Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben

Zum Ablauf und zu den Nachwehen der gestrigen Mitgliederversammlung wurde schon auf allen Kanälen ausführlich berichtet, deshalb erlaube ich mir, meine persönlichen Eindrücke nachzuliefern.

Ich war da. Bis zum bitteren Ende. Und ich habe das Grauen gesehen (R.I.P. Colonel Kurtz). Kennt ihr das Gefühl? Man kommt irgendwo rein, sieht die Leute und weiß sofort, dass man mit fast niemandem von denen etwas zu tun haben möchte. Genau das war mein Eindruck, als ich auf der Westtribüne im Block 18A Platz nehmen sollte, es dann aber doch vorzog, das befremdliche Geschehen aus einer sicheren Distanz zu verfolgen. Während ich mich fragte, was ich hier mache, fiel mir auf, dass ich mich von den räumlichen Koordinaten ziemlich genau dort befand, wo wir früher im Block E der Westkurve gestanden haben. DAS war MEIN persönliches Stimmungs-Highlight dieser Veranstaltung und nicht der alberne Jubel über das Pokalaus von Werder Bremen. Kurz darauf wankte noch ein Kuttenträger der Nord in voller Montur durchs Bild; der Typ sollte jedoch der einzige bleiben, den man zweifelsfrei der spärlich gesäten Spezies „aktive Fanszene“ zuordnen konnte.

Auf früheren Mitgliederversammlungen war ich immer damit beschäftigt, verschiedene Bereiche der Halle zu erforschen und mich spontan auf freie Plätze zu setzen, um einfach mal zu hören, was der gemeine HSV-Fan so von sich gibt. Spätestens nach drei Platzwechseln war klar, warum das anwesende Stimmvieh immer wieder auf die jeweiligen Sprücheklopfer und Totengräber reinfällt: Weil sie einfach nicht raffen, was los ist. Weil sie fest davon überzeugt sind, dass beim HSV kompetente Experten zu Gange sind. Weil sie jeden Scheiß glauben, der ihnen vorgesetzt wird. Und weil sie die Raute im Arsch haben. Dieses Mal musste ich mich corona-bedingt auf einige wenige Exkursionen beschränken, aber trotzdem war es noch viel schlimmer als sonst. Und es bestätigt sich immer wieder: Das größte Kapital des HSV ist die Dummheit seiner Fans.

Irgendwann brauchte ich eine Auszeit von den verstörenden Darbietungen, insbesondere von Boldt und Wetzstein, was für unerträglich arrogante Gestalten. Also raus ausm Trichter und ab nach Hause oder in diesem Fall viel interessanter, zum Abschlusstraining, was „zufällig“ um die Ecke stattfand. Nach der obligatorischen Begrüßung von Mr. Rain Air musste ich mit Entsetzen feststellen, dass die Trainingseinheit erneut nur aus einem Abschlussspielchen und einigen müden Standards bestand, kaum 40 Minuten lang. Obwohl der Boss und seine Co-Trainer verbal voll dabei waren, war die Intensität deutlich herabgesetzt, die abschließenden Torschussübungen waren qualitätsmäßig auf dem Level von Freizeitkickern. Was mir aber wirklich Sorgen bereitet, sind die letzten Auftritte von Suhonen. Der quirlige Youngster wirkt teilweise wie ein Fremdkörper, so als ob er gemieden oder ignoriert wird. Keine Ahnung, ob das noch an den Folgen der Oberschenkelverletzung liegt oder ob hier das nächste Talent verabschiedet wird, seine Körpersprache ist jedenfalls im Vergleich zum Trainingslager deutlich introvertierter.

Zeitgleich mit der Mannschaft ging es danach wieder zurück ins Stadion, wo es dann mit der Vorstellung der Kandidaten weiterging. Jansens Auftritt war unterirdisch, eines zukünftigen Vereinspräsidenten unwürdig und wie so häufig nur noch zum Fremdschämen: Lügengeschichten, diffuse Ankündigungen und großspurige Versprechungen. Und dann folgte die Wahl selbst: Knapp 400 von 83.000 Mitgliedern durften übers Smartphone abstimmen, das traurige Ergebnis ist bekannt.

Und was hat das Ganze nun mit Gorbis Spruch zu tun? Damit nehme ich Bezug auf Jürgen Hunke und seinen fragwürdigen Auftritt zum Ende der Veranstaltung. Obwohl er genau das verhindern wollte, musste sich der Buntbetuchte ganz hinten anstellen. Leider nutzte er die verbliebene Redezeit nur dazu, seine Verdienste um den Verein hervorzuheben und sich als Ehrenmann darzustellen, der „hofft, dass ich noch mit 100 hier stehen werde.“ Passend zu Hunkes Anmerkung, „dass wir alle bei der Ausgliederung betrogen wurden“ verkündete der durchtriebene Versammlungsleiter und Hüter der Räterepublik Kai Esselsgroth unmittelbar vor Hunkes Rede, dass „die Bratwürste fertig sind“, was zur Folge hatte, dass sich nochmal 50 Mitglieder absentierten und nicht wiederkamen, was Hunke schließlich dazu brachte, all seine Anträge an einen Ausschuss des Präsidiums zu übergeben und auf die Abstimmung zu verzichten. Sorry lieber Herr Hunke, selbst wenn Ihr Engagement ernst gemeint war, es kam 10 Jahre zu spät und Ihre früheren Sünden sind dadurch weder vergeben noch vergessen.

Bleibt nur noch anzumerken, dass es gestern KEIN guter Tag für den HSV war.

 

Von | 2021-08-19T07:08:34+02:00 8. August 2021|Allgemein|24 Kommentare

24 Comments

  1. ottensener 8. August 2021 um 06:01 Uhr

    Das alles ist wirklich unfassbar. Aber wirklich!

  2. Gravesen 8. August 2021 um 06:46 Uhr

    Okay. Auch, wenn ich geschrieben habe, dass ich mich in Zukunft mehr und mehr „aus dem Geschäft zurückziehen“ würde, gestern überkam es mich dann doch. Nach mehr als 45 Jahren HSV und mehr als 9 Jahren als Blogger ist eine solche Veranstaltung wie die gestrige immer noch etwas, was selbst mich fassungslos macht. Dabei sind es gar nicht einmal die ungetarnten Winkelzüge von Intrigant Jansen, dem Beirat, dem Ehrenrat und all den anderen Profiteuren. An ihre Scheinheiligkeit, ihre Abzocker-Mentalität und widerliche Art habe ich mich inzwischen fast gewöhnt. Ob nun Boldt irgendwas von Fortschritt labert, obwohl er als Hauptverantwortlicher zwei verkackte Wiederaufstiege und mehr als 70 katastrophale Transfers zu verantworten hat. Ob nun Wetzstein das 253. Bilanzminus erklärt und der HSV angesichts eines Umsatzeinbruchs von € 70 Mio!!!!! wohl der am schlechtesten geführte Verein in Deutschland ist,der sich aber immer noch 300 Mitarbeiter gönnt. Ob eine Mannschaft dreimal in Folge elendig verkackt und dann mit Standing Ovations gefeiert wird. Es überrascht mich nicht mehr.

    Was mich allerdings immer noch schockiert ist die scheinbar unendliche Verblödung des Stimmviehs. Was mich fassungslos macht ist die Tatsache, dass im Vorfeld Losergruppen wie die selbsterannte „Aktive Fanszene“ und der SC die große Fresse aufgerissen haben, um sich dann mit der Aussicht auf einen Sitz im Aufsichtsrat kaufen zu lassen. Was mich unendlich enttäuscht – wenn Menschen wie Hrubesch und Wehmeyer, von denen ich mehr erwartet hatte, ihre eigene Agenda über die Moral stellen. Und was mich am Ende resignieren lässt: Dass die immer und immer wieder damit durchkommen. Wenn all die Fehler, all die linken Nummern, all die Versager-Aktionen nun ein Mysterium wären, welches niemand wirklich durchschaut. Aber das ist es nicht, all die Geschichten sind transparent, sind bewiesen, sind dokumentiert. Und trotzdem Ein Präsident, der als einziger Kandidat zur Wahl steht und dann von 400 Vollidioten gerade einmal 66% der Stimmen abkassiert, also 0,3% der gesamten Mitgliedschaft, hat die gleiche Legitimation wie eine Kellerassel.

    Die unmittelbaren Folgen werden unübersehbar sein,aber selbst dann wird es kein Umdenken geben. Die Einen sind zu hohl und die Anderen sind zu verschlagen oder zu käuflich. Ich bin an einem Punkt angelangt,an dem ich mich in Grund und Boden dafür schäme, jemals Fan dieses Vereins gewesen zu sein und auch nur eine Sekunde meines Lebens dafür verschwendet zu haben, mit diesem Klub zu zittern. Ich habe viel Zeit meines Lebens vergeudet und ich entschuldige mich heute aufrichtig bei allen, die darunter leiden mussten.

    P.S. Die unendliche Dummheit dieser Vollpfosten manifestiert sich in der Tatsache, dass sie Werders Pokalniederlage feiern, während sie gleichzeitig ihren eigenen Verein zu Grabe tragen. Wie unfassbar Scheiße können Menschen sein?

    • Ex-HSVer+im+Herzen 8. August 2021 um 12:58 Uhr

      War mir klar, dass diese Veranstaltung dich aus der „Rente“ holt. 😬 Da schwillt die Halsschlagader vom Lachs

  3. Gravesen 8. August 2021 um 07:55 Uhr

    Marcus Scholz Autor
    Marcus Scholz
    Antworten Grantler3006
    Definitiv falsch, lieber Grantler. Ich kenne viele, die sich heute sogar noch über einen einzigen aufregen. Als der HSV erstklassig Fußball gespielt hat, hat er plötzlich nur noch international in „Fly Emirates“ und größer gedacht. Genau in dieser Phase hat man regional den Anschluss verloren.

    Münchhausen ist nicht nur geistesgestört, er ist auch gefährlich. Er kennt „viele“, die sich über das jahrelange Engagement eines Weltkonzerns aufregten, weil deshalb Geschäfte wie Harrys Imbiss und Lampen-Hubert nicht mehr angesagt waren? Regionaler Anschluss 😀 😀 Wahrscheinlich waren viele der „Vielen“ gestern im Stadion und haben den Verein beerdigt.

    • St. Patrick 8. August 2021 um 11:10 Uhr

      Moin Grave,
      Moin Alex,
      zur Vollendung des Gesamtbildes wollte ich gestern bei Münchhausen nachschauen, wie er über die Farce im Volkspark berichtet. Dabei konnte ich einen Screenshot machen von einem – jetzt offenbar über einen contestbasierten Algorithmus geschalteten -. Werbebanner. Ungelogen, da wurde für FFP2-Masken geworben mit dem Aufdruck FCK HSV.
      Wir wissen alle, dass damit nicht das Traditionsduell der Altmeister gemeint ist. Ich würde diesen Screenshot hier gerne zur Belustigung zur Verfügung stellen, kann aber keine Mailadresse finden. Habt Ihr Interesse? Dann gerne eine Mail an mich. VG St. Patrick

  4. jusufi 8. August 2021 um 08:53 Uhr

    Man weiß gar nicht, was am peinlichsten ist, dass das Interesse der Mitglieder so verschwindend gering ist, dass die wenigen, die zur JHV kommen, diesen Blender reingefallen ist, oder dass immer noch welche gibt, die den HSV auf einem guten Weg sehen.

  5. Angelfreund 8. August 2021 um 09:14 Uhr

    Diese Situation wird sich auch nicht ändern. Gruppen, die „mit der zweiten Liga“ nach 3 Jahren „fein“ sind, würden auch mit Dritter Liga fein sein. Es wird sich in absehbarer Zeit nicht ändern, such weil die Verantwortlichen natürlich kein Interesse an Änderungen haben. Ein Jammer.

  6. hekto 8. August 2021 um 10:05 Uhr

    Diese „Vielen“, die erzeugen auch Stimmen in seinem Kopf. Ab und an unterhält er sich mit Ihnen, eine davon hat die Stimmlage von deVrij, eine Andere die Stimmlage vom Bruder von Rajkovic. Gern schreibt er dann seine Blogs

  7. BesuchausdemSüden 8. August 2021 um 10:05 Uhr

    Braunschweig ist ein schöner Ort für eine Pokalblamage. Letztes Jahr traf es dort die Windhorstmillionen Hertha mit dem schönen Bruno. Die dritte Liga ist ja auch im Endeffekt das, was der gemeine bierdebile Hüpfer möchte. „Regionale“ Sponsoren, regionales Bier und Bratwürstchen von der Dorfmetzgerei. Das ist authentisch und es fühlt sich alles so an wie früher. Keine „Bonzen“ mehr in den Logen, kein Großkonzern als Hauptsponsor und wieder günstige Eintrittspreise. Endlich geht es wieder „nur“ um Fussball und der gemeine Hüpfer und der insolvente Berufsblogger können sich wieder „nur“ mit dem Sportlichen beschäftigen. Allerdings müssten sie sich dann nen neuen Verein suchen, denn ein Abstieg in die 3. Liga wäre nichts anderes als die Totalinsolvenz insofern nicht die Stadt und ein seniler alter Milliardär aus der Schweiz weitere Millionen in das Fass ohne Boden zuschießen.

  8. Maddin 8. August 2021 um 10:18 Uhr

    So, Jansanus III ist für 4 Jahre Kaiser von Hamburg. Abgehakt.
    Bleibt die nächste spannende Frage. Wie hat der gute Wettstein im letzten Jahr all die schönen Rechnungen bezahlt.
    Zumal ja die 23,5 Mio´s Steuergelder „ANGEBLICH“ noch nicht da sind.
    A: Kredite ?
    B: Vorauszahlungen Malteser Investoren ? 👍
    C: Noch mehr Steuergelder in ungenannter Höhe ?

  9. Maddin 8. August 2021 um 11:10 Uhr

    Wenn ich die Kommentare im Idiotenblog so lese, war das keine pro Jansen sondern eine contra Lachs Wahl.😁

  10. Bauer 8. August 2021 um 11:32 Uhr

    Der Suppenclub berichtet in unzähligen seiner Ausgaben der SC News darüber, wo es überall Mitglieder gibt. Anstatt sich genau für diese Mitglieder einzusetzen und eine Online Abstimmung zu erwirken, die gerade in Corona Zeiten ja zur Pflicht hätte werden müssen, macht er genau das Gegenteil und dies seit Jahren, um damals seine Männer wie Ertel und Co durchzudrücken und um nun direkt gemeinsame Sache mit den Verantwortlichen zu machen. Wenn von den knapp 200 Stimmen auch noch Mitarbeiter (!) aufgefordert waren zur Wahl zu gehen, hat ja jeder Diktator der Welt mehr „ehrlich und bewusst“ abgegebende Stimmen erhalten als MJ. Der SC steht wirklich für seine Mitglieder ein, eine Wahnsinnsleistung nach den riesigen Versprechen, dass nun alles anders wird. Glückwunsch an den Hamburger Klüngel, ihr seid der HSV!

    • Gravesen 8. August 2021 um 11:42 Uhr

      Und die Erklärung für die Inaktivität der sogenannten „Aktiven Fanszene“ und des SC:

      Dem neuen HSV-Präsidenten schwebt vor, dass der Aufsichtsrat neben Papenfuß um einen Fanvertreter erweitert wird. „Der Fußball droht seine Basis zu verlieren. Man muss ernsthaft darüber nachdenken, das Thema Mitgliedschaft und Fankultur in den Aufsichtsrat zu integrieren“, sagt Jansen. „Fans aus der Kurve können einem Aufsichtsrat und einem Vorstand ganz andere Impulse geben und werden auch gehört.“

      Anders ausgedrückt: Sie haben sich kaufen lassen!

  11. Bauer 8. August 2021 um 11:56 Uhr

    Was man bei der Betrachtungsweise auch nicht vergessen darf, dass es 7000! aktive Sportler im HSV gibt. Es ging also „eigentlich“ um die Wahl ihres ersten Mannes für ihre unmittelbare Anliegen von neuen Trikots, Dartscheiben oder Hallenzeiten. Man muss also feststellen, dass all die aktiven Mitglieder davon ausgehen, dass sich „ihr“ Präsident eh nicht um ihre Belange kümmern wird und sie deshalb der Wahl gleich fern bleiben. Das ganze Vereinskonstrukt muss dringend überarbeitet werden und den aktuellen Zeiten und Gegebenheiten angepasst werden. So ist diese Wahl zu einer riesengroßen Farce verkommen, aufgelockert mit Bratwurst im Brötchen.

    • EishocKay 8. August 2021 um 12:40 Uhr

      Ich kann Dir sagen, warum die da alle nicht hingehen. Auf den MVs geht es immer nur um Fussball, und zwar um den Profifussball. Die MV interessiert sich einen Scheiß für die Amateure. Die dienen bestenfalls zur Vorführung auf der MV, wenn Sie mal einen Pokal oder eine Meisterschaft geholt haben. Dann werden Ehrungen ausgesprochen, einmal kurz geklatscht und dann darfst Du wieder in der Versenkung vetschwinden. Das war schon in den 80ern so. Und das ist der Grund, weshalb sich die Amateure einen Scheiß für die MV interessieren. Abgesehen davon kümmert sich der Amateurvorstand um die Belange der Amateure.

  12. jusufi 8. August 2021 um 11:57 Uhr

    Armseliger Haufen. Keinen Deut besser als die Führungsriege!

  13. Ex-HSVer+im+Herzen 8. August 2021 um 13:14 Uhr

    Super Blog eines Menschen, der klar in der Birne ist. Genau dieses Gefühl hatte ich auch immer auf Veranstaltungen für uns VIP Kunden, wo erfolgreiche Unternehmer plötzlich zu Applaudiervieh mutierten und ich mich total fremd gefühlt habe. Das war wohlgemerkt schon 2013/2014, wo ich schon die DampfPlauderei durchschaut hatte und mich gefragt habe, warum dieser Verein nicht professionell geführt wird und keiner Kritik äußert. Der Klassiker: hinterm Rücken immer motzen und meckern und wenn man dann auf die Protagonisten trifft Lächeln und Hände schütteln. Zum kotzen!

    Jeder einzelne Satz in Graves Kommentar trifft zu 100 % meine Gedanken. Vor allem der letzte Satz. Was für ein asoziales Pack!

  14. Soenke Witt 8. August 2021 um 14:29 Uhr

    Gibt oder gab es im HSV schon mal Erfolg? Dauerhaft? International, National, Lokal? Irgendwann vor 15 oder auch 25 Jahren, habe ich mal von der Abteilung Tanzen was Erträgliches vernommen. Oder war es Schach?
    In den Säulen-Sportarten wie Leichtathletik, Boxen, Tennis, Judo, usw. unterstelle ich eine mangelhafte Erfolgsbilanz. Die Mannschaftssportarten Hanball, Eishockey, Fußball….Kategorie Giftmüll, Sonderdeponie, aber erst wenn die Staatsanwaltschaft die stinkenden Kadaver freigegeben hat. #surstroemming.

    Hockey, Volleyball, Cricket, Reiten….keine Ahnung. Die neueren Abteilungen wie Football, Rugby, esports, Darts und Sonstige? Auflösungen, Namenswechsel, Skandale, Homohomestorys und Tschüß. Hat schon in honorigen Zeiten nie wirklich jemanden interessiert. „Der Verein“ ist nicht grundsätzlich Scheiße aber die Mitglieder, Verbände, Funktionäre lassen ihm (der Verein ist männlich) fast keine Chance.

    „Fuck for HSV“ oder wie schrie es der Staplerfahrer des Coop Zentrallagers mit der aufgedunsenen Fratze durch Allermoehe?

    Allermoehe, Giftmüll, HSV, Dreierkette…

    Der Brüller der letzten Jahrzehnte: Stadionanbindung.

  15. Bauer 8. August 2021 um 14:53 Uhr

    Ich war gerade beim Sport und dort hat man ja bekanntlich die besten Erkenntnisse und deshalb möchte ich jetzt ganz offiziell eine Lanze für „unseren“ alten und neuen Präidenten MJ brechen, denn diese Person lässt mich nicht zur Ruhe kommen.
    Wenn es den Begriff Schwiegermutter‘s Liebling nicht schon länger geben würde, hätte ihn spätestens MJ generiert. Einen Jungen von nebenan, steht’s gut gelaunt, sportlich und braun gebrannt sowie mit einem Zahnpasta Lächeln ausgestattet, können nur die wenigsten Menschen langfristig böse sein.
    MJ gelang es, obwohl eher durchschnittlich mit fußballerischen Qualitäten ausgestattet und selten durch Leistungen auf dem Platz geglänzt zu haben, dass maximal mögliche aus seiner Karriere heraus geholt zu haben. Ihm gelang es sogar, einen Uli Hoeneß, der den FC Bayern in die Weltspitze geführt hat, von ihm zu überzeugen und ihn mit einem erstklassigen Vertrag auszustatten. Auch eine Karriere in der Nationalmannschaft sollte folgen. Als MJ dann später beim HSV landete, war er scheinbar mit einem so großen Ego ausgestattet, dass er es sich erlauben konnte, sämtliche Vereinsvertreter zu übergehen und stattdessen direkt mit dem Gönner des HSV über seinen eigenen Vertrag zu verhandeln. Ein Gönner, der es zu einem der reichsten Menschen weltweit gebracht hat, seinen Konzern ebenfalls in die Weltspitze geführt hat und für zehntausende Mitarbeiter verantwortlich war.
    MJ war ebenfalls dazu im Stande seine aktive Karriere im besten Fußballer Alter zu beenden und diesen Schritt damit zu begründen, dass er nach 187 Spielen für keinen anderen Verein als den HSV auflaufen könne, obwohl er definitiv als Sohn der Borussia gilt und auch dort geboren ist, aber er wird damals sicherlich schon in HSV Bettwäsche geschlafen haben, während er in der Jugend für die Borussia auflief. Jansens Status ist also ungefähr mit dem von Messi beim FCB gleichzusetzen.
    Am Ende der Karriere ist sein aktueller Briefkopf doppelt so lang als der, des US Präsidenten und somit kann man nur alles richtiggemacht haben.
    Nach der aktiven Karriere ist er trotz mehrfacher Fehlinvestitionen weiterhin in der Lage, neue Investoren zu generieren, um eine Salbe für den männlichen Genitalbereich auf den Markt zu bringen, die vermutlich inzwischen in jeder Kreisliga Kabine zum festen Inventar, noch vor Bier und Eis Spray, gehört.
    Als absoluten Höhepunkt aller seiner bisherigen Leistungen kann aber nur seine Letzte genannt werden. Niemand vor ihm war bisher in der Lage, einen grundsätzlich zu tiefst zerstrittenen Verein, komplett auf eine Seite zu ziehen. MJ hat es geschafft, dass ihm sämtliche Ehrenräte, Beiräte, Studienräte sowie die aktiven Vertreter des professionellen Feuerwerks und die Vertreter der mit Abstand größten Abteilung innerhalb des Vereins vertrauen und vor allem bindungslos unterstützen. Ich glaube, die 200 Mitglieder, die ihn gestern offiziell gewählt haben, kann man auf Grund der hier schon erwähnten 0,3%, unter den Tisch fallen lassen, denn sie haben nur noch das umgesetzt, was bereits vorgefertigt war.
    Ich kann deshalb abschließend nur feststellen, dass ein Mann wie MJ, ausgestattet mit diesen psychischen und physischen Merkmalen zu weit aus Höherem als den Vorsitz eines inzwischen durchschnittlichen Zweitligisten, berufen ist. In bin fest davon überzeugt, dass es hunderte wohlhabenden Menschen gibt, die nur darauf warten, ihre Millionen einem Menschen mit diesem Charisma und der Aussicht auf 10% Rendite zu übergeben, so dass MJ innerhalb kürzester Zeit RICHTIG ausgesorgt hat, um sich endgültig ein schönes Leben an den Traumständen der Welt zu machen.
    Also lieber Cello, du alter Skorpion, beiß zu und schnapp sie Dir…

    • Fohlenstall 8. August 2021 um 16:14 Uhr

      🏆😂👍!

  16. Alex 8. August 2021 um 15:45 Uhr

    https://www.hsv-ev.de/news/neues-hsv-praesidium-gewaehlt

    Wer ist eigentlich dieser „Karl“ Esselsgroth? 🤭

    • Gravesen 8. August 2021 um 19:13 Uhr

      Der Schwager von Kai Hunke

  17. baltic 8. August 2021 um 16:59 Uhr

    ‚Oh, you touch my trallalla!‘
    Mehr ist zu MJ nicht zu sagen! 😉

  18. Hamuburgmini 8. August 2021 um 19:05 Uhr

    Tja.. West Kurve Block E/F.. Das waren noch Zeiten… Mein HSV zur Saison 93/94.. Als 13jähriger.. Karten für Block A gekauft und dann, hinter den Kontrollen in den Stimmungsblick gewechselt… Sharp war noch Sponsor und brachte gerade seine View-Cam auf den Markt. Das Spiel fand vor 18.800Zuschauern statt.. Der HSV spielte einen häßlichen Fußball, es fand gefühlt jedes Jahr ein Trainerwechsel statt, das Präsidium beweihräucherte sich selbst. Immer weniger Zuschauer gingen ins Stadion und auch das Interesse an Mitgliederversammlungen war gering, Machenschaften/Hintertürabsprachen waren auch damals kein Novum.. … Ich erkenne keinen Unterschied, außer daß der HSV noch erste Liga spielte…

    Damals war ich nun noch sehr jung und die Begeisterung über das Stadionerlebnis wog deutlich mehr, als die heutige Erkenntnis, daß dieser HSV mehr zum Sammelbecken der Bereicherung als einem gemeinsamen sportlichen Ziel dient…
    Ich habe mich weiterentwickelt.. Mit Erstaunen /Kopfschütteln stelle ich fest, dass es beim HSV einen großen Teil von Fans und Mitgliedern gibt, die sich nicht weiterentwickelt haben und alle Entscheidungen hinnehmen…
    Wie kann es sein, dass die Mannschaft und damit der Vorstand im Stadion, nach einer gescheiterten Saison, Applaus erhalten und die schlimme Leistung Aller Beteiligten bejubelt wird.. Wo ist ein Auflehnen, eine Kritik gegen diese Machenschaften? Warum finden Karten für 2LigaSpiele mit Preisen auf Championsleague-Niveau Abnehmer…

    Die aktuelle Entwicklung beim HSV unter der Führung der aktuellen Verantwortlichen ist in den letzten zwei Jahren, trotz propagierten „Verbesserungen“ nicht besser geworden und das hat mit Corona nichts zu tun, es hat die Entwicklung nur beschleunigt.
    Was hat der neue Präsident in seiner vorangegangenen Amtszeit konkret verbessert? Wo hat er in seiner Funktion als AR im Sinne des HSV, seiner Mitglieder gehandelt?
    Ist es im Interesse der Mitglieder, daß der Treiber-die HSV AG, Kredite aufnimmt, Stadion verpfändet, das eigene Gelände verkauft um Liquidität zu schaffen?
    Seit Herr Wettstein beim HSV tätig ist hat der HSV durchgehend Minus erwirtschaftet, woher hat er das Geld und wie funktioniert das, bzw wie lange kann das noch so weitergehen?
    Warum wird die sportliche und finanzielle Entwicklung nicht konsequenter von Seiten der Mitglieder/ Fans hinterfragt?

    Die Presse wird eigentlich als 4te Gewalt gepriesen, ein Korrektiv. Natürlich muss jeder Journalist seine Meinung reinbringen, er darf auch mitteilen, wenn etwas gut läuft. Jedoch ist die feststellbar Anbiederung der Sportjournalisten an die Verantwortlichen kein keine Sportberichterstattung, sie machen sich zu willfährigen Gefährten und Unterstützern von den Leuten die sich am HSV bereichern und somit auch Aufklärung verhindern…

    Ich bin froh, dass ich mich vom HSV lösen konnte, mehr und mehr werden ohne stimmiges Konzept und transparenter ehrlicher Arbeit folgen.

    Die sinkenden Mitgliederzahlen, immerhin knapp 4% weniger innerhalb eines Jahres, sind nur ein Anfang…
    Bald spielt der HSV wieder gegen Wattenscheid vor 18.000Zuschauern, dann wohl aber in Liga 3, ohne Kapital/Wertanlagen wie eigenes Stadion.. Ausgesaugt bis es nichts mehr zu holen gibt… Die Parallelen zu Lauten, 1860 unverkennbar. Und die Presse, die Verlage werden Ihre Sportabteilungen deutlich verkleinern, Berichte werden dann deutlich kleiner ausfallen…

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