Ich hätte da gern mal ’n Problem…

…oder ne Frage. Eigentlich ganz einfach zu beantworten oder vielleicht doch nicht?

Drei Tage vor der Mitgliederversammlung des HSV e.V., auf der neben einigen anderen Abstimmungen auch der neue Präsident des e.V. gewählt wurde, fand die „Ordentliche Hauptversammlung der Aktionäre der HSV Fußball AG“ statt. Anwesend dort waren die Aktionäre Kühne, Bohnhorst, die Erben von  Alexander Margaritoff und die Familie Burmeister. Desweiteren der Aufsichtsrat der HSV Fußball AG, der Vorstand der HSV Fußball AG und als Hauptanteilseigner das Präsidium des HSV e.V.

Nun meine Frage:

Warum legt man diese Versammlung drei Tage vor die Mitgliederversammlung des HSV e.V.? Warum wartet man mit dieser Sitzung nicht bis nach der Wahl des neuen Präsidenten? Hätte Hartmann (oder Hunke) gewonnen, hätte man an der Besetzung des AR nichts ändern müssen, mit der Wahl von Marcell Jansen (der ja bereits im AR saß) muss nun eine weitere Stelle besetzt werden? Warum also diese Terminierung? 

Kann es nicht vielleicht sein, dass auf der „Ordentlichen Hauptversammlung der Aktionäre der HSV Fußball AG“ nicht nur über Kühnes Antrag zu einem weiteren AR-Mitglied seiner Wahl gesprochen, sondern der Verkauf von AG-Anteilen bis 33,3% perfekt gemacht wurde? Kann es nicht vielleicht sein, dass die Mitgliederversammlung mit all ihren Wahlen und dem Antrag auf Eintrag der 24,9%-Regeln in die Satzung nur noch eine Farce war, weil man den Ausverkauf bereits drei Tage zuvor beschlossen hatte?

Aus dem Handelsregister geht aktuell nichts dergleichen hervor, aber das braucht eh ein paar Wochen Zeit. Wer möchte dagegen wetten?

 

Von | 2019-01-24T16:51:32+01:00 24. Januar 2019|Allgemein|19 Kommentare

19 Comments

  1. Dubios 24. Januar 2019 um 15:51 Uhr

    Nicht einen Cent setze ich dagegen.

  2. Fohlenstall 24. Januar 2019 um 16:03 Uhr

    …neee lass mal „Stecken“…:-))

  3. Bastian S. 24. Januar 2019 um 16:20 Uhr

    Man könnte ja mal beim neuen eV-Präsi nachfragen. Der wird als AR-Mitglied ja dabei gewesen sein. 😉

  4. Subpaul 24. Januar 2019 um 16:47 Uhr

    In der Bilanz 2017/2018 der HSV Fußball AG ergeben sich unter der Überschrift Eigenkapital folgende B ewegungen:

    Das Grundkapital beträgt zum Abschlussstichtag EUR 4.594.134,00 und war in 4.594.134 Nennbetragsaktien im Nennbetrag von je EUR 1,00 eingeteilt.
    Der Vorstand wurde im Rahmen der Ausgliederung in der außerordentlichen Hauptversammlung vom 27. Mai 2014 ermächtigt, das Grundkapital für höchstens fünf
    Jahre nach Eintragung der Satzungsänderung durchAusgabe neuer Namensaktien zum Nennbetrag von
    EUR 1,00 (Nennwertaktien) gegen Sach- oder Bareinlage einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens
    in Höhe von EUR 1.750.000,00 zu erhöhen. Der Vorstand entscheidet über einen Ausschluss des Bezugsrechts.
    Die Entscheidungen des Vorstands bedürfen derZustimmung des Aufsichtsrats.
    Durch Beschluss des Vorstands am 26. April 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom 28. April 2017 ist unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals das Grundkapital um EUR 312.500,00 auf EUR 4.398.822,00 erhöht worden. Neben der Ausgabe neuer Aktien wurde ein Betrag von EUR 19.687.500,00 in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 HGB eingestellt.Die Kapitalerhöhung wurde am 10. Juli 2017 im Handelsregister eingetragen.
    Durch einen weiteren Beschluss des Vorstands am 2. Juni 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom3. Juni 2017 ist unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten
    Kapitals das Grundkapital um EUR 195.312,00 auf EUR 4.594.134,00 erhöht worden. Neben der Ausgabe neuer Aktien wurde ein Betrag von EUR 12.304.656,00
    in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 HGB eingestellt. Die Kapitalerhöhung wurde am 25. August 2017 im Handelsregister eingetragen.
    Das genehmigte Kapital beträgt nach den in den Vorjahren beschlossenen und im Geschäftsjahr eingetragenen Kapitalerhöhungen nunmehr noch EUR 655.866,00.

    Damit ist die Grenzlinie auf 28-29 % schon verschoben worden. Deshalb ist die Grenze von 24,9 bereits weit überschritten und damit die Abstimmung nichtig.
    Ja,ja – HSV-Verhältnisse!!!

    • Kerberos 24. Januar 2019 um 17:41 Uhr

      .
      Schon schwierig, wenn zur Strichrechnung auch noch die Punktrechnung kommt.
      .
      Von den aktuell ausgegeben 4.594.134 Aktien hält der HSV Verein 3.500.000 Aktien. Bitte einmal „durch“ rechnen und das überraschende Ergebnis: der HSV Verein hält aktuell noch 76,1841…% der ausgegeben Aktien an der HSV Fußball AG. Bisher ist also, zumindest nach den Eintragungen im Handelsregister, nichts verschoben worden.
      .

  5. Volli 24. Januar 2019 um 17:35 Uhr

    Dann ist es halt so. Wahrscheinlich hat man auch schon darüber gesprochen, wie man dann die restlichen 16% auch noch vertickt. Am Ende werden 49% der Anteile weg sein, und keinen wird es interessieren. Diese ganze Entwicklung ist eh nicht mehr aufzuhalten. Wer weiß was noch alles kommt. Vielleicht die Chinesen, ein Scheich, ein russischer Oligarch oder was auch immer. Der ganze Fußball ist eh durchseucht, und hat nichts mehr mit dem meiner Jugend zu tun.

  6. Micha 24. Januar 2019 um 18:06 Uhr

    Ich würde nicht dagegen wetten. Zwar hätte, wie man aus Kerberos Ausführungen erfahren konnte, überhaupt keine Notwendigkeit bestanden, auf der Aktionärsversammlung der AG weitere Anteilsverkäufe zu ‚beschließen‘, da der Satzungs-‚Fehler‘ rechtmäßig wirksam ist. Psychologisch wäre ein solches Vorziehen der Entscheidung vor dem zu erwartenden Beschluss der e.V.-Mitgliederversammlung, die 24,9 Prozent zu deckeln, aber tricky, um jegliche inhaltliche Beschäftigung mit dem e.V.-Beschluss von vornherein zu torpedieren. Das würde geil ins Trickstermuster all der HSV-AG-Akteure passen. Wäre die nächste Lachnummer.

  7. Demosthenes 24. Januar 2019 um 18:28 Uhr

    Nice to know: Wusstet Ihr, das die DFL laut Ligastatuten einen Sicherungsfond hat? Damit bietet sich „Lizenznehmern die Möglichkeit zur Überbrückung von kurzfristigen Liquiditätsengpässen finanzielle Mittel in Anspruch zu nehmen, um im Interesse aller Lizenznehmer den laufenden Spielbetrieb nicht zu gefährden.“

    Ist das etwa die von Wettstein angesprochene eingeräumte aber noch nicht in Anspruch genommene Kreditlinie?

  8. Peter sein Rucksack 24. Januar 2019 um 20:09 Uhr

    Rechtlich wäre das ja okay. Nach der Moral fragt spätestens seit der zweckentfremdeten Anleihe kaum einer mehr….

    • Gravesen 24. Januar 2019 um 20:17 Uhr

      Genau das ist das Problem, eine Schwelle ist nicht mehr vorhanden. Abstieg, Fast-Insolvenz, Präsidiums-Betrug, Hoffmann-Lügen, alles offenbar kein Problem mehr. Man muss nur die Legende von „der letzten Patrone“ etablieren, dann geht alles. Die Leute sind so abgestumpft oder müde oder verblödet, dass sie jeden Dreck beklatschen.

  9. Micha 24. Januar 2019 um 20:54 Uhr

    Die Leute sind ja so abgestumpft, hörig oder verzweifelt, dass sie Kreditlinien als von Wetzstein rhetorisch umgemünztes Eigenkapital beklatschen. Und die Hamburger Drecksmedien erwähnen Wetzstein sogar noch im Kontext der einstmaligen Rettung des BVBs vor der Insolvenz – als ominöser Berater. Das ist nicht nur übel, das ist extremst dreckig – einst Geier-, inzwischen Maden-Journalismus.

    • Gravesen 24. Januar 2019 um 20:57 Uhr

      Steckt ja System dahinter. Jetzt, wo sich der Verein schon einen eigenen Leckerblog leistet.

      • Micha 24. Januar 2019 um 22:39 Uhr

        Die Graupenperle ist eindeutig vom HSV und/oder Investorenumfeld finanziert. Zentrales Argument Münchhausens: Ich bin kritisch, um die Fans bei der Stange zu halten bzw. ich bin bis zu dem Punkt kritisch, wo die Fans sich authentisch einbezogen fühlen, die Verarschung aber erst richtig ihren Lauf nimmt.

  10. Kay 24. Januar 2019 um 23:05 Uhr

    Ahoi Grave, da bisher noch keiner dagegen gewettet hat, werde ich der „ERSTE-/R“ 😉 sein.
    30 Liter selbstgebrautes Bier! Mein Vorschlag: Ich werde die Wette sowieso verlieren, aber du musst natürlich auch einen Wetteinsatz abbilden. Im Idealfall die selbe Menge. Wünschenswert wären am Ende 60 Liter, die wir gemeinsam mit einigen Blog Lesern verhaften werden! Also… meine 30 Liter biete ich an! Danke für das Augen öffnen! LG Kay

    • Saschas Alte Liebe 24. Januar 2019 um 23:54 Uhr

      Stimmt, das ist allemal ein paar Bierchen wert!

    • Gravesen 25. Januar 2019 um 08:30 Uhr

      Glaubst du, jemand will deine Plörre trinken? 🙂

      • Kay 25. Januar 2019 um 14:17 Uhr

        Na ja, sagen wir mal so…. bisher, wenn ich gebraut habe, ist die „Plörre“ immer leer geworden und meine Gäste waren zufrieden! Wenn Du denkst, es gibt ein Fernseh Bier a la Becks , Bitburger und Co siehst Du Dich getäuscht! Craft Bier vom Feinsten! Aber schlechten Geschmack gibt es natürlich überall! 😜 LG Kay

  11. Kugelblitz 25. Januar 2019 um 07:57 Uhr

    Beim HSV steckt einfach Methode dahinter, wie die Fanbase hinters Licht geführt werden.

    Ich könnte mir vorstellen, dass auf der Hauptversammlung ebenfalls ein Vertrag über den Stadionnamen mit Kühne abgeschnackt wurde. Wettstein hat ja lauthals verkündet, dass liquide Mittel vorhanden seien. Aktienpaket plus „Volkspark“, da kommen ein paar Münzen zu den Knöpfen in der Kasse…

    • Hein Blöd 25. Januar 2019 um 12:24 Uhr

      Falls mit „Volkspark“ das Stadion gemeint ist: Ist das überhaupt schon abbezahlt?
      Die Rückzahlung wurde ja schon so oft gestreckt, da verliert man glatt den Überblick…
      Wie schaut die rechtliche Lage überhaupt aus? Die Vielnamenarena gehört ja
      der HSV-Arena GmbH & Co. KG, dürfte die überhaupt beliehen werden?

Die Kommentarfunktion wurde geschlossen.

Unser Archiv