Hinten nichts, vorn nichts, in der Mitte nichts – wie fremdgesteuert ist Zinnbauer?

Der Mann, der sich ein Leben ohne den HSV nicht vorstellen kann, schreibt unmittelbar nach dem Spiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim von einer Pechsträhne. Kein Gag, er schreibt von einer Pechsträhne. Meine Lachtränen sind auch heute noch nicht komplett getrocknet. Wenn man das, was dieser HSV in dieser Saison besonders auf fremden Plätzen mit „Pech“ erklären möchte, sollte man dringend die Medikamenten-Einstellung überprüfen lassen. Nein Leute, Pech ist das nicht. Vielmehr ist es eine Mischung Unvermögen, fehlendem Selbstvertrauen und einem Momentum, welches den HSV vielleicht doch, mit einem Jahr Verzögerung, in die 2. Liga führen könnten.

Denn sein wir doch mal ehrlich – mit Erstliga-Fußball hat das in den letzten 25 Spielen nur äußerst selten etwas zu tun gehabt. Eine Mannschaft, die in 25 Spielen insgesamt 16 Tore erzielen konnte. Eine Mannschaft, die in 14 von 25 Spielen kein Tor erzielen konnte. Eine Mannschaft, die insgesamt 3!!!! Stürmertore in 25 Partien erzielen konnte, gehört eigentlich nicht in diese Liga.

Die € 1 Mio.-Frage lautet also: Woran liegt es? Wie kann es sein, dass die viertteuerste Mannschaft der Fußball-Bundesliga in schöner Regelmäßigkeit Leistungen abliefert, für die sich ein Drittligist teilweise schämen müsste? Wie kann es sein, dass ein Team mit Spielern wie Jansen, Diekmeier, Cleber, van der Vaart, Holtby, Müller, Stieber, Beister, Diaz und Kacar einen technisch derart limitierte Ball spielen muss? Wie kann es sein, dass Trainer Zinnbauer selbst nach 21 Spielen kein erkennbar machbares System spielen lassen muss? Tatsächlich lautet die Taktik der Stunde bzw. der Wochen und Monate:

Hinten alles wegtreten und vorn auf den lieben Gott vertrauen

Wann hat der HSV eigentlich in einem Spiel mal halbwegs gut ausgesehen? Richtig, immer dann, wenn es der Mannschaft gelungen ist, mit Härte und Emotion den Gegner auf sein eigenes, bescheidenes Niveau herabziehen zu können. Dies gelingt vereinzelt in Heimspielen, auswärts wirkt die Geschichte Null, denn nicht umsonst stellt man die schlechteste Auswärtsmannschaft der Liga.

Eigentlich wollte ich nie ein Verfechter des Trainerwechsels sein, ehrlich nicht. Zu oft hatte man in Hamburg voreilig den Trainer entlassen und am Ende wurde selten etwas besser. Dennoch meine ich, dass sich Joe Zinnbauer nicht erst seit dem gestrigen Spiel mehr und mehr zur lame duck entwickelt. Der „Trainer bis auf Weiteres“ (Beiersdorfer bei Zinnbauers Einstellung) war nicht die erste (Tuchel) und nicht mal die zweite (Labbadia) Wahl und in dem Moment, in dem solche Dinge ans Licht kommen, helfen dem Übungsleiter nur noch eines und das sind Erfolge.

Das Leistungsprinzip

Um diese Erfolge zu gewährleisten, hatte Zinnbauer von ersten Tag seiner Tätigkeit an das Leistungsprinzip ausgerufen. Er würde vor keinem großen Namen halt machen, bei ihm zähle nur die Leistung, sonst nichts. Um das zu verdeutlichen wurde gleich mal eine Handvoll U23-Jungs aus Zinnbauers bis dahin erfolgreicher Regionalliga-Mannschaft „nach oben“ befördert, und anschließend natürlich mit Profi-Verträgen ausgestattet, muss ja unbedingt sein. Diese Jungs, die bei ihren vorherigen Vereinen (Ausnahme Ashton Götz) allesamt gescheitert waren und für die die U23 des HSV der letzte Rettungsanker im Leistungsfußball sein sollte, sollen jetzt plötzlich den Klassenerhalt einer Mannschaft sichern, die für mehr als € 35 Mio. getuned wurde, man bricht immer noch zusammen, wenn man das liest.

Was aber ist aus „Joe’s“ Leistungsprinzip eigentlich geworden?

Ein Ivica Olic (35) wird im Winter für viel Geld aus Wolfsburg geholt, nimmt einmal am Mannschaftstraining teil und steht auf der Stelle in der Startformation. Artjoms Rudnevs, der die gesamte Vorbereitung mitmachte, findet sich seither auf der Bank wieder und muss angesichts der Leistungen des langsamen Kroaten denken, er befindet sich im falschen Film.

Ein Gojko Kacar wird in diesem Verein seit Jahren wie ein Stück Dreck behandelt, wird gedemütigt, wo es nur geht. Dann kommt der Mann auf den Platz, macht zwei gute Spiele und findet sich – schwupps – auf der Bank wieder, weil Herr Zinnbauer seinen maladen „Aggressiv-Leader“ einbauen muss, der außer regelmäßiger Klopper-Einlagen aber auch nichts auf die Reihe bekommt.

Valon Behrami lässt sich im Winter am halbtoten Knie operieren, fällt die gesamte Vorbereitung und die ersten Spiele der Rückserie aus, bekommt von den Ärzten im Grunde ein Spielverbot, sagt selbst, dass er nicht fit ist und steht im Match gegen Dortmund in der Startelf. Kacar schaut wieder einmal in die Röhre.

Nachdem Behrami im Dortmund-Spiel eigentlich nach 2 Minute den Platz wegen des Versuchs der Körperverletzung hätte verlassen müssen, steht er in Hoffenheim nicht nur von Beginn an auf dem Platz, nein, er ist auch noch Kapitän. Was für ein Wahnsinn.

In Hoffenheim bringt Übungsüber Zinnbauer Ivo Ilicevic von Anfang an. Das ist der Ilicevic, den der HSV im Grunde seit 2 Jahren verschenken möchte. Der Ilicevic, der wegen angeblicher Verletzung nicht mit nach Dubai durfte und der zuletzt zur U23 abgeschoben war. Nachdem Drobny nach in der 20. min. wegen Notbremse das Feld verlassen musste, nahm Zinnbauer einen fitten und laufstarken Gouaida vom Feld und lässt Ilicevic durchspielen. Der Höhepunkt folgt dann in der 80. Minute, als Ostrzolek weichen muss und ein völlig untrainierter Lewis Holtby noch ein wenig mitjoggen darf, während fitte und austrainierte Spieler wie Rudnevs und Kapitän van der Vaart auf der Bank schmoren.

Ach ja, die ehemaligen Hoffnungsträger und Neu-Lizenzspieler Marcos und Götz spielen mittlerweile wieder in der Regionalliga.

Thomas Doll würde sagen: „Leistungsprinzip? Da lache ich mir den Arsch ab“

Das Einzige, was Zinnbauer mit seinem sogenannten Leistungsprinzip bisher erreicht hat: Er hat Spieler wie van der Vaart, Kacar, Rudnevs bis ins Mark gedemütigt.

Kompletter Realitätsverlust.

Dennis Diekmeier: „Wir müssen uns heute nicht schämen. Wir haben 70 Minuten in Unterzahl gespielt, das ist gegen eine starke Mannschaft wie Hoffenheim natürlich alles andere als leicht. Wir haben es trotzdem gut gemacht und uns auch Chancen erarbeitet, diese aber leider nicht genutzt. Wir haben alles versucht, haben das Spiel lange offen gehalten und auch mehr und mehr nach vorne gespielt.

Joe Zinnbauer: „Wir haben das Spiel lange offen gehalten und hatten gute Möglichkeiten das 1:1 zu machen. Dass man dann in Unterzahl in Hoffenheim die TSG nicht an die Wand spielt, ist klar. Wir haben das nach der Roten Karte gut gemacht. Es war wichtig, dass wir weiterhin kompakt standen. Doch zum Ende hin haben wir natürlich noch einmal auf unsere Chance gedrängt und auf „alles oder nichts“ gespielt, wurden dafür aber nicht belohnt. Dass man dann in Konter läuft, dieses Risiko mussten wir eingehen, zumal das ja am Ausgang des Spiels nichts ändert. Wichtig war, dass wir es noch einmal versucht haben.“

Joe Zinnbauer (Sporstudio): Wichtig ist, dass die Tore in den wichtigen Spielen fallen“

Freude des serbischen Seiltanzes, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Es ist mir ein absolutes Rätsel, wie man sich die Leistung aus diesem Spiel und auch die Leistungen aus den vorherigen 24 Spielen derart schönreden kann, anstatt endlich einmal der Realität ins Auge zu sehen und das anzunehmen, was man im Volksmund „Abstiegskampf“ nennt.

„Der HSV steigt nicht ab und fertig“ (Zinnbauer)

Ach, so macht man das jetzt. Man bestimmt, dass man mindestens 15. wird und dann passiert das auch. Wahnsinn, absoluter Wahnsinn.

Die Fehler, die dieser Verein, die „neue“ Vereinsführung und eben auch der beförderte Trainer machen, reichen mittlerweile für ein Buch mit Bibel-Umfang. Ich frage mich eigentlich nur noch eines: So viele Fehler wie sie Zinnbauer macht, kann man im Grunde gar nicht machen, ohne daraus zu lernen. Zinnbauer ist vielleicht vieles, aber er ist nicht dumm. Mehr und mehr erweckt sich bei mir der Eindruck, dass dieser Trainer vielleicht nur eine verdammt arme Sau ist, die sich wie eine Übungsleiter-Marionette schieben lassen muss, damit andere Exzellenzen „Trainer spielen“ können und ihre wirren Ideen von Fußball und ähnlichem einbringen können. Im Anschluss muss „Manic“ Joe, der nach 6 Monaten Bundesliga-Trainer aussieht wie eine Stuhlprobe, Dinge erklären, für die er gar nicht verantwortlich ist.

Aber zum Glück hat ja nun Volks-Kommunikator und „Direktor Profifußball“, Peter Knäbel, der lieber mit der Presse als mit seinen verliehenen Spielern redet, das Hertha-Spiel zur „Mutter aller Spiele“ erwählt. Ich kann jetzt schon sagen, was passieren wird.

Der HSV wird, allen voran „Kapitän“ Behrami, auf alles treten, was normalerweise „icke“ sagt, irgendwann wird Artjoms Rudnevs für einen wieder mal blassen Olic eingewechselt und vorn soll am besten ein Elfmeter helfen.

Heilige Mutter Gottes.

P.S. Wo steckt eigentlich Klaus-Michael Kühne?

Von | 2015-03-15T08:53:46+01:00 15. März 2015|Allgemein|39 Kommentare

39 Comments

  1. seleer 15. März 2015 um 10:15 Uhr

    Schick das mal an die Verantwortlichen des HSV, du hast ja sowas von Recht, klasse Bericht!!!!! holt Magath!

    • Gravesen 15. März 2015 um 10:17 Uhr

      Muss ich nicht, die lesen das auch so 😉

      • Sven 15. März 2015 um 11:57 Uhr

        Schade das du auf die Magath-Idee so gar nicht reagierst. Einen prinzipiellen Vorteil hätte diese definitiv: ein Magath-Typ lässt sich von keinem der drei Vorstandsdarsteller iwas vorschreiben oder sich von Namen beeindrucken. Alpharüde ist er selber und eigene Erfolge, wenn auch schon etwas her, hat er auch vorzuweisen. Der bräuchte sich Kraft der eigenen Wassersuppe von niemandem bevormunden zu lassen. Soll heißen: WENN Trainerwechsel, DANN einer mit überschüssigem Selbstbewusstsein und dementsprechender Chuzpe. Sonst „plätschert“ das so weiter.

        • Gravesen 15. März 2015 um 12:04 Uhr

          Ich habe mich in der Vergangenheit aus verschiedenen Gründe gegen Felix Magath ausgesprochen, eben, weil ich auch weiß, wie kompliziert eine Zusammenarbeit jeglicher Art mit ihm sein kann. Aber – vielleicht kann diesem Verein am Ende wirklich nur ein Mann mit seiner Art helfen. Alles andere wurde ja bereits mehrfach erfolglos versucht

    • ari13 15. März 2015 um 13:39 Uhr

      Ich finde Magath ist genauso eine rückwärtsgewandte Lösungsmöglichkeit wie DB oder Olic. Ich glaube das größte Manko beim HSV ist die erfolgreiche Vergangenheit und sei „Erfolg“ nur die Teilnahme am internationalen Wettbewerb. Aber ein 0:3 gegen Hoffenheim hat mittlerweile schon fast etwas Traditionelles. Der Verein muss doch endlich aufwachen, sonst lebt der HSV bald in der Nostalgie, dass er einst in der ersten Liga gespielt hat.
      Für mich sieht Zinnbauer auf der PK eher aus wie zum Gargoyle versteinerterter verhungerter Vampir. Aber für ihn wie auch bei Olic bin ich der „festen“ Überzeugung davon, dass die noch mal kommen und wir am Ende wieder international spielen 😉

  2. SvenB 15. März 2015 um 10:25 Uhr

    Dem ist wirklich nichts hinzuzufügen! Traurig aber wahr; ich weiß nicht, wie oft ich das im Zusammenhang mit Deinem Blog schon geschrieben habe…

  3. seleer 15. März 2015 um 10:38 Uhr

    ich war gestern in Hoppenheim und behaupte mal ,dass wir sogar gegen einen Landesligisten verlieren würden – kein Plan, Ball nach vorne kicken und mal sehen was passiert…………wir sind nichtmehr in der Lage einen Angriff von hinten herauszuspielen, Danke Zinnbauer!

  4. Hardy Erdmann 15. März 2015 um 10:39 Uhr

    Darf der HSV mit 10 Mann gegen Hoffenheim verlieren? Selbstverständlich
    Es ist nicht die Niederlage die mir Sorgen macht oder das ich enttäuscht bin,es ist der Umstand das nichts zu erkennen ist was auf eine Idee hindeutet.
    Und bevor das jemand anführen möchte das es an den Altlasten liegt möchte ich entgegenhalten das der sportliche Istzustand nichts aber auch gar nichts mit dem HSV e.v zu tun hat.
    Ich weiß nicht mit welchem Gedankengut die Trainer nach Ihrer Ausbildung die Sporthochschule in Köln verlassen aber ich werde den Eindruck nicht los das sie in Ihrer Denkweise auf 1 maximal 2 Systeme festgenagelt sind. Für mich gilt auch bei dieser Zusammenarbeit das was ich an Schulen für richtig halte,der Lehrer muss für die Schüler da sein und nicht umgekehrt.
    Beim HSV stellt sich mir das anders da.
    Dieses Spielermaterial lässt es zu das ein System gespielt werden kann welches zumindest dafür sorgen würde ohne Verkrampfung in der Bundesliga zu bleiben,zwar im Niemandsland aber man muss mit diesem Kader nichts mit dem Abstieg zu tun haben.
    Selbstverständlich haben die Verletzten Ihr Übriges dazu getan das die Mannschaft nicht eine gewisse Qualität abrufen kann, aber……..
    Wenn ich nicht in der Lage bin das Spielermaterial zu bewerten nach Ihren Fähigkeiten und daraus ein System ableiten kann, bin ich als Trainer nicht flexibel genug im fußballerischen Denken.
    Wenn ich mich nur auf das Tore verhindern beschränke aber den Spielaufbau und die Offensive hinten anstelle, verschenke ich wertvolle Zeit um das Optimum aus dem Kader zu holen.
    Egal wie die Qualität des gesamten Kaders ist, JEDER Mannschaft kann ich ein System beibringen auch wenn das System dann nicht so gespielt werden kann wie es die besser besetzten Spitzenclubs spielen können.
    Und das liegt allein in der Verantwortlichkeit des Trainerteams.
    Und das nach knapp 7 Monaten dort immer noch nichts gewachsen ist hat mit der Zeit vor dem 25 Mai nichts mehr zu tun,rein gar nichts.
    Die Aussage die Zinnbauer damals getroffen hat wurde ja gefeiert bis zum abwinken…..
    BEI MIR ZÄHLT DAS LEISTUNGSPRINZIP,ICH MACHE AUCH VOR NAMEN NICHT HALT…
    Die Aussage ehrt Zinnbauer ,aber für mich bedeutet das Leistungsprinzip etwas anderes
    ICH MACHE VOR SCHWACHER LEISTUNG NICHT HALT.
    Und sieht man sich die letzten Monate an so meinte er nur bestimmte Namen , ein van der Vaart der von Kühne zum Verkauf freigegeben wurde,ein Ilicevic der aufgrund seiner Krankengeschichte bei uns kein hohes Ansehen mehr hat,ein Kacar dem immer wieder unterstellt wurde er würde durch seine Geldgeilheit verhindern das er verkauft werden konnte,ein Rudnevs der technisch so limitiert ist und den berühmten Möbelwagen nicht trifft.
    Und ordne ich diese Fälle so ein, relativiert sich die kernige Aussage von Zinnbauer sehr schnell.
    Übrig bleibt für mich nach 7 Monaten,eine gewisse Verbohrtheit im Denken von Zinnbauer ,diese Verbohrtheit verhindert seit seinem Amtsantritt das er aus dem vorhandenen Material eine funktionierende Mannschaft machen konnte.
    Und selbst die Hoffnung das die Verletzten wiederkommen und die Mannschaft dann erfolgreicher spielt ,kann ich nicht teilen,weil diese Spieler zu einer Mannschaft stoßen die einzig in der Defensive einigermaßen gut stehen aber es eben kein System in der Mannschaft gibt in das sie dann mit Ihren Fähigkeiten integriert werden können.
    Soll heißen, es gibt keine Spieleröffnung,keine Laufwege im Konterspiel und somit ist es egal welcher Stürmer bei uns spielt, dieser Spieler kann vorne nur den Gegner anlaufen und mehr auch nicht.
    Und das alles ist das Ergebnis nach 7 Monaten Trainingsarbeit von Joe Zinnbauer und das ist für mich Niederschmetternd.

  5. Marco 15. März 2015 um 10:40 Uhr

    Das Einzige was sich unter Zinnbauer verbessert hat, übersieht man mal das Spiel gegen die Bayern, ist die Abwehr.
    Nach vorne sind wir einfach nur harmlos und man könnte meinen, dass man Zinnbauer noch einen Trainer für die Offensive zur Seite stellen sollte.

    Was intern abgeht kann wohl keiner von uns genau beurteilen. Spricht nun wirklich keiner mit verliehenen und jungen Spielern aus der zweiten Reihe, oder gehen diese nur an die Öffentlichkeit um sich einen Abgang zu erleichtern (Demirbay)?

    Die Frage ist ob mit Zinnbauer, so wie wir momentan spielen, die Klasse zu halten ist?Wir machen es fast jedem Gegner schwer, sind aber nicht in der Lage nach vorne zu spielen.
    Wenn wir Freitag nicht gewinnen, dann muss einfach gehandelt werden. Die Frage ist nur, wer tut sich diesen Verein an? Ich kann nur hoffen dass bereits ein Plan in der Schublade liegt, der dann möglichst zeitnah präsentiert werden kann. So lange es nicht Magath wird ist mir fast alles egal. Unter Labbadia haben wir meiner Meinung nach den besten Fußball seit Pagelsdorf gespielt und ich habe mich sehr lange gefragt was wohl erreicht worden wäre, hätte sich nicht Guerrero vrverletzt….?

  6. Launi 15. März 2015 um 10:47 Uhr

    Ich habe nur leider wenig Hoffnung, dass sich irgendwas ändern wird in nächster Zeit. Sang- und klanglos werden wir in die 2. Liga abrutschen – und von da zurück wird es natürlich nicht leicht.

    Man hatte im Sommer die Möglichkeit unverbrauchte Talente zu verpflichten und sicherlich wären die Fans den Weg mitgegangen, schließlich sollte ja alles anders werden. Stattdessen haut man Millionen raus und bei einem solchen millionenschweren Gesamtpaket schürt man Hoffnungen auf eine Teilnahme am internationalen Wettbewerb nächste Saison. Als man merkt, dass das Paket in sich nicht stimmig ist, holt man im Winter noch Olic, damit erst einmal alles wieder kaschiert wird. Als nächste Patrone hat man ja immer noch Zinnbauer, den man entlassen kann.

    HSV-Plus hat unterm Strich nichts bewirkt, nur ein neuer Name und neue Protagonisten, der Rest: Alles beim Alten…

  7. Oberberger 15. März 2015 um 10:48 Uhr

    Treffer und versenkt, Grave.
    Was man da gestern sehen mußte war einfach nur erbärmlich. Mittlerweile erntet der HSV nicht mal mehr Häme, sondern größtenteils nur noch Mitleid.
    In all den Jahren in denen ich mir Bundesliga-Fußball anschaue, habe ich noch keine Truppe gesehen, die dermaßen ideen-, plan-, und talentfrei gespielt hat wie dieser HSV 2015. Unterhaching und Cottbus wirken dagegen wie die Harlem Globetrotters.
    Trotz all der Fehler und Unzulänglichkeiten im Management steht da letztendlich auf dem Rasen einer der teuersten Kader der Bundesliga und spielt Fußball zum Abgewöhnen. Die sportliche Performance haben ausschließlich Trainer und Mannschaft zu verantworten. Nicht die böse Presse, Vorstand, Fans oder am Ende gar Hoffmann 😉

    • Launi 15. März 2015 um 10:52 Uhr

      Ich finde schon, dass nicht nur der Trainer sondern auch der Vorstand an der Leistung der Mannschaft seinen Anteil hat. Wer stellte denn die Mannschaft zusammen? Wer macht denn ständig diese coach-the-coach Dinge? Sicher ist in letzter Instanz der Trainer verantwortlich was er daraus macht, aber nur diesen und die Spieler in die Verantwortung zu ziehen ist etwas zu kurz gesprungen.

      • Oberberger 15. März 2015 um 11:05 Uhr

        Was ich damit zum Ausdruck bringen wollte ist, dass es doch möglich sein muss aus insgesamt 30 (?) zur Verfügung stehenden Profis, die teilweise sogar für ihr jeweiliges Land in der Nationalmannschaft stehen, eine Mannschaft zu formen die zumindest nichts mit dem Abstieg zu tun hat.
        Dass das Management weit von der angekündigten Exzellenz entfernt ist steht außer Frage. In spielerischer Hinsicht würde mich interessieren, ob man es einfach nicht besser kann (falsch eingekauft) oder ob man die Performance nur nicht auf die Straße bringt.

    • Gravesen 15. März 2015 um 10:52 Uhr

      Naja, der Vorstand hat immerhin im Laufe der Saison 19 neue Spieler (inkl. Djourou und Lasogga) für ca. € 35 Mio. geholt. Insofern kann man ihn (Beiersdorfer) wohl kaum von einer Mitschuld freisprechen, wenn man auch noch bedenkt, dass er es war, der Zinnbauer installiert hat

  8. seleer 15. März 2015 um 10:55 Uhr

    eine Manschaft mit dem Spielerpotential muss ein Remis spielen oder sogar noch gewinnen, denn hoppenheim hat auch nicht gut gespielt, vorallem in der 2. Halbzeit. Wir stehen da wo wir vor einem Jahr auch gestanden sind- Religation! verantwortlich, so sehr ich ihn auch schätze, ist Beiersdorfer

  9. seleer 15. März 2015 um 11:17 Uhr

    Waere Magath eigentlich eine option?

  10. Chancentod 15. März 2015 um 11:34 Uhr

    Tach zusammen

    das alterwürdige Grandhotel HSV wurde herruntergewirtschftet und ist nur noch eine Absteige ( laut Wikipedia: in USA Flophouse 🙂 )

    Der letzte Schuß im Frühjahr ist ein Fehlschuss, ohne Effekt wie man sieht, die HSV-Plus-Munition wurde quasi sinnlos verballert.

    Der HSV-Kahn säuft ab, an den Lenzpumpen stehen Leute ohne wirklichen Plan.

    Ohne Abstieg gibt es keinen Neubeginn, leider ist das so

    MfG

  11. higokaltz 15. März 2015 um 11:42 Uhr

    Absolute Zustimmung zu diesem Beitrag. Am besten schaut man sich dieses Gewürge gar nicht mehr länger an…absolute Zeitverschwendung. Dieser Club schafft es wirklich aus Fans und Mitgliedern nur noch (wenn überhaupt) Sympathisanten zu machen. Dieser fremdgesteuerte Übungsleiter hat nach meiner Auffassung mittlerweile auch seine Daseinsberechtigung verspielt, auch wenn es sicherlich nicht an Ihm alleine liegt.
    Die größte Unverschämtheit ist für mich wie man einen Kacar draussen lassen kann. OHNE WORTE !! Hoffentlich findet Kacar einen richtig guten Verein !!!!
    Wenn es irgendwo einen Fußballgott gibt, schickt er hoffentlich diesen Club endlich am Ende dieser Saison in die 2. Liga. Verdient wäre es allemal. Gleiches gilt auch für den VFB Stuttgart, denn das ist die selbe „Grütze“ in Rot-Weiß.
    Traurig das man so etwas schreiben muß, wenn man schon mit Kevin Keegan im Volkspark mitgejubelt hat….
    Good bye HSV, irgendwann sieht man sich vielleicht wieder…

  12. sennsation 15. März 2015 um 11:56 Uhr

    Zinnbauer hat a) nicht den blassesten Dunst und b) hoffentlich nach Hertha fertig.
    Sonst sind wir weg vom Fenster. Keine Tore, keine Siege. So schwer ist das doch nicht zu verstehen.

  13. seleer 15. März 2015 um 12:08 Uhr

    Warum wieder warten und nicht gleich handeln-eine Option liegt bestimmt schon vor!

  14. Ligature 15. März 2015 um 12:12 Uhr

    Ich war gestern in Hoffenheim. Der Gegner war schlagbar.

    Drei unoriginelle Beobachtungen:

    1. Es existiert kein Offensivspiel. Lange Abschläge von Drobny auf Olic, die regelmäßig verlorengingen. Aber auch bei Spielaufbau aus der Abwehr (nach Adler’s Einwechselung) blieb kurz nach dem Mittellinie alles stecken. Und zwar wegen Abspielfehlern.

    2. Diekmeier ein Ausfall. Sollte individuell (Flanken-)Technik üben.

    3. Es war bedrückend Olic’s Frustration zu sehen.

    Und im Übrigen: Der heutige Beitrag ist treffend. Danke

  15. Gravesen 15. März 2015 um 12:25 Uhr

    #Zinnbauer: „van der Vaart ist das Opfer der Situation. Es ist Abstiegskampf.

    #Zinnbauer: „Wir werden Freitag Tore schießen und Punkte holen.“ #HSV

    #Zinnbauer: „Wir haben in wichtigen Spielen immer zugeschlagen. Das werden wir auch gegen Hertha.“ #HSV

    „Zinnbauer: Adler kann sich jetzt empfehlen und die Torwartfrage offen gestalten“.

    Spieler setzen sich aus Eigen-Initiative zur internen Besprechung (ohne Trainer-Team) zusammen. #Zinnbauer: „Fand ich gut.“#HSV

    #Zinnbauer eröffnet den Kampf um die Nummer eins neu: „Die Torwart-Frage ist offen.“ #HSv

    • Kai Arne 15. März 2015 um 13:38 Uhr

      Klingt nach Endspiel.

      Insbesondere wenn man dagegen hält, wie vorsichtig sich Zinnbauer sonst vorher immer geäußert hat.

    • Heiliger Bimbam 15. März 2015 um 20:57 Uhr

      Spieler setzen sich zusammen? Zinngruber muss draussen bleiben?

      Äh, WTF??

      Heieiei. a.) Das es zu einem Treffen gekommen ist (kommen musste?) – b.) Dass das durchgesickert ist – c.) Dass Zinni das (angeblich) toll findet.

      Alarmstufe Rot, oder Grund zur Hoffnung? :-O

  16. seleer 15. März 2015 um 12:29 Uhr

    Welches spiel ist nicht wichtig fuer den hsv,herr zinnbauer?

  17. olafni71 15. März 2015 um 14:50 Uhr

    Die Gewinner dieser Saison sind ganz klar Jarchow,Ertel und Kreuzer,die kommen vor Lachen nicht in den Schlaf.
    Es gibt Leute die ihren Job noch schlechter machen ! Hut ab ! Auch Thorsten Fink freut sich,ist er mit seinem Fehlerflüsterer Rahmen immer noch allgegenwärtig(unseren Joe nehme ich mal außen vor,weil der einfach nur da sein muss) ! Uns bleibt Sarkasmus und das Mitleid unserer Kollegen und Freunde !Am Freitag kommt es in meinen Augen zu einem mindestens 9 Punkte Spiel ,also unser Tiefpunkt exklusiv zur Primetime.Während wir uns mit der Bezirkssportanlage in Sandhausen anfreunden können(oder bereits schon haben),werden unsere Lieblingsspieler und Einwurfkünstler wie z.B Dennis D.butterweich landen.Ich hoffe wir dürfen uns dann weiterhin an Deinem Blog erfreuen lieber Grave ! Manchmal hätte ich mir doch die Palastrevolution mit Magath gewünscht !!

    R.I.P Klaus Ulonska

  18. seleer 15. März 2015 um 17:47 Uhr

    bei allem Respekt vor Zinnbauer, der bestimmt ein guter Trainer ist, jedoch für die 1.Bundesliga noch ein paar Jahre Erfahrung braucht um mit solchen Millionären umgehen zu können. Was meint Ihr denn zu Personalie Felix Magath?

  19. olafni71 15. März 2015 um 18:03 Uhr

    Der gute Felix wird leider nicht in dieses grandiose Exzellenzen Konstrukt reinpassen, mit Pete als Spodi !! Never,ever ! Der arme Holtby würde vermütlich komplett ausrasten !! Ein Retter fällt mir leider nicht wirklich ein ! In Liga 2 gerne einen Neustart mit Breitenreiter

  20. Bauchnabelbart 15. März 2015 um 18:09 Uhr

    Endlich mal ein HSV-Blog mit Klartext. Nicht son weichgespülter Kram wie beim HA. Trainer muss gewechselt werden: Aber wer kann es sinnvollerweise schaffen? Denn für 2016 steht bestimmt schon jmd bereit – denke ich!

  21. hamuburgmini 15. März 2015 um 18:09 Uhr

    Der HSV taumelt sehenden Auges in die 2.te Liga.
    Nun werden die nächsten Spiele als Wegweisend bezeichnet. Doch was ist, wenn gegen Hertha glücklich gewonnen und das nächste Spiel unglücklich verloren wird…
    Die Luft wird enger.
    Die Führungsentourage wirkt rat- und hilflos.
    Eine spielerische Entwicklung, einen überzeugenden Sieg konnte man, egal in welchen Spielen nicht feststellen. Einzig das Spiel gegen M’Gladbach war ein Hoffnungsschimmer, in dem jedoch bezeichnenderweise der Ausgleichstreffer zum Schluss fiel.
    Das System Zinnbauer, die Installation „bis auf Weiteres“ funktioniert nicht.
    Das sportliche Leistungsprinzip ist ad absurdum geführt, es ist keine Linie erkennbar. Die Führung hätte in Ihrer Analyse zur Winterpause dieses wiederum feststellen und handeln können. Ein neuer Trainer hätte, eben mit der Nutzung der Wintervorbereitung an verschiedenen Punkten ansetzen können, tat dieses aber nicht.
    Welcher Trainer steht für den HSV, nach der unsäglichen Entlassung Slomkas, für den HSV überhaupt noch zur Verfügung. Welcher dieser Trainer wäre bereit, sich den Direktoren und ihren Vorstellungen unterzuordnen, bzw. könnte sich sicher sein, auch nach der Saison Trainer in Hamburg bleiben zu dürfen????
    Ein Felix Magath hätte sportlich zur Wintervorbereitung der Mannschaft sicherlich gut getan, in Sachen Fitness und taktischer Ausrichtung kennt ein Magath die Herausforderungen im Abstiegskampf in Verbindung mit einem gleichzeitigen Aufbau eines Teams. Eine Fokussierung auf seine Person, in so kurzer Zeit ohne Vorbereitung