Wieviel Schuld trägt KMK?

Panik, Endzeit, Katastrophe. Hunde und Katzen leben miteinander, Massenhysterie.

Der HSV ist nach dem Hannover-Spiel endlich wieder da angekommen, wo er nach Meinung zahlreicher Experten (den lieben Tobias Holtkamp von Transfermarkt.de nehme ich an dieser Stelle ganz bewußt aus) stehen soll und stehen muss, am unteren Ende der Nahrungskette Bundesliga.

Was wurde nicht alles gefordert, was wurde nicht alles verlangt? Was das Höchstmaß an Forderungen betrifft, sichert sich Mediendirektor Karl Gernandt einen der vordersten Plätze, er forderte:

„Die Neuen sollen eine Chance bekommen. Es soll ein Maximum an mutigen Entscheidungen getroffen werden„, sagte Gernandt der „Bild“-Zeitung: „Wir wollen sehen, ob das Team zu großen Leistungen in der Lage ist.“

Nun denn, an mutigen Entscheidungen hat es am Sonntag nicht gemangelt, betrachtet man die Startaufstellung in Hannover. Trainer Slomka änderte die Mannschaft gegenüber der Vorwoche auf insgesamt sieben! Positionen inkl. Torhüter, alle „Neuen“ begannen.

Das Resultat ist bekannt, eine nicht eingespielte Mannschaft mit einer unsicheren (weil eben nicht eingespielten Abwehr) geriet früh ins Hintertreffen und wer ein ganz klein wenig Ahnung vom Fußball hat, den dürfte dies nicht sonderlich verwundert haben. Slomka hat also „ein Maximum an mutigen Entscheidungen“ getroffen und wird jetzt nach diesen Entscheidungen angezählt. Zu recht?

Ich bin der Meinung, dass es einfach zu kurz gesprungen ist, wenn man jetzt den Trainer als alleinigen Verantwortlichen ausmachen möchte, denn in der Tat hätte man den Umstand, dass man am dritten Spieltag eine komplett uneingespielte Truppe auf dem Platz hatte, dadurch ausschließen können, dass der eine oder andere Protagonist sich deutlich uneitler gezeigt hätte und anstatt Forderungen zu stellen, seinen eigenen Ankündigungen nachgekommen wäre.

Mirko Slomka wird aktuell vorgeworfen, er hätte die Mannschaft trotz der längsten Vorbereitung der Vereinsgeschichte konzeptionell nicht nach vorn gebracht, doch dies ist leider nur die halbe Wahrheit.

Der HSV begann mit der „Mutter aller Vorbereitungen“ am 18.06.2014,  an diesem Tag war von den neu verpflichteten Spielern gerade einmal einer da: Zoltan Stieber.

Die Verpflichtung des zuvor ausgeliehenen Pierre-Michel Lasogga dauerte bis zum 04.07. und konnte auch nur aus einem Grund zu diesem Zeitpunkt realisiert werden, weil der Wechsel von Therapie-Patient Hakan Calhanolgu zu Bayer 04 Leverkusen bereits beschlossene Sache war und am 17.07. finalisiert wurde. Lasogga verletzte sich dann im anschließenden Trainingslager und verpasste nahezu die gesamte Vorbereitung.

http://www.hsv.de/saison/meldungen-saison/bundesliga/2014/mai/sommerfahrplan/

Der nächste Spieler, der offiziell vorgestellt wurde, war Valon Behrami vom SSC Neapel und wir schrieben den 03.08.2014, also nahezu sieben Wochen!!!! nach Trainingsauftakt! Dies war zu diesem Zeitpunkt möglich, weil sich Gönner/Anteilseigner/Mäzen/HSV-Fan Klaus-Michael Kühne endlich hatte weichkochen lassen und einen erneuten Kredit (nicht etwa eine Anschubfinanzierung, wie er angekündigt hatte) zur Verfügung stellte.

http://www.welt.de/sport/fussball/bundesliga/hamburger-sv/article130868515/Milliardaer-spendiert-dem-HSV-Nationalspieler-Mueller.html

Die nächsten Spieler, die dann kleckerweise in Hamburg das Training aufnahmen, waren Nicolai Müller (06.08., kam angeschlagen und verletzte sich sofort), Matthias Ostrzolek (12.08., trainierte mangelhaft), Clèber Reis (27.08., kam aus einer anderen Liga), Lewis Holtby (01.09., konnte sich zuvor in Tottenham nicht durchsetzen) und Julien Green (01.09., hatte bei Bayern noch kein Bundesligaspiel absolviert)

Das „Maximum an mutigen Entscheidungen“ entschied Mirko Slomka in dem Moment, in dem er auf Druck der Vereinsspitze versuchte, aus Spielern, die nahezu keine Vorbereitung als Mannschaft hatte, ein siegfähiges Team zu bilden.

Damit man mich an dieser Stelle nicht falsch versteht, ich möchte den 77-jährigen Kühne nicht als Allein-Schuldigen an der aktuellen Situation verkaufen, denn ohne ihn wären die meisten Transfers nicht zu realisieren gewesen. Die Frage, die ich trotzdem stellen möchte, lautet:

Warum hat Kühne seine „Starthilfe“ nicht mit Beginn der Tätigkeit Beiersdorfers am 09.07. zur Verfügung gestellt, sondern sich einen weiteren Monat bitten lassen? Denn dass er etwas machen würde, war wohl bereits am 25.05., dem Tag der entscheidenden Mitgliederversammlung klar.

Oder um es einmal zusammenzufassen: Das Transferfenster in der Bundesliga öffnete sich am 01.07., am 09.07. wurde Beiersdorfer inthronisiert und am 04.08. kam Kühne mit der Kohle rüber. Warum?  

http://www.transfermarkt.de/statistik/transferfenster

Wenn man doch weiß, dass man „helfen“ will, warum wartet man dann bis drei Wochen vor Toreschluss und gibt dem Trainer kaum noch Zeit, die Neuen zu integrieren und eine halbwegs eingespielte Truppe zu bilden?

Betrachtet man die Situation aus dieser Perspektive, so muss man erkennen, dass die längste Vorbereitung aller Zeiten nichts als heiße Luft war, weil die Spieler, die jetzt den Karren aus dem Dreck ziehen sollen, 80% dieser Vorbereitung gar nicht mitmachen konnten.

Wieviel  wäre zu verhindern gewesen, hätte Kühne rechtzeitig die Schatulle geöffnet?

Vielleicht einiges, aber auch nicht alles. Denn eines sollten sowohl die Spieler, die die komplette Vorbereitung mitgemacht haben, aber auch die Neuen, die bei ihren alten Vereinen die Vorbereitung absolviert hatten, können: Laufen. Scheinbar können sie es nicht, denn die aktuellen Tracking-Daten zeigen ungeschminkt auf, dass der HSV in jedem seiner drei Saison-Spiele dem jeweiligen Gegner unterlegen war. Was dies betrifft, scheint sich im Vergleich zur Vorsaison nicht viel geändert zu haben und das wiederum muss sich Slomka anlasten lassen.

In Hannover lief der HSV erneut nur 111, 4 km (Hannover96: 113 km). Zum Vergleich, die Daten der Spiele Gladbach gegen Schalke (beide Teams 119,8 km)  und Dortmund (119,8km) gegen den SC Freiburg (118,3 km).

Wer nun denkt, dass dies eine einmalige Sache wäre, der irrt. Auch im Spiel gegen Paderborn (116,7 km) war der HSV unterlegen (112,2 km).

http://www.bundesliga.de/de/liga/matches/2014/spieltag-03/153138/hannover-vs-hamburg/analyse.php

http://www.bundesliga.de/de/liga/matches/2014/spieltag-03/153135/moenchengladbach-vs-schalke/analyse.php

http://www.bundesliga.de/de/liga/matches/2014/spieltag-03/153132/dortmund-vs-freiburg/analyse.php

Vieles ist mit nicht bekannten Laufwegen und fehlender Abstimmung zu erklären, aber eben nicht alles. Der Satz „auch wenn es nicht läuft, kann man zumindest laufen“ ist nicht komplett aus der Luft gegriffen und Slomka wird sich fragen lassen müssen, warum der HSV läuferisch schon wieder hinterherrennt.

Fazit: Der HSV macht sich nach wie vor seine Probleme selbst. Jeder labert in irgendein Mikrofon und jeder meint, den Stein der Weisen zu besitzen. Kühne ist kein Sponsor oder Mäzen und er wird es nie werden. Kühne ist ein Investor und als solcher wird er sich immer wieder zu Wort melden. Wer nun denkt, dass dies sein gutes Recht ist, der muss auch weiterhin mit einem HSV leben, der nicht zu Ruhe kommen wird. Und das liegt ausnahmsweise nicht an den bösen Medien, nein diese Probleme sind hausgemacht.

 

Von | 2014-09-17T07:41:28+02:00 17. September 2014|Allgemein|37 Kommentare

37 Comments

  1. bono 17. September 2014 um 07:58 Uhr

    Punkt!
    Kann man kommentarlos so stehen lassen.
    Ich frage mich was die gestrige Possenkonferenz anbelangt jedoch auch:
    -Gab es die Streitigkeiten der Mannschaft mit Slomka, so wie sie kolportiert wurden und u.a. zum Rauswurf geführt haben sollen, wirklich.
    -Wenn Zinnbauer schon zur Disposition stand, warum die ewig lange Unterredung im Kühne Haus. Wer musste wen überzeugen. Oder hat man bis zuletzt versucht Tuchel zu holen wobei sich Beiersdorfer dann letztendlich doch eine blutige Nase wg. einer Absage holte.
    Nach einer überlegten und von allen Protagonisten abgestimmten und auch gedeckten Lösung sieht es mir auch unter dem Gesichtspunkt der nicht wirklich eindeutig zu Zinnbauer stehenden Aussage Beiersdorfer in der PK nicht aus.

    • Hoobs 17. September 2014 um 09:09 Uhr

      Das sehe ich etwas anders. Ich glaube das nicht die Medien, aber unser ganzes Medienverhalten uns schnell verrückt machen kann. Vor wenigen Jahren haben wir doch gar nicht gewusst wer-wann-wie lang sich getroffen hat und an welchem Ort Diskussionen geführt wurden. Am Ende wurde uns ein Ergebnis präsentiert und wir alle wussten nie wie dieses zustande kam. Wie kam den ein Ernst happel zu uns? Vielleicht war der damals auch nur dritte Wahl? Vielleicht wollte man eigentlich einen jungen Wilden? Vielleicht wurde sich eine Woche intern über die Trainerbesetzung gestritten und der Granulär war nur der bestmögliche Kompromiss?

      Am Ende interessiert es nicht. Und somit würde ich diesen ganzen täglichen Twitter-Facebook-Liveticker-Wahnsinn auch immer nur mit Abstand betrachten und dort nie zu viel hinein interpretieren. Wir meinen mit solchem „Insiderwissen“ perfekt informiert zu sein, am Ende sind es doch nur Randerscheinungen und erinnern mich an de Metapher vom Eisberg, bei dem auch nur 5% rausguckt. Was wirklich diskutiert wird, bleibt beim neuen AR zum Glück dort wo es hingehört, nämlich außerhalb der Medien. Und wenn jetzt Herr Gernand & Co lernfähig sind und zukünftig an wirklich allen Mikrofonen kommentarlos vorbei gehen, dann könnte es was werden.

      • bono 17. September 2014 um 09:22 Uhr

        Da gebe ich dir Recht. Es ist auch letztendlich wirklich egal wo und wann sich die Herrschaften treffen, die verantwortlichen bei Bayern werden mit Sicherheit auch mal in Telekom oder Addidas Räumen gesessen haben. Aus meiner Sicht ist nur der komplette Ablauf wenig professionell gelaufen und die Berufung Zinnbauers mit der nicht eindeutigen Rückendeckung erscheint mir dann doch eher wie ein Schnellschuß und nicht wie seinerzeit der von Beiersdorfer gewollte, eingesetzte und auch eher unbeflekte T. Doll, der in Folge respektable Leistungen erzeugen konnte. Wünschen wir es J.Z.

        • Hoobs 17. September 2014 um 09:42 Uhr

          Ich finde Deine Schreibe klasse und möchte Dich nicht wieder korrigieren, aber was heißt denn „nicht eindeutige Rückendeckung“???? Der Mann ist ein Nobody und hat nicht nur von DB sondern auch von Bernhard Peters und dem AR das Vertrauen ausgesprochen bekommen! Was will man mehr? Jetzt muss man sehen wohin die Reise geht. Macht er einen guten Job und hat das Quentchen Glück auf seiner Seite, dann kann er die nächsten Jahre beim HSV trainieren und Millionär werden. Sollte es ihm nicht gelingen quält man ihn jetzt nicht mit einem schweren Vertrag, sondern bedankt sich für seine Hilfe und engagiert einen Feuerwehrmann in der Rückrunde. So ist das Geschäft – und so könnte Joe Zinnbauer auch beim schlechtmöglichsten Verlauf noch mit gehobenen Haupt den Trainerposten der Profis verlassen. Jetzt zu sagen „Das ist ohne wenn und aber unser Mann und wir gehen mit ihm zur Not auch in Liga 2“ ist doch völlig utopisch und würde keinem etwas bringen – außer den Medien.

          Nein, ich denke man wollte Tuchel, bekam den nicht und dann überlegte man sich Variante B (was ja nichts schlechtes sein muss!!). Und aufgrund der Vision einer eigenen Spielphilosophie durch alle Instanzen beim HSV, war Zinnbauer eine sehr attraktive Lösung. das muss auch Bernhardt Peters so sehen – was mich wiederum in meinem Glauben bestärkt, dass der Rückhalt „da oben“ sehr groß sein wird!

          • bono 17. September 2014 um 10:10 Uhr

            „Der Mann ist ein Nobody und hat nicht nur von DB sondern auch von Bernhard Peters und dem AR das Vertrauen ausgesprochen bekommen! “

            Davon gehe ich aus, zumal es D.B sonst nicht kommuniziert hätte. Auch deine weiteren Argumente unterstütze ich vollends. Mit der eindeutigen Rückendeckung habe ich mich wohl etwas unbeholfen ausgedrückt, passiert auch Winkeladvokaten mal…..
            Ich halte es da wie Dieter Nuhr: „einfach mal die Fresse halten“ Gemeint ist, in Hamburg wissen alle, die in den Chefetagen etwas mit Leistungssport zu tun haben, wie die Pressemeute tickt. Sehen tun wir es an den Kommentarern zu der PK. An Stelle von Herrn Beiersdorfer hätte ich einfach mal nicht erwähnt, dass u.U. weitere Gespräche geführt werden, J.Z. bis auf Weiteres…, usw. Durch das auf der PK gesagte, bleibt für mich der Eindruck eines „Schnellschusses“ unabhängig davon ob ich die Entscheidung begrüße oder nicht.

  2. Heiner08 17. September 2014 um 08:01 Uhr

    Durch den Befangenheitsantrag verzögerte sich der Start der Fussball AG zum 01.07.14 um zwei Wochen nach hinten. Möglicherweise liegt auch hier eine Begründung, dass das Geld von KlauMi erst sehr spät transferiert wurde.

    • Gravesen 17. September 2014 um 08:06 Uhr

      Mag sein, aber dann sind wir beim 14.07. und nicht beim 04.08. Und am 04.08. kam nicht etwa die angekündigte „Anschubhilfe“, sondern ein erneuter Kredit in Höhe von € 17 Mio, der dazu benutzt werden muss, um die Saison über die zusätzlichen Gehälter zu bezahlen. Immerhin hat der HSV seinen Gehaltsetat nicht von ca. € 44 Mio auf € 37 Mio gesenkt, sondern auf über € 50 Mio erhöht.

      • Rostein 17. September 2014 um 21:48 Uhr

        An dieser Stelle muß ich, wie schon vor einigen Wochen, nochmals einhaken: „Anschubhilfe“ ist nur ein loser Terminus, der keine definitive Bedeutung hat. Dies kann in Form von Eigenkapital (Anteilsverkauf) oder Fredmdkapital (Kredit) erfolgen, ggf. nochmals mit Hybridkapital (i.d.R. ein Wandelanleihe oder Genußrecht), das unter bestimmten, vertraglich zu definierenden Voraussetzungen in festes Eigenkapital gewandelt wird. Insofern geht das Argument „Kühne hat Anschubfinanzierung versprochen, aber nur Kredit gegeben“ meines Banker-Erachtens vollkommen ins Leere. Ein anderer Aspekt ist der Zeitpunkt: vernünftigerweise wird man zumindest in groben Umrissen beiderseits (Kühne und HSV) eine Unternehmensbewertung vorgenommen haben, um eine Verhandlungsgrundlage zu bekommen, die Verzinsung vereinbaren zu können und zumindest schon einmal ein Gefühl dafür zu bekommen, wieviel Anteile denn €17/ 25 Mio. eigentlich darstellen. Kühne ist zudem als harter Verhandlungspartner und rechenhafter Kapitalist bekannt. Aber auch Didi Beiersdorfer verhandelt hart, wie auch an seinen Spielerverpflichtungen zu erkennen. Dies werden ja nicht so spät getätigt, weil er zaudert, zögert und zweifelt, ob ein Spieler passt, sondern, weil er weiß, daß der abgabewillige Verein den Preis gegen Ende der Transferperiode sinken lassen wird. (Unbeschadet des Umstands, daß andere Dann die Transfers finalisiert haben). So wird er auch mit Kühne verhandelt haben.
        Kleine Nebenbemerkung: Van der Vaarts Vertrag läuft 2015 aus, er kann den Verein also ablösefrei verlassen – der HSV hat aber den einschlägigen €8Mio.-Kredit der Kühne Holding AG noch auf den Büchern und muß ihn zurückzahlen oder in Eigenkapital wandeln.

    • Hoobs 17. September 2014 um 08:43 Uhr
    • bono 17. September 2014 um 08:46 Uhr

      Da stellt sich mir doch die Frage, wie lustig findet der Übergangstrainer das, sprich hat er Lust als Lückenfüller auf Abruf zu stehen oder nutzt er die Chance sich erste Meriten für den weiteren Karriereweg zu verdienen. Davon abgesehen, wie finden die Spieler das…. „Soll ich mir jetzt unter Zinnbauer den A…. aufreissen, wenn demnächst doch wieder ein anderer kommt“

      • David 17. September 2014 um 09:47 Uhr

        Wie die Spieler das finden werden, liegt doch einzig und allein an Zinnbauer. Wenn es ihm gelingt, gut zu trainieren, Akzeptanz in der Mannschaft zu haben und spätestens nach ein paar Spielen eine – auch erfolgreiche – Handschrift erkennen lässt, werden sie ihn lieben, weil er die rettende Hand ist, die den Spielern gereicht wird, sie wären gut beraten, wenn sie sie ergreifen würden. Von einem Mann, der ganz offensichtlich was kann und heiß ist. Warum sollte er eine Jobgarantie oder ähnliches verlangen? Das hier ist seine Chance, ich wünsche ihm sehr – uns auch – , dass er sie nutzen kann.

  3. Hoobs 17. September 2014 um 08:59 Uhr

    Grave, ich gebe Dir in vielen Punkten Recht und Dein Fazit dass die Probleme selbstgemacht sind, unterschreibe ich zu 100%. Punkt.

    Jedoch fehlen mir in Deinem heutigen Beitrag zwei Themen:

    – Ich würde extrem gern von Dir erfahren was Du davon hältst, dass auch so gut wie alle „Hintermänner“ des Trainergespanns ausgewechselt wurden. Das scheint ein ungewöhnlich großer Schritt zu sein. Wie denkst Du darüber?

    – Ich konnte Slomka schon immer leiden. Ich fand ihn auf Schalke toll, habe Hannover beneidet und war letztendlich total glücklich als er hier vorgestellt wurde. Und Du hast ja schon beschrieben wie größtenteils unfair verfälscht jetzt über seine Trainerleistung hergezogen wird. ABER…. Gegen Köln und Paderborn standen 9 Spieler auf dem Platz die die volle Vorbereitung mitgemacht haben (Lasogga und Berami)! Und egal ob die Laufleistung gegen Köln gut und gegen Paderborn schlecht war… wo sah man denn die berühmte „Handschrift des Trainers“? Scheiß-Bezeichnung ich weiß, aber MS sprach immer von schnellem Umschaltspiel, 10 Sek bis zum Torabschluss und und und… doch davon war NICHTS zu sehen. Und bei allem Respekt MS gegenüber, dass muss er sich ankreiden lassen.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass Beiersdorfer bei den exakt gleichen Ergebnissen den Trainer weiter unterstützt hätte, hätte die Mannschaft besser, mutiger gespielt. Hätte man einstudierte Laufwege bei „den Alten“ erkennen können, aber es sah vieles so aus wie in den letzten Spielen der letzten Saison. Und so lange sich ein Arslan bei eigenem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung lieber auf den Rasen setzt und dort sitzen bleibt, anstatt dem Ball hinterher zu rennen und zumindest zu versuchen seinen Fehler wieder auszubügeln… und ein Trainer dieses Verhalten durchgehen lässt und den Spieler auf dem Platz behält…. So lange macht sich ein Trainer extrem angreifbar. Und (leider) zurecht!

    • Gravesen 17. September 2014 um 09:03 Uhr

      Ich fahre jetzt erstmal zum Training und antworte dir später. Okay?

      • Hoobs 17. September 2014 um 09:17 Uhr

        Gern 🙂

    • Gravesen 17. September 2014 um 12:44 Uhr

      Also schön. Training ist vorbei, es wurden ein paar andere Spielformen auf dem „Geiheimtrainingsplatz“ geübt. Schnelles Umschaltspiel, möglichst wenig Kontakte etc.

      Wenn man denn möchte, konnte man heute eine Art A-Mannschaft erkennen.

      Drobny – Diekmeier, Djourou, Westermann, Ostrzolek – Behrami, Arslan – Stieber, Müller – Holtby – Lasogga

      Muss aber an einem Mittwoch nichts heißen.

      Zu deinen Fragen

      Der Austausch des kompletten Trainerteams kam schon überraschend, für die Trainer garantiert auch. Ich denke, man wollte die Gelegenheit nutzen und einmal den kompletten Schnitt zu vollziehen. Nicht wieder kleckerweise heute den Co-Trainer und nächsten Monat den Torwarttrainer, sondern einmal komplett. Meiner Meinung hängt das auch mit den Komponenten „Atmosphäre“ und „interne Stimmung“ zusammen.
      Lustigerweise war Bajramovic, der gestern noch Co-Trainer war, heute als versteckter Zaungast vor Ort und guckte sich das Training an.

      Was die Leistungen der Spieler angeht, die die komplette Vorbereitung mitgemacht haben…

      Ich schätze (bzw. ich glaube), dass man besonders am Paderborn-Spiel sehen konnte, dass es zwischen Mannschaft und Trainer irgendwie nicht mehr passte. Möglicherweise hatte auch die Mannschaft bzw Teile der Mannschaft nicht mehr das Gefühl, dass man es mit diesem Trainer würde rumreißen können. Eventuell hatte der Trainer nach den Spielen in Cottbus und in Köln und nach der letzten Saison das Vertrauen der Spieler verloren.

      Außerdem kriegen die Spieler natürlich auch mit, wenn der Trainer von draußen angeschossen wird.

      • Rostein 17. September 2014 um 22:23 Uhr

        Apropos der Atmosphäre zwischen Mannschaft und Trainer. Zweifelsohne hat die Mannschaft mitbekommen, daß Kühne den Trainer schon in der Sommerpause und dann erneut vor dem 96-Spiel angezählt hatte. Auch die Vertrauensbeweise von Beiersdorfer vor Saisonbeginn waren nicht uneingeschränkt.
        Nun aber noch zwei Bemerkungen zu dem Verhältnis zweier Spieler zu Slomka:
        1. Mancher unter uns hatte sich gewundert, daß Demirbay trotz scheinbar guter Vorbereitung keinen Platz im Kader fand (und sogar für die U23 unter Zinnbauer, was nicht einer gewissen Ironie entbehrt, spielte und traf). Sogar im Spiel gegen den SC Paderborn ließ Slomka lieber Badelj als einen verbleibenden Spieler antreten, obwohl er doch wissen mußte, daß Badelj transferiert werden sollte.
        Kurz nach dem Wechsel zum 1. FC Kaiserslautern beschwerte er sich, er habe beim HSV keine Chance erhalten und berichtete zugleich von seinem Gespräch mit Beiersdorfer, in dem ihm dieser seine Wertschätzung (Wertschätzung von Spielern durch Führungsspieler ist ein neu eingeführtes Kulturgut beim HSV) versicherte.
        Gestern stand in der MoPo (sicherlich nicht unbedingt eine skrupulöse Postille) zu lesen (bemerkenswerterweise nicht in der B***, die vor kurzem nooch Slomka-Kotau-Berichte veröffentlicht hatte), Slomka aber Demirbay mehrfach gedrängt, sich Slomkas Berater anzuschließen. Sollte das stimmen, wäre das eine wirklich üble Geschichte, die ein ungutes Licht auf Slomka und seine Demirbay-Ausbootung würfe. Ganz nebenbei stellen sich die Fragen, ob die MoPo die erste Instanz war, die von dieser Geschichte erfuhr und wer denn wohl der MoPo diese Geschichte erzählt haben könnte.

        Zum anderen versprach René Adler nach dem Paderborn-Spiel, er werde intern „Roß und Reiter“ nennen. Und er sagte, das Team sei schon wieder in derselben Negativspirale wie im Vorjahr. Montags drauf stellte Slomka Adler zur Disposition, obwohl Adler bis dahin passable Leistungen geboten hatte. Nun gibt es von dem Interview zwei hypothetische Wege zur Ausbootung: 1.Slomka setzte Adler auf die Bank, weil dieser resignativ in einer „self-fulfilling prophecy“ gefangen war und somit mental nicht in der Lage, der Mannschaft Rückhalt zu geben. 2. Oder Slomka hat nicht gefallen, daß und wie Adler intern „Roß und Reiter“ (und wen!) genannt hat, wie er angekündigt hatte und wie es die Aufgabe eines Führungsspielers sein muß. Ist 2. gegeben, dann ist Slomka daran gescheitert, daß er die Führungsspieler verloren hatte, denn ohne deren Kooperation hält sich kein Coach – es sei denn, er kann kurzfristig neue Führungsspieler implementieren.* (Insofern die Frage, ob nicht die Kabinen-Maulwürfe eher Symptom als Ursache sind)

        *Als historisches Beispiel fällt mir der Kargus-Horsmann-Putsch gegen Heinz Höher 1984 ein. Die Vereinsführung schlug sich auf Höhers Seite. Die Spieler wurden suspendiert und Höher zauberte eine Nachwuchsgarde um Stefan Reuter aus dem Hut und stieg auf.

  4. Col. Kurtz 17. September 2014 um 09:13 Uhr

    Das Argument, dass das „verspätete“ Investment zwar zur längsten aber auch unvollständigsten Vorbereitung der HSV Geschichte geführt hat ist natürlich richtig.
    Sollte neben der offensichtlichen Erfolglosigkeit, des fehlenden Systems auch das nun kolportierte Zerwürfnis zwischen Trainer und Mannschaft richtig sein (=> macht den Maulwurf auch sehr plausibel) macht es in der Tat Sinn sofort zu handeln.
    Zinnbauer ist, denke ich, auch die richtige Wahl.
    Vielleicht packt er es wirklich und wird der erfolgreiche Erstliga-Trainer. Dann hat der HSV viel gewonnen (und ich denke Peters wird hinsichtlich der Chancen dessen auch schon seine Hausaufgaben gemacht haben).
    Scheitert er, kann er ohne Schaden wieder ins zweite Glied zurück.
    Zudem behielten alle handelnden Personen ihr Gesicht.
    Er ist zudem auch der Trainer, der am unbeschadetsten aus zwei Auftaktniederlagen rauskommen kann. Sollten sie dann kommen.
    Mich würde es freuen, wenn er es packt. Sollte ein Tuchel später dennoch kommen, ist es zwar nicht so schön für Zinnbauer, aber auch kein Trainsmash.
    Nebenbei bringt Zinnbauer die Emotionalität mit, die Slomka wohl vermissen lies.
    Da wir alle nicht genau wissen, was da intern abläuft / lief, ist für mich entscheidend, was rauskommt. Die Ergebnisse sind zwar derzeit unbefriedigend, aber ich finde wie gesagt, dass alle Personalentscheidungen sind bislang sehr gut gelöst worden sind. Und das wird sich früher oder später auszahlen. Trotz den einen oder anderen medialen Querschlägern.

  5. Thorsten 17. September 2014 um 09:52 Uhr

    Moin, Moin!
    Ich finde, dass bei Deinen Ausführungen zwei Aspekte zu kurz kommen.
    Slomka hat es trotz langer Vorbereitung nicht geschafft, die vorhandenen Spieler ausreichend auf die Saison vorzubereiten. Gerade der Beginn mit einem gedrehten Spiel in Cottbus und einem soliden unentschieden in Köln hätte genutzt werden müssen, um den Spielern Selbstvertrauen zu geben und aufzuzeigen, dass man mit einem Plan und Einsatz eben doch erfolgreich werden kann. Offensichtlich hat er es nicht geschafft, die letzte Saison aus den Köpfen der Mannschaft zu kriegen. Dabei wäre der Start in die neue Saison genau die richtige Zäsur gewesen, bei Null anzufangen.

    In Bezug auf das Spiel gegen Hannover gab‘ es nicht wirklich sieben neue, die völlig sinnfrei ins Team gekommen sind. Drobny war bereits im letzten Jahr dabei, hat die Relegation gespielt und braucht sicher keine Eingewöhnung.

    Jansen, Illicevic, vdv waren verletzt, so dass gerade auf der linken Seite neue eingesetzt werden mussten. Behrami hat bereits die ersten Spiele bestritten, so dass man ihn auch nicht als neu bezeichnen kann.

    Außerdem ist das nach meiner Meinung eine billige Entschuldigung für Slomka. Wenn er meint, dass man nicht alle neuen einfach so bringen kann, weil sie noch zu kurz bei der Mannschaft sind, muss er das gegenüber DB ansprechen. Ich kann mir ehrlich gesagt micht vorstellen, dass solche Argumente auf verschlossene Ohren gestoßen wären.

    Fakt ist, dass es Slomka nicht gelungen ist, die Mannschaft zu stabilisieren. Weder in der letzten, noch in dieser Saison. Und das kann man nicht nur an den Spielern festmachen, sondern muss auch ein Stück weit dem Trainer angelastet werden.

    Und vielleicht ist Zinnbauer genau der richtige. Er hat bei der U23 binnen kurzer Zeit eine schlagkräftige Truppe geformt und gezeigt, dass er Potential hat. Ich bin positiv gespannt.

  6. Mortimer Stan Stock 17. September 2014 um 10:30 Uhr

    Hallo,

    ich stimme zu, dass man Slomka aus rein sportlicher Sicht ein bißchen mehr Zeit hätte geben sollen. Aber so lange ich nicht den Grund für den Rauswurf kenne, maße ich mir nicht an darüber zu urteilen, ob der Schritt richtig war.

    Das Spiel gegen Köln war defensiv sehr stabil, offensiv sehr wenig – aber aus meiner Sicht ein guter Schritt nach vorne.
    Das Spiel gegen Paderborn war ein Deja-Vu der letzten Saison. Vor allem taktisch eine Katastrophe. Die Offensiv- und Defensivreihen waren zu weit auseinander. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Slomka das so eingeübt hat – mit der alten Mannschaft hat er es in dem Spiel nicht geschafft, einen Schritt nach vorne zu machen (trotz guter Vorbereitung).
    Die neu zusammengewürfelte Mannschaft hat schlecht harmoniert (was zu erwarten war). Zwei schnelle Tore von Hannover. Als Hannover einen Gang zurückgeschaltet hat, entwickelte sich ein immer besseres Spiel mit 4 hochkarätigen Chancen.
    Auf dieser Basis hätte man Slomka etwas Zeit lassen können.

    Was er in den drei Spielen nicht gezeigt hat, dass die Mannschaft taktisch gut reagieren kann. Er spielt nur ein Hauptsystem und lässt die Spieler teilweise unterschiedlich abkippen. Er ist aber nicht in der Lage, taktische Systeme im Spiel umzustellen. Das ist moderner Fußball – das muss man heute können (siehe Guardiola, Klopp, Tuchel, Gisdol und Augsburg).

    Ein KG schien am Vorabend noch nicht mit einem Rauswurf zu rechnen, ein Dietmar Beiersdorfer hingegen schon – es war schon auffällig wie er einer Stellungnahme aus dem Weg ging.

    Es scheint also etwas passiert zu sein, was Beiersdorfer dazu veranlasste, diese Entscheidung zu treffen. Ich vermute, dies hatte nicht nur sportliche Gründe.

    Ich schlage vor nicht auf Basis von Spekulationen (die von Mopo und anderen Zeitungen in die Welt gesetzt werden) sich zu echauffieren, so lange die Informationen nicht gesichert oder bestätigt sind. Ich habe das Gefühl, es ist fast schlimmer als letztes Jahr. Letztes Jahr gab es einen Maulwurd und alles was man hörte, war gesichert und alle diskutierten mit. Jetzt wird spekuliert und die Diskussionen sind noch lauter, nur auf völlig vager Basis. Das macht es nicht besser.

    Ich würde gerne darüber diskutieren, was die Spieler für eine Rolle haben. Haben die Spieler gemeutert? Wurde, weil die Spieler nicht funktioniert haben, der Trainer gefeuert? Ist das seit 10 Jahren der Fall? Die Spieler werden immer vom Trainer „befreit“ wenn es bei ihnen nicht läuft? (Etwas provokant gefragt.) Wird es dien Spielern zu einfach gemacht?

  7. splatte 17. September 2014 um 10:36 Uhr

    Hallo Grave,
    erneut eine schöne Auflistung der Fakten.

    Meine Meinung zum Thema „Mutige Entscheidungen“ vor allem von leitenden Angestellten und im speziellen Mirko Slomka ist, dass er am Sonntag gerade eben die einfachste Entscheidung getroffen hat, die alles andere als mutig war.

    Gerade mit den von dir genannten Punkten und dem Wissen, dass eine Mannschaft Zeit brauch um sich einzuspielen, könnte man die Aufstellung vom Sonntag fast schon als Provokation deuten. Exemplarisch dann auch der Zeitpunkt der Gegentore.

    Mutig wäre es meiner Meinung nach von Slomka gewesen, sich auf seine Autorität als Trainer zu berufen und aufzustellen, wie er es für richtig hält. Somit hätte er ein Zeichen an seine Vorgesetzten (und auch die Mannschaft) gesendet.

    Da das Spiel in einer Niederlage endete, hat er mit seiner Entscheidung einen gewissen Anteil an der Entlassung zu diesem frühen Zeitpunkt, denn welcher Spieler hat noch 100% Vertrauen mit Leistung ins Team zu kommen, wenn nur ein Vorgesetzter oder AR laut genug herum posaunen muss wen oder was er am Wochenende auf dem Rasen sehen will?
    Wie soll sich Beiersdorfer schützend vor seinen Trainer treten, wenn jemand behauptet, der träfe keine souveränen Entscheidungen mehr? (Das Drobny-Ding entkräftet das Argument etwas)

    Für mich steht außer Fragen, dass die Äußerungen KMK und Gernandt einen gehörigen Anteil an Slomkas Entlassung haben.

  8. ausgegliedert 17. September 2014 um 12:01 Uhr

    „Warum hat Kühne seine “Starthilfe” nicht mit Beginn der Tätigkeit Beiersdorfers am 09.07. zur Verfügung gestellt, sondern sich einen weiteren Monat bitten lassen? Denn dass er etwas machen würde, war wohl bereits am 25.05., dem Tag der entscheidenden Mitgliederversammlung klar.“

    Diese Frage wird wohl nie beantwortet werden. Falls der neue AR in Absprache mit VV zunächst mal mit weiteren Interessenten sprechen wollte, wäre das für mich prinzipiell nachvollziehbar. Andererseits sitzt mit KG der „Maulwurf“ evtl. (loyal gegenüber seinem Brötchengeber) an höchster Stelle. Brisante Konstellation. Die Anzeichen pro HSV plus gab es auch bereits vor dem 25.05. und Verhandlungen hätten so oder so geführt werden mit Verweis auf das Datum der MV.

    Da die AG nach nunmehr 2 Monaten noch nicht wertbeziffert ist, ist Starthilfe ein wachsweicher Begriff. Die Stadionrechte abzugeben, das hätte imho was gehabt. Eine „Schenkung“ wird u.U. mit niemandem zu machen sein.

    Eben alles Spekulatius, leider.

  9. Heidelberger 17. September 2014 um 13:24 Uhr

    Grave du hast gestern nicht zu viel versprochen – der heutige Blog hat sich mindestens zu 120% gelohnt 😉

    Damit zeigst du mir, dass ich mit meinen gestrigen Gedanken nicht alleine unterwegs bin. Da sich das auch alles nachlesen lässt, werde ich das nicht alles wiederholen, zumal sich unsere Gedanken an dieser stelle decken.

    Von der gestrigen Pressekonferenz bin ich heute mindestens immer noch genauso entsetzt wi