Walter will Leistung kompensieren

Zur Zeit liegen beim HSV die Themen auf der Straße. Wettsteins Bilanz des Grauens, weitere Aktienverkäufe, AG-Hauptversammlung, Wüstefeld und Jansen, zu bloggen gibt’s genug. Aber dann geschah gestern eine Pressekonferenz, die alles in den Schatten stellt. Tim Walter steht vor dem Spiel gegen Jahn Regensburg den Journalisten Rede und Antwort. Und was waren das für Antworten.

In der PK saß ein ostentativ gut gelaunter Tim Walter. Das wirkte leicht befremdlich, weil der Grund seiner Fröhlichkeit nicht unbedingt nachvollziehbar war. Schon bei der Antwort auf die erste Frage vom Catweazle des Stader Tagblatts beschlich mich dann ein seltsames Gefühl. Catweazle:

„Mit vier Stammspielern in der Abwehr, Vagnomann, David, Leibold und jetzt Heuer Fernandes brechen Ihnen ja wirklich Leistungsträger weg. Wie schwerwiegend sind die Ausfälle und was können Sie unternehmen, um sie zu kompensieren?“

Walters Antwort:

„Das ist eine gute Frage, weil öhm, äh, klar ist das augenscheinlich, trotzdem haben wir ja Jungs hinten dran, die trainieren und ich hab ja schon von Beginn der Saison gesagt, dass wir alle Spieler im Kader brauchen und deswegen trainieren wir ja auch so, wie wir trainieren und das ist natürlich auch der Grund, dass wir die jetzt auch einsetzen können, die hinten dran sind.“

Hä? Warum sagt er nicht, welche „Jungs“ das sind, warum nennt er keine Namen? Und was hat das jetzt mit dem Training zu tun? Dann scherzte ein breitgrinsender Walter zur Nachfrage ein aufgedrehtes „Zu spät, zu spät“ in den Raum:

„Nochmal ein Wort zu Heuer Fernandes: In der offiziellen Mitteilung steht, er wird einige Wochen fehlen. Einige Wochen können zwei sein, es können aber auch sechs, sieben sein, wie ist das zu definieren?“

Die nächste Antwort von Walter war dann nur noch skuril:

„Genauso, wie Sie sagten. Wir sind nur dran interessiert, dass das Ferro ein gutes Gefühl hat, dass er selber dann auch entscheiden kann hinsichtlich seines Zustandes und auch mit Hilfe unserer Ärzte und Physios, dass wir da ein gutes Gefühl haben und das er vor allem ein gutes Gefühl hat. Wir wollen ihn da in nichts reindrängen und von daher muss er das dann auch teilweise selber entscheiden und wenn er soweit ist und wenn er das Gefühl hat und die Ärzte das Gefühl haben, dann wird er wieder auf dem Platz stehen. Aber von unserer Seite und von meiner Seite, genauso wie für Sie: Ich weiß es nicht.“

Da musste Walter selber lachen nach dieser verschwurbelten Nullantwort, die sich auf vier Worte verdichten lässt: Er weiß es nicht. Vom Feeling her aber mit jeder Menge Gefühl. Mir fiel dazu spontan der Song einer NDW-Kombo namens Ideal ein: „Zu viel Gefühl, Deine blauen Augen machen mich so sentimental, so blaue Augen, wenn Du mich so anschaust, wird mir alles andere egal.“ Bei Ferro wird jedenfalls nicht mit offenen Karten gespielt. Diese Salamitaktik bei Krankenstandsmeldungen läßt vermuten, dass es im Hintergrund um ganz andere Dinge geht.

Dann frug ein Göbel-Klon namens Finn Freitag von Radio NRJ im Anschluss, wie das Training in der Länderspielpause aussieht. Schwurbel-Walter legte los:

„Wir legen jetzt nicht die Beine hoch, sondern es geht ja alles weiter. (…) Aber wir versuchen, die Zeit natürlich so intensiv wie möglich zu nutzen, um letztendlich individuelle Dinge noch mehr zu trainieren, was wir unter der Woche auch sehr, sehr viel machen. Aber in der Zeit hast Du es vielleicht fernab jeglichen Stresses vielleicht nochmal ein bisschen einfacher und ja, ohne, ohne Stress, ja was ich sagte, mit den Jungs zu trainieren und von daher nützen wir die Zeit sinnvoll, um die Jungs weiterzubringen.“

Gute Güte, erbarme sich doch mal bitte einer im Verein und verpasst dem Fußball-Coach einen Sprech-Coach. (Aber bitte nicht den von Mega-Speaker und Bühnen-Charismatiker Marcell Jansen.) Hier der O-Ton zum Genießen:

 

Zurück zum Inhaltlichen: Wo wird denn beim HSV sehr, sehr viel trainiert und individuell verbessert? Da könnte man ruhig mal nachhaken. So von der Außenlinie beobachtet sieht das eher traurig aus, was da auf dem Platz passiert oder besser nicht passiert. Und von was für einem Stress ist da die Rede, bitteschön? Stress beim Training? Ich glaub, ich bin im falschen Film! Seltsamerweise hakte dann der Prakti vom Hamburger Auftragsblatt tatsächlich nach:

„Ich habe eine Frage zu Mario Vuskovic: Wie haben Sie denn seine Entwicklung zuletzt wahrgenommen und reichen Ihnen zwei Trainingseinheiten mit der Mannschaft, um am Sonnabend gegen Regensburg Jonas David zu ersetzen?“

Stammel-Walters Antwort:

„Seine Entwicklung finde ich sehr gut. Er hat bereits gegen Nürnberg nachgewiesen, dass er auf diesem Niveau spielen kann. Natürlich ist es ein bisschen schade für ihn, weil Jonas, der ja auch von Beginn an nicht so von allen gesehen wurde, außer von mir vielleicht, der dann auch seine Erfahrungen gesammelt hat. Von daher ist es natürlich schade für Mario, die Erfahrungen zu sammeln, aber ich bin total zufrieden mit dem, wie er sich im Training gibt, wie er sich grade als Mensch und als Spieler auftut. (…) Von daher bin ich mit allem, was er tut, sowohl persönlich als auch sportlich total zufrieden.“

Ok, Mr. Talentschnüffler, Du bist der Einzige, der Jonas gesehen hat, toll. Schön auch, dass Super-Mario sich als Mensch so auftut, aber was ist jetzt so schade und welche Erfahrungen sind von wem zu sammeln? Und warum sagst Du nichts zum Training? Stattdessen bölkt Walter auf Phillips Bemerkung „Gibt noch ‘ne Nachfrage“ laut in die Kamera: „Aber keine Antwort!“

Wie lustig. Unser Trainer hat wohl einen Horror-Clown gefrühstückt. Aber das Auftragsblatt traut sich und setzt nach bezüglich der wenigen Trainingseinheiten. Und Walter legt los:

„Grundsätzlich ist alles möglich, habe ich vorhin schon gesagt, wir können mit drei agieren, wir können mit vier agieren, ob des denn Mario, Gjambo, Mo, Bascho sowieso oder Miro, grundsätzlich haben wir eine Auswahl, die uns hilft, ‘ne gute Elf auf den Platz zu schicken.“

OK, aber das war keine Antwort auf die Frage, ob zwei Trainingseinheiten ausreichen. Außerdem: Vorhin hat Walter mal gar nichts zur Aufstellung gesagt, diese Namen hören wir zum ersten Mal in der PK. Was stimmt nicht mit dem Mann. Hält der das alles für einen Witz? Man hat stellenweise das Gefühl, er macht sich lustig über die versammelten Herren Journalisten. Außer bei BILD, da wird er immer ernst, wenn die was fragen.

Auch mit Braasch von der mopo entspinnt sich folgender launiger Dialog:

Braasch: „Ja, ich habe drei Fragen…“

Walter: „Das sind zwei zuviel!“

Auf die erste Frage, wie viele Tickets verkauft sind, gibt’s eine schnelle Antwort: knapp 22.000. Also sehr wenig. Dann hat man auf dem Podium Schwierigkeiten, bis drei zu zählen und versucht, die Fragen zu sortieren. Frage 2 (oder war es 3?) muss wiederholt werden. Braasch:

„5 Spiele noch bis Weihnachten, was wäre denn eine zufriedenstellende Punkteausbeute für Sie?“

Walter:

„Mir geht’s gar nicht da drum, wie viele Punkte das wir holen, mir geht’s da drum, ja, dass wir unsere Leistung auf‘m Platz bringen. Und das, was ich vorhin schon bereits ansprach, was wir schaffen, dass wir alles investieren, das wir, ja, viele, viele Kilometer abreißen, dass ist das, was uns stark macht, und was wir immer abliefern können und ich glaube, dass ist das Entscheidende, als Erstes, und das Andere ist, unsere Leistung zu kompensieren und noch weiter zu verstärken, das ist das Andere. Weil, dann können wir sagen, dass wir genau das, was wir immer vorhaben, auch entwickeln wollen und Bereitschaft und Mut einfordern, dass dann letztendlich die andere Sache von alleine kommt. Wenn wir daran arbeiten, unsere Leistung, wie ich es vorhin bereits ansprach, weiter zu kompensieren und da dran weiter zu arbeiten, dann können wir über die andere Geschichte reden, vorher nicht.“

Was zum Teufel?!? Eine unglaubliche Antwort. Völlig sinnentleert und unverständlich. Man fragt sich: Was redet der da? Auch die anwesenden Journalisten bleiben sprachlos. Ich stelle den Ausschnitt mal ein (Dank an Blogbruder Alex), damit sich jeder selbst ein Bild von der verwirrenden Sprechweise und dem Seltsam-Faktor des Gesagten machen kann:

 

Wir halten fest:

Erstens: Es ist Walter egal, wie viele Punkte aus den nächsten fünf Spielen geholt werden. Zweitens: Was den HSV stark macht ist, dass sie „viele, viele Kilometer“ abreißen. Drittens: Walter will erst die „Leistung kompensieren“ und nur dann viertens: über die „andere Geschichte“ reden.

Und das kommt von dem Mann, der bisher jedes Spiel gewinnen wollte. Plötzlich sind ihm Punkte egal. Das macht fassungslos. Was ist da passiert? Ok, eine Zahl hätte keiner in der Situation genannt, denn da könnte man ja drauf festgenagelt werden. Aber offen zu sagen, mir geht es nicht um Punkte, und damit ungefragt durchzukommen, das geht nur beim HSV.

Das die Mannschaft außer viel Gerenne nichts gebacken kriegt, sieht jeder Blinde mit Krückstock. Seine Spieler so mit der Nase drauf zu stoßen, dass sie unfähig sind, Fußball zu spielen, das geht nur beim HSV.

„Leistung kompensieren?“ Was soll das überhaupt heißen? Der Duden sagt zur Bedeutung des Begriffs „kompensieren“: „ausgleichen, durch Gegenwirkung aufheben“. Also meint Walter, er will Leistung ausgleichen, durch Gegenwirkung aufheben? Wie denn, mit was denn und vor allem, warum denn? Kompensieren kann man nur, wenn etwas fehlt. Hat er das gemeint, seine Jungs bringen keine Leistung? Ok, aber mit was kann ein Trainer denn fehlende Leistung bei seinen Spielern ausgleichen? Dieser Mensch ist mir ein Rätsel. Genauso, wie die „andere Geschichte“. Was soll das denn jetzt sein? Würde Walter nicht so wohlgelaunt und munter dagesessen haben, man hätte schwören können, er spricht im Delirium. Wie gesagt: Das geht nur beim HSV.

Ich verlinke die PK mal unten, den Rest kann sich jeder selbst anschauen. Mir reicht‘s für heute. Wenn dasTeam so spielt, wie Walter auf PKs antwortet, sehe ich schwarz für Samstag. Bitte belehrt mich eines Besseren.

Wie sagte Blogvater Grave gestern so schön: Switch Reloaded könnte es nicht besser machen.

In diesem Sinne: NdHSV.

 

 

 

 

Von | 2021-11-20T08:30:12+01:00 19. November 2021|Allgemein|29 Kommentare

29 Comments

  1. Gravesen 19. November 2021 um 08:06 Uhr

    Leidgeprüft, wie wir sind, haben wir ja nun schon einige echte Kracher als Übungsleiter in Hamburg begrüßen (und zum Glück wieder verabschieden) dürfen. In liebevoller Erinnerung

    Joe Zinngruber
    Peter “Knäbel-Peter” Knäbel
    Bruno “The Bock-One” Labbadia
    Markus “Gustav Gans” Gisdol
    Bernd “Ich grätsche sogar meinen Sportchef um” Hollerbach
    Christian “no plan” Titz
    Hannes “Bus-Kotzer” Wolf
    Dieter “Schnappi” Hecking
    Daniel “Das macht was mit mir” Thioune

    Aber Malle-Timmy Walter ist die absolut letzte Eskalationsstufe. Der Mann labert sich eine inhaltsfreie Scheiße zusammen, dass einem die Augen tränen. Gepaart mit debilen Grinsen und unfreiwilliger Komik sollte der Verein den Mann dringend von jeder erreichbaren Kamera fernhalten, das Ganze ist inzwischen vereinsschädigend. Ich stelle mir gern ein Dreier-Interview mit den Herren Boldt, Mutzel und Walter vor, das ganze wäre Grimmepreis-verdächtig. Boldt mit seiner widerlich-arroganten Attitüde, Mutzel massiert sich die Eier und labert ausschließlich in vorgefertigten Satzbausteinen, während Walter dümmlich grinsend seinen eigenen fehlenden Inhalt kompensiert. Dieser Verein ist am Ende und spielt traurigen Fußball, aber er dient nach wie vor bestens dazu, sich über ihn totzulachen.

    Der Kommentar von Münchhausen Scholz zu dieser Pressekonferenz “from hell”:

    Der HSV-Coach machte einen sehr gut gelaunten, optimistischen Eindruck auf mich”

    Ohne Worte

  2. Hannover1958 19. November 2021 um 08:24 Uhr

    Walter spricht so wie er spielen lässt.

  3. Jörg Meyer 19. November 2021 um 08:55 Uhr

    Und da fragt man sich warum gibt es keine neuen Sponsoren in Hamburg. Wäre ich Bremer oder St. Pauli Fan wäre das Wochenende gerettet. Falls was unwahrscheinlich ist man noch aus der Ferne in München wahrgenommen wird dürfte es eine Mischung aus Fremdschämen und Mitleid beim Gedanken an die alten Nordsüd Gipfel der Vergangenheit geben.

  4. BesuchausdemSüden 19. November 2021 um 09:09 Uhr

    Offensichtlich ist nun auch Timmi Walter vom “HSV-Virus” befallen. Bei seinen früheren Stationen wollte er noch jedes Spiel unbedingt gewinnen und seine Mannschaften “konnten sich nur selber schlagen”. Nun ordnet er sich eben der gelebten Vereinsphilosophie ” hoffentlich wird es nicht noch schlimmer wie es schon ist ” vollkommen unter. Wo früher noch Punkte und Siege zählten, ist es nun nur noch die “Entwicklung”.
    Doch diese neuen Verhaltensmuster sind nicht unbedingt die Schuld des Trainers, denn im Endeffekt macht er nur das was er von oben vorgelebt bekommt. Man stelle sich nur mal vor ein Julian Nagelsmann würde das so in München sagen. Dort würden die Fetzen fliegen und ein Uli Hoeneß würde wutentbrannt vom Tegernsee in die Säbener Straße rasen um die Dinge wieder zu ordnen. Aber der FC Bayern hat eben auch eine andere “DNA” und ” Philosophie” …

  5. sportjournalist 19. November 2021 um 09:27 Uhr

    Warum nur erschreckt Dich Münchhausen Scholz Kommentar???
    Eben so nimmt der die Welt war. So kommt es zu den gelogenen Bloginhalten, Insolvenz und 2,5 Millionen Zuhörern. Früher hätte man Dr. Markus angerufen, kann heute nicht Dr Ringelband dem Patienten helfen?

  6. Thomas Vernunft 19. November 2021 um 09:45 Uhr

    Ist es bei “Ferro” (vertrauliche Nähe harr harr harr) nicht so, dass sein Vertrag bis Saisonende geht ? Tja mal sehen wer das Spielchen gewinnt. In der Vergangenheit eigentlich immer der betroffene Spieler.

  7. Matze 19. November 2021 um 10:38 Uhr

    BLÖD berichtet: “Donnerstagmittag waren erst 22 000 Tickets verkauft. Der bisherige HSV-Negativwert (ohne Corona-Beschränkungen) in der 2. Liga stammt vom 4. März 2019, als nur 36 560 Besucher die Partie gegen Fürth (1:0) anschauen mochten.”

    Vielleicht werden es ja noch 23.000 bis Samstag. Danach kommt Ingolstadt und vielleicht 18.000 Menschen ins Stadion!? Rostock und 2G wird auch kein Selbstläufer und bis Schlacke sind dann alle entgültig entwöhnt.

  8. HSVHannoveraner 19. November 2021 um 10:45 Uhr

    Liebe Leute, das waren doch jetzt nicht wirklich O -Töne?
    Also, echte…will sagen: DAS hat der tatsächlich von sich gegeben?

  9. holly 19. November 2021 um 10:47 Uhr

    vielleicht will er die leistung auch kompostieren, und hat sich nur versprochen

  10. Alex 19. November 2021 um 11:52 Uhr

    Obwohl man es auf den letzten Drücker geschafft hat, eine neuen Rasen zu verlegen (3 Wochen hatten die großen Sachverständigen Zeit, gestern ist er endlich fertig geworden), stellt der zunehmend autistisch wirkende Übungsleiter trotzdem einen Freibrief aus für einen weiteren desaströsen Auftritt gegen den Tabellenzweiten aus Regensburg. 🙈

    Trotzdem könnte es noch zu Ungenauigkeiten im HSV-Spiel kommen. Der Coach: „Er liegt erst ein paar Tage, wird am Anfang noch ein wenig holprig sein. Aber zum nächsten Spiel wird’s dann besser sein.“

    https://www.bild.de/sport/fussball/fussball/hsv-100000-euro-teuer-tim-walter-freut-sich-auf-ballbesitz-rasen-78283238.bild.html

    Und der Blindenhund winselt…

    • BesuchausdemSüden 19. November 2021 um 16:03 Uhr

      Ob die Regensburger wohl auch Probleme mit dem Rasen haben werden ?

  11. Ralf Schulz 19. November 2021 um 12:53 Uhr

    Der Trainer passt doch wie Faust auf Auge zu dem Verein, absolute Arroganz im Vorstandsbüro und die gleiche Arroganz an der Seitenlinie. Klar das die Beiden sich mögen und keiner den anderen kritisiert.
    Ich hatte nach dem Aue-Spiel(Null Torchancen in 97 Minuten) bereits geschrieben das dieser Mann sofort abgelöst werden muss wenn diese Saison einigermaßen sportlich erfolgreich laufen soll. Spätestens da war klar, daß das sogenannte „Walter-System“, welches ich bis heute immer noch nicht erkennen kann, von den anderen Mannschaften bereits geknackt war und da Aue nun mal sinnbildlich für die meisten Mannschaften in Liga 2 steht und zuerst kämpft und verteidigt war für mich klar das solche Spiele von diesem Tag an, an der Tagesordnung sind.
    Somit nur ein weiteres Beispiel dafür wie kaputt und am Arsch der Verein ist und der Vogel darf weiterhin Woche für Woche eine Pressekonferenz geben und den Verein vollends der Lächerlichkeit preisgeben, unfassbar!!!!!

  12. Demosthenes 19. November 2021 um 13:30 Uhr

    100.000 Euro für neuen Rasen? In der Nordreportage vor 1 1/2 Jahren kostete der Stadion-Rasen noch 195.000 Euro. Kaum anzunehmen, dass der jetzt billiger geworden ist. Wenn es um Kosten geht, sagt der HSV nie die Wahrheit.

    Hier der link, HSV kommt ab 4:30, Kostenszenen ab 25:50.

    https://www.youtube.com/watch?v=ZOohM33Bmkk

    • bananenflanke 19. November 2021 um 19:23 Uhr

      Ich wundere mich, dass die noch nicht auf auf die Idee gekommen sind, für jeden Quadratmeter Stadionrasen eine Patenschaft anzubieten.

  13. VSabi 19. November 2021 um 14:30 Uhr

    Man darf behaupten, dass dieser Trainer einen an der Klatsche hat. Didi hätte seine Freude gehabt einen zweiten Stotterfritzen neben sich zu haben. Alleine sein dümmliches Grinsegesicht lässt erkennen, wie er seine Gegenüber einschätzt. Gut, die Qualität der Fragen ließe dies zu, wenn seine Antworten nicht auf dem gleichen Niveau liegen würden. Da der Trainer auf Punkte gleichgültig reagiert darf am Samstag verloren werden, der Rasen hat noch nicht seine volle Leistung entfaltet. Klappt es nicht gegen Ingolstadt, der Rasen muss lt. WALTER in dem Spiel, optimal sein, dann wäre dieser Sprücheklopfer in jedem anderen Verein weg !
    Die Herren Boldt, Mutzel und der Möchtegern Journalist Scholle sehen das optimistisch!
    Ein Verein zum Fremdschämen.

  14. Bidriovo 19. November 2021 um 15:48 Uhr

    “…viele, viele Kilometer abreißen, dass ist das, was uns stark macht, und was wir immer abliefern können und ich glaube, dass ist das Entscheidend…” Der Trainer bereitet seine Mannschaft offensichtlich auf irgendeinen Leichtathletikwettkampf vor. Irgendwas mit vielen vielen Kilometern… Ein Marathon? Jedenfalls ist das, das Entscheidende und irgendwelche Punkte in irgendeiner anderen Sportart sind für Walter daher völlig irrelevant. Kann ich ihn auch verstehen. Wahrscheinlich erklärt auch das, das lustlose und eindimensionale Training, von dem Alex öfters berichtet. Die Athleten verstehen gar nicht, was sie mit dem Ball beim Laufen anfangen sollen. Der stört auch nur, wenn es darum geht, möglichst viele, viele Kilometer abzureißen.

  15. VSabi 19. November 2021 um 16:37 Uhr

    Habe ein schlimmes Grummeln im Bauch, der Abstiegs-Mitverursacher AARON HUNT ist auf Arbeitssuche 🤔

    • Demosthenes 20. November 2021 um 00:08 Uhr

      Das grummelt zu recht, Vsabi

  16. jusufi 19. November 2021 um 16:40 Uhr

    Wenn Leute ohne Humor, die innerlich total angespannt sind, versuchen locker und lustig zu sein, ist es stets zum Fremdschämen. Wenn sie dann noch keinen Satz geradeaus sprechen können, wird es Slapstick!

  17. Gravesen 19. November 2021 um 16:41 Uhr

    Es gehört zu den Kerngebieten eines Fußballvereins, ständig über Transfers nachzudenken oder auch nicht nachzudenken“, sagte der Coach.

    Man nehme den mittleren Teil der Aussage weg (was durchaus legitim ist), dann sagt der Mann: “Es gehört zu den Kerngebieten eines Fußballvereins, ständig über Transfers nicht nachzudenken”.

    Kann der Mann eigentlich noch durchgeknallter werden?

  18. Gravesen 19. November 2021 um 18:10 Uhr

    Abendblatt:

    Vielen Stadionbesuchern war zuletzt aufgefallen, wie sehr die Stimmung ohne organisierten Support leidet. Zudem fehlt momentan ein Regulativ gegen Pfiffe oder allgemeines Fehlverhalten auf den Rängen, wie es zuletzt häufig zu beobachten war.

    Es wird immer verrückter. Jetzt sollen die Orks und Hooligans als Regulativ für “normale” Zuschauer wirken. Regulativ gegen Pfiffe. Also sollen doch bitte irgendwelche Schläger einen Fan, der seinen Unmut über gezeigte Leistungen zum Ausdruck bringt, in die Schranken weisen. Habt ihr eigentlich noch alle Latten am Zaun?

  19. atari 19. November 2021 um 18:22 Uhr

    Wo kommen nur die Pfiffe her? Ich verstehe das auch nicht. Bei so vielen Mega Talenten und Juwelen darf man doch nicht pfeifen.

  20. Hein Blöd 19. November 2021 um 19:01 Uhr

    “Die Leistung kompensieren”…
    Womit? Durch Nicht- Leistung? Das ist ihnen mehr als gelungen.

    Timmy hat, versehentlich, den großen Plan ausgeplaudert…

  21. Goldfather 19. November 2021 um 19:35 Uhr

    Zitat:
    .

    Der Premier-League-Deal bringt dagegen etwa 450 Millionen Dollar pro Spielzeit….
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    .
    Der Vertrag zwischen der Deutsche Fußball Liga (DFL) und dem zur Walt Disney Company gehörigem US-Sender läuft für sechs Spielzeiten. Nach Informationen von Sponsors.de zahlt ESPN für die Übertragungsrechte circa 35 Millionen Euro pro Saison.

    Quelle: https://www.spiegel.de/sport/fussball/premier-league-us-tv-deal-soll-rund-2-4-milliarden-euro-bringen-a-9d435777-84c6-4912-89ff-b6f8fdb616ce

    Zitatende

    Das bedeutet, dass die Bundesliga im Verhältnis zur Premier League 415 Millionen Dollar weniger bekommt pro Saison. Und das wiederum bedeutet, dass die Bundesliga massiv unterbewertet ist, da sie keinesfalls um den Faktor 11 unattraktiver ist.
    .
    Für den HSV und seine Suche nach Investoren und Sponsoren sind angesichts der stark im Preis steigenden Übertragungsrechte eigentlich recht gute Zeiten angebrochen. Die Zuschauerzahlen in den Stadien sollten zukünftig über sinkende Eintrittspreise auf einen Stand gebracht werden wie er vor der Pandemie üblich gewesen ist, damit das Produkt in den digitalen Kanälen seine Attraktivität nicht verliert.
    .
    Zudem scheint Bewegung in die 50+1 Regelung zu kommen, da insbesondere in der Bundesliga die Werksclubs einen Wettbewerbsvorteil besitzen der mit der bisherigen Regel nicht vereinbar ist.
    .
    Man darf gespannt sein, ob der Nachfolger von Wettschein in der Lage ist ein ideales wirtschaftliches Umfeld für den Profisport für den HSV zu nutzen. Einfacher wird es nicht mehr.

  22. Gravesen 19. November 2021 um 19:45 Uhr

    Das bedeutet, dass die Bundesliga im Verhältnis zur Premier League 415 Millionen Dollar weniger bekommt pro Saison

    Für den HSV und seine Suche nach Investoren und Sponsoren sind angesichts der stark im Preis steigenden Übertragungsrechte eigentlich recht gute Zeiten angebrochen.

    Liest du auch manchmal, was du schreibst? Zuerst einmal geht es um Bundesliga und Premier League, der HSV spielt in der 2. Liga. Hinzu kommt, dass die Preise für die (Übertragungs)-Rechte ausverhandelt und offenbar marktgerecht sind, auch wenn du das vielleicht nicht verstehen willst. Warum für einen Verein, der unter chronischem Zuschauerschwund leidet und sportlich immer mehr abfliegt, recht gute Zeiten anbrechen sollten, bleibt wohl dein Geheimnis

    • Goldfather 19. November 2021 um 20:14 Uhr

      Wie gesagt, die Bundesliga halte ich für unterbewertet und ich gehe davon aus, dass die Übertragungsrechte für die Bundesliga deutlich teurer werden in der nahen Zukunft. Was heißt schon marktgerecht? Preise entstehen nicht nur durch einfache Gewinn- und Verlustrechnungen, sondern im wesentlichen auch durch softe Faktoren wie mögliche zukünftige Entwicklungen. Kursphantasie nennt man so etwas an der Börse.
      .
      Dem Zuschauerschwund könnte man beim HSV durch relativ einfache Maßnahmen entgegen wirken, wenn wir Corona eines Tages hinter uns gelassen haben werden. Dafür braucht man lediglich ein ein wenig Marketingtalent und kaufmännisches Geschick, so wie es einst Dr.Peter Krohn hatte.
      .
      Der HSV ist gerade deswegen, weil er in der zweiten Liga spielt von Interesse für bestimmte Sponsoren und Investoren. Preiswerter als derzeit wird es vielleicht noch in der dritten Liga, aber sollte der Aufstieg gelingen werden die Preise relativ schnell anziehen. Das größte Kurspotential seit Jahrzehnten besitzt der HSV aktuell, vorausgesetzt es gelingt der Turn around mit einem guten Management und einer entsprechenden sportlichen Leitung. Und ja, natürlich kann der Zufall die entsprechenden Personen auch beim HSV zusammenbringen.
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      Jeder Niedergang bietet neue Chancen.
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      Sogar die Selbstoptimierer sollten an einer relativ guten wirtschaftlichen und sportlichen Entwicklung interessiert sein, da das größte Stück vom Kuchen sich selbstverständlich in der ersten Liga befindet und somit der Aufstieg deutlich attraktiver ist, als eine Insolvenz mit Abstieg in den Amateurbereich.
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      • Bidriovo 19. November 2021 um 21:22 Uhr

        Was ist an der Bundesliga unterbewertet? Bayern gewinnt zum 10. (!) Mal hintereinander die Bundesliga. Wie spannend… Bielefeld, Fürth, Bochum, Union, Freiburg, Mainz, Hoffenheim… Keine dieser Mannschaften hat eine große Europacup-Historie. Die letzten Titel liegen wenn überhaupt, viele Jahrzehnte zurück. Und die Zeit, die der Zuschauer unter der Woche Fußball schauen kann, ist begrenzt und hier liegt der Fokus/das Angebot auf der Premier League.

        Ein weiteres teures Rechtepaket müsste sich für den Sender dadurch finanzieren, dass es dementsprechend viele zahlungswillige Menschen gibt, die die Bundesliga der Premier League vorziehen. Und das sehe ich im Ausland nicht gegeben. Und wenn ich allein die oben skizzierten Punkte aufzähle will ich es ihnen nicht verdenken. Auch mich interessiert die Mannschaften und deren Spiele nicht, weil das oftmals mehr Ähnlichkeit mit 2. Liga hat als mit Europacup-Niveau.

  23. Goldfather 19. November 2021 um 23:18 Uhr

    https://www.sport1.de/news/fussball/bundesliga/2017/02/auslandsvermarktung-bundesliga-europaeische-nummer-eins-in-china
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    Fällt die 50+1 Regel, wäre die Bundesliga in der Lage auf Augenhöhe mit der Premier League zu agieren und die Lähmung der Liga durch die totale Dominanz des FC Bayern würde wegfallen.
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