Selbstvertrauen kann man nicht trainieren, aber…

Da haben wir ihn also, den Fehlstart. Was von den Einen befürchtet und von den Anderen erhofft wurde, ist tatsächlich eingetreten. Nach dem erzitterten Weiterkommen im Pokal gegen den Drittligisten aus Cottbus und dem vernünftigen, aber spielerisch dürftigen Remis beim Aufsteiger aus Köln, verpatzte der HSV seine Heimpremiere gegen den zweiten Aufsteiger aus Paderborn deutlich mit 0:3.

Jeder, der sich nun fragt, wie soetwas passieren kann, werfe ein Blick auf die gestrige Aufstellung, bei der bis auf  Valon Behrami aussschließlich Akteure am Werk waren, mit denen der Hamburger Sport-Verein in der letzten Saison mit 27 Punkten und 75 Gegentoren beinahe und im Grunde völlig zu Recht abgestiegen war.

Adler

Ein Torhüter mit dünnem Nervenkostüm, der die Tortur der letzen Saison offenkundig immer noch mit sich rumschleppt.

Diekmeier, Djourou, Westermann, Jansen.

Eine Viererkette, die bereits in der letzten Saison den Nachweis der Erstliga-Tauglichkeit schuldig blieb.

Badelj, Behrami

Eine hochtalentierte Doppel-6, die aufgrund der Spätverpflichtung und des Trainingsrückstandes von Valon Behrami noch gar nicht funktionieren kann, jedenfalls nicht im Bundesligabetrieb, bei dem es auf Kleinigkeiten ankommt.

Ilicevic, Arslan

Zwei Außenspieler. von denen einer (Arslan) gar keiner ist und bei denen der zweiten (Ilicevic) irgendwann in die Liste der größten Transferflops des Vereins aufgenommen wird.

van der Vaart

Ein Regisseur, der angeschlagen ins Spiel ging und vor der Halbzeit endgültig vom Feld musste.

Lasogga

Eine Sturmspitze mit Trainingsrückstand und ohne Spielpraxis, die darüberhinaus nicht gefüttert wird, aber von wem auch?

Wer jetzt gedacht hatte, dass dieser HSV plötzlich und wie von Zauberhand wettbewerbsfähig geworden wäre, weil er nach einer 8-wöchigen Vorbereitungszeit ungefähr soviel laufen könnte, wie der Gegner, der versteht es einfach nicht. Der HSV hat sich durch die verbesserte Fitness keinen Wettbewerbsvorteil erarbeitet, er hat lediglich auf einem Sektor Waffengleichheit geschaffen. Auf nahezu allen anderen Sektoren jedoch hinkt diese Mannschaft weiterhin hinterher und an dieser Stelle wird sich auch Trainer Mirko Slomka die Frage gefallen lassen müssen, ob er nur ein guter Konditionstrainer oder vielleicht doch ein Mann mit einem Spielkonzept ist.

Beim HSV hatte man gedacht, dass die vermeintliche individuelle Klasse eines jeden Spielers bei Verbesserung seiner physischen Fähigkeiten ausreichen würde, um die ersten beiden Spiele gegen die beiden Aufsteiger positiv zu gestalten. Anschließend und 4 bis 6 Punkte später könnte man dazu übergehen, die neuen Spieler sukzessive einzubauen, aber das hat sich nun erledigt.

Aber mal ehrlich, was haben eigentlich alle erwartet? Die gestrige Aufstellung habe ich bereits erwähnt und wenn man sie intensiver betrachtet, fällt auf, dass diese Mannschaft eigentlich nichts hat, was sie erstklassig machen würde.

Man hat in der Spitze den besten Torschützen der letzten Saison (13 Treffer) mit Pierre-Michel Lasogga, der nahezu die gesamte Vorbereitung wegen Knöchelverletzung ausfiel und im Moment vielleicht bei 50% seiner Leistungsfähigkeit ist.

Man hat den zweitbesten Torschützen, Hakan Calhanolgu (11 Treffer) verkaufen müssen und ihn gestern gegen Ivo Ilicevic (3 Treffer) ersetzt.

Man verlor den drittbesten Torschützen der Vorsaison, Rafael van der Vaart (7 Treffer) bereits vor der Halbzeit durch Verletzung.

Der nächste in der Reihe wäre Maxi Beister (5 Tore), dann kommen bereits Artjoms Rudnes (4) und Heiko Westermann (3).

Dies alles weiß die Mannschaft auch. Sie weiß, wer in der Truppe in der Lage ist, Tore zu erzielen und wer nicht und sie realisiert auch, welcher Spieler auf welchem Leistungsstand ist.  Wenn man dann gegen einen gut organisierten und eingespielten Gegner in Rückstand gerät, fällt bei einem Team, welches das Trauma der Vorsaison noch im Hinterkopf hat, das Konzept wie ein Kartenhaus zusammen. Die Angst geht um, die Verunsicherung wird von Minute zu Minute größer und selbst die Spieler, die im letzten Jahr noch nicht vor Ort waren, werden von der Unsicherheit ihrer Mitspieler angesteckt.

In diesem Moment tut auch die verbesserte Fitness nicht mehr allzuviel zur Sache, weil mit jedem Fehlpass und jeder mißlungenen Aktion die Beine noch schwerer werden.

Slomka sah „Schockierendes“

Nun ja, wenn Mirko Slomka derart schockiert vom Auftritt seiner Mannschaft war, sollte er sich selbst die Frage stellen, warum er nach einem halben Jahr in Hamburg und nach einer kompletten und 8-wöchigen!!! Vorbereitungszeit offenbar nicht in der Lage war, der Mannschaft, die er zur Verfügung hat, ein Konzept zu vermitteln, zu der eben diese Mannschaft in der Lage ist, es umzusetzen.

Schnelles Umschaltspiel, 10 Sekunden von Tor zu Tor, Offensivpressing. Alles gut und schön, aber dafür muss man auch die Spieler haben. Und hat man die Spieler nicht, sollte man zumindest in dieser Zeit in der Lage sein, wenn nicht einzelne Spieler, doch aber eine Mannschaft besser zu machen. Das Slomka das bisher nicht gelungen ist, sieht ein Blinder.

Betrachtet man die IST-Situation einmal knallhart, so könnte man zu dem Schluss kommen, dass sich seit dem Trainerwechsel von van Marwijk zu Slomka im Grunde nichts geändert hat und die „Ausrede“ mit der fehlenden Vorbereitung zieht nicht mehr.

Hinzu kommt – Slomka wirkt bereits jetzt angezählt. Seine Statements erscheinen dünnhäutig und teilweise weinerlich, obwohl er doch eigentlich durch die Zusammenarbeit mit Toennies (Schalke) und Kind (Hannover) durch diverse Stahlbäder gegangen sein müsste. Offenbar ist die „Tretmühle Hamburg“ aber immer noch ein anderer Schnack.

Apropos Schnack. Aktuell hat man den Eindruck, Vorstandsboss Beiersdorfer arbeite sich durch sämtliche Redaktionen der Republik. Abendblatt exklusiv, Bild Exklusiv, Mopo exklusiv, SKY ständig, HSV SChnack kurz, Abendblatt exklusiv, Sportal.de ein wenig, heute im NDR Sportclub. Man könnte denken, dass „Didi“ bis auf das aktuelle Sportstudio und den Big Brother-Container als Stargast in den letzten Wochen alles mitgenommen hätte, was senden kann. Scheinbar versucht man sich seitens des Vorstandes druch dieses Kreuzer-mäßige Verhalten den verlängerten Welpenschutz zu erkaufen, den sich der geschasste Ex-Sportchef über Monate aufgrund seiner Redseeligkeit erkaufen konnte. Aus Presse-Olli wird Presse-Didi. Hätte man jedoch die Causa Kreuzer genauer beobachtet, wäre einem aufgefallen, dass sich am Ende des Tages doch nichts ändert, die sogenannten „Mechanismen des Marktes“, von der Presse selbst formuliert, greifen immer, vielleicht ein wenig später.

Was also bleibt? Im Grunde hat Slomka bereits jetzt nur noch extrem wenig Pfeile im Köcher, die Hyänen wetzen bereits die Messer. Er wird gegen Hannover massiv umbauen müssen. Erstens, weil man (wie in der Überschrift erwähnt) Selbstvertrauen nicht trainieren, sondern erarbeiten und erpunkten muss. Slomka wird sich durch Spieler wie Cleber, Ostrzolek, Müller, Behrami, hoffentlich Holtby Selbstvertrauen in die Mannschaft einwechseln und Ängst (Westermann, Jansen, Ilicevic, Arslan) auswechseln müssen und wird dies massiv tun müssen. Ein oder zwei Veränderungen würde lediglich bewirken, dass sich die neuen Spieler von den Versagensängsten der restlichen 9 anstecken lassen würden, aber das Gegenteil muss der Fall sein. Neue, unverbrauchte Spieler müssen die Alten aufbauen und mitreißen. Passieren hierbei Fehler, werden sei garantiert leichter verziehen, als Fehler von Spielern, die nach der letzten Saison bereits jetzt keinen Kredit mehr bei den Fans haben.

Und: Slomka könnte (und muss) sich durch die Veränderungen in der Mannschaft Zeit erkaufen. Tut er das nicht und verliert der HSV auswärts in Hannover und anschließend gegen die Bayern, kann seine Uhr bereits abgelaufen sein.

 

Von | 2014-08-31T08:54:05+02:00 31. August 2014|Allgemein|21 Kommentare

21 Comments

  1. Hardy Erdmann 31. August 2014 um 08:39 Uhr

    Moin Grave, wie immer hast Du es auf den Punkt gebracht.
    Aber es ist doch immer wieder verwunderlich zu beobachten das seit gefühlten 100 Trainern ,es immer wieder versucht wird ein System über die Spieler zu stülpen,ohne das genügend die tatsächlichen Fähigkeiten der Spieler beachtet werden und es leider dann dazu kommt das Land auf ,Land ab, von einem fehlenden System gesprochen wird, was allerdings den Tatsachen entspricht.
    Es wird leider die erwartet schwerde Übergangssaison werden und ich denke auch das hinter verschlossenen Türen bereits weitergedacht wird, im Hinblick auf Mirko Slomka..
    Wir werden sehr viel Geduld brauchen ,was allerdings wie Gestern bereits erlebt ,die Fans nicht haben.

    • Gravesen 31. August 2014 um 08:45 Uhr

      Natürlich nicht. Den Fans wurde ja auch bereits von der gleichen Presse, die die „Mechanismen des Marktes“ erfunden haben, eingeredet, dass man um Lichtjahre weiter sei als in der Vorsaison und dass man, sollte der Holtby-Deal gelingen, zwingend um Platz 5 bis 8 spielen müsste. Was für ein Schwachsinn.

      Lewis Holtby ist zweifelsohne ein hochtalentierter Spieler, aber er hat sich in zwei Jahren in England weder in Tottenham noch in Fulham durchgesetzt. Von ihm zu erwarten, dass er den Unterschied zwischen einer mittelmäßigen zu einer guten Mannschaft ausmachen würde, ist nahezu grotesk.

  2. neuer 31. August 2014 um 09:02 Uhr

    slomka muss jetzt frischen wind in die Mannschaft bringen…. die Spieler die letztes Jahr dem abstieg knapp entronnen sind ,scheint slomka nicht mehr motivieren zu können ….
    zu stieber hab ich mal gelesen, dass er auch in Fürth irgendwann auf die rechte aussenbahn geschickt wurde und dort dann deutlich schlechter gespielt hat als als auf seiner lieblingsposition… warum kauft man einen linksaussen wenn man ihn dann rechts einsetzt ?
    ich weiss nicht was slomka vorhat ,aber alle neuen Spieler draussen zu lassen halte ich für sehr gefährlich, denn wenn es so weiter geht, wird das auch in den köpfen der neuen spielt hängen bleiben…..

  3. Bwana Bruce 31. August 2014 um 10:16 Uhr

    Guten Morgen Grave !

    Auch m WE so früh auf ?
    Ja , da ist sie wieder die Abstiegsangst . Ich wollte mir nicht eingestehen , „aus dem Bauch“ heraus aber vorhanden, das Slomka weiterhin Probleme haben wird . Es stört mich schon aus Prinzip ,wenn die „Fachkundigen“ jetzt schon wieder zur Jagd blasen . Welche Spieler , die ohnehin nur noch 1 Jahr Vertrag haben , bei denen aber aufgrund der Vertragslage / Salär , die Angebote nicht gerade übermäßig hereinflattern , sollen denn jetzt noch das Ruder herumreißen ? Motivation …. 2,3,4 Typen plus Erfolgserlebnis , dann sollte es gehen ! Ich kann mich noch genau an das kurze Raikovic- Gastspiel erinnern . Er kam sah und siegte ( Dortmund) hat in seiner Art mitgerissen ! – Ein Spiel weiter – „Kreuzbandriss“ während des Spiels, sofort brach das fragile System zusammen . Es ging um einen (!)Spieler !
    Ja sehr gut beschrieben Grave ,wenn Slomka „die Neuen“ jetzt nicht schnellstens integriert und(!) ein Erfolgserlebnis kommt , werden diese auch schon wieder heruntergerissen .

    Sonnige Grüße , Bwana Bruce

  4. Jan B 31. August 2014 um 10:30 Uhr

    Moin Grave
    Du hast ja mal selbst höherklassig gespielt und hast dadurch Erfahrung mit diversen Trainern. Ich stelle mir durchaus die Frage ob Slomka didaktisch die Fähigkeiten hat den Spielern eine Spielidee zu vermitteln. Er hat zwar sein Studium auf Lehramt mit 1 abgeschlossen und müsste theoretisch die Fähigkeit haben, aber anscheinend kommt nicht so viel bei den HSV Spielern an. Ich habe fast die Befürchtung das er seine Philosophie nur bei leistungswilligen und unverbrauchten Spielern vermitteln kann. Seine erste Hannover Saison spricht dafür. Auf Schalke hat er ein funktionierendes System von Rangnick übernommen und hatte als Co bereits Erfahrungen mit der Mannschaft. Hier in Hamburg hat er Spieler übernommen die völlig unter ihren Möglichkeiten agieren und immer noch verunsichert sind. Die Grundvoraussetzungen werden ja wohl alle Spieler haben um bundesligatauglich Fußball zu spielen ( 100m unter 11sek, Kondition über 120 min, Leistungswillen). Das was ich die letzten 2 Jahre sehe ist keine Mannschaft im Sinne von:“ Wir kämpfen alle für das selbe Ziel“. Genau das ist es doch aber was den Mannschaftssport ausmacht. Ich hab immer noch das Gefühl das es Grüppchenbildung gibt und so die entscheidenden 5% zum erfolgreichen Spiel immer fehlen. Für mich ist das ein Hauptjob des Trainerteams genau diese 5% rauszuholen und da hapert es.
    Aber vielleicht siehst du das ja anders.

  5. oldiehamburg 31. August 2014 um 10:34 Uhr

    @Grave, wenn Slomka das macht, was Du vorgeschlagen hast, wäre ein großer Teil seiner 8 Wochen Training für die Katz, denn die Spieler, die er aufstellen soll haben ausnahmslos die Einheiten nicht mitgemacht. Außerdem sind sie teilweise dann auch noch verletzt.
    Dennoch würde ich so verfahren. Neue Spieler, die unverletzt sind müssen eingesetzt werden.
    Wer gesehen hat wie Rudnew gekämpft hat und dann auf ihn verzichtet und Lasogga so einsetzt, dass dieser – als Mittelstürmer – überwiegend auf den Außenbahnen rumläuft und dort seine Defizite überdeutlich an den Tag legt, lebt offenbar ausschließlich von der Droge Hoffnung.
    Auch halte ich es für falsch Raffa alle Freistöße und Ecken schießen zu lassen. Man sieht ja was dabei rauskommt.
    Dennoch, es ist der zweite Spieltag gewesen, es ist noch nicht vorbei.

  6. kingaep 31. August 2014 um 11:45 Uhr

    Slomka ist schon extrem angezählt, er hat alles auf die Karte fehlende Fitness gesetzt und wird nun von der Realität eingeholt, dass allein mit wissenschaftlichem Datenvergleich und Aufhebung dieser Missstände die mentalen Blockaden zu lösen sind. Ich denke, seine schon sehr niedergeschlagene Reaktion gestern nach dem Spiel zeugt von wenig Selbstvertrauen bei ihm selbst, eine Wende herbei zu führen, wie will er das dann vermitteln?

  7. ausgegliedert 31. August 2014 um 11:45 Uhr

    Dann hoffen wir mal, das die Länderspielpause genügt, um die neuen vernünftig einzugliedern. Blöderweise steht ein Behrami dabei aber nicht zur Verfügung.

    „…Er wird gegen Hannover massiv umbauen müssen.. ..Slomka wird sich durch Spieler wie Cleber, Ostrzolek, Müller, Behrami, hoffentlich Holtby Selbstvertrauen in die Mannschaft einwechseln und Ängst (Westermann, Jansen, Ilicevic, Arslan) auswechseln müssen und wird dies massiv tun müssen. “ Das wird die Meßlatte sein für den erwiesenen Pädagogen. Wie bekommt man den mentalen alten Mief aus der Truppe. Da möge er sich dann auch bitte Ratschläge anderer anhören. Wenn jetzt nicht alle an einem Strang ziehen, hält das Chaos wieder Einzug.

    Sonst wird er wohl schneller zu lame duck, als Didi Entschuldung sagen kann. Der Wechsel in der Führungsetage ist eben leider nicht 1:1 auf die Mannschaft zu übertragen. Wäre schade, wenn ein entstandener Aufbruchsschwung nach 3-4 Spieltagen Makulatur würde. Wieder ein neuer Trainer (falls sich die Herkulesaufgabe jemand zutraut) braucht eig. niemand (von Abfindung mal abgesehen).

  8. Provinzsuperstar 31. August 2014 um 12:46 Uhr

    Ich möchte mich für die Beiträge von Godfather, Colt gestern und all die anderen bedanken. Die Analyse zu dem Spiel und auch die daraus entstehende „Spirale“ für die Mannschaft, Slomka sind klasse!. Hoffe, dass die Verantwortlichen dies auch so sehen und Lösungen finden. Für das Selbstvertrauen ist Slomka verantwortlich und das hole ich wie schon geschrieben worden ist über gute, gewonnene Spiele. Slomka schaut meines Erachtens nicht auf die Spieler über die er verfügt sondern versucht genauso wie in Hannover SEIN Systhem durchzusetzen. Darüber hinaus hat Godfather gestern detailliert elementares Fußballkönnen aufgezählt wie z.B. Ballsicherheit in Drucksituationen etc. über das unsere Spieler nicht verfügen.
    P.S. Die Gesetze des Marktes verlangen das Didi durch die Talkshows tingelt. Nun finde ich auch sollte mit der Öffentlichkeitsarbeit genug sein. Rar machen und damit kein Mainstream mehr bedienen. Jedenfalls bleibt mir das Bock umstoßen Gelabber erspart. Welcher Bock war das eigentlich, der Geisbock, der blaue Bock oder der Reebok?

  9. Marco 31. August 2014 um 12:58 Uhr

    Sehr gelungener und treffender Beitrag!

    Ich konnte das Spiel gestern zum Glück nicht verfolgen und ich hatte wirklich mit allen gerechnet, aber die Klatsche -so muss man es nennen- kam dann doch „etwas“ überraschend.

    Egal mit wem ich mich vor dem Köln-Spiel unterhalten habe, es war nur Pessimismus herauszuhören. Und als ich dann 45 Minuten vor Anpfiff die Aufstellung übermittelt bekam, war sämtliche, bis dahin nur in in homöopatischen Dosen vorhandene, Vorfreude auf die neue Saison dahin.
    Nach dem Spiel war ich dann wirklich überrascht, konnte aber nicht ganz einordnen ob es über das schlechte Spiel der Kölner, oder darüber war dass wir einen schlechten Gegner im Griff hatten. Auf jeden Fall bin ich mit einem positiven Gefühl nach Hause gefahren.

    Warum verzichtet er auf Stieber und Ostrzolek? Ist es wirklich so dass er den „alten“ eine ernute Chance geben wollte? Oder sind die Neuen doch keine Verstärkung?
    Klar ist das Trainerteam jeden Tag an der Mannschaft und bekommt Eindrücke die wir nicht haben. Aber warum dürfen manche Spieler Woche für Woche beweisen, dass sie es nicht können und andere wiederum dürfen sich keine schlechten 45 Minuten leisten ohne sich wieder auf der Bank zu sehen.

    Zum Thema Tah wurde hier auch schon oft genug geschrieben und für mich ist und bleibt seine momentane Sizuation ein Rätsel.
    Fakt ist, dass sich unter Slomka nichts geändert hat. Klar, wie soll sich auch was ändern wenn man die selbe Mannschaft aufstellt und dabei der torgefährlichste Spieler der letzten Saison nicht mehr im Verein ist.

    Es wurde ein Neuanfang gestartet, wir haben einen neuen Vorstand, einen neuen Aufsichtsrat, einen neuen verantwortlichen Mann für die Jugendarbeit und man hat sich vom „Sportdirektor“ getrennt. Zur letzten Konsequenz fehlt jetzt noch ein neuer Trainer, der die von den Verantwortlichen ausgearbeitete und in allen Ebenen umzusetztende Spielphilosophie umsetzt.

  10. Ligature 31. August 2014 um 17:32 Uhr

    Nun da der HSV wieder auf dem Tabellenplatz steht, den er am Ende der vergangenen Saison innehatte, mag man fragen, was getan werden kann – auch um der beklagten Verunsicherung (ja, Traumatisierung) der Mannschaft entgegenzuwirken. Und da ist, nach meiner laienhaften Einschätzung, das Wichtigste: Ein konkretes, messbares Saisonziel. Als Vorgabe an alle Spieler. Denn ohne Orientierung gibt es orientierungsloses Verhalten. Meines Erachtens könnte/sollte es lauten: Platz 12-14. Punktum. Das ist anspruchsvoll genug. Das hat den Zweck, diese Saison einigermaßen unbeschadet zu überstehen, um ab der kommenden Saison den Neuaufbau weiter zu forcieren. Und man sollte dieses Saisonziel auch an die Fans kommunizieren. Denn auch dort wäre eine weitere Dosis Realismus (und Stetigkeit !) wohltuend und gesund. Wer Achterbahn fahren will, soll auf den Dom gehen anstatt den HSV erst hoch- und dann wieder herunterzuschreiben wie es die etablierten Presseorgane und die Kommentar-Trolle so gern tun.

  11. Gravesen 31. August 2014 um 20:12 Uhr

    Da hat der ‚Rauten-Hannes‘ aber mal ganz toll abgeschrieben 🙂

    • Ligature 31. August 2014 um 21:43 Uhr

      Entschuldigung, was meint dieser Kommentar ?

  12. rm2099 31. August 2014 um 20:19 Uhr

    Nur mal ein Gedanke, der mir beim 3:0 durch Stoppelkamp in den Sinn kam. Es geht um das Thema Qualität: Wer wäre beim HSV in der Lage, solch ein Tor zu schießen? Im Vollsprint den hohen Ball herunternehmen und sofort unhaltbar einschießen? Bei unseren Kandidaten (Ilicevic, Arslan, Rudnevs, Badelj, VdV z.B.) wäre doch so ein Pass (wenn ihn denn überhaupt jemand so sauber hätte spielen können) schon bei der Ballannahme verstolpert worden, oder der Spieler hätte sich beim Schuss verletzt. Jedenfalls kann ich mich seit langem an keine ähnliche HSV-Situation erinnern.
    Nach zig Trainern, Systemen und Vorbereitungen ist für mich jetzt endgültig klar, dass Leute wie Ilivevic, Rudnevs, Arslan oder auch Jiracek nicht mehr als Ergänzungsspieler sein können und einfach die Qualität vermissen lassen, die man für die Bundesliga einigermaßen konstant braucht; gerade im Mittelfeld.
    Das scheinen ja wohl auch Beiersdorfer und Slomka erkannt zu haben, sonst würde man sich nun nicht noch um Green und Holtby bemühen.
    Behrami, Stieber, Müller, Green, Holtby – das ist ein komplettes Mittelfeld aus Neuzugängen. Und bei allen kann man hoffen, dass sie besser sind als das derzeitige Personal.

  13. dittel 31. August 2014 um 21:08 Uhr

    laut transfermarkt wechselt badelj zu Florenz

    • Gustav 31. August 2014 um 22:17 Uhr

      Vorher schon vom HSV getwittert, dass er auf dem weg ist zum Medizincheck 😉

      Finde ich nur logisch, einer der wenigen, die noch etwas Geld bringen und nächstes Jahr ablösefrei weg sind. Hat leider nie die großen Erwartungen unserer- und seinerseits erfüllen können und nie vollständig gezeigt was er kann.
      .
      Er passt mMn am wenigsten in das Slomka’sche System mit Tempo im Umschaltspiel (welches wir hoffentlich bald noch zu sehen bekommen) und es wird wieder etwas Spielraum geschaffen (4 Mio Ablöse und 1,5 Mio Gehalt werden ja spekuliert) Hoffentlich verdienen wir nochmal ordentlich Prozentual mit wenn er für 25 Mio zu Real oder Barca wechselt 😉
      .
      Ich hoffe für ihn, dass er sich in Florenz macht, auch wenn dann wieder alle sagen werden sie habens schon immer gewusst 😀

  14. hamuburgmini 31. August 2014 um 22:59 Uhr

    Ich bin immer noch enttäuscht über das Ergebnis vom Sonnabend. Ich habe mir doch mehr Ruhe erwünscht, dazu hätte ein anderes Spiel gegen Paderborn gut getan.
    Nun rüttelt die Presse wiederum am Trainer, daß nach dem zweiten Spieltag alle Planungen, beginnend beim Spielerpersonal, über Vereinsmitarbeiter, welche mit dem Trainer in Kommunikation mit Beiersdorfer geholt wurden, in Frage gestellt werden.
    Es wird noch Zeit brauchen, auch Slomka braucht noch Zeit, um der Mannschaft ein „Gesicht“ zu verpassen. Die Aufstellung wurde nicht ohne Grund getroffen, der Trainer trifft seine Entscheidungen nach Rücksprache mit seinem Team und seinen Eindrücken. Die Neuen konnten bisher nicht so einen Eindruck im Training machen, die eine Aufstellung in der Startelf rechtfertigten. Das spiegelte sich in der Startelf vom Sonnabend.
    9 Trainer in fünf Jahren sollten doch zeigen, daß es nicht nur am Trainer liegen kann. Ich hoffe daß Dietmar Beiersdorfer seinen Kurs hält. In der Tat verschafft er sich durch viele Auftritte und Erklärungswillen Zeit, daß braucht der HSV auch..

  15. Jakob.K 31. August 2014 um 23:44 Uhr

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