Das tote Pferd

Es ist, als wäre es gestern gewesen.

HSV JUBILÄUMS-ANLEIHE

ZUM JUBILÄUM DES HSV WURDE DIE JUBILÄUMS-ANLEIHE HERAUSGEGEBEN. AB DEM 29.09.2012 WURDE IN EINER ERSTEN TRANCHE EIN EMISSIONSVOLUMEN VON 12.500.000€ INNERHALB VON 17 TAGEN PLATZIERT. IN EINER WEITEREN TRANCHE WURDEN AB DEM 15.11.2012 BINNEN 2,5 TAGEN EIN WEITERES EMISSIONSVOLUMEN VON 5.000.000€ PLATZIERT.

https://www.hsv.de/de/unser-hsv/ueber-den-hsv/anleihe/

Und auch, wenn mittlerweile jeder weiß, was aus diesen € 17,5 Mio. geworden ist, es ist an der Zeit, auf bestimmte Effekte hinzuweisen. Entgegen der eigentlichen Zusage, die Erlöse dieser Anleihe für den Bau einer Nachwuchs-Akademie zu verwenden, wurde das Geld für Gehälter und Abfindungen von sogenannten Führungskräften verschleudert, denn schon damals, im Jahre des Herrn 2012, lebte dieser Verein weit über seine Verhältnisse. Wichtig ist dennoch, im Jahr 2019 auf gravierende Unterschiede zwischen der ersten und zweiten Fan-Anleihe hinzuweisen. Ich mache das heute eher aus einer psychologischen Sicht, denn ich bin in Finanzfragen bei weitem nicht so bewandert wie Kerberos. Hierzu wird es möglicherweise demnächst einen fachlichen Nachschlag geben.

Fangen wird doch einfach an, nämlich beim Namen. Die 2012er-Anleihe war die sogenannte „JUBILÄUMS-ANLEIHE“, man verband das 125-jährige Bestehen des Vereins mit einer guten Sache, nämlich mit der Förderung des eigenen Nachwuchses. Viele Mitglieder und Fans, die eben nicht auf die 6% Verzinsung scharf waren, wollten Teil von etwas werden, sie wollten sich bei der Förderung der Nachwuchsperlen gut fühlen und dabei sein. Pünktlich zum 125-jährigen Bestehen war das ursprünglich mal eine gute Idee, die im Anschluss pervertiert wurde – die Anleger bzw. Zeichner der Anleihe wurden vorsätzlich beschissen.

Nun ist es in der lange Geschichte dieses Vereins nicht das erste Mal gewesen, dass man von Seiten der Führungskräfte seine Mitglieder hinters Licht geführt hatte (ich erinnere an dieser Stelle an Jutesäcke und Autopolituren), aber diesmal wirkte es ganz besonders hinterhältig. Wenn man zurückblickt, war dieser Anleihe-Beschiss jedoch nur der Startschuss für eine in der Geschichte des deutschen Fußballs wohl einigermaßen einmalige Betrugslaufbahn, die damit finalisierte, dass der Verein hoffnungslos überschuldet, mit einer unterdurchschnittlichen Trümmertruppe ausgestattet, zum ersten Mal aus der Bundesliga abstieg.

Und nun, kurz bevor der Insolvenzverwalter an der Tür klopft, versucht man mit der nächsten „Fan-Anleihe“ den allerletzten Rettungsanker zu werfen. Mit dem Unterschied, dass der Zeichner dieser Anleihe kein ehrenvolles Projekt unterstützt oder einem Jubiläum huldigt, nein diesmal soll eine Anleihe gekauft werden, um die katastrophalen Fehler der Gehalts-Millionäre auszubügeln. Die neuerliche Anleihe soll weder den Nachwuchs fördern oder neue Plätze bauen, sie soll einzig und allein deshalb gekauft werden, damit die Betrüger und Manipulateure um Hoffmann, Wettstein und neuerdings Jansen ihr mieses Spiel weiterspielen können.

Man könnte es auch anders ausdrücken: Wer diese Anteile kauft, welche in keinster Form abgesichert sind, der versucht verzweifelt, ein totes Pferd zu füttern. Ob sich diesmal erneut genügend Wahnsinnige finden werden, die für € 17,5 Mio. kaufen werden, möchte ich bezweifeln, wenn auch der Verein mit tatkräftiger Unterstützung durch Medienpartner BILD das Gegenteil verkaufen wird.

Eines ist jedoch sicher – die Motivation, die für den Kauf der 2012er Jubiläums-Anleihe herhalten konnte, ist nicht mehr vorhanden. Jeder Analyst erklärt, dass diese neue (Rettungs)-Anleihe mit 6% eigentlich viel zu schlecht verzinst ist, also werden diejenigen, die damit eigentlich nur Geld verdienen wollen, wohl kaum aufspringen. Und ob es genügend Weichbirnen gibt, die ihre mühsam verdienten Kröten dafür aufwenden werden, um auch in Zukunft Lasogga € 4 Mio. pro Jahr bezahlen zu können? Ich habe meine Zweifel.

Eines noch. Wer Zeit und Interesse hat, sollte sich den gesamten Prospekt genau durchlesen. Dann all das, was Präsidium und Vorstand auf der Mitgliederversammlung unterschlagen haben, steht dort schwarz auf weiß drin.

Zwei Dinge noch.

Am 29.09.212 gewann der HSV mit 1:0 gegen Hannover 96, war Tabellen-10. in der Bundesliga und krebste nicht in der zweiten Liga rum.

Dies heute war mein 1.500er Blog, zumindest auf dieser Plattform 😀

Von | 2019-01-30T09:15:34+01:00 30. Januar 2019|Allgemein|41 Kommentare

41 Comments

  1. Bastia 30. Januar 2019 um 09:34 Uhr

    Guten Morgen und herzlichen Glückwunsch Grave für das Jubiläum!
    Danke, Danke, Danke und mach bitte weiter so!
    Basti

  2. Pascal Jarosch 30. Januar 2019 um 09:36 Uhr

    Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum. Zum Inhalt muss man nix weiter sagen

  3. Niny NRÜ 30. Januar 2019 um 09:45 Uhr

    Das einzige was ich dazu beitragen kann, wird der sofortige Mitgliedsaustritt inklusive meiner Kinder beim HSV e.V. sein.
    Es geht also weiter, es wird weiter beschissen, betrogen, belogen, getäuscht, verarscht……. nur eines nicht:
    offen und ehrlich mit dem Thema „Drohende Insolvenz und Lizenz Entzug“ umgegangen.
    Das ganze kommt wahrscheinlich als Druckmittel auf die Fans zu, wenn die Scheiß Anleihe nicht rocken sollte, so wie es aussieht.

  4. Hein 30. Januar 2019 um 09:50 Uhr

    Gibt es überhaupt einen Ausweg?

  5. Gravesen 30. Januar 2019 um 09:57 Uhr

    Marcell Jansen… über HSV-Investor Klaus-Michael Kühne:

    „Kühne ist ein richtig Guter“

    .
    Aus eigener Erfahrung kann ich mit Überzeugung sagen: Nein, ist er nicht.

  6. Christian 30. Januar 2019 um 10:06 Uhr

    Moin,
    mal eine Verständnisfrage zum Forderungsverzicht mit Besserungsschein:
    Die Bedingungen zum Aufleben der Besserungsscheine gegenüber KMK und anderen sind ja alle zeitlich begrenzt. Was passiert wenn die Bedingungen im vereinbarten Zeitrahmen nicht eintreten? Kommt es dann automatisch zu einem unbedingten Forderungsverzicht, sprich Erlass der Schulden?

    Ich kann mir das irgendwie nicht so ganz vorstellen, da es so doch theoretisch möglich ist, durch das Setzen von unrealistischen Bedingungen, einem Darlehen den Charakter einer Schenkung zu geben. Nur ohne Schenkungssteuer.
    Der Forderungsverzicht mit allen seinen bilanziellen Auswirkungen, die hier ja oft genug beschrieben wurden, muss doch auch steuerliche Auswirkungen irgendeiner Art haben.

    • Sequal 30. Januar 2019 um 11:15 Uhr

      Genau das würde mich auch brennend interessieren – Ich hab heute morgen viel gelesen, aber eine befriedigende (rechtssichere) Antwort finde ich darauf auch nicht.

  7. SpongeBob 30. Januar 2019 um 10:18 Uhr

    Wenn ich die offiziell ausgewiesenen Verluste der letzten 8 Geschäftsjahre mit den Besserungsscheinen und der Luftbuchung „Stadionneubewertung“ zusammenaddiere, dann komme ich auf echte Verluste von 135 Mio Euro (mindestens). Nicht schlecht.

  8. Volli 30. Januar 2019 um 10:19 Uhr

    Wissen nicht diesmal alle wo sie mit der jetzigen Anleihe dran sind. Es wurde bei der Mitgliederversammlung doch mitgeteilt, daß die jetzige Anleihe zur Auszahlung der Alten genutzt wird. Deshalb haben doch die alten Anleger auch ein Vorkaufsrecht😂😂 Bei der Jubiläumsanleihe wurde doch was anderes versprochen, und sie sofort zweckentfremdet. Hoffmann ist doch der Erste, der offen ausgesprochen hat, wie beschissen die finanzielle Situation ist. Ich weiß schon was du von den ganzen Selbstoptimierern hältst, aber scheinbar ist das wohl Grundvoraussetzung für die Ämter, da es ja sonst keiner machen will. Bin mal gespannt, wann die 49% aller Anteile verkauft sind.

  9. Dennis61 30. Januar 2019 um 10:25 Uhr

    Moin! Erst einmal herzlichen Glückwunsch. Du bist wirklich eine Maschine ich wundere mich über und bewundere Dich gleichzeitig für Deine Motivation Dich fast täglich in dieses Gruselmärchen reinzuhängen. Es grenzt schon an Passion auf einem latent pathologischen Level. 😉 Manche mögen Dir Masochismus unterstellen. Der HSV liefert aber aber auch nahezu jeden Tag Geschichten zum Gruseln. Es ist wohl kaum möglich über einen anderen Verein so viel (Negatives) zu berichten. Jetzt heult der Hoffmann sich wieder über den Hunke aus. Es ist ein Trauerspiel…

    Zur Anleihe kann ich nur sagen: „erwischt!“. Damals war noch einigermaßen Erfolg da, die oberen Tabellenplätze waren in greifbarer Nähe und ich hatte zu der Zeit lediglich das stumpfe Bedürfnis angedudelt und grölend in der Kurve zu stehen. Ein Nachwuchszentrum à la Arsenal, Real, Barça und Ajax verhieß blühende Landschaften. Am Horizont sah ich schon die van der Vaarts, Messis, Ronaldos und Lahms. Ich habe einige hundert Euro versenkt und die Dinger zu Weihnachten verschenkt im festen Glauben an etwas Großem teilzuhaben und „meinen“ HSV aufs nächste Level zu heben. Was dann passierte, wissen wir alle, nämlich nichts bzw. nichts Kontruktives.

    Interessant ist, dass der sogenannte Stadtteilverein mit der weitaus besseren Vermarktung und einem hundertfach besserem Image, fast zeitgleich eine Anleihe herausgegeben hat. Diese wurde allerdings tatsächlich dafür eingesetzt, dass die Gegengerade gebaut wird und man hat sie, soweit ich das überblicken kann, letztes Jahr (fast) komplett zurückgezahlt.

    Aufm Kiez hätten sie den Herrschaften in der oberen Etage wahrscheinlich die Eier bis zum Boden gezogen und sie an den Landungsbrücken in der Elbe versenkt. Auch wenn ich nicht unbedingt mit der Fanszene als Ganzes sympathisiere, schiele ich doch immer wieder neidisch zum Heiligengeistfeld. Es ist hüben wie drüben eine kommerzielle Angelegenheit, doch man nimmt es (zurecht und begründet) alles viel romantischer und bodenständiger war. Hat dann auch viel mit Selbsteinschätzung und offenem Dialog, klarer(er) Kommunikation und Festhalten an Personen und Strategien/Parolen zu tun. Der Pöbel ist nicht nur Stimmvieh und Klatschpappe, sondern tatsächlich Teil des Ganzen.

  10. jolle4 30. Januar 2019 um 10:27 Uhr

    Habe mir gerade mal die Website für die Anleiheemission zu Gemüte geführt…Ich glaube jeder, der sein Erspartes dort (re-)investiert verdient eigentlich nichts anderes als den Totalverlust.
    Aber ich kann mir die platzierten Stories in den Medien, die über den Misserfolg hinwegtäuschen sollen, schon vorstellen:
    Am 01.02 ein Artikel mit Uns Uwe, Grinse-Marcel, und noch ein paar Hamburger C-Promis, die stolz erklären, das sie ihre Anleihen (wahrscheinlich im Wert von 200 Euro) reinvestiert haben und an HSV-Fans appellieren doch bitte das gleiche zu tun. Währenddessen wird Märchenonkel Wettstein feststellen, dass niemand der Jubiläums-Anleiheinhaber vom Vorkaufsrecht Gebrauch machen will (komisch). Es folgt: Noch mehr billige Promo in den einschlägigen Hamburger Medien, diesmal in Form eines Interviews mit den Finanzexperten Dieter Matz und Helm-Peter.
    Am 18.02. wird es dann interessant, wenn man feststellt, dass auch keine Neuinvestoren bereitstehen. Die Finanzmarktexperten der Mopo können dies glücklicherweise erklären: „Kein Zusammenhang mit der Finanzlage beim HSV, stattdessen erhöhte Unsicherheit an den Finanzmärkten im Zuge des Brexit und der protektionistischen Bestrebungen der Trump-Regierung!“
    Zusammengefasst: Popcorn-Zeit! 🙂

  11. Bidriovo 30. Januar 2019 um 10:51 Uhr

    Der zweite eingefügte Artikelausschnitt ist ein Meisterwerk. 10 vpllgepackte Zeilen ohne Punkt. Da steigt OttoNormalverbraucher längst aus Bis es zum gelb markierten Thema existenzgefährdung kommt.

    Ich würde mich nicht wundern, wenn die 17,5 Mio trotzdem wieder eingetrieben werden.

  12. Ex-HSVer im Herzen 30. Januar 2019 um 11:29 Uhr

    Gratulation! Auf die nächsten 1500!

    Was ich mich frage: Warum hat noch keiner der Anleihe-Käufer oder ein Anwalt diese Bande wegen Betrugs verklagt??
    Noch klarer geht es doch nicht, wie man damals die Anleger beschissen hat. Ich wette, es gibt massenhaft schriftliche Beweise, dass man schon zum Zeitpunkt des Verkaufsprospekts wusste dass man zumindest Teile zur Schuldentilgung braucht. Aber ohne Ermittlungen kommt jeder Schwerkriminelle davon.

    Grave, du musst doch in deinem Netzwerk Leute haben, die diesem Pack mal den Stecker ziehen könnten

  13. Gravesen 30. Januar 2019 um 11:43 Uhr

    Willst du nicht lieber ein Osterfeuer mit deinen Scheinen anzünden? Oder die „paar Tausend“ direkt an die Jugendabteilungen spenden?

    • Gravesen 30. Januar 2019 um 12:26 Uhr

      Wenn du meinst..

      • Ex-HSVer im Herzen 30. Januar 2019 um 12:58 Uhr

        Hahaa! Was für ein Schnacker! Fake-Profil, um zu provozieren… Rautenperle/Facebook-Style
        Er kann keine Infos haben, die für die Sicherheit der Anleihe relevant sind und keiner weiß. Denn eine AG hat die Pflicht diese Infos zu veröffentlichen und natürlich würden diese Infos publiziert, um möglichst viele Anleger zu gewinnen.

        Logik.

    • Bjoern 30. Januar 2019 um 15:02 Uhr

      Bitte Herr Jansen, jetzt wird es wirklich albern. 🙂

  14. Kevin allein in Hamburg 30. Januar 2019 um 11:46 Uhr

    Es werden sich mit Sicherheit wieder einige Hüpfer (Verstrahlte) finden und die dann meinen etwas gutes zu tun.

  15. atari 30. Januar 2019 um 12:15 Uhr

    Interessant ist auch die Sichtweise von Bernd Hoffmann zu den aus seiner Sicht vereinsschädigenden Aussagen von Herrn Hunke, die wie er meint, ohne Sachverstand gemacht wurden. Was ist denn nun? Untergang oder Phoenix aus der Asche? Wer sagt denn nun die Wahrheit?
    Wir äussern und lesen viel zu dem Thema aber Fakt ist auch: Der HSV ist noch nicht pleite! Der HSV ist noch nicht zahlungsunfähig.
    Im Mai werden wir mehr wissen, dann wenn es um die Lizenzen geht und wenn die Tabelle nicht lügt werden wir auch wissen, in welcher Liga es weiter geht.
    Warten wir es ab.

  16. Carsten 30. Januar 2019 um 13:38 Uhr

    Was mich wundert (oder nicht): die neue Anleihe wird im Februar (also om GJ 2018/19) ausgegeben, während die Rückzahlung der alten Anleihe in der zweiten Jahreshälfte ansteht, also im GJ 2019/20. Damit würden sich die Einnahmen doch bilanziell im aktuellen GJ niederschlagen, während die Rückzahlung der alten Anleihe erst in der folgenden Bilanz auftauchen würden. Sehe ich das falsch und ist mein Verdacht evt. begründet, dass da evt. die kommende Bilanz etwas aufgehübscht werden könnte?

    • Chrostian Totz 30. Januar 2019 um 15:24 Uhr

      Vielleicht möchte man den einen oder anderen CF-Engpass bis dahin überbrücken. Oder man befürchtet, dass die Bereitschaft zur Zeichnung schrumpfen würde, wenn es Probleme mit der Lizenz geben sollte. Die knapp 700k€ an bis dahin aufgelaufenen Zinsen würde sich ein solides Unternehmen sparen. Anscheinend braucht der HSV aber diese Liquidität. *Kopfkino an*

      €dit: Eine sportliche Talfahrt wäre auch unproduktiv für Begebung der Anleihe

    • Leo Kirch 30. Januar 2019 um 21:17 Uhr

      Das hängt damit zusammen, dass im März die Unterlagen zur Lizensierung eingereicht werden müssen. Darin muss die Bedienung der fälligen Anleihe nachgewiesen werden.

  17. Libero 30. Januar 2019 um 17:02 Uhr

    Ich persönlich glaube nicht, dass die neue Anleihe zur Ablösung der alten verwendet wird.
    Der Zeitverzug beträgt immerhin mehr als 7 Monate und fällt in diesem konkreten Fall auch in 2 verschiedene Geschäftsjahre.
    Der HSV generiert z.Zt. nahezu keinerlei Erlöse.
    Die Ticketerlöse wurden hauptsächlich im Sommer 2018 durch Dauerkarten, Business- und VIP Lounge Verkäufe erzielt.
    In der Hinrunde waren die aktuellen Tabellenstände 2 bis 9 bereits im Volkspark zu Gast, d.h. jetzt kommen die ganzen Graupen und somit nicht viel mehr als 36.000 bis 40.000 zu den Heimspielen.
    Somit fallen die Ticketerlöse aus Einzelkarten sehr spärlich aus, zudem wird man Kartenpreise von Euro 80,00 wie gegen Kiel, Pauli oder Köln gegen Sandhausen, Darmstadt oder Aue in der Rückserie nicht mehr realisieren können.
    Andere Einnahmen aus Vermarktung (Legardere) und Sponsoring (Adidas) sind schon lange im Voraus bezahlt worden und somit weg.
    Da die Fernsehgelder der DFL erst im Mai ausgezahlt werden, besteht aktuell ein enormer Liquiditätsbedarf, um die laufenden Kosten zu decken.
    Bis zum 15.3. muss Finanzminister und Obermanipulierer Wettstein die Lizensierungsunterlagen für die kommende Saison einreichen.
    Nach meinem Kenntnisstand spielt die Rückzahlung der Anleihe eine wichtige Rolle bei der Lizenzerteilung, insofern wird man nun versuchen, nachzuweisen, dass die Anleihe tatsächlich zurückgezahlt werden kann.
    Tatsächlich werden mit den erhofften Einnahmen aus der neuen Anleihe nur die aktuell riesengroßen Löcher gestopft.
    Man kann es drehen und wenden wie man will:
    Das letzte Tafelsilber (Pollersbek, Santos und dann?) muss im Sommer verkauft werden.
    Für die laufende Saison hat Wettstein schon einen Verlust von über 20 Mio. angekündigt, also ist kein Geld da, um neue Spieler zu holen.
    Die einzige Chance, noch ein bis zwei Jahre zu überleben, wäre der Verkauf von 49 plus x % der Anteile, wenn es denn einen Interessenten dafür gibt.
    Ohne Anteilsverkäufe gehen die Lichter definitiv noch in diesem Jahr aus.
    Aber auch die aus den Anteilsverkäufen generierte Geld würde noch nicht einmal zur Schuldentilgung reichen, geschweige denn, eine wettbewerbsfähige Mannschaft für die 1. Liga zu stellen.
    Wie gesagt, man kann es drehen und wenden, wie man will.
    Ich sehe kein Szenario, das den HSV länger als maximal noch diese und nächste Saison am Leben erhält, Anteilsverkäufe hin oder her

    • Ex-HSVer im Herzen 30. Januar 2019 um 17:52 Uhr

      Sehr gut analysiert. Aber irgendeine dunkle Macht sorgt dafür, dass die Lichter nicht ausgehen… wetten!!!

    • Gravesen 30. Januar 2019 um 18:00 Uhr

      Hör mal auf, deine Märchen hier zu verbreiten. Am besten du schreibst Propaganda-Nachrichten in der Graupenperle, da gehören sie hin.

      • Gravesen 30. Januar 2019 um 18:24 Uhr

        Die BILD ist so gut informiert, wie sie vom „Team Hoffmann“ informiert wird. Haben das einige immer noch nicht verstanden?

    • Gravesen 30. Januar 2019 um 18:10 Uhr

      Bist du so dämlich oder tust du nur so? Hoffmann lässt über sein Hausmedium BILD/SportBild verkünden, dass die Lizenz gesichert ist und frisst es wie ein Trüffelschwein. Leuten wie dir muss dieser Pleiteklub noch viele „Tausender“ mehr aus der Tasche ziehen.

  18. Kugelblitz 30. Januar 2019 um 17:20 Uhr

    es gab ja knapp 40% der alten jubiläumsanleihe als sogenannte schmuckanleihe.

    angenommen anteile davon in höhe einer million euro würden nicht gegen neue eingetauscht und auch nicht an den hsv zurückverkauft, sondern blieben weiterhin in den wohnzimmern der hüpfer hängen, wie wäre das zu verbuchen? ist das eine schenkung? müsste der betrag in den rückstellungen auftauchen oder verfällt der betrag einfach nach einer gewissen frist?

  19. Ex-HSVer im Herzen 30. Januar 2019 um 17:46 Uhr

    Echt? Februar rein, September raus? Mich macht das alles nur noch krank mit dieser Bilanzkosmetik!!! Am besten zahlen sie die Februargehälter erst am 1. März und vermelden dann einen zweistelligen Millionen-Monatsgewinn. Und die Hüpfer drehen durch.

    Kann mal einer dem ein Ende bereiten! Wenn schon nicht die Loser-DFL dann irgend jemand anderes!!!!

  20. Micha 30. Januar 2019 um 18:06 Uhr

    Die Piraten-Bande, die das HSV-Schiff gekapert und auf Kurs Insolvenz gebracht hat, findet keinen Hafen mehr. Saniert wurden auf der lecken Ruine nur die Rettungsboote für die Kapitäne des Untergangs und ihre Helfershelfer. KlauMi hofft, dass die Elbvertiefung kommt, damit der „große HSV“ nicht als ausgegliederter Kadaver aus dem Wasser ragt und den Anblick der Elbphilharmonie und den Ausblick aus den Suiten seines Luxushotels zerstört. Heute kommt Sandhausen, um der noch einmal geölten Betrugs- und Beschiss-Maschinerie der HSV AG etwas Sand ins Getriebe zu werfen. Wahrscheinlich schaffen sie es nicht – nicht einmal würdig, in Lottos Arroganz-Lied genannt zu werden – und die Sänger in ihrem Kran beschallen die grölend verblendete Meute mit ihren durchsichtigen Motiven, während das HSV-Schiff Zentimeter um Zentimeter Richtung Elbgrund versinkt. 🙂

  21. Kerberos 30. Januar 2019 um 18:11 Uhr

    .
    Bilanz-technisch ist das ganze ein Null-Summen-Spiel auf den Finanzkonten ohne Einfluss auf Gewinn und Verlust. Neue Fan-Anleihe erhöht zwar die Verbindlichkeiten um 17,5 Mio, aber es befinden sich ja auch 17,5 Mio. in der Kasse. Alte Fan-Anleihe kostet dann zwar 17,5 Mio. aus der Kasse, aber die Verbindlichkeiten verringern sich ja auch um 17,5 Mio. Aus dieser Sicht ist der Zeitpunkt unerheblich.
    .
    Warum also die Fan-Anleihe schon heute? Man muss rechtzeitig Klarheit schaffen, ob die neue Fan-Anleihe überhaupt planmäßig ausreichend gezeichnet wird. Ggf. muss sonst eine Alternative her. Denn für die Lizenz muss eine ausreichende Liquidität nachgewiesen werden – ganz gleich, wie die Liquidität geschaffen wird.
    .

    • Micha 30. Januar 2019 um 18:37 Uhr

      Bilanz- und lizenzierungs- und kaufmännisch-planungstechnisch hast du völlig Recht. Es macht aber in der Bewertung der Zielbegründung einer Anleihe einen Unterschied, ob das Ziel die Rückzahlung der alten Anleihe oder ob das Ziel ganz grundsätzlich Liquiditätsbeschaffung/sicherung ist. „Libero(s)“ Argumentation würde ich insofern folgen, es geht eben auch darum, Holtbys und Lasoggas u.a. Gehalt überhaupt noch über das Geschäftsjahr zahlen zu können. Das entwertet die Anleihe-Begründung für mich vollkommen. Die Anleihe-Zielbegründung ist rhetorisch betrügerischer Mumpitz, wenn auch rechtlich nicht anfechtbar.

      • Kerberos 30. Januar 2019 um 20:09 Uhr

        .
        Das Prozedere der Ablösung einer Anleihe durch eine neue Anleihe ist durchaus nicht unüblich. NUR: der HSV hatte das Schuldschein-Darlehen damals über 40 Mio. begeben mit der Begründung, dass neben den 25 Mio. für die Stadion-Finanzierung hierin bereits 15 Mio. für die Rückzahlung der Fan-Anleihe enthalten seien. „Zweckentfremdet“ wurden also die Mittel (15 Mio.) aus dem Schuldschein-Darlehen. Das ist echter Jarchow-Style covered by Wettstein – nur das haben die Hüpfer offenbar bereits erfolgreich verdrängt.
        .

    • Libero 30. Januar 2019 um 19:14 Uhr

      Wurde die Anleihe mit 6% über die gesamte Laufzeit oder mit 6% p.a. verzinst?

      • Micha 30. Januar 2019 um 19:27 Uhr

        6 % p.a.

        • Libero 30. Januar 2019 um 19:33 Uhr

          Das bedeutet ja, dass die Rückzahlung nicht nur 17,5 Mio., sondern ca. 25 Mio.beträgt, oder?

          • Dennis61 30. Januar 2019 um 21:10 Uhr

            Jein, dazu hätte man sich die Zinsen jährlich (persönlich) auszahlen lassen müssen. Das haben mit Sicherheit sehr viele nicht gerafft oder einfach verpeilt.

          • Johnnygranat 31. Januar 2019 um 12:01 Uhr

            Ich habe mir die Zinsen bisher auch nicht auszahlen lassen, weil das nur persönlich in Hamburg möglich ist. Da ich diese Stätte der Inkompetenz im Volkspark seit einiger Zeit meide und nicht extra 180km für 7,50€ Zinsen fahren werde, ist das halt mein Pech.
            Die Frechheit an der Sache ist für mich, dass der Erwerb zwar aus der „Ferne“ möglich ist, nicht aber die Auszahlung der Zinsen.

  22. Manfred Laugwitz 30. Januar 2019 um 19: