Bremen macht das, was der HSV machen wollte…

Au weia, jetzt passiert tatsächlich das, was als der Größte Anzunehmende Unfall (GAU) in einem HSV-Blog zu vermuten ist: Es wird tatsächlich positiv über den Erzfeind aus Bremen geschrieben. Die „Grünen“, das „Fischerdorf“, „das, was grün ist und nach Fisch stinkt“, soll jetzt irgendwie gut sein?  Jetzt ist dieser Gravesen vollkommen abgedreht, möchte man meinen.

Mitnichten, liebe Leser. Und ich möchte jetzt schon jeden bitten bzw. warnen, der auf die verstrahlte Idee kommen könnte, mir mit Tipps wie „Dann mach doch einen Werder-Blog auf“ behilflich sein zu wollen oder die Frage „bist du überhaupt noch HSVer?“ platzieren zu möchten. Im Gegensatz zu einigen Fanatikern, von denen ich ehrlich gesagt aufgrund ihrer von mir vermuteten Intelligenz etwas anderes erwartet hatte, bin ich der Auffassung, dass man etwas, was gut ist und funktioniert, durchaus lobend erwähnen darf, selbst wenn es aus der „verbotenen Stadt“ kommt.

Neu-Aufbau bzw. Umbruch, Entschuldung, neue, frische, unverbrauchte Spieler bzw. Talente anstatt alter und satter Profis, moderner Fußball, zukunftsorientierte Ausrichtung. Das sind die Schlagworte, die ich und viele andere in die Kampagne von HSVPLUS interpretiert hatten und teilweise sind diese Idee auch tatsächlich angerissen worden. Ich muss zugeben, dass vieles von dem, was man heute HSVPLUS zuschreiben möchte, sich tatsächlich nur in meinem und den Köpfen anderer abgespielt hat, denn der Kern der Mitglieder-Initiative besagte eigentlich nur, dass man den Bereich Profi-Fußball aus dem e.V. ausgliedern und sich für strategische Partner und damit dem Verkauf von Anteilen öffnen wollte.

Vieles von dem, was im Nachhinein bemängelt wurde, war gar nicht formuliert, sondern vielmehr hinein interpretiert worden, weil zahlreiche Mitglieder (ich auch) meinten, dass die eine Maßnahme die andere zur Folge haben müsste. Mein Fehler.

Dennoch – angesichts der Schwierigkeiten, neue Mittel zu generieren und angesichts der gewaltigen Schuldenlast, die den HSV (er)drückt und noch länger belasten wird, hielt ich eine Abkehr von Gigantismus, Millionen-Transfers, Rückhol-Akionen etc. für ausgeschlossen,  wollte man den Verein fit für die Zukunft machen. Betrachtet man den Verein heute, so muss man gestehen, dass es anders gekommen ist, aber das habe ich bereits mehrfach thematisiert.

Wie man es hätte machen können bzw. wie es sich in meiner, von HSVPLUS beatmeter Phantasie hätte abspielen müssen, machen uns bzw. mir die Werderaner vor. Dort war man sich des Umstandes bewusst, dass man eine Mannschaft hatte, die zwar nur noch Mittelmaß spielte, die aber Champions League-mäßig verdiente. Und man war sich des Umstandes bewusst, dass man eben keinen Kühne in der Hinterhand hatte. Also wurde die Reißleine gezogen und man nahm bewusst das Risiko in Kauf, für eine Weile in den Niederungen der Liga agieren zu müssen.

Ein weiteres Merkmal war, dass man sich am 25.10.2014 von Robin Dutt trennte, einem Trainer, der offenkundig nur in Freiburg funktioniert, ein Beispiel, welches man in Zukunft wird beobachten müssen. Man installierte mit Victor Skripnik (http://www.transfermarkt.de/viktor-skripnik/profil/trainer/2048) einen Trainer, der nach dem Ende seiner aktiven Zeit ausschließlich in Bremen gearbeitet hat, der den Verein also in- und auswendig kennt. An dieser Stelle werden Parallelen zu Christian Streich (Freiburg) und zum Teil zu Thomas Tuchel (Mainz 05) deutlich, nicht aber zu Joe Zinnbauer, der erst seit dem 01.07.2014 in Hamburg arbeitet.

Auf dem Transfermarkt agiert der SV Werder so, wie ich es vom HSV erwartet hatte, zurückhaltend. In beiden Transferperioden der laufenden Saison wurden zusammen € 4,55 Mio. ausgegeben und € 3.35 Mio. eingenommen. Zum Vergleich, der HSV gab insgesamt € 32, 8 Mio (ohne Holtby) aus und nahm € 23,62 Mio. ein, ein erneutes Minus von ca. € 10 Mio., zu denen die € 6,5 Mio für Lewis Holtby nach Ende dieser Saison hinzukommen werden.

Darüber hinaus, und das finde ich wesentlich wichtiger, investieren die Bremer in die Zukunft, während der HSV sukzessive dabei ist, seine Mannschaft älter zu machen. Bremen holte in dieser Saison Vestergaard (22), Garcia (25), Hajrovic (22), Galvez (25), Bartels (26/ablösefrei) und beförderte Selke (19) und Busch (19) aus der eigenen Jugend. Im Gegenzug verkaufte man den nicht funktionierenden Ekici (24) und lieh Petersen (26), Akpaba (27), Elia (27) und Obraniak (30) aus. Einzig der Verlust von Werder-Urgestein Aaron Hunt (27) an Wolfsburg tat weh.

Der Altersdurchschnitt der Bremer Mannschaft im Spiel gegen Leverkusen lag bei 25,2 Jahren

Der HSV dagegen verfährt nach wie vor nach dem Motto „Klotzen statt kleckern“. Allein in dieser Saison holte man mit Olic (35), Behrami (29), Diaz (28), N. Müller (27) und Djourou (27)/war zuvor geliehen Spieler, die nicht mehr für die Zukunft taugen werden, dafür aber überaus kostspielig (Ablöse und Gehalt) sind. Dagegen stehen Lasogga (22), Holtby (24), Ostrzolek (24), Cleber (23), die aber ebenfalls ausgesprochen teuer waren, bisher aber nur selten überzeugen konnten.

Der Altersdurchschnitt des HSV lag im Spiel gegen Hannover bei 29 Jahren. 

Desweiteren gelang den Bremern etwas, was auch dem HSV hätte gelingen können – man nahm die Fans mit. Man konnte glaubhaft erklären, dass der eingeschlagene Weg steinig, aber alternativlos wäre und die Fans glaubten es. Beim HSV gab es zwar reichlich Versprechungen, die tatsächlichen Handlungen sahen dann im Endeffekt anders aus, nach wie vor schmeißt man mit Geld um sich, als gäbe es kein Morgen.

Ich bin der Meinung, dass der HSV den Bremer Weg hätte gehen können, jetzt ist es fast schon zu spät. Man ist finanziell in Vorleistung getreten (Transfers von Lasogga, Holtby, Behrami etc.) und hat bereits jetzt Gelder eingenommen und ausgegeben, die eigentlich erst in 3 bis 5 Jahren fällig geworden wären. Und das sportliche Resultat: Ein System ist nach wie vor nicht erkennbar, die Spiele sind zwar kampfbetont, aber spielerisch und technisch unansehnlich. Seit 2 1/2 Jahren befindet man sich trotz finanzieller Kraftakte, trotz Ausgliederung und neuem Personal auf der Führungsebene im dauerhaften Abstiegskampf und wie kurz die Lunte bei den Fans mittlerweile geworden ist, kann man nach jeder Niederlage bewundern.

Den Bremern wird von ihren Fans Durststrecken verziehen und gestattet, die Hamburger haben mit ihren Shopping-Touren eine Erwartungshaltung erzeugt, die Resultate vorweisen muss, ansonsten brennt der Baum.

 Lest dazu auch: http://www.goal.com/de/news/1025/kolumne/2015/02/09/8745532/magaths-montag-werder-steht-wieder-hinter-einer-klaren?ICID=HP_HN_1

Von | 2015-02-09T09:44:49+01:00 9. Februar 2015|Allgemein|35 Kommentare

35 Comments

  1. EddieF. 9. Februar 2015 um 09:59 Uhr

    Naja ganz so ist dann doch nicht. Dein Beitrag wird m.E. auch von den vier Siegen in Folge (zum Teil auch mit der nötigen Portion Glück) mit beieinträchtigt. Bevor Skripnik das Ruder übernommen hat, gab es ein deutliches Rumoren bei den Fans! Und trotz der vier Siege ist T.E. äusserst umstritten in Bremen bei Experten,Presse und Fans. Einzig allein die Presse geht mit dem Rest des Vereins und Mannschaft deutlich „harmonischer“ um. Schlussendlich steht und fällt jedes Konzept mit dem Erfolg der Mannschaft!

    • Gravesen 9. Februar 2015 um 10:03 Uhr

      Wer oder was ist T.E.? Und nein, es geht mir nicht um die letzten vier Spiele, so eindimensional bin ich leider nicht. Es geht um eine erkennbare Strategie, die die Bremer scheinbar haben und der HSV nicht, zumindest für mich nicht erkennbar.

    • David 9. Februar 2015 um 18:32 Uhr

      Ich denke nicht, dass Eichin ganz so negativ gesehen wird, wie du es hier beschreibst. Es gab verständliche Kritik an ihm wegen der Torwart-Kiste im Winter und er ist auch kein Zauberer, somit ist sicherlich die evt. vorhanden gewesene Hoffnung, er möge schnell einen Micoud aus dem Hut ziehen verpflogen, aber als äußerst umstritten würde ich ihn nicht beschreiben. Er leistet solide Arbeit und man ist sicherlich gewillt ihm mehr Zeit einzuräumen. Besonders natürlich, wenn es so weiter geht wie zur Zeit. Das „Rumoren“ war immer deutlich mehr gegen Dutt gerichtet. Insbesondere weil er sich weigerte junge Spieler wie Aycicek und Co. einzusetzen.

  2. BerndH60 9. Februar 2015 um 10:11 Uhr

    Im Allgemeinen schau ich Spiele ohne HSV Beteiligung sehr gerne, da ich diese ohne Voreingenommenheit rein „fussballerisch“ genießen kann.
    Das Experiment gestern habe ich nach 45 Minuten gelb vor Neid abgebrochen.
    Genau wie du schreibst, so hätte es sein müssen und nicht nur können. Gegenwärtig fällt mir nur noch ein Spruch aus dem Arbeitsleben ein.
    Theorie ist: Nichts läuft und alle wissen wieso.
    Praxis ist: Alles läuft und keiner weiß warum.
    Beim HSV sind Theorie und Praxis optimal vereint: Nichts läuft und keiner weiß weshalb.

  3. rm2099 9. Februar 2015 um 11:21 Uhr

    Im Grundsatz ist die Analyse korrekt, und es gibt natürlich noch viele weitere gelungene Beispiele, wie man mit wenig Geld und guter Arbeit relativ viel erreichen kann (Augsburg, Frankfurt, Freiburg).
    Der Weg des HSV in dieser Saison ist eher von kostspieligen Not- oder Panikkäufen geprägt.
    Dennoch gibt es Unterschiede: Es gab für den HSV aufgrund der Umbruchsituation und den damit verbundenen Turbulenzen (viele personelle Unklarheiten, finanziell völlig unklare Situation, etc.) wenig Muße und Zeit zur Vorbereitung der neuen Saison. Beiersdorfer musste ja aus dem „Stand“ den Verein umstrukturieren, Transfers eintüten, die Finanzen sortieren, mit Kühne verhandeln und sportliches Personal (Peters, Knäbel, Scouting) an Bord holen. Alles gleichzeitig. Das ist keine Entschuldigung, aber eben eine andere Situation, als in relativer Ruhe in klaren Strukturen und monatelanger Vorlaufzeit (Scouting, Vorgespräche, etc.) und mit klar definiertem Budget an die neue Saison heranzugehen. Knäbel z.B. kam ja erst im Oktober zum HSV.

    • Gravesen 9. Februar 2015 um 11:38 Uhr

      Alles richtig, aber mir ging es eigentlich um etwas anderes. Mir ging es um die Diskrepanz zwischen dem, was gesagt wurde und dem, was getan wurde. Der HSV 2014/15 wirkt auf mich, trotz Ausgliederung und Aufbruchstimmung, wie ein Flickenteppich, an dem sich jetzt der Nächste versuchen darf, der es nicht kann. Stattdessen werden Alibis wie „Knäbel kam erst später“, „Kühne ist unberechenbar“, „wir haben so viele Verletzte“ benutzt, um eine Situation zu erklären, die man selbst verschuldet. Oder anders gesagt: Mit dem Geld hätte jemand, der angeblich so unfassbar vernetzt ist, deutlich mehr und deutlich zukunftsorientierter einkaufen müssen.

  4. Gravesen 9. Februar 2015 um 11:49 Uhr

    Zitat des Tages:

    „Es ist schon länger her, dass wir richtig Fußball gespielt haben.“
    Marcell Jansen vom HSV

  5. db 9. Februar 2015 um 11:53 Uhr

    Ein wesentlicher Grund für die seit Jahren erfolgreichere Arbeitsweise in Bremen ist m.E.
    die hiesige Presselandschaft.
    Die vorhandenen lokalen Gazetten (Syker Kreiszeitung, Weser-Kurier, Bremer Nachrichten) sind überwiegend Pro-Werder ausgerichtet.
    .
    Die Schreiberlinge der Schmierblätter aus Hamburg nutzen hingegen jede sich bietende Gelegenheit,
    um dem HSV ans Bein zu pinkeln und sorgen mit ihren Artikeln immer wieder für Unruhe im Umfeld des Vereins.
    Die Berichterstattung von nicht-öffentlichen Trainingseinheiten, die nach wie vor vom HSV toleriert wird, ist nur die Spitze des Eisberges.
    .
    Ich hoffe inständig (vermutlich vergebens), dass beim HSV endlich einmal ein Umdenken bzgl. des Umgangs mit den hiesigen Medien Einzug hält.
    Solange man allerdings glaubt, dass die Schmierblätter „das Stadion vollschreiben“ und solange gewisse Personen (Hilke, Wolf, Pletz) in verantwortlichen Positionen agieren, wird dies vermutlich ein frommer Wunsch bleiben.

    • Gravesen 9. Februar 2015 um 11:59 Uhr

      NEIN, eben nicht. Was soll das bedeuten: „Sorgen für Unruhe im Verein?“. Glaubt denn tatsächlich jemand, dass Didi schlechter schläft, nur weil Meloni irgendwas schreibt, was ihm nicht passt. Sorry, aber das ist doch Käse und nichts anderes als Ausrede, die einfach nicht mehr klappt. Außerdem hat der HSV gegenüber anderen Vereinen einen strategischen Vorteil: Er könnte doch einfach Medien nutzen, die ihm gewogen sind. Er könnte einfach seine eigenen Kanäle besser nutzen, um Aufklärungsarbeit zu leisten und keine lächerlichen „Ole, ole“-Tweets abzusondern.
      Der HSV ist letztendlich an der Presse, die ihm angeblich das Leben schwer macht, selbst Schuld,aber man möchte es ja nicht ändern bzw. man „ist noch nicht so weit“

  6. db 9. Februar 2015 um 12:41 Uhr

    Mit meinem Kommentar wollte ich die Abhängigkeit von den lokalen Medien aufzeigen, in die sich der HSV ohne Not begeben hat.
    .
    Während im Bremer Umfeld eher eine Kooperation zwischen dem Verein und den Medien vorherrscht, lässt sich der HSV von der Hamburger Presselandschaft ständig vorführen.
    .
    In negativer Erinnerung ist mir diesbezüglich besonders die Demission von Arnesen & Co. in Erinnerung geblieben. Der damalige Sportchef wurde kurz vor seiner Entlassung von vielen ehemaligen Vereinsverantwortlichen und Ex-Spielern, etc. öffentlich kritisiert und extrem angezählt und die hiesigen Medien haben hierfür ein entsprechendes Forum geboten.

    • Gravesen 9. Februar 2015 um 12:46 Uhr

      Aber das ist doch das Problem des Vereins und nicht der Medien. Wenn man von Seiten des HSV einen Mitarbeiter „öffentlich anzählt“, haben doch nicht die Medien „Unruhe in den Verein“ gebracht, sondern die Mitarbeiter.

  7. db 9. Februar 2015 um 13:11 Uhr

    Die Medien bieten aber bereitwillig die entsprechende Plattform für Sorgen-Uwe & Co., um eine Negativspirale wie z.B. bei Arnesen in Gang zu setzen.
    .
    Die Frage ist doch, ob ein Verein dies toleriert (siehe HSV) oder ob ein Verein sich von der lokalen Presse nicht auf der Nase herumtanzen lässt (siehe Bayern München).

    • Gravesen 9. Februar 2015 um 13:17 Uhr

      Jetzt mal ohne Gag. Mal angenommen, im Aufsichtsrat der Bayern würde einer auf die Idee kommen und gegen Rummenigge hetzen. Denkst du ernsthaft, die Münchner Medien (BILD, Merkur, Abendzeitung etc.) würden sich die Geschichte entgehen lassen? Aber in 100 Jahren nicht. Und der FC Bayern hätte null Handhabe dagegen.
      Es ist doch nur eine Frage, inwieweit man mediale Geschichten überhaupt mit Aufmerksamkeit belegt oder ihnen vorgreift. Wenn ich aktuell einen Knäbel-Peter sehe, der jeden zweiten Tag gefühlte 19 Interviews gibt, dann ist das nicht das Problem der Presse, sondern das Problem eines redseligen Konzern-Direktors, der offenbar schlecht beraten ist.

    • Gravesen 9. Februar 2015 um 16:36 Uhr

      Lies doch mal den Blog, den Daniel Jovanov hier vor einiger Zeit geschrieben hatte. Vielleicht wird dann einiges klarer.

      http://www.hsv-arena.hamburg/2014/10/06/die-medien-wollen-nur-unruhe-schaffen-oder-warum-der-hsv-eine-religion-ist/

  8. Heiko 9. Februar 2015 um 13:17 Uhr

    Also….. Ich bin vom Herzen ein absoluter Werder Fan…. Habe aber trotzdem immer ein Auge auf unseren Nachbarn aus der verbotene Stadt. Zu allererst möchte ich sagen und auch hoffen, dass der HSV nicht absteigt. Allerdings denke ich tatsächlich das die Fanlandschaft in Bremen eine andere ist. Sicher wurde uns Fans im Vorfeld gesagt oder besser uns wurde aufgezeigt das es für unseren Verein kein anderen Weg geben kann… Aber unterm Strich haben wir in Bremen etwas mehr Ruhe was die Presse anbelangt. Und doch muss ich meinem Vorredner rechtgeben, dass mit den getätigten Transfers eine bestimmte Erwartung geweckt wurde. Auf dem Papier hat der HSV eine starke Mannschaft… Doch auf dem Platz können die Erwartungen nicht umgesetzt werden… Und dazu denke ich… Fehlt ein trainerteam wie wir ihn haben… Holt euch die Harmonie aus dem Verein… Und wir werden sicher noch viele Derbys sehen mit einer gesunden Konkurrenz….

    • Gravesen 9. Februar 2015 um 13:19 Uhr

      Na super, jetzt habe ich ein echtes Problem. Ein echter Werderaner liest meinen Blog 😀

      • Marcel Aimaq 9. Februar 2015 um 13:43 Uhr

        Evtl. mal was über die Bayern schreiben, evtl. meldet sich da auch jemand aus dem Süden zu Wort…

        Grad in der MoPo gelesen:
        http://www.mopo.de/hsv/ihre-vertraege-laufen-aus-sportchef-knaebel–bewaehrung-fuer-fuenf-hsv-stars,5067038,29784174.html

        Also von den aufgelisteten Spielern würde ich nur Rajkovic ins Auge fassen.
        Aber warum wieder so ein Interview in nicht einfach machen und dann verkünden!
        Knäbel wird mir immer anstrengender, und man will doch nicht wirklich mit den ganzen Leuten verlängern, dann ist der Altersdurchschnitt bald bei 33 Jahren pro Spiel!
        Das kan doch nicht die Zukunftsplanung sein, die Kalle G. noch vor einigen Wochen verkündet hatte!!!

        • Gravesen 9. Februar 2015 um 14:07 Uhr

          Das ist doch das Coole zur Zeit: Die Medien müssen überhaupt nicht mehr arbeiten, der Knäbel-Peter liefert doch jeden Tag. Und ich möchte die Gelegenheit nutzen und mich bei Presse-Olli Kreuzer entschuldigen. Der war ja richtig schweigsam dagegen.

  9. Carsten Pio. 9. Februar 2015 um 13:30 Uhr

    Etwaige Parallelen zu Tuchel kann ich im Falle Skripnik beim besten Willen nicht erkennen, denn Tuchel war und ist ja kein Mainz 05-Urgestein, sondern hat ein (!) Jahr in der U19 gearbeitet. Das als Deutscher Meister allerdings sehr erfolgreich.

    PS: DAZKE, Werder. Sehe an der Weser auch eher, daß die Zeichen erkannt wurden und die Erinnerungen an die beachtlichen Erfolge, die viel näher liegen als beim HSV, im „Wuseum“ gut aufgehoben sind.

    • Gravesen 9. Februar 2015 um 14:08 Uhr

      Deshalb schrieb ich auch „zum Teil bei Tuchel“. Lesen bildet.

  10. Jürgen Karl 9. Februar 2015 um 14:08 Uhr

    Ich gebe dir vollkommen recht, dass man Dinge, die gut laufen, ansprechen darf und auch schauen kann, ob dies nicht ein wünschenswerter Weg für den HSV gewesen wäre (oder vielleicht noch ist). Werder als Vorbild? Warum nicht! Didi hat seine letzten großen Erfolge im sportlichen Bereich ja auch an der Weser gefeiert.

    Sicherlich war in den letzten vier Spielen von Werder auch etwas Glück dabei. Aber was war denn am Samstagabend im Volkspark – das war doch mehr als glücklich, dass unsere HSVer als Sieger vom Platz gegangen sind. Und wenn ich mir die Spielweise von unseren Rothosen anschaue und mir angucke, wie an der Weser gespielt und auch gekämpft wird, dann gefällt mir der grün weiße Weg etwas besser.

  11. Gravesen 9. Februar 2015 um 14:41 Uhr

    Der neue Pressesprecher des HSV aka „Assistent des Sportchefs“ hat sein tägliches Interview gegeben.
    http://www.mopo.de/hsv/ihre-vertraege-laufen-aus-sportchef-knaebel–bewaehrung-fuer-fuenf-hsv-stars,5067038,29784174.html

  12. Mic 9. Februar 2015 um 17:00 Uhr

    Lieber Herr Gravesen,
    wenn sie nr ahnen könnten, wie viele grünweisse hier mitlesen. ;D

    Ich, für meinen Teil, finde diese Entwicklung bei HSV schon über Jahre hinweg sehr spannend.

    Die Saisons wurden in den letzten Jahren im wieder mit hängen und würgen zu Ende gebracht, ob nun durch Glück oder Unvermögen anderer ist eigentlch auch egal.
    Komischerweise ist zu neuen Saison dann doch wieder alles halbwegs in Ordnung, ein VIEL zu hoch gestecktes Ziel wird gesetz und stehts von der Presse immer wieder augegriffen.
    Das ist ein Hausgemachtes Dilemma, klar sind die Fans dann schnell gefrustet. Wer immer Wein prädigt, aber am Ende nur Wasser ausschenkt, muss sich nicht wundern.

    Wenn man wie in Bremen klar anspricht , was Phase ist, dann ziehen die Fans auch mit.
    Gut, dass wir Grünen nicht immer alle Latten am Zaun haben,( siehe damals Auswärts in Leverkusen, feiern 50min nach Abpfiff und Niederlage einfach weiter) ist unumstritten, aber es zeigt auch das Weg angenommen wird. Auch über mehre Jahre hinweg.

    Ich hoffe die Hamburger packen es und spielen auch mal wieder anschaubaren Fussball.
    Also liebe HSVer, Kopf hoch, Nase tief und nich immer alles zu kritisch sehen, alles im mausgrauen Bereich der Tabelle ist ein Erfolg, ob nun für den HSV oder Werder.

    Hauptsache Liga 1 und weitere Derby´s in der höchsten Spielklasse.

    grünweisse Grüße

  13. Mirko 9. Februar 2015 um 17:15 Uhr

    Moin Moin!

    Als Werder-Fan ist es natürlich sehr angenehm, so einen Blog-Beitrag zu lesen – auf jeden Fall einen riesen Respekt dafür! Ich denke auch, dass insbesondere im Jahr 2014 in Bremen einige sehr gute Personalentscheidungen (Bode, Skripnik, Frings, Vander) getroffen wurden, die uns Step-by-Step wieder dort hinbringen können, wo wir (und auch der HSV) vor gar nicht allzu langer Zeit noch waren. Jedoch muss man natürlich gleichzeitig aufpassen, dass diese erfreulichen Ergebnisse nicht in Übermut oder Arroganz umschlagen – noch ist Werder wie alle anderen Mannschaften ab Platz 7 im Abstiegskampf.

    Auch wenn es aus meiner Sicht nichts Geileres gibt als diese ewige Rivalität zwischen Werder und dem HSV und den damit verbundenen zumeist unvergesslichen Derbys, kommen wir glaube ich früher oder später an einen Punkt (wenn wir das nicht schon sind), wo Traditionsvereine und auch deren Anhänger ein Stück weit zusammenhalten müssen. RB Leipzig ist sicherlich nicht der letzte Verein, der künstlich hochgezogen wird und früher oder später einen weiteren Traditionsverein aus der 1. Liga verdrängt. Mir persönlich ist es lieber, wenn der HSV in der Bundesliga spielt, als Hopp, WOB, Ingolstadt, Leipzig oder LEV. Auch wenn ihr früher oder später mal einen Abstieg vertragen könntet, um die Voraussetzungen der gespielten Spiele für die ewige Tabelle auszugleichen – und aufgrund der Uhr…. 🙂

  14. Werder brennt (auf mehr) | vert et blanc 9. Februar 2015 um 17:52 Uhr

    […] der Spielverlagerung ist man »kein Abtiegskandidat mehr«. Und sogar in HSV-Blogs wird der »Bremer Weg« gelobt. Den omnipräsenten Soundtrack dazu liefert die Kurve: »Der SVW ist wieder da!« – so […]

  15. Norbert Rahe 9. Februar 2015 um 21:26 Uhr

    Hallo liebe HSV-er,
    seit 1987 lebe ich als Bremer in Hamburg und beobachte seitdem den HSV.
    Der HSV hatte seit seiner letzten Meisterschaft und dem Europapokalsieg
    Immer zu hohe Erwartungen. Man erinnere sich nur an Herrn Hoffmann.
    In wenigen Jahren unter den Top 5 in Europa. Alles trotz mieser Spiele in der Buli.
    Da habe ich als Außenstehender nur mit dem Kopf geschüttelt. Entweder er hatte keine
    Ahnung von Fußball oder er hat die Spiele und die Möglichkeiten nicht gesehen.
    Um es kurz zu machen. Dinge die auch schon von meinen Vorschreibern angesprochen
    wurden: der HSV gibt zuviel Geld für Mittelmaß aus. Anstatt sich in der im Moment sehr
    erfolgreichen U23 umzusehen und zu bedienen, immer raus mit dem Geld. Namen kaufen.
    Das sind im übrigen die gleichen Fehler, die Werder in der Championsleagezeit machte,
    und Dortmund jetzt. Lasst endlich eure begabte Jugend ran. Auch wenn sie Fehler machen.
    Dann kann es auf Dauer besser werden. Und vor allem: unterstützt die Mannschaft lautstark
    bei den Heim- und auch den Auswärtsspielen.
    Grünweisse Grüsse

  16. Roter Teufel 9. Februar 2015 um 23:32 Uhr

    Die Frage ist doch eine ganz andere.

    Beim HSV hat man die letzten Jahre vieles, nahezu alles versucht. Finanzstarke Sponsoren sind ins Boot gestiegen, Dubai, Kühne und diverse kleinere Sponsoren, die gönnerisch die Tasche aufhielten. Trainer, die bei anderen Vereinen überzeugen konnten. Personal, bei denen man nicht allen fußballerisches Verständnis absagen konnte. Systeme, Spieler…alles wurde ausgetauscht. Ein Van der Vaart, der immer noch ein guter Spieler ist wurde wieder geholt, Stars von über 10 Mio bis zur 5 Mio Grenze. Junge Spieler, alte Spieler, Torhüter der Extraklasse. Alles hat der HSV gehabt, alles wurde ausprobiert…. Eigentlich sind alle Faktoren ausgereizt, oder? Nun, ein Aspekt nicht. Ein einzelner Aspekt, der von den Spielern immer wieder angesprochen wird. Eine Sache hat der HSV nie ausgetauscht, eine Konstante schleicht sich durch die schlechte Leistung des HSV… „Die Fans stehen voll hinter uns!“, „Die Fans sind so wichtig!“, „Ohne Unterstützung der Fans kann man kein Spiel gewinnen….“ – tja, wenn das so ist, dann muss der HSV nur die Fans austauschen. Einfach mal alle Kartenbesitzer bitten, zuhause zu bleiben und diejenigen, die auf der Warteliste für Dauerkarten stehen in die Ränge lassen. Oder man mietet sich Fans, wie es in Asien üblich ist… Vielleicht bringt das was?! – Nur mein Tipp für den Rest der Saison…. Danke!

  17. Lars 10. Februar 2015 um 00:06 Uhr

    als Hamburger sowas zu schreiben: Respekt! Ich bin beeindruckt, wieviele Hamburger sich so genau mit den Ereignissen in Bremen auskennen – und umgekehrt. Ich glaube, ihr habt den falschen Trainer und feuert den nur nicht, weil ihr nicht noch ne Gehaltsleiche gebrauchen könnt. Der Ansatz, einen Trainer aus dem Verein zu nehmen, der die Jugend integriert ist genau richtig. Vor allem ist das ein sympathischer Weg. Ist der Cardoso noch bei euch? Den fand ich immer cool

  18. Marco 10. Februar 2015 um 07:55 Uhr

    Ja, im Moment sieht es so aus als haette Bremen alles richtig gemacht. Es waere aber auch
    durchaus moeglich gewesen, dass man aus den Partien gegen Hoffenheim und Leverkusen nur
    2 anstatt 6 Punkte geholt haette und dann saehe das Ganze ein wenig anders aus und fuer Eichin
    haette ein rauher Wind geweht.
    Werder hat sich in der Winterpause auch schon ueber einen 36 jaehrigen verlorenen Sohn gefreut, bevor
    dieser verlauten liess, dass er nicht in die Bundesliga wechseln moechte. Man haette also gerne den
    Altersschnitt erhoeht und ein Selke haette sich dann dafuer auf der Bank wiedergefunden.

  19. Bremer Altprofi 10. Februar 2015 um 08:58 Uhr

    Moin Moin,

    Sehe es etwas anders da man die beiden Vereine und Städte nicht vergleichen kann!

    Allein was die Presse angeht ist doch dauerfeuer in HH,in HB traut sich die Haus und Hof Presse nicht einmal über einen bewiesenen Skandal zu schreiben in Angst nicht mehr Willkommen zu sein!

    Der Vorteil von Werder ist und war das sie trotz spielerisch weniger Qualität mehr Charakter in der Truppe hat!
    Zum anderen hätte Werder sicher auch gerne mehr auf den transfermarkt gemacht bzw Spieler geholt mit höheren Marktwert!
    Nur hat Werder kein Geld und steht wirtschaftlich auch nicht so gut da wie zb der HSV.
    Skripnik ist zb nur Trainer geworden da Werder die 400000€ Ablöse für den Fürthtrainer Kramer nicht zahlen konnte!!!
    Zudem ist es ja nicht so das Zinnbauer keine Nachwuchsleute einbaut!

  20. Frank 10. Februar 2015 um 21:37 Uhr

    ich wünsche dem HSV alles Gute und mal richtig Ruhe im Umfeld….holt euch eure Spieler aus euren starken Nachwuchs….eine gesunde Mischung macht es….aber viel wichtiger ist das Ihr ein Trainerteam braucht die HSV Leben….ich denke beim HSV reden einfach zu viele über die Medien ist Geschäft rein….und eine Kühne ist m.E. Das schlimmste was dem HSV passieren kann….aber nochmals ihr Fans müsst wie eine Wand hinter der Mannschaft stehen auch wenn es nicht läuft….ich hoffe ganz dolle das es beim HSV wieder richtig gut läuft….denn die Bundesliga braucht die Traditionsvereine…..und wir doch unsere Nordderbys…..grün/Weiße Grüße aus Bremen