Was macht eigentlich……Stefan de Vrij?

Stefan de Vrij (22), niederländischer Nationalspieler (23 Länderspiele, 2 Tore)

Im Moment macht de Vrij das, wofür er bezahlt wird, er spielt Fußball. In Rom, nicht in Hamburg. Bisher war er für Lazio in 9 Liga-Spielen aktiv, erzielte aber keinen Treffer.

Warum ich das frage? Nun, der Spieler war sich im Sommer des Jahres 2014 ja bekanntlich nahezu einig mit dem HSV, deutlich bekannt ist immer noch das Treffen zwischen Dietmar Beiersdorfer und dem Sohn von Huub Stevens (beide in zivil) an der Alster. Okay, einen Beweis für Verhandlungen gibt es nach wie vor nicht, aber – was soll’s? In den heutigen Zeiten, in denen tagtäglich festangestellte Redakteure bei bedeutenden Zeitschriften (Stern, Geo, Brigitte) ihren Hut nehmen müssen, muss man halt zu unpopulären Mitteln greifen, sonst wird die Luft dünn und dünner.

Ich habe mich eigentlich die ganze Zeit gefragt, wie man diese Herren eigentlich erkannt haben möchte. Okay, Dukaten-Didi erkennt man notfalls daran, dass ihm ein Bündel Dollarnoten aus der Hosentasche hängt, aber Stevens? Man weiß es nicht.

Betrachte ich einmal die Daten des Spielers bei Transfermarkt.de, so kann ich erkennen, dass Lazio Rom im Sommer € 8,5 Mio Richtung Rotterdam überwiesen hat, aber das kann eigentlich kein Grund sein. Ein Verein, der für Pierre-Michel Lasogga die gleiche Summer hinblättert, kann doch zusätzlich noch einen 45. Innenverteidiger dieser Preisklasse vertragen.

http://www.transfermarkt.de/stefan-de-vrij/transfers/spieler/111196

Dennoch, dieses Treffen hat stattgefunden, so unsinnig es auch sein mag. Da bin ich ganz sicher und ich vertraue dabei auf die Aufklärung durch „Herrn Scholz“, der Meister der Facebook-Freundschaftsanfrage wird liefern, kein Zweifel. Muss er ja auch, denn wie stünde er als Journalist denn da, wenn auch die nächsten 4 Monate außer Ankündigungen nichts passiert?

Die eigenen Gefolgsleute sind trotzdem bestens gebrieft, denn selbst die höflichste Nachfrage, so berechtigt sie auch sein mag, wird von den gängigen Schmock-Hooligans weggebissen. „Langsam nervt es“, ist noch die freundlichste Form, mit der ein Nachfrager in seine Schranken verwiesen wird.

Im Grunde haben sie aber recht, denn es nervt wirklich. Nicht die eigentlich Nachfrage, denn die muss sein. Im Internet-Zeitalter kann man einen Leserbrief nicht mehr so einfach in die Ablage rund feuern, das geht nicht mehr. Verdammt aber auch.

Dabei wissen die Blog-Prätorianer selbst, dass ihr Halbgott in Gel in der Bringschuld ist. Aber als bekennender Einödler gibt man dann den Hafas-mäßigen Blog-Schäferhund, der zwar kaum seinen eigenen Namen fehlerfrei buchstabieren kann, dafür aber seine einzige Existenzberechtigung bis zum letzten Blutstropfen verteidigt. Goldig 🙂

4 Monate sind nur vergangen (13.07.2014) und ich könnte die in großen Lettern verfasste Zornesschrift immer wieder lesen, war einfach zu schön.

By the way – aus dem Bewilligungs-Ausschuss des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg ist zu erfahren, dass man plant, die „verdächtige“ Parkbank an der Außenalster in Zukunft „Stefan de Vrij-Gedächnisbank“ zu benennen, eine wirklich liebevolle Geste der Hamburger Lokalpolitik.

Vielleicht gibt diese Maßnahme ja den letzten Schub. Ich warte weiter 🙂

Auffällig finde ich übrigens, wie ausgesprochen sportlich man in „Schmocks Einöde“ seit einigen Wochen daherkommt. Kein Wort in Richtung vereinspolitische Themen, keine Silbe zu Campus-Betrug, zu e.V. Präsidentschafts-Belustigung, nichts zum Thema Beirat. Einzig müde Trainingsberichte und Interviews, die schon Stunden zuvor durch’s Internet geisterten gibt’s zu konsumieren, aber für einen Chat, der zu 98% von geistigen Müllmännern bewohnt wird, reicht eben sogar das, hoch lebe die Seichtheit.

Wenn aber Tendenzen nicht mehr zu ignorieren sind, wie beispielsweise die Tatsache, dass HSVPLUS nicht mehr zu verhindern sein wird, dann springt man auf den letzten Zug auf und rühmt sich anschließend, Teil einer Bewegung gewesen zu sein. Für Menschen mit Hirn einfach albern, für alle anderen wird es auch weiterhin heißen:

„Wir brauchen die, die schreiben uns alle 2 Wochen das Stadion voll“

Dümmer geht’s nimmer.

Von | 2014-11-08T09:05:55+01:00 8. November 2014|Allgemein|5 Kommentare

5 Comments

  1. Sassen 8. November 2014 um 10:18 Uhr

    da schmeckt das frühstücksvrij doch nochmal so gut.

  2. Juschu 8. November 2014 um 10:41 Uhr

    98%, sehr versönlich! Da soll mal einer sagen, du pöbelst nur… 😀

  3. Kategorie HSV 8. November 2014 um 11:49 Uhr

    Moin
    Am 23. Oktober 2014 schrieb Scholle:
    Zitat Anfang:

    „P.S.: Und für alle, die auf Aufklärung im Fall de Vrij warten – wie wiederholt versprochen: sie kommt. Warum ich das schreibe? Weil ich heute den maßgeblichen Termin zugesagt bekommen habe.“

    Zitat Ende

    Das war, wenn ich mich recht entsinne,das letzte was er zu diesem Thema von sich gegeben hat. Nachdem man schon Wochen auf Aufklärung wartet, kommt diese Ansage. Erwartet habe ich natürlich nix, doch dachte ich, dass nach der Ansage jetzt wohl endlich in ein paar Tagen die erwartete Aufklärung stattfinden würde. Doch Pustekuchen anstatt Schollenfilet.
    Es ist ja mittlerweile mehr als offensichtlich, dass versucht wird, etwas zu konstruieren. Es gibt schließlich überhaupt keinen Grund, warum man die Beweise nicht mal auf den Tischen legen könnte, AUßER man hat keine.

    Frage mich langsam, ob dieser Termin auch nur ne Ausrede war um Zeit zu gewinnen? Noch besser,es gab den Termin und diese Person will das Spielchen nicht mitspielen. Vielleicht, weil sie ehrlich ist?
    Auf Grund der Zeit und den Ansagen, den nix aber auch gar nix folgte bisher, ist mir es langsam auch egal, was er, wenn er es machen sollte, für Beweise bringt. Ist dann doch eh alles konstruiert nach so langer Zeit.
    Für mich hat er sich das Eigentor schlecht hin geschossen

    Ich hoffe Du bleibst am Ball Grave, damit seine Taktik auf Zeit zu spielen und das Vergessen einzuläuten nicht aufgeht.

    Erstmal ein schönes Wochenende Euch allen und auf ein tolles Spiel morgen, wo ich hoffe das unsere Jungs morgen was holen. Wird zwar verdammt schwer, aber morgen Wird HW sein 300. Bulispiel bestreiten und ich würde ihm sehr gönnen, wenn er morgen zum “ Match Winner“ wird.

  4. Kategorie HSV 8. November 2014 um 12:02 Uhr

    Zu Matzen 10
    ich liebe diese Typen, die im Internet immer so ein großes Maul haben. Möchte den mal sehen, wenn er Dir ins Gesicht schaut, was dann heraus käme, lach.
    Das ist nur ne Pussy.

  5. Gravesen 8. November 2014 um 12:37 Uhr

    Sowas kommt dann dabei raus, wenn Hausmeister wählen dürfen…

    Kieler HSV-Fan sagt:
    8. November 2014 um 12:32

    @ Reinhard1954,
    .
    Ich halte weder Herrn Meier noch Herrn Rieckhoff für schuldig am Untergang des HSV’s.
    Dann können wir auch Herrn Otto mit ins Boot nehmen. Diese 3 Herren standen für Veränderungen!
    Sie wollten etwas bewegen und hatten leider (!) auch nur eine von 12 Stimmen im Aufsichtsrat.
    Die Karre wurde von ganz Anderen in den Dreck geschoben.

    Natürlich nicht, wie könnte „König Otto“ denn an irgendwas Schuld haben. Der stand doch all die Jahre für Veränderung. Und Hafenmeier erst recht. Ne, das waren Ertel und Hunke, die hatten jeweils 4 Stimmen im Aufsichtsrat und haben die Karre in den Dreck geschoben.

    Man möchte zusammenbrechen, wenn es nicht traurig wäre..

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