Was bringt Dubai?

Spielfreie Zeit – Zeit der Trainingslager. Weil besonders im kalten und unfreundlichen deutschen Winter die Bundesliga-Clubs gen Süden ziehen, kommt jährlich die Frage nach dem Sinn bzw. Unsinn dieser Maßnahme auf. Die Einen sagen, dass es absolut sinnvoll ist, unter besten Bedingungen die Grundlagen für die Rückrunde herzustellen, die Anderen meinen, dass es wenig bringt, Spielzüge auf Golfrasen zu trainieren, wenn man es anschließend auf deutschen Matsch-Ackern umsetzen muss.

Die Frage lautet also: Was bringt besonders dem HSV ein Trainingslager unter der Sonne Dubai’s?

Trainingsbedingungen:

Glaubt man den Berichterstattern vor Ort, dann gibt es nichts Besseres als den Nad Al Sheba Sports Complex und die Bedingungen im Hotel „The Meydan“ sollen ebenso perfekt sein. Man kann sich also unter optimalen Bedingungen vorbereiten, Laufwege studieren, Spielzüge planen und Standard-Situationen üben. Hinzu kommt, dass die medizinische Versorgung vor Ort ebenfalls optimal sein soll. Muss sie auch sein, denn trotz der optimalen äußeren Bedingungen zählt der HSV teilweise bist zu 8!!! verletzte Spieler.

Pierre-Michel Lasogga (Oberschenkelprobleme), Valon Behrami (Reha nach Knie-OP), Matthias Ostrzolek (Bänderdehnung), Dennis Diekmeier (Knieprellung), Nicolai Müller (muskuläre Probleme) , Cléber (Fußprellung), Holtby (Schlüsselbeinbruch) stehen dem Trainerteam teilweise über mehrere Tage nicht zur Verfügung, Lasogga und Behrami konnten bisher noch gar nicht mittrainieren. Inwiefern dies dem Trainingspensum und dem Kampf um die Stammplätze geschuldet ist, bleibt unklar.

Nähe zum Sponsor:

Gastgeber Dubai ist für den HSV gleichzeitig der größte und wichtigste Sponsor, seit 2006 seht der Schriftzug der staatlichen Fluggesellschaft Fly Emirates auf der Brust der Hamburger. Nachdem man so unsensibel war und die letzten beiden Winter-Trainingslager im Land des Hauptkonkurrenten Etihad, Abu Dhabi, abhielt, ist man dieses Jahr schlauer gewesen. Vorteil: Der Sponsor bezahlt Flüge und Trainingslager, man hat die Möglichkeit, vor Ort persönliche Gespräche zu führen. Dies war auch dringend nötig, denn die Scheichs aus Dubai sind verärgert. Respekt spielt in diesen Regionen eine große Rolle und es zeugt nicht eben von Respekt, wenn man von den einen kassiert (Fly Emirates) und bei den anderen trainiert (Etihad)

Ruhe im Trainingsbetrieb:

Es hätte so schön sein können. Man fliegt um die halbe Welt und hat unter besten äußeren Bedingungen endlich einmal die Möglichkeit, ohne die Dauerbeobachtung der omnipräsenten Hamburger Schmuddelpresse trainieren zu können. Pustekuchen. Natürlich schickt ein jedes Blättchen seinen „Korrespondenten“ und so können die daheim-gebliebenen Fans auch diesmal in Echtzeit bestaunen, wie Trainer Zinnbauer seine Spieler maßregelt:

„Zinnbauer auf Zinne: „Hast Du keine Lust heute“

Der Umstand, dass dies bei nahezu allen anderen Vereine ähnlich ist,macht es nicht besser.

Zusammenhalt:

Wichtig und selbst in einer Mannschaft, bei der 28 Ich-AG’s um die Stammplätze kämpfen – der Zusammenhalt innerhalb einer Mannschaft. Während in Hamburg in Zeiten des normalen Spielbetriebs die meisten Spieler nach Trainingsende ihre eigenen Wege gehen, sitzt man in einem Trainingslager wochenlang aufeinander. Dies kann zu Lagerkollern führen, dies kann sich aber auch positiv auf das Mannschaftsgefüge auswirken. Wichtig dabei ist, dass eine Einheit nicht „von oben“ befohlen wird, das wird nicht klappen. Die Zukunft wird zeigen, ob sich vor Ort etwas bewegt hat.

Von | 2015-01-21T09:35:46+01:00 21. Januar 2015|Allgemein|28 Kommentare

28 Comments

  1. Goldfather 21. Januar 2015 um 14:56 Uhr

    Respekt spielt in diesen Regionen eine große Rolle und es zeugt nicht eben von Respekt, wenn man von den einen kassiert (Fly Emirates) und bei den anderen trainiert (Etihad)

    .
    Dieser Umstand war mir bis jetzt noch nicht bekannt und ich muß leider bemerken, dass es angesichts der wirtschaftlich prekären Situation des HSV wohl nichts dümmeres gibt, als bei einem Konkurrenten von Emirates ins Trainingslager zu gehen.
    .
    So gesehen kann sich Herr Hilke, als Vorstand Marketing, glücklich schätzen, dass Emirates es überhaupt in Erwägung zieht den Vertrag zu verlängern.
    .
    Ob Emirates jedoch gewillt ist über das Trikot-Sponsoring hinaus ein Teil einer Veranstaltung zu werden, die den Hauptverantwortlichen Marketingvorstand, in seinem Amt bestätigt, halte ich für äußerst zweifelhaft.

    • Oberberger 21. Januar 2015 um 19:02 Uhr

      Ich zitiere aus dem Interview mit dem „Hamburger Abendblatt“.

      „Wir sind auch ein wenig stolz darauf, dass sich eine weltweite Marke wie Emirates schon seit so langer Zeit mit uns assoziieren will.“

      Heißt also: Emirates bettelt schon seit langem darum sein Geld beim „findigen 46 jährigen“ abliefern zu dürfen.
      Es gibt also keinen Grund zur Sorge. Der große Unsichtbare wird das Kind schon schaukeln 🙂

    • Ken Tucky 21. Januar 2015 um 19:07 Uhr

      Sei gegrüsst Ashanti, alter Krieger.

      Da hast du etwas in den falschen Hals bekommen. Der HSV hält in diesem Jahr sein Trainingslager in Dubai ab. Lediglich die Testspiele gegen Frankfurt und ManCity finden vor den Augen der ManCity Besitzer im benachbarten Abu Dhabi statt.

      Das Trainingslager in Abu Dhabi fand in den vergangenen 2 Jahren statt. Stichwort: Beister Verletzung. Verantwortlicher Organisator: Hilke.

      Respektlosigkeit gegenüber ihrem Hauptsponsor hat jedoch Tradition beim HSV. Wir erinnern uns doch sicher alle an die berühmte Allgäu Wanderung des Herrn Hoffman, während des Hamburg Aufenthalts des CEO von Emirates Airlines, Ahmed bin Saed Al Maktoum, dem Onkel des Herrschers Mohammed bin Rashid Al Maktoum. Die Airline ist zwar staatlich, was in Dubai aber nichts anderes bedeutet, dass sie Eigentum der Maktoum Familie ist.

      Wer sich ein wenig mit den Familienverhältnissen des Clans auskennt, erkennt unschwer, dass die Maktoum Familie mit gleichen Mitteln zurück zahlt. So lassen sich die HSV Granden stolz mit dem von der MOPO hochgejazzten Kronprinzen ablichten, fein säuberlich gemäss ihrer Hierarchie von innen nach aussen geordnet. Von den Heavyweights der Maktoum Familie fehlt jedoch jede Spur.

      Nun saugt sich der MOPO Reporter sogar schon eine strategische Partnerschaft aus den Fingern, greift aber ganz offensichtlich auf Wikipedia Informationen über den Kronprinzen zurück. Hätte er sich zumindest der offiziellen Websites bedient, dann wüsste er wie man die Namen der Familienmitglieder korrekt schreibt.

      Und das sollte das mindeste sein was man von einem Menschen, der sein Geld mit dem Schreiben von Artikeln verdient, verlangen kann.

      Gruss RFTR

      • Goldfather 21. Januar 2015 um 21:48 Uhr

        Sei auch du gegrüßt RFTR, du alter Pferdenarr, natürlich war ich mir im klaren darüber, dass der HSV aktuell im „richtigen“ Lager trainieren lässt, weshalb sich mein Kommentar eigentlich auf die Jahre zuvor bezog.
        .
        Ich wäre mehr als erstaunt, wenn Emirates über die Trikotwerbung hinaus Geld in einen Club pumpen würde, der sich in Dubai jahrelang in der Adresse geirrt hat.
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        Soviel Gönnertum wäre selbst dem exzellentesten Trucker-Milliardär nicht zuzutrauen.
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        Die Tabelle lügt nicht…

  2. menke 21. Januar 2015 um 19:00 Uhr

    Seit mittlerweile !4 jahren verbringe ich meinen Jahresurlaub bei den Jalas ( sorry für die Wortwahl, schickt mir bitte keinen Selbstmordattentäter vorbei, ich bin friedlich) und zwar immer im selben Hotel, Essen top,guter Service, passt alles..
    Am Anfang war es ja noch lustig, ich habe viele Leute kennengelernt die auch noch heute zu meinen Freunden zählen, Manni aus Köln sei hier erwähnt, seines Zeichens rheinische FCK -Frohnatur mit geschlucktem Basketball sowie Taucher mit debilem Hang zur Happy Hour…Mittlerweile beschränkt sich mein Urlaub aufs Wenden meiner Ehefrau beim Sonnenbaden sowie Bespaßung meiner 8 jährigen Tochter all around the Pool,… Manni, i miss you…
    Goldfather, Sie haben geschrieben dass in diesen Regionen Respekt eine große Rolle spielt, ok kann ich hinsichtlich des HSV unterstreichen..
    .Man muß wissen mit wem man sich einlässt wenn man einen Global Player aus dem arabischen Raum als Sponsor nimmt, während 95 % der Bevölkerung dort sich auf HSV 63- Niveau befindet machen die restlichen 5 % die Kohle und bestimmen wie die anderen 95 % wie und wann zu atmen haben…Ist so…
    Den Jungs da unten mußt du Respekt entgegen bringen, sie verstehen, ihnen auch mal zuhören, dann biste ganz weit vorne bei denen..Deswegen war es nur an der Zeit persönlich samt Vorstand dort vorzusprechen…Was es bringt, bleibt abzuwarten…
    Menke…

    • Goldfather 21. Januar 2015 um 22:01 Uhr

      @menke – Der Satz, „Respekt spielt in diesen Regionen eine große Rolle und es zeugt nicht eben von Respekt, wenn man von den einen kassiert (Fly Emirates) und bei den anderen trainiert (Etihad)“, stammt aus dem Blog von Gravesen und nicht von mir.
      .
      Gleichwohl teile ich seine Meinung und frage mich, wie es jemals zu einer wirtschaftlich ergiebigen Partnerschaft auch mit anderen Unternehmen als Emirates für den HSV kommen soll, wenn derart offensichtliche Fehler gemacht werden?
      .
      Wenn man sportlich schon nichts auf die Reihe bekommt muß es zumindest auf wirtschaftlicher Ebene glatt laufen. Leider ist beim HSV das eine vom anderen nicht zu trennen.
      .
      Mich würde jedoch interessieren, wie die Begründung von Jarchow und Hilke lautet, bezüglich der Trainingslager, die man beim Emirates-Konkurrenten Etihad in Dubai durchführte.

  3. Flugente 21. Januar 2015 um 21:47 Uhr

    N`Abend! Sorry wenn ich mal kurz klugscheißen muss, aber in fast jedem Blog findet in letzter Zeit die Airline „Fly Emirates“ Erwähnung, wo ich immer schmunzelnd zusammenzucke.
    Das „fly“ auf dem Trikot versteht sich lediglich als Verb und Hinweis, was man doch bitte mit Emirates machen möge…
    (so wie „trink Coca Cola“ zum Beispiel)
    Die Airline heißt aber einfach nur: Emirates.
    Nichts für ungut, wollte es nur mal am Rande erwähnt haben… 🙂

    NUR EMIRATES äääh DER HSV!!

  4. Ken Tucky 21. Januar 2015 um 23:44 Uhr

    Quizfrage:

    A) Was haben folgende 5 Fussballvereine gemeinsam?
    Real Madrid, AC Mailand, FC Arsenal London, Hamburger SV, Paris St. Germain

    B) Welcher Verein passt in keinster Weise zu den anderen 4 und müsste deshalb aus dieser Liste gestrichen werden?

    • princedenmark 1953 22. Januar 2015 um 11:59 Uhr

      Alle fünf Klubs sind in der TOP 20 des Deloitte-Rankings gelistet, der HSV ist der einzige Klub, der nicht international vertreten ist.

      Das Ranking müsste übrigens bald aktualisiert werden.

  5. Zafirov 22. Januar 2015 um 10:57 Uhr

    Anteile unter Wert verkauft, dafür Kühne an den Hacken. Wieder Volksparkstadion, aber Imtech hat etwas mehr bezahlt. Oder sehe ich irgendwas falsch?

    • Gravesen 22. Januar 2015 um 11:13 Uhr

      IMTECH hat pro Jahr € 3,5 Mio plus Prämien (die aber wohl nicht fällig wurden) bezahlt, Kühne zahlt wohl € 4 Mio fix. Zudem hätte der HSV meiner Meinung nach große Probleme bekommen, einen ähnlichen Sponsor zu finden, betrachtet man die sportlichen Darbietungen der letzten Jahre.

  6. kuehlerRechner 22. Januar 2015 um 12:25 Uhr

    wenn man sich die Nachricht:
    http://www.hsv.de/verein/meldungen/verein/2015/ein-erster-bedeutender-schritt-zur-konsolidierung/
    mal in Ruhe durchliest, dann kann man sehr deutlich herauslesen, wie der HSV aktuell an die Wand gedrückt wird.

    Ausgangslage:
    Kühne hat 25 Millionen Darlehen in einem Verein stecken, der
    a) diese Saison absteigen könnte
    b) selbst bei Nichtabstieg mindestens von Lizenzproblemen bedroht ist
    c) durch die aktuell enormen Schulden offenbar kein cash mehr hat, um auch nur kleine Transfers durchzuführen.

    a) + b) hätte sehr wahrscheinlich eine Insolvenz zur Folge. Ein Totalverlust des Kredites ist also durchaus möglich (gewesen).
    c) erhöht die Wahrscheinlichkeit, daß a) oder b) eintreten.

    Diese Situation ist also für Neu-Investoren alles andere als lukrativ, Selbst wenn es Interessenten gibt, so warten diese mindestens bis Mitte der Rückrunde, wie sich das sportlich entwickelt.
    Heißt wiederum auch für Kühne:
    d) sollte der HSV im Sommer nicht absteigen und dann die Lizenz bekommen, so würde sich die Lage des HSV wieder entspannen (Motto: die Hoffnung stirbt zuletzt), und neue Investoren könnten den Wert des HSV steigern, womit sich dann Kühne geärgert hätte, keine billigen Anteile gezeichnet zu haben

    Kühne stand also vor der Wahl:
    wartet er ab (was eh nicht seine Stärke ist), könnte er
    – entweder seinen Kredit verlieren (bei Abstieg/Nicht-Lizensierung)
    – oder hätte spätestens im Sommer seine exklusive Position verloren

    Beides keine guten Aussichten für Kühne (zudem wäre unklar gewesen, ob der HSV so oder so die Rückzahlung der Kredite hätte bedienen können … und wenn Kühne auf Rückzahlung bestanden hätte: miese Presse bzw. wäre dann Kühne Totengräber des Vereins geworden). Neues Geld kam aber auch nicht in Frage.

    Also hat er jetzt dem HSV eine für ihn smarte Lösung diktiert:
    – ohne neues Geld zuschiessen zu müssen hat er 7,5% Anteile
    – dies entspricht einem aktuellen Wert von 250 Millionen des HSV, die für einen etablierten Bundesligisten eindeutig am unteren Rand liegen
    – Kühne würde seinen Anteil auch bei Abstieg/Insolvenz behalten
    – Kühne hat jetzt lebenslanges Mitspracherecht
    – buchhalterisch ist das auch alles sauber

    heißt: Kühne kann mit dieser Lösung nur gewinnen, denn wenn der HSV tatsächlich wieder erfolgreich(er) wird, steigt auch der Wert seines Anteils. Ebenso, wenn ab jetzt neue Investoren Geld in den HSV pumpen (= weiter entschulden), steigt der Wert seines Anteils automatisch.

    Für den HSV ist das schlecht, weil natürlich alle Investoren sich an den 250 Millionen Wert orientieren werden. Und sie können darauf verweisen: Kühne hat nur ein kritisches Risiko-Darlehen umgewandelt. Wir (also die Investoren) sollen aber neues Geld investieren … das bedeutet Risiko-Abschlag.

    Es ist ja auch ein Zeichen, daß Kühne nicht seinen gesamten Kredit i.H.v. 25 Millionen umgewandelt hat. 6,25 Millionen muß der HSV also noch zurückzahlen.

    Der Stadiondeal ist explizit von der Umwandlung der Anteile ausgenommen. Zieht man den noch zu zahlenden Kredit ab, bleibt in Summe auch nicht viel. Außerdem war der Stadionname noch das einzig verbliebene Asset des HSV.
    Und Kühne jucken die 16 Millionen für die 4 Jahre nicht … aber er hat sich damit in Hamburg/HSV-Kreisen „unsterblich“ gemacht. Ein günstiger deal für Kühne. Und kein „Nebenbuhler“ (wie z.B. OTTO-Arena, Blockhouse-Arena, ….) kann jetzt noch mit dem Stadion werben …
    Zufall auch, daß der deal jetzt nach dem Treffen mit Emirates verkündet wurde? Es war mindestens wirtschaftlich geboten, Emirates den Stadionnamen anzubieten, aber offenbar war Emirates zumindest nicht bereit, mehr als 4 Millionen zu zahlen. Oder glaubt jemand, wenn Emirates 4,5 Millionen gezahlt hätte, dann wären die Rechte zu Kühne gegangen?

    Also, Fazit:
    Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund zum Jubeln, sondern der deal entspricht absolut rationalen Überlegungen von Kühne, der zudem am längeren Hebel saß und sitzt. 7,5% Anteile sind weg, ohne daß neues Geld zur Verfügung steht und ohne daß sich an stukturellen Defiziten etwas ändert. Der Stadionname als letztes Asset ist auch weg. Positiv erscheint mir nur, daß es bei einem Verbleib in der 1. Liga wohl keine Lizenzprobleme mehr gibt.

    Sorry wegen der Länge.

  7. Ligature 22. Januar 2015 um 12:31 Uhr

    Vor wenigen Tagen legte Michael Hedstück in der online-Ausgabe des Finance-Magazins eine gute und detaillierte Analyse der künftigen Liquiditätslage des HSV vor. Es empfiehlt sich, die Entwicklungen des heutigen Tages vor diesem Hintergrund zu bewerten.

  8. Hamburg1887 22. Januar 2015 um 13:25 Uhr

    Jetzt nach den abgegoltenden Darlehen, heißt es aber doch lediglich, dass der HSV sich die Rückzahlung spart. Jedoch ist das Geld ja schon zu Saisonbeginn geflossen? Also ist ja jetzt auch kein neues Geld da (abgesehen von den 0,5 Mio./Jahr mehr für die Namensrechte). Natürlich ist die Entlastung jetzt fast komplett entfallen, aber neues fehlt doch trotzdem.
    Es müsste also noch einen zweiten starken Investor (strategischen Partner) bedürfen, dass man wieder ordentlich angreifen könnte.

    Liege ich da richtig?

    und zum Blog… ich hoffe ebenfalls, dass sie die Mannschaft in diesem Trainingslager zumindest zu einem Team entwickelt hat…. Mit gemeinsamen Kampf u. Zusammenhalt kann man immer seine spielerischen Defizite etwas ausgleichen. Da ist sie wieder…. die Hoffnung^^

  9. ktulu 22. Januar 2015 um 14:27 Uhr

    Liebe LeserInnen,

    ich mache es so kurz wie mir möglich:
    Die Zecke hat sich festgesogen und sich durch einen Mundhandel als generös positioniert.
    Für die GROBEN (sprich: allgemein auch für Laien nachvollziehbaren) wirtschaftlichen Prozesse braucht man kein Studium, da reicht der normale Verstand: KlauMi hat zu einem Dumpingpreis seine Anteile erhalten. Das Geld ist vorgeschossen (also eigentlich schon weg – ich verweise auf Graves vielfache Artikel – siehe Archiv – hierzu).
    Die Ausrichtung als AG ist selbstredend eine Kapitalvergrößerungsstrategie. Allerdings muss dabei berücksichtigt werden, dass eine AG ihre Anteile nach Marktlage bewerten lassen muss. Der HSV geht daher sozusagen als angeschlagener Tanker in dieses Gefecht. Viel Erfolg.
    Graves Ärger über den aufgeblähten Organisationsapparat kann ich in diesem Zusammenhang nur ausdrücklich hervorheben.
    Der HSV geht enormes Risiko – Frontalkurs auf eine Steilklippe.Wie und wodurch der HSV in den nächsten zwei Jahren Geld generieren will, ist Stand heute immer noch unklar.
    Kurzfristiges Überleben geht über langfristige Strategie. Für mich sieht es so aus, dass der HSV heute deutlich heftiger ums Überleben kämpfen muss als vor einem Jahr.
    Auch dass die gleichen (nichtssagenden oder -tuenden) Nasen noch im Vorstand sind, teilweise verpflegt mit einem nach dem 25.5. verlängerten Vertrag – boah, was macht mich das ratlos. Aber Pack verträgt sich halt (auch), da scheinen mafiöse Mechanismen zu wirken.
    Strukturwandel = Erfolg? –> kompletter Blödsinn, zumindest lässt sich empirisch dazu nichts Positives sagen.

    Strukturelle Veränderungen in Arbeit führen zu verbesserten (an ökonomische Regeln orientierte) Vereinsstrukturen –> ebenfalls Blödsinn.
    Der Letzte, der mit einem nachvollziehbaren Plan zum HSV kam, war Frank Arnesen. Dass man diesen Fachmann trotz überragender Erfolge (im Verhältnis zu den Möglichkeiten) durch interne Machenschaften wegmobben konnte, ist für mich bis heute nicht nur ein glatter Skandal, sondern auch der Nachweis für die Unprofessionalität im Geschäftlichen und die Professionalität im politisch-internen Gemauschel.
    Der alte AR (so beschissen er auch gewesen sein mag) war nicht der federführende Teil der Absetzungskampagne. Diese kam – obacht – aus dem Sprechorgan sog. „verdienten HSVer“ und wurde vor allem aus den Pressedarstellungen genährt. Der damalige AR hatte zwar einen gewissen Einfluss auf die Demontage eines Mitarbeiters, aber – und da bin ich mal ganz naiv – er hatte und hat auch weiterhin keine Handlungsvollmacht für das Eingreifen in das Tagesgeschäft.
    Ich glaube, Grave (als pars pro toto für die kontrollierte Ausgliederungsbewegung) hat – was eigentlich sehr sympathisch ist – den Machern vom neuen HSV vertraut.
    Wenn ich aber eines gelernt habe, dann das, dass man niemandem vertrauen darf, der sich für die Verwirtschaftlichung von vormals offiziell/institutionell nicht primär wirtschaftlich ausgerichteten Einrichtungen ausspricht. Das ist im Kleinen (HSV) und im Großen (EU) evident.
    Schöne neue Welt? – Am Arsch! Monetäre Vervielfältigung ist das Gesetz. Beim HSV heißt das: KlauMi kriegt seine Anteile – und zwar zu einem Dumpingpreis (Bewertung der AG statt 330 auf 250 Mio. reduziert).
    Abwarten, Vertrauen entgegen bringen, was auch immer – da bin ich voll bei Graves Meinung – heißt nur Aussitzen, Hinnehmen, Ertragen.
    Als Letztes möchte ich Dich – Grave – mal direkt fragen, warum Du einen organisierten Vereisaustritt (ich glaube zum 26.1.?) öffentlich mitteilst. Verstehe mich bitte nicht falsch, ich bin ja auch ausgetreten, aber mein Austritt war eine Reaktion auf ein direktes Ereignis (25.5). Eine Ankündigung wirkt auf mich irgendwie merkwürdig. Kannst/willst Du mir das erklären?

    Herzlichst,
    ktulu

    • Gravesen 22. Januar 2015 um 16:09 Uhr

      Kann ich dir erklären. Ein Verein, den mehr als € 100 Mio. Verbindlichkeiten drücken und der trotzdem, besonders im personellen administrativen Bereich (Vorstände, Direktoren) mit Geld wie mit Kamellen um sich schmeißt, kriegt von mir keinen Cent mehr.

  10. ktulu 22. Januar 2015 um 14:40 Uhr

    Harharhar…ist zwar nur ’ne Meinung, aber ich lach‘ mich trotzdem schlapp: http://www.spiegel.de/sport/fussball/hamburger-sv-klaus-michael-kuehne-uebernimmt-macht-beim-hsv-a-1014362.html

  11. ktulu 22. Januar 2015 um 15:43 Uhr

    Ein Warnsinn (oder Wahnsinn?) – es geht immer noch anders und dreister. Die Verknüpfung von Presse und Wirtschaft in toto:
    http://www.mopo.de/hsv/fuer-stadionname-und-hsv-anteile-34-75-mio–euro–die-mopo-erklaert-den-deal-mit-klaus-michael-kuehne,5067038,29636660.html

    • Gravesen 22. Januar 2015 um 16:33 Uhr

      Nun hör‘ mal auf zu meckern. Ich wette, HSV-IQ63 sitzt schon wieder mit rotem Schaum vorm Mund in seiner Einraum-Wohnung und verfluchte alle, die jetzt nicht mit Spontan-Erektion vor dem Aldi-Rechner sitzen 🙂

  12. Bwana Bruce 22. Januar 2015 um 16:12 Uhr

    Moin !

    Zumindest wissen wir jetzt wer ein „echter HSVer“ ist …….. , Frage beantwortet ! , Danke Herr Kühne !

    Sonnige Grüße , Bwana

    PS: Im Primatenblock würde ich jetzt darauf hinweisen das der Ironie Modus an ist !

    • Gravesen 22. Januar 2015 um 16:20 Uhr

      Wolltest du nicht im Januar nach Hamburg kommen, die Schrat? 🙂

  13. Bwana Bruce 22. Januar 2015 um 16:37 Uhr

    Moin mein Lieber !

    Haste Recht , die Sanierung die ich machen sollte fällt aus , hier ist es wärmer und überhaupt ! …. das Bier fällt trotzdem nicht aus , kannst Dir aussuchen , hier oder im laufe des Jahres in Hamburg !

    Sonnige Grüße , Bwana Bruce

    • Gravesen 22. Januar 2015 um 16:44 Uhr

      Oder im Herbst in Skenes Creek 🙂

      • Bwana Bruce 22. Januar 2015 um 17:01 Uhr

        Du meinst im Frühling `? so weit runter bin ich im Aussie Land noch nicht gekommen ! …. ich denke darüber nach ! xxxx ? …… aber Bier mit Reinheitsgebot gibt es nur hier ! Tafel Lager oder Windhoek Draugt ! … und in der Kneipe bei Andys hängt sogar eine Raute an der Wand ! ….. sind ja schließlich alles echte HSVer ! !!! , wichtig fürs Leben !

        Was hältst Du von Kühnes „Geschenkpackung“ Volxparkstadion ? , hört sich doch nett an !

        Sonnige Grüße , Bwana Bruce

        • Gravesen 22. Januar 2015 um 17:08 Uhr

          Morgen, mein Lieber. Der Text ist schon fertig, aber etwas Spannung muss sein 😉

  14. ktulu 22. Januar 2015 um 17:24 Uhr

    „Ein Verein, den mehr als € 100 Mio. Verbindlichkeiten drücken und der trotzdem, besonders im personellen administrativen Bereich (Vorstände, Direktoren) mit Geld wie mit Kamellen um sich schmeißt, kriegt von mir keinen Cent mehr.“

    Völlig d’accord!
    Aber warum nicht einfach sofort austreten? Selbst wenn Du Dir noch was von der nächsten Voll(pfosten)versammlung versprichst – DANACH angekündigt austreten? Oder siehst Du das eher wie einen langsamen, aber dafür kalkulierten Schlussstrich – sozusagen als warmen Entzug?
    Hilf mir, ich will’s einfach nur verstehen…

    • Gravesen 22. Januar 2015 um 17:33 Uhr

      Daran ist nicht viel zu verstehen. Ich wollte einfach nochmal als Mitglied zur MV gehen, ein paar Weggefährten treffen, mich ein wenig bepöbeln lassen 🙂 Mehr steckt nicht dahinter.

  15. ktulu 23. Januar 2015 um 02:36 Uhr

    Verstehe & Respekt dafür.
    Das Dir völlig entgangene Sensationsmomentum: Tolgay geht zu Dingsbums. Für eine gewisse Qubbeldabbel-Ablöse…Naja, besser als nix, oder nix als besser? Alles verplompt und verkorkt von…na?

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