Das Geschäft ist laut genug, Teil 1

Liebe Leser, vor einigen Wochen führte ich ja bekanntermaßen ein Interview mit dem Direktor Profi Fußball, Peter Knäbel. Ich habe mich jetzt dafür entschieden, dieses Interview doch noch zu veröffentlichen, zumal ich denke, es enthält einige Details, die trotz der zahlreichen Interviews, die mittlerweile geführt wurden, nicht zur Sprache kamen.

Kurz zur Erinnerung. Nachdem ich mich wochenlang um ein Gespräch mit Vorstands-Boss Beiersdorfer bemüht hatte, kam am 14.10.2014 der Termin mit Peter Knäbel, vermittelt von Mediendirektor Jörn Wolf, zustande. Kurz vor dem Gespräch wurde mir dann mitgeteilt, dass ich das anstehende Gespräch nicht als Interview und ganz sicher nicht als „exklusiv“ bezeichnen könnte, weil – man wäre beim HSV noch nicht so weit. Erst müsse man die „üblichen Verdächtigen, BILD, Mopo, Abendblatt“ durchschleusen.

Grundsätzlich habe ich damit gar kein Problem, wenn man denn als Verein der Meinung ist, man müsse alte Verbindungen und Kontakte pflegen, dann ist das eben so. Warum man mir dann allerdings einen Termin 3 Tage vor den Boulevardblättern gab, habe ich bis heute nicht verstanden. Anyway, jetzt spielt es eh keine Rolle mehr.

Übrigens, als kleine Orientierungshilfe. Der Kabelsender SKY Sport News HD hat seine neuesten Zahlen veröffentlicht und kann jetzt voller Stolz verkünden, dass man sich einen Marktanteil von 0,1% erarbeitet hat, was insgesamt 400.000 Zuschauern pro Monat entspricht. Diese famose Zahl wird mit insgesamt 200 Mitarbeitern erwirtschaftet. Zum Vergleich: HSV-Arena.Hamburg hat pro Monat 130.000 bis 150.000 Leser und ich mache den Kram hier allein. Hinzu kommt – wie viele von den 400.000 SPNHD-Guckern mögen wohl HSV-Fans sein? Stichwort Relevanz 😉

Viel Spaß beim lesen.

 

Interview mit Peter Knäbel, Direktor Profi Fußball

HSV-Arena: „Herr Knäbel, sie haben bei ihrer Vorstellung gesagt, dass sie die richtigen Fragen stellen wollen. Welche Fragen haben sie gestellt?“

Peter Knäbel: „Wer macht was? Wo kommst du her? Wo stehst du in 5 Jahren?“

HSV-Arena: „Haben Sie das mit allen Mitarbeitern schon gemacht oder spielen diese Fragen nicht bei allen eine Rolle?“

PK: „Ich bin dabei und es geht darum, Prozesse zu verstehen und, nicht zu vergessen, Menschen zu verstehen. Das Anspruchsvolle ist, das Eine zu tun, sprich den Tages-Erfolg zu sichern, zu sehen, wie sich eine erfolgreiche Mannschaft entwickelt und auf der anderen Seite auch nicht zu vergessen, dass wir konzeptionell nachlegen müssen. Dafür gilt es auf der einen Seite über Prozesse zu kommen und alles was dazu gehört. Wie kommen wir an ein Trainingslager? Wer ist zuständig? Welche Agenturen hängen daran? Was will der Trainer gern haben, keine Frist verpassen etc. Das sind nur einige der Fragen, die man sich ständig stellen muss, aber wenn man bei zwei, drei verschiedenen Organisationen gearbeitet hat, weiß man in etwa, welche Fragen man stellen muss. Allerdings gibt es auch immer Fragen, die man noch nie gestellt hat.

Zum Beispiel habe ich die Frage gestellt: Wo ist die Masterfolie für eine Powerpoint-Präsentation? Die Frage fand ich eigentlich relativ doof, aber ich habe dann feststellen müssen, dass sie doch gar nicht so doof war“

HSV-Arena: „ Sie würden ihre aktuelle Rolle also zur Zeit mehr als die des Analysator verstehen und weniger als der große Lautsprecher, der die Ansagen macht?“

PK: „Ich werde auch nicht der große Lautsprecher werden, es sei denn, es ist nötig. Das Geschäft ist laut genug“

HSV-Arena: „Sie sind jetzt fast 30 Jahre im Geschäft u.a. als Profifußballer, Trainer, Manager, Sportdirektor. Wie hat sich aus ihrer Sicht das Berufsbild des Sportdirektors innerhalb ihrer Karriere in dieser Zeit entwickelt? Stichwort Aufgabenstellung, Herausforderung“

PK: „Es ist vergleichbar mit der Entwicklung des Telefons. Die Technik ist eine andere, aber es geht immer noch darum, Menschen zu verbinden. Tatsache ist, dass man heute einfach mehr Möglichkeiten hat. Im Kern ist die Aufgabe immer noch gleich, es geht immer noch um Menschen, um eine Mannschaft, um ein Trainerteam. Es geht um Dienstleistungen. Früher hatte man einen Platzwart, der den Rasen gemäht hat. Heute hat man eine Mannschaft von Greenkeepern, eine Lichtanlage, die hin- und herflitzt. Man hat einen Hybridrasen mit diversen Unterschichten, das muss man alles wissen und das musste ein Manager früher nicht wissen.

Im Kern jedoch ist es für mich immer noch das Gleiche: Aus Menschen das bestmögliche herauszuholen für den Auftrag, erfolgreich Fußball zu spielen“

HSV-Arena: „Herr Beiersdorfer spricht gern von einer horizontalen und einer vertikalen Ebene. Vielleicht können sie das ein wenig konkretisieren, genau gefragt: Was unterscheidet ihre Aufgabenstellung von Herrn Peters Aufgabenstellung?“

PK: „Grundsätzlich kann man von einem Bild reden. Wir sind nicht drei Säulen (Beiersdorfer, Peters, Knäbel), sondern wir sind zwei Säulen und Didi ist das Dach. Meine Aufgabe ist eher das Kurzfristige, das Tagesgeschäft. Das wäre die horizontale Ebene. Wenn man die vertikale Ebene beschreiben will, dann ist das halt mehr das Langfristige.

Wie haben rund um die Profimannschaft verschiedene Themen. Wir haben das Team, das Trainer-Team, das Funktions-Team, das Medico-Team, die Scouting-Abteilung, die Assistenz-Abteilung, die wir hier haben. All das, was Tagesgeschäft ist, Greenkeeping gehört auch dazu.

Beispiel: Julian Green ist verletzt, dann kommt der Doktor zu mir und wir entscheiden, was wir machen. Innerhalb dieses Tagesgeschäftes gibt es auch Themen, die nicht nur im Tagesgeschäft wichtig sind, sondern die auch im langfristigen Prozess wichtig sind. Medizin, Trainingswissenschaft, wo Bernhardt Peters aufgrund seiner Ausbildung enorm große Erfahrung hat. Zum Beispiel erarbeitet er das Thema „Medico-Konzept HSV“ zusammen mit dem Doktor, der für uns zuständig ist.

Also, um es kurz zu fassen. Tagesgeschäft ist eher bei mir, langfristige Konzepte sind bei Bernhard. Es gibt aber auch Themen wie Scouting, da stecken wir beide drin, weil es die kurzfristige, wie auch die konzeptionelle Arbeit umfasst.“

HSV-Arena: „Bei ihrer Vorstellung fiel auf, dass sie auf die üblichen Floskeln ihrer zahlreichen Vorgänger verzichtet haben. In Hamburg war man daran gewöhnt, dass neue Trainer oder Sportchefs bei ihrem ersten Auftritt davon sprachen, dass der HSV „ein großer Verein“ sei und eigentlich „in die Top 5 gehören würde“. Sie haben darauf verzichtet. Warum? Haben sie sich vor der PK darüber Gedanken gemacht oder war das eher Zufall?

PK: „Natürlich war das Absicht. Die Dinosaurier sind auch irgendwann einmal ausgestorben und es bringt meiner Meinung nach nichts, von dem großen Potenzial, von der tollen Stadt etc. zu reden, das haben all meine Vorredner getan. Ich mag die Menschen und die Stadt, ich als Person. Aber das hilft nicht dabei, dass wir erfolgreicher Fußball spielen. Um guten Fußball zu spielen muss man gute Fußballer haben, ein gutes Funktionsteam haben und jeden Tag einen verdammt guten Job machen, denn es gibt verdammt viele um uns herum, die auch nicht schlafen. Vom Potenzial der Stadt, der Fans, des Stadions etc. können wir uns nichts kaufen. In dieser Stadt gibt es Platz für einen Verein von der Größe des HSV, das ist so und daraus lässt sich was machen, aber das macht man jeden Tag mit seiner Arbeit und nicht dadurch, dass man erzählt, was alles möglich gewesen wäre. Das entspricht meinem Naturell, dass ich nicht in die Vergangenheit blicke, sondern mich frage: Was will ich heute tun, was will ich morgen tun, wo will ich einem halben Jahr oder einem Jahr stehen?

HSV-Arena: „Also wählen sie den umgekehrten Ansatz. Nicht zu sagen „ja, aber der HSV ist doch..“ oder „Der HSV müsste doch..“, sondern zu sagen: „Wir müssen jetzt die Argumente neu liefern, warum der HSV..“?

PK: „Genau. Ich sehe die Aussicht auf Erfolg nicht deshalb, weil irgendwas in der Vergangenheit mal geklappt hat, sondern weil die Menschen hier gut sind. Jemand, der ins Stadion geht, der muss darauf stolz sein. Der muss sagen: „Da sind gute Leute, die machen einen guten Job“. Der kommt nämlich nicht, weil er sagt, dass der HSV eine große Tradition hat. Deshalb müssen wir über die nächsten Schritte reden und nicht über das, was mal war. Mein Auftrag ist, dafür zu sorgen, dass wir alle jeden Tag einen besseren Job machen, als die Konkurrenz.

HSV-Arena: „Das Thema Außendarstellung bzw. Image ist bei Mitgliedern und Fans ein ganz wichtiges. In den letzten Jahren konnte man den Eindruck gewinnen, dass dem HSV ein negatives Images anhaftet, eine ausländische Spielergewerkschaft hat sogar einmal vor einem Wechsel zum HSV gewarnt. Wie haben sie eigentlich den HSV in den letzten Jahren beobachtet, sie sagten ja mal, sie hätten in den letzten Jahren immer mal wieder Kontakt zum Verein gehabt?“

PK: „Immer sehr interessiert, denn, egal wo man spielt, man interessiert sich immer auch für den anderen Proficlub. Aber insgesamt betrachtet, würde ich sagen: „Heiß und kalt“. Es gab mal eine Phase, da waren wir im Europacup mit Basel hier und ich dachte: „Wow!“ Allein das damals noch neue Stadion, im Gegensatz zum alten, zugigen Volksparkstadion. Ich fand den Verein immer außerordentlich sympathisch, extrem dienstleistungsbewusst und ich dachte damals, dass es da kaum noch Luft für einen anderen Verein gibt.

HSVArena: „Man könnte also sagen, dass der HSV im Ausland bzw. in der Schweiz schon noch eine große Nummer ist?“

PK: „Sie haben mich nach meinen Eindrücken befragt und die sind geteilt. 2007/08 habe ich gedacht: „Ja, toller Club“ und danach aber auch wieder: „Was ist denn da jetzt los? Wieso kommen die so ins Schlingern?“ Bedeutsam war, als dann die Fußball-Kompetenz immer mehr an einem hing und als Didi dann aufhörte, habe ich noch gedacht: „Okay, und wie machen die das jetzt?“. Dann hatte ich mal Kontakt zu Bernd Hoffmann, da hatte ich aber gerade beim Schweizer Verband unterschrieben. Ich habe auch mal versucht, mich in die Struktur rein zu denken und versucht zu analysieren, wie der Verein aufgestellt ist. Ich dachte damals: „Oha, das ist nicht einfach, sowas zu führen, so einen Mehrsparten-Verein“ und habe dann gesehen, dass es dann auch immer mehr runterging, sowohl in der Tabelle, aber auch in der Darstellung.

Wenn man einem Unternehmen die Fußball-Kompetenzen entzieht, dann wird es ein Konzern mit Fußball-Abteilung, aber es muss ein Fußball-Unternehmen sein. Geschäft ist das heutzutage immer, das kann man nicht negieren.

Zusammengefasst: Bewunderung, für das, was eigentlich sein sollte und Verwunderung darüber, was dann tatsächlich Realität war.

 

Ende Teil1.

Von | 2014-12-04T08:11:45+01:00 4. Dezember 2014|Allgemein|15 Kommentare

15 Comments

  1. Hoobs 4. Dezember 2014 um 08:31 Uhr

    Wunderbar! Großartig! Vielen, vielen Dank Grave! Ich finde dies Interview bis jetzt absolut wertvoll und auch für Peter Knäbel und für den HSV äußerst positiv! Ich hoffe die Veröffentlichung wird Dir später beim Verein nicht nachteilig ausgelegt! Es ist für mich als Fan gut zu wissen, dass ein Herr Knäbel bei der jetzigen Situation (so wie sich das Team aktuell präsentiert) ebenfalls die Fäuste in der Tasche haben muss.

    Ich habe das ja auch bereits thematisiert: Ich finde weiterhin dass wir als Fans mit der neuen Führung absolut Geduld haben sollten! Natürlich ist nicht alles Gold was glänzt und warum einige so leichte Dinge wie z.B. „Training unter Ausschuss der medialen Öffentlichkeit“ nicht sofort konsequent umgesetzt wird, entzieht sich auch meinem Verständnis. Aber mein Gefühl sagt mir auch, dass jetzt die richtigen Menschen an den richtigen Hebel sitzen (von Herrn Wolf und Herrn Hilke mal abgesehen). Langfristig wird das dem HSV gut tun! Aber bei dem aktuellen Team darf unsere Geduld auch nicht überstrapaziert werden. Auch die Holtby´s & Co sind jetzt schon mehrere Monate bei uns und sollten allmählich in die Spur kommen!

  2. Heinn 4. Dezember 2014 um 09:22 Uhr

    Hallo Grave,
    Ich verstehe gar nicht warum sich der HSV davor gedrückt hat, Dein Interview zu veröffentlichen. Sehr interessantes Interview, das einmal über die sonst allgemeingültigen Floskeln hinaus geht. Das hat doch mal Gesicht! Und ausserdem kommt Herr Knäbel sehr sympatisch und überlegt daher!
    Danke für die Veröffentlichung! Das hat Spass gemacht zu lesen. Hoffentlich gibt es dann keinen Ärger für dich.
    @HSV – so geht Interview und gute Aussendarstellung!

    • Gravesen 4. Dezember 2014 um 09:33 Uhr

      Die Erklärung ist doch ganz einfach, man fühlt sich beim HSV nach wie vor an die gelernten Gesetzmäßigkeiten gebunden. Heißt: Erst kommen die Massenmedien (Bild, Abendblatt, Mopo, Sportbild, Kicker, SKY etc.) und wenn dann noch einer möchte, kann er sich ja mal versuchen.

      Ich glaube, viele Mitglieder hatten besonders nach der Ausgliederung gehofft, dass sich daran etwas ändern wird, aber klar Fall von Banane. Es ändert sich eben nichts.

      Das Schlimme dabei ist nur, dass es eben nicht auf die Qualität der Arbeit ankommt, sondern darauf, wovon sich der Verein mehr verspricht bzw. vor wem er die größere Angst hat.

      Mal angenommen, der Verein hätte mir das Interview so gestattet, wie es heute (und morgen) erscheint. Dann wären die Herren von Springer und Funke Amok gelaufen und hätten Kollegen Wolf die Hölle heiß gemacht (vergleiche hierzu das Verhalten bzgl. Akkreditierung). Darauf hat Jörni aber keinen Bock, was ich zum Teil sogar verstehen kann. Nur – warum gibt er mir Knäbel dann vor den Schmierlappen und nicht hinterher?

      Tatsache ist: Wenn ich mich pausenlos von den Boulevard-Spacken abhängig mache, dann darf ich auch nicht aufmucken, wenn sie Dreck über Trainer oder Spieler (wie zur Zeit) auskippen, das ist dann der Preis, den man zahlt.

      Im Zweifelsfall kann man sich dann an „Artikeln“ wie diesen hier erfreuen.

      http://mobil.abendblatt.de/sport/fussball/hsv/article135004274/Hamburger-Abstiegskampf-Jetzt-sprechen-die-frustrierten-Fans.html

      http://www.mopo.de/hsv/auffaellige-haarschnitte-die-hsv-stars-im-frisuren-check,5067038,29220790.html

      • André 4. Dezember 2014 um 10:05 Uhr

        Hahahahahaha… echter Qualitätsartikel in der mopo. Großartig! 😉

      • Heinn 4. Dezember 2014 um 14:40 Uhr

        Ist schon klar. Zu einem gewissen Grad kann man das ja auch nachvollziehen. Die Massenmedien erreichen eben mehr Menschen und das kommt dann als Argument auf der Einnahmeseite bestimmt besser als deinen Blog anzupreisen. Ist wohl leider so Usus.

        Aber selbst im Anschluss daran oder zeitgleich hätten sie dir die Veröffentlichung doch gestatten sollen. Warum er dich vorher eingeladen hat? Persönlicher Gefallen? Vielleicht mag dich der Jörn ja… Es ist nur echt schade. Das Interview zeigt so eindeutig wie gut eure Zusammenarbeit hätte werden können. Selbst wenn du immer hinten angestanden hättest, aber bei solch einer Vorstellung würden sich die Klickzahlen schnell vervielfachen (ich weiss, darauf kommt es dir nicht an), weil Qualität dann am Ende doch ankommt. Es muss sie nur mal einer liefern und der HSV dazu bereit sein, das „Risiko“ einzugehen (auch begzl. Akkreditierung).

        Jedenfalls habe ich das Interview gerne gelesen und fand es mit Abstand das Lesenswerteste der letzten Wochen auf allen zweckdienlichen Kanälen.

  3. André 4. Dezember 2014 um 09:34 Uhr

    Kann mich meinen Vorrednern nur anschliessen. Irgendwie will die Hoffnung einfach weiter daran glauben, das doch noch kompetente Leute beim HSV arbeiten und den Karren aus dem Dreck ziehen. Dieses Interview schürt diese Hoffnung…. Freu mich auf Teil II.

  4. legatfan 4. Dezember 2014 um 10:01 Uhr

    Ich schließe mich meinen Vorrednern an: Gute Sache, daß das Interview veröffentlicht wird. Es werden Fragen gestellt, die im Gegensatz zu anderen Veröffentlichungen nicht im grenzdebilen Bereich liegen, wie z.B.damals bei der Mopo: „Wie intensiv beschäftigen sie sich mit der Kaderplanung über die Saison hinaus?“ – Einzig mögliche Antwort: „Das wird erst in der Sommerpause ein Thema sein.“ (ha-ha). Dieses „Mopo-Exklusiv-Interview“ wurde in den letzen Wochen nur noch durch das „Geheimnis um die Schinken-Banane“ (v. 24.20.14) getoppt.
    Auch wenn ich nur wenig von Peter Knäbels Fähigkeiten kenne, macht er auf mich in dem Gespräch mit Dir einen sympatischen und kompetenten Eindruck. Das ist zumindest mal wieder etwas, was Hoffnung macht.

    • Heidelberger 4. Dezember 2014 um 11:23 Uhr

      Ich muss vorwegnehmen, dass bei mir in Sachen HSV+ die anfängliche Euphorie gewichen ist und sich mittlerweile Ratlosigkeit und vor allem Ernüchterung breit gemacht haben.

      Auch ich kann die Fähigkeiten eines Herrn Knäbel nur unzureichend beurteilen. Aber sein bisheriges Auftreten, seine Referenzen sowie die Antworten in dem jetzt doch veröffentlichen Interview machen mir Hoffnung. Hoffnung, dass seit Jahren endlich wieder mal einer auf dem Stuhl sitzt, der weiß was und vor allem wie er die Dinge angehen muss.

      Dennoch stelle ich mir jetzt eine Frage. Um wie vieles besser muss jeder Einzelne beim HSV arbeiten, damit sich kurzfristiger Erfolg einstellt? Denn jeder Fähige beim HSV muss sich nicht nur gegen die Konkurrenz aus der Liga behaupten, sie müssen sich vor allem auch gegen die alten unfähigen Zöpfe im Verein und gegen die intriganten Machtspielchen in der Struktur behaupten. Auch ohne Gegenwind aus den eigenen Reihen ist die Aufgabe mehr als undankbar. Aber so? Ist diese Herkulesaufgabe überhaupt zu bewerkstelligen?

      Nehmen wir das Thema Kommunikation. Trotz exzellenter Beratungskompetenzen im Team HSV+ hat man sich offensichtlich ganz bewusst gegen Veränderungen entschieden. Da sitzt ein Mediendirektor, der schlicht keinen Bock auf Stress hat und ein alter/neuer Vorstand Hilke, der noch nie während seiner Wirkungszeit etwas Positives auf den Weg gebracht hat. Der Fall Hilke wirkt besonders schlimm nach, da er eben auch noch für das Ressort Marketing verantwortlich ist. In meinen Augen wurde damit ganz gezielt der Untergang eingeläutet. Aber das ist ein anderes Thema und ich möchte nicht noch weiter ausholen müssen.

  5. Lonewolf72 4. Dezember 2014 um 10:19 Uhr

    Sehr schönes Interview mit intelligent gestellten Fragen und entsprechenden kompetenten Antworten. Peter Knäbel scheint wirklich ein Mann zu sein, der weiß was er tut und sagt und er hat wohl auch einen Plan wie er unseren HSV wieder nach vorne bringen kann.
    Noch kurz was zu den Inkompetenzlern von Blöd, Mops und Haha. Wenn die „Journalisten-Darsteller“ der Hamburger „Fachpresse“ das Interview lesen, müssten die eigentlich sofort kündigen und ein Leben als Einsiedler wählen.
    Gruß
    Marco

    P.S. Und hier noch was aktuelles zum Qualitätsjournalismus der Hamburger Presse über unseren HSV. Das ist nur noch zum kopfschütteln:
    http://www.mopo.de/hsv/auffaellige-haarschnitte-die-hsv-stars-im-frisuren-check,5067038,29220790.html

  6. ausgegliedert 4. Dezember 2014 um 12:29 Uhr

    Mich erstaunt, daß du nun doch „wortbrüchig“ geworden bist? Zumal in diesem ersten Teil nichts Entlarvendes enthalten ist?
    Wenn Knäbel, Peters und Didi so symbiotisch zusammenarbeiten, dann kann sich auch Erfolg einstellen.
    Oder sind weitere Teile deutlich brisanter?

  7. Pascal Jarosch 4. Dezember 2014 um 13:27 Uhr

    ich muss sagen sehr gutes Interview, schade das wir darauf so lange warten mussten. Ich muss dir absolut recht geben: unverständlich warum man nicht einfach das Datum bzw. den Zeitpunkt deines Interviews nach hinten geschoben wurde anstatt sich so zu verhalten.

    Nochmal zum Thema Hilke: ich erinner mich an einen Artikel aus den letzen beiden Tagen, ich glaube von Daniel Jovanov, wo es darum ging das 4! Logen an eigene Spieler vermietet wurden. Als ich vor 3 Jahren die erste Stadionführung mit meiner Freundin (mittlerweile Frau) gemacht habe, hieß es noch das die Warteliste für Sponsoren sehr lang ist und alle gerne eine Loge hätte. Das mittlerweile die Liste leer und trotzdem noch Logen (und Business Seats) leer sind das man die Logen an Spieler vermieten „muss“ ist nur ein weiteres Armutszeugnis für Hilkes Arbeit. Allein der Punkt rechtfertigt eine Nicht-Verlängerung des Vertrags. Und über die Außendarstellung brauchen wir gar nicht erst zu reden

  8. Bwana Bruce 4. Dezember 2014 um 15:32 Uhr

    Moin Grave !

    So stelle ich mir die Fragen und Antworten eines Interviews vor ! Besser geht es kaum …… und man schöpft doch wieder ein wenig Hoffnung , wenn offensichtlich Kompetenz „rüber kommt“ ? Absolut Klasse das ganze !

    Sonnige Grüße , Bwana bruce

  9. Goldfather 4. Dezember 2014 um 20:19 Uhr

    Bestes Interview mit einem HSV-Verantwortlichen seit langer, langer Zeit. Differenziert und kompetent beantwortet von Knäbel. Die Qualität der Sportdirektion mit Knäbel und Peters ist in der gegenwärtigen Lage, dass einzige was berechtigte Hoffnung auf bessere Zeiten zulässt.

  10. Bwana Bruce 5. Dezember 2014 um 08:42 Uhr

    Moin !

    „wahrer“ Journalismus zeigt sich auch in solchem Dreck .. „Zinnbauer muss wohl oder Übel auf Cleber setzen“ (HA)

    Trotzdem einen schönen Tag ! Bwana Bruce

  11. Jorgo 5. Dezember 2014 um 08:51 Uhr

    @ Bwana Bruce…..

    sollte Cleber eine ansprechende Leistung abliefern, wovon ich kaum überrascht wäre, dann
    ist er der Heilsbringer, der die anderen Kostenfaktoren auf dieser Position entbehrlich macht.
    Dann hat auch es Zinnbauer verstanden und folgt nun den Empfehlungen des HA. Alles wird
    gut…………Gruppenphase 2015/2016 😉 es lebe der Dino… Europa wir kommen 😉

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