Macht doch einfach mal die Schotten dicht

Es gehört zu den Dingen, die ich nicht verstehen kann, die ich nicht verstehen will. Warum bestimmt die Vereinsführung des HSV nicht einfach mal, dass der Club die Schotten dicht macht? Warum erklärt man nicht via eigene Medien (HSV.de, HSV.total, HSV-Facebook, HSV-Twitter etc.), dass ab sofort nur einmal pro Woche öffentlich trainiert wird? Welchen Benefit hat es für die Mannschaft und für die Fans, dass jeweils zu Wochenbeginn auf HSV.de der aktuelle Trainingsplan veröffentlicht wird, aus dem hervorgeht, dass höchstens das Abschlusstraining vor dem nächsten Pflichtspiel hinter halbdurchsichtigen Planen abgehalten wird, alle weiteren Trainingseinheiten sind frei zugänglich. In Hamburg mittlerweile ein Running-Gag.

Als einigermaßen regelmäßiger „Traingsgänger“ kann ich es halbwegs beurteilen, denke ich – im Grunde hängen dort immer dieselben Gestalten rum, Ausnahme sind die Schulferien und der Saisonauftakt. Ansonsten tummeln sich dort die immer gleichen 20 Pöbel-Rentner (wetterabhängig), maximal 5 Journalisten, die aber die meiste Zeit miteinander labern und dem Trainingsgeschehen ohnehin nicht folgen. Hinzu kommen, ebenfalls saison-abhängig, zwischen 30 und 150 andere Menschen, von denen man eben nicht weiß, was sie dort wirklich wollen – und genau da beginnt das Problem.

Möchte ich als Scout eines anderen Vereins wissen, was in Hamburg in der Woche vor dem Spiel gesondert trainiert wird, möchte ich mir ein Bild von der vermeintlichen Startelf machen, hereinspaziert, eine Gondel ist noch frei. Wir in Hamburg sind so cool, wir haben doch nichts zu verbergen.

Ich kann mich erinnern, dass im Jahre des Herrn 2013 ein gewisser Pep Guardiola in München aufschlug und selbstverständlich die Trainingsgewohnheiten einführte, die er aus Barcelona kannte: Das Volk bleibt draußen und wird einmal die Woche zugelassen, basta.

Ein geradezu paradiesischer Zustand für jeden Bundesliga-Coach könnte sein, was in Spanien und England völlig normal ist, man könnte in Ruhe und ohne Ablenkung mit der Mannschaft arbeiten. Aber zumindest in Hamburg hatten die Götter die Rechnung ohne den damals noch scheinbar mächtigen SC-Wirt gemacht. Bevor in Hamburg auch nur das Pflänzchen der Hoffnung Keime treiben konnte, trat Sittenwächter Bieberstein aka ehem. Abteilungsleiter SC auf den Plan und gab ein donnerndes Interview (bis heute habe ich nicht vertanden, warum eine Zeitung wie die Welt eine Wurst wie Bieberstein interviewen musste, aber bitte..)

„Guardiola wird sich in Deutschland anpassen müssen!“

Die Welt: Können Sie für Guardiolas Maßnahme, einen Sichtschutz am Trainingsplatz zu installieren, Verständnis aufbringen?

Christian Bieberstein (28): Eher nein als ja. Ich kann verstehen, wenn ein Trainer mal eine Einheit unter Ausschluss der Öffentlichkeit abhalten will. Aber grundsätzlich sollten die Leute, auf denen der Fußball fußt, nicht von den Klubs verprellt werden. Wer schon beim Training sich von den Zuschauern entfernt, der treibt die Entfremdung zwischen Fans und Verein voran – noch weiter. Ich kann verstehen, dass es für Spieler manchmal anstrengend ist, aber das ist nun mal Teil ihres Berufs. Für kleine Kinder in den Ferien mal zum Training ihres Klubs gehen zu können, ist für die doch das Größte.

Die Welt: Lassen Sie uns mal ein Szenario entwerfen: Was würde HSV-Trainer Thorsten Fink blühen, wenn er die öffentlichen Trainingseinheiten drastisch reduzieren würde?

Bieberstein: Großer Unmut. Aber wir würden mit Thorsten Fink schon vorher darüber reden. Wir würden ihm klarmachen, dass das gar nicht gut ankommt.

(Die Welt vom 22.07.2013)

Herrgott (dachte ich damals schon), was für ein unfassbarer Schwachsinn. Als Mannschaft entfernt man sich also von den Fans, wenn man sich in Ruhe auf seine Arbeit vorbereiten will? Ich denke, man entfernt sich wesentlich deutlicher von den Fans, wenn man dauerhaft miese Leistungen abliefert.

Es ist ein Teil des Berufs eines Lizenzspielers, wenn er tagtäglich seine Arbeit in einem Aquarium tätigen muss? Absoluter Käse, Bieberstein. Es ist Teil seine Berufs, wenn er alle 14 Tage vor hoffentlich 55.000 Zuschauern Leistung bringen soll. Ich würde mich einmal fragen, wie sich jeder Einzelne fühlen würde, wenn ihm jeden Tag Hundert Leute, die nicht mal ansatzweise verstehen, was er überhaupt macht, bei der Arbeit über die Schulter gucken würden. Ach ja, ich vergass – das „Schmerzensgeld“. Ein Teil der Entlohung eines Bundesliga-Kickers ist das sogenannte „Schmerzensgeld“, welches dafür erbracht wird, dass der Spieler „Schmerzen“, also Interviews, Autogrammstunden, Sponsorentermine und natürlich dauerhaftes, öffentliches Training ertragen muss. Mumpitz³.

Der Gipfel der Genüsse ist dann allerdings der Abschluss-Satz. „Wir“ würden ihm klarmachen, dass das nicht gut ankommt. Für mich klingt das erstens wie eine unverschlüsselte Drohung und zweites frage ich mich, was Bieberstein mit „Wir“ meinte“. Etwa die 120 (von 50.000) SC-Mitlieder, die ihn zum AL gewählt haben? Oder die vertrahlten Opas, die lieber zum Training gehen und auf Spieler pöbeln, deren Namen sie nicht mal kennen, anstatt Mutti bei der Wäsche zu helfen?

Aber nein, wahrscheinlich meinte er die Presse-Kasper, die am Rande in der Runde stehen, sich kollegial abklatschen, obwohl sie sich gegenseitig nicht das Schwarze unter den Fußnägeln gönnen und die während des Trainingsspiels einen Kiebitz fragen müssen, wer denn gerade das Tor geschossen hat.

Herrn Bieberstein selbst habe ich in vier Jahren übrigens noch nie beim Training gesehen!

Im aktuellen goal.com-Interview von Daniel Jovanov hat sich Trainer Felix Magath ebenfalls zum Thema „Trainung unter Ausschluss der Öffentlichkeit“ geäußert:

Was halten Sie von Training unter Ausschluss der Öffentlichkeit?

Magath: Ohne Zuschauer können Sie besser arbeiten. Stellen Sie sich vor, Sie müssen einem Spieler vor tausend Zuschauern einen Fehler erklären. Da stellen Sie ihn doch bloß. Das ist unter Ausschluss der Öffentlichkeit besser, man ist unter sich.

Empfehlen Sie das der Bundesliga?

Magath: Selbstverständlich. Besonders dann, wenn Sie viele junge Spieler unter Vertrag haben, die mit dem Druck der Öffentlichkeit erst mal klarkommen müssen. Vor Publikum können Sie mit den Spielern doch nicht arbeiten. Es geht dabei nicht um den Trainer, sondern um die optimale Entwicklung des Spielers. Und dazu muss man Fehler machen dürfen, ohne dabei zu verkrampfen.

(goal.com vom 29.09.2014)

Ach nö, das ist uns Hamburgern doch egal. Hauptsache, da können ein paar Vögel mit zuviel Tagesfreizeit am Rand des Trainingsplatze stehen und mit ihren Handy-Kameras einfangen, wie Joe Zinnbauer gerade Artjoms Rudnevs faltet – es lebe die Unterhaltung.

Wie man es macht (nicht machen kann), zeigen die erfolgreichen Vereine der Fußball-Bundesliga:

In der Regel lädt Borussia Dortmund zu einem öffentlichen Training pro Woche ein, sofern unter der Woche keine Spiele der UEFA Champions League, im DFB-Pokal oder Testspiele anstehen – also in so genannten nicht englischen Wochen. Die öffentliche Trainingseinheit wird frühestens am Freitagnachmittag der Vorwoche, spätestens am Montag darauf an dieser Stelle kommuniziert. Wir bitten unsere Fans um Verständnis dafür, dass wir u.a. auf Basis der vorherrschenden Temperaturen und der jeweiligen Witterung kurzfristig darüber entscheiden müssen, ob die Spieler nach einer öffentlichen Trainingseinheit Autogramme schreiben.
Wir bitten Sie darüber hinaus um Verständnis dafür, dass Autogramme nur direkt am Trainingsplatz vor der Tribüne geschrieben werden. Beim Verlassen des Geländes mit ihren PKW stehen unsere Spieler schon aufgrund der gerade für kleine Kinder gefährlichen Verkehrssituation für Autogrammwünsche nicht zur Verfügung. (http://www.bvb.de/News/Termine)

In München kann man übrigens beobachten, dass sich Pep Guardiola die weisen Ratschläge der Herrn Bieberstein aber mal so richtig zu Herzen genommen hat. Aus dem Trainingsplan:

01.10. Training Kein öffentliches Training

02.10. Training Kein öffentliches Training
03.10. Training Kein öffentliches Training
05.10. Training  – 11:00 Uhr Training
(http://www.fcbayern.de/de/news/termine/#_termine)
Wie bereits am Anfang erwähnt, verstehe ich nicht, warum in Hamburg nicht möglich sein kann, was in Dortmund, München, Leverkusen etc. völlig normal ist. Wollen wir in Hamburg lieber ein paar Gelangweilten die Chance geben, jeden Morgen den Blutdruck durch Dauergemotze hochzutreiben oder wollen wir Trainer und Mannschaft die Chance geben, professionell zu arbeiten?
Meine Antwort kenne ich bereits.
P.S. Ach ja, lieber HSV. Fragt doch bitte nicht wieder devot bei euren Mitgliedern und Fans, ob ihr das dürft oder ob es erwünscht ist. Macht es einfach! 87% der Mitglieder haben am 25.05. etwas gewählt, was entscheidet und nicht etwas, was sich ständig beugt.
Von | 2014-09-30T08:50:56+02:00 30. September 2014|Allgemein|19 Kommentare

19 Comments

  1. Ole 30. September 2014 um 07:58 Uhr

    Es wäre wirklich wünschenswert das der HSV mal selbständig durchgreift und das macht was sie wollen ! Die Votings Nerven ja total ! Wieviele nicht HSVer haben damals gegen die Reparatur der Uhr gestimmt .
    Villeicht könnte man in den Ferien ein öffentliches Training für die Kinder mehr machen und als kleines event organisieren !
    Für die Medien Affen würde es sehr freuen . Auch so bekommt man mehr Ruhe in den Verein ! Der HSV könnte ja selber vom Training berichten .

  2. André 30. September 2014 um 08:40 Uhr

    Moin Zusammen! Treffendes Thema. Der HSV macht sich das Leben leider selbst immer wieder unnötig schwer. Ich war selbst noch nie bei einem Training dabei, aber wie Grave schreibt scheint der Zuspruch zahlenmäßig überschaubar zu sein. So viele Leute wird man dann wohl nicht verärgern, wenn es nur noch 1x wöchentlich zum öffentlichen Training kommt. Die Rentner müssen dann halt doch mal Muddi bei der Wäsche helfen…. Man hätte die Möglichkeit mit einer kleinen Maßnahme wieder für deutlich mehr Ruhe im und um den Verein zu Sorgen. Neben den von FM angesprochenen Punkten können auch neue taktische Maßnahmen ohne „feindliche“ Beobachtung ausprobiert / einstudiert werden. Aktuell sind wir wie ein offenes Buch! Leider!

  3. Juschu 30. September 2014 um 09:27 Uhr

    Sehe ich genau so wie André, die paar Leute, die sich dann anstatt 4x zuzuschauen 3x eine andere Freizeitbeschäftigung suchen müssen, stehen in keinem Gegensatz zu den Vorteilen, die ein nicht öffentliches Training bringen wird. Und weil die dort anwesende Presse die Eindrücke eh nicht richtig verarbeiten kann, wie es scheint, kann das nur positive Auswirkungen haben – schlimmer kann die Schreibe der Schmierfinken dadurch ja kaum werden. Was mich seit zwei Spieltagen z.B. so nervt ist, dass schon nach der ersten Niederlage der Zinnbauer-Effekt angeblich verpufft sein soll!? Gegenfrage, was genau ist denn der Effekt? Ist es, dass nach einer Trainerentlassung der erwartete/erhoffte Knalleffekt eintritt und sofort alles besser wird oder nicht eigentlich der, dass ein neuer Trainer alte, eingefahrene Strukturen auflöst und eine neue Handschrift erkennen lässt? Und braucht man nicht genau für letzteres mehr als 2-3 Spieltage…? Aber mit Argumenten braucht man der Hamburger Schmuddelwetterpresse ja nicht zu kommen und mangels Talent und Fleiß wird ja eh nur vom anderen abgepaust, Hauptsache man hat jeden Tag einen kleinen Skandal auf Raten….

  4. El_Blindo 30. September 2014 um 09:49 Uhr

    Sehr treffender blog. Kein öffentliches training wäre wirklich sehr hilfreich, vorallem in der jetzigen Situation. Vielleicht wird es besser wenn Knäbel da ist und somit die „Mannschaft“ komplett ist, hoffe ich zumindest. Nach der Lektüre des Interviews mit Magath hatte ich den Eindruck er hat ein anderes Fullham trainiert (nachdem, was ich in der Presse gelesen hatte). Das ist dann die nächste große Baustelle beim HSV, eine richtige Presse-Abteilung. Die ist im Hinblick auf das aufzubauende „Jugendzentrum“ imminent wichtig, sonst könnten Karrieren zu ende geschrieben sein, bevor sie überhaupt begonnen haben.

  5. Harry B 30. September 2014 um 09:54 Uhr

    dass ich nicht lache, sich von den Fans entfernen durch nicht öffentliches Training. Dann müssten in England die Stadien leer sein. Das Gegenteil ist der Fall.
    Liebe Verantwortliche beim HSV: einfach machen. Ihr bestimmt die Richtung. Die Fans werden es verkraften. Das Ergebnis am Wochenende ist entscheidend.

  6. Sven 30. September 2014 um 11:41 Uhr

    Moin,

    das mit dem öffentlichen Training sehe ich genau so. Was FM da gesagt hat, kann richtiger nicht sein.
    Diejenigen, die „Geheimtrainingseinheiten“ auf Teufel komm raus nicht wollen, sollen doch mal bei z.B. einer Bank anfragen, ob die dort beim arbeiten zuschauen dürfen… Ich wüsste sofort, wie die Antwort dort ausfallen würde…

  7. Rostein 30. September 2014 um 11:42 Uhr

    Viel Wahres auch in diesem Blog, Gravesen.
    Man darf gespannt sein, wann und ob „beim HSV“ die von Dir eingeforderte Selbstbesinnung einsetzt. Und um den Blick über den Blog-Zaun zu werfen: Selbstbesinnung wäre auch einem Gremium zu wünschen, das sich einen „Kulturwandel“ auf die Fahnen geschrieben hatte, dem aber nicht vollends zur Genüge nachgekommen ist und damit den Leuten, die die überwältigende Mehrheit nicht mehr in wichtigen Funktionen sehen wollte, in die Karten spielt – den Leuten,die nur auf darauf warten, bald einen Posten im Aufsichtsrat zu ergattern… Respice finem, sagt der Lateiner…
    Auch der Aufsichtsrat als Gremium sollte den Mut haben, untereinander mit Nachdruck zu raten und eine strategische Analyse der vereinsinternen Phalanxen zu unternehmen, um sich gewappnet zu zeigen.

    Auch Jovanovs Interview mit Magath las sich sehr interessant, nicht nur sofern es Überschneidungen mit Deinem heutigen Blog gab. Vielleicht muß man die eine oder andere Meinung, die man über Felix Magath hegt, relativieren und kontextualisieren. Dabei lässt sich ein vieldeutiges Schillern wohl nicht vermeiden, wenn ein Mann, der auf eigenwillige Weise auf der medialen Klaviatur zu spielen weiß, sich über die mediale Verfälschung, Verdrehung oder Verkürzung seiner Arbeitsweise beschwert.

    Wie ist Magaths Image als „Auspresser“ der Spieler für kurzfristigen Erfolg mit seiner Selbstwahrnehmung als langfristig, strategisch arbeitender Trainer/ Manager in Einklang zu bringen?

    Und so verschieden sie sein und so sehr sie einander nicht grün sein mögen, in der Einschätzung, daß die Jugendarbeit in England durch zu viel Geld und zu viel Kurzfristigkeit im Argen liegt, werden sich Felix Magath und Frank Arnesen wohl einig sein.

    Und um den Kreis zu schließen: Ich hoffe, daß Zinnbauer Zeit gegeben und Geduld bewiesen wird, denn die Mannschaft spielt deutlich besser Fußball als lange Zeit in den letzten zwei Jahren. Mögen bald die Ergebnisse erreicht werden, die dieser Verbesserung auch dauerhaften Niederschlag geben, so daß Verein und Mannschaft nicht mehr Treibsand, sondern ein festes Fundament unter den Füßen haben.

  8. Jan B 30. September 2014 um 12:02 Uhr

    Klasse Blog. Hoffentlich lesen HSV Offizielle hier mit und handeln. Ich bin dafür obwohl mein Sohn von der jetzigen Regelung sehr profitiert hat. Aber derzeit trösten ihn die Fotos mit den HSV Spielern wenig. Da musst du schon viel Überzeugungsarbeit leisten, damit er dem Verein die Treue hält.

  9. williwacker 30. September 2014 um 12:28 Uhr

    Mal sehen was der neue Sportchef macht. Ich sehe es genauso wie im Artikel beschrieben.
    Rentner unterstützt lieber eure Ehefrauen, putzt und kocht mal wieder, steigert auch das Selbstvertrauen und von Mutti gibt es dazu noch ein Küsschen. Ich weiß, wovon ich rede. 😉

  10. ky 30. September 2014 um 16:19 Uhr

    Sehr guter Artikel, Grave, mit fundierten Beispielen und guten Zitaten – so geht sauberer Journalismus, Herren Schiller et al.
    Aber ich rede ja auch schon seit Jahren, dass der „Mediendirektor“ des HSV für die wichtigen PKs vor den Spielen extremst überbezahlt ist, weil er ansonsten nix auf die Kette bekommt, siehe Sammer-Affäre, Spodi-Suche, Fink-Misere.
    Vielleicht durfte er damals nicht durch greifen, weil das dem damaligen AR nicht gefiel (und dem durch den AR inthronisierten Vorstandsvorsitzenden und Bürgerschaftsabgeordneten CEJ), aber nun könnte er eigentlich mal anfangen, seinen Job zu machen.
    Aber gezielte Öffentlichkeitsarbeit ist beim HSV seit Jahrzehnten nicht vorhanden, eben auch keine Lobby-Arbeit Richtung DFB/DFL. Erinnert sei hier an die Hoyzer-Affäre oder 9 Spiele Sperre für einen Plastikflaschen-Wurf nach Spielschluß für PG…
    Was meint Ihr, wäre passiert, wenn das den Bayern oder Dortmundern widerfahren wäre?

  11. ausgegliedert 30. September 2014 um 17:15 Uhr

    Seufz…das leidige Thema Pressekonzept und Außendarstellung findet hoffentlich demnächst auch einen fachkundigen Bearbeiter beim HSV.
    Wiese ein Kreuzer noch bei Sky auftreten darf ohne funktionelle Tätigkeit bei vollem Lohn&Brot, paßt in das Dilemma wie Faust aufs Auge. Konsequenzen wird es wohl leider nicht haben, evtl. befürchtet man nach einer Abmahnung/einem fristlosen Rausschmiß wohl noch einen unliebsamen Rosenkrieg vor dem Arbeitsgericht?
    Alles sehr traurig und weit weg von exzellent, leider.

  12. Steppski 30. September 2014 um 18:26 Uhr

    ..das Beste am Geheimtraining: die grenzdebilen Schwachmaten aus dem Matz ab „Blog“ hätten von Sonntag bis Freitag gar keine verwertbaren Erkenntnisse mehr.

    So könnte die Altherrenriege dann zum Pferderennen gehen und ihre gesammelte Inkompetenz dort unter Beweis stellen.

  13. ky 30. September 2014 um 18:39 Uhr

    @Steppski: Mag sein, dass da einige echt „schwierige“ Charaktere dabei sind, aber da ich dort auch poste, und es dort sehr wohl einige, wenige Blogger gibt, die mit Herz und Hirn dabei sind, finde ich es grenzwertig, als „grenzdebiler Schwachmat“ mitpauschalisiert zu werden, nur mal so am Rande. Auch Wortwahl ist ein Indiz für Geisteshaltung…

    • Gravesen 30. September 2014 um 19:08 Uhr

      Bei aller Freundschaft, was in „Schmocks Einöde“ Tag für Tag an gegenseitiger Beleidigung, HSV-Bashing, Dauergepöbel etc. abläuft, hat mit Herz und sonstwas nicht mal ansatzweise etwas zu tun. Egal, ob du der Meinung bist, dort schreiben zu müssen oder nicht, die Typen sind zu 99% komplett daneben.
      Wie man sich als halbwegs intelligenter Mensch unter diesen depressiven Baumschülern wohlfühlen kann, bleibt mir ein Rätsel.

  14. Goldfather 30. September 2014 um 20:29 Uhr

    Der Blog bringt es auf den Punkt. Vor allem wenn man sich vorstellt, dass die Spieler des HSV demnächst zu unkonventionellen Trainingsmethoden übergehen müssen, um ihre Defizite gegenüber den anderen Clubs der Liga auszugleichen.
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    Ich kann mich noch gut daran erinnern, als Klinsmann mit neuen Methoden den DFB aufmischte und einen US- Trainer einstellte der „exotische“ Übungen mit Gummibändern durchführen ließ. Dass Klinsmann mit eben jenen Gummibändern das Fundament für den Titel 2014 legte wird den wenigsten Lächlern von damals bewußt sein.
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    Klinsmann nutze Methoden die in den US-amerikanischen Profiligen des Footballs, Basketballs und Eishockeys bereits damals gängig waren und machte den Verbandsbossen des DFB klar, dass die bisherigen Strukturen und Methoden Asbach sind, was nicht bedeutet, dass sich nicht durchaus sehr viel Wertvolles darunter befindet.
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    Wie sollte ein U23 Spieler des HSV, der gerade frisch aus der relativen Einsamkeit seines Amateurdaseins in den Profikader geschlüpft ist, sich auf die wesentlichen Inhalte filigraner Koordinationsübungen konzentrieren können, wenn wenige Meter weiter lachende, pöbelnde und johlende Pseudoexperten ihren Senf zu jeder Bewegung hinzugeben?
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    Zudem beweist das regelmäßige öffentliche Training die wissenschaftliche Bankrotterklärung des HSV, wenn es darum geht innovativ zu sein und neue Dinge auszuprobieren, um dem Gegner mehr als einen Schritt vorraus zu sein. Es herrscht die Vorstellung vor, dass es keine Geheimnisse gibt und alle Trainer mehr oder weniger das Gleiche machen würden.
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    Das ist grundfalsch!!!!!
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    Der Qualitative Unterschied der Bundesligamannschaften entsteht nicht nur über das Geld, welches am Transfermarkt gelassen wird, sondern vor allem auch darin wie während der Woche gearbeitet wird. Ich erhoffe mir von Bernhardt Peters, dass er mit Zinnbauer dahingehend kommuniziert und ihm klar macht, dass eine erfolgreiche Bundesligatruppe etwas anderes als ein Rennpferd ist, welches oberflächlich betrachtet nur seine Kilometer abreißen muß, um im nächsten Rennen erfolgreich zu sein.
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    Ändert der HSV diese Form des öffentlichen Trainings nicht dann beweißt der Club, dass er keine Ahnung hat von dem was in Barcelona, Amsterdam oder München läuft, da dort Erkenntnisse, echtes Fachwissen, das über Jahrzehnte gewachsen ist, systematisch zum Einsatz kommt und ständig weiter entwickelt wird.
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    Bernhardt Peters ist nicht die Generallösung für die Zukunft des HSV aber er könnte so etwas sein wie der Begründer einer Clubphilosophie die das Fundament für eine systematische Erforschung fußballrelevanter Trainingsformen darstellt, so dass in der Zukunft auf einem Wissensschatz aufgebaut werden kann, der dem HSV einen Wettbewerbsvorteil bei der Ausbildung junger Spieler sowie der Formung von Profiteams bietet.
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    Im übrigen ist eine verschuldete mittelständische AG, die sich öffentlich in den Kochtopf schauen lässt, nicht im Ansatz attraktiv für einen milliardenschweren Investor, der es gewohnt ist mit einer Sicherheits- und Abschirmungsabteilung zu arbeiten, die staatlichen Institutionen auf diesem Gebiet oftmals das Wasser reichen kann.

  15. menke 30. September 2014 um 20:55 Uhr

    Ich habe mir eben noch mal den Artikel mit dem Bieberstein oder wie der Vogel heißt reingezogen….
    Also mehr Sozi-Fanbase-Kolchose geht nun wirklich nicht, jeder Trainer der in Hamburg anheuert muß doch mit dem Klammerbeutel gepudert sein um unter solchen öffentlichen Bedingungen arbeiten zu wollen.Ich frage mich allen ernstes was in solchen Köpfen vorgeht, vor allem was sie (Bieberdingens) wollen…einen HSV der erfolgreich arbeitet oder einen HSV der ein Showtraining nach dem anderen produziert und nichts auf die Kette kriegt…Halleluja, manche wollen es nicht raffen…
    Jetzt mal angenommen Zinnbauer ist wirklich der Motivator a la Daum (ohne weiße Nase, versteht sich) vor dem Herrn und pusht die Jungs in ihren kurzen Hosen aber mal so richtig im Training…Die Hälfte der Zuschauer fühlt sich in ihre Brausejahre zurückversetzt als Zebec oder unser aller Ernst noch was zu sagen hatten…die andere Hälfte popelt verstohlen in der Nase und beklagt dass man ja sooooooooo nicht mit den Spielern umzugehen hat…
    Ich habe heute im Radio gehört dass laut WWF weltweit fast alle Murmeltiere ausgestorben sind…nur in Hamburg scheint es meines Erachtens noch ein Exemplar zu geben, es ist dasselbe welches jeden Herbst einen neuen Trainer beim HSV begrüßt und auch dasselbe welches immer noch meint dass wir beim HSV immer so weiter machen können wie vorher.O-Ton Murmeltier: „et hatt ja noch immer jutt jejange…..“
    Pass mal auf Murmeltier-Buddy…geh in dein Nirvana, ich hab keinen Bock mehr auf Business as usual…ich will endlich Strukturveränderungen beim HSV, wir stehen unten und wir brauchen kein Klatschvieh beim Training, also bis auf weiteres Geheimtraining ohne die Kukident-Öffentlichkeit,ich will es nicht irgendwann-ich will es jetzt, also pronto, move your popo….
    Menke

  16. Jürgen Karl 1. Oktober 2014 um 09:21 Uhr

    Bei seinem favorisierten Sänger oder seiner Lieblingsband darf man ja auch nicht bei jeder Probe dabei sein…

    Der HSV sollte doch auch den Weg einschlagen und sein öffentliches Training in der Richtung gestalten, wie es die erfolgreicheren Vereine der Liga gestalten.

  17. Steppski 1. Oktober 2014 um 22:02 Uhr

    @ky

    Sorry! Das wollte ich nicht.

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