Wäre das nicht schön….

….wenn alle HSV-Fans so über ihren Verein denken würden ?

Da war ein Team. Unten auf dem Platz. Kein richtig Gutes. Weit davon entfernt das Beste zu sein. Und da waren diese Fans. Ich hatte keinen Vergleich. Aber ich konnte mir nicht vorstellen, dass es irgendwo Bessere gibt. Mich hat nicht interessiert, wer diese Mannschaft da unten wie zusammengestellt hat. Das waren die Jungs. Das war der …. Ich hatte nicht die leiseste Ahnung, wer schon damals als Söldner galt, wer aus der eigenen Jugend kam oder wer von denen lieber in einer anderen Liga oder beim FC Bayern spielen wollte. Das waren die Jungs, die für mich den …. sportlich repräsentierten. Und meine Aufgabe war es, mit den Tausend Freunden zu supporten.

Ich habe dieses Selbstverständnis nicht verloren. Ich mag in den Sommer- und Winterpause meine Kommentare zu Transfers und die Gerüchte darum abgeben. Aber sobald der Spielbetrieb läuft, oder allerspätestens, wenn das Transferfenster zu ist, dann sind das da unten meine Jungs. Dann schiesse ich gegen keinen von Ihnen. Wenn einer einen Fehler gemacht hat, dann hat er ihn in unser aller Namen gemacht. Dann gehört er unterstützt und aufgebaut. Und nicht niedergemacht. Egal, wie viel Nullen der Betrag hat, der am Monatsanfang auf sein Konto überwiesen wurde. Und egal wo er her kommt und wohin er nächste Saison wechseln will.

Ich beleidige keine Spieler. Und ich schreie und schreibe keine Trainer raus. Denn es sind unsere Spieler. Es ist unser Trainer. Und es widert mich im wahrsten Sinne des Wortes an, wie die meisten …. Fans mit diesen umgehen. Geht es wirklich nur noch darum, die perfekte Mannschaft zu kaufen? Und den perfekten Trainer? WHAT THE FUCK? Vergleicht euch weiter mit dem BVB. Neidet weiter Bayerns Titel an. Ich habe es so unglaublich satt, mir geradezu vorwerfen lassen zu müssen, alles gut zu finden, nur weil ich diesen Tenor als schrecklich empfinde. Weil ich dieses ständige Genörgel nicht hören will. Und weil ich nicht mit einstimme.

Ja, ich träume mittlerweile von Scheißfußball. Von Scheißfußball, den man um des Fußballs, um des Sports Willen liebt. Nicht um der Show willen. Und von Scheißfußball, der reinigt. Zum Beispiel von Erwartungen. Ich verstehe nicht, wie man stets den Anspruch haben kann, dass sein Verein der Beste ist, aber nicht im Geringsten dazu bereit ist, ihm Zeit und Unterstützung zu gewähren. Ich verstehe mich als Fan. Als Teil. Als Unterstützer. Ich gehe nicht ins Stadion, wie in einen Kinofilm. Ich erwarte keine Gala für meinen Eintritt. Keinen guten Fußball. Eigentlich nicht mal unbedingt Fußball. Sondern Schalke. Mit all seinen Facetten. Mit all den Aufs und Abs. Weil es einfach großartig ist!

 

(Zur Erklärung, der Text ist nicht von mir, aber er könnte von mir gewesen sein. So sollten Fans meiner Meinung nach sein. Denken. Fühlen. Leiden.Feiern. Mit ihrem Verein. In guten wie in schlechten Zeiten. Und sich nicht zu wichtig nehmen !!! )

 

Danke an MM für den Hinweis.

 

Von | 2013-11-29T18:33:12+01:00 29. November 2013|Allgemein|27 Kommentare

27 Comments

  1. Jürgen Wunderlich 29. November 2013 um 19:06 Uhr

    Im großen Umfang stimme ich den Beitrag zu.Ich bin jetzt auch seit einigen Jahren Mitglied,ich liebe meinen Verein trotzdem schon bedeutend länger.
    Aber einen Kommentar kann ich mir nicht verkneifen,ich verdiene bedeutend weniger Geld und muß meine Leistung jeden Tag bringen,da würde ich doch mal behaupten das man für viel Geld was ein Spieler verdient,kann man auch ein bißchen mehr Leistung abrufen,und als Fan mal seinen Unmut freien Lauf lassen,allerdings im gewählten Rahmen und nicht auf die beleidigte Art und Weise.Deshalb bleibe ich meinen Spielern Treu ergeben wenn Sie auf dem Platz gehen.

    • Gravesen 29. November 2013 um 19:10 Uhr

      Ich werde diese Geld-Diskussion nie verstehen, tut mir leid. Leistung, Einsatz, Engagement hat NICHTS mit dem Gehalt zu tun. NICHTS !

      • Pascal 29. November 2013 um 19:57 Uhr

        Stimme dir da zu Gravesen. Die Fussball Spieler verdienen aus meiner sicht im Grunde aus zwei Gründen so viel Geld:
        1. Viel Talent wurde schon immer Branchenübergreifend sehr gut bezahlt
        2. Sind Fussballer Promis die im Rampenlicht stehen und meist keine oder wenig Privatsphäre haben. Daher erhalten sie hierfür eine Art Entschädigung durch ihr Gehalt

        Der rest sind weitere kleinere Faktoren

        • Michael Krämer 29. November 2013 um 20:54 Uhr

          ..und ganz wichtig! Wie lange verdienen die Jungs das Geld, was kommt danach? Wurden sie gut beraten für die Zeit nach dem Fußball, sind die vorbereitet auf eines anderen Leben? Von 100 auf knapp 0 in Sekunden..

  2. Lusankya 30. November 2013 um 00:19 Uhr

    Wen interessiert welcher Spieler wie viel verdient? Selbst in meinem Beruf schaue ich nicht auf andere, sondern auf meine Leistungen! Und erst danach gehe danach was ich wert bin.

    Aber das alles interessiert mich nicht. Mich interessiert viel mehr der HSV (also hier im Blog)!

    Was sagt ihr zum heutigen Spiel? Ich war ein wenig hin und her gerissen. Mal Flop mal Top. Irgendwie schon ziemlich schräg. Weiß nicht was ich davon halten soll, bzw. wie ich mein WE bewerten soll ^^

  3. aragorn2905 30. November 2013 um 04:19 Uhr

    Ich habe heute kein sehr gutes, aber ein mehr als ordentliches Spiel des hsv gesehen. Da war eine Mannschaft auf dem Feld, die sich erst im angepassten System des Trainers „finden“ mußte. Und man muß auch gestehen, dass dies in der ersten Halbzeit oftmals nicht schön anzusehen war. Aber sie haben sich nicht unterkriegen lassen. Sie haben gefighet, haben nicht viele Chancen zugelassen. Und nach 60 Minuten das Geschehen in jeder Situation im Griff gehabt.. Sie hätten den Sieg verdient gehabt. Aber das Leben findet nunmal nicht im Konjunktiv statt. Ein Punkt in WOB wäre für mich vor dem Spiel absolut in Ordnung gewesen. NAch dem Spiel allerdings sah dies anders aus. Lange und ausgiebig wurden „unsere Jungs“ gefeiert.
    Bei solchen subjektiven Bewertungen sich einzelnen Spielern halte ich für falsch. Es fällt allerdings auf, dass unsere Innenverteidigung eine wesentliche größerer Ruhe ausstrahlt als dies noch vor Wochen zu sehen war.Unerklärlich allerdings bleibt weiterhin, warum es unserem Torwart nicht in den Sinn kommt die Bälle einfach mal lang nach vorne zu schlagen. Also ich möchte das nicht ständig sehen, weniger ist hjier deutlich mehr, aber in der ein oder anderen Situation ist es einfach notwendig. Heute spielte er einen Pass auf Milan Badelj, der promt in Problemen war . Nachdem derr Ball im Aus war und ein Abschlag anstand, hat sich Heiko Westermann der Sache angenommen und Rene Adler etwas gesagt. Wenn man es auch nicht verstehen konnte, so hatte ich doch den Eindruck, dass er verärgert war. Seine Mimik jedenfalls sprach Bände.
    Da ich die Mannschaft auf dem richtigen Weg sehe, ist mein WE ein gutes und ich freue mich auf Dienstag. Köln zu unterschätzen wäre ien grober Fehler. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass es unserem Trainerteam gelingt, die Mannschaft aif dieses, in meinen Augen, richtungsweisende Spiel richtig einzustellen.

    • ChrFarwig 30. November 2013 um 09:58 Uhr

      Besser kann man das Spiel gestern nicht zusammenfassen. Wir kamen auf dem Sofa schreiend von einem Wahn in den nächsten

  4. Trapper Seitenberg 30. November 2013 um 10:42 Uhr

    Vor dem Spiel wäre ich mit einem Punkt zufrieden und bei einem Dreier glücklich gewesen. Nach dem Spiel finde ich es schlicht schade, dass der absolut mögliche Auswärtssieg nicht gelungen ist. Erfreulich bleibt aber, dass die Mannschaft ganz offensichtlich konditionell voll auf der Höhe ist und sich vor allem in der letzten halben Stunde sehr gute Chancen herausgespielen konnte.
    Ingesamt scheint mir die Mannschaft auf einem guten Weg. Eine gewisse Anfälligkeit ist aber unverändert wahrnehmbar. Die verwundert mich jedoch nicht. Zu schwer wiegen u.a. die heftigen Misserfolgserlebnisse der Vergangenheit. Ich glaube nicht, dass das Spiel gegen Köln richtungsweisend ist. Ich glaube, dass derzeit noch jedes einzelne Spiel das Risiko birgt, dass ein u.U. heftiger Rückschlag zu verdauen und mühsam aufgebautes (Selbst-)Vertrauen zum Teil zerstört werden könnte. Ein Ausscheiden gegen Köln wäre ebenso kontraproduktiv wie eine erneute 2-9 Klatsche gegen die Bayern, auch wenn derzeit wohl niemand bei einer Niederlage gegen die Bayern tatsächlich überrrascht wäre. Aber auch dann käme es auf das Wie an. Taktische Stabilität und Konstanz im Hinblick auf individelle Leistung und Ergebnisse bleiben unverändert das Gebot der Stunde. Kommen wir bis zur Winterpause weiter voran, dann sehe ich der Rückrunde optimistisch entgegen. Wunder (CL) sollte man jedoch auch dann nicht erwarten.

    • Trapper Seitenberg 30. November 2013 um 10:57 Uhr

      wenn ich mir mein eigenes Geschreibsel ansehe, dann hätte ich gestern eindeutig weniger trinken sollen. Aber diese Mannschaft kann einen auch in den Wahnsinn treiben. Verdammt. 😛

      • Lusankya 30. November 2013 um 11:19 Uhr

        Wenn da mal nicht jemand Nachwehen hat 😀

  5. daywalker 30. November 2013 um 13:01 Uhr

    Lieber Jürgen Wunderlich, ich wunder mich.
    Auch ich kann dieses, entschuldige, „ich verdiene bedeutend weniger Geld und muß meine Leistung jeden Tag bringen“-Gelaber weder verstehen noch hören. Du kannst mal sicher sein, das auch ein Fußballprofi immer sein bestmögliches versucht, soweit er dazu in der Lage ist und tagtäglich bemüht ist Höchstleistung zu bringen. Sicher gibt es hier Ausnahmen, wie immer. Und das hängt ja nicht nur von der persönlichen Tagesform ab, sondern gerade im Sport wo man es mit Gegnern zu tun hat, am Spieltag von der Tagesform des Gegners, was wir Fans letztlich beurteilen.
    Und man spielt immer nur so gut wie der Gegner es zu läßt.
    90 Minuten entscheiden. Würde man mich und die Beurteilung meiner Arbeit pro Arbeitswoche auf 90 Minuten reduzieren, dann hätte ich so manches Mal äußerst schlecht abgeschnitten 😉
    Ich weiß ja nicht was Du arbeitest, aber ich bin mir ziemlich sicher, das niemand versucht Deine Arbeit und Leistung möglichst zu zerstören. Davon ab, mir ist noch nie und wird auch nie ein Mensch begegnen, der jeden Tag fehlerfrei und perfekt arbeitet. Ob man nun 1000€ im Monat verdient oder 1 Mio. Wäre auch egal. Was viel wichtiger ist:

    Ich gehe davon aus, das Du genauso wie ich, einem Beruf nachgehst, den Millionen anderer Menschen relativ problemlos auch machen könnten.
    Ich will Deine Fähigkeiten nicht schmälern, ich gehe auch davon aus, das Du Deinen Beruf sehr gut und gewissenhaft ausübst.
    Wir leisten aber absolut nichts besonderes und werden deshalb auch nicht besonders bezahlt.
    Warum werden Fußballer wie Ronaldo, Messi, Ribery und Co im Vergleich zu uns exorbitant vergütet?
    Warum bekam ein Michael Schumacher 40 Mio € pro Saison?
    Warum golft sich ein Tiger Woods finanziell dumm und dusselig?
    Weil sie ein weitgehend einmaliges Talent haben, was man mit der Lupe suchen muß und vor allem, weil es Begehrlichkeiten gibt, weswegen man sie überhaupt so gut bezahlt.
    Man muß sich auch nicht die Besten der Besten raussuchen.
    Die meisten Fußballprofis sind in ihrer Branche auch nur Durchschnitt und fast beliebig austauschbar. Trotzdem gehören sie zu einer absoluten Minderheit und leisten etwas, was nicht jeder kann.
    Dafür reicht nämlich nicht nur Talent, dafür braucht man auch und meiner Meinung nach viel mehr: Persönlichkeit.
    Auch ein Christiano Ronaldo hat sich in seiner Jugend in den Schlaf geheult, weil er aufgrund seiner Herkunft in Lissabon geschnitten wurde, Heimweh hatte usw. und wollte oft genug seine aufkeimende Karriere aufgeben. ER hat es nicht gemacht. Andere schon.
    Ich begreife nicht, das man nur weil andere Menschen einem Beruf nachgehen, was man vielleicht selbst als Freizeit oder Hobby betreibt oder ansieht, an diese völlig absurde Maßstäbe anlegt, an denen JEDER scheitern würde. Anscheinend ist vielen nicht bewußt, welch unglaublich harten Weg z.B. ein Fußballprofi hinter sich hat, wieviel Verzicht an einfachsten Lebensumständen er auf sich nehmen muß die für uns „Normalsterbliche“ völlig selbstverständlich sind, bevor er überhaupt in den Genuß kommt mit seinem Sport richtig (viel) Geld zu verdienen.
    Nur weil es immer heißt, das man sein Hobby zum Beruf gemacht hat, bedeutet das noch lange nicht, das das ein Sonntagnachmittags Spaziergang war. Im übrigen schafft das im Verhältnis kaum einer.
    Die Zahl derer die diesen harten Weg gehen und trotzdem am Ende mit leeren Händen da stehen, weil sie es eben nicht schaffen Profi zu werden, ist unglaublich hoch. Und ich meine nicht die wenigen Megaverdiener, sondern die Mehrheit der Profis die „nur“ sechsstellige Summen verdienen.

    Es ist wohl auch kein Zufall, das die meisten Topstars aus eher ärmlichen Verhältnissen stammen, durchaus mal ein sogenanntes schweres Schicksal hatten und den Fußball „nur“ als Flucht aus ihrem persönlichen Elend nutzen und alleine deshalb schon mehr aus ihrem Talent machen als andere, weil sie gar keine andere Wahl hatten. Fußball oder Knast. Oder im Elend vegetieren oder sogar frühzeitiger Tod.
    Natürlich gehört auch eine Menge Glück bzw. glückliche Umstände und auch Zufall dazu um z.B. Fußballprofi zu werden.
    Man muß zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein.
    Wer weiß wieviele Messis es alleine in Deutschland gibt, die warum auch immer niemals entdeckt werden. Bestimmt gibt es auch in den Slums dieser Welt irgendwo einen Jungen oder Mädchen was ein größeres Talent hat einen Formel 1-Boliden zu fahren als ein Sebastian Vettel.
    Und mit nahezu 100% Sicherheit werden wir das nie erfahren.

    Warum bist Du denn kein Fußballprofi oder sonst Spitzensportler geworden und verdienst damit die fette Kohle? Das stand Dir genauso frei wie jedem anderen und möglicherweise hattest Du sogar wesentlich bessere Chancen oder Voraussetzungen selbige zu Nutzen, als diejenigen, die es tatsächlich geschafft haben. Nehme es mir nicht übel, aber ich behaupte mal, weil Du es nicht kannst!
    Willkommen im Club, mir gehts genauso, denn das können 99,99% der Menschheit nicht. Ich kenne Dich ja nicht, vielleicht bist Du ja ein begnadeter Fußballer. Kann durchaus sein. Aber warum sehen wir Dich dann nicht am Wochenende in den Stadien dieser Welt, sondern diese anderen Typen?

    Kleiner Exkurs:

    In der 1.BuLi sind aktuell 483 Spieler gelistet.
    In der laufenden Spielzeit habe alle Vereine zusammengenommen einen Spieleretat von angeblich 747,6 Mio €.
    Daraus ergibt sich ein Durchschnittsgehalt pro Spieler von 1,55 Mio €.
    Rechnet man die „großen 3“ heraus, die für sich genommen alleine 288 Mio € Spieleretat haben (Bayern 140, Schalke 80, Dortmund 68 Mio) sinkt dieser Durchschnittswert bereits auf 1,15 Mio. Bedenkt man nun, das das nur ein rechnerischer Wert ist und die Gehälter in der Realität völlig ungleich verteilt sind, kann man wohl kaum davon sprechen, das Fußballer zuviel Geld verdienen. Der Gesamt-Etat z.B. von Eintracht Braunschweig mit 27 Spielern entspricht mit 15 Mio€ in etwa gerade mal dem Jahresgehalt von Philipp Lahm und Jerome Boateng von den Bayern!
    Quelle: fußball-geld.de

    Es gibt nun ca 42 Mio Erwerbstätige Menschen mit Wohnsitz Deutschland. Die 483 BuLi-Profis entsprechen also 0,0000115% der Arbeitnehmer! Das eine derart geringe Anzahl von Personen anders bezahlt wird als der Rest, sollte alleine deshalb schon klar sein.

    Warum sollte ich mich beschweren, wenn ich 6-7 Tage die Woche 12-14 Stunden Nachtschicht mache und dafür einen vergleichsweise Furz an Lohn bekomme? Wenn mich das so stören würde, dann kann ich einen anderen Job machen, wer hindert mich daran außer ich selbst?
    Entweder ich akzeptiere mein Leben oder ich ändere das. Ganz einfach! Alles andere ist Neid, Mißgunst und die eigene Unzufriedenheit bis hin zum latenten oder ausgelebten Selbsthass weil man nicht mehr aus seinem Leben gemacht hat.
    Erwerbe ich mit meinem Anti-Fußballer-Lohn das Recht, mich Spieltags ins Stadion zu stellen und Fußballer die ein vielfaches meines Gehalts verdienen, mit Argusaugen zu beobachten, auszupfeifen, zu bepöbeln oder aufs übelste zu beleidigen wenn sie nicht das machen was ich von ihnen erwarte? Wobei ich damit nicht sagen will das Du machst.
    Kritisieren ja, natürlich. Fußball ist auch Emotion pur.
    Aber ich erwarte von niemandem und zwar in keiner Lebenssituation, mehr als ich nicht selbst leisten könnte. Selbstverständlich bin ich auch mal schlecht gelaunt, unbeherrscht oder auch ungerecht, bin ja kein Engel. Und wenn das wie eine leergedroschene Phrase klingt:
    Ich bin immer bemüht, andere Menschen so zu behandeln, wie ich es erwarte, das man mich behandelt. Leider gelingt mir das nicht immer, jedoch denke ich, das ich da auf einem relativ guten Weg bin 😉
    Ob man mir das jetzt glaubt oder nicht, ich habe in den nunmehr 3 Jahrzehnten in denen ich zum HSV gehe, noch NIE einen Spieler des HSV ausgepfiffen (kann ich laut nämlich gar nicht 🙂 ), bepöbelt oder gar beleidigt. Klingt gelogen, ist aber wirklich so. Zu meiner Schande muß ich gestehen, das sieht bei den Gegnern schon anders aus…
    Aber auch das hält sich in Grenzen und vor allem habe ich auch da klare Prinzipien, die ich nicht überschreite. Ich mache bei Fußballern keinen Unterschied. Auch denen werfe ich nichts an den Kopf was ich nicht jedem anderen auf der Straße oder sonstwo ins Gesicht sagen würde, wenn diese Ausnahmesituation mal vorkommt.

    Nun denn. Das schöne Leben ist jetzt erstmal wieder vorbei, ich werde zur Shopping-Tour gezwungen.

  6. MrsMurphy 30. November 2013 um 13:46 Uhr

    Der oben zitierte Text ist einfach großartig, handelte zwar von S04, man konnte aber problemlos dafür auch HSV einsetzen. Ich wünsche mir mehr solche Fans. Fans, die bedingungslos (!) zu ihrem Verein stehen – und wenn der Kader steht, dann sind/repräsentieren die Jungs inkl. Trainer eben unser Verein! Ich definiere einen Fan übrigens exakt so wie beschrieben.
    @ Gravesen: U r welcome! 🙂

    Zum Spiel gestern: Dazu gibt es ja wieder mal die unterschiedlichsten Sichtweisen. Die letzten 20 Minuten des Spiels waren der Wahnsinn. So drückend, so kämpferisch, so unbedingt wollend habe ich die Mannschaft in der Intensitiät in der jüngeren Vergangenheit nicht so häufig gesehen. Das war großartig. Ich hoffe, dass die Mannschaft das auch so empfunden hat und am Dienstag das noch mal abrufen kann. Da bekommen sie auch die Zeit, um das Tor dann auch zu schießen … 😉
    Übrigens: Geiler Support in WOB, man hat fast nur die HSV-Fans gehört. Das, @daywalker, meinte ich neulich. Sie hören nie auf, nach dem Elfer einfach noch mal so laut. Grandios!

    Was allerdings sehr ärgerlich war: dieser Kommentator von sky. Was der an Dusseligkeiten von sich gegeben hat, war nur schwer zu ertragen. Es ist schade, dass sky ihm nicht einen Metzelder oder Lehmann als sidekick mitgegeben haben – dann hätte wenigstens einer mal etwas Kluges gesagt. Abgesehen davon, dass Dittmann den Namen Olic (er sagt: Olllllitsch) immer noch nicht korrekt aussprechen kann. Das tut richtig weh. Unprofessionell fand ich auch Heckings Auftritt bei P. Wasserziehr, das tat echt nicht not.

    @ Trapper: Du solltest Dich einfach rechtzeitig den schlagenden Argumenten ergeben bzw. entziehen. 😉

  7. The_MaXX 30. November 2013 um 14:53 Uhr

    Moin,

    ich habe mir das Spiel erst heute ansehen können – ich sehe es ähnlich wie viele hier: Vor dem Spiel wäre ich mit einem Punkt zufrieden gewesen angesichts der letzten 20min neigt man zur Enttäuschung.
    Trotzdem muss man auch sagen, dass die restlichen 70min ziemlich dünne war, da hätte die Messen aber auch schon lange gelesen sein können.

    Positiv ist mir vor allem Badelj aufgefallen. Was der an Bällen geholt hat, was er abgefangen hat und wieviel gute Angriffe er dann eingeleitet hat ..irre…

    Ich hoffe, dass wir gegen Köln nicht soviel zulassen und uns nach vorne ähnlich zeigen wie gegen Wolfsburg in den letzten 20min mit ein bisschen mehr erfolgreichen Torabschluss.

  8. oldiehamburg 1. Dezember 2013 um 15:20 Uhr

    Nicht mit neuen….

  9. Trapper Seitenberg 2. Dezember 2013 um 09:28 Uhr

    Der „Adler“ taumelte kreisend erneut über die Tastatur am Morgen. Indiskretionen mit „dt“ zu schreiben kann man machen, sollte man aber doch besser nicht.

    • oldiehamburg 2. Dezember 2013 um 10:26 Uhr

      @Trapper
      Nur eine kleine Anmerkung. Dass wir keine/kaum Fachkräfte unter den Führungskräften haben liegt m.E. weniger an den Bewerbern als an den Wählern. Für mich ist ein großes Manko die unselige, übertriebene Beteiligung der Mitglieder an der Auswahl der Führungskräfte.

  10. The_MaXX 2. Dezember 2013 um 11:04 Uhr

    @ Oldi – kann es sein, dass es an beidem liegt. Sowohl am Angebot als auch an den Wählern?

    Darüberhinaus ist meine Meinung: Die bestehende Struktur schreckt brauchbare Kandidaten ab und hier greift HSVplus an, diese Struktur schafft die Chance, dass es für entsprechende Leute interessant wird sich zu engagieren.

    • Trapper Seitenberg 2. Dezember 2013 um 12:12 Uhr

      @Oldie; MaXX
      Oldie, was Du schreibst, erscheint mir insofern absolut stimmig, als dass sich in der Vergangenheit durchaus kompetente Kandidaten zur Wahl gestellt haben (z.B. Korthmann), die dann nicht gewählt wurden. MaXX stimme ich aber zu, dass es vermutlich sowohl an den Strukturen als auch an den Kandidaten liegt/lag. Nehmen wir doch nur die kooptierten Beiräte im Vorschlag der Reformer.
      Dass diese jetzt vorgeschlagen werden ist doch ein Eingeständnis der aus der bisherigen Struktur hervorgegangenen, mangelnden Kompetenz. Die „kastrierten“ Beiräte sollen ja kein Stimmrecht haben. Frage: Welche kompetente Führungskraft sollte sich auf eine Tätigkeit einlassen, in der er/sie nichts zu sagen hat, allenfalls überzeugen kann? Bei dem Risiko, dass der eigene Name automatisch in Sippenhaft für die mangelnden Leistungen der alten Führungstruppe genommen wird?! Wer daran glaubt, der glaubt wohl auch, dass man nur „an das gute Herz“ eines Milliardärs oder Multimillionärs appellieren muss, damit der flugs Millionenbeträge „verschenkt“ und Leuten anvertraut, die jahrzehntelang(!) ihre mangelnde Kompetenz nachgewiesen haben. In meinen Augen eine lächerliche, naive Vorstellung. Die neuen Strukturen unter HSVPlus dürften da um einiges näher an der Lebenswirklichkeit liegen und grundsätzlich attraktiver sein, um solche Menschen erfolgreich zu einer Mitarbeit motivieren zu können.

      • oldiehamburg 2. Dezember 2013 um 13:51 Uhr

        Es geschehen noch Zeichen und Wunder, du stimmst mir zu. 🙂

        • Trapper Seitenberg 2. Dezember 2013 um 15:09 Uhr

          😀 Aber jetzt nicht den Bonus auf das Taschengeld nur für Süßigkeiten ausgeben! 😉

          • oldiehamburg 2. Dezember 2013 um 15:20 Uhr

            zu spät. Gekauft UND gegessen 😉

  11. Gravesen 2. Dezember 2013 um 21:31 Uhr

    Ich bin reich 😀

    Thomas Gravesen (37), ehemaliger dänischer Fußball-Nationalspieler, ist nach der aktiven Karriere offenbar zu großem Reichtum gekommen. Der Ex-Profi des HSV hat nach Angaben der dänischen Tageszeitung BT durch Finanzgeschäfte ein Vermögen von rund 100 Millionen Euro angehäuft und sich endgültig aus dem Berufsleben zurückgezogen. Mit seiner neuen Freundin, dem amerikanischen Foto-Modell Kamila Persse, will Gravesen nun seinen Lebensabend in Las Vegas verbringen.

    • peschinho 3. Dezember 2013 um 02:33 Uhr

      Bleib aber von den Daddelautomaten fern 😀

    • oldiehamburg 3. Dezember 2013 um 08:21 Uhr

      …und ich wunderte mich schon, weil seit letztem Monat keine Einträge mehr kommen. ;:-)

    • Heiliger Bimbam 3. Dezember 2013 um 19:00 Uhr

      Hehe. Habe auch gleich an Dich gedacht.

      😀

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