Nach und nach fällt die Maske…

Okay, gestern hatten wir die Luftpumpen-Nummer um ein Angebot, welches es nicht gab und um Gespräche, die so wahrscheinlich gar nicht stattgefunden haben. Was das Lustige daran ist? War hier alles zu lesen. Warum war es hier zu lesen? Weil es sowas von durchsichtig ist, sowas von logisch. Wenn man diesen Verein mehr als 8 Jahre mit dieser Intensität begleitet, wie ich es getan habe, weiß man irgendwann, worauf man achten muss. Natürlich führe ich auch Gespräche, bekomme Mails oder WhatsApp-Nachrichten, aber die meisten dieser Kontakte dienen nur noch der Bestätigung dessen, was man eh schon weiß, wenn man diesen Verein kennt. Das wirklich Schlimme an der Sache ist eigentlich, dass es inzwischen gar nicht mehr auf die gerade aktuellen Protagonisten ankommt, denn die Vorgehensweise ist immer die gleiche. Aber schön, nachdem wir nun das Schmiertheater um Anwesenheits-Allergiker Boldt geklärt hätten, kommen wir zum nächsten KSV-Treppenwitz.

HSV-Vorstand prüft Verkauf weiterer Anteile

Nicht nur Vertragsgespräche stehen jetzt auf Jonas Boldts Agenda. Er und sein für Finanzen zuständiger Vorstandskollege Frank Wettstein wollen nach Abendblatt-Informationen prüfen, ob man wegen der Corona-Situation einen eventuellen Anteilsverkauf über 24,9 Prozent hinaus bei der nächsten HSV-Mitgliederversammlung zur Disposition stellt. Dafür wäre eine Satzungsänderung notwendig, für die es wiederum eine Dreiviertelmehrheit bräuchte. Aufsichtsratschef und Präsident Marcell Jansen hatte sich dafür wiederholt aufgeschlossen gezeigt.

Zeitdruck besteht nicht. Die größte finanzielle Not des HSV hatte im September die Stadt gelindert, indem sie dem Verein das Volksparkgelände für 23,5 Millionen Euro abkaufte. 

(Quelle: Abendblatt.de)

Ach nein, wer hätte das gedacht? Kann ich sagen – ich/wir hier in diesem Blog haben das gedacht und zwar seit Monaten. Aber für solche Gedanken respektive Schlussfolgerungen wird man beleidigt, weil sie nicht in das Weltbild der kranken Fanatiker passen. „Das Geld von der Stadt soll doch zu 100% in die Stadion-Sanierung fließen. Außerdem hat Wettstein doch gesagt, dass der KSV finanziell besser aufgestellt ist als die meisten anderen Profi-Vereine“. Klar, und die Erde ist eine Scheibe und die Renten sind sicher, ihr Vollpfosten. Wann endlich werdet ihr begreifen, dass das alles immer nach dem gleichen Schema abläuft. Zuerst kommt eine Ankündigung. Dann wird dieser Ankündigung widersprochen und selbige ins Reich der Fabel verbannt. Dann wird die Ankündigung zum Teil bestätigt, aber in ihrer Schärfe relativiert. Irgendwann wird das Ding dann hinter verschlossenen Türen und unter Auschluß der Öffentlichkeit durchgezogen und es wird den Anhängern und Mitglieder erzählt, dass alles nicht so heiß gegessen wird, wie man es zuvor gekocht hat. Dann, Wochen oder Monate später, kommt häppchenweise die traurige Wahrheit ans Licht und sie wird den Konsumenten als endgültig verkauft. Die Anzahl derjenigen, die sich dann noch verarscht fühlen, ist gering, denn der nächste Skandal steht schon vor der Tür. 

Das war bei diesem Verein schon immer so und es wird auch immer so bleiben. Wenn man es zulässt. Und es gibt unzählige Beispiel dafür. Mit fallen spontan einige ein, euch garantiert noch mehr. Ich denke an die Rückkehr von Bernd Hoffmann…

Ich denke an die Zweckentfremdung der ersten Fan-Anleihe. Ich denke an angeblich vor der Tür stehende strategische Partner, ich denke an diverstes Personalien und und und. Aber, wie gesagt, das kann man halt auch immer nur mit einem Publikum machen, welches sich das immer wieder gefallenlässt. 

Von | 2020-11-17T07:52:31+01:00 6. November 2020|Allgemein|6 Kommentare

6 Comments

  1. Sven 6. November 2020 um 09:03 Uhr

    Der einzige Sachgrund für Boldt ist die Palisaden-Funktion. Man stelle sich vor, Wettstein stünde allein an der AG-Spitze und müsste öffentlich allein Verantwortung übernehmen.
    .

  2. Nichtkunde 6. November 2020 um 10:35 Uhr

    Ich bin mir sicher, unser geschätzter twitter-affiner Finanzsenator wird penibel darauf geachtet haben, dass eine zweckgebundene Nutzung des Geldes gegeben ist. /s

    https://www.welt.de/regionales/hamburg/article179044876/Andreas-Dressel-Zu-Hause-ist-meine-Frau-Finanzsenatorin.html 🤫

  3. Hein Blöd 6. November 2020 um 19:06 Uhr

    „Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht, Herr Wettschein:
    Die 23 Millionen wurden zwar bewilligt, aber nur als Sachleistungen da man Ihnem
    Laden ja kein Bargeld in die Hand geben darf…“
    Stellt Euch dann mal die Gesichter am Volkspark vor! 😀

    • Hein Blöd 6. November 2020 um 19:34 Uhr

      „Wettstein“ natürlich. Freudscher Schreibfehler…

  4. Maddin 6. November 2020 um 20:17 Uhr

    Die Frage die sich mir stellt: Wenn die Stadt Hamburg erst jetzt Geld gibt oder vor kurzem gegeben hat oder bald geben wird, wie auch immer. Wie haben die in den letzten 6 Monaten ihre Rechnungen bezahlt.
    Mein persönlicher Tipp ein neuer Kredit den Wettstein lieber verschweigt. Würde auch zu den 70 Mio´s Grundschuld auf dem Stadion passen.😁

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