Der SC will sich also auflösen. Na und ?

to support = unterstützen. support = die Stütze

Der HSV Supporters Club hat mehr als 55.000 Mitglieder und wie schon oft in der Geschichte wurde eine ursprünglich gute Idee pervertiert und boykottiert. Was irgendwann mal im Jahr 1993 als Unterstützung des Vereins begonnen hatte, wurde im Laufe der Zeit mehr und mehr zu einem Machtinstrument einiger Weniger, die sich im Halbjahres-Rhythmus von denen entfernten, deren Interessen sie eigentlich wahrnehmen sollten. Vielleicht sogar noch schlimmer: Die Abteilungsleitung des SC (und hier gilt es grundsätzlich zu unterscheiden) verabschiedete sich auch von den Interessen derer, deren Unterstützung sich der Supporters Club bei seiner Gründung auf die Fahne geschrieben hatte – der Mannschaft.

Viele guten Dinge fangen klein an und wenn sie zu groß werden, werden sie und ihre Ideale mißbraucht. So ungefähr erging es dem SC, der sich von einer Unterstützer- hin zu einer Verhindererorganisation entwickelte. Unter dem Deckmantel der Mitglieder-Mitbestimmung köchelten einige „Auserwählte“ ihr eigenes kleines Machtsüppchen, wobei es ihnen nicht um die Interessen derer ging, die sie vertreten sollten. Es ging ihnen auch nicht ansatzweise um die Interessen des Vereins. Nein,. sie hatten verstanden, was Macht bedeutet. Kleine Anwälte, Lehrer, Speditions-Angestellte, Ex-Journalisten, Versicherungsfachangestellte etc. Allesamt Fans, aber allesamt unbekannt und unbedeutet.

Mit einem Schlag aber konnte man bekannt werden. Man trat aus dem Schatten der Söldner und Scheiß-Millionäre heraus und bekam Besuchszeiten bei den selbsternannten Superstars der Szene – den Hamburger Sportjournalisten. Plötzlich wurden Steuerberater von stellv. Sportchefs eines Blattes angerufen, Mittelstufen-Pauker trafen sich in dunklen Kneipen mit Resortleitern. Und man lernte, wie man mit gezielten Informationen Entscheidungen beeinflussen kann.

Was dabei leider zu kurz kam, war der Support. Wie gesagt, ich rede an dieser Stelle nicht vom SC selbst, denn ein großer Teil der SC-Mitglieder weiß bis heute nicht, dass er SC-Mitglied ist. Es ist ihnen auch gelinge gesagt weniger als egal. Diesen Mitgliedern geht Politik sonstwo vorbei, sie wollen Fußball sehen. Um Fußball ging es der selbsterwählten Elite in der Abteilungsleitung aber schon lange nicht mehr. Sie wollten die Macht im Verein übernehmen, sie wollten bestimmen.

Wohin uns diese Bestimmungswut gebracht hat, konnte man am Ende der letzten Saison überdeutlich erkennen. Wenn Amateure meinen, den Job von Profis übernehmen zu können, endet das in der Pleite.

Jetzt aber, nach der unfassbaren Wahlpleite am 25.05., folgt der Schluss-Akt. Die Abteilungsleitung des SC, nicht der Supporters Club selbst, überlegt, ob man den SC auflösen sollte. Man wäre der Überzeugung, dass die Existenz eines Supportes Clubs in der neuen AG-Struktur nicht mehr notwendig wäre.

Liebe Leute – macht doch einfach. Löst ihn auf, den SC. Nennen sich die Leute, die es wollen und die nicht aktiv Sport beim HSV treiben, halt „nur“ noch Fördernde Mitglieder. Das HSV wird es verkraften und überleben, keine Frage. Support wird es auch ohne Supporters geben, da bin ich mir sicher.

Jetzt aber geschieht etwas überaus Interessantes. Bereits am 19.01. erschient Axel Formeseyn als Redner und überraschte viele Mitglieder mit seinen scheinbar neu gefundenen Einsichten. Vom Volk wurde er bejubelt, aber warum eigentlich? Nun, das ist im Grunde leicht zu erklären. Das Volk mag Verlierer, die Fehler zugeben können und die scheinbar einsichtig sind, was die Beweggründe seines Sieges sind.

Wir sind die Gewinner und er hat es begriffen (im Gegensatz zu den Herren Ertel, Hunke, ferslev und Co). Lasst ihn uns aufnehmen und ihm die Chance geben, seine Missetaten wieder gutzumachen.

Die Frage, warum sich Herr Formeseyn all diese Fragen erst in dem Moment stellte, als klar war, dass es für den SC (sorry, die AL des SC) so richtig was auf die Mütze geben würde, stellt sich kaum einer. Warum kamen diese feinsinnigen Einsichten nicht z.B. 2011 auf den Tisch, also zu einem Zeitpunkt, an dem die Herren Bednarek, Ertel, Hunke und Co. noch auf dem Höhepunkt ihrer Machtfülle waren und ein Niedergang der SC-AL nicht absehbar war?

Die Fehler, die aus niederen Beweggründen gemacht wurden, waren bereits damals ersichtlich. Warum also erst jetzt?

„Wir haben es verbockt“, sagt Axel Formeseyn und meint damit nicht zuletzt auch sich selbst. Am Tag der größten Niederlage für die Hardliner des SC, am 25.05. kam der Kotau. An dem Tag, an dem nichts mehr zu gewinnen gab, bat man seine freiliegende Kehle an, das Volk mag sowas. Generös verzichtete man auf die finale Hinrichtung, weil dort zumindest einer der Ex-Feinde war, der scheinbar begriffen hatte. Die Frage nach dem Zeitpunkt stellte sich kaum einer, die Frage nach dem Motiv stellte sich niemand.

Ehrlich, ich mag Menschen, die aus Fehlern lernen. Ich mag Menschen, die sich weiterentwickeln wollen, mit der Zeit gehen, einen neuen Weg begleiten wollen. Aber ich möchte verstehen, aus welchen Motiven sie das tun und wollen. Ich mag keine Profiteure, die aus der Asche einer Sache Gold für sich selbst machen wollen. Und ich mag Leute, die im Hintergrund für eine gute Sache tätig sind. Ich werde all dies weiterhin sehr genau beobachten.

Hier geht’s übrigens zur HSV-WM-Arena-Tipprunde. Mitmachen 🙂

http://www.kicktipp.de/hsv-wm-arena/

 

 

 

Von | 2014-06-10T12:14:02+02:00 10. Juni 2014|Allgemein|26 Kommentare

26 Comments

  1. heiko koch 10. Juni 2014 um 08:58 Uhr

    moin
    ein leidiges thema mit den sogenanten supporters, ich bin vor langer zeit aus den genannten gründen förderndes mitglied geworden ! nun in der neuen vereinsstrucktur stellt sich die frage wie unterstützt man nun den HSV ? wer profitiert aus welcher mitgliedschaft ? ich würde gerne den hsv fußball (jugendfußball! ) mit meinem mitgliedsbeitrag unterstützen .
    hat jemand den durchblick ,denn soweit stecke ich nicht drinnen in den neuen struckturen !
    gruss

  2. Thomas S. 10. Juni 2014 um 09:03 Uhr

    Ich kenne Herrn Formeseyn nicht und kann meine positive Meinung über ihn lediglich auf ein paar Aussagen in früheren Jahren stützen, die mir ihn als einen vernünftigen Menschen erscheinen ließen. Tortzdem habe ich jetzt das Bedürfnis, ihn in Schutz zu nehmen. (Du stellst zwar nur Fragen, aber irgendwie implizieren die ja auch einen Vorwurf.)
    Ich denke, es ging sehr vielen Anhängern so, dass erst die gruseligen Vorkommnisse der letzten 12 Monate das letzte Vertrauen in die vorhandenen Strukturen zerstört haben. Bis ca. Juli 2013 hatte zujmindest ich immer noch einen Rest Hoffnung, dass sich auch durch den Austausch einiger weniger Personen und eine Verkleinerung des AR die Dinge zum Guten wenden ließen.
    Bei AF kommt noch eine emotionale Bindung an das Alte hinzu, da er sehr eng in die alten Strukturen eingebunden war. Eine solche löst sich naturgemäß nur langsam und schmerzhaft.
    Außerdem: War wirklich am 19.1. (wohlgemerkt vor der Abstimmung) schon klar, wie die Sache ausgehen würde und welche Seite als „Gewinnerseite“ aus dem Ganzen hervorgehen wurde? Der Zeitpunkt war allemal glaubwürdiger das Wendehalsgebaren gewisser anderer Vereinshonoratioren.

    • Gravesen 10. Juni 2014 um 10:02 Uhr

      Ich impliziere keine Vorwürfe, sondern ich stelle aus meiner Sicht berechtigte Fragen. Das ist doch das, was immer und immer wieder kritisiert wird.

      „Warum habt ihr die Fragen nicht rechtzeitig gestellt, warum kommt ihr erst jetzt damit?“

      Wenn man es dann doch macht, gilt man als Schwarzseher, Miesmacher oder Quertreiber.

      Wirklich lustig, wie ich finde. Die Leute wollen immer nur das lesen, was ihnen zum entsprechenden Zeitpunkt in den Kram passt.

      🙂

  3. Jakob.K 10. Juni 2014 um 10:13 Uhr

    Moin. Schöner Blog.
    Das Verhalten der SC AL erinnert mich an „Taktik der Verbrannten Erde“. Wenn ich das Spielzeug nicht haben/leiten kann dann zerstöre ich es eben.
    An Dummheit/Unreife/Egoismus ist dieses Verhalten kaum zu überbieten.
    Solche Verhinderer und Nullperformer braucht der HSV nicht!

  4. KathiHSV 10. Juni 2014 um 10:32 Uhr

    Die Supporters können gehen. Ich war nie Mitglied der Supporters und werd es auch in Zukunft nicht sein. Die haben ohne mich überhaupt gefragt zu haben, mich als HSV MItglied einfach in Supporters Mitglied übernommen. Das wollte ich garnicht. Ich bin HSV Mitglied vom Hamburger SV und nicht von den Supporters. Deshalb können die ihren Supportersladen ruhig dicht machen. Dann sind wir endlich wieder der Hamburger SV. Mitglied bin ich seit März 1980. Und ich bin stolz ein HSVer zu sein.

  5. Thomas 10. Juni 2014 um 10:38 Uhr

    Ich habe an diese Adresse geschrieben, und darum gebeten, meine Mitgliedschaft zu ändern von „Fördernde Mitglieder/Supporters Club“ auf „Förderer Amateursport“. Es gibt dann einen neuen Ausweis mit gleicher Mitgliedsnummer …

  6. Thomas 10. Juni 2014 um 10:39 Uhr

    an diese Adresse „Mitgliederwesen@hsv.de“

  7. Bernd 10. Juni 2014 um 10:56 Uhr

    Das ist das einzig vernünftige Geschenk, daß die Organisation der Pharisäer zum Neustart des HSV machen kann, die Selbstauflösung.
    Unter der Voraussetzung das sie wirklich verschwinden können sie so viele Halb- und Unwahrheiten verbreiten, wie es ihnen beliebt.
    Der SC hat die letzten eh nichts anderes gemacht, aber jetzt mit eingebautem Verfallsdatum.

    • Bernd 10. Juni 2014 um 10:57 Uhr

      Korrektur.
      Der SC hat die letzten 10 Jahre eh nichts anderes gemacht, aber jetzt mit eingebautem Verfallsdatum.

  8. thomas1887 10. Juni 2014 um 11:27 Uhr

    Als der Supporters Club startete bestand er aus 36 Mitgliedern. Heute besteht der Supporters Club aus fast 60.000 Mitgliedern. Ich denke nicht das der Supporters Club seine Ziele die sie sich damals gesteckt haben verändert hat, ich glaube das zu viele Personen Mitglieder im Verein geworden sind die sich eben nicht für Vereinspolitik interessieren und so eben auch wählen. Läuft alles einigermaßen gut braucht man als normales Mitglied ja nicht zur Wahl gehen und auch nichts kritisieren. Durchläuft man allerdings mal eine schlechtere Zeit sind genau diese Mitglieder als erste da und zeigen mit dem Finger auf diejenigen die sich in den Jahren zuvor immer für Vereinspolitik angagiert haben.

    Das nun der SC, bzw. einige Personen im SC, für die sportliche Situation verantwortlich gemacht werden sollen ist für mich an Dummheit kaum zu übertreffen. Welche Personen üben denn ein Amt aus das aktiv in den Verein eingreifen kann? Soweit ich weiß waren dies lediglich Jürgen Hunke, Mafred Ertel, Björn Floberg sowie Olli Scheel. Bei einem Aufsichtsrat mit 12 Mitgliedern wovon 3 lediglich aus dem Umfeld des SC stammen kann man nicht zwingend von einer Mehrheit sprechen die den Verein so lenken könnte das man ihnen später einmal nachsagen kann das sie Schuld sind an der jetzigen Situation.

    Der zuwachs an Mitgliedern die sich nicht mit der Politik im Verein beschäftigen ist für mich der Entscheidende Fehler. Diese haben in den seltensten Fällen eine eigene Meinung und erscheinen lediglich wenn sie etwas abwählen können das andere als schlecht hinstellen. Und wer hier denkt das der SC lediglich Macht im Verein übernehmen wollte der kann mir bitte einmal erklären wer zu jedem Auswärtsspiel die Karten vertreibt, Busse organisiert, Ordner auf Sonderzugfahrten stellt, Fanabende mit Spierlern bei Fanclubs Organisiert oder einfach nur den Amateursport mit der Hälfte seiner Einnahmen unterstützt. All dies ist meines erachtens nach der “Support“ des Vereins und wird eben gerne vergessen weil es nicht in das so schön vorgemalte Bild passt. Aber anscheinend weiss man den SC erst zu schätzen wenn er nicht mehr existiert.

    • Rostein 10. Juni 2014 um 13:27 Uhr

      Mit Verlaub, thomas1887, ich habe selten etwas so Grundfalsches gelesen.
      Bevor ich Deine einzelnen Punkte meiner Kritik unterziehe, lass‘ mich zunächst einmal festhalten, daß der SC meiner Meinung nach bisher eine auch konstruktive Funktion gehabt und weiterhin haben kann, wenn er denn in die Bahnen gelenkt wird, die ihm angemessen sind.
      Falsch oder vielmehr verfälscht wurde die Rolle des SC, als man entdeckte, daß man ein Instrument in die Hände bekam, das auch dazu dienen konnte „Vereinspolitik“ machen zu können, mit anderen Worten „Unternehmensführung“ spielen konnte.
      Du hast nicht zu Unrecht auf die Passivität vieler Supporters hingewiesen, die eben tatsächlich nur die HSV-Mannschaft unterstützen wollten. Ich glaube nicht, daß darin per se ein Fehler liegt, auch wenn es kurzsichtig war, ist und bleiben wird.
      Ein Fehler dieser Klientel hingegen war das Verkennen der Ziele einiger Fan-Vertreter, die zeigen wollten, daß HSV-Liebhaber (die mit „der Raute im Herzen“, auch Amateure oder Dilettanten zu nennen) das Unternehmen HSV besser lenken könnten als Leute, die auf ihrem beruflichen Lebensweg mühsam die Qualifikationen erworben haben, um die gestellte Aufgabe eines Aufsichtsrates erfüllen zu können.
      Ein weiterer Fehler war das Verkennen, daß die Verfechter dieses Denkmodells auf einen ziemlich loyalen, hochgradig mobilisierten und recht straff organisierten Kader von ca. 1.000 bis 1.500 Leuten zählen konnten, die diszipliniert für die eigenen Kandidaten bei den Mitgliederversammlungen durchzubringen.
      Das Banner (und dieser Punkt ist äußerst wichtig) unter dem man sich versammelte, war die „Tradition“ der „Raute“. Unter diesem Banner nicht- oder antikommerziellen Fußballs marschierten aber auch die Senioren und Amateure, die ebenfalls Delegierte in den Aufsichtsrat entsandten: man kann also getrost noch die Herren Strauß, Westphalen und Wulff zu den von Dir Genannten hinzufügen. Nicht unterschlagen sollte man auch Marek Ehrhardt.
      Daraus entstand aber nicht ein monolithischer Block, sondern eher eine lose Allianz, die sich in der Ablehnung mancher AR-Kandidaten niederschlug. Auch im Aufsichtsrat gab es nicht unbedingt eine Mehrheit der Supporters-/ Senioren-Allianz, aber eine Sperrminorität (5 Gegenstimmen gegen eine Vertragsverlängerung Hoffmanns bei 7 Befürwortern Hoffmanns, ähnlich bei Arnesen-Demission) oder die Austüftelung von unpraktikablen Vorgaben (Nachfolge Beiersdorfer 2009ff) für die ausführenden Ausschüsse im Aufsichtsrat. (Die alles in allem mangelhafte Besetzung des Aufsichtsrates als Kontroll- und Beratungsgremiums habe ich oben berührt).
      Kurz und schlecht: man muß keine Mehrheit haben, es reichte im bisherigen Konstrukt eine Sperrminorität (aktuell 4 von 11 Stimmen), um den Verein zu paralysieren. Ging es um Gestaltung zum Besten des HSV war die Allianz der Supporters und Senioren sich schon weniger einig, geschweige denn dazu imstande, auf Basis einer gemeinsamen und tragfähigen Strategie (die man schon nicht in der Lage zu entwickeln war) die dafür tauglichen Kandidaten für exekutive Funktionen zu erkennen, zu rekrutieren und durch einheitlichen Auftritt für den Verein zu gewinnen (Jarchow statt Gulden als Vorstandsvorsitzender, Kreuzer statt Arnesen oder Schmadtke). Und wer nicht erkennt, daß dies mittelbar, aber wesentlich durch eine vereinspolitisch agitierende und romantisch-ideologisierte Gruppe mit Führungsanspruch und deren Gefolgschaft verursacht wurde, verkennt die Realität. Kurz: auch die Mitglieder, aktiv teilnehmende, wie gleichgültig beiseite stehende, haben zu der Verstetigung von Fehlern und Mißständen beigetragen. Mißstände, die sich in der Vereinsstrategie, -reputation, Kaderzusammensetzung, den Spielerabgaben und –zukäufen, der Nutzung der Potentiale der Spieler auf dem Platz ebenso niederschlagen wie in den Bilanzen (Abfindungszahlungen, zerstörte Marktwerte).

    • The_MaXX 10. Juni 2014 um 13:32 Uhr

      @ thomas 1887: Im Unterschied von Deinem Beitrag zu Graves Beitrag machst du zu sehr einen auf „schwarz/weiß“. Grave differenziert z.B. zwischen Mitgliedern des SC und Abteilungsleitung des SCs. Grave benennt konkret die Fehlleistungen einzelner SCler. Diese Fehlleistungen sind natürlich nur von solchen SCler durchführbar, wenn sie an entsprechender Stelle sitzen u zur Entscheidungsfindung bemächtigt wurden sind: Dies war z.B. ein Herr Ertel. Wenn z.B. Herr E. entscheidet, dass dieser Spieler oder eben jener Spieler gekauft wird oder dieser Sportchef entlassen und jener Sportchef eingestellt wird, dann hat dies ganz konkrete Auswirkungen auf die Mannschaft und damit auf den sportlichen Erfolg oder Misserfolg. Ich finde es sehr befremdlich, dass du diesen Zusammenhang in Abrede stellst.

      Du hast natürlich Recht, dass der SC mehr ist als Herr Ertel oder Reichert. Soweit ich es beurteilen kann arbeitet der SC sehr erfolgreich an den Auswärtsfahrten, Vereinsabenden etc. Wenn der SC dies zukünftig als Hauptgeschäftszweck sieht und den Verein/ Fussball/ HSV supportet gibt es sicherlich kein Argument gegen einen großen schönen Supporters Club.

  9. Rauten-Hannes 10. Juni 2014 um 12:13 Uhr

    Moin, Moin, Grave,
    so gut ich Deine sonstigen Blogs auch finde, aber heute finde ich mich nicht wieder. Wenn Deine Einschätzung zu Axel F’s. umschwenken gültig sein soll, dann wäre es eigentlich nicht möglich gewesen, dass EOR HSV+ zum Erfolg führt. Denn ähnliche Vorwürfe wurden und konnten auch Riekhoff gemacht werden.
    Bei Formeseyen wird man nun abwarten müssen ob den Worten auch Taten folgen. Vielleicht wird er ja derjenige, dem es gelingt die Abteilung SC maßgeblich zu reformieren. Stand jetzt ist dieses weder auszuschließen noch ist zu erkennen ob und wer überhaupt diese Abteilung, gemäß ihrem ursprünglichen Aufgabengebiet bereit ist, neu zu gliedern. Der völlige Verzicht auf die Abteilung wäre, zumindest für mich, nicht erstrebenswert.

    • Gravesen 10. Juni 2014 um 12:18 Uhr

      Hans, zuerst einmal ist es wirklich nicht notwendig, dass mir bei jedem meiner Blogs jeder jederzeit folgt. Wie ich immer wieder betone – dies ist meine persönliche private Meinung, die man nicht teilen muss.

      Deweiteren – ich erhebe keine Vorwürfe gegen Axel, ich stelle lediglich Fragen. Fragen sind erlaubt und müssen weiterhin erlaubt sein. Wie ich bereits vorherschrieb: Alle fordern immer rechtzeitige Aufklärung, die rechtzeitigen Finger in die Wunden. Jeder beschwert sich, dass vielfach im Nachhinein geschrieben wird. Wenn man sich dann aber rechtzeitig Gedanken macht, ist es auch nicht richtig.

  10. Gravesen 10. Juni 2014 um 12:37 Uhr

    By the way – Nasenbohrer. Keiner popelt so elegant wie Matz Ab „el presidente“ Benno Hafas. Hoffentlich ist er auf Öl gestoßen und kann sich das dringend notwendige Hirn-Implantant leisten 🙂

    (0:47 sec.)

    http://www.youtube.com/watch?v=AA2g2621HOE

    • HugoM 10. Juni 2014 um 13:00 Uhr

      Mein Mathe-Lehrer:
      Wenn man nach Öl bohrt und es kommt nur Wasser, ist das Essig.

    • Oberberger 10. Juni 2014 um 13:25 Uhr

      Vielleicht läßt sich mittels Fracking das Ergebnis noch optimieren 🙂

  11. Dina1887 10. Juni 2014 um 13:23 Uhr

    Moin, ich bin bekennendes Mitglied des Supporters Club. Und ich sage nicht so einfach „na und“ zu einer möglichen Auflösung. Als ich bewusst Teil des SC geworden bin, war ich stolz darauf, einer immer größer werdenden Abteilung anzugehören. Ich hatte nur das Ziel zu supporten. Mit meinen Beiträgen und den mehr oder weniger lautstarken Besuchen im Stadion und bei Auswärtsspielen. Ich hatte, ehrlich gesagt, dabei nur den Profifußball im Auge. Wie viele der 60000 anderen SC-Mitglieder wusste ich zunächst nichts über politische Zusammenhänge. Ich hatte das Vertrauen in die AL, „die werden das schon gut machen“. Erst im letzten Jahr ist mir aufgegangen, was so passiert, und dass es wichtig gewesen wäre, auch mit meinen Wahlen zu supporten. Ich wünsche mir keine Beleidigte-Leberwurst-AL, die jetzt einfach alles platt macht, sondern auch im SC eine kleine Revolution mit Besinnung auf eigentliche Ziele. Ich möchte wieder stolz sein als Teil des SC!

  12. Gravesen 10. Juni 2014 um 14:35 Uhr

    Ganz viel Spaß, Leute. Und das meine ich absolut ehrlich. Ich finde es bockstark, wenn man zu seinen Überzeugungen steht und die Konsequenzen zieht.

    Allerdings von „steigender Beliebtheit“ zu sprechen, halte ich für leicht übertrieben 😉

    Der neue Verein wird HFC Falke e.V. heißen und soll sich steigender Beliebtheit erfreuen. Wie die „Bild“ berichtet, kamen zum ersten Treffen acht Leute, beim zweiten bereits 16 und zum dritten Meeting werden über 20 Fans erwartet…

    http://www.spox.com/de/sport/fussball/bundesliga/1406/News/enttaeuschte-fans-des-hamburger-sv-gruenden-eigenen-verein-hsvplus-fc-falke-06-hfc-88.html

    • ARi13 10. Juni 2014 um 15:09 Uhr

      Moin moin … das finde ich auch – Respekt für alle die konsequent bleiben und sich jetzt in einen e.V. „ausgliedern“. Aber was manch einer auf der Facebook Seite von HFC Falke ablässt, ist schon wieder so dermaßen daneben, dass man sich für HSV Fans nur noch schämen möchte. Zum Glück bezeichne ich mich seit Jahren nur als Zuschauer. Nein wirklich, wenn jemand gegen die Kommerzialisierung im Sport ist und im sozialromantischen Stile seinen Sport betreiben / fördern möchte, ist er bei so einer Aktion absolut richtig. Mir ist es sogar lieber, wenn jemand dort ist, als beim HSV ein Weltbild aufzurufen, das ihm nicht stehen will. In diesem Sinne wünsche ich allen beim HFC Falke einen guten Start in eine neue Tradition.

  13. Gravesen 10. Juni 2014 um 17:02 Uhr

    Ach übrigens: Ab sofort spielt Falke06 (oder wie immer sie das auch nennen wollen) in diesem Blog keine Rolle mehr. Jegliche Form von Auseinandersetzung mit einem Vereins-Versuch, der nicht mal ansatzweise im Besitz einer Fußballmannschaft ist, aber bereits in sämtlichen Medien rauf- und runtergespielt wird, ist meiner Auffassung nach albern hoch3.

    Viel Glück, macht euer Ding, aber macht es ohne mich und ohne diesen Blog. Tschüss

    • Ari13 10. Juni 2014 um 21:12 Uhr

      Oh Entschuldigung!
      Und tschüs 😉

  14. Heiliger Bimbam 10. Juni 2014 um 18:28 Uhr

    So weit ich weiss, kann die AL den SC doch gar nicht auflösen? Das kann doch nur der Vorstand. Die AL kann doch höchstens zurücktreten?

    Ich frag´s halt, weil´s hier noch keiner angemerkt hat.

    • Rostein 10. Juni 2014 um 20:37 Uhr

      Ich denke, Du hast recht. Keinesfalls kann die AL den SC auflösen. Das kann, zumindest nach der neuen Satzung nur der Vorstand, §27 (4). Inwiefern auch die Mitgliederversammlung, die bei grundlegenden organisatorischen Entscheidungen zustimmen muß, angesichts der schieren Größe des SC befragt werden müßte, entzieht sich meiner Kenntnis.

  15. profachpersonal 10. Juni 2014 um 19:49 Uhr

    Eine Ticketing-Abteilung gibt es außerhalb des SC doch auch. Die sollten sich unter professioneller Führung doch auch um den Auswärtspart kümmern können, oder?
    Auf die schrägen Vögel geh ich lieber nicht ein…

  16. Neuanfang 11. Juni 2014 um 11:49 Uhr

    Ich bin seit einem Jahr auch Fan anstatt Supporter.

    Ich hatte mich vorher erkundigt, welche Möglichkeiten bestehen, wenn man mit der Politik der Supporter-Abteilungsleistung nicht mehr einverstanden ist. Ich hatte meine Mitgliedschaft daraufhin in nur noch „Fördernde Mitglieder“ geändert in der Kenntnis, dass ein großer Teil meines Beitrags dann trotzdem noch unverändert an die Supporter-Abteilung fließt. Hat mich zwar nicht begeistert, aber Mitglied in der Volleyball-Abteilung zu werden, war mir dann doch zu albern.

    Interessant ist nun in der Tat, wie das mit den Mitgliedsbeiträgen nach der Entscheidung vom 25. Mai genau aussehen soll. Mitgliedsbeitrag an eine AG geht ja schlecht (oder?). Also dürften die Beiträge weiterhin an den e.V. gehen. Aber wofür dann genau? An die Fanarbeit analog (ehemals?) Supporters Club oder an den e.V. insgesamt für Jugendarbeit etc.?

    Das sind wohl noch Detailfragen, die im Zuge der Umstrukturierung geklärt werden müssen. Und ja: Ich habe mich mit dieser Frage vorher nicht im Detail befasst und trotzdem am 25. Mai für die Ausgliederung gestimmt. Und ich finde das ok.

    Trotzdem: Kann jemand schon was zur zukünftigen Mitgliederzugehörigkeit und Verwendung der Mitgliedsbeiträge sagen?

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