Es ist einfach nun noch lächerlich…..

….kein Wunder, dass sich immer mehr Ex-Fans vom Fußball im Allgemeinen und dem HSV im Speziellen abwenden.

Fall 1:

Defensivmann Kyriakos Papadopoulos (27) bat den HSV-Vorstand den Verein im Winter verlassen zu können. „Da wir die Spannung im aktuellen Wettbewerb hochhalten wollen, sind wir gemeinsam zu dem Entschluss gekommen, dass er sich so lange bei der Regionalliga-Mannschaft fit halten wird“, erklärt Sportvorstand Jonas Boldt (37). (Quelle: Bild.de)

Aber natürlich ist das so. Der Klopper-Grieche mit dem Wackelknie „bat den Vorstand“, wem wollt ihr das eigentlich noch verkaufen? Der Treter wurde vor 2 Jahren!!! für einen Summe zwischen € 7 Mio. und € 10 Mio. aus Leverkusen verpflichtet und hatte damals immerhin noch einen Marktwert von € 6,5 Mio., obwohl die gesamte Fußballwelt wusste, dass der Augenroller bereits zu dem Zeitpunkt ein wandelnder Sportinvalide war. Der HSV kaufte trotzdem und HSV-Arena schrieb im Juni 2017:

Dabei ist jetzt schon zu erkennen, was mit dem Griechen passieren wird, denn es ist die gleiche Geschichte, die bereits mit van der Vaart und einigen anderen passierte. Der Mann wird für eine Summe zwischen € 6-10 Mio. nach Hamburg wechseln und wird in der nächsten Saison keine 20 Spiele für den HSV bestreiten. Er wird sich innerhalb der ersten 7 Spiele verletzten, er wird mit dem Training aussetzen. Dann wird er am Freitag ins Abschlusstraining einsteigen, wird spielen und anschließend wird Gisdol bekanntgeben, dass „Papa“ die ganze Woche unter Schmerzmitteln stand und auch nur mit Spritze auflaufen wird, das arme arme Mentalitätsmonster. Irgendwann wird es dann nicht mehr gehen und der HSV wird immer und immer wieder die Innenverteidigung umbauen müssen. Ganz unabhängig davon, dass mit dem spielerischen Potenzial von Papadopoulos und Mavraj ein ähnlicher Folterfußball wie in der abgelaufenen Saison sicher ist. Warum kommt eigentlich keine Sau auf folgende Gedanken: Wenn der Grieche eine solche Granate ist, warum will ihn dann Leverkusen, die eigentlich drei neue Innenverteidiger brauchen, loswerden, obwohl man mit Herrlich sogar einen neuen Trainer hat. Warum besteht weltweit an einem griechischen Nationalspieler Null Interesse und dessen einzige Alternativen lauten HSV oder Vertrag bei Leverkusen aussitzen?

Und jetzt verbreitet die Abteilung Hofberichterstattung die Legende vom Ehren-Griechen, der für sein Geld spielen will und nicht darf. Tatsächlich wird man dem Mann erklärt haben, dass er keine Chance mehr hat und man ihn im Winter ablösefrei ziehen lassen wird. Da Papadopoulos weiß, dass er die Millionen, die er in Hamburg abgreift, nie wieder generieren kann, geht er darauf ein, wenn ihm der HSV zumindest für das letzte halbe Jahr noch den Rest des Geldes zahlen wird, wenn er für einen anderen Klub die Belastung steuert. Wieder mal ein Spieler, der nicht nur sportlich enttäuscht hat, sondern der auch noch unglaublichem finanziellen Verlust vom Hof reitet.

Im Falle eines Transfers würde der HSV die Hälfte des Jahresgehalts seines Topverdieners (rund 2,2 Millionen Euro) einsparen. Erschwerend kommt jedoch hinzu, dass Papadopoulos’ Ex-Verein Leverkusen wegen einer Weiterverkaufsklausel selbst bei einem ablösefreien Wechsel ein Millionenbetrag zusteht. Um diese Zahlung zu vermeiden, strebt der HSV nach Abendblatt-Informationen eine Lösung mit allen Beteiligten an. Denkbar ist zum Beispiel eine Vertragsauflösung, wodurch die Klausel ohnehin unwirksam würde. Dann allerdings wäre eine Abfindung für Papadopoulos (Vertrag bis Sommer 2020) fällig. (Quelle: Abendblatt.de)

Heilige Mutter Gottes, sagt doch einfach mal die Wahrheit. Wie oft hat mir Bernd Paul Hoffmann, natürlich vor seiner Rückkehr ins Vorstandsbüro, erzählt, man müsse diesen Verein endlich einmal transparent und ehrlich führen, aber das wird unter seiner Führung halt nie passieren. Stattdessen wieder dieser Scheißdreck mit „Papa ist an uns herangetreten“ und bla bla bla. Fakt: Der Spieler wird exakt das Geld erhalten, welches laut Vertrag bis 30.06.2020 festgeschrieben ist, ob er nun wechselt oder nicht. Der HSV spart höchstens dann, wenn der Grieche im Winter einen neuen Verein findet, aber dieser wird ihm niemals € 4 Mio. pro Jahr zahlen. Also – der HSV übernimmt die Differenz. Wer tatsächlich glaubt, dass der WitzBoldt da irgendeinen großartigen Deal macht, ist ein Vollidiot, aber davon gibts im HSV-Umfeld ja reichlich.

Aber wie schön, dass der HSV mir Ober-Söldner Ewerton den legitimen Papadopoulos-Nachfolger schon gefunden hat.

Fall 2:

Die Diskussion um die Identität von HSV-Profi Bakery Jatta dürfte nun bald ein endgültiges Ende haben. Nachdem noch einmal Fragen wegen einer zweifelhaften E-Mail-Adresse aufgekommen waren, hat die Staatsanwaltschaft Bremen nun die erneute Überprüfung der Identität von Jatta abgeschlossen. „Es hat sich inhaltlich nichts Neues ergeben“, bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Frank Passade, dem Hamburger Abendblatt. Demnach werden keine erneuten Ermittlungen gegen Jatta aufgenommen und es wird auch keine weiteren Überprüfungen geben. Die neuen Akten werden nun an die Hamburger Staatsanwaltschaft übergeben (Quelle: Mopo.de)

Ach so. Nach unfassbar eingehender Überprüfung hat sich inhaltlich nichts Neues ergeben. Verstehe. Es ist also normal, wenn man in ein fremdes Land geht, dort keine Papiere vorzeigen kann/will und dann eine Email-Adresse unter falschem Namen angibt. Seltsamerweise mit dem Namen es Mannes, der zum gleichen Zeitpunkt wie von Geisterhand verschwindet und der dem Antragsteller auf Fotos gleicht wie ein Ei dem anderen. Nö, ist alles cool. Wie geben einfach an die nächste Stelle weiter und die kann den Dreck dann beerdigen. Bei aller Liebe, aber mir wird’s an dieser Stelle einfach zu lächerlich.

Ich frage mich nur noch eines: Wo ist eigentlich all die Empörung gegenüber der Berichterstattung von Bild und Sportbild geblieben? Wo bleiben die Forderungen nach Sanktionen, wo all die Online-Petitionen? Als der HSV die Verträge mit Holtby und Lasogga nicht verlängerte, gab es diverse Versuche, den Protest online zu kanalisieren. Und jetzt? Wo doch die reißerische Springer-Presse sich in infamer Weise gegen den Verein, die HSV-Familie und den armen Flüchtling Bakery gewendet hat, sind sie alle still? Warum?

Von | 2019-10-18T20:05:35+02:00 17. Oktober 2019|Allgemein|11 Kommentare

11 Comments

  1. Wormfood 17. Oktober 2019 um 08:27 Uhr

    Das Foto von Podolski ist vier Jahre alt und stammt aus seiner Zeit bei Galatasaray.

    https://www.tagesspiegel.de/sport/salut-fuer-tuerkische-armee-lukas-podolski-entschaerft-solidaritaets-tweet/12309770.html

    • Gravesen 17. Oktober 2019 um 08:30 Uhr

      Weiß ich, Und?

      • Wormfood 17. Oktober 2019 um 08:49 Uhr

        Wenn Du es zu dieser Zeit hier kommentarlos einstellst, wird ein Bezug hergestellt zur aktuellen völkerrechtswidrigen Invasion der Türkei in Nordsyrien und zu den salutierenden türkischen Nationalspielern.

  2. jusufi 17. Oktober 2019 um 10:08 Uhr

    Wir rührend! Der Ehrenmann Papa erkennt, dass er im Starensemble des HSV sportlich nicht konkurrenzfähig ist und bittet darum, den Verein wechseln zu dürfen…Ich bin der Meinung, es gibt keinen Markt mehr für Papadopoulos. Falls sich im Winter überhaupt ein Abnehmer findet, dann wird der HSV allenfalls die Differenz zwischen jetzigem und zukünftigem Gehalt sparen. Ob eine Vertragsauflösung dazu führen kann, dass die Klausel wegfällt, die eine Zahlung an Leverkusen vorsieht, ist eine spannende Frage. Unwirksam wird die Klausel durch Auflösung des Vertrags jedenfalls nicht, sie greift eventuell nicht mehr. Möglicherweise wirkt sie aber auch nach oder der HSV macht sich durch Auflösung des Vertrags/Umgehung einer Vertragsklausel schadensersatzpflichtig. Ich frage mich, wie die Schlaumeier des HA zu ihrem Schluss kommen.

    Zum Thema Jatta nur so viel: Besonderen Aufklärungseifer die Identität des Menschen Jatta/Daffeh betreffend legen die Behörden nicht unbedingt an den Tag.

  3. Saschas Alte Liebe 17. Oktober 2019 um 10:08 Uhr

    Egal wie alt das Bild und der Auftritt Podolskis sein mag, das macht nichts besser!
    Völkermord bleibt Völkermord. In solch einem nationalistischen faschistoiden Land überhaupt zu spielen und in solcher Weise Partei zu ergreifen oder sich instrumentalisieren zu lassen, ist nicht nur grenzenlos dumm.

    • Saschas Alte Liebe 17. Oktober 2019 um 10:20 Uhr

      Wie die Papadopoulos Geschichte abläuft, war vor Jahren schon klar, und hier ziemlich genau so zu lesen.
      Es ist unsäglich, wie oft beim HSV immer wieder die gleichen Wiederholungsfehler von verschiedenen Verantwortlichen begangen werden (und wie oft auch dieser Satz schon geschrieben wurde 😅).
      Natürlich ist der Grieche eine „Altlast“. Die Frage nach Ewerton steht in diesem Sinne aber aktuell im Raum.
      Öczan ist ja auch als angeblicher Hunt/Holtby Spielgestalternachfolger im letzten Frühjahr (verletzt) geholt worden … und schon wieder sang- und klanglos entsorgt.
      (ironischerweise irgendwie durchaus Hunt/Holtby affin).
      Nun, scheint jedoch mamches verbessert zu sein. Ob dieser Schein trügt, bleibt abzuwarten; vermutlich nicht lange.

  4. Matthias 17. Oktober 2019 um 10:48 Uhr

    Moin, guter Blog!
    Zu Deinen beiden skizzierten Fällen. Warum passiert das gefühlt immer nur dem HSV?
    Ich bin Werderfan (sorry in die Runde) aber irgendwie läuft es dort anders. Vergleichbar mit Papadopoulos ging es Werder mit Aaron Johannsson. Aber Werder hat den Vertrag erfüllt und wer die Finanzen von Werder kennt, weiß, dass es für den Verein schwer zu stemmen war. Von den vier Jahren Vertrag kam er ungefähr auf 1 Jahr Spielzeit. Viele Fans wollten ihn vom Hof jagen, aber der Verein stand hinter dem Spieler. Warum geht das beim HSV nicht? Gefühlt wird jedes Talent verschenkt, gute Spieler verscherbelt und mit Verlust verkauft und was bleibt ist irgendeine Resterampe. Ich könnte wetten, wenn die Eggestein-Brüder beim HSV unter Vertrag wären, hätten beide vor einem Jahr den Verein für einen Appel und ein Ei wechseln müssen.
    Und zu Jatta… vielleicht lindnert das Bezirksamt ja. Nach dem Motto: Es ist besser falsch zu entscheiden als richtig aufzuklären. Anders kann ich mir das nicht mehr erklären.
    Beste Grüße

  5. Miichael 17. Oktober 2019 um 11:11 Uhr

    Die Personalie Papadopoulos zeigt exemplarisch den sportlichen und finanziellen Dilettantismus des HSV auf. Da er nur ein Fall in einer Kette katastrophaler Entscheidungen über Jahre hinweg war, wundert es doch keinen Hirnbesitzer, dass der HSV dort ist, wo er nun mal ist und nach allen Regeln der Logik auch hingehört. Finanziell und sportlich am Arsch.
    Die Causa Jatta stinkt zum Himmel. Ich werde den Eindruck nicht los, dass politisch gewollt ist, dass die Justiz nichts errreicht und der Fall unter den großen hanseatischen Teppich gekehrt werden soll. Wie gesagt, nur ein Eindruck.
    Zum Schluss noch mein Sermon zu den salutierenden Affen einschließlich des strunzdummen Schleimers auf dem Bild: ab an die Front, bleibt weg vom Fußball. Da gehört sowas nicht hin. Kommt es vor, müsste die Strafe auf dem Fuß folgen. Konjunktiv, bezüglich des DFB habe ich keine Illusionen. Ich finde es ekelhaft, wie sich diese Nationalisten beim Diktator beliebt machen und den laufenden Genozid gutheißen.

  6. Gravesen 17. Oktober 2019 um 11:36 Uhr

    Ex-Nationalspieler Mesut Özil hat knapp 15 Monate nach seinem Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft seine Vorwürfe gegen den Deutschen Fußball-Bund bekräftigt und sein umstrittenes Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan verteidigt. „Nach dem Foto habe ich mich nicht mehr geschützt, nicht mehr respektiert gefühlt. Ich wurde rassistisch angegangen – sogar von Politikern und bekannten Persönlichkeiten“, sagte Özil im Interview des Portals „The Athletic“. „Dennoch hat sich zu dieser Zeit niemand von der Nationalmannschaft vor mich gestellt und gesagt: ‚Hey, das reicht. Das ist unser Spieler.‘ Jeder hat einfach geschwiegen und es geschehen lassen.“
    .
    „Er ist der aktuelle Präsident der Türkei und ich würde dieser Person immer meinen Respekt erweisen – egal, wer es ist“, sagte der einstige Bundesliga-Profi. „Auch wenn ich in Deutschland geboren und aufgewachsen bin, ist die Türkei Teil meines Erbes.“ Auch wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel damals nach London gereist wäre „und nach einem Treffen, einem Gespräch gefragt hätte, hätte ich das natürlich auch getan. Es ging allein darum, Respekt vor dem höchsten Amt eines Landes zu zeigen.“

  7. Nichtkunde 17. Oktober 2019 um 13:29 Uhr

    Ein maßlos überteuert eingekaufter vorgeblicher Schlüsselspieler und Hoffnungsträger, der teuer abgefunden vom Hof geht (bzw. humpelt) – oder, wie man bei der HSV Fußball AG zu pflegen sagt: Alltag.

  8. TCvonderanderenElbseite 17. Oktober 2019 um 15:23 Uhr

    Vielleicht nehmen die Katari ja noch so ein Mentalitätsmonster wie PML10 unter Vertrag und von der Payroll des HSV.
    Dann kann Papa auch dort Entwicklungshilfe leisten wie der feine Techniker LarsOger…

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