Das Phänomen der Alternativlosigkeit

Liebe Leser,

wie den Meisten von euch inzwischen aufgefallen sein dürfte, beobachte ich (wie einige andere auch), die Entwicklung des HSV mit zunehmender Zeit kritischer und längst nicht mehr zu positiv, wie noch im Vorfeld der Mitgliederversammlungen am 25.05. Das hat absolut nichts damit zu tun, dass ich die grundsätzliche Idee der Initiative HSVPlus heute nicht mehr unterstützen würde bzw. ihre Alternativlosigkeit anzweifeln würde, es hat vielmehr damit zu tun, dass ich die Umsetzung dessen, was diese Initiative einmal ausgemacht und den Mitgliedern versprochen hatte, nicht mehr erkennen kann.

Meiner unmaßgeblichen Auffassung nach hatte der Hamburger Sportverein Ende Mai 2015 eine einmalige und vielleicht seine letzte Chance, etwas Grundsätzliches in seinen Strukturen, in seine Ansichten, in seiner Außenwirkung, in seinem medialen Verhalten, in seiner Art, miteinander umzugehen, ja in seiner DNA zu verändern und ich bin der Meinung, dass diese Chance vertan wurde.

Ich weiß, dass es auch diesmal wieder sogenannte “Kritiker” geben wird, die besonders bei Facebook diese meine Ansicht nicht teilen und größtenteils versuchen werden, die Meinung nieder zu prügeln. Dabei ist durchaus auffällig, dass diese sogenannten “Kritiker der Kritiker” von Woche zu Woche weniger werden und sie werden auch immer leiser. Am Ende des Tages, dann, wenn nach Argumenten gefragt wird, bekommen man im November 2014 eigentlich nur noch eine Antwort: “Du musst auch mal Geduld haben”.

Das ist es, nicht mehr und nicht weniger. Man soll Geduld haben, man soll Vertrauen entwickeln und man soll an die handelnden Personen glauben. Ich war durchaus bereit, sehr viel Geduld zu haben und ich wollte auch vertrauen, aber beides geht mir jeden Tag ein Stückchen mehr verloren.

Vielleicht geht es auch aus dem Grund verloren, weil mir – für eine komplette Revolution – immer noch zu viele alte “Fehlermacher” an den Schaltstellen sitzen und betrachte ich die demnächst anstehenden Wahlen zum Präsidium des e.V., dann erkenne ich auch bei den gehandelten Kandidaten nichts anderes als Männer, die in ihrer Zeit beim HSV mehr Fehler gemacht haben als Oliver Kreuzer Interviews gegeben hat.

Wenn ich lese, dass es tatsächlich Menschen gibt, die sich wohlwollend gegenüber einer Kandidatur von Ernst-Otto Rieckhoff aussprechen, obwohl  das Fundament von HSVPlus eben genau auf seinem Versprechen, nach dem 25.05. nie wieder ein  Amt beim HSV anstreben zu wollen, aufgebaut war, muss ich erkennen, dass diese Mitglieder nicht nur HSVPlus, sondern auch den Sinn und Zweck von Versprechungen nicht verstanden haben. Wenn sich jetzt einige Mitglieder einreden wollen, Rieckhoffs Verzicht bezog sich ausschließlich auf einen Job in der AG und bezog den e.V. ausdrücklich nicht ein, dann ist dies leider nichts anderes als die Auslegung einer Aussage, so wie man sie gern hätte. Im Übrigen genau das, was man den „Plus-Gegnern“ immer wieder vorgeworfen hat und was man aktuell dem Beirat vorwirft. Jeder macht sich seine Welt so, wie er es gern hätte. Über die Kandidaten Jarchow und Scheel, so sie denn noch aktuell sind, verbietet es sich ohnehin zu diskutieren.

Warum aber ist es mit meiner Geduld nicht mehr so weit her, wie ich selbst einmal gehofft hatte?

Um das zu erklären, muss ich vielleicht kurz den Grundgedanken erläutern, der dem heutigen Blog zugrunde liegt. Normalerweise stehe ich überhaupt nicht drauf, mit der Gewissenheit der heutigen Erkenntnis Behauptungen aufzustellen, die ich nicht beweisen kann. Dieses weiterverbreitete „Ich habe schon damals gesagt, dass….“ mag ich nicht. Dennoch habe ich mir natürlich während der gesamten Wahlkampfphase und auch im unmittelbaren Anschluss daran Gedanken darüber gemacht, wie ich die anstehenden Veränderungen angehen würde bzw. was ich mir von diesem „neuen HSV“ eigentlich erhoffe.

Bei weiterem Nachdenken bin ich dann, zumindest für mich, auf den Schlüssel gekommen, warum ich keine Geduld mehr mit meinem Verein habe.

HSVPlus wollte, so hatte ich es verstanden, im Grunde alles anders machen. Die Ausgliederung der Profiabteilung aus dem e.V., eine damit einhergehende Verkleinerung des Aufsichtsrats, die Öffnung für sogenannten „strategische Partner“, das alles waren in meinen Augen nur einige wenige Puzzleteile. Ich hatte gedacht, dass der HSV frischer werden wollte, den alten Mief loswerden wollte. Der HSV sollte wieder berechenbarer, ehrlicher werden. Und der HSV sollte den Aufbruch in neue, bessere Zeiten mit neuen Gesichtern versuchen. In meiner Welt hätte eben diese neuen Gesichter zumindest bei mir die Geduld erzeugt, die ich jetzt nicht mehr habe.

Außerdem wollte der HSV unabhängiger werden, selbstbestimmter. Das man dazu eine, von Otto Rieckhoff versprochene, Anschub-Finanzierung durch kostenloses Geld (O-Ton Rieckhoff) benötigen würde – geschenkt.

In meinem Augen begann die Fehlerkette bereits mit der Ernennung von Dietmar Beiersdorfer zum Vorstandsvositzenden der AG. Beiersdorfer kann sich selbst schon ganz gut einschätzen, eine Eigenschaft, die ich an diesem sympathischen Menschen sehr schätze. Auch und deshalb sagte Beiersdorfer zunächst nein zu den Anfragen, erst später ließ er sich, aus welchen Gründen auch immer, weich kochen.

Er selbst schleppt seither das Image des „Dukaten-Didi“ wie ein Schild vor sich her, wobei jeder, der lesen und rechnen kann, weiß, dass Beiersdorfer seine Zeit als Sportchef des HSV mit einem Transferminus von ca. € 12 Mio. abschloss. Dukaten sehen irgendwie anders aus.

Eine Frage stelle ich mir immer wieder:

„Warum hat man es nicht einfach konsequent gemacht, als man die Gelegenheit dazu hatte?“

Ich bin der festen Überzeugung, dass nahezu alle Fans den Weg mitgegangen wären, zumal im Bewußtsein der Katastrophen-Saison 2013/14.

Wie hießen doch, jedenfalls habe ich es damals so verstanden, die sportlichen Grundgedanken von HSVPlus?

Wir wollen auf die Jugend setzen.

Wir wollen das Nachwuchskonzept verändern und verbessern.

Wir wollen keine neuen Schulden machen und wir wollen strategische Partner einbauen, um den Verein zu entschulden.

Tatsächlich hat man die Jugend (Calhanoglu) verkauft, neue Schulden (€ 17 Mio. Kühne) gemacht und Stars mit Namen gekauft.

Hätte man den Fans damals reinen Wein eingeschenkt (aber darin ist der HSV traditionell nicht so gut, siehe die Campus-Verarschung), ich bin sicher, fast alle wären mitgegangen.

„Kein neues Geld von Kühne, keine weitere Abhängigkeit. Verkauf von Calhanoglu und Reinvestition eines Teils in neue Spieler. Keinen Kauf von Lasogga zu einem absoluten Blödsinnspreis, sondern den Kauf eines (oder zwei) Nachwuchsstürmers zu einem Bruchteil, ev. auch Leihe (Jonas Hoffmann?). Keinen Kauf von Djourou, Cleber, Behrami, Müller. Stattdessen das konsequente Setzen auf eigene Spieler wie Demirbay, Tah, Steinmann, Jung etc. Unmittelbar nach der letzten Saison eine Trennung von Sportchef Kreuzer und Trainer Slomka, wenn man denn der Auffassung war, dass es nicht mehr weitergeht.“

Dies ist nur der sportliche Teil. Auch im adminstrativen Bereich hatte ich gehofft, dass konsequente Entscheidungen getroffen werden.

„Neu-Aufstellung im Bereich Marketing, Neu-Ausrichtung der Medien-Abteilung. Abschneiden von alten Zöpfen und uralten medialen Verbindungen. Frische Gesichter, neue Ideen. Einbau eines Nachwuchs-Experten und einer Vereins-Ikone Horst Hrubesch. Der Mann wäre zu haben gewesen und er wäre gekommen. Mit ihm hätte man sich nicht nur einen Experten, sondern auch die notwendige Geduld der Fans „erkaufen“ können, etwas, was Bernhard Peters in dieser Form nicht erhalten wird“

Denn, sein wir doch mal ehrlich, schlimmer könnte es nicht mehr werden, der Tiefpunkt war mit 27 Punkten und Relegation erreicht. Dachte man.

Was passierte tatsächlich? Man holte Didi zurück, man behielt die alten Versager, man ging mit Kreuzer und Slomka in die Saison, man kaufte (wieder einmal) Stars mit Geld, welches man nicht hat. Man bekam keine „Anschubfinanzierung“ mit kostenlosem Geld, man verschuldete sich erneut. Man reduzierte den überteuerten Kader nicht von geschätzten € 46 Mio. auf die angestrebten € 38 Mio., sondern erhöhte auf über € 50 Mio.

Bereits im ersten halben Jahr nach HSVPlus wurden existenzielle und nachhaltige Fehler begangen und ich bin ganz ehrlich: Mit einer Mannschaft, die im letzten Jahr 27 Punkte holte, dann für fast € 30 Mio. „verstärkt“ wurde und die daraufhin in 11 Spielen 4 Tore erzielt, habe ich keine Geduld mehr. Ich habe auch keine Geduld mehr mit einem Vorstandsvorsitzenden, der einen Direktor nach dem anderen installiert und nicht weiß, wie er sie bezahlen will.

Geduld hätte ich gehabt, wenn man so konsequent gehandelt hätte, wie man mir zugesagt hatte.

Etwas anderes, doch es passt zum Thema. Ich freue mich riesig über die überragende Performance der U23 in dieser Saison. Das, was dort mit einer nahezu vollkommen neu zusammengestellter Truppe geleistet wird, ist wirklich klasse, zumal ich in der letzten Saison des öfteren Zeuge von grausamen Spielen werden durfte.

Aber – was dort jetzt, von Seiten des HSV und von Seiten des Gefälligkeits-Journalisten und de Vrij-Verweigerer „Herr Scholz“ betrieben wird, ist krank. Zur Erinnerung: wir reden hier von der 4. Liga, dort spielen keine 15-Jährigen Talente, sondern Erwachsene in einem Alter, in dem viele ihrer Altersgenossen bereits gestandene Bundesliga-Spieler sind. Wie weit der Weg zu einem eventuellen Ergänzungsspieler für die 1. Liga ist, zeigt das aktuelle Beispiel von Ashton Götz, der in seinem ersten Bundesliga-Einsatz von Beginn an reichlich Lehrgeld bezahlen musste. Vollkommen normal und üblich, aber in Hamburg sollen die 4.-Liga-Jungs jetzt für die Katastrophen-Leistungen der Profis in die Bresche springen und für positive Schlagzeilen sorgen ? Für meine Begriffe ein erneuter Beweis für eine kommunikative Hilflosigkeit erster Klasse.

Plötzlich werden Homestories mit Spielern von Journalisten gemacht, die sich nicht einmal die Spiele anschauen. Es werden auf HSV.de Geschichten verarbeitet, wonach die Nachwuchsspieler den etablierten Profis Druck machen sollen. Den Druck aber werden die U23er bekommen, wenn sie in der Rückserie nicht das halten, was ahnungslose und aufgeheizte Fans von ihnen erwarten.

So, wie es nach dem 25.05 gemacht wurde, wird es nicht funktionieren, weil man es nicht konsequent genug machte und für mich ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich auch die letzten bewegten Plusser dieser Tatsache bewusst werden. Im Grunde sind sie es schon, aber sie dürfen es noch nicht zugeben. Vor allem nicht sich selbst gegenüber.

Von | 2014-11-17T08:25:48+01:00 17. November 2014|Allgemein|7 Kommentare

7 Comments

  1. Marcel Aimaq 17. November 2014 um 08:55 Uhr

    Zum Thema U23; da ist, meiner Meinung nach, Magic Joe in der Zwickmühle.
    Sollte er wirklich mit den Spielern Druck auf die Etablierten ausüben und diese einsetzen, wie steht er denn da seinem Chef (DB) gegenüber?
    Man stelle sich vor, man verliert mit dem üblichen Personal gegen Werder und der Druck steigt und Magic Joe hat quasi nichts mehr zu verlieren, da Presse und seine Vorgesetzten sich an den üblichen Marktmechanismen halten würden, sprich, neuer Trainer muss bald kommen und aufräumen. (Wie auch immer das aussehen soll…)
    Er setzt in den restichen Spielen bis zur Winerpause, wie im Braunschweig Testspiel, zu 70% auf U23 Spieler und setzt alle Neueinkäufe und VDV & Co. auf die Bank und gewinnt dadurch alle restlichen Spiele.
    Wie würde DB dastehen?
    Alle würden sich fragen, warum knapp 30 Mios rausgehauen und warum nicht, den von Ihnen oben beschriebener Weg gegangen wurde!
    Eine Zwickmühle sondergleichen!

    Was mich aber wiederum irritiert, dass Magic Joe „expliziet“ VdV im Testspiel gegen Braunschweig so gelobt hat.
    Will er ihn stark reden und noch mehr Selbstbewusstein einimpfen und dadurch, die evtl. nicht vorhandene Laufbereitschaft pushen?
    So macht sich Magic Joe doch selber wieder unnötig Druck, wenn er das so in die Öffentlichkeit rausposaunt

    Ich kann die 4. Liga und die U23 nicht beurteilen, aber sind wir doch mal ehrlich, ein Thomas Müller kam doch aus der Regio und jeder U23 Spieler ist sich doch bewusst, dass 10 Profiverträge auslaufen; Hallo! Da würde ich als U23 Spieler um mein Leben auf dem Feld (Training/Spiel) laufen, um einen möglichen Profivertrag zu bekommen.
    So eine Chance in dem Ausmaße bekommen die Jungs doch nie wieder.
    Daher würde ich hier doch verstärkt diese Talente mehr einbauen, auch wenn der Kader bei 29 Spielern ist.

    Das jetzt evtl. 1-2 Leihspieler (Drimic & Co.) geholt werden sollen, zeigt doch wieder den Weg des HSV.
    Geld raushauen und kein Vertrauen in die Jungend; erbärmlich!

    Wie schon mal geschrieben, entsprechenende altgediente Spieler ohne Rücksicht auf den Transfererlös verkaufen und den Weg der Jugend gehen.
    Sonst muss man sich wieder Jansen & Co. am Saisonende anhören „Nächstes Spiel kämpfen wir aber richtig“…

  2. Eldo 17. November 2014 um 12:13 Uhr

    Vielen Dank für den Blog – er spricht mir re Geduld und „Fehler gemacht“ aus der Seele. Das Problem der Kritiker-Kritiker ist doch aber, dass es nunmal leider zu Ende ist. Das war die letzte Chance. Ja, wir sind pleite. Ich habe (danke Fernwahlablehner) zweimal meine Familie vernachlässigt und ein Wochenende in HH verbracht (was natürlich auch klasse ist), aber es wurde doch nicht besser. Wir sind völlig Pleite. Herr Beiersdorfer hat nicht gut eingekauft. Wir sind finaziell am Boden. Slomka behalten habe ich nicht verstanden. Wenn Kühne Fan wäre, würde er jetzt einmal entschulden und gut, oder? Macht er aber nicht. Wir sind finanziell am Boden. Zinnbauer erscheint wie eine Notlösung. Wir sind absolut blank. Das Spieldings (ich weigere mich, das System zu nennen) ist nicht sichtbar. Wir haben kein Geld. Wir schießen auch mit teurer Mannschaft keine Tore. Ja, ich hätte Hrubesch genial gefunden und verstehe nicht, warum mnan ihn nicht geholt hat. Wir sind pleite! Ach ja, der HSV macht jetzt Jahre hintereinander miese und kommt sportlich einfach nicht hoch. Köln ist mit sackteurer Mannschaft auch abgestiegen. Und wir haben kein Geld.
    Deshalb: Was hilft es denn, kritisch zu sein? Wenn jemand Kritikallergisch reagiert, dann doch nur, weil er die Realität verweigert. weil es sonst zu weh tut. Ist wie, wenn sie morgens auf einmal sagt „Du ich bin jetzt jetzt mit deinem besten Freund zusammen, tschüß“. Was macht man denn da sinnvolles, das einem wirklich hilft?
    Eben. Und genau so wirken alle Blogs, Fans, Berichte: Der A… ist ab. HSvplus hat es versaut. Riekhof darf nicht kommen, aber eigentlich ist es jetzt auch egal. Weil, wir steigen ab. wenn nicht jetzt, dann nächstes Jahr. Ob dann ein Umbruch entstünde? Woher? Kommen dann die „echten Fans“ zurück. Vielleicht. Aber starten wir dann durch? Ich denke eher an Hertha, Nürnberg, Köln wenn es gut läuft (nicht heute, die langen Jahre vor dem jüngsten stabiliseren bitte nicht vergessen) und Essen, Aachen, Bielefeld wenn es schlecht läuft. Auch keine „rosarote“ Zukunft.
    Also, was soll man denn eigentlich anderes machen, als hingehen und hoffen, dass da noch was kommt? Alternative ist doch, aufgeben. Und seinen Verein wird man ja leider, leider nicht los.
    Deshalb: Ich verstehe den Frust, aber ja, es war alternativlos. Und es ist bisher beschissen gelaufen. Aber was nun? Kann man sich eigentlich dem wahlausschuss irgendwie andienen? Ich sehe mich immer noch mein Hemd aufmachen und sagen, ich heisse Dreier, das ist die Punktzahl, die wir jedes Spiel haben sollten. Vielleicht werde ich dann ja gewählt und vielleicht kommt dann der Horst zurück und alle Spieler schiessen Tore wie bekloppt und Kloppo kommt für umme? Weil ich so überzeugend sagen kann, dass löchrige Jeans und Bart egal sind?
    Ich weiss es nicht. ich würd es vielleicht sogar machen, aber bin ich der Beste? Keine Ahnung. Manchmal glaube ich, wieso eigentlich nicht, weil schlimmer… Aber der Knäbel ist doch nicht blöd. Die anderen auch nicht. Also, wer soll dann Präsi werden und es der AG mal zeigen? Also: Danke fürs machen, weiter so, aber eigentlich möchte ich doch, dass mir jemand sagt „alles wird gut“. Das wollen doch alle letztlich – nicht mehr ausgelacht werden im Job, in der Bahn usw. DAS hatte HSVplus doch eigentlich versprochen. Hat nicht geklappt. Und nun?
    Die U23 spielen lassen. OK. Aber steigen wir dann nicht auch ab? Und wenn es klappt, bleiben erfolgreiche Talente dann bei uns? Leverkusen scoutet uns doch so gern. Deshalb gibt es leider keinen easy way out.
    Warum ich das alles geschrieben hab? Weil es wehtut und es ich gut anfühlt, mal was geschrieben zu haben.
    Cheers

  3. Carsten Pio. 17. November 2014 um 15:03 Uhr

    Ich stimme dem Inhalt zu. Warum aber immer wieder die relativierende Einleitung für die ‚Kritiker‘. Das nervt weitaus mehr als die ewig gestrigen Claqueure von EOR und Co., die ernsthaft meinen, daß man mit Geduld bald europäisch spielen würde.

    • Gravesen 17. November 2014 um 18:37 Uhr

      Warum tut man sich eigentlich etwas an, wenn es doch so nervt?

      • hamuburgmini 17. November 2014 um 19:33 Uhr

        Es ist auch ein Virus der uns beseelt hat…Das ist der Fußball..

        Sehr schöner Beitrag heute. Nach Kühnes Einstieg habe ich mir hier geäußert, daß DB schnellstmöglich nach weiteren Finanzgebern werben muss, um nicht in den „Fängen des KlauMi´s“ zu landen..
        Vieles ist einfach verschlafen worden, oder eben auch bewusst verschleppt. Ich habe nicht einmal mehr die Geduld, ich warte ab was nun weiter passiert, die Bindung zum HSV ist zwar da, aber seit der Relegation auf einer gewissen Distanz.
        Der Verein macht eine Gratwanderung durch. Entweder funktioniert es nach DB’s Vorstellungen, oder es kracht
        gewaltig in Hamburg, der HSV steigt ab und ist zudem pleite, Schluss aus Nikolaus…

        • menke 17. November 2014 um 21:48 Uhr

          Diese Ungeduld , die Du gerade beschrieben hast,mach ich auch gerade durch..
          Es kotzt einen nur noch massiv an, dieses ganze Drum und Dran um unseren Verein, keine Linie, keine entscheidener Turn-around…Hoffnungen zerplatzen wie Seifenblasen,neue Führung aber alter Ballast,wenig Bewegung nach vorne..
          .Ich wünsche mir eine Putzfrau die in unserem Club mal aufräumt: „Ist das noch Tradition oder kann das weg…?“Wir müssen uns verändern…
          Wenn hier wirklich, wie schon mal beschrieben, Leute aus der Führungsetage des HSV mitlesen, jetzt mal nur für Euch: Auf was wartet Ihr noch? Macht nicht dieselben Fehler wie eure bescheuerten Vorgänger sondern setzt klare Zeichen…Ihr wolltet Veränderung, wir wollen sie auch…aber dann macht sie auch…Der HSV ist kein Wohlfühlkissen, wo jeder erstmal die Strömungen der Presselandschaft abchecken muss bevor er Änderungen vorantreibt…Hallo? Der HSV ist mein Verein und ich gebe einen Scheiß darauf was irgendwelche Presseleute über meinen Verein schreiben..Macht endlich euer Ding und hört auf nach links und rechts zu gucken..Wir stinknormale Fans haben gejubelt als im Mai die lang ersehnte Veränderung kam, jetzt geht es endlich aufwärts…Endlich wird die starke Hamburger Wirtschaft mit ins Boot geholt und wir haben die Jahre gezählt bis wir wieder einigermassen auf Augenhöhe der Weißwurstfresser sind…2 Jahre? 3 Jahre?…Wenn Ihr keine Eier habt und nicht endlich Gas gebt, sind wir in 20 oder 30 Jahren noch nicht dort…Shame on you….
          Menke

  4. SvenB 18. November 2014 um 06:38 Uhr

    Ich kann es aber ehrlich gesagt nicht mehr lesen „Augenhöhe mit Bayern“. Das wird nicht einmal langfristig klappen! Die sind so viele Lichtjahre entfernt und die Kompetenz, die dort über den ganzen Verein verteilt ist, bekommst Du nicht einmal, wenn die Hamburger Wirtschaft kräftig investiert; was eh nicht passieren wird.
    Bayern spielt eine eigene Liga. Was dahinter kommt, sollte mittel- bis langfristig das Ziel sein. Und ist so wie es augenblicklich läuft, ist auch dies nicht zu erreichen.

    Selbst aus Dortmund, Leverkusen und anderen Vereinen wandern die Spieler zu den Bayern ab, wenn die rufen. Im Gegensatz zum HSV knüpfen die Spieler dort auch an ihre gezeigten Leistungen an bzw. verbessern sich noch.

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