Es ist so unendlich peinlich…

„Wenn du aus Dortmund kommst, schießt Geld hier keine Tore..“

Borussia Dortmund: Kaderwert € 571,55 Mio. (HSV € 55,9 Mio.). Aktueller Tabellenführer mit einem Altersdurchschnitt von knapp 24 Jahren. Wenn irgendwo Geld keine Tore schießt (ca. € 100 Mio. für Transfers verbrannt seit 2014), dann in Hamburg.

„Wenn du aus der Hauptstadt kommst, scheißen wir auf dich und dein Lied“

Wow. Deeskalation für Anfänger. Man möchte keine Randale zwischen den Fans, keine Hundertschaften von Hauptbahnhof bis Volkspark, aber „man scheißt auf das Lied des sportlichen Gegners“. Typisch HSV.

„Wenn du aus Leverkusen kommst,  dann lass den Torwart gleich zu Hause“

Das mag zu Zeiten von Hans Jörg Butt (Karriere-Ende 2012) noch irgendwie komisch gewesen sein (oder auch nicht), aber 7 Jahre später spielt der sogenannte Plastik-Klub aus der Nähe von Köln nicht nur in der Bundesliga, sondern auch fast immer international. Und kauft dem genialen HSV seit Jahren die besten Talente für Peanuts ab.

„Wenn du auf Schalke kommst,  ist das für uns ein Auswärtssieg“

Vielleicht ist Schalke irgendwie ja „HSV in groß“, aber die Leute in dieser komischen Stadt im Ruhrpott wissen doch schon gar nicht mehr, was der HSV eigentlich ist. Und Auswärtssieg? In der Bundesliga. Ich müsste mal blättern…

Wenn ich weit weit weg bin, ob bei Juve oder Rom“

Genau. Juve oder Rom. Wäre sinnvoll, wenn man die beiden italienischen Städte Turin und Rom durch Sandhausen und Bielefeld ersetzen würde, aber das wäre ja realistisch und eben nicht HSV.

„Wenn du aus Bremen kommst, gibts für dich hier nichts zu holen“

Ach Freunde. Der fiese Feind aus Bremen hat hier leider mehr geholt, als uns allen lieb ist. Und das Schlimmste: Die Bremen haben einen sportlichen und wirtschaftlichen Turn-Around geschafft und zwar ohne Gönner, ohne Investor und ohne den Verkauf der Vereins-Seele. Als HSVer sollte man, wenn man denn im Besitz eines Resthirns ist, neidisch nach Bremen gucken, denn die spielen attraktiven Fußball in der Bundesliga und kein Gewürge eine Etage tiefer.

„Wenn du aus Rostock kommst,bleibst am besten gleich zu haus“

Ganz toll. Hansa Rostock spielt mittlerweile in der 3. Liga und ist der Tabellen-8. Also keine Sorge, die bleiben zu haus. Es sei denn, man trifft sie irgendwann mal wieder im DFB-Pokal und blamiert sich.

„Wenn du aus Cottbus kommst, kommst du eigentlich aus Polen“

Urkomisch. 27 Jahre nach der Wiedervereinigung möchte man auf die geografische Lage des Drittligisten Energie Cottbus hinweisen und diesen aufgrund seines Standortes diskriminieren. Was soll man sagen? Typische Hamburger Arroganz vielleicht?

„Wenn du aus München kommst, zieh’n wir dir die Lederhosen aus“

0:6, 0:5, 0:8, 2:9. Wer hier wem irgendwelche Hosen auszieht, sollte auch der Dümmste gerafft haben. In München lachen sie schon seit Jahren nicht mehr über den HSV, sie haben maximal Mitleid. Mitleid mit einem Verein, der sich in 80er Jahren mal auf Augenhöhe befand, der aber inzwischen nur noch die Karikatur eines erfolgreichen Klubs darstellt. Allein diese Zeile ist an Peinlichkeit kaum noch zu überbieten.

„Wenn ich weit, weit weg bin, in Athen oder auf´m Dom“

Tut mir leid, aber ich kann diesen Quatsch nicht mehr hören. Dieser öde Song aus der „Früher-hatten-wir-auch-mal-einen-Kaiser-Kiste“ ist tatsächlich das Synonym für „nichts verstanden“. Aber er ist absolut symptomatisch für einen Verein und seine Fans, die in der Vergangenheit hängengeblieben sind. Die immer noch von einem „großen Verein“ reden, obwohl ihr Klub dies spätestens seit den 90er nicht mehr ist und auch nicht wieder werden wird. Wenn ich diese beiden grölenden Kasper da oben auf dem Kran sehe, könnte ich brechen. Ok, ich fand den Song auch mal lustig, aber das ist mehr als 15 Jahre her, zumindest gefühlt.

Heute ist mir das alles nur noch peinlich.

 

Von | 2019-01-25T08:08:00+01:00 25. Januar 2019|Allgemein|43 Kommentare

43 Comments

  1. lukaslokomo 25. Januar 2019 um 08:38 Uhr

    Das denke ich auch schon seit Jahren und war auch deswegen (und dem anderen Mist…) seit Jahren nicht mehr im Stadion. Ich möchte nicht wissen was Lotto und Pape dafür ka$$ieren…

  2. Volli 25. Januar 2019 um 09:26 Uhr

    Wie oft hast du dich über diesen scheiß Song schon ausgelassen? Man kann ihn mit diesem, oder einem anderen Text nicht mehr hören! Das geht mir mit diesen ganzen lachhaften Hymnen in der Bundesliga aber so. Ausnahme evtl. Köln, wo sich vor dem Spiel die ganze kölsche Lebensphilosophie widerspiegelt.

    • Gravesen 25. Januar 2019 um 10:04 Uhr

      Und ich werde mich noch weitere 100 Mal darüber auslassen!

      • Volli 25. Januar 2019 um 10:35 Uhr

        👍 😂

    • Meikel 25. Januar 2019 um 11:12 Uhr

      Lokalpatriotisch werfe ich da mal den Polizeichor Frankfurt in den Ring:
      https://www.youtube.com/watch?v=ZUCE-_fCdEA
      Ich mag daran auch besonders, dass es um die Eintracht geht und nicht um irgendeinen anderen Verein, der irgendwie gedisst werden soll.
      So, wie ich auch im Stadion selbst nur bei den Gesängen mitmache, die die Eintracht anfeuern und nicht den Gegner niedermachen – das ist mir schlichtweg zu doof

      • Saschas Alte Liebe 25. Januar 2019 um 11:44 Uhr

        Das ist genau der springende Punkt: Bin ich FÜR etwas oder definiere ich mich nur aus Abgrenzung GEGEN andere.
        Allerdings gibt es bei der Eintracht genügend Gründe dafür zu sein (war ja auch nicht immer so üppig … 😉 )
        Inzwischen zeigt man sein treues Fantum als Rautenfan vorwiegend im Pesten gegen die Kritiker.
        Wenn man sonst nix hat …

  3. Sascha Alte Liebe 25. Januar 2019 um 11:11 Uhr

    „Hansa Rostock spielt mittlerweile in der 3. Liga und ist der Tabellen-8. Also keine Sorge, die bleiben zu haus. Es sei denn, man trifft sie irgendwann mal wieder im DFB-Pokal und blamiert sich.“
    ———-
    Oder doch in der Liga ? Also, in deren Liga … 😉
    Das Lied passt gut zum HSV, es ist genauso peinlich.
    .
    Warum 1 Mio. für einen Rekonvaleszenten zahlen, wenn auch 3 Mio. möglich sind und man ihn selbst zuende pflegen darf?

  4. Matze 25. Januar 2019 um 12:16 Uhr

    Man hätte Özcan im kommenden Sommer für 1,2 Mio verpflichten können. Statt dessen leiht man ihn jetzt aus und bezahlt dann im Sommer 3 Mio, beziehungsweise 2 Mio bei Nichtaufstieg.
    .
    Zeigt ganz deutlich, dass die Verantwortlichen dem derzeitigen Kader den Aufstieg nicht zutrauen, wenn man bereit ist 1,8 Mio MEHR zu zahlen, um den Spieler jetzt schon zu verpflichten. 1,8 Mio MEHR für einen Spieler, der ohne Spielpraxis kommt und nie wirklich eine Stammkraft war. Einen Spieler, der aber sofort (!!!) funktionieren muss, sonst hätte man ja die 1,8 Mio MEHRkosten in den Sand gesetzt.

    • Gravesen 25. Januar 2019 um 12:24 Uhr

      Komm den Nickis doch nicht mit Logik oder noch besser mit Geld! Öczan ist der neu Özil und wird den HSV reich machen. Genauso wie all die Peters-Perlen wie Ambrosius, Vagnoman, Kwarteng, Pfeiffer und und und. Oder geliehene Top-Raketen wir Lacroix oder Hwang. Die Liste von Beckers Superleistungen wird lang und länger und im Hintergrund lauert bereits Sprechpuppe PR-Marcell, um ihn zu beerben.

      • Saschas Alte Liebe 25. Januar 2019 um 12:27 Uhr

        Geballte Sportkompetenz! 💪

      • Matze 25. Januar 2019 um 13:47 Uhr

        Zeigt (wohl) auch wieder, dass der HSV die Spieler bekommt, die ihm angeboten werden. Top Geschäft für den für den VfB.

  5. Carsten 25. Januar 2019 um 12:47 Uhr

    Passend dazu: gestern ist eine neue Werder-CD mit 21 (fast) neuen Songs zum 120-jährigen Bestehen Werders erschienen („Lauter Werder“). Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass in keinem der 21 Songs überhaupt einmal das Wort „HSV“ (o.ä.) vorkommt. Es geht um Werder, alte und jüngere Erfolge, das Fansein an sich und das oft mit einem verschmitzten Augenzwinkern zwischen den Zeilen. Man muss die Songs nicht mögen und auch nicht anhören, darum geht es mir nicht. Aber so erwarte ich Fußballsongs und nicht ein peinliches Gedisse anderer Clubs, wie bei der „Perle“.

    • Gravesen 25. Januar 2019 um 12:54 Uhr

      Das Problem ist: Dieser Kack-Song, immer und immer wieder gegrölt von zwei lächerlichen Vollpfosten auf einem Kran, zeigt exakt die HSV-Krankheit, wie sie seit Jahrzehnten ist. Man ist besser, reicher, cooler, witziger als der Rest des Landes. Aufgrund dieses kaputten Bildes von sich selbst ist es kein Wunder, dass sich 99% Deutschlands gefreut hat wie ein Schnitzel, als dieser Arroganz-Verein endlich abgestiegen war. Und sie werden noch mehr lachen und noch mehr feiern, wenn der HSV in den Niederungen des Amateur-Fußballs verschwunden ist.

      • Carsten 25. Januar 2019 um 13:01 Uhr

        Das kann nicht sein, Grave. Liest man nicht imme wieder, dass der deutsche Profifußball ohne den HSV zusammenbrechen würde? Das kann doch niemand ernsthaft wollen. 😉

      • Wormfood 25. Januar 2019 um 19:57 Uhr

        „Und sie werden noch mehr lachen und noch mehr feiern, wenn der HSV in den Niederungen des Amateur-Fußballs verschwunden ist.“

        Eine Variante von Arroganz ist es, zu glauben, dass der weitere Niedergang des HSV in Deutschland noch große Gefühlswallungen über die eigene Klientel hinaus wecken würde. Das wird so sein wie bei RW Essen oder dem 1. FC Kaiserslautern oder 1860 München, die auch mal im letzten Jahrtausend Fußballmeister waren und deren Misswirtschaft zum sportlichen Niedergang führte.

        • UliStein 26. Januar 2019 um 14:13 Uhr

          Richtig, Wormfood. Das erzeugt dann halt nur noch ein Schulterzucken und den Kommentar, dass sie ja auch lang genug daran gearbeitet haben.

  6. mis741 25. Januar 2019 um 13:01 Uhr

    Moin Grave,

    mittlerweile geht mir der HSV sowas von am Arsch vorbei (ich war knapp 40 Jahre Anhänger), mich interessieren noch nicht einmal mehr die schlechten Nachrichten, geschweige denn Punktsspiele oder irgendwelche Wahlen. Ich habe einige Zeit Deinen Blog gelesen und sowas von die Lust verloren und frage mich im Nachhinein wie ich so blöd sein konnte, meine Tagesaktiviäten (ich habe drei Kinder) um die Punktspiele herumzubauen – gruselig! Wird nie wieder vorkommen!

    Eine Fratge habe ich aber noch an Dich. Was denkst Du, ganz realistisch, wann muss der HSV endgültig seinen Spielbetrieb einstellen?

    Ich danke Dir und ein schönes Wochenende.

    MIS741

    • Gravesen 25. Januar 2019 um 13:10 Uhr

      Nicht leicht zu beantworten, aber ich würde sagen, ohne zusätzliche Aktienverkäufe wäre im Mai Feierabend. Man muss sich doch einfach nur die Rahmendaten angucken und die rosa Brille abnehmen.
      .
      Man hat eine Mannschaft (und vor allem eine Geschäftsstelle mit knapp 300) Mitarbeitern, die man sich nicht leisten kann – jeden Monat Minus
      Man hat diverse Ex-Trainer und Funktionsteams, die man immer noch bezahlen muss – jeden Monat Minus.
      Man muss knapp € 100 Mio. an Verbindlichkeiten bezahlen bzw. die Raten begleichen – jeden Monat Minus
      Man hat nicht einen Spieler, der wirklich größere Ablösen generieren könnten. Die angeblichen € 25 Mio. für Douglas Santos sind doch ein Treppenwitz.
      Man hat keine Nachwuchsperlen, die dem HSV in der 2. Liga helfen können. Wie sollen die denn in der Bundesliga funktionieren?
      Man hat bereits Teile des Stadions als Sicherheit für Kredite hinterlegt.
      Man hat Einnahmen aus der Zukunft als Sicherheiten für neue Krediten angegeben.
      Man muss eine neue Fan-Anleihe auflegen, um die alte bezahlen zu können.
      .
      Wie genau soll da eine goldene Zukunft aussehen?

      • Saschas Alte Liebe 25. Januar 2019 um 13:43 Uhr

        Und dem gegenübergestellt erscheinen die noch möglichen 9% verkaufbaren Anteile wie das was sie sein werden,: Ein Tropfen auf die Lava. Selbst die restlichen 25% würden bei weitem nicht ausreichen, um die dauernd wachsende Schuldenlast mehr als nur zu halbieren, bei verlorener Handlungshoheit.
        So unattraktiv sieht dann Amateurfußball gar nicht mehr aus.

  7. Hein 25. Januar 2019 um 13:08 Uhr

    Was ist so verwerflich daran Ersatz für holtby zu verpflichten ? ausserdem läuft die Offensive ja nicht wirklich rund man verspielt sich kaum Chancen .
    Ich finde Lotto s Lied nach wie vor richtig . Nur den Text hätte er wirklich mal anpassen dürfen . Zur Zeit ist Handball ein tolles Beispiel . Klasse Sport bei maximalem Respekt vorm Gegner

    • Matze 25. Januar 2019 um 13:57 Uhr

      Nichts daran ist verwerflich.
      .
      Nur aus kaufmännischer Sicht ist es halt nicht sinnvoll. Jetzt 3 Mio satt 1,2 Mio fest im Sommer. Hätte als Holtby-Ersatz ja auch gereicht.
      .
      Und sportlich wird sich zeigen. Wenn er sofort einschlägt und den Aufstieg (ab)sichert, dann ist der Transfer zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll.
      Wenn er dann eingespielt ist und in der Bundesliga noch besser funktioniert, ist er noch sinnvoller.
      Aber die Krankenakte und die Spielstatistiken sprechen eine andere Sprache.
      Und dann 1,8 Mio, die mann jetzt mehrzahlt, darauf wetten??? Ich weiß nicht….

  8. Peter sein Rucksack 25. Januar 2019 um 14:07 Uhr

    Eventuell muss eben jener Transfer dafür herhalten, um begründen zu können, dass ein weiterer Verkauf der Anteile nötig war. Nach dem Motto, hätten wir das nicht getan, hätten wir auch den Spieler nicht bekommen. Und fast alle nicken es ab. So wie die Mopo heute das Abstottern der Transfersumme als normal und branchenüblich abfeiert.

  9. lukaslokomo 25. Januar 2019 um 14:35 Uhr

    wobei die Ausstiegsklausel von 1,2 Mio Spielzeit gebunden ist, wie ich es verstanden habe. Bekommt man den Spieler auch für 3 Mio, wenn er die 600 Minuten Einsatzzeit erreicht?

  10. Leo Kirch 25. Januar 2019 um 15:54 Uhr

    Apropos peinlich. Der HSV kann sich dräuen, dass der koreanische Wunderstürmer zurück kommt. Gerade gegen die Fußballgroßmacht Katar beim Asien Cup ausgeschieden.

  11. atari 25. Januar 2019 um 18:34 Uhr
  12. Gravesen 25. Januar 2019 um 20:14 Uhr

    …um als erster Türke mit der Nationalmannschaft Weltmeister zu werden. „Deutschland ist schon viermal Weltmeister geworden“, so Özcan lächelnd, „da wird es Zeit, dass wir Türken mal einen nachlegen. Und ich will gern der erste sein, der das schafft.“

    .
    Was haben die sich denn da für einen Pfosten geangelt? 😀

    • Micha 26. Januar 2019 um 21:06 Uhr

      Was hast du eigentlich, Öczan ist doch beileibe nicht der erste zukünftige Weltmeister im neuen HSV-Dress – zuletzt haben Holtby und Moritz im Duett ihre Weltfußballer-Zukunft in Hamburger Medien laut herausposaunt. Die Frage ist: werden beim HSV Knallköppe engagiert oder knallen regelmäßig Spieler komplett durch, wenn sie in der Sylvesterallee / Ochsenzoll einen Vertrag unterschreiben. 🙂

  13. Rothose78 25. Januar 2019 um 21:38 Uhr

    Die Erhöhung der sportlichen Kompetenz macht sich erstaunlich schnell bemerkbar….
    erst Jatta’s Vertragsverlängerung und nun dieser Megatransfer!!
    Becker’s Uhr läuft ab!

  14. jandpunkt 26. Januar 2019 um 05:51 Uhr

    Nochmal zu dem Lied… Erstaunlicherweise kennen offenbar viele HSVer nicht das“Original“ mit ohne Fußball (ich kann Deutsch, das war Absicht…).

    https://youtu.be/XebaXQjp4OQ

    Das wäre doch eigentlich ein guter Kompromiss oder? Immer noch Hamburg, immer noch Perle, immer noch Lotto, aber nicht mehr peinlich arrogant…

    Mein Favorit: „Wenn Du dahinter kommst, heißt Tamara in echt Klaus-Dieter… 😂

  15. Ex -HSVer im Herzen 26. Januar 2019 um 11:13 Uhr

    Genau das gleiche hab ich schon vor fünf Jahren gedacht. Was ist denn daran so schwer, den Text anzupassen? „Juve oder Rom“ bei chronischem Abstiegskampf… Dann würde das ja alles noch irgendwie gehen. Aber so. Meine Fresse, „peinlich“ ist noch untertrieben. Aber solange 10.000 Geisteskranke inbrünstig mitsingen und der Rest im Stadion mitschunkelt (Klassiker: Frauen, die ihre Schals schwenken und leise mitsingen), Wird sich daran nichts ändern. Denn das Volk findet es ja toll. Und Lotto bekommt dadurch freien Eintritt ins Stadion.
    Die meisten verstehen es nicht, dass genau dieses Lied einfach symbolisch ist für diesen Verein. Irgendwann vor zehn Jahren ist man einfach stehen geblieben und man hat es versäumt, sich dynamisch und modern weiter zu entwickeln. Das führt zu Folgen wie „Experte mit Stallgeruch“, „spielt scheisse, hat aber die Raute im Herzen“ oder Jansen als Präsident.
    Da sehr viele Fans ebenso in der Vergangenheit stehen geblieben sind und sich an Vergangenes klammern, wurde das zu einer perfekten Symbiose entwickelt, das dazu geführt hat, wo man jetzt ist. Sowohl sportlich als auch finanziell.

    Das erste, was ich (und andere Profis) als neuer Chef gemacht hätte: Lied weg, Uhr anhalten, 100 der 300 Angestellten weg. Das wäre ein Anfang gewesen. Aber wie es jetzt läuft, könnte man denken, die Zeit wäre vor fünf Jahren stehen geblieben und man macht einfach so weiter, weil es ja schon irgendwie gut gehen wird.

    Ich habe mich übrigens mal gefragt, warum wir hier nur ein relativ kleiner Kreis von knapp 50 Leuten/Kommentatoren sind. Denn zu 90 % stellst du einfach nur Fakten dar, gut recherchiert und analysiert. Manchmal etwas zu emotional eingefärbt, aber das ist legitim, wenn man sich offen als kritischer Realist positioniert.
    Ich habe mir jetzt in den letzten Tagen einmal im Spaß gemacht, bei Facebook den verblendeten Fan Boys contra zu geben. Das ist wirklich unglaublich, mit was für einer Scheiße man sich da dann rumplagen muss. Beleidigungen, überhebliche Arroganz (woher eigentlich?), Kritikresistenz selbst wenn man glasklare Zahlen nennt. Kein Wunder dass diese verblendeten Pfeifen hier nicht rein gehen. Ihre heile Scheuklappen-Welt wird ja sonst verstört.

    Schlimm. Wirklich schlimm.

    • Gravesen 26. Januar 2019 um 11:19 Uhr

      Nun, man denkt immer, was muss denn eigentlich noch passieren? Aber es ist egal, jedenfalls den kaputten Religionsfanatikern. Die haben scheinbar nichts anderes und müssen den Gang der Lügen mitgehen, bis er zu Ende geht. Umso wichtiger ist es meiner Auffassung nach, dass es zumindest eine Stimme gibt, die sich gegen die Krankheit stemmt. Dieser andere sogenannte Blog ist so offensichtlich vom HSV (mit)-finanziert, dass es einfach nur noch peinlich ist. Dann sollen sie die gequirlte Scheiße doch unter HSV.de senden, das wäre wenigstens ehrlich.

      • Kevin allein in Hamburg 26. Januar 2019 um 12:20 Uhr

        Und nicht zu vergessen die geschlossenen Abteilung (Blog) bei dem anderen primaten Zentrum hedingsbums. Auch das Sammel Zentrum für diejenigen die bei matz ab rausgeworfen wurden bzw. Bei den Perlentauchern. 😎

      • Ex-HSVer im Herzen 26. Januar 2019 um 15:07 Uhr

        Ach, das ist doch kein Blog, sondern eine Mischung aus Fan-Seite und Hofberichterstattung. Mir reicht das hier und die Sport1 App. Alles andere ist niveauloser Krams, wo man immer noch nicht verstanden hat, dass dieser Verein nicht mehr erstklassig spielt und den meisten Leuten nur noch auf den Sack geht

        • Kevin allein in Hamburg 26. Januar 2019 um 15:27 Uhr

          Absolut.
          Die Anzahl der Verstrahlten nimmt nicht ab.
          Sie Seigt, habe ich das Gefühl.

    • Stephan Scheler 26. Januar 2019 um 15:39 Uhr

      Dass die Uhr wegkommt, der Dino verschwindet, weil er nach dem Abstieg keine Existenzberechtigung mehr hat, und mit diesem grauenvollen und hochgradig peinlichen Lied sofort Schluss ist, wäre im vergangenen Sommer nicht nur absolut logisch gewesen, sondern hätte auch das Profil von Hoffmann schärfen können und mir wirklich Respekt abverlangt. Dass er es nicht gemacht hat (Dino weiterhin als Vermarktungsinstrument, Lied und Uhr wahrscheinlich wegen sonst auf die Barrikaden gehenden Fans behalten), finde ich opportunistisch, charakterschwach und einfach nur erbärmlich. Lieber mit dem Idioten auf dem Kran weiter tausend Jahre lang fremdschämen, aber Hauptsache kein Ärger mit dem eigenen Anhang, der offenbar zu dumm ist, um zu erkennen, warum sich jeder im Rest det der Republik über den Abstieg des HSV gefreut hat.

      • Ex-HSVer im Herzen 27. Januar 2019 um 13:37 Uhr

        Genau meine Worte! An so etwas erkennt man einen starken Führer und Visionär. Aber wenn nicht einmal in der Lage ist, ein paar Wochen jammernde pubertierende Fans zu ertragen, wird eine Firma, die finanziell vor dem Kollaps steht und keinerlei Zukunftsvisionen mir hat auch nicht in eine goldene Zukunft führen. Ich glaube nicht einmal, dass viele Fans sich beschwert hätten, wenn man diese Entscheidung am Tag des Abstiegs verkündet hätte. So hätte man zum Beispiel statt des Dinos als neues Maskottchen ein Dino Baby nehmen können mit der Aussage, dass dieses vielleicht irgendwann mal wieder zu einem Dino wird. Denn Maskottchen sind letzlich emotional (und finanziell) nur relevant für Kinder. Den erwachsenen Fans sind diese Dinger doch Scheiß egal. Letztlich ist das sowieso nur ein Relikt aus den Neunzigern, wo man versucht hat, es der US-Ligen nach zu machen. Und diese Uhr ist logisch in dem Moment überflüssig. Warum also hängen lassen. Die hätte man z.B. In einer Auktion verkaufen können. Irgendein Dödel hätte sicher mehrere 100.000 € bezahlt.

        Hoffmann war für mich schon immer ein sich selbst überschätzender Pseudo-Manager ohne besondere Fähigkeiten und Talente. Aber das ist ja die ideale Voraussetzung, um beim HSV Karriere zu machen

        @Grave: Zu welchem Zeitpunkt hast du erkannt, dass dieser Mensch nicht der ist, der er zu sein scheint? Bei mir waren es die ersten Anzeichen 2006 (Verkauf der kompletten Innenverteidigung), vermehrt 2008 (No Klopp) und final 2011 (ich mach dann mal den Spodi)

        • Gravesen 27. Januar 2019 um 14:19 Uhr

          No Klopp stimmt ja nicht, es war Beiersdorfer, der Klopp ablehnte. Ich habe Bernd Hoffmann mehrfach getroffen zwischen 2011 und 2017. Wenn ich mich daran erinnere, was er damals erzählt hat und was er jetzt daraus macht, passt da nichts zusammen. Er ist ein Mensch, der grundsätzlich andere benutzt, um an sein Ziel zu kommen und der Versprechungen und Abmachungen nicht einhält.

          • Ex-HSVer im Herzen 27. Januar 2019 um 16:19 Uhr

            Genau das gleiche ist meine Meinung über ihm. Ein Opportunist vor dem Herrn. Ich weiss, dass Beiersdorfer das war, aber als VV hätte er sich durchsetzen müssen, wenn er anderer Meinung ist. Das meine ich mit „echter Führer“.