Zurück in die Zukunft ?

Aufgewärmte Beziehungen führen zu nichts, sagt der Volksmund. Selbstverständlich kennt man sich gut, kennt die Vorlieben und Abneigungen des Ex-Partners und man kann sich auch gut an die gemeinsame Vergangenheit erinnern.

Aber – es gab ja irgendwann einmal einen guten Grund, warum man sich getrennt hat. Man hatte sich mehr gestritten als vertragen, man hatte sich gegenseitig mehr blockiert als bereichert oder man hatte schlichtweg voneinander die Nase voll.

Was für private Beziehungen gilt, gilt für berufliche Beziehungen auch und die Geschichte besonders des HSV zeigt, dass Aufwärmen keine Lösung sein kann.

Seeler war ein Fehler

Da war die Geschichte auf der Präsidial-Ebene. Uwe Seeler war als Spieler eine Legende, als Präsident war er eine Katastrophe. Man kann Seeler selbst wahrscheinlich den geringsten Vorwurf machen, immerhin ließ er sich von (falschen) Freunden ins Amt drängen. Was folgte waren Jutesäcke, Autopolituren, Ost-Immobilien und zu guter Letzt die Erfindung des sogenannten Aufsichtsrats, der es nach jahrelanger Kleinstarbeit immerhin geschafft hat, den Verein an den Rand des Ruins zu kontrollieren.

Da war die Geschichte mit Jörg Albertz. Von 1993 bis 1996 spielte der gebürtige Mönchengladbacher für den HSV, wurde hier zum Publikumsliebling. 1996 ging es dann für € 4,2 Mio nach Glasgow zu den Rangers. 5  Jahre später holte der HSV den damals 30-Jährigen für € 5 Mio als Hoffnungsträger zurück, eine fatale Fehleinschätzung. Albertz hatte seinen Zenit überschritten und konnte die in ihn gesetzen Erwartungen nicht mehr erfüllen.

Der gleiche Fehler zum zweiten Mal

Ähnlich wie im Fall Albertz verhält es sich beim aktuellen Problemfall des HSV – Rafael van der Vaart. Dieser wurde dem Verein in einer extrem Krisensituation aufgeschwatzt und seine Anwesenheit brachte zuerst einmal den erhofften, aber teuren Effekt. Rückblickend betrachtet hat die Verpflichtung des Holländers dem HSV perspektivisch mehr geschadet als genützt. van der Vaart hatte, ebenso wie Albertz seine besten Zeiten hinter sich und lebte weite Teile seiner zweiten „Amtsperiode“ vom Ruf vergangener Zeiten. Dies ist im Grunde weniger die Schuld des Kapitäns als vielmehr die Schuld derer, die die Hoffnungen für die Zukunft mit den Verdiensten der Vergangenheit verknüpfen wollen.

Im Jahr 2014 steht der HSV vor den wohl wichtigsten Struktur- und eben auch Personalentscheidungen seiner Vereinsgeschichte und es muss geklärt werden, wer den Klub in eine bessere Zukunft führen soll. Die Mitglieder, Fans und besonders die Unterstützer der Initiative HSVPLUS dürsten nach den Namen derer, die für eine goldene Zukunft stehen sollen. Da sich die Initiative selbst mit der Nennung von Namen aus taktischen Gründen zurückhält, machen die bekannten Medien das, was sie immer tun, wenn sie nichts wissen: Sie spekulieren, sie raten, sie vermuten. Dass sie mit dieser Verhaltensweise der Sache mehr schaden als helfen ist ihnen egal.

Wer nichts weißt, der erfindet

Investigativ wie eh und je werden Namen wie Hieronymus, von Heesen und Karl Gernandt genannt, aber um auf diese Namen zu kommen, hätte man lediglich die letzte Mitgliederversammlung besuchen müssen. Jetzt aber wird aus purer Verzweiflung der Name Dietmar Beiersdorfer genannt. Nach Informationen von HSV-Arena spielt Beiersdorfer in den Überlegungen von HSVPLUS nicht die Rolle, die die Medien gern vermitteln möchten und das ist auch richtig so.

Für Beiersdorfer gilt nämlich genau das, was für Seeler, Albertz und van der Vaart gilt und was im Grunde auch für Hieronymus und von Heesen gilt – sie alle haben eine HSV-Vergangenheit. Nun ist „eine Vergangenheit haben“ eigentlich nichts Verwerfliches, jeder von uns, der das 10. Lebensjahr beendet hat, hat eine. Aber im Sport und ganz besonders beim HSV ist eine Vergangenheit mit zwei (oder sogar mehr) Dingen verbunden, die der Sache eben nicht dienen.

1. Eine im Grunde nicht zu erfüllende Erwartungshaltung

2. Verbindungen/Verknüpfungen, Verpflichtungen zu den hiesigen Medienvertretern

Abhängigkeiten lähmen

Was würde denn beispielsweise passieren (können), sollte ein Dietmar Beiersdorfer in irgendeiner Art und Weise ins neue Präsidium der AG geholt werden ? „Dukaten-Didi“ würde bei jeder Gelegenheit mit seiner HSV-Vergangenheit konfrontiert werden. Man würde Vergleiche zu seiner ersten Zeit als Funktionär beim HSV anstellen und wie die Menschen so sind, wird man ihn eher mit den Transfers von Sanogo, Sorin und Ljuboja konfrontieren als mit den Transfers von Boateng, Kompany und de Jong.

Anders ausgedrückt: Der Druck wäre vom ersten Tag an übermenschlich groß und ein Scheitern an diesem Druck wäre aus meiner Sicht vorprogrammiert.

Hinzu kommt, dass sich Beiersdorfer und die hiesigen Pulitzer-Preisträger noch bestens kennen und auch hier dürfte die eine oder andere Geschichte hinterlegt sein, die bisher noch nicht gedruckt wurde. Wie das Geschäft aber nun mal so läuft, könnte man doch einfach mal andeuten, dass….. (mehr muss ich wohl nicht sagen, oder)

Meiner Meinung nach kann der Aufbruch in eine neue, hoffentlich erfolgreiche Zeit nicht an Personen geknüpft werden, die sich in früheren Jahren einmal in irgendeiner Art und Weise um den Verein verdient gemacht haben.

Eine neue Struktur muss zwingend verbunden sein mit neuen Personen.

Der für mich optimale Fall würden dann eintreten, wenn Personen ans Ruder kämen, die weder eine Raute in irgendeinem Körperteil noch eine irgendwie geartetete HSV-Vergangenheit vorweisen können. Unabhängig von früheren Ereignissen und nicht im geringsten verknüpft mit der Intriganten-Presse. Solche Personen könnten völlig neu anfangen, sie könnten dem Verein die so dringend benötigte Philosophie verpassen.

Stellt man nach einer hoffentlich erfolgreichen Abstimmung am 25.05. nicht alles auf Null, sondern schiebt man alte Bekannte auf neue Ämter, ist bereits jetzt abzusehen, dass sich nichts ändern wird.

 

 

 

Von | 2014-04-09T08:14:33+02:00 9. April 2014|Allgemein|24 Kommentare

24 Comments

  1. Bernd 9. April 2014 um 08:44 Uhr

    Da bin ich mit einer mathematischen Unmöglichkeit bei dir, nämlich 1887% Zustimmung.
    Andererseits können Namen helfen. Dem künftige Präsidenten des Universalsportvereines HSV gestehe ich eh nur die Rolle eines Grüßaugust zu. Sollte sich hier ein Ex-Grande bereit erklären die MV im Mai ein bißchen zu pushen habe ich keine Einwände. In der Lizenzspielerabteilung möchte ich nur noch Profis auf und neben dem Rasen sehen.
    Eine Ausnahme für den finanziellen Part der Lizenzspielerabteilung habe ich aber doch, nämlich Bernd Hoffmann. Von der Hamburger Presse hat der sich nicht beeindrucken lassen. Ohne die anachronistische Struktur des HSV hätte dem keiner ans Bein gepinkelt.
    Wie ich schon in deinem Blog zum Lars schrieb, schneidet HSV+ nicht alle alten Zöpfe rigoros ab, machen sie nicht tabula rasa, werden sie und damit der HSV genau die Sorte „Mitarbeiter, Maulwürfe und Fans“ bekommen, die sie verdienen.
    Dann geht der HSV zwar mit 40 jähriger Verzögerung den Weg so „ruhmreicher“ Gründungsmitglieder wie Saarbrücken, Preußen Münster und dem Meidericher SV, der HSV wird ihnen in die Bedeutungslosigkeit folgen.

    • Gravesen 9. April 2014 um 09:14 Uhr

      Wie du schon schreibst – das Gleiche gilt für Kandidaturen solcher Gestalten wie Sven „Lars49“ Kröger. Stichwort ist Abhängigkeit. Der Typ hat sich im bekannten Pöbelforum schon dermaßen oft viel zu weit aus dem Fenster gewagt und ein nur halbwegs „findiger“ Schreiber wäre jederzeit in der Lage, ihn mit seinen Sprüchen zu kronfontieren. Und dann ?
      „Wollen sie mir lieber etwas erzählen oder soll ich die alte Suppe aufwärmen?“

  2. Denny 9. April 2014 um 09:19 Uhr

    das Problem ist, du schreibst es selbst, das jeder eine Vergangenheit hat, und solange diese Schmierlappen die selben sind.

    Ist es egal ob eine HSV Vergangenheit oder eine SONSTWAS Vergangenheit.

    Dann kommen die aus Ihren höhlen gekrochen und schreiben beim ersten kleinen vermeintlichen Fehler, das hätteman wissen müssen der hat auch schon da und da dies und jenes nicht anders gemacht.

  3. Pascal 9. April 2014 um 09:43 Uhr

    was wir vor allem brauchen, ist einen „Mediendirektor“ der der auch wie einer Handelt!

    So lange der Hamburger Presse nicht Einhalt geboten wird, wird sich NICHTS ändern egal WER kommt!

    wenn das geschafft ist, kann man drüber nachdenken, ob jemand eine HSV Vergangenheit haben kann oder soll!

    Ich bin übrigens (ebenfalls) für Hoffmann in einer Position der AG (wenn auch nicht in welcher).
    Klar war nicht alles Gold was glänzt aber ich bin der Meinung der HSV würde Sportlich und Finanziell jetzt wo anders stehen, wenn er nicht gegangen worden wäre 😉

  4. der Coach 9. April 2014 um 10:20 Uhr

    Ich denke nicht, dass man pauschal sagen kann, dass es falsch ist Leute zurückzuholen. Auch die Beispiele aus der Vergangenheit ändern daran nichts. Die Matthäus-Rückkehr zum FC Bayern oder die von Thon zu Schalke zeigen, dass es auch anders geht. Im speziellen Fall, von Heesen, Hieronymus und Beiersdorfer glaube ich allerdings auch, dass es unsinnig ist diese Personen in verantwortliche Posten beim HSV zu bringen. Insbesondere Herrn Beiersdorfer sehe ich da sehr kritisch. Ein Mensch, der den Verein einst im Stich gelassen hat sollte nicht mehr zurückkehren dürfen. So jemanden möchte ich hier nicht mehr sehen. Eine Rückkehr des geschassten Herrn Hoffmann würde ich dagegen sehr begrüssen – allerdings halte ich dies für unrealistisch. Ohnehin frage ich mich, warum die HSV+ Initiative hier eine Art Schattenkabinett präsentieren möchte. Das Konzept HSV+ (Ausgliederung mit der Möglichkeit des Anteilverkaufs) ist gut und längst überfällig – aber HSV+ sollte ein Konzept zur Umgestaltung der Vereinsstruktur sein und keine Bewegung die den Laden übernehmen will mit ihrem Personal. Da frage ich mich schon, ob man nicht denen dann genauso hinterrennt wie andere es vor einigen Jahren (SC usw.) schon einmal gemacht haben als es darum ging den Fortschritt zu verhindern (gg. Ausgliederung) oder um Hoffmann abzusägen.

    • Gravesen 9. April 2014 um 10:24 Uhr

      Ausgezeichnete Frage. Auch in meiner Wahrnehmung war HSVPLUS ursprünglich dazu angelegt, die längst überfällige Umstrukturierung in die Wege zu leiten und nicht, um einen Putsch nach bekanntem Vorbild zu initiieren. Aber – du kennst die Menschen. Sie wollen jemanden haben, dem sie folgen können. Der ihnen das Denken abnimmt, der ihnen Garantien gibt. Und kann er diese Versprechungen nicht einhalten, brauchen die Menschen ein Idol, welches sie vom Sockel stoßen können. Leider sind 80% der Menschheit strunzdoof und begreifen es nicht. Bestes Beispiel ist die Existenz der BILD 😉

  5. aragorn2905 9. April 2014 um 10:52 Uhr

    Ein Leitspruch meines Lebens lautet:
    Kreuze niemals deinen eigenen Weg
    Und wenn das auch für mich zutrifft, so ist es doch häufig so, dass man das nicht veralgemeinern sollte. Bei Rafa zum Beispiel sehe ich es etwas anders. Der Moment als er an der Arena ankam, im August 2012, hatte etwas magisches. Die Schockwelle die den Verein getroffen hat war unbeschreiblich. Und bei all der momentanen Kritik muss man doch sagen, dass es in seiner ersten Saison, auch an ihm lag, dass das Team am Ende den siebten Platz belegte. Das es in dieser Saison etwas weniger rund läuft, hängt mit Sicherheit auch mit anderen Dingen zusammen. Damit aber sollen sich andere Patienten befassen.
    Was den Herrn Dietmar Beiersdorfer angeht sehe ich es aber ähnlich, wie Du. Ich bin sicher, dass es bessere Möglichkeiten gibt, die vakanten Positionen zu besetzen. Nimmt man seine erste Amtzeit etwas genauer unter die Lupe, wird man nicht umhin kommen zu bemerken, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Ich gehe sogar noch einen schritt weiter. Es wurde ja bereits erwähnt, dass DB eigentlich nur zusammen mit BH richtig gut funktioniert hat. Sobald einer von beiden fehlte, fehlte auch irgendwie das entscheidende Quentchen Fortune.
    Auch deshalb wäre es, glaube ich zumindest, die beste Lösung für den Verein, wenn er sich KOMPLETT neu aufstellen würde. Dass JEDER eine Vergangenheit hat ist nunmal eine Tatsache. Die Frage ist doch, wie man damit in der Zukunft umgeht. Was läßt der Verein zu, und wie geht er gegen die Intriganten aus der Presselandschaft vor.

    • Gravesen 9. April 2014 um 11:11 Uhr

      Ich gebe dir insofern Recht, als dass van der Vaart zu Beginn seiner zweiten „Amtszeit“ beim HSV einen Effekt hatte, ganz sicher sogar. Die Frage ist nur: War dieser Effekt den Aufwand wert oder hätte ein anderer, jüngerer, modernerer Spieler diesen Effekt wohlmöglich auch erzielen können ? Dann aber mit weniger finanziellem Kraftakt, perspektivischer aufgestellt (Christian Erickson) und eventuell nachhaltiger.

      Zudem: Das es früher oder später wieder zu Rafa/Silvie/Sabia-Geschichten kommen würde, war meiner Meinung von Anfang an klar. Dem HSV und auch van der Vaart hat das massiv geschadet

      • aragorn2905 9. April 2014 um 11:56 Uhr

        Da gebe ich dir Recht. Die Frage ist aber eben auch, warum hat das alles dem HSV so geschadet? Doch sicher weil es dem Verein nicht gelungen ist, genügend Präsenz (medial) zu schaffen um die Berichterstattung ion die richtigen Bahnen zu lenken. Und wir alle wissen doch wie sehr es dem Verein, also der damaligen Führung, gelegen kam, dass er die Aufmerksamkeit der Medien, mit seiner Person als gesamtes, auf sich gezogen hat. Aber mal eine andere Frage. Wie sollte man den mit seiner person umgehen? Verkaufen? Als Zerstörer der Glückseeligkeit vom Hof jagen? Oder versuchen ihn als Identifikationsfigur in den „neuen Hsv “ miteinbinden?

        • Gravesen 9. April 2014 um 12:49 Uhr

          Nicht leicht zu beantworten. Im Moment habe ich das Gefühl, für van der Vaart selbst wäre ein Weggang aus Hamburg eine Befreiung.

          • aragorn2905 9. April 2014 um 13:08 Uhr

            Es hätte aber eben auch etwas von Flucht. Und ich hoffe nicht, dass es dazu kommt. Du weist wie ich über ihn denke und doch muss ich sagen, dass ich es gerne sehen würde, wenn er hier bleiben würde. er ist zwar nicht mehr der kleine Engel, aber nichts desto trotz nach wie vor unser Meastro. Gerade vor dem Hintergrund eines zu erwartenden Schnittes im Team, wie auch im Verein, würde mich schon sehr interessieren, wie sich das auf ihn auswirkt, und auf seine Leistung. Sollte Mirko slomka im Sommer die Gelegenheit haben dem Team „seinen“ Stempel aufzudrücken, käme das seiner ureigenen Spielweise sehr entgegen. Und das Zusammenspiel mit HC10 funktioniert ja auch immer besser. Verantwortung zu übernehmen heisst eben auch die Stärken eines jeden einzelnen in den Dienst der Mannschaft, im Sinne des maximalen Erfolgs, zu stellen. Und allein deshalb wäre sein Weggang ein herber Verlust. Und wenn jetzt der ein oder andere „Fan“ oder „Schreiberling“ der Meinung ist, mit HC10 hätten wir bereits den „neuen und besseren“ vdV, nur weil er erolgreicher Freistöße schiesst, so muss ich denen leider sagen, dass ich glaube sie irren sich.

  6. der Coach 9. April 2014 um 11:22 Uhr

    Ob das alles so klar war sei mal dahingestellt – jedenfalls kann man hinterher immer alles etwas leichter beurteilen. Man darf auch nicht so tun, als ob vdV seit seiner Rückkehr nur schlechte Spiele gemacht hat. Lediglich die Rückrunde dieser Saison ist wirklich als schwach zu bezeichnen. Aber die Frage ist auch, woran liegt das? LIegt das alles nur an ihm oder sind es nicht auch die Gesamtumstände die dazu beitragen. Die Situation insgesamt ist sehr schwierig und die Erwartungshaltung an vdV ist immer größer als an andere – ich denke, dass was von vorneherein klar war ist, dass der Rückkehrer vdV ein anderer ist, als der welcher hier vorher gespielt hat. Dies war auch bei Albertz damals so – hier finde ich im übrigen liegt ein gutes Beispiel vor, Albertz wurde den Erwartungen nicht gerecht, aber er wurde auch als Sündenbock genutzt und enorm unfair behandelt. Ich hoffe, das sich dies nicht wiederholt bei Herrn van der Vaart. Jedenfalls ist mir noch gut in Erinnerung, dass ein Umgang wie er damals ggü. Herrn Albertz gepflegt wurde nicht der war, den man von vernünftigen Menschen erwarten sollte. Es waren damals übrigens sowohl Fans wie Verantwortliche Herrn Albertz so behandelt haben.

    • The_MaXX 9. April 2014 um 17:07 Uhr

      Guter Hinweis – erstens hat, wie du auch schreibst, VDV in der Hinrunde durchaus gute Spiele geliefert und Tore geschossen udn zum anderen – ich glaube VDV lebt auch immer von seinen Mitspielern, das sieht man auch wenn er mal mit Badelj zusammenspielt, da kommen bessere Ideen, schnellere bessere Pässe als wenn er z.B. mit Arslan.

  7. HHMICHEL 9. April 2014 um 14:01 Uhr

    alles richtig,
    wobei ich aber Sorin nicht als Fehleinkauf sehe,
    der Deal hatte was, der Spieler wollte auch, die
    Verletzungen können bei jedem Spieler passieren,
    und Hoffmann zurück als Finanzchef, perfekt

  8. ARi13 9. April 2014 um 14:31 Uhr

    Als weiteres Beispiel zu Deiner Darstellung würde ich gerne Thomas Doll ins Spiel bringen, der immer mal wieder als Trainer von „Du weißt schon wem“ genannt wird.
    1990 Wechsel von BFC Dynamo (1.0 Mio.€) // 1990–1991 Hamburger SV // 1991 Wechsel zu Lazio Rom (7.5 Mio.€) // Zitat Wikipedia: „Nach einer überragenden Bundesliga-Saison 1990/91 warb Lazio Rom erfolgreich um Doll, dessen Rekordablösesumme von 15 Mio. DM den damals hoch verschuldeten HSV sanierte.“
    1998 Wechsel von AS Bari (ablösefrei) // 1998–2001 Hamburger SV // Zitat Wikipedia: „Nach einem Gastspiel beim AS Bari kehrte „Dolly” 1998 zum HSV zurück, wo er 2001 seine aktive Laufbahn beendete. Gesundheitsbedingt hatte Doll auch in diesen drei Jahren keine einzige Bundesliga-Partie von Anfang bis Ende bestreiten können.“
    Von 2001 bis 2004 Nachwuchstrainer HSV II und U19 // 2004-2007 Profitrainer beim HSV
    TD war und wird vermutlich immer Publikumsliebling bleiben. Ob seine Rückkehr zum HSV erfolgreich war, kann (und will) ich grade nicht beurteilen (auch Teileinsätze können mehr oder weniger Erfolgreich sein). Aber als Trainer hat er den Verein auf Platz 18 übernommen und in die CL geführt. Er ist dann aufgrund einer Verletzen-Serie und der hohen Belastung in der CL auf Platz 18 entlassen worden.
    Ich frage mich grade ob der Transfer TD 1998 auch so ein Beispiel von aufgewärmten „Freundschaften“ ist wie die anderen oder wie Ihr das beurteilt? Für die Zukunft würde ich ihn auch eher ausschließen. Genauso wie B Hoffmann und D Beiersdorfer. Das hat immer sowas von Nostalgie ähnlich wie das Image mit dem Dino und die Uhr im Stadion. Da bleibt kein Platz für etwas Neues – wenn man kaputte Haare (alte Zöpfe) abschneiden will, dann doch bitte komplett und neue wachsen lassen 😉

  9. yamo 9. April 2014 um 14:52 Uhr

    Grave, Deine Blogs sind scharfzüngig, entlarvend, witzig geschrieben und unabhängig. Und wenn meine Meinung zu Deiner differiert, sind es höchsten 3 Nichtabstiegspunkte.
    Aber zum Thema: warum jemand ohne HSV-Vergangenheit?
    Ok, die Contras wurden von Dir ja ausführlich verarbeitet.
    Doch warum fragst Du nicht: „Wir brauchen Fachleute für die Führungspositionen“. Wenn unter denen sich einer mit HSV-Vergangenheit findet, umso besser (an dieser Stelle: Gruß an Uli!).
    Ansonsten mach nur so weiter. Intellektuell meilenweit über dem Patientenblog mit diesen Schmierfinken.

    • Gravesen 9. April 2014 um 15:34 Uhr

      Das sieht das Abend/Funkeblatt anders .-)

      Guckst du hier, zwischen Beiersdorfer/HSVPLUS und van der Vaart/Ajax…

      http://www.abendblatt.de/sport/fussball/hsv/

      • yamo 9. April 2014 um 17:40 Uhr

        Man kann bei dem verkackten Blatt ja nix für lau lesen.
        Und davon ab habe ich eh keine Meinung von diesen „Journalisten“, you dirty schwein.
        Schiebe noch mal höchstes Kompliment für Deinen Blog mit den Vereinseiern, Vereinsbayern nach.
        Klasse!

        Halt Dich, Alter;)

  10. jorgo 9. April 2014 um 16:18 Uhr

    [Man würde Vergleiche zu seiner ersten Zeit als Funktionär beim HSV anstellen und wie die Menschen so sind, wird man ihn eher mit den Transfers von Sanogo, Sorin und Ljuboja konfrontieren als mit den Transfers von Boateng, Kompany und de Jong.]
    ……….
    Grave, ich habe nur ein Beispiel aufgeführt. So wird es sein, wenn die Presse weiterhin den HSV lenkt und von Profilneurotikern im Club unterwandert ist. Ich kann mir durchaus vorstellen, daß ein zweites Miteinander von Erfolg gekrönt sein könnte. Die Voraussetzungen dafür sind ein intaktes Umfeld. Ich habe ein zweites Engagement selbst erlebt. Das funktioniert allerdings nur, wenn man beim ersten Abschied keinerlei Erde verbrannt hat. Mein zweites Engagement ist im Übrigen die eindeutig bessere Zusammenarbeit für beide Seiten.

  11. Jan B 10. April 2014 um 09:37 Uhr

    Moin Grave
    Du sprichst mir aus der Seele. Was mich an der Sache Beiersdorfer so irritiert: Niemand betrachtet ernsthaft den Werdegang seit dem HSV Abgang. Die Red Bull Zeit geht dabei völlig unter. Sportlich entwickelt hat sich bei denen erst was seit Rangnick das Steuer übernommen hat. Hat Beiersdorfer das Zeug den HSV sportlich und strategisch neu aufzustellen? Kann er die Jugendarbeit in den Vordergrund rücken? Ist er nicht schon mal beim HSV daran gescheitert? Hat Hoffmann das nicht angemahnt? Warum werden solche Fragen nicht gestellt, sondern sofort der Heiland ausgerufen. Ich sag nur: „Hauptsache Raute im Herzen“

  12. Jakob B. 10. April 2014 um 16:14 Uhr

    Hunke wie keine anderer steht für Mittelmaß im unteren Bereich. Diese Typen haben bei der Versammlung eine so deutliche Klatsche bekomme und sind geistig nicht in der Lage zu kapieren, dass die Mitglieder dieses Rumgefusche ala Hunke nicht mehr wollen und verstehen nicht was HSVPlus für den HSV bedeutet.
    Nach Ertel gelich das zweite Gesicht, das für das akteulle Desaster steht. Dieser Profilneurothiker geht mir so extrem auf den Keks. Ichichich-Hunke.
    Grave, was ist aus dem Treffen mit dem Kerl geworden?
    http://www.mobil.abendblatt.de/sport/fussball/hsv/article126777557/Auch-Gegner-von-HSVPlus-hoffen-auf-Beiersdorfer.html
    Ich entschudlige mich für den Link 🙂

    • Oberberger 10. April 2014 um 18:53 Uhr

      Der Artikel im Abendblatt ist so dünn, dass man den glatt als Handyschutzfolie benutzen könnte 🙂

      Interessant dabei ist nur eines: dass schon wieder einer aus der Runde Inhalte des Gesprächs an die Presse weitergibt.
      Bin ich froh, wenn ich diese ganzen Kompetenz-Simulatoren nicht mehr beim HSV sehen muss.

  13. profachpersonal 10. April 2014 um 22:56 Uhr

    „Die Frage ist nur: War dieser Effekt den Aufwand wert oder hätte ein anderer, jüngerer, modernerer Spieler diesen Effekt wohlmöglich auch erzielen können ?“

    Natürlich war er das, denn es ging bergauf. Allerdings leiden wir ja nicht erst seit gestern unter einem chronischen Mangel an Führungsspielern. Das war weder Ali noch ist es Raffa. Da lobe ich mir einen Hakan, solang seine Ansprüche nicht in einer Formkrise á la Aogo münden, der auf (vor) einer HV verkündete, er möchte Verantwortung übernehmen und dann unterging. Wobei Hakan mit MS den besseren Trainer hat.

    PS Und auch Didi ist kein Führungsspieler, der braucht nen Frontman.

  14. ky 11. April 2014 um 03:54 Uhr

    Wichtig ist in 2.ter Linie auf dem Platz…
    HW4 – do it again…
    Guddneid ewerie boddie

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