Carsten und Flöte – die Maulwurfsfindungskommission

Flöte: “Moin Dicker, was geht?”

Carsten: “Moin Dicker, alles gut. Und bei dir?”

Flöte: „Alles gut. Punkt in Freiburg, Bremen hinter uns. Aber hast du schon den neusten Hammer gehört?“

Carsten: „Du meinst das Kühne-Interview?“

Flöte: „Ne, ich meine die Maulwurfsfindungskommission“

Carsten: „Die was? Schon wieder Maulwürfe? Ich dachte, dass hätten wir mit unserem neuen Sensations-Rat hinter uns“

Flöte: „Ne, nicht im Aufsichtsrat, Dicker. Die wollen anscheinend nur fast alle zurücktreten, aber das machen wir ein anderes Mal. Ne, ich habe dir doch von den bewegten Vögeln erzählt, die den Beirat unter Druck setzen wollen“

Carsten: „Du meinst den Rat, der den Kandidaten für die e.V.-Präsidentschaft auswählt?“

Flöte: „Genau. Und da dieser Rat offenbar nicht ihren Otto Rieckhoff benennt, turnen da jetzt so ein paar besondere HSVer in irgenwelchen Geheimgesprächen rum und machen Druck. Bringt aber nichts, wie man hört“

Carsten: „Du meinst, die wollen mehr als einen Kandidaten zur Auswahl, weil ihr Kandidat nicht der Kandidat ist?“

Flöte: „So ist das, Dicker. Wenn der Beirat durchblicken lassen würde, dass Otto der I. der Auserwählte wäre, würden sie keinen Ton sagen“

Carsten: „Aber waren nicht die die Ober-Demokraten, die…..“

Flöte: „Ne, das sind die, die meinen, den Verein aus dem Hintergrund steuern zu wollen“

Carsten: „Hast du ne Ahnung, wer dahinterstecken könnte?“ü

Flöte: „Aber sicher, Dicker, ich kenne ja die Mails. Die Heinis halten sich für super-clever und fertigen ein Gesprächsprotokoll über eine vertrauliche Unterhaltung an, in der Teile des Beirats, u.a. Dr. Peters, als halsstarrig und stur bezeichnet werden. Und anschließend mailen sie es in der Gegend rum. Wie blöd kann man eigentlich sein?“

Carsten: „Und du hast diese Mails gelesen?“

Flöte: „Alter, ich habe doch meine Verbindungen, weißt du doch. Ich möchte nicht wissen, wer das alles gelesen hat und es eigentlich nicht lesen sollte“

Carsten: „Und wer sind die Verschwörer?“

Flöte: „Naja, da ist erstmal der Dicke, der ständig am Trainingsplatz rumhängt und die Spieler und Trainer blöd von der Seite anlabert. Du weißt doch, das ist der, der unbedingt erst Aufsichtsrat und dann SC-Vorstand werden wollte und seine Nase überall reinhängt. Dann noch so ein paar Alt-Plusser, die du ja noch alle kennst und neuerdings auch ein ehemaliger Aufsichtsrat. Der soll übrigens die Maulwurfsfindungskommission anführen“

Carsten: „Ein ehemaliger Aufsichtsrat? Und der Dicke, will der schon wieder ein Amt?

Flöte: „Der will irgendwas- Hauptsache, er kann bei seinen Trainingsrentnern mit nem Titel posen. Weißt du, was die vorhaben? Die wollen, falls ihr Otto es nicht wird, die Wahl verschieben“

Carsten: „Und dann?“

Flöte: „Dann stehen ja auch noch zwei andere Wahlen an, Dicker. Der Deligierte der Amateure und der Deligierte für den SC müssen in den Beirat gewählt werden. Und jetzt rate mal, wer den zweiten Job will.

Carsten: „Ich ahne es, der fette Weihnachtsmann. Und wer ist scharf darauf, Vertreter der Amateure im Beirat zu werden“

Flöte: „Denk man nach, Alter. Denk mal an Ottos Grillrunde vom Sommer, die Geschichte hat doch nen Bart. Dann wird aber ein Schuh draus. Neue Kräfteverhältnisse im Beirat und –  schwupps – ist Rieckhoff durch die kalte Küche wieder im Boot. So macht man das, wenn man nur verschlagen genug ist. Und jetzt auch noch der Ex-Aufsichtsrat“

Carsten: „Bist du sicher?“

Flöte: „Yepp, einer aus dem Ertel-Kabinett des Schreckens. Will vielleicht wieder ein Amt haben“

Carsten: „Und wie kommen die jetzt auf Maulwurf?“

Flöte: „Alter, du raffst auch gar nichts. Wenn ich das schon weiß, dann weiß Grave noch viel mehr und ausgerechnet der sollte das nicht spitzkriegen“

Carsten: „Kann ich mir vorstellen“

Flöte: „Aber und wie. Und jetzt suchen sie das Leck in den eigenen Reihen“

Carsten: „Dicker, ich glaube, in diesem Verein wirken nur noch Spinner“

Flöte: „Treffer versenkt, Alter. Nur der HSV“

Carsten: „Nur 149kg“

Flöte: „Eghbal Ali, Kopfball Tor, Dicker“

Von | 2014-12-16T08:50:18+01:00 16. Dezember 2014|Allgemein|2 Kommentare

2 Comments

  1. Flensburger1977 16. Dezember 2014 um 11:26 Uhr

    wie heisst es so schön, die erfolgreichsten Geschäfte im Fussball macht man ,, wenn man sich artig bedeckt hält.

  2. Marcel Aimaq 16. Dezember 2014 um 18:23 Uhr

    Zum Thema Finanzen und KMK, hier mal aus dem Bereich Jovanovs HSV von Mr. XXX zusammengestellt.
    Sehr interessant meiner Meinung nach!
    Hat sich sonst jemand damit mal beschäftigt?

    Copyright FB Jovanovs HSV:

    Analyse des „HSV e. V. Konzern“ von der Saison 2008/09 bis 2012/13.

    Hallo,
    anliegend erhalten Sie eine Analyse des „HSV e. V. Konzern“ von der Saison 2008/09 bis 2012/13. Mein Name tut nichts zur Sache, da ich diese Informationen anonym veröffentlichen möchte. Ich arbeite seit vielen Jahren im Bereich Rechnungswesen und kann einen Jahres-Abschluss daher entsprechend lesen, interpretieren und analysieren. Alle Informationen stammen aus der Veröffentlichung des HSV im Bundesanzeiger. Ich habe weder Zugang zu vertraulichen Unterlagen des Vereins noch Kontakt zu so genannten Insidern. Was ich hier ableite ist die Entwicklung der Liquidität des Vereins aus der Cashflow-Analyse im Hinblick auf das Lizenzierungsverfahren und die HSV-Anleihe. Abschließend möchte ich einen Blick in die Zukunft werfen. Mit diesen Ausführungen möchte ich einen neutralen und ehrlichen Blick auf tatsächliche Begebenheiten werfen.

    2008/09 und 2007/08
    Liquide Mittel um 20 Mio. € erwirtschaftet aus dem laufenden Geschäft.
    1. Sportlicher Erfolg = hohe Erlöse bei adäquatem Mitteleinsatz (Personalaufwand und Betriebskosten) = Gewinn.
    2 .Ausgeglichenes Verhältnis der Investitionen (Transferausgaben = Transfereinnahmen)
    Werte der Spieler in der Bilanz ~ 30 Mio. €
    3. Gleichzeitig war der Schuldenabbau aus dem laufenden Ergebnis möglich.
    Die bilanzielle Überschuldung (negatives Eigenkapital auf der Aktivseite) war fast ausgeglichen.

    2009/10
    bis Mitte Mai 2010 ohne Sportdirektor – Verantwortung Sport.
    Reduktion der liquiden Mittel um 6 Mio. € auf 14 Mio. €
    1. Sportlicher Erfolg = hohe Erlöse bei adäquatem Mitteleinsatz (Personalaufwand und Betriebskosten) = Gewinn.
    daraus folgte wieder ein hoher operativer Cashflow
    2. unausgeglichene Transferaktivitäten
    der gute operative Cashflow wurde hierdurch komplett aufgebraucht, so dass der Schuldenabbau 5,6 Mio. € zu Lasten der Liquidität erfolgte. Werte der Spieler in der Bilanz 37,7 Mio. €
    Am Ende reicht es aber nicht sich erneut international zu qualifizieren – Bundesliga Platz 7.

    2010/11
    Austausch der Verantwortlichen im laufe des Geschäftsjahres.
    Reduktion der liquiden Mittel um 12,4 Mio. € auf 2,5 Mio. €
    1. Sportlicher Misserfolg = geringe Erlöse bei hohem Mitteleinsatz (Personalaufwand und Betriebskosten) = Verlust.
    operativer Cashflow = 0!
    2. Erneute unausgeglichene Transferbilanz -3,6 Mio. € zzgl. Investitionen Stadion -4 Mio. €
    Werte der Spieler in der Bilanz 38 Mio. €
    3. Weiterhin Schuldenabbau zu Lasten der Liquidität -4,6 Mio.
    Erstmals erhöht sich die bilanzielle Überschuldung (negatives Eigenkapital auf der Aktivseite) durch den laufenden Verlust von 3,3 Mio. €. Dabei kann der Verlust noch durch sonstige Erträge abgemildert werden. „Wesentlicher Grund hierfür sind die Leistungen eines Investors, der den Anspruch an einem Drittel der Erträge aus einem möglichen Transfer verschiedener Spieler des Bundesliga-Kaders erworben hat.“ Am Ende reicht es wieder nicht sich international zu qualifizieren – Bundesliga Platz 8.

    2011/12
    Aufbau der liquiden Mittel um 4,8 Mio. € auf 7,3 Mio. €
    1. Sportlicher Misserfolg = geringe Erlöse bei hohem Mitteleinsatz (Personalaufwand und Betriebskosten) = Verlust.
    operativer Cashflow = 5,4 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr resultierend aus geringeren Steuerzahlungen und
    höheren nicht liquiditätswirksamen Aufwendungen (z.B. für Abschreibungen und Rückstellungen)
    2. Erstmals wieder eine ausgeglichene Transferbilanz +7,3 Mio. € abzgl. Investitionen Stadion -4 Mio. €
    Werte der Spieler in der Bilanz 29,5 Mio. €
    3. Weiterhin Schuldenabbau zu Lasten der Liquidität -3,7 Mio. .
    Die bilanzielle Überschuldung (negatives Eigenkapital auf der Aktivseite) erhöht sich weiter durch den laufenden Verlust von 4,7 Mio. €. Die Einsparungen im Kader lesen sich in der Bundesligatabelle wieder – Platz 15.

    2012/13
    Aufbau der liquiden Mittel um 4,8 Mio. € auf 9,2 Mio. €
    1. Sportlicher Misserfolg = geringe Erlöse bei hohem Mitteleinsatz (Personalaufwand und Betriebskosten)
    operativer Cashflow = -8,1 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr resultierend aus geringeren Transfererlösen und höheren Kosten – Auszug Lagebericht:
    „Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen war ebenso ein Anstieg zum Vorjahr zu verzeichnen.
    Dies hängt insbesondere mit den Kosten im Zusammenhang mit der Produktion der Jubiläumsgala sowie den Kosten für die Emission von Inhaberschuldverschreibungen zusammen. Darüber hinaus erhöhten sich die Aufwendungen im Zusammenhang mit Transfers.“
    „Gegenüber dem letzten Geschäftsjahr sind die Personalaufwendungen um knapp 3 % gestiegen. Dies liegt zum einen in der Rückstellungsbildung für zu zahlende Abfindungen und zum anderen in der veränderten Struktur des Spielerkaders und höheren Prämienzahlungen im Vergleich zum Vorjahr begründet.“
    2. Erneut eine unausgeglichene Transferbilanz -14,3 Mio. € zzgl. Investitionen Stadion -2 Mio. €
    Werte der Spieler in der Bilanz 37 Mio. €
    3. Erstmals Neuverschuldung durch Campus-Anleihe 17,5 Mio. € und Kreditaufnahme 16 Mio. € abzgl. Tilgung -6,5 Mio.€
    Damit wurde der operative Cashflow und die Investitionstätigkeit finanziert.
    Fraglich ist bereits zu diesem Zeitpunkt, warum weder die bilanzielle Position „Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau“ für den Campus noch die liquiden Mittel eine Wertsteigerung erfahren. Der Abschluss enthält keine Hinweise darüber, wie die Einzahlungen besichert wurden.
    Die bilanzielle Überschuldung (negatives Eigenkapital auf der Aktivseite) erhöht sich weiter durch den laufenden Verlust von 8,4 Mio. €.
    Dabei kann der Verlust noch durch sonstige Erträge abgemildert werden.
    „Mit Abschluss der Dienstleistungsvereinbarung vom 10. Juni 2013 mit der SPORTFIVE GmbH & Co. KG, Hamburg, wurde in Anwendung
    der Forderungsbeschränkungsvereinbarung vom 30. Juni 2005 mit der SPORTFIVE GmbH & Co. KG ein bereits zu diesem Zeitpunkt vereinbarter, auflösend bedingter Verzicht auf ein unter dem Agenturvertrag vom 24. Juli 1998 gewährtes Darlehen in Höhe von TEUR 12.399 wirksam. Durch den Verzicht entstand ein außerordentlicher Ertrag in Höhe von TEUR 12.399.“

    Zusammenfassend bestätigt sich was viele vermuten:
    1. Der HSV hat zu hohe Kosten und kann diese nur durch die Teilnahme am internationalen Wettbewerb decken.
    Fraglich warum diese Kosten in den letzten Jahren trotz mehrfacher Ankündigung nicht gesenkt wurden.
    2. Der HSV hat viel zu viel in den Kader investiert – sämtliche Gewinne aus der gemeinsamen Ära Beiersdorfer/Hoffmann wurden fehlinvestiert. Die Werte der Spieler in der Bilanz aktuell 37 Mio. € – zu Zeiten von Beiersdorfer/Hoffmann waren hier nur 30 Mio. €.
    Der sportliche Erfolg hat sich im gleichen Zeitraum umgekehrt.
    3. Der HSV hat die Liquidität aus der Anleihe zur „Sicherung“ der Liquidität verwendet.
    Oder um genau zu sein für den Megaverlust aus der Saison 2012/13 – 8Mio. €
    Es bleibt damit spannend, wie das Jahres-Ergebnis der Saison 2013/14 ausfällt, da bereits im Frühjahr 2014 bekannt wurde, dass der HSV Bürgen für die Liquidität / Lizenzierung benötigt. Ferner wurden in der neuen Saison 2014/15 erneut Gelder aufgenommen und Transfers getätigt, die vermutlich noch höhere Personalkosten auslösen werden. Das Einzige was den Verein heilen kann ist sportlicher Erfolg und der bleibt aktuell aus. Viele fordern daher Geduld. Geduld kann man aber leider nicht bilanzieren!
    Zuletzt bleibt die Frage, wie der Campus finanziert werden soll, weil das Geld anderweitig verwendet wurde.
    Die Geschäftsleitung im Jahr 2012/13 (Carl-E. Jarchow, Frank Arnesen, Oliver Kreuzer, Joachim Hilke und Oliver Scheel) sollte sich mal in aller Form bei den Investoren für diese Posse zumindest verbal entschuldigen.
    Ich frage mich außerdem, warum drei von 5 Vorständen immer noch beim HSV angestellt sind und ob die Kontrolleure denn komplett blind waren …
    Mit freundlichen Grüßen, XXX

Die Kommentarfunktion wurde geschlossen.

Unser Archiv