„Die Medien sorgen für Unruhe beim HSV“

Liebe Leute,

ich denke, es ist höchste Zeit, einmal endgültig mit diesem Käse abzuschließen und damit es auch der Letzte begreift, möchte ich mich heute hoffentlich zum letzten Mal dazu äußern.

„Die Medien sorgen für Unruhe beim HSV“

„Die Presse will nicht, dass beim HSV endlich Ruhe einkehrt, dann haben sie nichts mehr schreiben…“

Diese und hunderte ähnliche „Aussagen“ fliegen nicht erst seit den Tagen der ersten Gernandt-Interviews durchs Netz und sie sind ebenso falsch wie albern.

Bei der Betrachtung des Wahrheitsgehaltes einer Nachricht ist der Leser gut beraten, wenn er genau hinschaut, denn es gibt mehrere Arten der Nachrichten-Übermittlung und wenn man als Leser in der Lage ist, die Art zu identifizieren, dann kann man daraus auf den möglichen Grad des Wahrheitsgehaltes schließen.

Zuerst einmal wären da verbreitete Agenturmeldungen, bei denen über dem Artikel Kürzel wie „sid“ (Sport-Informationsdienst) oder Ähnliches steht. Diese Artikel, bei denen kein Redakteur mit seinem Namen eine Verantwortung kennzeichnet, sind in der Regel Massenprodukte mit geringem bis geringstem Wahrheitsgehalt. Es ist produzierte Leseware, die Zeitungen oder Web-Angebote füllen sollen und mit ihrer Veröffentlichung übernimmt der „Verbreiter“ keinerlei Garantie für den Inhalt. Diese Sprüche kann man getrost in die Tonne treten.

Als Nächstes sind dort vom Medium selbstproduzierte Nachrichten, bei denen ebenfalls selten der Name eines Autoren genannt wird. Versehen mit geheimnisvollen Zusätzen wie „nach Abendblatt-Informationen“ oder „wie BILD erfuhr“ soll dem Leser suggeriert werden, dass der Schreiber auf ein Riesengeheimnis gestoßen ist. Tatsächlich versucht dort jemand, ein Scheißhausgerücht zu platzieren, für das er keine Quellen hat, die er nennen könnte, aber er muss trotzdem liefern. Also behauptet man einfach mal was. Wahrheitsgehalt in den meisten Fällen unter 5%.

Dann gibt es noch vom Redakteur unterschriebene Nachrichten, in denen vermeintliche Fakten erwähnt werden. Teilweise werden diese sogar mit Aussagen von Betroffenen (Spielern, Trainer etc.) garniert, wobei man darauf achten sollte, ob auch die Fragen zu den gedruckten Antworten veröffentlicht werden. Ist dies nicht der Fall, handelt es sich häufig um „informelle Gespräche“, bei denen der Befragte teilweise gänzlich andere Aussagen getätigt hat, diese aber vom Redakteur in einem völlig anderen Kontext dargestellt werden.

Ich behaupte, dass mittlerweile viele der intelligenteren Leser diese Praktiken durchschaut haben und die Informationen nicht mehr ernstnehmen.

Nun möchte ich meinen, dass ich gänzlich unverdächtig bin, die Arbeit der Medien zu verteidigen, deshalb denke ich, dass man meinen Aussagen schon glauben kann. All diese medialen Praktiken dienen nicht dazu, dem HSV zu schaden, ihn in den Abgrund zu schreiben oder für Verwirrung zu sorgen. Der einzige Grund für ihre Veröffentlichung ist: Die Zeitungen müssen liefern, die Journalisten müssen den Grund ihrer Existenz nachweisen. In Deutschland kann man die Straßen mit arbeitslosen Redakteuren pflastern und wer nicht liefert, der fliegt. Ob das nun ethisch vertretbar ist oder nicht, mag jeder für sich beantworten, aber der innere Zustand des Hamburger Sport Vereins kann und muss diesen Damen und Herren egal sein, so traurig sich das für einen Fan auch anhören mag.

„Die Fans lesen doch lieber gute Nachrichten über ihren Verein und weniger die nächste Katastrophen-Meldung“

Mag sein, aber über nichts läßt sich so trefflich streiten und diskutieren, wie über den nächsten Skandal, oder ? Dieses Bedürfnis nach der Sensation wird gestillt und es wird mittlerweile von jedem gestillt, denn zumindest im Bereich Sport existiert der sogenannten „Qualitäts-Journalismus“ schon lange nicht mehr. Konnte man bis vor einigen Jahren davon ausgehen, dass die Geschichten im „Kicker“ zu einem hohen Prozentsatz der Wahrheit entsprachen, so ist selbst diese „Bibel des Fußballs“ mittlerweile dazu übergegangen, vom Boulevard und besonders von der BILD abzuschreiben. Sogar die Fußball-Artikel in der FAZ und der Süddeutschen nennen mehr und mehr die BILD und die Mopo (welch Ironie) als ihre Quellen, insofern kann sich jeder ausmalen, wie weit es hier mit Seriösität und Wahrheit her ist.

Komme wir zum Schluss aber nun zum Kernproblem besonders des HSV, dem tatsächlich geführten Interview, wobei man auch hier vom gedruckten und gesendeten Interview unterscheiden muss.

Das sauber geführte Interview wird vom Interviewer unterschrieben, es werden die Fragen veröffentlicht und die dazu-gehörigen Antworten in ihrer korrekten Form gedruckt. Der Wahrheitsgehalt eines solchen Interviews liegt bei nahezu 100%, da es gängige Praxis ist, dass dem Interviewten das Interview vor der Veröffentlichung zwecks Freigabe vorgelegt wird. Hier hat der Interviewte ein letztes Mal die Möglichkeit, von ihm selbst getätigte Aussagen streichen zu lassen oder Passagen richtigzustellen. Tut er dies nicht und läßt er ein Interview veröffentlichen, geschieht dies mit seiner ausdrücklichen Genehmigung und der Vorwurf, dass die Zeitung mit der Veröffentlichung dieses Interviews für Unruhe beim Verein sorgen möchte, löst sich in Wohlgefallen auf.

1. Niemand zwingt irgendwen, auf einen Interview-Wunsch einzugehen.

2. Man hat als Interviewter nach dem Gespräch die Möglichkeit zu Korrektur

3. Man hat als Interviewter vor dem Gespräch Zeit genug, sich zu überlegen, was man wie sagen möchte und was nicht.

„Warum muss man denn ein solches Interview wie mit Herrn Kühne ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt machen? Warum machen BILD und Abendblatt nicht einfach mal Sommerpause und konzentrieren sich auf die WM?

Bei aller Liebe, aber soll das ein Witz sein? Soll Herr Wenig, den ich in keinster Weise schätze und den ich auch nicht in Schutz nehmen möchte, ernsthaft auf die Möglichkeit zu einem Kühne-Interview verzichten? Warum sollte er??? Um die großartige Ruhe beim HSV nicht zu stören? Kurz zur Erinnerung: Herr Wenig wird vom Hamburger Abendblatt bezahlt und nicht vom HSV. Sein Beruf ist es, Nachrichten zu veröffentlichen und Interviews zu führen und wenn er das nicht macht, ist er der nächste arbeitslose Redakteur auf dem Markt.

Nein, Freunde der Sonne, so nicht. Der Einzige, der im Moment der Veröffentlichung, nein eigentlich weit vorher, bei der Zusage zu diesem Interview, für Unruhe beim HSV sorgt, ist Klaus-Michael Kühne.

Er hatte die Möglichkeit, das Interview zu verweigern.

Er hatte die Möglichkeit, jede kritische Passage im Interview vor der Veröffentlichung streichen oder abändern zu lassen.

Dies alles tat er nicht und insofern kann man getrost davon ausgehen, dass Herr Kühne exakt diese Sätze genauso verbreitet haben wollte. Dass er damit für Unruhe sorgen würde, dass er damit gewaltigen Raum für Spekulationen öffnen würde, dass er damit Mirko Slomka nachhaltig beschädigen würde – das alles wußte Kühne und er tat es trotzdem.

Wenn jetzt natürlich ein bundesweiter Aufschrei durch die Medienlandschaft geht und Herr Pegelow fragt, ob sich der HSV eine „tickende Zeitbombe“ wie Herrn Kühne würde leisten können, dann ist das nicht der Fehler von Herrn Pegelow, sondern von Herrn Kühne. Niemals würde Pegelow diese Frage stellen, hätte Kühne dieses Interview nicht gegeben. Niemals müßte sich Mirko Slomka öffentlich erklären, hätte Kühne nicht geredet. Niemals müsste Rafael van der Vaart bestätigen, dass er gern beim HSV bleiben würde, hätte Kühne nicht geredet.  Niemals müßte der HSV zum wiederholten Male die unkontrollierten und scheinbar unkontrollierbaren Aussagen des Milliardärs relativieren und damit für noch mehr Gesprächsstoff sorgen.

Der größte Gag an der Sache ist bis heute scheinbar niemandem aufgefallen. Kühne erklärt in besagtem Interview auf den „Drittliga-Manager“ Kreuzer angesprochen:

„Er kam ja mit Karlsruhe aus der Dritten Liga, das ist mir damals eher so rausgerutscht, das Abendblatt hat dann daraus eine Schlagzeile gemacht…“

Nun, mit wem hat Klaus-Michael Kühne nun erneut ein Interview geführt? Mit dem Abendblatt, oder? Man muss also davon ausgehen, dass der alte Mann nicht lernfähig ist.

Um es noch einmal zusammen zu fassen: Die Unruhe, die beim HSV seit der Mitglieder-Versammlung aufgekommen ist, ist einzig und allein der Schwatzhaftigkeit des Herrn Kühne und der seine Adlaten Karl Gernandt zu verdanken. Hätten beide kein Wort gegenüber der Presse geäußert, wäre es still wie auf einem Friedhof. Ausnahme wären natürlich die oben erwähnten Lächerlichkeits-Meldungen, die aber ohnehin kaum noch einer ernstnimmt.

Ach ja, besonders Schlaue meinen in diesen Tagen, dass der HSV grundsätzlich gezwungen sei, in regelmäßigen Abständen Meldungen produzieren zu müssen. Grund seien die Bedürfnisse der Sponsoren, Business-Seat-Nutzer, Logen-Käufer und der Fans. Was für ein Bullshit! Wie sehr sich ausgerechnet diese Menschen freuen würden, wenn man vom HSV eine zeitlang überhaupt nichts hören würde, bis zur Verkündigung der nächsten fixen Personalie. Diese würde u.a. bei den Sponsoren den dringend notwendigen Eindruck der Seriösität und Ernsthaftigkeit erzeugen und nicht die nächste Scheißhausparole. Diese Ansichten sind ebenso naiv, wie der Glaube, dass die Medien dem HSV „alls zwei Wochen das Stadion vollschreiben würden“. Lächerlich ohne Ende.

Kurze Ergänzung noch: Mit vielen seiner Aussagen hatte Kühne durchaus nicht Unrecht, das ändert jedoch nichts daran, das sie nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Jeder, der meint, Kühne wollte mit seinen Aussagen den notwendigen Druck auf Jarchow, Meier, Kreuzer und Co. erzeugen, der kann sich jetzt an dieser kommunikativen Katastrophe erfreuen.

Was aber der HSV dringend benötigt, ist ein mediales Konzept. Vor einigen Tagen fand ich ein paar Sätze einer Journalisten, die ich an dieser Stelle veröffentlichen möchte, ihr Einverständnis vorausgesetzt.

Ja, das braucht man.
Mehr noch: Es ist unerlässlich.
Niemand sollte und kann „einfach mal so losarbeiten“.

 

Und das Beste daran:

Die Kollegen in den Redaktionen sind dankbar, wenn sie einen professionell aufgestellten Partner (mit einem klaren Medienkonzept) haben.
Wie oben geschrieben:
Es ist „ein Geschäft auf Gegenseitigkeit“ und ich kann anhand jahrzehntelanger Arbeit belegen, dass es funktioniert und für alle Parteien von Vorteil ist.

 

Man kann auch – dann wird’s richtig professionell – erst einmal intern definieren:

Was genau möchten wir in der Zusammenarbeit mit den Medien erreichen?
Welche Themen möchten wir nach außen transportieren?
Wer spricht für den Verein?

 

 

Von | 2014-06-19T08:47:29+02:00 19. Juni 2014|Allgemein|17 Kommentare

17 Comments

  1. Michel 19. Juni 2014 um 08:35 Uhr

    Wie Recht du doch mal wieder hast. Aber das ist nun mal die Gefahr, wenn so jemand wie Herr Kühne mitmischt, er wird sich niemals zurückhalten, denn sowas gibt es in seinem Denken nicht. Frei nach dem Motto “ Wer die Musik bezahlt, bestimmt was sie spielt“
    Ich möchte nicht in der Haut von Herrn Beiersdorfer stecken! Er hat seinen Job noch gar nicht offz. angetreten und muss schon Flurschäden, verursacht durch Herrn Kühne , beseitigen.
    Ich finde es gut , dass Herr Kühne mit seinem Vermögen beim HSV einsteigt, hoffe aber, dass es jemanden beim HSV gibt, der ihm höfflich beibringt, dass eine gewisse Zurückhaltung von großem Vorteil für den HSV und seiner Person ist

    • Pascal 19. Juni 2014 um 09:54 Uhr

      ideal dafür wäre ja Herr Gernandt, aber der bläst (fast) ins gleiche Horn

  2. heiko koch 19. Juni 2014 um 08:56 Uhr

    moin
    man sollte die kritik die kühne ausübt als ansporn sehen besser zu werden und nicht schmollen ,und schon garnicht zu vordern er solle den mund halten ! denn eins ist klar er hat mit vielem recht und jeder der sich im nachhinein verteidigt weiß selbst um seine fehler sonst steht man über den dingen ,und das scheine einige nicht zu tun ! ob nun die presse das aufbauscht oder verfälscht oder was auch immer es ist und bleibt eine meinung, und das recht seine meinung zu sagen hat der herr kühne genau wie grave, uwe, kahn , beckenbauer und jeder hier .
    ich finde es ok wenn er was sagt denn es nichts gut beim HSV garnichts und ohne kritik sind wir wieder da wo wir letzte saison aufgehört haben es bleibt ein brei aus eitelkeiten und fehleischätzugen

    • Launi 19. Juni 2014 um 09:55 Uhr

      Es geht ja nicht darum, ob Kühne recht hat oder nicht. Grave schreibt ja auch, dass vieles davon richtig ist. Lediglich die Art der Ansprache ist eben nicht gut. Internes muss auch intern bearbeitet werden – genau das scheint Kühne eben nicht zu können.

      Man muss allerdings nebenbei beachten, dass Kühne und Gernandt aus der Wirtschaft kommen und dort mit gewissen Aussagen auch der Kurs der Aktien beeinflusst werden kann. Im Fußball kann das aber nach hinten losgehen, da auf einigen Positionen eben nicht die Leute auf den Bäumen wachsen. Ein Unternehmen mit 50.000 Mitarbeitern hat bestenfalls intern würdige Nachfolger auf Spitzenpositionen – die Anzahl vernünftiger Trainer innerhalb eines Vereins, die Bundesliga können, hält sich da doch eher etwas in Grenzen. Einen Trainer „abzuschießen“ hat also vermutlich andere Folgen als einen Manager – dies scheint vielleicht noch nicht ganz angekommen zu sein.

      Auch wenn mich die mediale Präsenz im Moment nervt, ich warte mal bis Mitte Juli ab, ob sich so in den ersten 2-3 Wochen unter den neuen Protagonisten was ändert oder alles so bleibt wie es ist. Das ist allerdings mein Vorgehen, die Missstände, die Grave anspricht sind allerdings für jeden offensichtlich, lediglich die subjektive Bewertung der medialen Präsenz ist unterschiedlich.

      • the_maxx 19. Juni 2014 um 10:31 Uhr

        Aus meiner Sicht: Kühne ist zuviel Fan und hat zum HSV zu wenig professionelle Distanz. Muss er ja auch gar nicht haben, er darf genauso Fan sein und Slomka gut finden oder doof, ABER er soll seine Meinung hat nicht im HA breit treten.

        Warum Gernhardt so unprofessionell agiert ist für mich nicht ersichtlich. Ich hoffe, es war ein Ausrutscher und er findet jetzt bald die richtige Spur.

        Generell möchte ich folgendes anregen: Wir alle wollen dem HSV Fußball Zeit geben, er darf sich entwickeln und muss nicht gleich in der nächsten Saison international spielen. Warum legen wir Fans, Grave, Daniel nicht auch einen ähnlichen Maßstab an die sportlichen Führung an? Wir sollten etwas lockerer bleiben und darauf bauen, dass Leute wie Gernhardt lernfähig sind.

  3. Pascal 19. Juni 2014 um 09:55 Uhr

    wie immer ein Top Beitrag. Am Allerbesten finde ich aber dein Zitat am Ende!

  4. Andymax 19. Juni 2014 um 10:49 Uhr

    Grave, mir erschließt sich nicht ganz warum man / wir / ich, dir mehr Glauben schenken kann als anderen Medien / Blogs / Plattformen what ever, weil du kein Journalist bist der „liefern“ muss ? Mit anderen Worten Journalist = Erfunden, kein Journalist = Wahrheit, woher stammen deine Informationen. Versteh mich nicht falsch, das ist keine Kritik, ich möchte dir ja glauben, bin aber vorsichtig geworden mit „glauben“ und würde gerne besser nachvollziehen können woher deine Informationen stammen und ob sie unverfälscht und „ohne persönliche Note“ hier im Blog erscheinen.

    • Gravesen 19. Juni 2014 um 11:00 Uhr

      Wo exakt möchtest du jetzt was genau glauben oder nicht? Oder anders gefragt: Wo würdest du vermuten, an welcher Stelle ich genau was erfunden haben könnte?

      • Andymax 19. Juni 2014 um 11:12 Uhr

        Es geht nicht darum was ich vermute, oder auch nicht, es geht einfach um die Nachweisbarkeit deiner Aussagen, wenn es danach geht kann ja jeder von sich behaupten die nackten unverfälschten Tatsachen zu berichten, mich interessiert wie deine Informationen enstehen und wie sie verarbeitet werden, ich verlange natürlich keine Namen…oder ähnliches, einfach nur wie ensteht das, um einfach zu denken, „ja der Mann hat Recht, dem kann man vertrauen das er die Wahrheit sagt.

        • Gravesen 19. Juni 2014 um 11:29 Uhr

          Das ist wirklich außerordentlich schwer zu erklären und noch schwerer zu beweisen. Ich beziehe mich bei meinen Recherchen auf die Aussagen der Leute, um die es zumeist geht.

          Hinzu kommt, dass ich in der Vergangenheit viele Gespräche geführt habe, über deren Inhalt nie etwas an die Öffentlichkeit geraten ist.

          Wenn ich jemandem zusage, dass ich nichts darüber schreibe, was er mir erzählt hat, dann halte ich mich auch daran.

          Das hat zur Folge, dass man irgendwann als verläßlicher Gesprächspartner akzeptiert wird. Das Problem, welches die Medien haben – sie können sich das im Grunde nicht leisten. Sie können nicht auf eine Top-Information verzichten, weil sie eine Stunde später bereits eine andere Zeitung haben könnte.

          Ich aber kann das. Ich lebe insofern mehr von Zuverlässigkeit, als von der Exklusivität.

          Ob man mir das jetzt glaubt oder nicht, kann ich nicht beeinflussen

          • Andymax 19. Juni 2014 um 11:34 Uhr

            Das ist doch mal eine Aussage mit der man sich ein Bild machen kann.

    • The_MaXX 19. Juni 2014 um 21:56 Uhr

      Glaubwürdigkeit – dafür gibt es verschiedene Indikatoren. Einer könnte sein, dass z.B. Grave (’s Seite) rein finanziell gesehen nicht von Zuspruch oder „vielen Klicks“ abhängig ist.

      Welchen Grund könnte ein Grave also haben Information zu streuen. Für mich gibt es da folgende erkennbare Motivationsgründe:
      1. Verbundenheit zum HSV
      2. Hoffnung auf einen erfolgreichen HSV
      3. Möglichst viel großen persönlichen Zuspruch (..und während ich das schreibe muss ich schon grinsen, denn wer öfters hier ist weiß, dass Grave mitunter so kontrovers schreibt – das ist nicht massenkompatibel)
      .. so ganz viel mehr fällt mir nicht ein…
      Man könnte natürlich unterstellen, dass er diese Seite aus taktischen Gründen betreibt um in x Tagen/Monaten/Jahren ein bestimmtes Ziel/Amt/ Vergütungsoption zu erreichen. Aber das ist mir zu relativ.

      Also was bleibt: Sich selber auf möglichen vielen Wegen ein Bild von der Situation machen – das nennt man wohl Meinungsbildung…- und dann eine Meinung habe. Dass Grave eine hat, manifestiert er hier regelmäßig auf seiner Seite.

  5. profachpersonal 19. Juni 2014 um 11:28 Uhr

    Mich würde interessieren, ob sich KMK damit quasi vor KG stellen wollte, damit dieser etwas aus der Schußlinie ob seiner Äußerungen gerät. Wäre in keinster Weise verwunderlich, so man dies entsprechend abgestimmt hätte.
    KG hat sicher die nötige Eloquenz für Interviews (die habe ich bei Didi früher vermisst, evtl. hat sich das gebessert)

    Insofern ist das entsprechende Konzept eine der vielen aktuellen Baustellen rund um den Teilaspekt Außendarstellung.

  6. Jan-Peter 19. Juni 2014 um 12:04 Uhr

    Wenn sich die Sportjournalisten doch nur mal auf fachlich versierte Artikel konzentrieren würden, dann…, ja dann….!
    Ist ja aber auch überwiegend ein Widerspruch an sich! 😉

    Ein Beispiel für einen wohltuenden Artikel dieser Art:
    http://www.welt.de/sport/fussball/wm-2014/article129237103/Chiles-verrueckte-Spielidee-schlaegt-Spaniens-Starre.html

  7. aragorn2905 19. Juni 2014 um 13:08 Uhr

    Weder Herr Gernandt noch Herr Beiersdorfer sind beim HSV AKTUELL in Amt und Würden. Sobald das passiert sein sollte gebe ich dir Recht, dass man sich äußern muss. Bis dahin allerdings sollte das Motto doch lauten“Fresse halten!“.
    Und das ist in keinster Weise despektierlich gemeint.
    Was deine vermutete Intention der Aussagen des Herrn Kühne betrifft, so mag das mal sein Ansinnen gewesen sein. Das hat aber mal so gar nicht funktioniert. Und das hätte ihm auch klar sein müssen. denn eigentlich setzt er nicht die aktuell handelnden Personen unter Druck, sondern doch nur die neue Führung des vereins. Schlimmer noch. Er gibt den kritikern der Strukturreform doch genau das Futter, dass sie benötigen um auch in Zukunft weiter schön an den Brennpunkten im Verein zu zündeln, und somit genau dafür zu sorgen, dass eben keine Ruhe einkehren wird.

  8. heiko koch 19. Juni 2014 um 14:23 Uhr

    ich freue mich auf den 1 juli , ab da werden die alten AR und VV richtig vom leder lassen und alles anzweifeln was die neuen von HSV+ anschieben ! dann ist es egal was kühne sagt ,das ist nicht so intseressant und lässt sich nicht asusschlachten .
    nur dann warte ich mal wer fordert das sich der neue AR und VV umgehend äussern sollen um die unklarheiten aus dem weg zu räumen.

  9. yamo 20. Juni 2014 um 14:18 Uhr

    KMK sabotiert das Unternehmen „+“ sehr unrühmlich. Unter den alten Strukturen empfand ich seine öffentliche Ausbrüche wohlkalkuliert und im Sinne des Vereins. Aber nun? WTF? Altersstarsinn und/oder Machtstreben?
    Im Sinne des Vereins äüßern Sie sich, Herr Kühne, bitte nur noch intern.
    Ich empfinde Sie als großartigen, aber auch manchmal zu aufgedrehten Fan.
    Beweisen Sie Niveau, Üben Sie Demut.
    Wenn auch Sie das nicht hinkriegen, bin ich mit meinem HSV am Ende.
    Ja wir brauchen Sie und ihr Geld für einen schnellen Umbruch.
    Ja, ich gehe auch in Liga 3 ohne ihr Geld wenn SIE so weitermachen.
    Beweisen SIE, daß Sie kein Machtmensch sind und es ihnen ums Vereinswohl geht.
    Ich, ja ich Herr Kühne, habe auch für HSV+ gestimmt, damit Aussagen wie Ihre nicht mehr stattfinden. Dumme Interviewies.
    Herr Kühne, wir wollen diese primitive Art der Machtübernahme nicht.
    Wenn Sie ein MAchtmensch sind, lassen Sie die Finger vom HSV.
    Wir Fans lieben den HSV, wir mögen auch Sie.
    Mal daran gedacht, daß die Menschen Sie mögen könnten?

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