Zum Umgang miteinander…

Bevor ich zu dem komme, was ich angekündigt hatte, nämlich der Betrachtung der „Baustellen“ des HSV und eventueller Lösungsansätze, möchte heute eher kurz auf eine Sache eingehen, die ich seit Sonntag in verschiedenen Foren, bei Facebook, Twitter und auch teilweise auf der Strasse beobachten konnte und die mich größtenteils sprachlos macht.

Am 25.05.2014 entschieden sich 86,9% der anwesenden 9.702 wahlberechtigten Mitglieder für eine Ausgliederung der Profiabteilung in eine AG. Für die Öffnung eben dieser AG für strategische Partner, für einen Strukturwandel hin zu einem modernen Fußballverein, hin zu einer Struktur, die bereits eine überwiegende Mehrzahl der Bundesliga-Vereine längst geschafft hat.

Die Abstimmung war, im Gegensatz zu vorherigen Mitgliederversammlungen, bei denen keine 1.000 Mitglieder anwesend waren und bei denen Aufsichtsräte mit ein paar Hundert Stimmen ins Amt befördert wurden, in höchstem Maße demokratisch. Noch nie war die Beteiligung, nicht nur beim HSV, sondern deutschlandweit größer, noch nie konnte sich eine neu gewählte Führung eines Vereins auf eine derart große Basis berufen.

Diese neu gewählte Führung möchte nun den Prozess des Zerfalls stoppen, möchte ihren Gegner die Hand reichen und die tiefen Gräben zuschütten, die die Mitgliedschaft des HSV seit vielen Jahren belastet. Man könnte von Seiten der HSVPLUS-Anhängerschaft auch sagen:

„Wir sind die Gewinner, ihr seid überflüssig, ihr könnt gehen“

Das aber macht kaum einer, weil man eben nicht Gleiches mit Gleichem bekämpfen muss. Dabei ist vielen vielen Mitgliedern noch in bester Erinnerung, wie am 19.01. gejubelt wurde, als man (wieder einmal) erfolgreich die Fernwahl verhindert hatte. Da wurden Fäuste geschüttelt, Finger gezeigt, da tropfte es vor Häme gegenüber denen, die den Verein demokratischer machen wollten. Man kündigte Party’s an, weil man knapp 73% der Mitgliedschaft ein letztes Mal bezwungen hatte.

All diese Häme, diese Triumph-Geheul, kann ich zur Zeit nicht erkennen, obwohl das Votum überzeugend ist.

Jetzt aber passiert eine Sache, bei der ich teilweise in die Tischkante beißen möchte. Exakt die Leute, die im sich Januar vor Freude ob der verhinderten Fernwahl auf dem Boden wälzten, fordern jetzt die Demokratie ein.

Dabei ist man nicht etwa gewillt, auf Gerüchte (Stadionverkauf, Raute weg etc) oder blanke Lügenmärchen (die HSVPLUS-Kampagne hat € 500.000 gekostet) zu verzichten, im Gegenteil. Diese Fabeln werden kultiviert und ausgebaut.

Selbst vor einer möglichen Klage gegen das Abstimmungs-Ergebnis soll man nicht zurückschrecken.

„..Von ein paar anders denkenden und 8000 naiven Mitläufern, lasse ich mir doch nicht meinen Haupt-Lebensinhalt wegnehmen…“ (Zitat Ende)

Sagt mal Leute, wie arrogant kann es noch werden ? Ein paar Hundert Leute betrachten nahezu 87% der Mitgliedschaft als „naive Mitläufer“ ? Merkt ihr eigentlich noch was ?

„…Leute , lasst uns dem Messias und seiner Gefolgschaft nicht kampflos das Feld räumen…“ (Zitat Ende)

Lustig übrigens, wie jetzt plötzlich Einzelne in „Plus-Sympathisanten-Foren“ auftauchen und Fairness einfordern. Eine Fairness, die jahrelang ihnen selbst und besonders ihren Anführern Ertel, Hunke, Floberg, Klüver, Bednarek, Reichert, Thiel und Co. absolut fremd war.

Jahrelang war es einer Handvoll Wahlgängern nicht möglich, auf nahezu 9/10 der Mitgliedschaft zuzugehen.

Jahrelang wurden die Rechte der Mitglieder ignoriert und teilweise mit Füßen getreten.

Jahrelang wurden Märchen erzählt und Lügen verbreitet.

Und jetzt fordert eine frustrierte Splittergruppe Fairness, Gleichberechtigung, Verständnis für ihre Motive. Wobei sie allerdings nicht damit aufhört, ihre Märchen weiterhin an den Mann zu bringen.

Freunde der Südsee, irgendwann reicht es auch mal .Niemand verlangt, dass man alles gut findet und auch die neue Führungsmannschaft wird sich Kritik gefallen lassen müssen, weil auch sie garantiert nicht alles richtig machen wird.

Aber lasst die Leute doch zumindest erstmal anfangen zu arbeiten, bevor ihr pöbelt.

Ein kurzer Nachsatz noch, weil mich das wirklich umgehauen hat. Uwe „the Sorge“ Seeler konnte tatsächlich nicht an der wohl wichtigsten Mitgliederversammlung in der Geschichte seines HSV teilnehmen, weil der Rentner „geschäftlich ins Ausland“ musste. Ich drehe mich selbst heute noch ständig um, suche die versteckte Kamera und warte, dass Kurt Felix aus dem Busch gehüpft kommt. Das kann doch wohl nur ein schlechter Witz sein, oder ?

Vielleicht könnte man doch irgendwann einmal auf die Idee kommen und diesen beschissenen Bronzefuss einschmelzen. Aus dem Material könnte man dann an gleicher Stelle eine Hermann Rieger-Statue errichten. Dieser Mann war wenigstens ein echter HSVer, Herr Seeler.

 

 

Von | 2014-05-29T08:29:09+02:00 29. Mai 2014|Allgemein|75 Kommentare

75 Comments

  1. Jorgo 29. Mai 2014 um 08:35 Uhr

    Moin Grave,
    Danke, daß Du meine Frage nach Sorgenuwe noch einmal aufgenommen hast. Der Mann, der über „meinen“ HSV zu sprechen pflegt, weilt als Pensionär geschäftlich im Ausland. Es ging um die Zukunft seines HSV. Enkelkind in Leverkusen, geholfen Arnesen wegzumobben. Er hat viel bewegt. Eeekelhaft! Kopfballpendel haben Nebenwirkungen.

  2. Wilfried Schade 29. Mai 2014 um 08:55 Uhr

    Manchmal schießt auch ein Herr Gravesen über das Ziel hinaus, was heute mal wieder in der Betrachtung zu Uwe Seeler zutage tritt. Der gesamte Beitrag ist m.E. ok und mit gut gewählten Worten geschrieben.Die letzten beiden Absätze hätte der Herr Autor sich schenken können, denn sie zeigen das nicht nur andere hinterfotzig sind und mit Dreck schmeißen, sondern er es genau so kann. Wünsche allen einen schönen Himmelfahrtstag
    W.S.

    • Gravesen 29. Mai 2014 um 09:05 Uhr

      Lieber Wilfried, zum Glück entscheidest du nicht, was ich mir schenken kann und was nicht.
      Für meine Begriffe hat Uwe Seeler im Anschluss an seine sportliche Karriere dem HSV mehr geschadet als genützt und dazu stehe ich auch. Das hat nicht mit „Dreck hinterherwerfen“ oder „hinterfotzig“ zu tun.

      Wenn du anderer Meinung bist, bitte. Wenn die meinst, auch in Zukunft mit solchen Vokabeln arbeiten zu müssen, fliegst du raus. Alles klar ?

      • Joachim Gabriel 29. Mai 2014 um 10:35 Uhr

        Bravo Grave, genau die richtige Antwort an jemanden der nicht die Wahrheit abkann. Ich habe Herrn Seeler noch als Spieler kennen und schätzen gelernt. Aber nicht nur Er war ein Kämpfer für den HSV, nicht nur Er hat unseren HSV mit seinen tollen Toren begeistert. Ich darf für alle nur mal einen als Beispiel nennen, unseren Horsti “ Kopfballungeheur “ Hrubesch. Auch wenn man unseren Horsti nun mal nicht unbedingt als Mann des gehobenen Wortes bezeichnen kann, hat Er aber immer klar und deutlich klar gemacht, was Er von Dingen hält, die Ihm stinken. Und das macht Er auch noch heute so und zwar nicht hinterfotzig, sondern direkt. Und was Uwe Seeler macht ist schon sehr, sehr merkwürdig. Ob es nun die Mütze mit dem St.Pauli Logo ist oder sein Verhalten bezüglich seines Enkels oder sein Mobbing gegen Arnesen. Wenn Ihm soviel an das Wohl und Wehe des HSV angeblich seines HSV liegen würde, dann wäre Er Vorbild mäßig zur Veranstaltung gekommen. Und mit dem Fuß einschmelzen und eine Gedächnisstatue für Hermann Rieger zu giessen, da bin ich absolut dafür. Trotz seines bayrischen Ursprunges, ein echter HSVer.
        Auch ich wünsche Dir meinliebr Grave einen schönen Vatertag,

  3. Hoobs 29. Mai 2014 um 09:15 Uhr

    Sorry, aber das verstehe ich nicht. Mein Vater (zufällig selber Jahgang wie Uwe Seeler) ist auch Pensioniert und wird dennoch für zB. strategische Meetings oder repräsentative Aufgaben von seinem ehemaligen Arbeitgeber eingeladen. Solche Termine stehen oft viele Monate im Vorraus fest. Warum sollte also Uwe Seeler nicht wegen eines beruflichen Auftrages am 25.05. im Ausland gewesen sein?

    Die Bedenken gegen Uws S. teile ich bis zu einem gewissen Grad, ihm aber zu unterstellen aus Desinteresse bzw. weil er tendenziell ein HSVPlus Gegner ist nicht zur Versammlung gekommen zu sein finde ich nicht in Ordnung. Generell ist mir die Kritik über ihn echt überzogen. Der Mann ist fast 80 Jahre alt! Da tickt man anders, überblickt evtl. nicht mehr alle neuartigen Strukturen (besonders in der Medienwelt!) und geht mit manchen Dingen evtl. zu naiv um. Ich selbst bin zB bis heute ein Arnesen-Befürworter und nehme es Herrn Seeler sehr krum, dass wir durch seine Intervention einen sehr guten Sportchef verloren haben. Ich glaube aber dass Seeler sich auch hier viel zu leicht manipulieten lies.

    Egal. Ich merke ich kann mene Gedanken zu diesem Thema heute früh nicht wirklich gut in meine iPad Tastatur hauen. Fazit für mich beim Thema Seeler ist:
    Ja, ich verstehe dass man auf ihn ärgerlich reagieren kann
    Nein, ich finde mit „Fuß einschmelzen“ geht man zu weit. Uwe Seeler ist ein HSVer durch und durch – und im Kern sicherlich kein schlechter oder gar böser Mensch!

    • Gravesen 29. Mai 2014 um 09:20 Uhr

      Mal ne Gegenfrage: Kannst du dir vorstellen, dass ein Franz Beckenbauer, der für seinen Verein unter Garantie mehr getan hat als Seeler für den HSV, der unter Garantie 1000 mal mehr um die Ohren hat als Herr Seeler, der ebenfalls bereits 69 Jahre alt ist, der auch reichlich Käse daherredet. Kannst du dir vorstellen, dass Beckenbauer die wohl wichtigsten Mitgliederversammlung des FC Bayern München verpassen würde ?

      • Pascal 29. Mai 2014 um 09:39 Uhr

        Wäre ich in so einer situation hätte ich auf sicher alle Termine verlegt um dabei zu sein. Von daher kann ich deine Argumentation da voll verstehen Gravesen.

        Und Franz wäre ums Verrecken dabei gewesen

        • Hoobs 29. Mai 2014 um 09:50 Uhr

          Man kann nicht immer „alle Termine verlegen“! Das ist doch wirklich etwas naiv gedacht. Ich z.B. arbeite an mehr als der Hälfte aller Wochenenden – und das z.T. Europaweit. Da kann man nicht einfach „alles verlegen“. Damit bin ich nicht „toller“ als alle anderen – es ist nur so, dass ich der festen Überzeugung bin, dass unsere Welt heute ganz anders tickt und die Menschen viel viel viel kompromissbereiter arbeiten müssen als vor z.B. 20 Jahren. Allein deswegen ist es ja so ungerecht und undemokratisch dass bis heute keine Fernwahl beim HSV zugelassen ist!!!

      • Hoobs 29. Mai 2014 um 09:45 Uhr

        Ich finde das kannst Du nicht vergleichen. Die beiden sind viel zu verschieden!

        Und ich glaube das Seeler recht „einfach“ gestrickt ist. Er ist nicht so taktisch wie ein Franz B. sondern viel „normaler“.

        Schau Dir mal an mit welchen Menschen sich Franz umgibt (kennt das „Who-Is-Who“ nicht nur in Deutschland sondern seit seiner Tätigkeit als WM Botschafter weltweit)… und Uwe kennt Dieter Matz. Ja, ja, ja.. ist etwas überspitzt. Aber im Kern meine ich, dass Uwe anders tickt und sicherlich kein großer Taktiker ist.

        • Schneiderlein 29. Mai 2014 um 18:37 Uhr

          Ich denke, das ist genau der richtige Vergleich. Das geht einfach nicht, dass Seeler mit seiner Bedeutung für den Verein einer solchen MV fernbleibt. Das kann er einfach nicht bringen und das hätte Seeler bewusst sein müssen.

          • Heiliger Bimbam 29. Mai 2014 um 22:59 Uhr

            Ach kommt – das wäre eine weitere Gegenstimme gewesen. Ist doch gut, dass er wegblieb.

    • yamo 30. Mai 2014 um 13:42 Uhr

      In Sachen Uwe Seeler denke ich ähnlich. Ansonsten trifft Graves Blog mal wieder die „Zwölf“.
      Zu Herrn Seeler:
      Ohne ihn persönlich zu kennen habe ich den Eindruck, er ist ein offener und ehrlicher Mensch. Leider scheint er diese Eigenschaften gegenüber Anderen automatisch vorauszusetzen. Das ist seine Schwäche, die ihn gleichzeitig als Menschen auszeichnet. Man frage sich mal, wer Seeler damals ins Amt drängte und dann die Fäden zog, um den ganzen Verein in Geiselhaft einiger offensichtlich geisteskranker Fanatisten zu nehmen. Nee, nee. Da war schon damals was faul. Seeler macht sich Sorgen, weil er es ernst meint. Ihm fehlt aber wohl aufgrund seiner Charaktereigenschaften die Bosheit zu hinterfragen. Er vertraut zu gern und zu viel. So würde ich ihn einschätzen.
      Sein Fehlen auf der HV ist aber auch für mich ein Rätsel.
      Dennoch, ZUM UMGANG MITEINANDER 😉 , laßt uns das Schmelzwerk nicht anwerfen; reichen wir ihm stattdessen symbolisch den anderen Bronzefuß.
      Ich wette fast, daß Seeler länger Spielball dieser Clique war (und vielleicht noch ist), als wir uns das vorstellen können.

  4. heiko koch 29. Mai 2014 um 09:37 Uhr

    danke grave für die ansprache an den fuß, der gute herr seeler ist meiner meinung nach lange nicht mehr der hsv er der er immer vorgab zu sein , spätestens seit der sache mit öztunali hat er sich für mich von seinem hsv abgewendet und seine meinung zählt für mich als hsver keinen penny , ich gönne dem mann seine tage in der loge bei einem stück kuchen und einem bier ! und am tag der legenden seine st. pauli kappe
    der fuß kann lange weg .

    • Pascal 29. Mai 2014 um 09:40 Uhr

      Sehe ich genauso

  5. daywalker 29. Mai 2014 um 09:45 Uhr

    Moin Grave
    Ich kann mich über „die Verlierer“ vom letzten Sonntag, Stand heute, nur totlachen. Nicht weil sie die Wahl verloren haben, so sollte man es nämlich nicht sehen, denn der HSV und seine Zukunft hat die Wahl gewonnen.
    Und damit auch sie. Denn auch sie werden sich und ihre Ideen weiterhin einbringen können, wenn sie es denn wollen. Und das ist gut so!
    Es sind die Aussagen, von denen Du einige wenige zitiert hast, die mich jauchzen lassen. Es ist so dermaßen lächerlich das ausgerechnet diejenigen, die Jahrelang nur ihre persönlichen Interessen und nicht die des Vereins und der (2014 endlich erwachten) Mehrheit der Mitglieder vertreten, jegliche Demokratie im Keim erstickt, „Andersdenkende“ wie Dreck behandelt haben, nun da ihre „Diktatur“ ein Ende gefunden hat um Gnade winseln und auf ihre Rechte pochen. Recht, das sie zuvor jedem der anderer Meinung war abgesprochen haben. Ich frohlocke!
    Natürlich geht es für ALLE irgendwie weiter und wer sich die Hände reichen will, der soll das auch bitte schön machen.
    Das ist für mich eine Selbstverständlichkeit.
    Allerdings gibt es für mich für Personen wie Ertel, Hunke, Floberg, Klüver, Bednarek, Reichert, Thiel und Co nur eine Lösung: Vereinsausschluß!
    Damit trete ich vielleicht jeden demokratischen Grundsatz mit Füßen, aber das mache ich voller Inbrust und sowas von gerne. In diesem Fall gilt Gleiches mit Gleichem vergelten. Wenn diese Personen nicht freiwillig austreten, muß man sie dazu zwingen. Wer sich derart vereinsschädigend verhält, hat im HSV absolut gar nichts zu suchen.
    Wo war der Ehrenrat all die Jahre?

    Was mir in diesem Blog überhaupt nicht gefällt, ist die Verunglimpfung von Seeler.
    Laß ihn sein wie er will, er ist DIE Ikone des HSV, er ist einer von 4 männlichen Ehrenspielführer der Nationalmannschaft, weltweiter Botschafter des deutschen Fußballs , des Sports im allgemeinen, unseres Landes und hat deswegen alleine Respekt verdient.
    Ob er an der MV teilnimmt oder peng, Wen interessiert das?
    Wenn Dich das so stört das er ausgerechnet an dem Tag unterwegs sein muß, dann nehme das als Anlass für die Fernwahl zu plädieren.
    Deine persönlichen Hasstiraden in allen Ehren, aber das geht mir eindeutig zu weit! Wie ist die Überschrift dieses Blogs?
    Den Spruch mit dem Fuß einschmelzen kannst Du Dir sparen.
    Eine Hermann Rieger- Statue werden wir auch noch bekommen.
    Du redest davon das wir ALLE HSVer sind, zusammenstehen müssen für den Verein.
    Warum dann sowas? Uwe ist trotz Allem mehr HSVer als wir alle zusammen!
    Ich wünsche allen einen schönen Feiertag.

    • Gravesen 29. Mai 2014 um 10:20 Uhr

      Na, was für ein Glück, dass zumindest hier immer noch ich entscheide, was ich mir sparen kann und was nicht 🙂

      Eure Götterverehrung hat ja schon beinahe etwas sektenhaftes an sich. Für mich ist Seeler ein Schwätzer, der sich immer mehr Leuten wie „Lord-Helmchen“ oder „Trucker-Peter“ annähert.

      • heiko koch 29. Mai 2014 um 10:33 Uhr

        gebe dir völlig recht , verstehe auch nicht warum herr seeler unantastbar ist bei einigen fans

        • Heiliger Bimbam 29. Mai 2014 um 23:03 Uhr

          444 Tore für unseren HSV. Deshalb.

          Dass er nach seiner Kicker-Zeit mehr schädlich als nützlich war – Geschenkt. Ja, Geschenkt; zumindest seit dem 25.5.
          Den Fuss einschmelzen? Lass mal lieber, das gäbe zuviel unnötiges böses Blut.
          Und sowas haben wir auch nicht nötig.

          Eine Statue für Herrmann darf/soll es aber gerne dennoch geben.

          • Jorgo 30. Mai 2014 um 07:22 Uhr

            den geschmolzenen Fuß möchte auch niemand. Außerdem können so Paulirabauken dem Fuß weiterhin braunen Nagellack verpassen. Ich verstehe das Aufbrausen vielmehr als den Ausdruck der Entrüstung, weil er, der Mr. HSV, der Abstimmung fernblieb. Ob nun ein fast 80 jähriger Mann und HSV Ikone sich zu diesem Zeitpunkt „geschäftlich“ im Ausland aufhalten mußte? Die Brisanz dieses Aufenthaltes wird und wohl nie zugänglich werden. Am Sonntag und Montag noch war ich darüber noch entrüstet. Heute am Freitag ist es mir vollkommen egal. Uwe Seeler hat sein Ziel erreicht. Das war wie immer von ihm sehr kurzfristig gedacht. Pro Fernwahl hätte ihm auch nichts genutzt. Seine Stimme am 25/5 auch nicht. Es ist nicht der erste Kapitän, der das vermeintlich sinkende Schiff als einer der Ersten verlässt. Nun retten andere Menschen für ihn sein Schiff. Kommt Uwe irgendwann einmal zurück, dann wird er sicherlich nicht mehr als ein kleiner Leichtmatrose sein.

          • Heiliger Bimbam 30. Mai 2014 um 14:35 Uhr

            „Kleiner Leichtmatrose“. Soso. Ich denke eher, dass diese Posse in Vergessenheit gerät. In 10 Jahren interessiert die keinen mehr, aber die Erinnerung an einen der besten Fussballer der Welt wird bleiben.

      • fishhead 29. Mai 2014 um 16:59 Uhr

        Ich stehe sicherlich nicht hinter allem was Seeler gesprochen oder getan hat. Ebenso schwach finde ich, dass er nicht auf der MV war, wobei ein jeder das Recht hat seine Ihm wichtigen Schwerpunkte zu setzen wie er mag. Nichts desto trotz hat Uwe Seeler in und für diesem Verein einiges geleistet. Und weder du Grave noch irgendjemand anderer der hier schreibt wird an diese Leistung jemals anknüpfen können. Von daher finde ich den letzten Absatz „Einschmelzen des Bronzefußes“ auch etwas sehr überzogen.
        Grave: So sehr ich Deine direkte, offene und auch kritische Berichterstattung schätze, so sehr liegst du mit diesem Absatz, weil einfach unangemessen, daneben.

      • Peter 29. Mai 2014 um 21:15 Uhr

        Danke! Die Lobhudelei bzgl Uwe Seeler geht mir seit Jahren auf den Senkel.

      • Heiliger Bimbam 30. Mai 2014 um 14:35 Uhr

        +1

      • mazeman 30. Mai 2014 um 15:07 Uhr

        Marcel,

        was bildest Du Dir denn ein?

        Schlag mal nach, was ein Blog ist. Wenn Dir nicht passt, wie Grave seinen Blog führt, lies woanders!

  6. Tiamat_1887 29. Mai 2014 um 09:58 Uhr

    Ich denke, dass Uwe aus den vielen schlechten Erfahrungen der letzten Jahre gelernt hat und sich nicht mehr instrumentalisieren lassen will. Nicht im Vorfeld der MV und schon gar nicht waehrenddessen. Bild, Mopo, HH1, Abendblatt & Co. haetten ihn vom ersten Augenblick belatschert, um Statements und Meinungen gebeten – warum soll er sich das antun und zur Belohnung (bei ungeschickten Formulierungen) dann zerrissen werden?

    Ansonsten bleiben seine grossen Leistungen fuer unseren Verein unantastbar und darauf wird immer sein Status als deutsches Sportleridol und als die HSV-Legende schlechthin beruhen.

    Kritik an seinen Fehlern der juengeren Vergangenheit muss erlaubt sein, aber immer mit allergroesstem Respekt. So jemanden wird es nie wieder geben.

    • legatfan 29. Mai 2014 um 19:42 Uhr

      Eine interessante Sichtweise. Ein Kommentar von Seeler – und die BILD hätte wieder eine satte Schlagzeile gehabt. Ob er tatsächlich so strategisch gedacht hat – wir werden es vermutlich nicht erfahren.
      Letztendlich sind die Aussagen von Seeler und Beckenbauer („Der Kaiser sagt…“) in der Regel nur Bla-Bla, die der Boulevardpresse für fette Überschriften und dürftige Artikel dienen.

  7. Observer 29. Mai 2014 um 10:23 Uhr

    Gravesen, gelungene Zusammenfassung der Ist Situation. Die Situation wird sich nur dann verbessern, wenn jetzt von der neuen Führung nachvollziehbare Personalentscheidungen getroffen werden und damit kurz und mittelfristig sichtbare sportliche Verbesserungen einstellen. Nachwuchs und Scouting sind in dieser Hinsicht ganz dringende Baustellen. Wichtig ist auch, dass die Erwartungshaltung realistisch bleibt. Denn insbesondere im Jahr 1 nach HSV Plus wird es noch einige Rückschläge geben. Überzogene Erwartungshaltung in Verbindung mit ausbleibenden sichtbaren Verbesserungen kann zu einem gefährlichen Nährboden werden. Wenn sich aber erste Verbesserungen einstellen, werden viele der HSV Plus Ablehner ihre Skepsis verlieren. Aber es wäre wahrscheinlich naiv zu glauben, dass dies auf alle HSV Plus Ablehner zutrifft. Denn Einigen geht es nicht um den HSV, sondern um deren eigenes Ego.

  8. Oberberger 29. Mai 2014 um 10:24 Uhr

    Ich denke dass man auf gewisse Gruppierungen innerhalb des Vereins zukünftig ein wachsames Auge werfen muss.
    Natürlich sitzt den Gegnern von HSV+ die Niederlage in den Knochen. Manche werden es irgendwann akzeptieren und sich vielleicht auch mit der neuen Konstellation anfreunden die eine überwältigende Mehrheit beschlossen hat.
    Ja, sie haben verloren, aber ich glaube dass es auch bei den Gegnern der neuen Strukturen genug Leute gibt die ausreichend Verstand und Anstand besitzen den mehrheitlichen Willen der Mitgliedschaft zu akzeptieren und respektieren.
    Diese gilt es durch sportliche Leistungen und erkennbare Verbesserungen in allen Bereichen des Vereins zu überzeugen und mit auf den Weg zu nehmen.
    Einige andere wird man nie für das gemeinsame Ziel gewinnen können, weil sie den HSV als „Ihren“ Verein ansehen. Nicht im Sinne von „ich fiebere für diesen Verein mit“, sondern im Sinne von „ich bin Mitglied also will ich auch was zu bestimmen haben“.
    In ihren Augen sind sie keine einfachen Mitglieder sondern fühlen sich zu Höherem berufen.
    Man hält sich trotz der verheerenden sportlichen und wirtschaftlichen Bilanz ihrer Schreckensherrschaft der letzten Jahre für kompetent.
    Diese Gruppe gilt es m.E. genau im Auge zu behalten. Sollen sie ruhig meckern und jammern. Sollten sie allerdings in Zukunft ein steter Quell der Unruhe, schlechten Stimmung und Intrigen sein, dann gehören sie vor die Tür gesetzt.
    Für die nächsten Wochen wünsche ich mir einfach (auch in diesem Blog) dass man diesen Leuten einfach nicht mehr die Beachtung schenkt, nach der sie dürsten. Nichtbeachtung ist für solche Leute immer noch die schlimmste Strafe.
    Zu Uwe Seeler kann ich nur sagen, dass ich seine Aussagen nicht mehr zu 100% für voll nehme. Wie schon einer meiner Vorredner sagte ist der Mann fast 80 Jahre und wir sollten manch einer seiner unüberlegten Aussagen oder Aktionen einfach mit etwas mehr Nachsicht begegnen.
    Der Mann hat Großes für den HSV getan und ist immer noch ein Aushängeschild des Vereins.
    Lasst uns nach den turbulenten letzten Monaten und Jahren nicht auch noch ein Denkmal vom Sockel kippen.
    Lasst uns wieder mehr über Sport reden und weniger über Vereinspolitik. Die hatten wir im Überfluss.

    • legatfan 29. Mai 2014 um 19:59 Uhr

      Der Trend, daß sich manche Gegner mit dem Erfolg von HSV+ arrangiert hatten, war in einigen Reden auf der MV bereits erkennbar.
      So fand ich z. B. Jojos Rede und Reaktion am Folgetag im Gegensatz zu Ertel geradezu weltmännisch. Dieses Nachtreten ist einfach nur widerlich und zeigt seinen wahren Charakter. Es muß aber für diese Leute die absolute Niederlage sein, nachdem sie sich über Jahre mit ihrer Gruppierung im Verein eingenistet hatten und an sämtlichen Schalthebeln saßen. Nie im Leben hatten sie mit einer Bewegung gerechnet, die weit mehr als 75% der Stimmen gegen sie vereinigen würde. Aber die eigenen Unzulänglichkeiten und die Rahmenbedingen (möglichst knapper Klassenerhalt, MV gleich eine Woche später) sorgten dann doch dafür, daß solche Leute jetzt noch einmal via Facebook oder Twitter zucken können und das war’s dann aber auch.
      Schönen Rest-Vatertag!

  9. Gravesen 29. Mai 2014 um 10:40 Uhr

    Als Hinweis für alle, denen der Wortbeitrag der Studentin Ann-Christin am Sonntag gefallen hat – und das waren nicht wenige…

    http://sportlercafe.wordpress.com/2014/05/28/redebeitrag-hsv-mitgliederversammlung/

    • Kaz 29. Mai 2014 um 19:11 Uhr

      Was war denn an dem Beitrag so toll ? Meine Begleiter und ich fanden ihn ziemlich „effekthascherisch“, denn etwas Fundiertes oder gar Neues war darin aus unserer Sicht nicht enthalten (zugegebenermaßen spielt da sicher auch die Redezeit etwas mit rein). Nur Phrasen, die man schon zuvor tausend Mal gehört hat und die nicht mal besonders gut formuliert waren(„e.V. nicht mehr zeitgemäß“, „Tradition begründet sich nicht auf dem e.V.“,“Verschiebung um ein Jahr…gleich Verfall in einem Jahr“), keine Nennung sachlicher Argumente oder gar Entkräftung von Argumenten der „anderen Seite“.
      Um ehrlich zu sein, haben mir solche Beiträge, die in ähnlicher Form von viel zu vielen gebracht werden, in den letzten Jahren sogar regelmässig die MV einigermassen vermiest. Mutig, dass sie sich dahinstellt und sicherlich hat sie auch ein gewisses rednerisches Talent, aber wirklich toll fand ich das nicht…es reihte sich eher in die Selbstinszenierungen div. Leute ein.

      • Jopahi 30. Mai 2014 um 08:41 Uhr

        Zitat: […] „nochmal Abstiegskampf? Nochmal Relegation? Wollt ihr das?“ […]

        Dieser Argumentationsstrang ist kürzer als die Aufmerksamkeitsspanne eines NPD-Wählers. Solche plakativen Aussagen fand ich auf der MV dann doch sehr schwach – allerdings von mehreren Leuten, nicht nur von Ann-Christin. Ich kann Kaz‘ Beitrag gut nachvollziehen.
        Was man Ann-Christin lassen muss: Es ist schon verdammt mutig, vor so vielen Menschen auftzutreten. Die hat flüssig und verständlich gesprochen (nicht so wie der Ausgliederungsgegner zu Anfang, der durch Gepöbel und feinste „Schreiakustik“ bestach). Am Ende kam ihr Beitrag gut an und bekam viel Applaus – das hätte ich sicherlich nicht geschafft. 😉