Scheiß auf Stadtderby

In der Nacht zum Donnerstag hat erneut ein Rassist, Neo-Nazi und Fremdenhasser zugeschlagen. In Hanau tötete Tobias R. 9 Menschen, vorwiegend mit türkischen bzw. kurdischen Wurzeln, bevor ihn seine Wahnvorstellungen dazu trieben, erst seine eigene Mutter und dann sich selbst zu erschießen. 

Und wieder suchen wir nach Worten. Wir trauern um die Opfer. Wir sprechen den Hinterbliebenen unser Mitgefühl aus, wir wünschen den Verletzten Genesung. Am Ende bleibt doch nur Fassungslosigkeit angesichts der sinnlosen Grausamkeit. Wie kann einer hingehen und auf Menschen schießen, einfach so? Was hat ihn angetrieben? (Quelle: Spiegel.de)

Ich habe all das so dermaßen satt. Halle, Christchurch, Hanau, die Einschläge kommen nicht näher, sie befinden sich in der direkten Nachbarschaft, sie sind mitten unter uns. Die Politik, die seit Jahren damit beschäftigt ist, Links-Terrorismus oder moslemischen Terrorismus auszuspähen, hat den Rechts-Terrorismus aus den Augen verloren, vielleicht auch deshalb, weil Teile unserer Gesellschaft ihn aus den Augen verlieren wollten und immer noch wollen. 

Ich verurteile jegliche Gewalt aufs Schärfste, jede Art der extremen Ausprägung in jedwede politische Richtung ist krank und sollte maximal bestraft werden. Ich solidarisiere mich ausdrücklich mit den Landsleuten mit ausländischen Wurzeln, aber auch mit Ausländern in diesem Land, die keinen deutschen Pass, aber ein anderes Aussehen haben als wir. Wie nahezu jeder Deutscher mit deutschen Wurzeln wird dieser Tobias R. Döner gegessen haben, „zum Chinesen“ gegangen sein und vielleicht hatte er auch „seinen Stamm-Italiener“. Denn dafür sind diese Menschen gut genug, uns etwas zu kochen, ansonsten sollten sie möglichst unsichtbar bleiben. Menschen mit ausländischen Wurzeln oder Ausländer in diesem Land dürfen zwar für unsere Fußballvereine Tore schießen oder Alte pflegen, aber sehen soll man sie am besten nicht können und Rechte sollen sie auch nicht haben. Diese Doppelmoral, eine in Deutschland weit verbreitete Krankheit, kotzt mich an!

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P.S. Natürlich kann man es auch anders machen und in solchen Zeiten dadurch, dass man das Thema Jatta/Daffeh mal wieder aus dem Keller holt, die Situation für sich zu nutzen. Jemand, der weiter als von der Tapete bis zur Wand denken kann, wird das richtig einschätzen können. ich finde es absolut widerwärtig. Es ist ja zauberhaft, dass Herr Jatta/Daffeh erzählt, wie toll er sich gefühlt hat, als ihm der vorlaute Witz-Boldt in die Augen guckte, aber zum Fall selbst sagt der Mann kein Wort. Warum wohl nicht. 

Von | 2020-02-21T16:59:00+01:00 21. Februar 2020|Allgemein|1 Kommentar

Ein Kommentar

  1. Gravesen 21. Februar 2020 um 09:12 Uhr

    Was für eine ekelhafte Schmierenkomödie aus der Abteilung Tränendrüse. Nur Geschwafel, nur Gelaber, keine Inhalte. Kein Satz zu seiner Identität, kein Wort zu der Daffeh-EMail-Adresse, nichts. Natürlich unmittelbar vor dem ohnehin schon emotional aufgeladenen Stadtderby und einen Tag nach #Hanau platziert. Was ist das bloß für ein Brechmittel-Verein geworden.
    .
    https://hsv24.mopo.de/2020/02/21/nach-zweifel-an-seiner-identitaet-jetzt-spricht-hsv-profi-jatta.html

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