So nicht, meine Herren

31 : 5 Torschüsse

5 : 2 Ecken

53,8% : 46,2% Gewonnene Zweikämpfe

87 : 109 Fehlpässe

225 : 157angekommene Pässe

Ich könnte wohl noch eine halbe Stunde so weitermachen, nahezu jede Statistik spricht nach dem Spiel für Hannover 96.

Aber – Statistik ist häufig das Eine, das Ergebnis ist etwas anderes. In diesem Fall jedoch entspricht die Statistik dem Spielverlauf, das 2:1 ist für den HSV aus Hamburg ein eher schmeichelhaftes Ergebnis.

Wie immer in den letzten Jahren, und das ist das Rätsel, welches ich bisher einfach nicht entschlüsseln kann, folgt auf ein vernünftiges/gutes Spiel ein mieses/katastrophales Spiel. Diese Mannschaft ist, egal unter welchem Trainer, einfach nicht in der Lage, zwei qualitativ überdurchschnittliche Spiele nacheinander abzuliefern. Ob es an der Psyche liegt, an der mangelhaften Einstellung, ob es eine Art Überheblichkeit ist, ich weiß es nicht.

Fakt ist nur: Ein Mannschaft, die sich so präsentiert wie  zuletzt in Hannover, aber auch in den meisten Auswärtspartien zuvor, die steigt völlig zu Recht ab.

Für unseren Hochleistungs-Sportchef Kreuzer muss die Vorarbeit von Artjoms Rudnevs (stand im Abseits) ein Tritt in die Kronjuwelen gewesen sein, allerdings bin nicht sicher, ob der Mann das überhaupt merkt.

Zu weltfremd, zu entrückt sind seine letzten medialen Auftritte, bei denen ihm von Speichellecker-Journalisten die lächerlichen Antworten kritiklos abgenommen werden.

Wenn der Mann sowas wie Eier hätte, würde er mit sofortiger Wirkung zurücktreten und einen vielleicht letzten Impuls setzen. Aber warum denn ? Er hat ja nichts falsch gemacht.

Von | 2014-04-12T18:06:49+02:00 12. April 2014|Allgemein|6 Kommentare

6 Comments

  1. benni c 12. April 2014 um 18:03 Uhr

    alles richtig so!
    leider…

  2. Timo 12. April 2014 um 18:41 Uhr

    Tja das ist so was von traurig….
    Es ist einfach unerklärlich, wie die so eine Leistung hinbekommen. Keine Aggressivität, besonders kein Nachsetzen im Zweikampf im Mittelfeld und eine viel zu unmutigen Startaufstellung in Bezug auf die Lage mit Jira, Rincon.

    Herr Kreuzer wird es nicht Mal reflektieren, was er da überhaupt verzapft hat. Am Ende werden Sie es auf die Verletzten etc. schieben!
    Meiner Meinung nach werden uns am Ende die 3 Punkte aus dem Braunschweig/Ko-BvM-Spiel fehlen…

  3. Wahrsager 12. April 2014 um 19:41 Uhr

    Ich sage, es ist vorbei, der HSV wird absteigen. Ich bin des Verteidigen des HSV müde. Alle, die am Ende das Gegenteil behaupten und damit den Verbleib in Liga 1 lange vor Saisonende orakelt haben, beglückwünsche ich. Mit dem Resultat kann ich dann auch gut leben. 😉

  4. Gunnar 12. April 2014 um 21:42 Uhr

    Hallo Grave,
    wieder leider ein sehr stimmiger Text.
    Auch ich verstehe diese Leistungsunterschiede nicht. Gegen Leverkusen ein gutes Spiel mit Kampf, Laufbereitschaft, Aggressivität und auch etwas Glück und dann kommt das nächste Spiel welches alles vorgenannte alles vermissen lässt, warum nur?
    Man sitzt da vor dem Fernseher und ist völlig verzweifelt und fragt sich was da schon wieder los ist und man findet keine Antworten.

    Ich denke, das war es mit dem Dino in der 1. Liga.
    Zum Glück hat der HSV ja einen eigenen Friedhof, da kann man schon mal eine Grube ausheben.

  5. peschinho 13. April 2014 um 02:11 Uhr

    Die Statistik bestaetigt das im TV gesehene Spiel. Allein die Torschuss-Statistik spricht Baende. Ich hatte die laecherliche Hoffnung, dass H96 nach sovielen vergebenen Torchancen (zu Recht) bestraft wird. Jedoch, nur 10 gute Minuten nach dem Wechsel reichen nicht. Ich kriege hier, wo ich bin, einige 1000 KM fern von der Heimat soviel Aufmunterung, bin aber selbst mittlerweile total desillusioniert.

  6. Abspielfehler 13. April 2014 um 09:59 Uhr

    Mittlerweile unsägliche 17 Saisonniederlagen sprechen eine deutliche Sprache. Frühere schlechte HSV-Mannschaften haben sich an miesen Tagen (so wie gestern) dann doch immer wieder mal in Unentschieden gerettet. Aber das scheint dem Kader 2014 abzugehen. Es fehlt offenbar der Spirit, Berufsfußball als echten Leistungswettbewerb zu verstehen, bei dem der eigene Erfolg knallhart gegen die Interessen des Gegners durchgesetzt werden muss.
    Hier zeigt sich wohl auch diese „Kuscheligkeit“, die der Hamburger SV seinem sportlichen Personal bietet und die dazu führt, dass schon seit Jahren HSV-Teams in entscheidenden Momenten nie wirklich „hungrig“ sind.
    Dieses Thema wird sicherlich auch wieder aufkommen, nachdem im Mai der mieseste HSV aller Zeiten die schlechteste Saison aller Zeiten beendet hat und die Scherben aufgekehrt werden.

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