Länderspielpausen-Splitter…

Ich bin ganz ehrlich, mir fällt nicht mehr viel zu diesem HSV ein. Im Grunde ist alles mehrfach geschrieben, tausendfach analysiert, vielfach kritisiert. Man hat den 64. Präsidenten/Vorstand, den 91. Sportchef und den 212. Trainer. Alle kamen sie mit riesigen Vorschuss-Lorbeeren und alle gingen sie mit Schimpf und Schande und, ohne Erfolg, aber mit vollen Taschen.

Deshalb heute an dieser Stelle ein paar Splitter, die mir in die Hände gefallen sind, vielleicht werde ich sie im Laufe des Tages ergänzen, immerhin ist sich dieser Verein für keine Peinlichkeit zu schade.

Um Gottes Willen…

[..] „Die beiden Trainingseinheiten vor dem Wolfsburg- Spiel seien die besten unter seiner Regie gewesen, sagt er, man arbeite ja grundsätzlich sehr viel im offensiven Bereich…“ (Abendblatt..de)

 


Schön ist aber auch der hier:

[…] „Der freie Tag ist gestrichen, wir werden das Spiel am Dienstag aufarbeiten und direkt im Anschluss den Fokus auf die nächste Partie am 23. November um 15.30 Uhr legen“, kündigte der 46-Jährige an…“ (HSV.de)

Josef Zinnbauer, geb. 01.05.1970

Rechnen können sie also auch nicht…

 

[..] „Dazu gehört, dass sich die Profis selbst Noten für ihren Auftritt geben sollen, wohlgemerkt aber vor Beginn der Analyse…

Ich sehe bereits jetzt die Schlagzeilen am Tag nach Zinngrubers Entlassung.

Valon Behrami: „Ich kam mir vor wie in der Grundschule“

Dennis Diekmeier: „Zuerst wusste ich gar nicht, was er von uns wollte..“

Tolgay Arslan: „Ein wenig langweilig war es ja, aber das war es in der 3. Klasse der Grundschule auch..“

t.b.c.

 

 

 

Von | 2014-11-11T08:23:55+01:00 11. November 2014|Allgemein|12 Kommentare

12 Comments

  1. Flensburger 1977 11. November 2014 um 08:36 Uhr

    Ich bin mittlerweile der Meinung, dass es nichts mehr bringt sich über das ganze drumherum zu Ärgern!
    Klar kann man schreiben,dass sich die Trainer die Taschen voll machen und dann gehen .. aber warum sollten Die das nicht tun? Trainer sein ist auch ein harter Job… und in mir keimt der Verdacht auf, dass es beim HSV besonders heftig zu sein scheint. Die Trainer dieser Welt machen üben diesen Beruf auch als Broterwerb aus. Also ist da nix verwerfliches dran. Wer weiss schon was den einzelnen Personen vor Amtsantritt alles versprochen wurde? Vielleicht besitzen die Spieler einfach nicht die nötige Spielintelligenz um das um zu setzen, was ein Fink oder Slomka von der Truppe verlangt. Hier ist der Vorstand Sport gefragt, die Mannschaft so zusammen zu stellen das ein erfolgreiches langfristiges System umgesetzt werden kann. Ich bezweifel dass, so etwas mit einem Diekmeier oder einem VDV im Jahr 2014 gelingt.
    Über die Führungsetage kann man eh den Kopf schütteln.. also was solls? wir hatten schon soviele Länderspielpausen .. genützt hat es nichts. Nicht aufregen 🙂

  2. Jan 11. November 2014 um 08:46 Uhr

    Grave, bitte nicht falsch verstehen, denn es nicht böse gemeint: Dieser Blog-Eintrag zeigt wunderbar das Dilemma des Sportjournalismus, ganz egal ob bei einer der großen Zeitungen oder eben in einem etablierten Blog wie diesem hier. Du schreibst: „Ich bin ganz ehrlich, mir fällt nicht mehr viel zu diesem HSV ein. Im Grunde ist alles mehrfach geschrieben, tausendfach analysiert, vielfach kritisiert.“ – und dann kommt doch etwas, weil Du möchtest ja einen Beitrag veröffentlichen, und Deine Leser (mich eingeschlossen) erwarten, dass es jeden Morgen etwas Neues gibt. Und so wird dann etwas verbloggt und kommentiert und gefacebooket und geliked… obwohl es gar nichts zu sagen gäbe.

    Immerhin hast Du nicht den Druck, jeden Tag eine festgelegte Zeilen- oder Seitenanzahl mit HSV-„News“ zu füllen, obwohl es nichts zu sagen gibt… Aber wundert es da noch jemanden, dass in der Presse gierig nach jedem halben Satz eines Spielers, Sportdirektors oder Aufsichtratmitglieds gegriffen wird, den man dann zu einer „Geschichte“ hochschreiben kann?

    • Gravesen 11. November 2014 um 08:51 Uhr

      Nein, verwundert nicht. Jedenfalls mich nicht, weil ich das Geschäft kenne. Dennoch nehme ich mir in meinem Blog die Freiheit, mich mittlerweile über einen Verein lustig zu machen, der sich selbst seit Jahren im Weg steht, der sich blockiert und sich selbst der Lächerlichkeit preisgibt.

      Wenn ich mir vorstelle, wie viele Mitarbeiter dort in der Kommunikations-Abteilung „arbeiten“ und dann sehe, dass die nicht mal der Alter des eigenen Trainers korrekt wiedergeben können, dann kann ich mir ausmalen, wie dort an anderen Stelle „gearbeitet“ wird.

      • Flensburger 1977 11. November 2014 um 09:32 Uhr

        Wird dieser Block eigentlich von der HSV Führung gelesen?
        Der Maz Block ist meiner Meinung nach zu soft.. oder was schlimmer wäre… der darf nicht anders schreiben…

        • Gravesen 11. November 2014 um 09:37 Uhr

          Ja, wird er.“Schmocks Einöde“ ist nicht zu soft, sondern zu uninspiriert, zu faul, zu Umsatz-fixiert und mittlerweile inhaltlich überflüssig. Natürlich „darf“ man als Journalist anders schreiben, das siehst du doch immer dann, wenn einer der Würdenträger gefeuert wurde. Dann wird gehetzt und zerrissen, dass es eine Freude ist. Ansonsten liest du dort nur lahme Geschichten, die man bereits Stunden zuvor im Netz lesen konnte.

          Aber – der Blog selbst ist inzwischen hochgradig unmaßgeblich geworden, es geht um den Kommentarbereich. Dort wird geklickt und das bringt dem Verlag Werbegelder. Was oben steht, interessiert keine Sau mehr.

  3. Ligature 11. November 2014 um 09:38 Uhr

    Ein guter Blog-Beitrag. Danke. Mein Resumé:

    Was auf dem Platz geschieht, ist erstens vom Kader, zweitens vom Trainer und drittens vom Gegner abhängig. Glück und Pech dagegen verteilen sich über mehrere (!) Saisons betrachtet einigermaßen gleich. Auf den HSV bezogen heißt das:

    1. Der Kader ist unausgewogen – eine Verteidigung, die effektiv abräumt, aber kaum Qualitäten im Spielaufbau hat, ein Mittelfeld, das junge und schnelle Spieler um einen alternden Kapitän gruppiert, ein Sturm, der alleine steht.

    2. Der Trainer ist noch Bundesliga-unerfahren.

    3. Die Gegner haben in den vergangenen Jahren nahezu alle ihre Hausaufgaben gemacht, was Ausbildung in Sachen Jugend, Technik und Taktik betrifft. Der HSV nicht. Und wenn jetzt der HSV beginnt, endlich auch seine zu machen, heißt das nicht, dass die anderen damit aufgehört hätten.

    Und so lautet das Fazit: Es muss nochmals der Kader verändert werden. Nur: Woher nehmen ?

    Ps. Ein Lichtblick: Die baldige Rückkehr von Beister.

  4. arvama 12. November 2014 um 20:21 Uhr

    Passend zur Länderspielpause:

    Wie DFB, Medien und „Die Mannschaft“ auf einen Fake hereinfielen

    http://www.bildblog.de/61925/wie-dfb-medien-und-die-mannschaft-auf-einen-fake-hereinfielen/

  5. ww1958 12. November 2014 um 21:13 Uhr

    Seit dem Abschiedsspiel von Uwe Seeler gehe ich regelmäßig ins Stadion. Es reicht. Die Stehplatzdauerkarte 2014/15 war meine letzte.

Die Kommentarfunktion wurde geschlossen.

Unser Archiv