte Liebe 4. Dezember 2018 um 18:18 Uhr

          Lasogga ist ein für zweite oder dritte Liga ausreichender Abstauber und Wühler im Strafraum. Die Spieloptionen mit ihm in der Box sind sehr limitiert. Er ist nicht kombinationsspielfähig, nicht für schnelles Umschaltspiel tauglich, für Ballbesitz-Belagerungssysteme ist er technisch auch nicht gut genug, es sei denn, man beschränkt sich auf einfaches Flanken in die Box.
          Somit ist selbstredend auch sein durchaus vorhandener Torriecher damit limitiert wirksam einsetzbar.
          Propagandabereinigtes Fazit: viel zu teuer für die gebotenen Möglichkeiten. Nix Neues.

    • Holger 5. Dezember 2018 um 16:57 Uhr

      Tim, bitte genau lesen! Da steht nichts von „altem Eisen“ oder so. Aber mit 24 ist die Entwicklung
      eines Spielers weitestgehend abgeschlossen. „Große Sprünge“ sind da nicht mehr zu erwarten
      (wenn auch nicht ausgeschlossen; gibt da immer wieder mal die eine oder andere Ausnahme).

      Im modernen Fußball spielen heute 18- 20 jährige oft schon tragende Rollen in ihren Clubs oder
      Nationalteams, mit Mitte 20 gehört man schon zu den Etablierten. Und Karreiereende mit Anfang 30
      (oder ausklingen lassen auf weniger als das einstige Top- Niveau) sind nicht mehr selten.

      Da hat sich in den letzten Jahren Einiges zu früher verändert.

      Ein Wood wird nun mal kein „Weltstar“ mehr.

  6. cajunX 4. Dezember 2018 um 14:28 Uhr

    @Wood

    Man sagt, das beste Fußballeralter ist zwischen 24 und 29 Jahren. Das hat der Kommentator weiter oben wohl gemeint in Hinblick auf Wood. Mit 24 ist er am Beginn eines 4- bis 5-jährigen Zeitraums, in dem er normalerweise seine besten Leistungen als Profifußballer abliefert. Nur stimmt bei Wood diese Kurve nicht. Er hatte seine beste Zeit zwischen 20 und 23 Jahren bei Union Berlin. Aber er hatte die Leistung vor allem auch gebracht, weil er von Keller kontinuierlich Druck bekommen hat. Und den braucht er vermutlich auch. Auch in Hannover hat er wieder gute Spiele abgeliefert, allerdings hat er wohl Breitenreiter und Heldt nicht so stark beeindruckt, daß sie ihn unbedingt kaufen müßten. Der wird seine Restzeit beim HSV noch gegen erstklassiges Salär absolvieren. Danach ist er fertig mit dem Leistungssport und wird vermutlich noch ein paar Jahren in seinem Heimatland in der MLS rumstolpern. Wenn ihn dort noch jemand haben will. Denn die neuen Stars sind in den USA längst Pulisic & Co.

    • Holger 5. Dezember 2018 um 17:01 Uhr

      So ist es! Und vor allem immer die Relation sehen. Wenn ein Wood zwischen 3 und 4 Mios. verdient, dann muss
      man einfach mal schauen, welche andern Spieler in der Bundesliga in dieser Gehaltsklasse unterwegs sind.

      Könnte die Augen öffnen!

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