Aufstellen für die Zukunft

HSVPLUS, Aufstellen für Europa.

So lautet der Claim der Initiative, über deren Verwirklichung bzw. über die Verwirklichung deren Inhalte die Mitglieder des HSV am 25.05.2014 im Rahmen der Mitgliederversammlung abzustimmen haben. An dem Tag gilt es, an dem Tag entscheidet sich die Zukunft des Vereins.

Nicht zuletzt die nahezu kostenfreien „Leihen“ zweier praxisloser Spieler in der Winterpause bei gleichzeitiger Ausleihe von Artjoms Rudnevs nach Hannover (Leihgebühr € 500.000) und der an Verzweiflung reichende Verkauf des bereits verliehenen Dennis Aogo sollte einem jeden Mitglied mehr als deutlich zu verstehen geben, was die finanzielle Stunde des Vereins geschlagen hat.

Als vorläufigen Höhepunkt des wirtschaftlichen Desasters kann man den immer weiter in die ungewissen Zukunft verschobenen Baubeginn des Campus verstehen, zu dessen Finanzierung sich der Verein Gelder bei seinen Mitgliedern lieh und diese ganz offensichtlich zum Stopfen von Löchern nutzen musste. Momentan ist es absolut ungewiss, wieviel von dem geliehenen Geld überhaupt noch vorhanden ist, wie es mit Rückerstattungen aussieht, ja sogar die Frage, ob dieser Campus überhaupt je gebaut wird, steht im Raum.

Kurzum – dem Verein geht es so dreckig wie noch nie in seiner Geschichte, finanziell und sportlich.

Einige der Herren, die für eklatante Fehlentscheidungen verantwortlich zeichnen, haben sich bereits durch die kalte Küche davongemacht, den Makel, zu einem Gremium zu gehören, welches den eins ruhmreichen HSV an den Rande der Existenz gewirtschaftet hat, wollten sie offenkundig nicht in ihrer Vita lesen müssen.

Verschuldet, verunsichert, starkt gefährdet.

Zum Glück haben nahezu 80% der Mitglieder die Zeichen der Zeit erkannt und den Weg für eine Umstruktrierung im Sinne von HSVPLUS geebnet.

Mit neuen Köpfen in kleineren Gremien, mit strategischen Partnern an der Seite, soll der Weg in eine besser Zukunft beschritten werden. Inwiefern es dann eine „Aufstellung für Europa“ wird bzw. wie lange es dauern wird, bis sich der HSV das nächste Mal für einen internationalen Wettbewerb qualifiziert, ist ungewiss. Fest steht nur: Im Grunde muss sich alles ändern, kein Stein darf auf dem Anderen bleiben und  – will man es wirklich richtig machen – darf auch keine der aktuell handelnden Personen an ihrem Platz bleiben.

Aber ich gehe noch weiter. Nicht nur die Strukturen müssen an die Erfordernisse eines modernen Vereins angepaßt werden, nicht nur die akutell handelnden Personen müssen ausgetauscht und durch bessere ersetzt werden, nein, die gesamte Philosophie des Vereins muss verändert werden.

Das Verharren in verklärten Traditionen muss beendet werden, dieser völlig schwachsinnige „Raute im Herzen-Stuß“ muss endlich einmal aussortiert werden. Damit mich niemand falsch versteht, ich möchte niemandem seine persönliche „Raute im Herzen“ operativ entfernen lassen. Aber es kann nicht sein, dass „Raute im Herzen“ ein Kriterium für die Bekleidung einer verantwortlichen Position innerhalb des Verein sein kann.

Große Sprüche, keine Taten

Mit Grauen erinnere ich mich an die letzten Mitgliederversammlungen, bei denen Aufsichtsrats-Wahlen anstanden.

„Ich bin seit XX Jahren Mitglied, haben eine Dauerkarte, bin bei XX Auswärtsspielen dabeigewesen, bin top-vernetzt und habe die Raute im Herzen“

 

Jeder Kandidat, der diese standardisierten Satzbausteine unfallfrei aufsagen konnte, war sich des Mitgliederjubels gewiss. Dann noch ein paar launige Sprüche und fertig war der neue Aufsichtsrat. Wohin uns diese Verfahrensweise gebracht hat, sehen wir heute.

Maulwürfe mit Rauten im Herzen, „top-vernetzte“ Gestalten ohne sportlichen Background, Auswärtsfahrer auf Segeltour, Dauerkarten-Inhaber, denen das blau-schwarz-weiße Hemd näher war als die volle Hose.

 

Aber auch da kann und darf nicht Schluss gemacht werden mit den Aufräumarbeiten. Denn eines sollte jedem klar sein: Wenn wir es nur halb machen, wenn wir es wieder nur in Teilen machen, dann stehen wir wenig später vor der gleichen kranken Situation wie die, unter der wir zur Zeit alle zusammen leiden.

Ein Kritikpunkt, der in all den Jahren immer wieder genannt wurde und der besonders in den letzten Monaten mehr und mehr ins Zentrum gerückt ist, ist die äußere Darstellung des Vereins. Das Verhalten des Vereins gegenüber der Presse respektive das Verhalten der Presse gegenüber dem Verein.

Ein jeder, der sich etwas intensiver mit der medialen Berichterstattung über den HSV beschäftigt, bekommt zwangsläufig früher oder später Zweifel bzw. stellt er sich die Frage, wer hier von wem gesteuert wird.

Nicht der HSV bestimmt die Geschicke des HSV, die Presse tut es.

Noch in guter Erinnerung sollte einem jeden die unwürdige Farce um Frank Arnesen sein, bei der „externe vereins-interessierte Kreise“ via Medien die Entlassung des Sportchefs verkündeten, während Teile des Aufsichtsrats von dieser Aktion noch überhaupt nichts wußten. Dieses Spektakel erlebte eine Wiederholung während der hinterrücks geplanten Inthroniserung von Felix Magath, nur das es diesmal nicht klappte.

Fakt ist: Die Presse spielt Jojo mit dem Verein und dieser guckt nahezu taltenlos zu.

Auch und besonders an dieser Stellschraube muss bis zum Erbrechen gedreht werden, andernfalls werden alle Umstrukturierungsmaßnahmen ergebnislos verpuffen.

Aus verschiedenen Vereinskreise hört man immer wieder Aussagen wie:

„Dieser Sache nehmen wir uns irgendwann mal an, wenn die sportliche Situation positiver aussieht“

 

Jetzt frage ich mich: Was hat das mit der sportlichen Situation zu tun ?

Wer der Herr im eigenen Haus ist, kann ich zu jeder Tages- und Nachtzeit festellen und deutlich kommunizieren.

Aber vielleicht ist das auch nur die halbe Wahrheit. Vielleicht hat sich hier auf Seiten des Vereins über die Jahre ein Verhältnis zu einigen Medienvertretern eingeschliffen, welches ein verändertes Miteinander gar nicht mehr möglich macht. Vielleicht möchte man an der aktuellen Situation auch gar nicht soviel ändern, weil man andernfalls seine gewohnte Komfort-Zone verlassen müßte, alte „Buddy’s“ vor den Kopf stoßen, eventuell auch einmal Schüsse in die eigene Richtung aushalten müßte.

Betrachtet man an einem aktuellen Fall, wie man’s auch machen kann, muss man nach München gucken. Präsident Hoeneß wird zu einer Freiheitsstrafe verurteilt, ein medialer Erdrutsch droht. Aber was passiert ? Kein Rummenigge tritt vor die Kameras, kein Hopfner gibt ein Exklusiv-Interview auf Sport1.

Über die eigenen Kanäle (FCB.de) werden Stellungnahmen der beteiligten Personen veröffentlicht und die Medien können sich an dieser Stelle bedienen oder es lassen.

„Wir können es uns mit der Presse nicht verderben, die schreiben uns alle zwei Wochen das Stadion voll“

 

Bei aller Wertschätzung, aber das halte ich für absoluten Schwachsinn. Ich bin der Überzeugung, dass die Medien das Stadion eher leerschreiben, wenn sie das nächste Mal Dreck über den Verein ausgegossen haben. Spielt der HSV gut, ist der HSV erfolgreich, ist die Bude ohnehin voll. Spielt der HSV schlecht, kommt garantiert nicht ein Zuschauer mehr in die Arena, wenn BILD, Abendblatt und Mopo die Woche davor über die „Versager“ berichtet haben.

Mich würde interessieren, wie ihr das seht. Geht ihr aufgrund von medialer Berichterstattung ins Stadion bzw. animiert euch ein positiver Artikel zu einem Arena-Besuch ?

Oder andersrum. Verzichtet ihr auf die Fahrt in den Volkspark, wenn BILD und Abendblatt die Tage zuvor über den letzten Skandal berichtet haben ?

Für mich steht fest: Ganz besonders hier muss sich etwas Gravierendes tun. Der Verein muss endlich wieder das Heft des Handelns in die Hand nehmen, andernfalls wird auch eine Umstruktutrierung a la HSVPLUS verpuffen.

Ob die aktuelle handelnden Personen dazu in der Lage sind, darf bezweifelt werden, ich glaube nicht daran.

HSV schlägt Nürnberg

Zum gestrigen Spiel gegen den 1. FC Nürnberg.

Es wird immer gern auf die Statistiken verwiesen, wenn ein Spiel nicht erfolgreich bestritten wurde. Allerdings betrachte ich immer häufiger Statistiken, bei deren alleinige Betrachtung man nie und nimmer auf den tatsächlichen Spielausgang gekommen wäre.

Ein schönes Beispiel wäre meiner Meinung nach das gestrige Spiel. Wie schon Nürnbergs Trainer Verbeek meinte – dieses Spiel hatte nur einen Sieger verdient.

Die Statistik sagt etwas anderes aus.

http://www.bundesliga.de/de/liga/matches/2013/spieltag-25/145563/hamburger-sv-vs-1-fc-nuernberg/analyse.php

 

Bei dieser Gelegenheit sollten wir bei aller Freude über den lebenswichtigen Sieg auch Maxi Beister und Boban Rajkovic nicht vergessen. Gute Besserung, Jungs.

 

 

Von | 2014-03-17T09:18:37+01:00 17. März 2014|Allgemein|17 Kommentare

17 Comments

  1. Nordlicht 17. März 2014 um 09:24 Uhr

    Natürlich lasse ich mir meine Entscheidung ins Stadion zu gehen nicht von der Presse vorschreiben.

    Habe seit Jahren eine Dauerkarte und freue mich über das Erlebnis „Fußball“ im Stadion. Sicherlich freut man sich, wenn der HSV ein gutes Spiel macht und dann gewinnt. Ist für mich aber nicht so ausschlaggebend. Ich freue mich auch, wenn andere Vereine mit ihren Stars bei uns gastieren und verdientermaßen gewinnen. Ich erfreue mich über das Spiel, den Fußball an sich und natürlich die Stimmung live zu erleben. Derade deshalb, weil ich vor der eigenen Haustür die anderen Bundesligavereine sehen möchte, darf der HSV nicht absteigen!

    Daneben versuche ich auch, wenn es gerade passt mir mal Spiel der Oberliga anzugucken oder treibe mich auch gerne mal in anderen Bundesligastadien herum, auch wenn der HSV dort nicht gerade gastiert.

    Was die Presse so schreibt, die auch nur ihre – zugegebenermaßen in Hamburg viel zu bedeutsame – Rolle spielt, verfolge ich zwar, gehe aber trotzdem hin, um mir meine eigene Meinung zu bilden.

  2. Don Marksen 17. März 2014 um 09:27 Uhr

    Da ich ne Dauerkarte hab, bin ich eh immer im Stadion. Die Boulevardpresse nehme ich schon lange nicht mehr ernst. Ergo, ist es mir ziemlich Banane was diese halbgaren Knackwürste schreiben. In diesem Sinne, schöne Woche.

  3. Hessenlöwe 17. März 2014 um 09:43 Uhr

    Einfache Frage, einfache Antwort:
    wenn auch nur ein Zuschauer mehr sich von der „Fresse“ (oh sorry, sollte Presse heißen) ins Stadion schreiben lässt, läuft irgend etwas in dessen Hirnwindungen verkehrt!

  4. The_MaXX 17. März 2014 um 10:21 Uhr

    Moin,
    zunächst zum Spiel: Auch wenn die Statistiken relativ ausgeglichen ausgesehen haben: Ich bin ebenfalls der Meinung, dass es einen verdienten Sieger gegeben hat. Auch wenn Nürnberg (leider) immer mal wieder sehr gefährlich gekontert hat war die Anzahl der guten Chancen des HSV weit höher. Bis auf seinem Abschluss Schnitzer hat mir Djourou sehr gut gefallen, außerdem ist mir noch aufgefallen, dass die entscheidenden Pässe sehr oft ungenau gespielt wurden sind. Wären die genauer gekommen hätten wir früher/höher führen können.

    Als ich nicht Dauerkartenbesitzer gehen unregelmäßig ins Stadion, meine Entscheidung mache ich Null von irgendwelchen Medien abhängig. Ich sehe die Spiele sonst bei Sky und wenn ich finde, das HSV sehenswert spielt oder aber ich bock auf Liveatmosphäre habe wird ne Karte gekauft.

    Große Teile der Medien nerven mich mittlerweile so sehr, dass ich das Spiel bei Sky ohne Kommentatorton verfolge, deren (häufig blödes) Gelaber tue ich mir nicht mehr an

    • Jakob.K 17. März 2014 um 13:27 Uhr

      Marcel Reif und Thun und Taxis 😀 2 Gründe warum ich Sky NICHT habe und die Spiele auf englisch sehe.

  5. Mathias 17. März 2014 um 10:45 Uhr

    Ich habe mir angewöhnt, nach Niederlagen keine Presse zu lesen – macht das Leben leichter. Nach Siegen geht das, da jubeln sie eh alle in höchsten Tönen.
    Mit der Entscheidung, ins Stadion zu gehen, hat all das natürlich 0,0 zu tun – entweder ich habe Zeit, dann gehe ich hin, oder ich bin verhindert, dann gehe ich halt nicht…

  6. braveheart 17. März 2014 um 13:11 Uhr

    Woran erinnert mich diese von im Blog beschriebener „unheilvolle“ Verzahnung zw. „Vereins-interessierter-Kreise“ und der Presse? An ein „gaming the system“! (http://en.wikipedia.org/wiki/Gaming_the_system)

    „Spiele das System“ kann definiert werden, als mit den Regeln und Verfahren die ein System (eigentlich) schützen soll, so zu spielen, um stattdessen das System so zu manipulieren, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

    Besonders tragisch wird es bei uns, wenn die eine Gruppe, dieses „Game“ bis zum Excess mit Ausdauer und Beharrlichkeit betreiben (wer gibt schon gerne sein Spielzeug auf) und die andere Gruppe evtl. nicht mehr mitspielen möchte, aber trotzdem in ihrem Wunsch nach Einfluss („Tradition“ und „Raute im Herzen“-Glaubens-slogan) auch bis zum Excess, dieser anderen Gruppe zum -wenn auch ungewollten- (Stimmen)-Helfer mutiert.
    Eine in sich nicht homogene Einheit bildet sich, gegen in diesem Falle die große Mehrheit im Verein mit neuem Feindbild (HSVplus). So entsteht schnell mal 25,1% Minderheitsblockierer und unsere HSV verhungert in Stagnation und inneren Kämpfen.

    Schauen wir uns das Ergebnis an. Die letzte MV machte es mit einer historisch einmalig hohen Beteiligung deutlich: Es herrscht keine Spaltung unter der Mitgliedschaft (wenn überhaupt, dann nur weit am Rande).
    Die 80% pro HSVplus und knapp 75% pro Fernwahl bei Ausgliederungsanträgen, wie auch die HSVplus Contra-Haltung der deutlichen Mehrheit im Aufsichtsrat sowie bei der „mächtigen“ SC AL offenbarten es: Die eigentliche Spaltung verläuft nicht unter den Mitgliedern, sondern zwischen Mitgliedschaft und unseren gewählten Gremien, die sich eben durch „Gaming the system“ sukzessive in die „handelnden Funktionen“ hieven konnten und offensichtlich nur eine Minderheiten-Meinung widerspiegeln.

    Auch ich sehe mittlerweile nur einen radikalen Schnitt als Lösung, denn zb die nfs`ler (OFC not-for-sale) und andere Ultra Gruppen machen das „Gaming the system“ ja weiterhin mit und kämpfen gegen die Ausgliederung (hier a la HSVplus)
    Die eine Gruppe (teils real, teils symbolisch stellvertretend durch die „zurückgetretenen“ ARe) kann nicht mehr ohne die andere Gruppe (teils real, teils symbolisch stellvertretend durch die „restlichen“ ARe), um die große Gruppe der Vereinsmitglieder durch „Gaming the system“ (erfolgreich) zu beherrschen.

  7. Hansano 17. März 2014 um 13:38 Uhr

    // Zum Glück haben nahezu 80% der Mitglieder die Zeichen der Zeit erkannt und den Weg für eine Umstruktrierung im Sinne von HSVPLUS geebnet. //

    Ja, es waren 80%, aber nur die 80% der anwesenden Mitglieder. Das ist ein großer Unterschied von in diesem Fall mehreren zehntausend Stimmen. Wenn Du schon ständig unsaubere Recherchen der „Konkurrenz“ kritisierst, dann mache es doch einfach besser. Abgesehen davon warst / bist Du es ja unter anderem immer gewesen, der von den 1-2% anwesenden Mitgliedern mit großem SC-Anteil schwadronierte.

    // Mit neuen Köpfen in kleineren Gremien //

    Ja, kleinere Gremien. Die Anzahl der Entscheider wird aber nicht kleiner. Durch den Beirat, der gemeinsam mit dem AR quasi auf die selben Zahlen kommt wie der alte AR, wird das ganze System in HSV-Plus sogar noch künstlich aufgebläht und wird nur funktionieren, wenn endlich kompetente Leute in allen Gremien sitzen, die miteinander arbeiten und nicht gegeneinander

  8. Jakob.K 17. März 2014 um 13:55 Uhr

    Warum ich nicht mehr ins Stadion gehe:
    – Einige Leute die mir im VIP-Bereich begegnet sind waren an Arroganz und Dummheit nicht zu übertreffen.
    – Rassistisches und andere superasoziales Gebrüll von der Nordtribüne.
    – Abendblatt als ich es noch las.
    – Manfred Ertel & Jürgen „Ich, Ich, Ich“ Hunke (ganz weit vorne)

    Nicht nur ich gehe erstmal nicht mehr hin sondern unsere Truppe die schon mal mit 8 Leute hingegangen ist.

    Das was sich beim HSV als „Medien“ rumtreibt bringt mich eher dazu nicht hinzugehen als dass ich hingehen würde.
    Bzw. jetzt ist es eh egal denn ich lese dieses RTL-Nivaeu-Abendblättchen mit all seinen Auswüchsen im Netz nicht mehr. Gleiches gilt für Mopo und Blöd Zeitung.

    • daywalker 17. März 2014 um 19:37 Uhr

      Kannst Du das mit dem „Rassistisches und andere superasoziales Gebrüll von der Nordtribüne“ bitte einmal näher erläutern?! Ich stehe da seit nunmehr 15 Jahren und kann dem nicht ganz folgen, außer dem „superasozialen“ natürlich.
      Das kann ich nur bestätigen, allerdings kenne ich das aus JEDEM Fußballstadion in dem ich je gewesen bin…
      Mich interessiert in erster Linie Dein Vorwurf des Rassismus. Das habe ich nun auch schon erlebt, allerdings kannst Du diese Vorfälle an einer Hand abzählen und die wurden in meinem Umfeld (!!!) im Keim erstickt. Ich weise ausdrücklich daraufhin, das ich STEHE! Was in den Rängen darüber passiert kann ich nicht dezidiert bewerten, ich weiß aber wer dort sitzt…
      Aber Du schreibst von DER Nordtribüne, also fühle ich mich auch angesprochen. Deshalb mal bitte Butter bei die Fische!

  9. profachpersonal 17. März 2014 um 16:30 Uhr

    Presse hat keinerlei Einfluß.

    Gibt es einen speziellen Anlass der heutigen Wiederholung aller Mißstände (so richtig sie vollumfänglich auch sind)?

    • Gravesen 17. März 2014 um 16:33 Uhr

      Könnte durchaus sein.

      • profachpersonal 17. März 2014 um 16:55 Uhr

        wenn ich gehässig wäre, würde ich aus der Antwort schließen, du wartest noch auf den Maulwurf 😉 ?

        • Gravesen 17. März 2014 um 16:56 Uhr

          Auf welchen ?

          • profachpersonal 17. März 2014 um 17:40 Uhr

            Ich zitiere: wenn ich…

            Ich hatte eig. die Hoffnung, daß mit dem zurückgetretenen Teil des AR-Sumpfs das Viech auch entsorgt sei. Zumindest war zwoschendrin ja fast so viel Ruhe wie hinter der VV-Gardine.
            Nachdem bekannt wurde, das Meier seine Kohle mit dem pööösen BH shared, trog das aber wohl.

  10. Hugo Meiser 17. März 2014 um 17:33 Uhr

    Ich befürchte, am 25.5. werden viele nicht für Plus stimmen, wenn noch keine Namen als Kandidaten für die Gremien genannt werden. Das ist dann so, wie wenn man nur über eine neue Verfassung abstimmen will, wenn man die Kandidaten für die kommende Regierung kennt. Es muss doch erst das eine kommen, und dann das andere!
    Grave, trommle doch mal dagegen! Es soll zunächst über die Struktur abgestimmt werden, danach erst über Personen!

    Zu Statistik (ich habe vor langer, langer Zeit neben Sport auch Mathe studiert): Ich bin ein großer Freund von Zahlen. Aber es müssen richtige sein und sie müssen richtig interpretiert werden – den Spruch mit Bart von (angeblich) Churchill brauche ich wohl nicht anzubringen.
    So wäre es völlig unsinnig, die Erfolgsquote von Torschüssen eines einzelnen Spielers in einem Spiel anzugeben: Ein Schuss – ein Treffer – 100%. Sinnvoll ist hingegen, die Quote angekommener Pässe zu nennen, wenn deren Anzahl hoch genug ist: 250 / 300 – 74% / 76%. Stichwort: Regression zum Mittelwert.
    Und ganz hirnig ist es, von der Statistik vergangener Spiele auf die Zukunft zu schließen. Oder auch nur das Ergebnis eines Spiels mit den Zahlen in Verbindung zu bringen. Ganz viel im Fußball ist Zufall, und das ist gut so. So erinnere ich mich, dass Lam geben Gladbach (?) in Grund und Boden geschmiert wurde, weil er angeblich einen Fehlpass gespielt hat, der zum Tor führte. Nach meiner Beobachtung war das ein scharfer Abpraller eines gegnerischen Fehlpasses, bei dem er keine Chance auf eine Richtungsänderung hatte – Zufall also. Ein gutes Buch, finde ich, ist dazu „Das Lexikon der Fußballirrtümer“ von Roland Loy. Der hat Tausende von Spielen ausgewertet.
    Ich halte es auch für falsch, von der Laufstatistik auf die Fitness zu schließen. Da spielen ja zum Beispiel auch Taktikvorgaben des eigenen Trainers und die Taktik der gegnerischen Mannschaft mit. Und natürlich auch Motivation / Einsatzbereitschaft. Stichworte: Korrelation und Kausalität.
    (Nebenbei: Kennt jemand Zahlen über den Zusammenhang zwischen einerseits Trainingsintensität und Aussagen der Mediziner zur Fitness und andererseits Muskel- und Sehnenverletzungen? Slomka scheint ja mehr Training auf dem Platz zu machen (die Schmierer und Dickbäuche haben es befohlen). Ich habe den Eindruck, die kleineren Verletzungen und grippalen Infekte sind mehr geworden. Wie war das bei Magath in seinem früheren Leben? Stichwort: Übertraining. Ich habe auch, allerdings vor 40 Jahren, gelernt, dass übertrainierte Muskeln nicht mehr so schnell reagieren, was zu leichterem Umknicken führt – Jansen zum Beispiel. Grave, wäre das nicht auch mal ein Thema?)

    Ansonsten, Grave, weiter so!
    Und alle andern: Den Link hierher weitersagen und -geben.

  11. Hardy Erdmann 17. März 2014 um 19:00 Uhr

    Die Presse oder die Medien im Allgemeinen werden mich weder dazu bewegen nicht ins Stadion zu gehen oder ins Stadion zu gehen.
    Fußball ist und wird immer mein Lieblingssport bleiben ,genau wie der HSV mein Club bleiben wird.Ein Club der mir Freude,Spass aber auch Enttäuschung und machmal Frust beschert hat ,ist fast wie eine Beziehung.
    Presse als Info , wer kommt ,wer geht,wer ist verletzt….meine Meinung über Leistungen der Mannschaft oder auch einzelne Spieler mache ich mir schon selbst dafür benötige ich keine fremden Augen oder Hirne.
    Verteufeln würde ich die Presse nicht ,denn es liegt doch allein an mir was ich der Presse abkaufe oder nicht.Aber für viele ist es bequem ,das andere eine Meinung veröffentlichen und dann 1 zu 1 übernommen werden. Aber solche Menschen machen das in jeder Lebenslage.

    Noch ein Wort zur Erneuerung des HSV,das eine ist die Struktur aber ich bin der Meinung das sich die Fankultur durchaus überdenken sollte…… auch dort wird zu schnell hochgepusht oder eben fallen gelassen……Und auch wenn es nicht sehr populär ist,sollten sich auch die Fans daran gewöhnen das wir Spielern zujubeln die ihren Beruf ausüben und nicht aus lauter Lieber hier bei Uns spielen.Das nur mal am Rande. Gruß Hardy

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