Glaubensfragen – HSVplus und HSV Reform stellen sich in Köln

Ein Gastbeitrag von MrsMurphy

 

In der Aula des Humboldt-Gymnasiums stellten sich Vertreter von HSVplus und HSV Reform den 54 Fans (darunter auch ein EffZeh-Fan). Nach jeweils kurzen Präsentationen der Konzepte und Vorschläge von Christian Reichert (stellvertretender Abteilungsleiter des SC) sowie von Ernst-Otto Rieckhoff und Holger Hieronymus (HSVplus) war Gelegenheit zur Diskussion.

 

Ich erhoffte mir vor Ort Antworten auf Fragen zur Lösung der finanziellen Probleme, der Regelung der Mitbestimmung sowie mehr Informationen zu den Menschen hinter den Konzepten.

  1. Die Finanzen

    HSVplus trat u.a. auf den Plan, weil sich die Initiatoren um die Handlungsfähigkeit des HSV sorgten. Die Konzernbilanz wird im dritten Jahr in Folge ein negatives Ergebnis ausweisen, das negative Eigenkapital wird in diesem Jahr laut Bilanz noch einmal gestiegen sein – Rieckhoff kündigte an, dass sich einige „aber auf den Hintern setzen werden“, wenn sie das läsen. Da aus steuerrechtlichen Gründen keine Geschenke an den HSV zu erwarten seien, die Banken kein Geld mehr gäben (was sie übrigens auch bereits bei der Stadionfinanzierung nicht einfach so taten, hier bedurfte es seinerzeit der Fürsprache durch SportFive) und sich der HSV auch marketingtechnisch „am oberen Limit“ bewege (mithin hier auch nicht mehr zu erwarten sei), bliebe nurmehr die Ausgliederung, um sich strategischen Partnern zu öffnen. Dies in Abgrenzung zu Investoren und Mäzenen: Erstere, da zeigte sich Holger Hieronymus überzeugt, würden in der Bundesliga keinen Fuß auf die Erde bekommen: Investoren erwarteten einen ‚Return-on-Investment‘, und diesen würde es im deutschen Fußball schlicht nicht geben. Strategische Partner dagegen investieren in eine Marke, von der sie sich etwas versprechen. Wie Rieckhoff erklärte, machten die potenziellen Partner dies nicht am finanziellen Wert des HSV fest: Hier ginge es um gemeinsame Ziele, an denen man miteinander wachsen könnte. Er sprach von „echten Granaten“, die sich hier engagieren würden – man sollte ihm hier einfach vertrauen. Bei der Wahl der geplantem, zukünftigen Rechtsform „AG“ der Lizenzspielerabteilung habe man sich an den Besten der Liga, dem FC Bayern, orientiert. Ängsten, der HSV würde verkauft, entgegnete Rieckhoff, dass die Vertragsausgestaltung sowie das Konzept es nicht vorsähen, dass der Verein „aus der Hand gegeben“ werde.

    Exakt für diese Ängste steht die HSV Reform, die sich in Gestalt von Reichert klar gegen die Ausgliederung ausspricht. Der Frage, woher die Gelder kommen sollten, die den HSV wieder handlungsfähig machten, wich Reichert aus: „Es ist doch immer die Frage, welchen Zahlen Sie glauben wollen.“ Zahlen als Glaubensfrage. Er gab zu, die Finanzanalyse von Marco Mesirca auf spielverlagerung.de nicht zu kennen. Dennoch behauptete er: „Wir haben genügend Geld, es muss nur richtig verwendet werden.“ Reichert konnte (oder wollte) nicht beantworten, wie bestehende Verträge einzuhalten wären, worin das „Tafelsilber, das man veräußern“ könnte, bestünde, und ob ein Stadionverkauf weiterhelfen könnte. Von dieser durch Manfred Ertel geäußerten Idee (die im übrigen auch nur einmalig Geld brächte) wusste Reichert nichts.

  2. Handelnde Personen
    Es besteht Konsens bei allen Veränderungs-Vorschlägen, dass jedes Konzept mit den handelnden Personen steht und fällt. Einigkeit herrscht auch darüber, dass es an der Kompetenz (sportlich, wirtschaftlich) derzeit mangelt.
    HSVplus setzt bei seinen Unterstützern auf beide Seiten: Mit Vertretern aus der 83er Meistermannschaft sowie Thomas Doll kennt die Öffentlichkeit erfahrene Macher aus dem Fußballbereich, mit Stephan Rebbe wurde der erste Vertreter aus dem Bereich Wirtschaft bekannt – weitere würden in Kürze vorgestellt. Doch die Unterstützer von heute sind nicht zwingend jene, die in einer neuen Struktur an verantwortlicher Stelle mitwirken – auch hier warb Rieckhoff um Vertrauen. Um die handelnden Personen in die Pflicht zu nehmen, sei nach Ansicht von Rieckhoff eine AG sehr gut geeignet, denn im Aufsichtsrat einer AG hätte ein „Maulwurf-Dasein tatsächlich strafrechtliche Konsequenzen“.

    Randbemerkung I: Rieckhoff berichtete aus seiner Zeit als Aufsichtsratsmitglied nicht nur von der Unruhe durch die Geschwätzigkeit einzelner, sondern beklagte selbst den Mangel an Know-how, um den satzungsgemäßen Auftrag zu erfüllen: Transfers wurden mitunter nicht wirklich nach finanziellen Aspekten bewertet, sondern damit begründet, dass „man die Fans doch nicht schon wieder enttäuschen könnte“.

    HSV Reform will auch personelle Veränderungen – allerdings (auch) mit Personen, die gegenwärtig in den Schaltzentren des HSV bereits Verantwortung tragen – dazu gehört natürlich Manfred Ertel. Auf die Frage, wie das zusammenginge, antwortete Reichert: „Das müssen die Betreffenden selbst wissen.“ Selbstverständlich kenne auch er geeignete Personen, die beim HSV etwas bewegen können, aber da man ihnen keine Posten anbieten könnte (sie müssten ja von der MV in den AR gewählt werden), würde er keine Namen nennen.

  3. Mitbestimmung
    Einige Mitglieder des Vereins betonen in Gesprächen oder auf den Social-Media-Kanälen immer wieder, wie wichtig ihnen die Mitbestimmung sei. Zwar konnte bisher noch nicht geklärt werden, worin der Wert dieses Guts konkret bestünde (wenn es denn keine Glaubensfrage ist), aber sie ist Teil der Kultur dieses Vereins. Und so will auch HSVplus diese – entgegen der Meinung ihrer Kritiker – nicht abschaffen. Im Gegenteil, wie Rieckhoff nicht müde wurde, zu betonen. Er erklärte, dass in dem Fall, dass sich am 19.1. die einfache und drei Monate später die dreiviertel Mehrheit für HSVplus fände, die MV sofort das Präsidium und den Beirat wählen könnte. Der direkt gewählte Präsident säße darüber hinaus automatisch im Aufsichtsrat der Fußball AG. Eine Beschneidung der Mitgliederrechte könne er nicht erkennen.

    HSV Reform setzt dagegen auf noch mehr Mitbestimmung, auch wenn die Unterstützer dieses Vorschlags das so direkt nicht sagen: Neben den vier gewählten Vertretern entsenden die Amateure und die Fördenden Mitglieder einen Delegierten. Diese sechs suchen sich (zwingend oder fakultativ?) zwei kooptierende Mitglieder aus Sport oder Wirtschaft, um die Kompetenz zu erhöhen. Gleichzeitig wird vorgeschlagen, dass der AR mit einer dreiviertel Mehrheit einzelne Mitglieder aus dem AR ausschließen können. Es blieb offen, wie oft das innerhalb einer Legislaturperiode vorkommen darf, und wie das ausgeschiedene Mitglied ersetzt würde.

    Randbemerkung II: Eine Initiative, die sich die Mitgliederbestimmung auf die Fahnen schreibt, wird mit Christian Reichert durch einen Funktionär der mitgliederstärksten Abteilung des Vereins vertreten, den wiederum die Meinungen der Mitglieder, die ihre Einschätzungen anders als face-to-face äußern, nicht interessiert. Das Internet sei ihm „schnurz“, da werde eh nur „gepöbelt“.

  4. Der Schutz des Amateursports im e.V.
    HSVplus will die Amateurabteilung finanziell vor dem Risiko, die der Profibetrieb der Fußballer für die vielen Amateurabteilungen des derzeitigen Gesamtvereins mit sich bringt, schützen, sie aber per Grundlagenvertrag weiter unterstützen.

    Mit HSV Reform gibt es hier wenig Handlungsbedarf; Christian Reichert gewährte jedoch einen Blick hinein: Es sei schon vor Jahren das Ziel gewesen, dass sich die einzelnen Abteilungen selbst tragen sollten. Die Damen-Fußballmannschaft hätte das vom Vorstand „genehmigte Minus deutlich überschritten“ und mehr Verluste angehäuft als alle anderen Abteilungen zusammen. Er gab außerdem zu bedenken, dass die Mitgliedsbeiträge in anderen Amateursportclubs in Hamburg deutlich höher sein als beim HSV. Und: „Die Profis können nicht auf Dauer diese Abteilungen unterstützen.“

 

Die in Köln anwesenden Protagonisten der konkurrierenden Konzepte wirkten sehr unterschiedlich vorbereitet. Das irritierte so manchen im Auditorium. So zeigte sich ein Mitglied, das gekommen war, um zur HSV Reform mehr zu erfahren („Vor drei Jahren wäre ich notfalls in die 6. Liga mit dem HSV gegangen.“), gerade zu schockiert darüber, wie sich Vertreter der Reform in der Öffentlichkeit präsentierten (er nannte hier Ertel) und über die Reaktion von Reichert auf die Fragen zum Thema Finanzen. Wenn er diese zu einer Glaubensfrage erklärt, ist man als Zuhörer geneigt, von eben diesem Glauben abzufallen.



🙂

 

Von | 2013-11-17T11:39:04+01:00 17. November 2013|Allgemein|69 Kommentare

69 Comments

  1. HSV Bayer 17. November 2013 um 11:54 Uhr

    Trapper, Du drückst es besser aus, als ich, das ist aber nichts Neues 🙂 !! Ich habe nichts dagegen, Ertel eine Plattform zu geben, das gebietet die Fairness. Und bezüglich den ein oder anderen Punkt, sollte man sogar diskutieren. Meinungen von anderen muss man auch akzeptieren. Allerdings wie Gravesen schon geschrieben hat, mir ist es auch neu bei einen schriftlichen Interview zu lachen! 😉

    • Heiliger Bimbam 17. November 2013 um 17:49 Uhr

      “ Ich habe nichts dagegen, Ertel eine Plattform zu geben, das gebietet die Fairness.“ – Ich gehe sogar weiter und sage, dass Ertel die beste Werbung für HSVPlus ist. 😉

  2. HSV Bayer 17. November 2013 um 11:55 Uhr

    So und jetzt widme ich mich mal den Beitrag von Miss Murphy!! 🙂

  3. HSV Bayer 17. November 2013 um 11:59 Uhr

    Hallo Miss Murphy, Danke dafür!! Deckt sich mit den Aussagen, des Köln Fans auf Transfermarkt.

  4. Pascal Jarosch 17. November 2013 um 12:12 Uhr

    umso schlimmer ist eigentlich (zumindest für die Reformverhinderer) dass zum wiederholten mal der Vertreter der „Verhinderer“ desaströss auftreten und wieder mal nur EOR und seine Unterstützter in HSV Plus gut Vorbereitet und überzeugend Argumentiert haben. Je mehr Leute sich das anschauen, desto mehr sollten kapieren, was hier vor sich geht und das es unter den Vorschlägen eigentlich nur ein wirkliches Konzept steht.

    Um es mit den Worten von Frau Merkel auszudrücken: HSV Plus ist Alternativlos

  5. Svengz 17. November 2013 um 12:12 Uhr

    Tja, was soll man dazu noch sagen?
    Es gilt jetzt nur noch die Leute zu erreichen, die den „Reformern“ taub und blind hinterher tapsen. Ich befürchte nur, dass man sie hier nicht findet.

    • MrsMurphy 17. November 2013 um 12:19 Uhr

      @Sven
      Ich unterstelle weder den Unterstützern noch den Befürwortern von HSV Reform, blind und taub hinterherzulaufen. Was mich ratlos hinterlässt, ist die ideologische Sturheit – Ausgliederung ist aus Prinzip (!) böse. Da gibt es dann auch keine Verhandlungsgrundlage mehr.

      Übrigens: Ich habe mir gestern nacht noch das Rautenradio mir Herrn Rieckhoff angehört. Das war sehr interessante Sendung. Zwei Dinge fand ich jedoch seltsam:
      Zum einen wurde HSVplus vorgeworfen, die Mitgliederschaft zu spalten (irgendwie wurde das den Fernwahl-Befürwortern auch vorgeworfen, wahrscheinlich sogar von den gleichen Personen). Zum anderen wurde von einer Leidenschaft der Mitglieder für die Mitbestimmung gesprochen – bei höchstens 2000 Mitgliedern (von 70.000!) auf einer MV. Rieckhoff erzählte außerdem, dass bei den Amateuren von 6000 Mitgliedern gerade einmal 52 zur Versammlung kamen. Es tut mir leid: Leidenschaft definiere ich anders.

      • MrsMurphy 17. November 2013 um 12:21 Uhr

        Ich bin noch nicht richtig wach:
        Es war eine interessante Sendung mit Ernst-Otto Rieckhoff.

  6. HSV Bayer 17. November 2013 um 12:26 Uhr

    Ist doch witzig: Die HSV Reformer gehen so ran, wir können gerne diskutieren, aber nur zu unseren Bedingungen!! Dieses Weltbild ist unglaublich!!

  7. Trapper Seitenberg 17. November 2013 um 12:33 Uhr

    Danke für diesen lesenswerten Bericht, MM

    Gleichzeitig wird vorgeschlagen, dass der AR mit einer dreiviertel Mehrheit einzelne Mitglieder aus dem AR ausschließen können. Es blieb offen, wie oft das innerhalb einer Legislaturperiode vorkommen darf, und wie das ausgeschiedene Mitglied ersetzt würde.

    Interessante Fragen, die mir bislang noch gar nicht als unklar aufgefallen waren. Es wirkt, wie so vieles beim Reformkonzept, unausgegoren und nicht zu ende gedacht.

  8. HSV Bayer 17. November 2013 um 12:42 Uhr

    Deswegen wäre ein runder Tisch, zum Wohle des HSV am Sinnvollsten!! Das Ganze aber ohne Vorbedingungen!

  9. Trapper Seitenberg 17. November 2013 um 12:59 Uhr

    Das ist (auch) so eine Weltidee, mit dem s.g. runden Tisch. Hört sich zunächst gut an, wird aber, je länger man darüber nachdenkt, zur intellektuellen Totgeburt. Wo bitte sollte ein wirklicher Kompromiss zwischen bekennenden Ausgliederungsbefürwortern und ausgewiesenen Gegnern jeder Form der Ausgliederung liegen? Ein wenig ausgliedern wäre schließlich wie ein wenig schwanger. Unmöglich.

    • HSV Bayer 17. November 2013 um 13:02 Uhr

      Leider!

    • Trapper Seitenberg 17. November 2013 um 13:17 Uhr

      Liegt das seit Jahren entfremdete Ehepaar nach langer Zeit wieder eimal im gemeinsamen runden Bett.
      Fragt er: „Du, ich brauch es dringend! Darf ich dich heute mal ein wenig schwängern?“
      Sie (zähneknirschend): „Wenn es denn unbedingt sein muss – aber bitte nicht ganz!“

      • HSV Bayer 17. November 2013 um 13:32 Uhr

        🙂

  10. Jan-Peter 17. November 2013 um 13:08 Uhr

    Respekt, Herr Reichert! Wer sich so ahnungs- und faktenlos einer Podiumsdiskussion stellt, lebt entweder gänzlich in einem anderen Universum oder hat bereits seit Jahren jedweden Bezug zur Realität verloren (Eigenwahrnehmung vs. Aussenwirkung).

    Ein Traum, den Verein in solchen Expertenhänden zu wissen: Ein Albtraum!

    P.S. MM, *Danke schön* für den Bericht!

  11. Launi 17. November 2013 um 13:10 Uhr

    Ein „Runder Tisch“ bringt nur dann etwas, wenn eine gemeinsame Basis vorhanden ist oder zumindest nicht ausgeschlossen werden kann. Das kann ich beim Besten Willen nicht erkennen, so sehr Ertel, Hunke etc. noch darauf verweisen, dass es hier ausschließlich um den HSV geht. Man will seine Pfründe nicht abgeben und somit ist die Möglichkeit, alle Kraft in ein gemeinsames (sinnvolles) Konzept zu stecken, vertan. Wir Fans können nur hoffen, dass HSV Plus die notwendige Mehrheit findet und vor allem, dass die Reform noch rechtzeitig kommt.

    Am Ende ist es doch so, wie schon irgendwer vor ein paar Tagen schrieb: Darauf zu hoffen, dass irgendein Mäzen Geld in den Verein pumpt ist etwa so wie darauf zu bauen, dass man im Lotto abräumt. Somit bleibt einzig, sich strategische Partner ins Boot zu holen

  12. Gravesen 17. November 2013 um 13:50 Uhr

    Strategische Partnerschaft FC Bayern München
    Driving business through sports

    Die HypoVereinsbank ist die Bank des FC Bayern München. Wir verknüpfen die Bekanntheit der Marke FC Bayern München mit der Finanz-Expertise der HVB.

    Premium Partnerschaft verlängert

    Die HypoVereinsbank hat ihre Premium-Partnerschaft mit dem Triple Sieger FC Bayern München zunächst bis 2016 verlängert.
    Somit sind wir nicht nur Hausbank, sondern auch exklusiver Partner für den FCB Finanzbereich und Konsortialbank im Falle eines Börsengangs. Die Entwicklung, Vermarktung und der Vertrieb von innovativen Finanzprodukten für die am Fußball interessierte Community bilden ein weiteres Business-Ziel, das im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht.

    Durch den Imagetransfer und eine enge Zusammenarbeit bei der Produktentwicklung mit dem FC Bayern München gelingt es uns, Neukunden zu gewinnen, mehr Geschäft und damit Erträge zu generieren. Mit dem FC Bayern München nutzen wir dabei den Club mit der größten Bekanntheit, den höchsten Sympathiewerten, den meisten Fans und der größten Medienpräsenz in Deutschland.
    Hintergründe

    Warum hat man sich ausgerechnet für den FC Bayern München entschieden? Der FC Bayern München ist derzeit der mit Abstand erfolgreichste Fußballclub in Deutschland und gegenwärtig einer der erfolgreichsten der Welt. 95 Prozent aller Deutschen kennen ihn, es gibt ca. 13 Millionen Bayern-Fans, über 150.000 sind Mitglied im FC Bayern München e.V., 23 Mal war der FCB Deutscher Meister.
    Auch das Geschäftsmodell FC Bayern München ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Er ist der wirtschaftlich erfolgreichste Fußballverein weltweit. In den CEE-Staaten ist der FC Bayern häufig sogar populärer als die europäischen Marktführer Manchester United und Real Madrid. Damit ergeben sich nicht nur für die HypoVereinsbank, sondern auch für die UniCredit als Bank im Herzen Europas enorme Torchancen.

    Der FC Bayern München polarisiert die Fußball-Fangemeinde. Droht dadurch eine Spaltung der Kundschaft? Mit dem Image des sportlich und wirtschaftlich erfolgreichsten Sportvereins in Deutschland war der FC Bayern München die erste Wahl. Es liegt in der Natur der Sache, dass der Verein trotz der hohen Popularität nicht von allen geliebt wird.
    Dies führt aber nicht zu einer Spaltung oder Polarisierung der Kunden. Die Erfolgs-Story FC Bayern München und die Perfektion auf ganzer Linie sind unstrittig und werden auch entsprechend respektiert.

    • HSV Bayer 17. November 2013 um 13:55 Uhr

      Welch Geistes Kinde der AR-Vorsitzende des HSV ist, konnte man auf Facebook bezüglich seines Hoeneß Kommentars bereits bewundern!! Mit solchen Menschen lohnt sich nicht zu diskutieren. Der FCB und Hoeneß sind die bösen Mächte, Punkt aus und Fertig. Allerdings Kohle im Rahmen des Finanzausgleich der DFL nehmen wir all zu gerne! Ach was soll es, ich rege mich über diese Neiddebatte gar nicht mehr auf.

      • Trapper Seitenberg 17. November 2013 um 14:11 Uhr

        Ohne die Steuerstraftat des U.H. relativieren oder gar beschönigen zu wollen:
        Eigentlich müsste man Ertel wünschen, dass er ganz persönlich aufgrund desaströser(er) Finanzlage des HSV zum Canossa-Gang in die Säbener Straße gezwungen wird, um dort um ein Benefizspiel des FC Bayern zur Rettung des HSVs zu betteln. Da wäre ich dann gerne Mäuschen.

        • HSV Bayer 17. November 2013 um 14:38 Uhr

          Dieses Mäuschen wäre ich auch gerne! Und es geht auch nicht darum die Straftat zu relativieren, dafür gehört er bestraft und wird es auch! Persönlich ist er dies bereits genug, wenn ich diese unselige Hetze sehe.

  13. Gravesen 17. November 2013 um 14:08 Uhr

    http://www.adidas-group.com/de/investoren/pflichtveroeffentlichungen/ad-hoc-mitteilungen/2001/adidas-und-der-fc-bayern-munchen-vereinbaren-einzigartige-strate/

    Gleichzeitig stellt adidas seine mehr als 35jährige partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem aktuellen Sieger der UEFA Champions League und Deutschen Meister auf eine neue innovative Grundlage. Die adidas-Salomon AG beabsichtigt, 10% Anteile an der noch zu gründenden FC Bayern München AG zu erwerben. Auch hierzu wird heute eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.

    „adidas und den FC Bayern München verbinden weit mehr als eine langjährige Partnerschaft als Sponsor und Ausrüster. Uns eint die unvergleichliche Leidenschaft für den Fußball.

    Beide stehen wir seit mehr als 35 Jahren für Spitzenleistung in diesem Sport. Mit unserer neuen Vereinbarung haben wir diese überaus erfolgreiche Partnerschaft auf eine neue Ebene gehoben, die weltweit ohne Beispiel ist. Sie wird uns erlauben, noch enger und intensiver zusammenzuarbeiten, um unsere Kompetenz und Klasse in unseren jeweiligen Betätigungsfeldern weiter auszubauen“, sagt Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender der adidas-Salomon AG.

    Franz Beckenbauer, Präsident des FC Bayern München, kommentiert: „Diese neue Partnerschaft mit adidas wird uns helfen, die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu bewältigen.

    Mit dieser neuen und erweiterten Partnerschaft mit dem FC Bayern München setzt adidas konsequent sein Top-Sponsoring-Konzept fort. Es sieht eine intensive Zusammenarbeit mit den besten Sportsymbolen der Welt vor.

    Unser langfristiges Engagement beim FC Bayern München unterstreicht unsere Entschlossenheit, die Marke der Wahl für Spieler und Fans weltweit zu bleiben

    „Unser Sponsoring-Konzept sieht vor, mit unseren wichtigsten Partnern noch enger zusammen zu arbeiten. Genau dies erlaubt uns unsere neue innovative Vereinbarung mit dem FC Bayern München.“

    So ist adidas mit dem FC Bayern München in allen Feldern des Marketing und des Merchandising, aber auch in der Nachwuchsförderung und Talentsuche aktiv. Im Mai dieses Jahres nahmen rund 3.000 Kinder an der Veranstaltungsreihe „Be a champ 2006“ auf dem Bayern-Trainingsgelände an der Säbener Straße teil. Eine neue gemeinsame Werbekampagne von adidas und dem FC Bayern München wurde zum Start der Bundesliga-Saison 2001/2002 im August vorgestellt und ist momentan auf allen großen TV-Kanälen in Deutschland zu sehen.

    „Kein anderer Sport berührt und fasziniert die Menschen in der ganzen Welt so wie Fußball

    Herbert Hainer: „Diese strategische Partnerschaft mit dem FC Bayern eröffnet uns Perspektiven in neuen Geschäftsfeldern wie Sportvermarktung oder dem TV-Rechtehandel. Gleichzeitig wird sie uns helfen, unsere Führungsposition im Fußball und in unserem Heimatmarkt Deutschland weiter auszubauen. So gesehen sind die heute geschlosssenen Vereinbarungen ein weiterer Meilenstein für adidas auf dem Weg, die führende Sportmarke der Welt zu werden.

    • Trapper Seitenberg 17. November 2013 um 14:15 Uhr

      Du Miesmacher und Schlechtredner des HSV! Wir haben Kohle ohne Ende. Die muss man nur besser ausgeben!
      Was ist schon „negatives Eigenkapital“: Hallo?! Das ist negativ, also gar nicht vorhanden.

      • Gravesen 17. November 2013 um 14:19 Uhr

        Kannst du dir vorstellen, dass sich die Bosse von adidas, Microsoft, AUDI etc. mit so „berechenbaren“ Finanz- und Marketingexperten wie Hunke oder Ertel an einen Tisch setzen ? Ich nicht.

        • Trapper Seitenberg 17. November 2013 um 14:33 Uhr

          Unabhängig davon, ob sie das machen würden – welches Unternehmen sollte einen Image-Transfer durch den HSV anstreben? Wofür steht der große Traditionsverein (das bleibt er zweifellos)? Meine Antwort für die letzten Jahre:
          Pleiten, Pech und Pannen. Zerstrittenheit, Geschwätzigkeit, Inkonstanz, mangelnde Professionalität, beständig wechselnde Konzepte, Inkompetenz – wer wollte das auf sein Unternehmen übertragen wissen?

          • Gravesen 17. November 2013 um 14:45 Uhr

            Scherzkeks. Der HSV ist immer noch eine Marke, sie muss nur berechenbar werden. Entscheidungen müssen verläßlich bleiben und nicht von der Willkür einiger Verstrahlter abhängig sein. Wenn du als Firma eine Marke als Partner hast, musst du dich auf deinen Partner verlassen können. Mit den aktuell Handelnden ist das nicht nur schwerlich vorstellbar, sondern gänzlich ausgeschlossen. Insofern muss eine Veränderung her, die den HSV wieder berechenbarer macht. Ich bin absolut davon überzeugt, dass man dann relativ schnell soganannte „strategische Partner“ akquirieren kann, die die Marke HSV für ihre Markenstrategie nutzen (siehe adidas, AUDI etc.) und nicht mit Aktien handeln wollen

  14. Gravesen 17. November 2013 um 14:16 Uhr

    FC Bayern und Microsoft schließen strategische Partnerschaft

    11.12.06 – Der FC Bayern München und Microsoft haben am Samstag auf einer Pressekonferenz in der Allianz Arena eine strategische Markenpartnerschaft bekanntgegeben. Kern dieser Partnerschaft sollen innovative gemeinsame Aktionen und Sponsoringaktivitäten sein, bei denen sowohl Fußballfans als auch Videospielfreunde angesprochen werden.

    So werden beispielsweise Jugend-Fußballmannschaften die Möglichkeit haben über Wettbewerbe auf Xbox 360 ein reales Fußballspiel auf heimischem Rasen gegen das Allstar Team des FC Bayern München zu gewinnen.

    Zusätzlich werden videospielbegeisterte Fans der jeweiligen Gastmannschaft aus ganz Deutschland zu jedem Heimspiel des FC Bayern München eingeladen, um die jeweilige Begegnung auf Xbox 360 über die Videoleinwände der Allianz Arena auszuspielen.

    Zu den vereinbarten Maßnahmen zählt auch, dass Fans über den Online-Service Xbox Live gegen ihre Idole aus der ersten Mannschaft spielen, und sich dabei mit ihnen unterhalten können.

    Für alle FC Bayern München-Fans ist eine Xbox 360 Special-Edition im FCB-Design geplant, und 20 Jugendliche erhalten die einmalige Chance, sich mittels Xbox 360 einen Platz im FC Bayern München Jugendcamp 2007 zu sichern.

  15. Trapper Seitenberg 17. November 2013 um 14:54 Uhr

    @Grave
    davon wäre ich im Falle einer Ausgliederung und einschneidender Personalwechsel in den Führungsgremien auch überzeugt. Aber was ich ausdrücken wollte: der HSV muss m.E. zunächst aus sich selbst heraus den eindeutigen Willen zum Kurswechsel nachweisen und die entscheidenden Weichen stellen. Um damit auch generell interessierten Unternehmen glaubwürdig zu machen, dass er zukünftig ein auf allen(!) Ebenen verlässlicher Partner sein wird.

    • Gravesen 17. November 2013 um 14:58 Uhr

      Exakt so ist es

  16. MrsMurphy 17. November 2013 um 15:47 Uhr

    Interessantes Interview mit Christian Streich in der FAS. Er sagt u.a., dass er Armin Veh nun verstehen würde, der vor der Saison auf einem breiten Kader bestanden hatte (Mehrbelastung durch EL).
    HSV-Bezug: Sollte der HSV es also in die EL schaffen, die zunächst einmal Geld kostet, könnte er sich gar nicht leisten, Spieler zu verkaufen, es braucht einen breiten Kader, um der Mehrbelastung standzuhalten bzw. im Fall von Verletzungspech noch eine ordentlichen Mannschaft aufstellen zu können.
    Der SC Freiburg leidet derzeit unter beidem, dazu kommt, dass viele sehr junge Spieler am Start sind, die laut Streich einfach das Training noch mehr benötigen als gestandene Fußballer wie etwa ein Kießling oder Rolfes.

    Vielleicht denken jene, die den HSV mit Glück und dem „Europapokal“ nach vorne bringen wollen, mal darüber nach.

    • Trapper Seitenberg 17. November 2013 um 16:09 Uhr

      Quark mit Soße, Murphy!
      Die Reformer sagen doch, sollte kein Geld mehr vorhanden sein, dann müssten wir Spieler verkaufen. Gleichzeitig fordern sie Nachhaltigkeit. Wenn das beides (angeblich) zusammengeht, also kein Widerspruch ist, dann kann man nicht nur gänzlich ohne jede Mannschaft in der EL spielen, sondern die sogar ohne Mannschaft gewinnen. Der Streich soll doch keine Ausreden erfinden! 😉