Um Gottes Willen, Herr Kühne. Ungeschickter (oder berechnender) geht es nicht…

 

Obwohl Klaus-Michael Kühne seit Tagen auf Mallorca ist, betont er gleich zu Beginn des Gesprächs, dass er die HSV-Profis Dennis Aogo und Tomas Rincon auf der Ferieninsel nicht getroffen habe. Deren Suspendierung hat den Investor, der schon mehrfach dem HSV Millionenbeträge zur Verfügung gestellt hat, aber derart geärgert, dass er am Donnerstag spontan das Abendblatt um ein Interview bat.

 

Kühne: Trotzdem bleibe ich bei meiner Meinung. Ich bin maßlos enttäuscht von ihm, und das war ich schon in der vergangenen Rückrunde, als ein durchaus möglicher Europa-League-Platz leichtfertig verspielt wurde. Mir scheint es so, als ob er die Mannschaft weder richtig führen noch motivieren kann.

 

Kühne: Wir hatten kurzen Kontakt. Wobei ich auch davon gehört habe, dass Jürgen Hunke ebenfalls eigene Reformpläne hat. Wichtig ist mir, dass es eine einheitliche und starke Gruppe für eine entsprechende Strukturreform gibt, die ich dann auch sehr gerne unterstützen würde. Mein größter Wunsch wäre, dass dann Felix Magath nach so einer Reform als neuer HSV-Präsident der starke Mann im Verein werden würde. Er könnte dem HSV dringend benötigte neue Impulse geben.

 

Halten Sie denn eine Verpflichtung Magaths für realistisch?

Kühne: Ich halte das zumindest für möglich. Ich selbst hatte auch schon Kontakt mit Herrn Magath. Und von dem, was ich so gehört habe, gibt es für Magath nur zwei ernsthafte Optionen: Entweder er geht als Trainer in den arabischen Raum, oder er wird neuer starker Mann beim HSV. Er selbst scheint die zweite Option zu präferieren.

 

Eine Zusammenarbeit zwischen Magath, Oliver Kreuzer und Thorsten Fink klingt nicht gerade realistisch.

Kühne: Da gebe ich Ihnen recht. Ich würde von Magath erwarten, dass er auch einen neuen Trainer findet. Und Kreuzers Rolle empfinde ich als unglücklich. Er scheint mir sehr mit Fink verbandelt zu sein.

 

Ohne diese Strukturreform stehen Sie aber als Investor beim HSV nicht mehr zur Verfügung?

Kühne: Genau so ist es. Ein weiteres Engagement könnte ich mir nur vorstellen, wenn sich grundlegende Dinge ändern. Kurzfristig würde ich nur noch mal helfen, wenn Magath schon jetzt als Berater verpflichtet wird. Ihm würde ich zutrauen, die passenden Trainer und Stürmer zu suchen, und dabei könnte ich mir auch vorstellen, mich finanziell zu beteiligen. Das wäre ein echter Drahtseilakt, weil ja schon nächste Woche die Transferfrist endet. Aber bei Rafael van der Vaart haben wir es 2012 auch in allerletzter Minute geschafft.

 

http://mobil.abendblatt.de/sport/fussball/hsv/article119302296/Klaus-Michael-Kuehne-Magath-muss-Praesident-werden.html

 

Kommentar: Obwohl ich der Meinung bin, dass Kühne mt einigen Dinge durchaus richtig liegt, empfinde ich diese extreme Einmischung von außen als befremdlich. Für einige HSVer wird es so aussehen, als wolle dort ein nicht ernannter und nicht gewählter reicher Mann die Macht an sich reißen, die Schlüsselpositionen mit Mitarbeitern seiner Wahl besetzen und ein Spielzeug nach seinen Vorstellungen bauen.

Ich könnte mir ferner vorstellen, dass er den Strukturreform-Plänen damit einen Bärendienst erwiesen haben könnte.

Warum Herr Kühne nahezu jeden Mitarbeiter in die Wüste schicken möchte, aber ausgerechnet Hilke für eine Rakete hält, darüber sollte jeder einmal im stillen Kämmerlein nachdenken.

Außerdem finde ich es jeden Tag erschütternder, auf welche ekelhafte Art und Weise das ehemals renommierte Abendblatt versucht, Politik zu betreiben, Menschen gegeneinander auszuspielen, Karrieren zu vernichten. Dazu wird sich natürlich grundsätzlich des Stilmittels des Zitates bedien. Stattdessen werden „nach Abendblatt-Informationen“ die Meinungen anderer genüßlich erzählt, einseitige Interviews gedruckt und lächerliche Mails zitiiert, die natürlich die eigene Meinung wiedergeben, ohne, dass man das Risiko eingehen müßte, die eigene Meinung zu äußern.

 

 

 

 

Von | 2013-10-18T18:04:08+02:00 23. August 2013|Allgemein|74 Kommentare

74 Comments

  1. katsche 23. August 2013 um 08:06 Uhr

    Ich halte von Hilke alles andere als einen Nullperformer! Wenn einer keine Performance abliefert dann ist Jarchow, der Hobby-Vereinspräsi! Hilke ist im Gegensatz sehr professionell.

    Zum Thema: Ich würde mir auch wünschen das Magath oder ähnlich „alte Größen“ mehr eingebunden werden. Auch ein Hrubresch oder von Heesen würden dem Verein gut tun. Aber ein ehemaliger Hobby-Politiker als Präsi und ein Verlagsangestellter als Aufsichtsratsvorsitzender sind in einem professionell gefüfhrten Bundesliga Klub mittlerweile nicht mehr haltbar.
    Und da kann noch so eine Struktur Reform her, wenn keine Profis am Werk sind wird das alles nicht…

    • Gravesen 23. August 2013 um 08:10 Uhr

      Tatsächlich ? Was hat denn Herr Hilke in den letzten 2 1/2 Jahren so professionell auf die Reihe bekommen ? Viagogo ? HSV-Reisebüro ? Oder die Verlängerung der Hoffmann-Verträge mit Aramark, Emirates ?

      • Daywalker 23. August 2013 um 12:50 Uhr

        Soweit ich weiß ist immer noch Sportfive der HSV-Vermarkter. Selbstverständlich sind mir die Verträge nicht bekannt, aber wenn man die Vermarktung des HSV kritisiert, sollte man in erster Linie S5 kritisieren. Mir sind die verbliebenen Kompetenzen des Herrn Hilke jedenfalls unbekannt, darf er ohne S5 überhaupt seiner Arbeit nachgehen? Was macht Hilke, was macht S5? Das Hilke, so wie Hoffmann auch, selbst lange Jahre für S5 in höchsten Positionen gearbeitet hat, macht das Ganze nur pikanter.

  2. Schuppen 23. August 2013 um 09:23 Uhr

    Ich leide doch schon mehr als genug…

    Bis eben war ich der Meinung, dass Kühne der Einzige ist, der es tatsächlich bis zum Transferfrist schaffen könnte zu helfen.
    Strukturen und, von mir aus auch, Magath sind ja noch OK. Aber der Rest…?? Grenzwertig.
    Solche Aussagen sind Wasser auf den Mühlen der Reformgegner …und leider Gottes auch auf meinen.
    Das er, im Falle eines Engagement ein gewisses Maß an Mitsprache einfordert und seine Meinungen frei äußert ist OK. Aber das geht mir dann doch auch zu weit. Schade eigentlich.

    Kreuzer und Fink sind in meinen Augen auch nur zwei arme Schweine, die versuchen es ihren Vorgesetzten recht zu machen. Wobei ich die Art und Weise ihres Vorgehens sicherlich nicht gut heißen möchte.

    touch too much

  3. RektorDonz 23. August 2013 um 09:37 Uhr

    Tja, mit dem Interview bedient Kühne natürlich alle Klischees seiner Gegner und Schiller steuert sein übriges hinzu. Polarisierung und Zuspitzung ja, aber nicht zu diesem Zeitpunkt. Er würde Geld für einen Stürmer hinzugeben und setzt voraus, dass sich hierfür alle derzeitigen Verantwortungsträger wie Käfer auf den Rücken legen? Das ist schon dämlich und kontraproduktiv, zumal auch ein guter Stürmer die Balance im Kader nicht herstellen wird. Ansonsten stimme ich inhaltlich zu 100% zu.

  4. Papa Pollinho 23. August 2013 um 09:44 Uhr

    Vor allem der letzte Satz gefällt mir !!! 😀

  5. Gravesen 23. August 2013 um 09:45 Uhr

    Ich nehme mal an, das ehrenwerte Abend-Funkeblatt empfindet dieses „erbetende“ Interview als Gegenpol zu diesem Liebnau-Mumpitz aus der letzten Woche.

    Man sollte also davon ausgehen, dass spätestens am 28.08. ein Artikel von Herrn Bieberstein oder ein Interview mit Kollegen Reichert erscheinen wird, welches dann mit einem Bericht über Herrn Hunke gekontert wird.

    Und das Volk sitzt geifernd da und wartet darauf, dass ihm der abgeschlagene Kopf des Trainers präsentiert wird.

    In Finks Stelle würde ich heute zum Vorstand gehen und um meine Papiere bitten. Arnesen ist zu beneiden, dass er diesen Zirkus nicht mehr mitmachen muss.

    • HorstUwe 23. August 2013 um 10:22 Uhr

      Mit Arnesen hätten wir diese Intensität des HSV-Zirkusses niemals erreicht! Oliver Kreutzer ist in dem Sinne aber auch wirklich ein Outperformer.

  6. RektorDonz 23. August 2013 um 09:46 Uhr

    Grave, dass Hilke explizit ausgenommen wurde ist in der Tat interessant, ihm hat Kühne damit auf jeden Fall einen Bärendienst erwiesen 🙂

  7. Jan 23. August 2013 um 09:54 Uhr

    Bin ich froh dass ich jetzt erstmal 14 Tage im offline-Urlaub bin…

  8. Thomas S. 23. August 2013 um 09:55 Uhr

    Alles richtig was du schreibst, Grave. Trotzdem war der ein oder andere Satz recht wohltuend zu lesen, z.B. über die Lächerlichkeit der Suspendierung.
    Und mal ehrlich: Allzu viel kaputtmachen können ein Herr Kühne und ein Herr Magath hier nicht mehr. Es ist auch (schon rein altersbedingt) nicht zu befürchten, dass Beide nun über viele Jahre hier eine Alleinherrschaft errichten. Von der Strukturreform würde der Verein aber dauerhaft profitieren.
    Bärendienst hin oder her – ich finde das Interview gar nicht so schlecht.

    • Gravesen 23. August 2013 um 10:03 Uhr

      Das Problem ist nicht, dass Kühne mit vielen Dinge recht hat. Das Problem ist, dass er sich Nordkurven-mäßig in Dinge einmischt, von denen er eben keine Ahnung hat.

      Magath muss Präsident werden.

      Warum ? Weil er es möchte ? Weil Magath noch nie einen Verein geführt hat ?

      Für mich liest sich dieses Interview wie eine Stellungnahme Hopp²

      • Thomas S. 23. August 2013 um 10:33 Uhr

        Ich finde seinen patriarchalen Tonfall ja auch schwer zu ertragen. Ich meine aber, der HSV steht vor einer ähnlichen Situation wie Ende der 90er.
        Damals war die Seeler-Präsidentschaft notwendig, um den Stadionbau anzuschieben.
        Heute werden ähnlich große Namen (und außerdem viel Geld) benötigt, um die Strukturreform zu schaffen, andernfalls wird das nichts.

      • Heinn 23. August 2013 um 15:53 Uhr

        Naja Grave, Die Aussage „MAgath muss Präsident werden“ stand so nur zunächst im Titel der Geschichte. Im Text selber heisst es dann „Mein grösster Wunsch wäre, dass dann Felix Magath…“. Das ist dann schon mal ein deutlicher Unterschied. In der Zwischenzeit wurde die Ueberschrift im HA online ja auch angepasst…

    • Gravesen 23. August 2013 um 10:49 Uhr

      Aber genau das ist doch der Punkt, den sich die „Strukturgegner“ zu Nutze machen werden. Kühne wettert gegen die Suspendierung. Jetzt. Wie wird das denn sein, wenn er erst Großsponsor mit Vereins-Anteilen sein wird ? Muss der neue Trainer dann jede Personal-Entscheidung innerhalb der Mannschaft mit Kühne absprechen ? Und wenn nicht, muss er sie revidieren, wenn es Kühne nicht gefällt ?

      • Thomas S. 23. August 2013 um 11:11 Uhr

        Ach, immerhin macht dann nur noch eine Person Theater. 😉
        Nochmal offiziell: Wenn die Chemie zwischen Kühne und dem neuen Präsidium stimmt, kann das eine Zeitlang funktionieren.
        Und mein inoffizieller Zusatz, nicht für die Gegner bestimmt: Irgendwann nach 2-3 Jahren kommt es natürlich zu den von dir beschriebenen Vorgängen. Der Streit kocht hoch, die Beteiligten dreschen über die Medien aufeiander ein, Uwe & Co. geben ihren Senf dazu. Ergebnis: Herr Kühne zieht sich „aus Altersgründen“ schmollend zurück, Formeseyn & Co. haben reichlich Stoff für ihren nächsten HSV-Geschichtsband, aber was bleibt, ist eine neue Vereinsstruktur. Sieg auf der ganzen Linie!

      • Heinn 23. August 2013 um 16:38 Uhr

        Das ist doch erstens reine Spekulation und zweitens hat er in dem Interview gesagt, dass er nicht alleiniger Sponsor des Vereins werden will.
        Alles Andere kann doch ganz eindeutig in den Strukturen (Verträgen) genauestens festgelegt werden. Dazu gibt es nunmal Beteiligunsgeflechte, bei denen die Autoritäten klar geregelt sind und man als Investor eben nicht ins tägliche Geschäft reinreden kann.

      • Launi 23. August 2013 um 17:23 Uhr

        Man darf nicht vergessen, dass Kühne das Ganze wirtschaftlich betrachtet. Ein Unternehmen ohne klare Linie funktioniert nicht und er traut Magath eben diese Linie zu. Allerdings war der Weg über die Presse vermutlich nicht der richtige. Andererseits ist das aber normal beim HSV und Kühne hat sich angepasst 😉

  9. RuhrgebietsRaute 23. August 2013 um 10:28 Uhr

    Hallo Grave,
    verständlich, dass Dir diese „extreme Einmischung von außen“ nicht besonders gefällt. Doch was ist die Alternative? Abwarten, bis der Verein vor die Wand gefahren ist? Mit den amtierenden Protagonisten ist dies wahrscheinlich lediglich eine Frage der Zeit.
    Von wo sonst, als von außen, soll der „starke Mann“ denn kommen? Das Führungspersonal in diesem Verein ist offenbar damit zufrieden, ein Amt zu verwalten und wichtig zu sein.
    Ich glaube auch nicht, dass der milliardenschwere Herr Kühne eine Profilneurose hat, sondern dass ihm der HSV am Herzen liegt. Das scheint mir bei den meisten aktuellen Würdenträgern lediglich ein Lippenbekenntnis zu sein. Wie heißt es so schön?: An ihren Taten sollt ihr sie erkennen. Und ich sehe nur Rückschritt und Lethargie.
    Ob sich Herr Kühne bei den Wohlfühl-Traditionalisten mit diesem Interview einen Gefallen getan hat, steht auf einem ganz anderen Blatt. Der Mann ist Milliardär, nicht Diplomat.

    • colt seavers 23. August 2013 um 11:14 Uhr

      schon die idee, der hsv benötige einen „starken mann“ ist ein fehler. der hsv braucht kompetentes personal auf allen positionen, das zielgerichtet ZUSAMMENarbeitet, keinen alleinherrscher, der glaubt, für alles die richtige lösung parat zu haben. deshalb bin ich auch sehr skeptisch gegenüber der person magath. die combo riekhoff – hoffmann – arnesen – trainer x wäre ein wunschtraum gewesen – und wird es leider auch bleiben.

      • RuhrgebietsRaute 23. August 2013 um 11:27 Uhr

        Sorry, Du darfst ja weiterhin Deinen Wunschträumen nachhängen. Da bin ich sogar bei Dir. Mit dem „starken Mann“ meinte ich im übrigen jemanden, der völlig unabhängig ist, der auch die finanziellen Möglichkeiten hat, bestimmte notwendige Dinge anzuschieben und auch zu verwirklichen. Ich ziehe den „starken Mann“ zurück und ersetze ich durch „unabhängigen Menschen“.

      • Gravesen 23. August 2013 um 11:33 Uhr

        Aber leider zeigt uns die Geschichte, dass in „Krisenzeiten“ gern und laut nach dem „starken Mann“ geschrien wird. Leider wird vergessen, was passiert, wenn der Messias scheitert.

  10. Jakob B. 23. August 2013 um 11:50 Uhr

    Was ist wenn Hilke gute Ideen hat, sich jedoch gegen Widerstände aus dem AR und VV nicht durchsetzen kann???
    BIsschen übet den Tellerrand denken. Was hier gesfhrieben wird ist es nur Vermutung und Hörensagen.
    Pro Ausgliederung

    • Gravesen 23. August 2013 um 12:05 Uhr

      Was ist wenn Hilke gute Ideen hat, sich jedoch gegen Widerstände aus dem AR und VV nicht durchsetzen kann???

      Ach so, ich verstehe. Und das sind keine Vermutungen, sondern Tatsachen ?

  11. Bernd 23. August 2013 um 12:28 Uhr

    Mag sein, daß es kontraproduktiv scheint, ich persönlich halte das Interview von Herrn Kühne zum richtigen Zeitpunkt gesetzt.
    Genauso läuft es auch in der Politik. Kühne wirft jetzt den Namen Magath in den Raum und wartet auf Reaktionen.
    Kühne weiß genau, daß Magath auch bei den Supportern einen Ruf als Lichtgestalt besitzt.

    Ich persönlich glaube nicht, daß Liebnau sich 100%tiger Unterstützung sicher sein kann, vielleicht 5-10% Hardcore SCler.
    Viele, die sich einen Dreck um Liebnau & Co kümmern, kommen jetzt ins Grübeln. Da man selber sich für Vereinspolitik nicht interessiert und sondern nur Party machen will reduziert sich die Frage nämlich nur auf die Frage: Liebnau oder Magath in der Vereinsführung..

    Jetzt müssen alle Vereinsmitglieder, die sich als Anti-SCler bezeichnen und in zig Foren ihre Unzufriedenheit über den Stand der Dinge äußern, so langsam Reisevorbereitungen treffen.
    Genau diese Leute zu einer Jahreshauptversammlung hinzubewegen ist das dicke Brett das Kühne bohren will.
    Das Angebot ist eindeutig, Kühne & Magath im Duett. Besser geht nicht.
    Das Problem eines jeden Vereines ist es die sogenannte Mitte zu aktivieren. Fanatiker haben es da etwas leichter.

  12. Solitaer 23. August 2013 um 12:39 Uhr

    Ich dachte auch bis gestern das Herr Kühne dem Verein bis zum Ende des Monats helfen kann. Heute nachdem in jeder Zeitung das Kühne Interview steht, bin ich einfach nur schockiert. Ich finde das Fink einen super Job macht und ein siebter Platz in der letzten Saison sehr gut war. Weiß keiner mehr wo der HSV vor zwei Jahren Stand? Da hat der HSV um den Abstieg gespielt. Fink hat die Gurkentruppe auf den 7. Tabellenplatz gepusht. Hätte jetzt ein vernünftiger Einkauf von Spielern stattgefunden, würde der HSV um die Internationalen Plätze spielen. Im wurde ein 10 Mio. Mann weggenommen und muss mit einem 1 Mio auf dieser Position auskommen. Da würde ich gerne Herr Magath sehen wie er das Problem lösen würde. Aber der kriegt ja von Herr Kühne direkt 50 Mio zum Einkaufen von Spielern. Das vielleicht ein Herr Magath Präsident werden will ist ja sehr schön und vielleicht auch hilfreich, aber das sollte intern geklärt werden. Wenn ich Fink wäre, dann würde ich die Offensiven Spieler in die Abwehrstellen und die von der Abwehr in den Sturm. So hat der HSV die Chance gegen Berlin 10 Tore zu kassieren. Am Abend würde ich dann meine Papiere holen und gehen. Fink findet mit Sicherheit direkt einen neuen Verein. Was ist aus diesem Traditionsverein nur geworden. Schaut Euch nur den BVB an. Die waren auch fast pleite und jetzt haben die 50 Mio Gewinn erwirtschaftet. Die arbeiten intern und ruhig.

    Jeder Tag HSV heißt jeden Tag nur noch Kopfschütteln und Herzschmerzen

    • colt seavers 23. August 2013 um 13:13 Uhr

      ich bin kein großer fink-fan. meine bedenken/vorurteile, die ich von anfang an gegen ihn hatte (er ist niemand, der aus einer mannschaft mehr herausholt als „offensichtlich“ drinsteckt; seine ambitionierte taktik greift in der bundesliga nicht so wie in der schweiz; er ist ziemlich unflexibel; er hat unrealistische zielsetzungen & neigt dazu seine spieler zu überfordern) haben sich im großen & ganzen bestätigt, und ich würde das „experiment“ offensiv-dominanter ballbesitzfußball lieber heute als morgen zugunsten eines flexibleren und gegnerorientierten ansatzes (à la tuchel) beendet sehen. aber erstens muß man ihm zugute halten, daß er eben die punkte holt & die mannschaft – bis jetzt – weiter nach oben bringt, so beschissen das spiel auch oft aussieht. (das hat er mit den bayern der hitzfeld-ära gemein, die offensichtlich eine der inspirationsquellen für ihn sind.) und man sollte nicht den fehler machen anzunehmen, daß es leicht wird, einen besseren/erfolgreicheren trainer als nachfolger zu verpflichten. die chancen sind zehn zu eins, daß wir dabei in die scheiße greifen. (sie wären schon nicht gut unter „normalen“ umständen, bei unserem labilen umfeld & einem buli-unerfahreren traditionalisten als sportchef, der nicht schnallt, daß man einen bundesligisten nicht führen kann wie ein drittliga-team, ist der mißerfolg geradezu vorprogrammiert. trainer der kategorie magath oder stevens sind da schon das beste, was man erwarten darf.)

  13. bono 23. August 2013 um 13:03 Uhr

    Ob nun Herr Kühne ein Hopp2 werden will. Ich denke nicht, da sollte man mal zwischen den Zeilen lesen. Er will nicht alleine der Geldgeber sein und das ist ein ganz entscheidender Punkt. Ich habe mit einigen Klienten gesprochen und erfahren, dass, sofern eine Finanzkoryphäe wie Kühne mal den Weg öffnet, sich einige Investoren/Gönner anschliessen würden.
    In diese Finanzkreise darf ein Herr Hilke m.V. nur mal durch das Schlüsselloch luschern. Eine Mitbestimmung a la Abramowitsch, (ich bestimme, wer gekauft wird oder nicht) ist meiner Meiner Meinung nach garnicht deren Gusto.

  14. The_maxx 23. August 2013 um 13:30 Uhr

    Ich finde die Kühne Aktion genau wie Grave suboptimal. Magath hat sich meiner Meinung nach zu einen absoluten Alleinherscher entwickelt, der sich für unfehlbar hält. Colts Analyse zu Fink finde ich treffend. Blöd finde ich die Finke Aktion vom we inkl Suspendierung u heller Flughafentalk.

    Alles in allem: HSV steht gerade so mistig da dass es auch mit Kühne u Magath nicht schlechter werden kann

    • The_maxx 23. August 2013 um 13:35 Uhr

      … Glaube ich. Helmer

    • colt seavers 23. August 2013 um 13:43 Uhr

      eine „analyse“ zu fink sollte das gar nicht sein, mehr eine kurze sammlung von eindrücken, zu genießen cum grano salis. ich würde die diskussion über seine vorzüge & fehler, erfolge & mißerfolge, und ob er der richtige trainer für den hsv ist, ja prinzipiell ganz gerne führen, nur ist mir momentan die stimmung (auch meine eigene) zu aufgewühlt, um hoffung zu haben, daß wir zu einer sachlichen bewertung gelangen.

      mein aktueller stand ist, daß ich seine vertragsverlängerung nicht begrüßen würde, und sie auf jeden fall vom erreichen der euro-league abhängig machen. das ist ein kleines bißchen unfair ihm gegenüber angesichts der tatsache, daß er dabei vom management/AR keinerlei hilfe zu erwarten hat (ganz im gegenteil), aber der verein muß sich nun mal weiterentwickeln, und das spielermaterial reicht für dieses ziel allemal.

  15. Gravesen 23. August 2013 um 13:43 Uhr

    Naja. So lange amtlich anerkannte Arschlöcher wie Jochen Ulmer aus Quickborn immer noch ihre Gülle in die Welt posaunen können, kann es dem HSV noch nicht schlecht genug gehen,

  16. RektorDonz 23. August 2013 um 13:46 Uhr

    Vorab, ich sehe den Einstieg von Investoren und Persönlichkeiten wie Kühne alles andere als unkritisch. Ich bin aber mittlerweile davon überzeugt, dass es der Verein nicht mehr schaffen wird, sich über seine operativen und kontrollierenden Organe selbst aus der derzeitigen Abwärtsspirale zu befreien. In sofern bin ich froh, dass diese riskante Option überhaupt besteht.

    Aber sagt mir bitte mal jemand, was Kühne mit diesem Interview zu diesem Zeitpunkt überhaupt bezwecken wollte, außer seinem Zorn mal etwas Ausdruck zu verleihen? Ernst gemeinte Frage, auf die ich noch keine plausible Antwort gefunden habe.

    Er zeichnet einen Weg vor, sagt aber gleichzeitig auch, dass er mit den betreffenden Personen noch keine weiterführenden Gespräche geführt hat. Man mag es ihm vielleicht zugute halten, dass er sich in den Part der Umstrukturierung gar nicht zu offensichtlich einklinken möchte, aber von selbst werden die Rädchen nun auch nicht ineinander greifen. Ich bin daher momentan eher etwas ernüchtert.

    • Gravesen 23. August 2013 um 14:03 Uhr

      Weder der Zeitpunkt noch der übertriebene Tonfall macht einen Sinn. Für eine Unterstützung zur Strukturveränderung zu früh (Januar 2014), für einen Einfluss auf die aktuelle Saison zu spät.

      Auf mich wirkt die Aktion nicht wie ein Befreiungsschlag, sondern mehr wie ein unkontrollierter Amoklauf.

      Allerdings ist Kühne normalerweise nicht für Amokläufe bekannt…

      • Scheinheiliger 23. August 2013 um 14:52 Uhr

        An einen unkontrollierten Amoklauf glaube ich auch nicht. Aber nach dem Theater der letzten Tage hat er den Zeitpunkt vielleicht vorgezogen. Eventuell ist er letztlich auch ein Fan, und ist angekotzt – wie viele andere (hier) ja auch – von der momentanen Situation.

        Da er keine Funktion im Verein hat, darf er natürlich auch unkontolliert auf die Kacke hauen.

        Natürlich kann man jetzt den Zeitpunkt monieren (schon genug Unruhe im Moment…). Aber da bin ich eher bei Kühne: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

        Sein Vorschlag mit Magath ist für mich vergleichbar wie seinerzeit Seeler und der Stadion-Neubau. Manchmal braucht man einfach eine gewisse Signalwirkung.

        Mal anders herum: Hat Kühne dem Verein schon jemals geschadet? Oder warum wird er so kritisch gesehen?

        cu.

        • frank4u 24. August 2013 um 07:41 Uhr

          was für ´ne Aufruhr wegen Kühne.
          KMK ist absoluter Fan und Gönner des HSV ohne sich Posten im VV AR etc. einzufordern. Er macht nur das was erfolgreiche Unternehmer immer tun, er stellt für Investitionen Bedingungen. Wer von Euch gibt den sein Geld an jemanden ohne zu wissen was damit passiert oder ob es nützlich verwendet wird!! Zeitpunkt des Interviews ist bewusst so gelegt, um endlich eine Diskussion der 2 Seiten zu entfachen. KMK ist m.M.n. sich genau über die weiteren damit verbundenen Abläufe im klaren.
          Schauen wir mal auf den Auftritt des CEJ beim NDR am Sonntag.