….mit der Bitte um Aufklärung

Sehr geehrter Herr Beiersdorfer (Vorstandsvorsitzender HSV AG),

sehr geehrter Herr Hilke (Vorstand Kommunikation HSV AG),

sehr geehrter Herr Knäbel (Direktor Profi Fußball HSV AG),

sehr geehrter Herr Wolf (Mediendirektor HSV AG),

 

ich habe eine Frage und ich hoffe, Sie können mir bei der Beantwortung behilflich sein. Für Ihre Mühen bedanken ich mich bereits jetzt.

Welche Bedeutung haben nach ihrer Definition die Begriffe „geheim“ und „unter Auschluss der Öffentlichkeit“? 

Ich frage deshalb, weil sich Ihre Definition offenkundig von der meinen grundlegend unterscheidet und ich würde gern wissen, warum das so ist.

Vielleicht sollte ich den Grund für meine Anfrage noch ein wenig präzisieren.

Auf ihrer Website HSV.de veröffentlichen Sie regelmäßig die Trainingszeiten der Bundesliga-Mannschaft und der U23, die ja bekanntlich seit einiger Zeit wieder an der Arena trainiert. Von Zeit zu Zeit fällt dann ein besonderer Passus auf, der bei mir für Verwirrung sorgt.

14.11. Nichtöffentliches Training

22.11. Nichtöffentliches Abschlusstraining

Ich weiß ja nicht, wie das für Sie klingt, aber in meiner altmodischen Vorstellung klingt das einigermaßen eindeutig. „Nicht öffentlich“ bedeutet: Nicht für die Öffentlichkeit. Und in meiner Vorstellung bedeutet der Begriff „Öffentlichkeit“ dann halt jeder, der nicht unmittelbar mit dem Geschehen zu tun hat bzw. haben soll.

Im Falle des Trainings einer professionellen Fußballmannschaft bedeutet dies wohl, dass niemand außer den Spielern, den Trainern, den Medizinern und eventuell dem Sportchef Zeuge des Geschehens sind sollte. „Öffentlichkeit“ beinhaltet doch eigentlich auch sämtliche Medienvertreter, oder irre ich an dieser Stelle.

Bitte helfen Sie mir, weil ich es einfach nicht verstehe.

Warum nenne ich etwas „nicht öffentlich“, wenn ich bereits im Vorfeld weiß, dass dieses „nicht öffentliche Training“ alles andere als „nicht öffentlich“ sein wird? Wenn ich doch weiß, dass die Kollegen von Mopo, Abendblatt und Co. vom „nicht öffentlichen“ Training twittern und berichten, was das Zeug hält, warum nenne ich es dann „nicht öffentlich“? Ich verstehe es nicht.

Oder möchten sie nur die handelsüblichen Trainingskiebitze abschrecken? Damit die nicht mitbekommen, wie oft Rudnevs übers Tor geballert oder an welchem Sprunggelenk sich Stieber verletzt hat?

Ich verraten Ihnen ein Geheimnis, man kann jede Handbewegung von „Magic Joe“ Zinnbauer in Echtzeit bei Twitter nachlesen, kein Witz.

Aber, ich nehme an, dass wissen Sie längst, Sie sind ja nicht blöd. Denn immerhin twittert auch der Hamburger Sportverein selbst live und in Farbe von den nicht öffentlichen bzw. geheimen Einheiten. Spätestens an dieser Stelle habe ich irgendwann einmal angefangen, mich verarscht zu fühlen und ich will Ihnen auch gern erklären, warum.

Schauen Sie, ich habe da so einen kleinen, unwichtigen Blog, den kaum jemand kennt und im Grunde niemand liest und dennoch könnte selbst ich an den sogenannten „nicht öffentlichen“ Tagen raus nach St. Ellingen fahren, mich auf einen Hügel setzen, mir ein Loch in die Plane bohren oder mich an einen Baum krallen. Dann könnte ich all das „nicht Öffentliche“ beobachten und meinen wenigen Lesern davon berichten.

Warum mache ich das nicht? Nun, das möchte ich Ihnen erklären. Wenn mir jemand mitteilt, dass etwas „nicht öffentlich“ ist, dann bedeutet das für mich, dass ich mich raushalte. Ich habe dann dort nichts verloren und ich verzichte dann lieber auf die Information meiner 12 Leser, als gegen die von Ihnen aufgestellten Regeln zu verstoßen. Außerdem hat es doch bestimmt einen Grund, warum sie etwas als „nicht öffentlich“ oder sogar „geheim“ einstufen, oder etwa nicht?

Ich jedenfalls gehe davon aus, dass ich meinem Verein in irgendeiner Form schaden könnte, sollte ich gegen die aufgestellte Regel „nicht öffentlich“ verstoßen und das möchte ich natürlich nicht.

Andere scheinen das etwas anders zu empfinden, sie machen sich einen Spaß und teilweise einen Sport daraus, gegen Ihre Regeln, lieber Herr Beiersdorfer, zu verstoßen, aber das scheint Sie nicht zu stören.

Wenn es Sie allerdings nicht stört, frage ich mich, warum Sie (oder Ihre Mitarbeiter) diese Einheiten als „nicht öffentlich“ einstufen?

Ich weiß, was jetzt kommen wird.“

Das Trainingsgelände an der Imtech-Arena lässt zur Zeit einen kompletten Ausschluss der Öffentlichkeit nicht zu“

Schauen Sie, da hätte ich einen Tipp für Sie. Möchten Sie ein Trainingsspiel wie gestern gegen Braunschweig tatsächlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit absolvieren, dann spielen Sie doch einfach woanders. Ich habe beispielsweise gehört, dass sich auf dem Trainingsgelände in Ochsenzoll tatsächlich mehrere Fußballplätze befinden sollen. Alternativ wäre da noch der Platz vom SC Viktoria zu nennen und wahrscheinlich 50 andere Spielflächen dazu.

Kein Schwein (und eben auch keine Pressekasper) würde davon Wind bekommen und man könnte das, was den eigentlichen Sinn einer Trainingseinheit „unter Ausschluss der Öffentlichkeit“ ausmacht, tatsächlich vollziehen. Machen Sie aber aber nicht und wüsste gern den Grund dafür?

Sie, sehr geehrter Herr Knäbel, haben sich vor einigen Wochen eine Stunde Zeit genommen, um mit mir über ihre Aufgaben zu reden. Ein Satz blieb bei mir besonders haften, sie sagten sinngemäß:

„Eigentlich können wir ja eine DVD von unserem Abschlusstraining an den nächsten Gegner schicken, das gefällt mir nicht“

Jetzt frage ich mich, warum Sie nichts dagegen unternehmen, wenn es Ihnen nicht gefällt und wenn es offenbar Ihrer Meinung nach einen Wettbewerbsnachteil bedeutet.

Kann es sein, dass der Verein „noch nicht so weit ist“ ? Kann es sein, dass man zwar die zahlenden Fans auszusperren versucht, es sich mit der hiesigen Presse jedoch nicht verderben möchte? Irgendeinen Grund muss es doch geben und den würde ich gern erfahren.

Von mir aus können Sie jedes Training öffentlich oder jedes Training unter Ausschluss abhalten, mir ist das vollkommen egal. Egal ist mir aber nicht, wenn man mich verarschen möchte.

Mit sportlichem Gruß

Mitglied 3205525

 

P.S. Die Gipfel beim Kommentiere der Entscheidung der Ethik-Kommission bzgl. der WM-Vergaben an Russland und Katar schossen mal wieder „meine“ Australier ab 🙂

 

Sydney Morning Herald: „Warte mal, Sepp, ich glaube, ich habe Ethik gefunden, hier, hinter dem Regal! Ach nein, doch nicht, es war nur ein altes Sandwich. Vielleicht unten hinter der Couch? Schau mal nach, irgendwo muss doch ein bisschen Ethik zu finden sein.“

 

Von | 2014-11-15T09:08:55+01:00 15. November 2014|Allgemein|15 Kommentare

15 Comments

  1. Oberberger 15. November 2014 um 10:10 Uhr

    Sehr seltsam, dass man noch immer kein Mittel gegen den gemeinen Planenbohrer oder die norddeutsche Baumratte gefunden hat.
    Im Tierreich nennt man die Duldung solch ungewöhnlichen Untermieter zum beiderseitigen Vorteil „Symbiose“.
    Da wirft sich für mich logischerweise die Frage nach dem Nutzen dieser Lebensgemeinschaft auf. Entweder die Tierchen drohen mir mein Nest dermaßen zu verwüsten und zu verpesten wenn ich sie rausschmeiße, dass ich sie lieber dulde, oder Sie haben mir ein Angebot gemacht das ich nicht ablehnen konnte.

    Wenn der BVB oder der FC Bayern geheim trainieren wollen, dann sind die Schotten definitiv dicht. Die haben aber auch ein anderes (und clevereres) Pressemanagement.

  2. Jorgo 15. November 2014 um 10:17 Uhr

    Der interessierte HSV-Freund, der HSV-Ultra und die Karo einfach Trainingskiebitze sind alle gleich.
    Nur ausgewählte Medienvertreter sind „gleicher“ Die dürfen dann live twittern. Über die Antwort von Herrn Knäbel freue ich mich besonders!

    Grave, ich wundere mich immer wieder, nein ich bewundere Deine Hartnäckigkeit immer wieder den Finger in die Wunde zu legen. Ich habe mich in den letzten Wochen abgewendet. Vom geliebten HSV. Nur dieser Blog lässt mich immer noch einmal umdrehen, weil die Hoffnung etwas Positives über meinen HSV zu finden, nicht aus meinem Kopf verschwinden will.

    Hau rein Uli.

  3. Hardy Erdmann 15. November 2014 um 10:52 Uhr

    Moin Grave….natürlich hast Du damit Recht. Und doch ist es nur ein Beleg dafür das bei den Verantwortlichen solche Dinge wie „kein öffentliches Training „ eher Lippenbekenntnissen gleichen.
    Wenn ich Begrifflichkeiten auf die Homepage stelle sind die auch erst durch Taten zum Leben erweckt, bis dahin sind es nur Worte.
    Nehme ich dann noch Sätze hinzu die in etwa lauten „ Wir sind noch nicht so weit“…stelle ich mir die Frage, wofür noch nicht so weit? Liegen dort so viele Brandsätze versteckt die dem HSV um die Ohren fliegen würden, das sie Angst haben den HSV ganz klar und unmissverständlich gegenüber der Öffentlichkeit abzugrenzen? Am Geld kann es ja nicht liegen, erst mal ist keines da und es kostet auch nichts eine ganz klare Ansage zu machen wie es in Zukunft zu laufen hat.
    Wenn es sportlich erforderlich ist GEHEIM zu trainieren, wird es gemacht und wer sich daran nicht hält verliert umgehend die Akkreditierung. Und wer von HSV Seiten via Twitter dagegen verstößt darf sich in Zukunft in anderen Bereichen versuchen.
    Aber wer einfachste Dinge im Profifußball nicht umsetzen kann ,bei dem vermute ich in der Tat Verquickungen die eine gewisse Handlungsfreiheit einschränken.
    Und an dieser Stelle möchte ich noch sagen ,man möge mich bitte mit den Sätzen verschonen
    „Die brauchen Zeit – Habe Geduld – oder „Du bist kein echter Fan“ achja…..Ich bin auch kein Hassprediger 😉

  4. Gravesen 15. November 2014 um 12:08 Uhr

    Um einmal zu verdeutlichen, welche kranke Gehirne draußen rumturnen, möchte ich euch diesen wundervollen Kommentare eines offensichtlich geistig einseitig Gelähmten nicht vorenthalten:

    Hummel

    Eingereicht am 15.11.2014 um 12:00
    Guten Tag,

    solange es noch solche Hetzseiten gibt wie diese, wird der HSV niemals zur Ruhe kommen.

    Aber warum schreibe ich hier eigentlich, denn dieser Kommentar wird ja eh nicht veröffentlicht bzw. schnell wieder gelöscht.

    Andere zu kritisieren, aber selbst keine Kritik vertragen ! Einfach armselig !

    Die Amöbe beginnt ihren geistigen Dünnpfiff mit „Hetzseite, um dann zu bemerken, dass ich Kritik nicht zulasse. An dieser Stelle frage ich mich dann immer (weil es desöfteren passiert): Hat deine Mutter während der Schwangerschaft gesoffen? Was genau hat der Einstieg „Hetzseite“ mit Kritik zu tun? Vollidiot!

    Zum Glück landen diesen Penner grundsätzlich auf dem Spamfilter und werden nicht sichtbar, diesen Dreck wollte ich euch jedoch nicht vorenthalten 🙂

  5. Christof 15. November 2014 um 17:09 Uhr

    Nun, mein lieber Gravesen,
    Erstmal vielen Dank für deinen heutigen Blogeintrag. Ich denke, wir alle wissen deine Arbeit und dein Engagement zu schätzen.
    Aber auch für dich sollten die Regeln gelten, die du dir und deinem Blog auferlegt hast und die auch den vollkommen normalen Grundsätzen der westlichen Kommunikation entsprechen.
    Vielleicht solltest du dich mit Amöben, besoffenen Müttern, behalten Idioten und fetten Vereinsmitgliedern etwas zurück halten.
    Solche Ausdrucksweisen sind weder passend, noch hast du sie nötig.

    • Gravesen 15. November 2014 um 17:33 Uhr

      Zuerst einmal denke ich, du kannst mir überlassen, was ich nötig habe und was nicht. Im Grunde ist es ganz einfach: Wenn mir jemand eine reinhaut, sage ich nicht Danke, sondern schlage zurück. Wenn mich jemand beleidigt, muss er eben mit der Anrwort leben. Überhaupt, wie wäre es mit einem Beitrag zum Thema ?

  6. Goldfather 15. November 2014 um 20:47 Uhr

    Ich bezweifle, dass der HSV in der Lage wäre ein Testspiel ohne die Hamburger Presse gegen den Zweitligisten Eintracht Braunschweig auszutragen.
    .
    Allein im Kader gibt es ausreichend Maulwürfe, die ihre mediale Rückendeckung niemals aufs Spiel setzen würden. Hinzu kommen hochbezahlte Fuktionäre und schlecht entlohntes Servicepersonal – und alle haben ausreichend Motive, um einen kleinen Anruf bei ihrem Lieblingsjournalisten zu tätigen.
    .
    Den HSV als Club, als geschlossene Einheit, gibt es nicht. Es gibt Schicksale in Zehnerpacks und jedes einzelne Schicksal besitzt Schwachstellen an denen Boulevardjournalisten ansetzen wie ein Führungsoffzier irgendeines Dienstes bei irgendeiner Quelle.
    .
    Die Presse ist abhängig vom HSV, da ein Großteil der Auflage dem Fußball und somit in Hamburg dem HSV zu verdanken ist. Es geht dabei nicht um Millionen und auch nicht um hunderte von Millionen, sondern um Milliarden, wenn man berücksichtigt wie wichtig der Fußball für das wirtschaftliche Überleben ganzer Pressekonzerne ist.
    .
    Und wer bitteschön glaubt ernsthaft daran, dass ein Journalist dessen berufliche Existenz vom HSV abhängt es dem Zufall überlässt an Informationen heranzukommen, die andere nicht bekommen? Ich glaube nicht daran. Ich glaube daran, dass es neben dem permanenten berichten von der Clubfront ständig darum geht Spieler, Funktionäre, Servicepersonal, Bekannte und Verwandte zu infiltrieren und zu korrumpieren, um in dem Haifischbecken Boulevardjournalismus überleben zu können.
    .
    Der Kern des HSV in Form des Vorstandes, Mediendirektors und Ar´s wäre gut beraten sich darüber im klaren zu sein und eine entsprechende Strategie zu verfolgen, um am Ende Tages sicher sein zu können alles für den Erfolg des Clubs getan zu haben.
    .
    Denn das Damoklesschwert einer medialen Hinrichtung mag das eine sein, doch das Entscheidende ist der Erfolg des Clubs für den die Kernmannschaft des Vereins letztendlich verantwortlich gemacht wird, von den Fans und ausgerechnet von jener Presse, die ein Teil des Problems darstellt.

  7. legatfan 15. November 2014 um 20:48 Uhr

    Dieses Thema kann man nicht oft genug ansprechen. Als ich heute zufällig – das stimmt wirklich, ich lese diesen Mist sonst nicht – die BILD in die Hand bekam, ging der Griff automatisch auf die HSV-Seite. Durch ein Loch in der Plane konnten die Superjournalisten also das Testspiel gegen Braunschweig verfolgen. Da fragt man sich doch, warum das niemand mitkriegt und die Bande vom Hof jagt. Es sei denn, es ist gewollt bzw. wird geduldet. Sollte es so sein, dann hat sich seit dem 25.05. wenig bis gar nichts geändert. Das Ganze läßt einen immer desillusionierter zurück. Ich bewundere den Autor dieser Seite, daß er sich weiterhin kritisch und mit Einsatz mit dieser Vereinsmeierei auseinandersetzt. Soll dieser Verein dann halt mit der Presse zusammenarbeiten wie er will, aber bitte löscht dann den schwachsinnigen Titel „Nicht für die Öffentlichkeit“!

  8. Christof 15. November 2014 um 21:01 Uhr

    Tja, das könnte man so sehen, wenn es sich nicht um die Einhaltung von allgemeingültigen Regeln handeln würde. Wenn du diese als Blogger nicht beachtest, bekommst du Probleme mit deiner Legitimation.
    Und dein Spruch mit dem Zurückschlagen: wenn mein Sohn mit so einem Satz kommen würde, ich würde mich erstmal etwas intensiver mit ihm über das sinnvolle Argumentieren unterhalten.
    Aber zum Thema: sicher wichtig, dass die Mannschaft in Ruhe trainieren kann, einer von vielen kleinen Steinen, die früher keiner beachtet hat. Aber sicherlich auch kein entscheidender Punkt. Ich glaube nicht, dass unsere Truppe derzeit eine andere Bundesliga- Mannschaft überraschen kann, auch nicht nach vollkommener Abschottung. Es wird im Moment doch wohl es das trainiert, was im Grundlagenbuch der Bundesligataktik steht.
    Und wenn man es mal provokant sieht, wie soll sich denn ein Profi, der im Training von seinem Trainer die Leviten gelesen bekommt und diesen Stress gegenüber der Öffentlichkeit nicht aushält, der Situation gewachsen sein, die ihn erwartet, wenn er im Ligaspiel in der Innenverteidigung zweimal mit Torfolge am Ball vorbei tritt (Beispiel Sobiech).
    Sie arbeiten und leben, zumindest zum Teil, nun mal in der Öffentlichkeit. Das war ihnen klar, bevor sie diesen Beruf wählten.

    • mazeman 16. November 2014 um 10:12 Uhr

      Moin Christof,

      Dein Einwurf mit dem Argumentieren hinkt – wo siehst Du denn Argumente bei Hummel?
      Wie würdest Du denn jemanden bezeichnen, der so einen Müll absondert. Das der „Hausherr“ sich wehrt, ist sein gutes Recht. Hier wurde mehrfach angeregt, mal den Spam-Ordner zu veröffentlichen – würde bestimmt einiges in einem anderen Licht erscheinen lassen. Da ich beide Blogs seit Jahren lese, habe ich alle Eskalationsstufen miterlebt und behaupte mal, einemeinung dazu zu haben.

      Es gibt aber einen großen Unterschied: hier wird das Fundament journalistischer Arbeit eines professionellen (mit wirtschaftlichen Zielen) Blogs hinterfragt und zu Recht kritisiert und auf Missstände in unserem (geliebten) Verein hingewiesen/kommentiert, drüben wird sich dann aber mit Beissreflex an einer Person abgearbeitet, da der vorherrschende Gefälligkeitsjournalismus entlarvt wurde. Dies dann auch schön mit Beleidigungen und Abqualifizierungen des Jobs (was mir schon gegen den Strich geht, da dies nullkommanix mit den Inhalten zu tun hat) kund getan.

      Welches Selbstbild diese Kasper von sich haben, zeigt ein Einwurf des users Javert, der von „anerkannter Marke“ HA über die Grenzen von HH hinaus schwafelt, weil ja (basierend auf den Zahlen von 2011) in Spitzenzeiten 1.000 Kommentare (wie in einem Forum) und 30.000 visits zu verzeichnen waren (war wohl der Tag der vdV-Rückhole), aber keine Ahnung von der Währung im Internet hat, da nur unique User zählen. Warum wohl hat denn die Weltmarke HA diese Zahlen noch NIE in der AGOF, der Media-Bibel für das Internet und Grundlage der Feststellung der Relevanz als Werbeträger, veröffentlicht und immer in HA/Fussball versteckt. Aber Hauptsache „Herr“ Javert ist Teil dieser Marke!!

      Man hat aber das Gefühl, dass drüben der neue Hausherr Funke einige Ansagen getroffen hat, (die Redaktion hat ja ein großes Teammeeting gehabt, boaah) denn es zeigt sich zumindest beim Plattfisch und Mute Pegel-Off Ansätze, von dem in den letzten Jahrzehnten vom ASV durchgedrückten journalistischem Modell etwas abzurücken – kann mir vorstellen, das besonders Erstgenannter als Freier auf der watchlist ist.
      Komischerweise ist seitdem ein „sehr“ starker Einbruch in den Kommentaren zu verzeichnen, nach Erscheinen bis zum nächsten Morgen zwischen 90 und 130 Stück – Huuuh, da ist es wohl nicht mehr weit her mit dem Markenstatus.

      Zu Deinem Einwurf Person des öffentlichen Lebens – hier geht es nicht darum, sein Privat-Leben auszubreiten, dass muss jeder selbst entscheiden (siehe vdv), hier geht es darum, das der Arbeitgeber einen Verpflichtung hat, seinen Arbeitnehmern (Spieler/Trainer) einen Arbeitsplatz zu schaffen, der es diesen ermöglicht, Ihren Aufgaben nach den Erwartungen Ihres Arbeitgebers (Verein) nachzukommen. Dies tut der Verein nicht, wenn er bei einem ausgewiesenen nicht öffentlichen Training Live-Übertragungen zulässt.

      Schönen Sonntag

      Carsten

      • Christof 16. November 2014 um 20:37 Uhr

        Ja, mazeman, Hummel gibt überhaupt keine Argumente, ja, und? Links liegen lassen…
        Solche Kommentare sind im anonymen Netz leider vollkommen normal. Trotzdem finde ich, als Hausherr hat man das Standing über sowas hinweg zu schauen.

  9. Gravesen 16. November 2014 um 09:58 Uhr

    Na Mensch, was für ein Glück, dass ich nicht dein Sohn bin, denn dann würde ich dir gewaltig was Husten, wenn du mir ne Standpauke halten würdest, weil ich mich gewehrt habe. Anyway, das kannst du halten wie ein Dachdecker, die allgemeingültigen Regeln in meinem Blog lege ich fest. Wem das nicht passt, darf gern Richtung „Schmocks Einöde“ abwandern und sich dort 24/7 ungehindert gepöbelt lassen.

  10. Christof 16. November 2014 um 20:27 Uhr

    Na, Gravesen, dann sind wir uns ja einig.
    Mein Sohn bekommt das jedenfalls altersentsprechend schon ganz gut hin sich argumentativ auseinanderzusetzen, anstatt sein Gegenüber anzufauchen oder ihm verbal an die Gurgel zu gehen.
    Und dies bekommt er auch hin, wenn sein Widerpart ihm direkt falsch kommt.

  11. menke 16. November 2014 um 20:43 Uhr

    Wie war das noch??? dem Dativ war dem Genetiv sein Tod?….. Nix für ungut, ich hab heute seineshalbes die Spasssssssssbrille auf…
    Menke

  12. menke 16. November 2014 um 21:17 Uhr

    By the way…es ist doch eigentlich egal ob wir nun ein öffentliches oder nicht öffentliches Training veranstalten…Wir sind so transparent wie ein Damenklo in der City ohne Milchglasscheibe sondern mit Blankglas, jeder darf mal gucken und sich aufgeilen….
    Es wird seine Zeit dauern bis wir durchdachte Strukturen haben die es uns erlauben oben in der Tabelle ein Wort mitzureden, uns selbst zu finden oder laut unserer Vergangenheit von der Masse eben abzuheben weil „hallo, wir sind ja der HSV, das Urgestein“..momentan sind wir nur Bochum-Niveau…Nur das will in die Köpfe nicht rein, in meinen auch nicht, aber ich bin auch zuviel Fan als Realist….
    Als Fan wartest Du jede Woche auf den emotinalen Befreiungsschlag durch die Mannschaft…(Ihr könnt es doch, wir glauben an euch, also so what? Move vour Popo, verdammt noch mal) Und jede Kicker-Tabelle reißt dich jeden Montag aus deinen Träumen:oh cool, Doofmund immer noch unten, Stutti ebenso, aber die werden an uns vorbeiziehen, fuck..“Es wird Zeit dass Ihr mal in die 2. Liga absteigt und euch neu aufstellt“ Solche Sprüche hörst Du andauernd, ich könnt permanent mich schwallmässig übergeben, vielleicht auch kotzen wenn ich sowas höre…Aber mittlerweile macht man sich echt Gedanken…weil sich nix bewegt, weder auf dem grünen Rechteck noch wirksam hinter den Kulissen…
    Menke

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