Friendly fire

Gestern kam es knüppeldick für den HSV. Die ansonsten freundlich gesinnte Abteilung Hofberichterstattung hatte zur gemeinschaftlichen Attacke geblasen und die Medien feuerten aus allen Rohren, freilich nur mit Platzpatronen und zu einem Zeitpunkt, an dem es kaum Wirkungstreffer gab. Trotzdem war das für Hamburger Verhältnisse fast eine Zäsur: Pünktlich zu Beginn der Länderspielpause gab es von der Hamburger Journaille einen Schuss vor den Bug, obwohl die Saison gerade mal 9 Spieltage alt ist. Und das an einem Tag, an dem mal wieder die obligatorischen Leistungstests im UKE fällig waren und gleichzeitig der Tross der deutschen Nationalmannschaft wie eine Heuschrecken-Plage in den Volkspark eingezogen ist. In den nächsten Tagen wird sich die Nationalelf auf dem Trainingsgelände des HSV auf das Länderspiel gegen Rumänien am Freitag vorbereiten. Unfassbar, was vom notorisch klammen Gesamtdefekt alles unternommen wird, um mal eben locker eine halbe Mio. Tacken für lau einzusacken.

Am Montag wird es rummelig im Volkspark. Der Grund: Die Vorhut der Nationalmannschaft hat sich angekündigt. Diese spielt am kommenden Freitag (20.45 Uhr) nicht nur im Volksparkstadion, sondern sie trainiert ab Dienstag auch auf den Plätzen des HSV. Anders als bei den letzten Hamburg-Besuchen der Nationalmannschaft, als Ex-Bundestrainer Joachim Löw das nicht einsehbare Millerntor als Trainingsstätte benutzte, hat Nachfolger Hansi Flick gleich drei Trainingseinheiten auf Platz Nummer sechs im Volkspark terminiert. Der Nachteil: Der Platz zwischen der Kita im Volkspark und dem Hellgrundweg ist nur schwer gegen neugierige Blicke von außen zu schützen. Der Vorteil: Die Nationalspieler, die im nahe liegenden Hotel Gastwerk residieren, dürfen die Kabinen der HSV-Profis im Stadion nutzen. Trainer Tim Walter hat sogar eines von zwei Trainerbüros für Flick und Co. freigemacht. Sein eigenes Team wird für die Woche zum Duschen in den Campus umziehen. Doch nicht nur in den Kabinen muss am Vortag der ersten DFB-Trainingseinheit noch einmal feucht durchgewischt werden. Ab Montag werden auch sämtliche VIP-Räumlichkeiten und der Innenraum des Volksparkstadions vom DFB komplett umgestaltet. Alle HSV-Sponsoren müssen überklebt werden. Doch der Aufwand lohnt sich auch für den HSV: Neben der Stadionmiete, die bei rund 500.000 Euro liegen soll, erhält der Zweitligist noch eine Zusatzmiete für die Trainingsmöglichkeiten.

Quelle:  https://www.abendblatt.de/sport/fussball/hsv/article233469034/hsv-news-nationalmannschaft-flick-walter-volksparkstadion.html

Parallel dazu findet am Mittwoch um 13:00 ein Testspiel gegen den VfL Wolfsburg statt, immerhin aktuell auf Platz fünf der Bundesliga und somit die „wahre Nummer Eins im Norden“. Blöd nur, dass ausgerechnet die Youngster wieder fehlen werden, die in den letzten Spielen durchaus Akzente setzen konnten und unbedingt weitere „Platzzeit“ benötigen würden: Doyle (19), Reis (21), Vuskovic (19), Suhonen (20) und Kaufmann (20) stehen in den Aufgeboten ihrer U21-Nationalmannschaften. Was für ein Überangebot an Events im Umfeld der Wohlfühloase, da wird die heftige Medienschelte wohl schnell vergessen sein, zumal Tim Walter für heute gleich zwei Trainingseinheiten angesetzt hat. Fun Fact am Rande: So nah wie in diesen Tagen werden die HSV Profis in ihrer weiteren Karriere nie wieder an der Bundesliga geschweige denn an der Nationalmannschaft sein…

Und mittendrin in dieser medialen Reizüberflutung erschien gestern „zufällig“ auch noch ein Interview in der Podcast-Serie vom Hamburger Abendblatt mit Ricardo Moniz, dem zum HSV zurückgekehrten „Wundertrainer“, für den eigens eine neue Stelle als Individualtrainer im HSV-Nachwuchs geschaffen wurde und der direkt dem dortigen Direktor Horst Hrubesch unterstellt ist. Ich gebe zu, dass es auch bei mir kurz gezuckt hat und die Neugier mich erneut in das ungeliebte Medium Podcast getrieben hat, aber es hat sich nur bedingt gelohnt: Einerseits teilt der ehemalige Techniktrainer des HSV relativ unverblümt massiv gegen die „erste Mannschaft“ aus, andererseits ist der fliegende Holländer kaum zu verstehen und sehr stark mit seinem eigenen Pathos beschäftigt. Wie sehr man sich als Fundamentalkritiker der Wohlfühloase auch einen Rulebreaker wünscht, der auf sportlicher Ebene endlich mal hohe Qualität in die unerträglich schlechte Trainingsarbeit des HSV bringen könnte, so klar muss jedem sein, dass Moniz diese Rolle im Profikader nicht ausfüllen kann. Einige Auszüge:

Jeder Tag kann mein letzter sein, so trainiere ich auch. Ich hab mich verletzt letzte Woche… Du musst jeden Tag trainieren, als ob es dein letzter ist, das war unsere Kraft in der ersten Phase, wo ich hier war…

Horst hat gesagt, wenn wir beide weggehen, das ist nicht mehr so lange, dann muss eine DNA entstanden sein, dass du eine Plattform hast, dass du topfit bist.

Es geht immer um eine konkrete Spielertyp. Das war in dieser Zeit spezifischer. Jetzt sind Spieler mehr flach, das kommt durch die Überorganisation in allen Ausbildungen, Straßenfußballer ist weg, die Leute haben weniger eine eigene Meinung. In der früheren Zeit hast du noch einen Dialog mit Boateng gehabt, mit Rost habe ich jeden Tag Krieg gehabt.

Olic hat ein Tor geklaut vom Trainingsgelände, weil er hat die Tore geliebt, wo ich ihm geflankt habe jeden Tag. So wir waren ein Arbeitstalent-Verein. Wir haben mehr trainiert als die Konkurrenz.

120 Prozent zu geben jeden Tag. Durch alle Fazilitäten zu gehen, bis Neun Uhr am Abend kannst du den Kopfballpendel, die Krafträume nutzen. Und das weiß ich nicht, wer das nützt. Ich weiß, dass es zu wenig passiert, absolut. Auch bei der erste Mannschaft, da ist weniger Arbeitstalent als früher. Bin ich deutlich oder nicht deutlich?

Einsatz und Wille gehen über Talent. Darum bist du Trainer-Coach. Ich lieb nicht den Titel Techniktrainer, das ist so beschränkt oder Individualtrainer, was ein Unsinn. Und du musst auch eine große Persönlichkeit sein, um das Spiel zu entscheiden, du musst das Spiel lesen, du musst in positiver Weise auch unempfindlich für Kritik sein, mentale Härte, das ist ein komlettes Konzept.

Kuck jetzt in das Trainergeschäft, wie die aussehen mit Powerpoint. Was ist ein Powerpoint? Nein, du musst einen Spieler täglich verbessern und jeden Tag musst du das trainieren, was du nicht kannst. Arbeitstalent gewinnt in alles.

Es gibt sicher nicht wenige HSV-Anhänger, die ob dieser martialischen Aussagen in Jubelarien verfallen und sich nichts sehnlicher wünschen, als dass dieser positiv verrückte Schleifer den charakterschwachen Söldnern und Jungmillionären mal so richtig Dampf unter den Ärschen macht, aber es gibt einige Sachverhalte, die deutlich dagegen sprechen: Als ernstes Hindernis sehe ich eine nicht zu unterschätzende Sprachbarriere, die den Wirkungsgrad von Moniz‘ Aktivitäten erheblich reduzieren könnte. Es ist kaum nachvollziehbar, warum der mittlerweile 57-jährige immer noch so schlecht deutsch spricht, aber viele der internationalen Jungprofis dürften den Mann schlichtweg nicht verstehen. Und obwohl Moniz von seiner Gestik und Mimik lebt und seine Inhalte wohl auch ohne perfektes Deutsch anschaulich vermitteln kann, dürfte es gegenüber der jungen Generation ein Akzeptanzproblem geben, weil die Buben solche Typen gar nicht mehr ernst nehmen. Hinzu kommt, dass Moniz ein typischer zweiter Mann ist, was sich auch in seiner instabilen Vita widerspiegelt, aber grundsätzlich nicht verwerflich ist, man braucht dann eben nur einen ersten Mann, der voll hinter Moniz steht und ihn für das Jungvolk vermittelbar macht. Und obwohl Horst Hrubesch nochmal fast 15 Jahre älter ist, hat der genau dieses Händchen, um generationsübergreifend akzeptiert zu werden und in dessen Dunstkreis könnte Moniz dann seine Stärken ausspielen. Im Alltag wird sich Moniz wohl kaum um den Profikader kümmern dürfen, das wird der größenwahnsinnige Tim Walter nicht zulassen, aber es würde mich nicht überraschen, wenn sich Hrubesch im Hintergrund schon sein „Kompetenzteam“ für den Fall zusammenstellt, dass er doch wieder als Interimstrainer übernehmen soll und dann wird Moniz möglicherweise Co-Trainer werden. Hauptsache, der Wechsel geschieht diesmal rechtzeitig…

Hier die Vita von Moniz, die durchaus einige Fragen aufwirft:  https://www.transfermarkt.de/ricardo-moniz/profil/trainer/5041

Und hier der vollständige Podcast, der aufgrund der massiv vorgetragenen Kritik von Moniz durchaus hörenswert ist, immerhin ist/war der gute Mann zum Zeitpunkt des Interviews Angestellter des Vereins. Und man erfährt, was Moniz mit dem Begriff „Arbeitstalent“ meint und wie er durch die Trainingsmethoden von Wiel Coerver geprägt wurde.

https://www.abendblatt.de/podcast/hsv-podcast/article233492175/hsv-podcast-ricardo-moniz-dna.html

 

Off-Topic: Auf Sport1 gibt es einen Nachbericht zum Spiel in Aue. Dort wird die Situation vor der roten Karte von Messeguem mit zusätzlichen Infomationen beleuchtet:

Von | 2021-10-06T08:00:14+02:00 5. Oktober 2021|Allgemein|21 Kommentare

21 Comments

  1. ottensener 5. Oktober 2021 um 06:34 Uhr

    Gönner Kühne hat sich in alter Krisengewinnlermanier im vergangenen Jahr um 20 MILLIARDEN bereichert! M I L L I A R D E N.
    Könnte der davon nicht einfach mal 10-20% in den Verein pumpen? Peanuts für ihn! 😀

  2. Gravesen 5. Oktober 2021 um 06:59 Uhr

    Meine Abneignung was Podcasts betrifft, dürfte hinlänglich bekannt sein. Ich halte sie zu 90% für bloße Zeitverschwendung, die wenigen Podcasts, die ich mir in voller Länge angetan habe, hätte man auch ohne Probleme in 10 Minunten zusammenfassen können, tatsächlich aber dauerten sie zwischen einer und 2 1/2 Stunden. Meiner Auffassung nach werden Podcast von Leuten erstellt, die zu faul oder zu unfähig zum schreiben sind. Aber auch ich habe den Moniz-Podcast angefangen und nach 5 Minuten abgebrochen. Wenn ich mir nach jedem Satz des Gastes überlegen muss, was mir der Autor damit sagen will, kann ich mir die Zeit sparen und so wie mir wird es unter Garantie auch zahlreichen „Nachwuchs-Juwelen“ gehen, die nicht ansatzweise so gut Deutsch sprechen und verstehen wie ich. Sicher kann er den Jungs zeigen, wie man einen Ball annimmt und verarbeitet, aber wie will jemand, der die Sprache so spricht wie Moniz, die wirklichen wichtigen Dinge transportieren? Anyway. Das mediale Störfeuer des gestrigen Tages war derart ungewöhnlich, dass es sich lohnt, die Aussagen noch einmal zusammengefasst zu „genießen“.

    Klingt beim ersten Hören anständig. Wenn man genauer drauf schaut, ist es aber nur eine Blender-Serie. In Wahrheit sind die Hamburger so schlecht wie noch nie. (Bild)

    Mickrige drei Siege hat Hamburg bislang eingefahren (auf Schalke, gegen Sandhausen, in Bremen). Mit fünf Unentschieden (nur Nürnberg hat mehr, sechs) kommt man nicht vom Fleck. (Bild)

     Nach gut einem Viertel der Saison haben die Hamburger einen Punkte-Schnitt von 1,56 Zähler pro Spiel. Das ist weit entfernt von den Zahlen eines Top-Teams. In den vergangenen zehn Jahren sammelten die Aufsteiger pro Partie durchschnittlich 1,93 Punkte. (Bild)

    In Aue kam die Startelf des HSV auf zusammen 1113 Zweitliga-Einsätze. Das sind im Schnitt pro Spieler über 100 Partien im Unterhaus. Mehr Zweitliga-Erfahrung schickte am 9. Spieltag lediglich Heidenheim auf den Rasen.

    Jung ist auch relativ. 26,4 Jahre waren die elf Hamburger Freitag im Schnitt alt. Zum Vergleich: Bremens Startelf (beim 3:0 gegen Heidenheim) hatte ein durchschnittliches Alter von 23,8 Jahren.

    Das ernüchternde 1:1 in Aue aber wirkt nach – weil die Mannschaft Signale sendete, die es unter Tim Walter als Trainer nicht mehr geben sollte. (Mopo)

    Was gegen ihn spricht: Nicht ein einziges seiner neun Saisonspiele brachte der HSV souverän über die Bühne. Der Fußball ist in aller Regel unterhaltsam und aufregend. Sicherheit strahlen die Profis aber allenfalls in Phasen einer Partie aus (Mopo)

    Uwe Seeler: „Es sieht zurzeit nicht gut aus bei meinem Verein. Der Fußball ist echt mau. So wird es niemals rauf gehen, das kann nicht klappen. Ich wäre schon sehr traurig, wenn es erneut mit dem Aufstieg nicht klappen sollte“ (Mopo)

    Wie schlecht man Fußball spielen kann und trotzdem nicht verlieren muss, hat der HSV selbst am vergangenen Freitag unter Beweis gestellt. (Auftragsblatt)

    Mit Ausnahme der letzten vier Teams hat kein Zweitligist so selten gewonnen wie der HSV. (Auftragsblatt)

    Zusammengefasst: Moniz ist für mich einer der zahllosen PR-Verpflichtungen, mit denen Moldt und Botzel versuchen, ihre Vertragslaufzeit auszudehnen. Wie Amaechi (wir können auch ein englisches Talent holen), wie Hrubesch, wie zuletzt Doyle. Man bräuchte eigentlich etwas ganz Anderes, man hat keine Kohle, aber anstatt den Verein besser zu machen, holt man Namen, damit man selbst besser aussieht. Das mediale Feuer von gestern wirkte auch mich abgestimmt, fast schon koordiniert. Nimmt man dies, den widerwärtigen Auftritt der Herren Walter und Boldt in Aue und die Art, wie der HSV inzwischen Fußball spielt, kann man sich vorstellen, wohin die Reise geht.

  3. Fohlenstall 5. Oktober 2021 um 08:08 Uhr

    Moin Zusammen,
    klasse Blog Alex,und sehr starker Kommentar von Dir, Grave! 👍

  4. jusufi 5. Oktober 2021 um 08:47 Uhr

    Ein Kernproblem des HSV: Es geht zu sehr um die mediale Außenwirkung jeglichen Handelns und zu wenig um strukturelle, sportliche und finanzielle Verbesserung. Sollten aus den nächsten drei Partien gegen Düsseldorf, Paderborn und Kiel nicht mehr als vier Punkte bringen, wird´s für Walter eng, denn dann dürfte man den Anschluss nach oben verpasst haben und im Mittelfeld der Tabelle rümdümpeln, so dass auch dem Letzten aufgefallen sein dürfte, dass in diesem Jahr sportlich noch weniger geht und das nächste Zweitligajahr früh gesichert ist.

    • jusufi 5. Oktober 2021 um 08:55 Uhr

      So wie ich schreibe, könnte ich es auch mal mit einem eigenen Bolg versuchen…

      • Gravesen 5. Oktober 2021 um 08:59 Uhr

        Bewirb dich doch mal beim Insolvenzbolg, der scheint maximalen Bedarf zu haben 😀 😀 😀

        • jusufi 5. Oktober 2021 um 09:03 Uhr

          Ich bin doch schon Großspender nebenan! Stelle mein Leergut immer in Niendorf ab.

          • Demosthenes 5. Oktober 2021 um 10:32 Uhr

            😂😂😂😂

  5. Ralf Schulz 5. Oktober 2021 um 12:09 Uhr

    Der Trainer Moniz würde bei dieser „Arbeits-Verweigerungs-Truppe“ bestimmt nicht lange am Ruder sein, Worte wie „wir haben mehr trainiert als die Konkurrenz“ kommen bei den heutigen Spielern nicht gut an, das ginge nicht lange gut.
    Man muss sich doch nur mal das Pensum diese Woche anschauen, Freitag Abend Spiel in Aue, Samstag früh leichtes Auslaufen im Volkspark, laut Alex fand nicht einmal ein Spielerersatz-Training statt, dann 2 Tage frei, heute 2 Einheiten, die 2. heute wahrscheinlich max. 60 Minuten, man hat ja schließlich morgen ein Testspiel, morgen dann besagtes Spiel, Donnerstag wenn überhaupt eine lockere Einheit oder leichtes Auslaufen, vermutlich Freitag eine Einheit und dann 100% wieder frei bis Montag, man kann mit so einer kleinen Gruppe ja auch nicht das volle Programm durchziehen, ich meine diese Sprüche schon jetzt wieder zu lesen.
    Das ist dann die Trainingsarbeit in einer spielfreien Woche, welche man bei den bestehenden Defiziten( Mit Ausnahme der letzten vier Teams hat kein Zweitligist so selten gewonnen wie der HSV (Auftragsblatt)) mit Arbeit und Einheiten füllen könnte und müsste, das scheint dann doch nicht in Einklang mit den von Moniz angesprochenen Dingen zu stehen.
    Diese Arbeitsmoral treibt einem doch Tränen in die Augen, das Ergebnis sieht man Woche für Woche mehr auf der grünen Wiese!!!!!!
    Aber zumindest Wetzstein wird mit dieser Woche gut leben können, alles in allem dann wahrscheinlich fast ne Million abgegriffen ohne dafür einen Finger krumm gemacht zu haben!!!!

  6. lukaslokomo 5. Oktober 2021 um 12:12 Uhr

    hmmm…. das heißt dann ja, dass wenigstens die Tage von Herrn Walter gezählt sind, oder? Weil, sonst würden die Hofberichterstatter nicht anfangen, den Trainer sturmreif zu schießen, oder?

  7. Michael 5. Oktober 2021 um 12:25 Uhr

    Auf den HSV trifft das Sprichwort ‚Mehr Schein als Sein‘ vortrefflich zu.
    Boldt und Mutzel jedoch glauben daran, dass Kleider Leute macht.

  8. Alex 5. Oktober 2021 um 13:36 Uhr

    Off-Topic: Auf Sport1 gibt es einen Nachbericht zum Spiel in Aue. Dort wird die Situation vor der roten Karte von Messeguem mit zusätzlichen Infomationen beleuchtet, siehe Video oben…

    • Gravesen 5. Oktober 2021 um 14:38 Uhr

      Okay, aber das ist mal wieder typischer Sport1-Spackenjournalismus. „Was laberst du für eine Scheiße“. Sagt wer? Der Übeltäter? Ein Ersatzspieler? Tim Walter? Weiß kein Mensch. Und was für ein „entscheidender Hinweis“, das Foul ist doch klar zu sehen. Von allen, auch vom Schiri. Ich bleibe dabei, für mich ist das Gelb. Und „Was laberst du für eine Scheiße“? Wer selbst schon mal gekickt hat, der weiß, dass auf dem Platz noch ganz andere Sprüche fallen. In alle Richtungen.

  9. Fohlenstall 5. Oktober 2021 um 13:54 Uhr

    „Mir egal wer hinter uns Zweiter wird“…hat auch noch was zu quatschen.
    https://hsv24.mopo.de/2021/10/05/wird-auf-dauer-nicht-gut-gehen-ex-hsv-profi-hunt-mit-hartem-urteil.html
    …. bei dem Link dann Blau unterlegt Suche anklicken.

  10. Jack Frost 5. Oktober 2021 um 14:13 Uhr

    GOTTZLATAN sagte schon…“The Way You Train Is Way You Play“ wie recht er hat! Sieht man derzeit beim KSV!

    Ich glaube übrigens das nur noch ein ausgewiesener Exorzist dem HSV helfen kann.
    Man sollte sich gleich an Gott wenden und ZLATAN als KlubBoss einstellen!!!

    https://youtu.be/B8xgCPYlTaM

    Schönes Interview mit Ihm…Happy Birthday ZLATAN.

  11. Alex 5. Oktober 2021 um 16:56 Uhr

    Herr Hrubesch darf auch nochmal nachlegen…

    Könnten Sie mit ihren Fähigkeiten heute noch mithalten?

    Hrubesch: Ein zentraler Mittelstürmer benötigt die richtigen Zuspiele. Wenn ich sehe, wie die Flanken heute reingehauen werden, frage ich mich, was die im Training machen. Manfred Kaltz oder Felix Magath wussten genau, wo sie die Bälle hin spielen mussten. Aber wenn man die richtigen Typen dafür hat, dann kann man ein Spiel auch über die Außenbahn mit Flanken gewinnen. Das Nonplusultra ist natürlich, wenn ein Stürmer beides kann. Wie Robert Lewandowski oder Cristiano Ronaldo.

    Quelle: https://www.abendblatt.de/sport/article233499983/EM-Held-Horst-Hrubesch-mahnt-DFB-in-Stuermerdebatte.html

  12. Christian Horner 5. Oktober 2021 um 18:33 Uhr

    Ein wirklich toller Blog, Alex. Ich bedanke mich herzlich dafür! Ich mag auch Deinen Duktus und dass sich Tiefgründigkeit und Flapsigkeit bei Dir nicht ausschließen, sondern eine Symbiose bilden.

  13. BesuchausdemSüden 5. Oktober 2021 um 19:06 Uhr

    Schönes Bild gerade bei SKY. Die HSV „Profis“ schauen der Nationalmannschaft beim Training zu und wirken sichtlich fasziniert. Der ein oder andere wird sich sicher gedacht haben :“ Krass so muss man also trainieren um Titel und Pokale zu gewinnen..“

  14. Goldfather 5. Oktober 2021 um 20:40 Uhr

    Der Podcast mit Moniz ist aus meiner Sicht hervorragend, auch wenn klar ist, dass der Trainer Moniz Probleme haben muss im Umgang mit Spielern oder Vorgesetzten die dazu geführt haben, dass er regelmäßig seinen Arbeitsplatz gewechselt hat. Vielleicht wollte er zuviel? Vielleicht sind weder die Spieler noch die Vorgesetzten in der Lage das von Moniz geforderte Pensum zu absolvieren?
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    Pelé, Maradona, Messi haben neben extremem Talent allesamt gemeinsam, dass sie echte Arbeitstiere auf den Trainingsplätzen der Slums aus denen sie stammen gewesen sind.
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    Moniz hat recht, wenn er sagt dass den jungen Spielern beim HSV der Hunger genommen wird, weil sie nie erfahren wie hart man arbeiten muss, um aus dem Elend der Armut herauszukommen. Der Hunger ist allerdings die Basis für eine Entwicklung die weit über den Durchschnitt hinausgeht.
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    Die großen deutschen Spieler der sechziger und siebziger Jahre (Beckenbauer, Müller, Netzer, Seeler, ……………………………………………….) haben die Entbehrungen der deutschen Nachkriegszeit kennengelernt. Sie haben am Beispiel ihrer Eltern gelernt wie man mit wenig bis nichts etwas aufbaut. Diese Spieler hatten eine ähnliche Mentalität, wie es heutzutage die Kinder in den Slums und den Flüchtlingsunterkünften dieser Welt haben, wenn sie zu den Überlebenden zählen.
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    Fußball ist immer noch der Sport der Habenichtse, der Sport der Menschen die ganz unten in der Rangfolge sozialer Hierarchien angesiedelt sind. Und genau deswegen haben bestimmte Vertreter des Sports, wie beispielsweise Uli Hoeneß, keine Probleme damit die Kohle lastwagenweise von jenen zu fordern die immer mehr gehabt haben als jene für die der Fußball der einzige Weg aus dem Dreck gewesen ist.
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    Genau deswegen wurde Brazzo (Hasan Salihamidžić) als ehemaliger Flüchtling und Kellner Manager des FC Bayern München. Brazzo hat immer noch den gleichen Hunger und will es den Leuten nach wie vor beweisen, obwohl er als Clubspieler alles gewonnen hat. Beim HSV wäre diese Karriere undenkbar, weil hier mittlerweile überhaupt niemand mehr versteht wie die Welt jenseits der hanseatischen Wohlfühloase tickt. Die letzte HSV-Spielergeneration mit Bodenhaftung war die Mannschaft der Achtziger.
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    Im Umkehrschluss heißt das für mich nicht, dass ein Junge aus gutem Elternhaus und einem erstklassigen Umfeld kein Weltstar werden kann. Jedoch stellen sich für diesen Menschen gänzlich andere Fragen die er auf seinem Weg ebenso gnadenlos und beinhart zu klären hat, wie ein Kind aus dem Krieg oder dem Slum. Möglicherweise ist der Weg an die absolute Spitze für diesen Spieler auf eine andere Art und Weise härter.
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    Moniz spricht im Podcast ebenfalls jene katastrophalen Missverständnisse bei der Ausbildung junger afrikanischer Spieler in Ghana an. Er deutet an wie wichtig die Arbeit mit dem Ball gerade in jungen Jahren ist. Zudem macht er deutlich, dass außergewöhnliche Spieler nach wie vor von der Straße kommen werden, da sie schon immer von dort kamen. Die Boatengs entwickelten sich übrigens im Bolzkäfig am Panke-Kanal in Berlin-Wedding. Niko und Robert Kovač wurden beim Fußballspielen als Kinder im Schillerpark ebenfalls im Berliner Wedding entdeckt.
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    Gute Scouts erkennen solche Jungs. Dafür benötigt man keinen Laptop und keine Statistik sondern den Willen und die Nase, um Wege gehen zu können die nicht über den Teppich in der VIP-Loge führen. Und natürlich braucht es einen Club der mit diesen Talenten arbeiten kann, um sie zu den besten Spielern zu machen die sie sein können. Dafür jedoch braucht es dann wieder datengestützte systematische Arbeit die sich an der Weltspitze orientiert und keinesfalls FEIN ist mit Liga ZWEI.

  15. Alex 5. Oktober 2021 um 21:36 Uhr

    Am Ende des Tages (har har) gibt es von Babak noch ein versöhnliches Leckerli für den „armen“ Übungsleiter…

    „Meine Jungs merken, wie sie uns mitnehmen. Es ist einfach schön, dass man merkt, da wächst vielleicht etwas zusammen mit Fans und der Mannschaft. So muss es auch sein. Wir brauchen die Fans.“

    Quelle: https://www.bild.de/sport/fussball/fussball/hsv-walter-und-die-hsv-fans-man-merkt-da-waechst-etwas-zusammen-77876660.bild.html

    Und als Zugabe möchte Bild-Faktotum Matthias Müller-Bothmann 🙈 die verblüffte HSV-Gemeinde noch mit einem „Bier-Hammer“ für blöd verkaufen.

    Diese Nachricht wird den meisten HSV-Fans verdammt gut schmecken: Holsten kehrt ins Volksparkstadion zurück!
    Nach BILD-Informationen fließt spätestens ab Sommer 2023 in der Arena wieder das Hamburger Kult-Bier, dann endet der HSV-Vertrag mit König Pilsener. Nicht ausgeschlossen, dass der Deal vielleicht sogar schon ab der Saison 2022/23 beginnt.
    Die Gespräche zwischen dem HSV und der Brauerei befinden sich auf der Zielgeraden, die Vertrags-Unterschrift soll nur noch Formsache sein.
    2015 gingen der HSV und Holsten nach stolzen 75 Jahren getrennte Wege, für viele Fans war es ein echter Zapfhahn-Schock.
    Auch, weil die Holsten-HSV-Ehe – die 1940 begann – mehr umfasste als nur die Fan-Versorgung bei den Spielen. Flügelflitzer Gert „Charly“ Dörfel (82) bekam bei Holsten einst einen Job, der frühere Torwart Walter Warning († 84) schenkte über Jahrzehnte hinter der ehemaligen Haupttribüne des Volksparkstadions Bier aus. Auch Kult-Fan „Helm-Peter“ arbeitete früher für die Brauerei.
    Jetzt das Bier-Comeback im Volkspark.
    Der langfristige Vertrag wird dem HSV pro Saison eine knapp siebenstellige Summe in die Kasse spülen. Der Kontrakt mit König Pilsener (2015 bis 2023) hat ein Gesamtvolumen von 15 Mio. Euro.

    Nach Adam Riese heißt das: Vorher mit Köpi: 1,875 Mio. pro Jahr. Hinterher mit Holsten: Ca. 900.000 pro Jahr, also genau die Hälfte. Bravo! Man sieht, es geht auch ohne Vorstandsvorsitzenden und Marketingfachmann. DAZKE

    Quelle: https://www.bild.de/bild-plus/sport/fussball/fussball/na-dann-prost-bier-hammer-beim-hsv-77876144.bild.html

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