Alles muss neu (Teil 2)

Liebe Leser,

gestern hatte ich einen Blog zum Thema „verbesserte Nachwuchsförderung“ geschrieben, heute nun kommt die Fortsetzung. Wichtig ist mir dabei, aufzuzeigen, dass alle anzugehenden Veränderungen unmittelbar zusammenhängen und der gesamte Neu-Aufbau in ärgste Gefahr geraten würde, wenn nur Teile dieser Veränderungen vollzogen werden würden bzw. wenn besonders wichtige Bestandteil des „Gerüsts HSV“ unangetastet blieben.

Der Umgang mit den Medien

Ich weiß, einige werden an dieser Stelle die Augen verdrehen und stöhnen „Jetzt fängt er schon wieder damit an“. Dennoch – die mediale Meinungsmache auf maßgebliche (Personal-)Entscheidungen innerhalb des HSV ist nach wie vor existent und hat einen gravierenden Einfluss auf den maroden Zustand des Patienten HSV.

Oft und gern wird, besonders in Internetforen, die Arbeit von Mediendirektor Jörn Wolf kritisiert und ich denke, desöfteren ist die Kritik auch gerechtfertigt. Was allerdings dabei nicht berücksichtigt wird: Wolf ist nicht weisungsbefugt. Er ist weder Vorstandsmitglied noch Kindergärtner der Spieler. Wenn also beispielsweise ein Oliver Kreuzer der Meinung ist, er müsste durchschnittlich 7 Interviews pro Tag geben und dabei sich selbst und den Verein der Lächerlichkeit preisgeben, dann kann der Mediendirektor Hinweise und Tipps geben, hindern kann er den Sportchef nicht.

Ebensowenig kann Wolf verhindern, dass Spieler twittern, facebooken etc. Dass Spieler zur Presse laufen und versuchen, medialen Druck auszuüben (Calhanoglu), kann er ebenfalls nicht verhindern. Und wenn ein Berater meint, er müsse bei Mopo oder BILD anrufen, so what ?

Diese Handlungsunfähigkeit hat sich der Verein allerdings selbst zuzuschreiben. Viel zu lange wurde von Seiten des HSV zugelassen, dass Medienvertreter wie die Berserker wüten dürfen. Persönliche Animositäten werden innerhalb der Blätter ausgetragen, Rechnungen beglichen.

Der HSV ist vor langer Zeit zum Spielball geworden, anstatt der Spieler zu sein

Um an dieser Stelle die Klammer zum Vorblog aufzuzeigen – eben auch deshalb, weil in Hamburg die Presse eine besonders Stellung meint genießen zu müssen, halten sich viele Jugendspieler und deren Berater/Väter von der Hansestadt fern.

Ein schöne Beispiel ereilte uns doch erst vor wenigen Tagen. Im Länderspiel Deutschland-Kamerun spielte EricMaxim Choupo-Moting eine wirklich ansehnliche Partie und in Hamburg beginnt der vorhersehbare Shitstorm.

„Wie konnte man dieses Jahrhundert-Talent damals bloß gehen lassen“

Glücklicherweise leide ich noch nicht an Alzheimer, also kann ich mich noch gut an Choupo-Motings Zeit in Hamburg erinnern. Sicherlich talentiert, jedoch (zu) oft mit den Gedanken woanders. Außerdem behaftet mit einem Hauch von Arroganz, aber der Junge war halt Anfang 20.

Meine Herren, wie wurde EMCH damals von der Hamburger Sportpresse zerrissen und was für ihn gilt, das galt für Spieler wie Kampany, Boateng, Sam, Son etc auch und gilt für Calhanoglu jetzt. Von 20-Jährigen werden dauerhafte Weltklasse-Leistungen einfordert, andernfalls veröffentlicht die BILD mal eben ein Dokument mit seinen monatlichen Bezügen.

Talente bekommen in Hamburg, besonders von Seiten der Medienvertreter keine Zeit bzw. keine Chance und das liegt u.a. daran, weil der HSV es zulässt bzw. zugelassen hat.

Es wird dringend notwendig sein, dies zu ändern!

„Mich stört gar nicht so sehr, was BILD, Mopo und Abendblatt schreiben. Das ist Boulevard und sie können es einfach nicht anders. Damit kann ich umgehen. Mich stört vielmehr, dass mittlerweile die Süddeutsche und die FAZ von denen abschreibt und dem Ganzen dann einen Anstrich von Seriosität vermitteln“

Diese Zitat ist nicht von mir, sondern von jemandem, der den Verein nach Außen vertritt.

Nur – was ist die Konsequenz ? Wie reagiert man darauf ? Selbstverständlich werden Telefonate geführt, werden auch härtere Töne angeschlagen. Das empfundene Resultat ? Null! Die Herren aus den Redaktionsstuben schütteln sich vielleicht einmal, aber am nächsten Tag geht es ungebremst weiter.

Bevor ich diesen Blog 2012 ins Leben gerufen habe, hatte ich eine nahezu 20-Jährige „Karriere“ in mehreren großen Verlagshäusern Deutschlands hinter mir. Ich kenne viele Journalisten, mit einigen bin ich gut bekannt, teilweise sogar befreundet (nicht aus dem Sportberech ;-)). Dennoch glaubte ich bis 2012, dass an vielen Geschichten, die BILD, MOPO, Abendblatt, SportBild etc. täglich veröffentlichen, zumindest ein Teil Wahrheit dran sein müßte. Andernfalls könnten/würden die das doch nicht so schreiben, oder ?

Heute weiß ich, dass mehr als 80% der Sportberichterstattung schlicht erfunden ist!

Es werden Spieler, Trainer, Sportchefs zitiert, die gar nicht mit dem Zitierenden gesprochen haben. Es werden Scheißhaus-Gerüchte in die Welt gesetzt, in der Hoffnung, mit Hilfe der Schrottkugel-Methode irgendwann einmal einen Treffer landen zu können. Gnadenlos werden Spieler- oder Trainerkarrieren zerstört, obwohl es nicht den geringsten Anlass dafür gibt. Egal, die Blätter müssen schließlich verkauft werden. Via Twitter bekämpfen sich die Redakteure verschiedener Publikationen gegenseitig, weil ungeklärt ist, wer welche Lüge von wem abgeschrieben hat.

Es ist an der Zeit, dass sich der HSV emanzipiert!

Vor einiger Zeit sprach ich mit dem Verein über die Möglichkeit einer Akkreditierung. Schließlich hat dieser Blog mittlerweile die Reichweiten eines Massenmediums und liegt damit weit vor ca. 70% der Bevölkerung, die verschiedene Publíaktionen repräsentieren und auf der Pressetribüne Platz nehmen. Es ging mir gar nicht so sehr darum, mit diesen Menschen zusammen zu sitzen oder mich auf eine Ebene mit ihnen zu begeben. Es ging mir vielmehr darum, dem HSV eine Möglichkeit zu verschaffen, den Herren von der manipulativen Presse aufzeigen zu können, wer Herr im Haus ist. Nachdem mir die Akkreditierung zuerst bedingungslos zugesagt wurde, wurde sie später widerrufen. Offizielle Begründung: Ich würde mein Geld ja nicht mit dieser Art Arbeit verdienen. Tatsächliche Begründung: Einige Herren des Axel Springer Verlages hatten Wind bekommen und gegen meine Akkreditierung protestiert. Mehr muss ich darüber wohl nicht mehr schreiben, oder ?

Erneut hatte der Verein die Chance verpasst, ein Zeichen zu setzen. Die freien Mitarbeiter des Abendblatts triumphierten und hatten erneut das Gefühl, dass sie es sind, die den Verein führen.

Damit muss endlich Schluss sein!

Der Hamburger Sport Verein muss in Zukunft endlich (wieder) agieren und nicht bloß reagieren. Er muss zum Macher und nicht mehr zum Gemachten werden. Wenn sich die Herren von der Presse nicht an die Regeln halten, dann muss man sie es halt spüren lassen. Die Schundgeschichten kommen so oder so, dass muss man dann einfach mal aushalten. Der HSV sollte sich meiner Auffassung nach dringend überlegen, ob er einem Pöbelforum, in dem Spieler, Trainer und Offizielle des Verein permant mit den widerwärtigsten Begriffen tituliert werden, weiterhin das Recht einräumt, die Raute zu nutzen und sich als „Der HSV-Blog“ bezeichnen zu dürfen.

 

Sollte dies nicht passieren, bricht man auf halben Weg ab. Man erlaubt weiterhin  „externen vereinsinteressierten Kreisen“ über deren Medienkontakte Einfluss auszuüben. Man gestattet, dass Angestellte des Vereins ohne Aussicht auf Sanktionen diskreditiert werden. Man würde sich Trainer „rausschreiben“ und Spieler „wegschreiben“ lassen.

Der HSV hat hier die Hosen an. Analog zu dem, was Karl Gernandt vor der Mitgliederversammlung sagte:

„Wer den Weg mit uns gehen möchte, ist herzlich eingeladen. Wer dies nicht möchte, von dem müssen wir uns dann trennen“ (sinngemäß).

Das alles hat nichts mit Pressezensur zu tun, das hat etwas mit Selbstverständnis zu tun. Mit Selbstschutz und mit dem Schutz von Mitarbeitern. Ohne das wird es nicht gehen.

An dieser Stelle ein erneutes Beispiel für den „Erfindergeist“ der Pressevertreter.

http://www.goal.com/de/news/3643/exklusiv/2014/06/03/4856996/hsv-badelj-vor-absprung-zu-atletico-madrid-milan-denkt-nicht?ICID=HP_BN_1

„Ich weiß nicht, wie solche Gerüchte in Umlauf kommen. Das kann nur eine Erfindung sein. Wir wurden weder kontaktiert, noch gibt es ein Angebot“

 

 

 

 

Von | 2014-06-03T08:03:09+02:00 3. Juni 2014|Allgemein|41 Kommentare

41 Comments

  1. Gravesen 3. Juni 2014 um 08:24 Uhr

    In diesem Zusammenhang übrigens wieder sehr schön, heute morgen das Abendblatt zum Thema Choupo-Moting:

    Nach zwei torlosen Jahren beim HSV wurde der Deutsch-Kameruner 2009 nach Nürnberg verliehen, wo ihm auf Anhieb fünf Treffer in 25 Spielen gelangen.

    Wahnsinn. 5 Tore in 25 Spielen. Ich bin mir sehr sicher, dass besonders der Kollege Florian Heil bei der Gelegenheit eine Rechnung aufgemacht hätte, wieviel den HSV jedes einzelnen Choupo-Tor gekostet hat

    Kaum wurde Choupo-Moting im Sommer 2011 nach Mainz transferiert, traf er wieder nach Belieben.

    10 Tore in 34 Spielen!!! Nach Belieben!!! Zum Vergleich: Einem Artjoms Rudnevs wurde nach 12 Toren in 34 Spielen die Bundesliga-Tauglichkeit abgesprochen und ein Heung-Min Son wurde nach 12 Toren in 33 Spielen als eventuelles Talent bezeichnet.

    • Eddie F. 3. Juni 2014 um 09:05 Uhr

      Schon klar, allerdings kann man bei ECM eine Entwicklung sehen und sehen in wie weit ein guter Trainer (Tuchel) dafür wichtig ist!

      • Gravesen 3. Juni 2014 um 09:10 Uhr

        Und die kann man bei Rudnevs und Son nicht sehen ? Oder bei Florian Heil ? Sorry, aber ich verstehe den Zusammenhang nicht.

        • Eddie F. 3. Juni 2014 um 10:20 Uhr

          Stimmt schon, passt nicht ganz zu deiner Presseschelte . Allerdings finde ich es schon passend Son als Talent zu sehen. Denke er muss erst über einen längeren Zeitraum zeigen, das er in der BL mithalten kann. Obwohl, wenn heute ein Länderspiel reicht um mit zu WM zu fahren….

          • Abspielfehler 3. Juni 2014 um 11:40 Uhr

            Danke, dass das mit Choupo-Moting ein wenig zurechtgerückt wird. Der blöde ARD-Reporter konnte es sich ja am Sonntag auch nicht verkneifen, mal wieder eine totale Fehleinschätzung seitens des HSV zu unterstellen. Zum Zeitpunkt seines Abganges hat Choupo-Moting nicht gerade den Eindruck erweckt, dynamisch an seiner Weiterentwicklung zu arbeiten. Dann ist er anderenorts erst einmal durchschnittlich geblieben, bevor er in dem besonderen Biotop Mainz jetzt eine ganz gute Saison gespielt hat. Ob er wirklich das Zeug zu einem Klassespieler hat, wird man erst sehen wenn er bei einem größeren Klub mal wirklich im Feuer steht. Ein nettes Törchen gegen eine im Moment noch etwas indisponierte Abwehr der deutschen Nationalmannschaft ist hier noch kein Gradmesser.

  2. Don 3. Juni 2014 um 08:36 Uhr

    Wow.
    Einfach mal Hut ab für diesen – meiner Meinung nach – sehr ausgeprägten Scharfsinn, das gilt für den ganzen Blog.
    ich hoffe für uns alle, dass die neuen Verantwortlichen auch zur Leserschaft gehören (werden) und sich zu Herzen nehmen, was Du hier schreibst!

  3. Bwana Bruce 3. Juni 2014 um 08:36 Uhr

    Moin !

    Alles sehr treffend ! … und es gibt gute Zeichen – man hört absolut nichts von Gernandt und Kollegen ( Beiersdorfer etc. ) „Presse“ übt sich im Spekulieren . Ich bin optimistisch !

    Sonnige Grüße , Bwana Bruce

    • jorgo 3. Juni 2014 um 09:09 Uhr

      @ Bwana Bruce
      Perfekt. Das ist ganz genau mein Gedankengang. In Teil 1 wurde sinngemäß geschrieben: „Wer hat´es veröffentlicht?
      Finde den Fehler :-). Aller Anfang ist schwer. Gernandt und Kollegen werden etwas verkünden, wenn die Zeit reif ist.

      @ Grave,
      wie wahrscheinlich bewertest Du die Möglichkeit Deine Akkreditierung unter der neuen Führung zurück zu erlangen?
      Wenn Dich die Funkeleute angeschwärzt haben, machen die ggf. auch von einem Daniel Jovanov nicht halt? Immerhin ist er kein Schmierenkomödiant und passt somit gar nicht zum HH-Boulevard.

      • Gravesen 3. Juni 2014 um 09:13 Uhr

        Keine Ahnung, ist aber auch nicht so unglaublich wichtig.
        Was Daniel betrifft, müßtest du ihn selbst befragen, da bin ich der falsche Ansprechpartner.

  4. ne0r1337 3. Juni 2014 um 08:50 Uhr

    Einfach nur Daumen hoch! Freue mich immer wieder, dass man heutzutage noch solche fundierten und kritischen Blogs findet. Weiter so.

  5. Mortimer Stan Stock 3. Juni 2014 um 08:51 Uhr

    Moin,
    der 1. Teil gefiel mir bis auf die Abrechnung mit Uwe Seeler sehr gut. Der Kernaussage des zweiten Teils stimme ich auch zu. Dadurch, dass Du die persönliche Note mit Deiner eigenen Akkreditierung und dessen Rückruf reinbringst, wirkt dann Vieles wie eine persönliche Abrechnung und verliert an Sachlichkeit.
    Ich möchte hinzufügen, dass es Anfang der 2000er einmal Zeiten gab, da erfurh man erst von einem Transfer, wenn er getätigt wurde. Leider ist es inzwischen so, dass die Interviews mit den Sportchef-Kandidaten fast live begleitet werden. Auch die Possen um Sammer und Magath waren grausam – bei Bayern und Leverkusen wäre dies alles im stillen Kämmerlein passiert und hätten die Zeitungen nicht wochenlang in Atem gehalten.
    Weiter so.

    • Mortimer Stan Stock 3. Juni 2014 um 08:53 Uhr

      Nachtrag (um Missverständnisse zu vermeiden):
      Gravesen: Weiter so.
      HSV-Maulwürfe im Aufsichtsrat (unter der Sonnenbank?): Nicht weiter so.

    • Gravesen 3. Juni 2014 um 09:00 Uhr

      Was die Akkreditierung betrifft, hast du meinen Ansatz offenbar nicht verstanden. Ich kann mir jedes Heimspiel von nahezu jedem Platz aus angucken, wenn ich möchte. Ich kenne soviel Menschen mit Dauerkarten, Arbeitskarten etc., aber darum ging es nicht. Es ging auch überhaupt nicht um mich. Es ging darum, dass der Verein die Chance hatte, den Herren zu demonstrieren, wer entscheidet, ob Akkreditierung ja oder nein. Diese Chance wurde verpasst, weil man es sich mit den Herren nicht verderben wollte. Ich bin dabei vollkommen nebensächlich.

      • Peter 3. Juni 2014 um 11:51 Uhr

        Ich erstaunt über die Macht der schreibenden Zunft und verärgert über die Ohnmacht der handelnden Person beim HSV!

  6. MUDO 3. Juni 2014 um 09:09 Uhr

    Moin moin,

    Gibt es denn überhaupt eine seriöse Sportberichterstattung über den HSV. Ausser diesem Blog und den Berichten von Daniel Jovanov auf Goal.com nehme ich schon lange nichts mehr ernst. Aber zugegeben, die Schlagzeilen des Boulevards überfliege ich trotzdem täglich.

    Wisst Ihr noch andere gute Quellen, um an News oder Berichte vom HSV zu gelangen? (oder dürfen die hier nicht gepostet werden?)

    Beste Grüsse
    MUDO

  7. philippwetzel 3. Juni 2014 um 09:18 Uhr

    Hi Gravesen,

    Du hattest ja gestern kommentiert, dass sich TvH der Probleme des Nachwuchsbereichs bewußt ist. Wie sieht es denn bei dieser Problematik aus? Hast Du dazu auch schon mal ein Feadback o. dgl. von einem der neuen Führung bekommen? Hat sich da jemand das Thema „desolater Medienauftritt“ auf die Fahnen geschrieben? Wäre ja schön, wenn sich da wirklich was ändern würde.

    Das mit den Gerüchten und dem Schrotflintenprinzip des Boulevard wird sich aber fürchte ich nicht ändern. Könnte nach dem Verkauf des Abendblattes und der Tatsache, dass damit drei Medienkonzerne HH und damit auch das Thema HSV bedienen eigentlich nur noch schlimmer werden.

    Wird interessant sein, zu sehen, wie viele Maulwürfe eigentlich in der Geschäftsstelle, im dierekt HSV-Bereich um die Mannschaft herum (damit meine ich nicht extern) etc. sitzen, nachdem ja mit dem neuen AR definitiv alle alten AR-Maulwürfe weg sind!

  8. Jopahi 3. Juni 2014 um 09:44 Uhr

    Grave, zu deinem Beitrag in feinstem Fußballer-Deutsch: „Schönes Ding!“

    Ich frage mich immer, wie es bei anderen Vereinen der 1. Bundesliga ist. Wir sind ja nicht umsonst „das Gespött der Liga“. Was ist bei anderen Vereinen anders?

  9. The_MaXX 3. Juni 2014 um 11:04 Uhr

    Toller Artikel Grave, weiter so!

    Das bisher so wenig zum / über den HSV in den Gazetten zu lesen ist, werte ich als positiv.

    Dass Kreuzer (sofern seine Aussagen keine Imagnition der Presse sind) nach wie vor die Klappe nicht halten kann oder will nervt!

    • Gravesen 3. Juni 2014 um 11:14 Uhr

      Zwei wunderbare Beispiele haben wir doch allein am heutigen Tag.

      Nr. 1. „HSV mit Beiersdorfer einig – 3-Jahres-Vertrag!“

      Ja Mensch, was für eine Meldung. Dass der HSV mit Beiersdorfer einig ist, wissen die Mitglieder spätestens seit der Versammlung am 25.05. Ein 3-Jahres-Vertrag ist so unfassbar ungewöhnlich nun auch nicht, oder ? Was also wie die erneute Übermittlung einer Maulwurf-Nachricht klingen soll, ist lediglich eine Vermutung aufgrund von bekannten Tatsachen, die sich jeder Trottel hätte herleiten können.

      Nr. 2.(Mopo) „Vorerst kein neuer Vertrag – HSV läßt Jansen zappeln.“

      Wie gnadenlos, oder ? Jansen hat einen Vertrag bis 2015, ist 29, verdient geschätzte € 2,5 Mio im Jahr und hat ganz offenbar kein besseres Angebot zur Zeit. Schlau wie Schlange versucht „Cello“ jetzt über Facebook und Twitter sowas wie Druck aufzubauen, indem er seine Follower darüber informiert, dass ihm kein neues Vertragsangebot seitens des HSV vorliegt.
      Und was passiert ? Die Einzeller von Mopo und Matz ab fliegen hinter der Nummer her wie die Schmeißfliegen. Warum ? Weil sie sonst nichts haben.

      • ARi13 3. Juni 2014 um 13:56 Uhr

        Jetzt geht’s los … das HA HA Abendblatt schreibt bereits von der Bildzeitung ab und meldet:
        „Beiersdorfer und HSV sollen sich einig sein“
        Es ist schon fast zu lustig, wie hier abgeschrieben und kopiert wird.

      • The_MaXX 3. Juni 2014 um 17:27 Uhr

        Zeitungsdeppen bedingen aber auch zwangsläufig Deppen die so etwas konsumieren..

        =)

        Ich glaube (und hoffe), dass wir uns beim HSV daran bald gewöhnen müssen, dass wir vorab nur ganz wenig offizielles vom HSV hören werden – und wenn Dinge fest sind, dann kommen die Infos. Ich finde das gut.

      • Oberberger 3. Juni 2014 um 17:28 Uhr
  10. Kiwiman 3. Juni 2014 um 12:09 Uhr

    yeah boys weiter so.
    danke für die tollen Kommentare 🙂

  11. Gravesen 3. Juni 2014 um 14:05 Uhr

    Mit diesen „Halbstürmern“ kann Deutschland bei der WM nicht bestehen. Fragt Matz, der weiß das!!!

    Reus (16 Tore)
    Müller (13 Tore)
    Götze (10 Tore)
    Podolski (8 Tore)
    Özil (5 Tore)
    Schürrle (8 Tore)
    Kroos (2 Tore)
    Draxler (2 Tore)
    Schweinsteiger (4 Tore)

    Klose (7 Tore)
    Gomez (3 Tore)
    Volland (11 Tore)

    • Thomas S. 3. Juni 2014 um 14:18 Uhr

      Das Training soll ja auch viel zu lasch sein 😉

      • jorgo 3. Juni 2014 um 16:13 Uhr

        die Spieler wohnen auch nicht dort. Das ewige Pendeln………

  12. Oberberger 3. Juni 2014 um 14:15 Uhr

    Ist die Hamburger Boulevard-Presse schlimmer als die in München oder Köln ?
    Mein Eindruck ist Nein.
    Köln war lange Zeit eine echte Diva, ähnlich dem HSV. Große Ansprüche und nix dahinter. Ein gefundenes Fressen für den Boulevard also mit täglich neuen Gerüchten Spekulationen, Halbwahrheiten und schlichten Lügen. Erst seit ein paar Jahren mit dem Wechsel in der Führungsriege ist das Rauschen im Blätterwald leiser geworden, weil man vereinsintern die Reihen geschlossen hat und nur noch wenig mediale Angriffsfläche bei gleichzeitigem sportlichem Erfolg bietet.
    In München hat man ebenfalls eine Weg gefunden mit den Medien umzugehen. Da darf der „Kaiser“ in der Bild schreiben was er will, und seinen Senf zu allem und jedem abgeben, während die fundierten Informationen entweder gar nicht oder schön gefiltert nach außen gehen.
    Was ich sagen will ist, dass man den Boulevard nie ganz zum Schweigen bringen kann, aber es ist möglich ihn an die (kurze) Leine zu nehmen, wenn man als geschlossene Einheit auftritt und sich ein bisschen clever anstellt.
    Ich gebe unserer Katze auch lieber was ausgesuchtes in den Futternapf, statt dass sie auf den Tisch springt und sich dort bedient 🙂

  13. Gravesen 3. Juni 2014 um 14:29 Uhr

    Hier mal zur Abwechslung etwas außerhalb des eigentlichen Themas, aber dann doch wieder nicht. Der Boulevard bewegt Millionen, die BILD macht Meinung. Oder doch nicht ? Sind diese Blätter vielleicht jetzt schon irrelevanter, als sie selbst glauben ?

    http://www.bildblog.de/57838/die-russen-panzer-und-der-schuss-in-den-ofen/

    • Oberberger 3. Juni 2014 um 14:50 Uhr

      Die überschätzen sich schon lange gewaltig.
      Wer sich wirklich für ein Thema interessiert braucht nur eine Suchmaschine zu bemühen und kann verschieden Ansichten dazu studieren und sich einen Überblick verschaffen.
      Der Boulevard ist bei Weitem nicht das Sprachrohr des Volkes für das er sich hält.

      • Pascal 3. Juni 2014 um 20:33 Uhr

        Ja aber gerade aus der nicht digitalen Welt wird noch viel drauf gegeben

  14. Milo 3. Juni 2014 um 14:58 Uhr

    moin moin:)naja diese jungs wie z.b. Maxim mussten sich auch in einer anderen HSV mannschaft behaupten als die heutige, was immer wieder vergessen wird bei den ganzen talenten die dann bei anderen vereinen „gross“ aufspielen …logo waren die damals schon gut …aber es hat halt nicht für die erste gereicht…..was man bemängeln kann ist meiner meinung nach das wir die jungs nicht ausgeliehen haben(oder zu wenig) man hatte immer das gefühl entweder sie schaffen das oder tschüss ohne aussicht auf wiederkehr …weil eben die presse vorgegeben hat wie das bei uns läuft und ich hoffe dass das der vergangenheit angehört…ich meine schreiben werden sie genau so ,nur ich gehe davon aus das der einfluss schwindet *ggg*

  15. rm2099 3. Juni 2014 um 15:43 Uhr

    Ich bin Redakteur in einer Regionalzeitung in Süddeutschland und mag Presseschelte grundsätzlich nicht so gern. Allerdings ist es leider so, dass im Sportbereich, zumal bei Boulevardblättern, „etwas“ andere Regeln herrschen als im Journalismus generell üblich und eigentlich gute Sitte sind.
    Ich denke aber, dass es grundsätzlich am Verein liegt, ob er sich zum „Spielball“ machen lässt oder geschlossen auftritt. Die Medienlandschaft in München ist mindestens so „lebendig“ und boulevardlastig wie in Hamburg – aber ist schon mal aufgefallen, wie wenig beim ehemaligen „FC Hollywood“, den Bayern, mittlerweile nach außen dringt? Die Sportjournaille ist dort sicher nicht zahmer geworden, aber der Verein bietet einfach nicht mehr diese Angriffsfläche wie früher! Da beim HSV jeder gegen jeden kämpft und immer eine Intrige mit durchgesteckten Infos gegen irgendwen läuft, ist das Bild eben ein anderes.

    • rm2099 3. Juni 2014 um 15:44 Uhr

      Will sagen: Die Sportpresse ist nur so mächtig und böse, wie der Verein es zulässt.

  16. Gravesen 3. Juni 2014 um 16:39 Uhr

    ….und Möchtegern-Aufsichtsrat Sven „Lars149kg“ Kröger rotzt mal wieder Interna in den Primatenblog. Was bin ich froh, dass dessen Wahl verhindert werden konnte.

  17. McMa 3. Juni 2014 um 17:30 Uhr

    Der beste / wichtigste Blog den ich seit langer Zeit gelesen haben!

  18. Neu-Ossi 3. Juni 2014 um 20:15 Uhr

    Hallo Grave,
    .
    ich kann mich an ein „Matz ab“ Treffen in der Raute erinnern, auf dem neben Herrn Rieckhoff auch Katja Kraus auftrat (Du warst damals übrigens auch noch da). Ich hatte dort die Gelegenheit eine kurze Frage an Frau Kraus zu stellen und meinte, dass die Medien viel zu freie Hand hätten und warum der Verein nicht eine restriktivere Informationspolitik betreiben könne. Ihre Antwort verblüffte mich derart, dass ich spontan nichts mehr entgegnen konnte: „Wir sind leider auf die Presse zu sehr angewiesen“.
    Heute weiß ich allerdings, dass „die Presse“ vermutlich auch bei vollständigem Informationsstop genauso viel spekuliert und geschrieben hätte. Wen interessiert denn schon die Wahrheit?

    • jorgo 4. Juni 2014 um 06:21 Uhr

      heute uns die Bild, daß der HSV sich mit Ostrzolek einig ist. Lediglich um die Ablöse wird sich noch mit Augsburg unterhalten. Waauuuuuu!! Das ist ja mal eine Überraschung.

      Wie überall verändert sich irgend etwas. Katja Kraus hat aus der damaligen Sichtweise eine derartige Aussage treffen müssen. Das ist jedenfall