Die Faulheit in Person

Freie Tage gestrichen, Trainingslager geplant! Immerhin: Van Marwijk reagiert – auch auf die Kritik von BILD ? Oder aus eigener Einsicht?

 

Trainer van Marwijk greift durch! Freie Tage der HSV-Versager gestrichen

 

Der große HSV ist einfach nur noch zum Heulen. Die faulste Mannschaft der Liga mit dem dazu passenden Trainer.

 

Van Bommel zum HSV? Klar, er hat 7 bis 8 Monate nicht gespielt. Aber nach 1-2 Tagen sollte er auf dem Trainingsstand der anderen sein

 

Liebe Leser, diese Sprüche aus Walter M. Straten’s BILD-Ecke oder sogar von Kollegen Bonengel von SKY als Häme zu bezeichnen, wäre die wahrscheinlich größte Untertreibung des noch jungen Jahres. Offensichtlich hat sich in diesen Tagen ein jeder, der sich im Besitz eines Presseausweises  befindet, mit all seinem aufgestauten Hass auf den Hamburger Sport Verein gestürzt. Scheinbar haben die alle zu viel Zeit oder ihnen ist aufgrund der bayrischen Dominanz in der Bundesliga einfach nur langweilig. Sei’s drum.

Bedenklich finde ich nicht (mehr), dass sich der Boulevard an diesen Strohhalm klammert – die machen seit 100 Jahren nichts anderes und sollte es das Schundblatt BILD dann noch geben, so wird er es in den nächsten 100 Jahren immer noch machen.

Nein, bedenklich finde ich, dass andere Blätter, die irgendwann einmal in grauer Vorzeit einen anderen journalistischen Anspruch hatten, mittlerweile nichts anderes tun, als von der BILD abzuschreiben. Welt, Abendblatt, selbst die Süddeutsche zitiert diesen unreflektierten Mist.

„Das letzte Training der Versager dauerte genau 62 Minuten“

 

Der helle Wahnsinn. Da stehen doch jetzt tatsächlich hoch bezahlte Schreiberlinge neben dem Trainingsplatz und stoppen die Zeit mit. Ich brech zusammen 🙂

Schade nur – nicht mal das können sie richtig machen.

Denn mitnichten stimmt die Legende, dass ein Spieler, dessen offizielle Trainingseinheit um 11.00 Uhr beginnt, erst gegen 10.45 Uhr im weißen Porsche Cayenne oder im schwarzen Bentley vor der Arena vorfährt, sich flugs in den Trainings-Anzug schmeißt, die italienischen Lederschuhe gegen Buffer tauscht und schnell auf den Platz rennt.

Ebenfalls ist es unrichtig, dass nach der maximal 1 1/2 stündigen Trainingseinheit kurz abgeduscht wird und sich die Spieler spätestens um 13.00 Uhr im Vapiano treffen können.

Ich habe einmal den Tages/Trainings-Ablauf eines HSV-Spielers skizziert, die Informationen hierzu bekam ich von der Pressestelle des HSV.

Beim HSV ist es seit vielen Jahren Gesetz, dass ein Spieler grundsätzlich spätestens eine Stunde vor Trainingsbeginn in der Arena zu sein hat. Gehen wir also mal davon aus, dass das offzielle/öffentliche Training für 11.00 Uhr angesetzt wurde.

1. Der Spieler ist entsprechend bis spätestens 10.00 Uhr in der Arena. Bei einigen Spielern stehen vorher noch individuelle Behandlungen, Arztbesuche etc. an.

2. 9.30 Uhr bis ca. 10.15 Uhr:  Die Spieler essen vor dem Training zusammen. Vom Verein werden hierbei nicht etwa Rinderfilet oder Scampi zur Verfügung gestellt, die Kost ist mit den Vereinsmedizinern besprochen und besteht sportlergerecht aus viel Gemüse, Salat, Obst, Fisch und hellem Fleisch.

3. 10.15 Uhr – bis 11.00 Uhr. Individuelle Vorbereitung. Die Mannschaft des HSV ist intern in zwei Trainingsgruppen aufgeteilt, Gruppe A und Gruppe B. Im Tageswechsel eröffnen diese Gruppen den Trainingstag mit Stabilisations-Übungen im Trainingstrakt innerhalb der Arena. Die Spieler, die an dem Tag nicht mit diesen Übungen beschäftigt sind, bereiten sich anders auf die Trainingseinheit vor. Kraftraum, Ergometer, Laufband. Einige Spieler müssen vor dem Training getaped werden.

4. 11.00 Uhr – ca. 12.30 Uhr. Gemeinschaftliches Mannschaftstraining. Hier passiert dann das, was Journalisten und Kiebitze sehen und als „das Training“ beschreiben. Konditions-Einheiten, Schnellkrafttraining, Spielzüge, Standard-Situationen.

5. 12.30 Uhr – bis ca. 14.30 Uhr. Duschen, Behandlungen, essen.

6. 14.30 Uhr bis ca. 17.00 Uhr: Trainings-Analyse. Gespräche mit Trainer und Co-Trainern. Fehler-Analyse in Einzel- bzw. Gruppengesprächen. Einige Spieler müssen medizinisch betreut werden, Massagen, Bäder etc. Hinzu kommt, dass in dieser Zeit an Fehlern gearbeitet wird, Technik geschult wird etc. Während dieser Zeit sind nicht zwingend immer alle Spieler involviert.

7. Ende des offiziellen Trainingstages. Viele Spieler arbeiten dann separat an vorhandenen Schwächen. Im Kabinentrakt befindet sich ein komplettes Fitness-Studio, in dem die Spieler unter Anleitung von Trainern und Medizinern an Defiziten arbeiten, Muskel-Aufbau nach Verletzungspausen betreiben etc. Andere treffen sich mit ihrem Mental-Trainer. Der Eine macht etwas für seinen Rücken, der Andere für seine Beine.

Hinzu kommen Sponsorentermine, Treffen bei Fan-Clubs, Interviews, Termine mit der Presse-Abteilung etc.

Man erkennt unschwer, dass der normale „Arbeitstag“ eines HSV-Spielers durchaus 7-8 Stunden dauert bzw. dauern kann.

Wenn also von Fan- bzw. Presse-Seite der vielzitierte 8-Stunden-Tag gefordert wird, wird anhand dieser Darstellung deutlich, dass es diesen Tag bereits nahezu gibt.

Übrigens: Am oft kritisierten „trainingsfreien Tag“ waren in Absprache mit dem Trainerteam 80% der Spieler in der Arena und haben gearbeitet. Aber das schreibt man lieber nicht, es würde die Fabel vom „faulen Millionär“ ja nicht untermauern.

Aber, liebe Leser, das Ganze ist noch zu toppen. Nicht nur, dass die Pressegeier scheinbar intellektuell nicht in der Lage sind, einen kompletten „Arbeitstag“ eines HSV-Spielers zu umreißen – sie sind sogar zu faul, beim Verein nachzufragen. Auch, wenn man es nicht glauben möchte: Ich war der Erste und der Einzige, der sich für dieses Thema überhaupt interessierte. Wahnsinn !!!

 

 

 

 

Von | 2014-02-05T08:45:32+01:00 5. Februar 2014|Allgemein|34 Kommentare

34 Comments

  1. Jopahi 5. Februar 2014 um 08:47 Uhr

    Nein, ich glaube nicht, dass sie zu faul sind. Eine objektive, an der Realität ausgerichtete Beschreibung würde einfach nicht ins Schema passen. Von daher… Eigentlich sind die Journalisten doch nur konsequent.

    • Blaubär 5. Februar 2014 um 09:38 Uhr

      Konsequent? Na, ich weiß nicht. Eigentlich sollte eine lokale Zeitung doch hinter ihren Heimatvereinen stehen und nicht alles schlecht reden. Die BILD veröffentlicht ja sogar Stimmen ihrer Leser gegen den HSV die sie aus irgendwelchen Foren kopiert haben. Hier wird ganz deutlich schlecht geredet was gar nicht so schlecht ist. Nach dem Motto: einfach nochmal nachtreten, egal ob der andere schon am Boden liegt.

      • MrsMurphy 5. Februar 2014 um 10:02 Uhr

        Mir wurde berichtet (und man kann das auch nachlesen), dass die Syker Kreiszeitung mit „ihrem“ Verein Werder Bremen komplett anders umgeht. Es geht also durchaus, wenn man denn (sich die Mühe machen) will.
        Wer mag, schaut hier mal rein:
        http://www.kreiszeitung.de/sport/werder-bremen/

          • MrsMurphy 5. Februar 2014 um 10:10 Uhr

            Unfassbar. Und gestern erklärt ein anderer MoPo-Schreiberling, dass es ja kein Verständnis gäbe für die so gewissenhafte Arbeit der Redaktion. Da fällt man wirklich vom Glauben ab.

            Falls Herr Linnenbrügger hier mitliest: Wie wäre es, zuerst den Trainer zu fragen, ob das so richtig ist, bevor man das rausposaunt? Wer sagt denn, dass die SpoBi richtige Infos hat? Schreibt Ihr unkritisch von anderen ab? Und das nennt Ihr dann gewissenhaft? Ich fasse es nicht!

          • unglaublich 5. Februar 2014 um 10:21 Uhr

            ich poste das folgende jetzt mal bei Mopo, mal sehen ob Sie es bringen:

            „und habt Ihr das verifiziert, was die SpoBi schreibt? habt Ihr BvM gefragt? Habt Ihr Spieler gefragt? Was ist das denn für Jounalismus?“

            http://www.mopo.de/hsv/-ihr-steigt-ab—ich-nicht—hat-hsv-trainer-van-marwijk-seine-spieler-verhoehnt-,5067038,26093822.html

          • Felix 5. Februar 2014 um 10:28 Uhr

            Oh mein Gott! Springer ist ja schon grauenhaft, aber was die MOPO da wieder aus dem Satz für Konsequenzen fordert, ist so etwas von unterste Schublade!
            Viel wichtiger wäre, welcher Spieler dieses kabineninterne „Gespräch“ denn wieder an die Sport-Blöd geliefert hat!! Da sollten mal Konsequenzen folgen!
            Ich könnte nur noch kotzen….

          • unglaublich 5. Februar 2014 um 11:46 Uhr

            die Mopo hat den kommentar nicht veröffentlicht! Wundert mich nicht!! Unglaublich!!

      • Jopahi 5. Februar 2014 um 10:18 Uhr

        Das hat keine Wertung. Welches Verhalten das „Richtige“ ist, ist eine andere Frage. Aber konsequent verhält sich die Medien-Brut jetzt schon. Schön gegen den Trainer.

        Und niemals objektiv, gut recherchiert oder versuchend, den HSV irgendwie aufzubauen. Alles ist Panik-Geschreibe, man will die Unruhe verstärken. Das ist doch sehr konsequent.

  2. Blaubär 5. Februar 2014 um 08:55 Uhr

    Danke für die Klarstellung, das musste wohl mal gesagt werden nur leider werden die Journalisten es nicht lesen 🙁 Die schießen lieber weiter gegen den HSV und das schon seit Jahren. Warum das so ist erschließt sich mir leider nicht.
    Sky geht da leider voran, egal wie der HSV spielt werden die Leistungen nicht anerkannt und alles wird schlecht geredet. Ein Herr M.R. bei Sky erwähnt während eines Spiels mehrfach die Bayern, warum ist mir unerklärlich denn auch die sind nicht das Mass aller Dinge. Hier wird doch systematisch Druck von außen aufgebaut der nicht sein muss. Ich hab langsam das Gefühl das viele einfach nur geil drauf sind den HSV in der zweiten Liga zu sehen.
    Solange die Verantwortlichen im Verein dagegen nicht angehen wird sich nicht viel ändern.
    Ich kann den Zweiflern nur sagen: am Ende wird der HSV in der ersten Liga überleben, wenn vielleicht auch gerade so, egal was ihr schreibt.

  3. Jopahi 5. Februar 2014 um 08:55 Uhr

    Na, toll. Da habe ich morgen endlich mal Zeit und kann zum Training gehen, die Spieler bepöbeln, mit Dosen beschmeissen und ne Wurst essen… Und dann ist „nichtöffentliches Training“.

    Wollte meinen Aggressionspegel endlich mal mit laienhaftem Blick auf Trainings-Einheiten so richtig am oberen Ende der Skala festigen. Schade.

    • Gravesen 5. Februar 2014 um 08:57 Uhr

      Ich habe gehört, dass für heute, 14.00 Uhr eine Art Fan-Unterstützer-Marsch zum Training angesagt ist. Ich gucke mir das jedenfalls an.

      • Jopahi 5. Februar 2014 um 08:59 Uhr

        Von Stellingen aus? Da würde ich dann heute auch hingehen, die Uhrzeit passt mir sehr gut.

      • Pascal 5. Februar 2014 um 09:26 Uhr

        habe ich auch gehört. Wenn das stimmt, finde ich das TOP! das sind Zeichen, die wir da jetzt brauchen. Gemeinsam gegen den Abstieg

        • Jopahi 5. Februar 2014 um 10:32 Uhr

          OK, also die MoPo schreibt, dass es um 15 Uhr ab Stellingen losgehen soll. Vielleicht sieht man sich ja dort 😉

      • aragorn2905 5. Februar 2014 um 10:33 Uhr

        Nur als kleine Info:
        Der Marsch startet um 15.00 Uhr an der S-Bahnstation Stellingen!

  4. MrsMurphy 5. Februar 2014 um 09:14 Uhr

    Ein sehr interessanter Blogbeitrag! Ich hatte mir so etwas in der Art schon gedacht (der Arbeitstag kann unmöglich nur aus 1,5 Stunden auf dem Platz bestehen), gut, dass dies jetzt transparent geworden ist. Eine Frage ist für mich offen geblieben: Findet die direkte Arbeit mit dem Ball nur auf dem Platz statt, oder gibt es „indoor“ Möglichkeiten, dass Spieler an ihrer Technik mit dem Ball feilen können? Ich frage mal platt nach ner Torwand oder etwas in der Art. Ich sehe es bei meiner Tochter: Sie trainiert einmal auf dem Ascheplatz, das andere Mal in der Halle, und dort findet vornehmlich die Technik-Schulung statt. Grave?

    Doch der Hammer schlechthin ist ja wohl, dass sich außer Dir, Grave, offensichtlich noch nie jemand dafür interessiert hat. Ich hatte zumindest vermutet, dass vor x Jahren schon mal das Thema auf der Agenda stand. Da lag ich wohl falsch.
    Mir scheint, dass für solche ja simpel zu recherchierenden Geschichten schlicht die Lust fehlt. Da fehlt so der Kick hinter der Story … Wobei: Wenn man sich schon fragt, ob zu wenig trainiert wird, ist es doch die naheliegendste Frage überhaupt: Sagt mal, wie trainiert Ihr eigentlich? Da könnte man auch mal eine schöne Fotoreportage dazu machen. Oder „einen Tag als Fußballprofi beim HSV“ verbringen und dann darüber berichten. Ich würde so was gerne lesen. 🙂
    PS: So was hab ich als Volontär bei anderen Berufen schon gemacht. Es ist zum Teil verblüffend, was man dabei erfährt.

    • Gravesen 5. Februar 2014 um 09:17 Uhr

      Zu deiner „Ball-Frage2: Es gibt im Trainingstrakt eine Art Tennisplatz, auf dem die Spieler (manchmal auch Trainer) beim Fußball-Tennis ihre Technik verfeinern. Dieser Platz wird im Grunde permanent genutzt

      • MrsMurphy 5. Februar 2014 um 09:24 Uhr

        Danke. Wie gesagt: Ich würde mir das alles wirklich total gerne mal anschauen. Irgendwann frage ich Jörn Wolf mal danach 😉

        • Pascal 5. Februar 2014 um 09:27 Uhr

          Fussball Tennis gegen Heiko Westermann, das hätte doch was 😀

          • Gravesen 5. Februar 2014 um 09:33 Uhr

            Lieber Pascal, ich denke, dabei würdest du ausgesprochen blass aussehen.

          • Jopahi 5. Februar 2014 um 10:16 Uhr

            Das glaube ich auch.

      • aragorn2905 5. Februar 2014 um 10:37 Uhr

        Eine Anmerkung auch hierzu:
        Ich bin des öfteren in diesem Trakt und sehe die Spieler dort „daddeln“. Wobei das nicht wörtlich zu nehmen ist. Und wer mal die Gelegenheit hat sich länger an der Arena aufzuhalten wird auch sehen, wieviel Spieler sich dort wie lange aufhalten.

  5. The_MaXX 5. Februar 2014 um 10:27 Uhr

    Danke Dir Grave, mal wieder ein klasse Beitrag.

    Folgende Gedanken dazu: Ich finde es erschreckend, dass keine von den professionellen Medien bereit ist objektiv zu berichten. Es kann doch nicht sein, dass einzig ein privater Blog um Information bemüht ist. Das geht letztendlich soweit, dass wenn man eine fundierte Analyse lesen will, zu Beiträgen von Bloggern wie z.B. „Trapper“ oder „Colt“ zurückgreifen muss (Mit Goals Jovanov haben wir die Ausnahme, die meine These bestätigt).

    Eine Frage die man stellen muss: Wer sind die Beteiligten in diesem unrühmlichen Reigen. Die Medien wurden m.E. hinreichend betrachtet, es gibt die Leser, die zumindest in Teilen die Schnauze von so einer Art Berichterstattung voll haben (ich z.B. bin komplett geheilt vom HA und seinem Blog, ich lese es gar nicht mehr), aber es gibt auch den HSV selber. Warum geht man nicht gegen diesen ganzen Mist vor? Ich frage mich, ob die verantwortlichen Herren nicht wollen, nicht können oder welche Ursachen es gibt, dass sie diesem Treiben tatenlos zusehen. Es gibt viele Arten auch der „nach vorne Verteidigung“ im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit, die ich mir wünschen würde – leider tut sich aus meiner Sicht viel zu wenig.

    Ein anderes Thema: Ganz davon abgesehen, dass die Bayern wirklich schöne Spiele abliefern – warum müht sich z.B. die SZ nicht mal an den kriminellen Vertretern des Vereins ab? Man schimpft auf das korrupte Italien mit seinen Vereinen, Rummenigge prangert den PSG wegen Financial Fairplay an… dass ich nicht lache- , ich glaube, in diesem FCB schlummert genügend Material um wochenlang die Gazetten zu füllen. Und dabei meine ich nicht Siegesserien, Beckenbauer Kommentare zu WM Spielorten oder tollen Toren von Thiago und Götze.

    • Jan-H. Schaper 5. Februar 2014 um 15:33 Uhr

      Och ich lese in der SZ häufiger Kritisches in Bezug auf die Bayern (insbesondere im Rahmen der Steueraffäre um UH).

  6. Fiete 5. Februar 2014 um 11:43 Uhr

    Zum Thema „Faulheit der Spieler“ sollt man noch eins anmerken:
    Die Spieler haben in 2014 erst 3 (drei) freie Tage gehabt. Nun können die lieben guten Herren (und Damen), die die Mannschaft faul nennen, sich mal überlegen, wieviel frei sie in diesem Jahr schon hatten. Jeder Fußballspieler wäre von seinem Verein bei einer solchen Arbeitsmoral schon lange vor die Tür gesetzt worden 😉

    Und zum Thema „Faulheit der Presse“ fällt mir auf Schlag dieser Witz ein:
    „Zwei Indianer gehen zum Medizinmann und fragen ihn wie der Winter wird. Der wirft ein paar Steine in die Luft und sagt: „Es wird ein kalter Winter. Geht in den Wald und sammelt viel Holz.“

    Am nächsten Tag kommen wieder einige Indianer und fragen ihn wieder, wie der Winter wird. Er wirft wieder die Steine in die Luft und sagt: „Es wird ein kalter Winter. Geht in den Wald und sammelt viel Holz.“

    Die nächsten Tage kommen immer wieder Indianer, auch von anderen Stämmen, und fragen ihn wie der Winter wird. Jedesmal wirft er die Steine und sagt: „Es wird ein kalter Winter. Geht in den Wald und sammelt viel Holz.“

    Schließlich überlegt er sich, ob das auch stimmt, was er da erzählt. Deshalb ruft er beim Wetteramt an und fragt wie der Winter wird. Dort bekommt er zur Antwort: „Es wird ein kalter Winter. Die Indianer sammeln Holz wie die Verrückten.““

    Danke für den Blogbeitrag 🙂

  7. Puki 5. Februar 2014 um 12:28 Uhr

    Soeben im Transfermarkt gefunden. Kann man mal so stehen lassen. Nicht, das wir es nicht wüssten … http://www.journalist.de/ratgeber/handwerk-beruf/menschen-und-meinungen/offener-brief-an-die-mopo-bitte-kehren-sie-um-aber-tun-sie-es-ohne-mich.html

    • Puki 5. Februar 2014 um 12:31 Uhr

      Jetzt nicht auf den HSV bezogen, sorry also für OT, aber mal ganz interessant …

  8. Hugo Meiser 5. Februar 2014 um 12:37 Uhr

    Ja Grave, wie Horst Frese sagte „Ein guter Journalist schreibt nicht alles, was er weiß“. Vielleicht sind es ja doch gute Journalisten? (Ironie aus)

  9. Trapper Seitenberg 5. Februar 2014 um 12:47 Uhr

    Im Grunde eine naheliegende Idee, einfach beim HSV mal nachzufragen, aber offenbar ist schon das zu viel verlangt. Danke dafür, Grave!
    Wenn die Aussage stimmen sollte, dass Du tatsächlich der erste gewesen bist, und ich zweifele daran nicht!, dann ist das aus meiner Sicht eine Schande für die Journaille, bzw. eine sportjournalistische Bankrotterklärung.

  10. EX-41 Jahre HSV 5. Februar 2014 um 12:55 Uhr

    Schon witzig, wie Du mit einer einfachen Nachfrage bei der HSV-Pressestelle die gesamten Abschreiberlinge der Springer- und noch niederen Medien entlarvt hast.
    Ich stelle mir allerdings auch die Frage, ob die Angaben der Pressestelle in der Praxis auch so eingehalten werden (ja, ich bin auch springergeschädigt).
    Wenn alles so sutsche läuft und alle so fleißig sind, dass sie fast 8h täglich „arbeiten“, warum spielt die Mannschaft schlechter als ein Kneipenteam und steht ganz unten drin?
    In der Welt (http://www.welt.de/sport/fussball/bundesliga/hamburger-sv/article124449036/Beim-HSV-sitzen-die-Schuldigen-ganz-oben.html)
    gab es zu meiner Verwunderung (weil Springer) unter der Rubrik „Meinung“ einen m. M. n. zutreffenden Artikel, der das Problem richtig verortet.
    Bei aller geteilten Verachtung der Journaille darf man ihr nicht die Schuld am Niedergang zuschreiben. Sie weidet sich nur daran und macht damit Auflage.
    Statt diesen HSV jetzt reflexartig gegen alles und jeden in Schutz zu nehmen, wünschte ich mehr mehr Kritik.
    Das Kompetenzvakuum im Vorstand müßte zunächst beseitigt werden.
    Da fällt mir leider nur Magath als Multitasker ein, der VV und SD in Personalunion bis zum Saisonende übernimmt und ggf. BvM mal ordentlich Feuer macht. Über den Kreuzer lacht sich dieser doch kaputt.
    Selbst die Römer haben in Zeiten größter Not ihrer Herrscher zum Diktator auf Zeit erhoben.
    Wir werden sehen, wo es endet. Ich habe ein ganz mieses Gefühl.
    Aber irgendwie ist mir das auch fast egal.
    Leider. Ansonsten, lieber Grave, mach weiter so. Man muß ja nicht immer einer Meinung sein 😉

  11. Waschroe 5. Februar 2014 um 14:27 Uhr

    Toller Tagesablauf,

    nur was mich ein bissel stört, ist das Trainingsanalyse und abstellen der Fehler hier überhaupt nicht fruchtet. Ergo arbeiten die auch nicht intensiv in dieser Phase.

    • Gravesen 5. Februar 2014 um 14:30 Uhr

      Naja. Das große Problem ist halt – auf der anderen Seite stehen auch 11 Jungs, die haben auch ein Trainer-Team und arbeiten auch 8 Stunden am Tag.
      Und gewinnen wollen die auch noch…

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