Ich denke, ihr wisst, dass ich nicht zum Eigenlob tendiere oder in mir oder diesem Blog mehr sehe, als drin ist, aber ich bin der Meinung, dass es an der Zeit ist, meine Person und in diesem Zusammenhang auch und besonders HSV-Arena ins richtige Bild zu setzen. Denn Fakt ist: Nimmt man die letzten 10 Jahre, so hat sich niemand auch nur annähernd so intensiv und im Detail mit dem KSV beschäftigt wie Daniel Jovanov und ich. Kein Journalisten-Darsteller, kein Blogger, kein Sportchef-Anwärter, kein Fan. Niemand. Wir haben in diesen 10 Jahren absolut jedes Detail beleuchtet, während andere nur Teile des Puzzles betrachten. Finanzen, Vereinspolitik, Wahlen, Abhängigkeiten, Transfers, Fehler, Propaganda, hier wurde alles in seine Bestandteile zerlegt und man kann heute noch nachlesen, wie die Einschätzungen des Blogbetreibers zu diversen (Personal)-Entscheidungen lauteten, weit bevor andere sie übernommen haben und noch weiter, bevor sie für alle sichtbar wurden, was an dieser Stelle Monate zuvor erklärt wurde. Zwar wird in diesem Forum nicht über 4-3-3 anstatt 4-4-2 geschrieben und zwar deshalb, weil ich es für irrelevant halte. Einzelne Journalisten-Darsteller führen im Auftrag ihrer Medienpartner Kleinkriege gegen bestimmte Personen oder erklären, dass Daffeh freigesprochen werden sollte, weil er doch so brav seine Steuern bezahlen würde, aber die haben dann keinen Bezug zu den Finanzen. Andere Hofberichterstatter versuchen sich an Spielerbenotungen, kennen aber nicht einmal die Zusammensetzung des Aufsichtsrats. Es wird schon einen Grund haben, warum ausgerechnet wir beide Hintergrundbücher über diesen Verein geschrieben haben und andere nicht. Oder warum die Bücher anderer Vögel Titel wie „Das große HSV-Mutmach-Buch“ tragen. 

Ich weiß, dass es für einige schwer zu verstehen ist, aber mehr als einmal habe ich (oder haben wir gemeinsam) Gespräche mit Personen geführt, die im „Zentrum der Macht“ saßen und die im Verlauf des Gesprächs dicke Backen machten, weil sie mit Fakten konfrontiert wurden, sie sie bis dato nicht kannten. Wie gesagt, das waren Männer, die zum Zeitpunkt der Gespräche noch Funktionen in Vereinsgremien hatten oder kurz zuvor aus diesen Gremien ausgeschieden waren. An Informationen dieser Art kommt man aber nur, wenn man sich für alles interessiert und nicht, wenn das Interesse bei der Stadionwurst oder der Aufstellung aufhört. Insofern lache ich mir auch den Arsch ab, wenn irgendwelche unterbelichteten Sozialhilfeempfänger aus Bramfeld oder von wo auch immer meinen, sie wüssten mehr als ich und ich „liege immer falsch“. Das sind Idioten, die Selfies mit denen machen, bei denen ich am Frühstückstisch gesessen habe. Leute, die bei mir zuhause waren und Leute, die mir heute noch Whatsapp-Nachrichten schicken oder mich bei Facebook anschreiben.

Was will ich mit diesem Blog sagen? Nun, ganz einfach, ich will sagen: Nehmt das ernst, was ich schreibe, jedenfalls meistens. Die Informationen, die ich in Teilen veröffentliche (in Gänze geht das leider nicht, ich würde sonst meine Informanten verlieren), sauge ich mir nicht aus den Fingern, sie stimmen. Und ihr könnt ganz sicher sein, dass ich mich vor keinen Karren spannen oder mich kaufen lasse, dieser Blog ist unabhängig und wird auch weiterhin frei zugänglich sein. Am Ende muß jeder selbst entscheiden, was er konsumiert, oder? Billigst-Propaganda wie in der Mopo? Kopierte Scheiße aus dem Insolvenzblog, wo ein Blogger massive Schulden bei einem HSV-Anteilseigner hat? Wie unabhängig kann man dann wohl sein? Hofberichterstattung aus dem Auftragsblatt, in dem sogenannten „Journalismus“ käuflich zu erwerben ist? Hier bekommt ihr alles, alles aus dem Gekicke der Maltafüße. Aber das gucken sich eh nur noch geistige Müllmänner an. Versager, die allen Ernstes so etwas wie eine „Stadionfrau“ haben, wie kaputt muss man sein? Oder Schwachmaten, die ihren Podcast tatsächlich „HSV, meine Frau“ nennen und das mit Sicherheit auch so meinen. Wie in Gottes Namen kann man diesem Arschlochverein eine solche Bedeutung beimessen? 

Und ernsthaft: Von mir aus können sich weitere 400 Vollidioten auf dem Spamfilter austoben und Selbstgespräche Nachts um halb 4 führen, es kratzt mich nicht, weil ich es seit Monaten nicht mehr lese. Davor habe ich immer noch mal geguckt, ob irgendein etablierter User versehentlich dort gelandet war, wo er nicht hingehört, aber das gehört inzwischen der Vergangenheit an. Was auf dem Spamfilter landet, landet unmittelbar im Papierkorb, selbst dann, wenn möglicherweise ein lesbarer Beitrag dabei war. Ich mache mir die Mühe nicht mehr, dort reinzugucken und händisch zu selektieren. Welche Mühe ich mir aber weiterhin, auch aus 18.000 km Entfernung machen werden – ich werde diesen Drecksladen auch weiterhin in seine Bestandteile zerlegen. Weil es mir einen Heidenspaß macht und weil ich der Meinung bin, dass es einer tun muss. Ich für meinen Teil kann später jedenfalls wunderbar in den Spiegel gucken (kann ich übrigens jetzt schon, wenn ich an die letzten 10 Jahre denke) und behaupten, dass ich alles rechtzeitig angesprochen habe. Das können leider nur die Wenigsten, besonders die nicht, deren eigentliche Aufgabe und Beruf es eigentlich wäre.