Das Gesicht des Niedergangs

Didinei

 

Der Absturz des Hamburger Sportvereins hat einen Namen und dieser Name lautet Dietmar Beiersdorfer. Diese Tatsache ist absolut unumstößlich und lässt sich auch nicht durch profane Störfeuer derer, die immer noch alte Aufsichtsräte und Ex-Präsidenten mit ins Tal des Todes holen wollen,  wegdiskutieren.

Beiersdorfer hat in dieser einen Saison wirklich alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte und die Frage, die man stellen muss, lautet: „Ist das alles eigentlich wirklich so überraschend? “ 

War Beiersdorfer nicht bereits vor seiner Inthronisierung als großer Zauderer bekannt, der nichts zum Abschluss bringt, den man zum Jagen tragen muss, der bei den ersten Schwierigkeiten davonläuft?

Damit hier keine falschen Schwingungen entstehen, es geht überhaupt nicht darum, den Menschen Dietmar Beiersdorfer zu kritisieren, Didi ist ein extrem netter und freundlicher Mensch, stets höflich und zuvorkommend. Aber es muss erlaubt sein, die feststehenden Fakten seiner Handlungen unter die Lupe zu nehmen und diese sprechen einen eindeutige Sprache.

Das Profil des neuen HSV:

Beiersdorfer kündigte auf der „Tränenkonferenz“ vollmundig an, man wolle dem HSV in Zukunft ein neues Gesicht verpassen. Man wolle Demut predigen, man wolle den HSV griffiger und sympathischer machen. 10 Monate später ist davon nichts, aber auch überhaupt nichts zu erkennen. Der HSV kommt immer noch arrogant und abgehoben rüber, von Demut keine Spur.

Transfers:

Lasogga (€ 8,5 Mio.), Müller (€ 4,5 Mio.), Behrami (€ 3,5 Mio.), Cleber Reis (€ 3 Mio.), Djourou ( € 2,8 Mio.), Ostrzolek (€ 2,75 Mio.), Holtby (€ 6,5 Mio/sind nach der Saison zu zahlen), Stieber (€ 1,3 Mio).

€ 32,85 Mio. vor der Saison und Stand heute muss man sagen, dass nicht ein Transfer wirklich eingeschlagen ist.

Das Meisterstück lieferte der Ex-Dukaten-Didi dann allerdings in der Winterpause ab, als man monatelang von einer Einigung mit dem Leverkusener Drmic redete, bei Wolfsburg nach Bas Dost fragte, um dann am Ende den 35-jährigen Olic als „Wunschspieler“ verkaufen zu wollen. Olic schaffte es in 15 Spielen, in denen er immer gesetzt war!!!, auf mittlerweile ein Tor und eine Vorbereitung. (€ 1,6 Mio.). Außerdem kam aus Basel der chilenische Aufbauspieler Marcelo Diaz (€ 2 Mio.) Diaz machte 5 von 16 Spielen, die restliche Zeit war er verletzt.(Kein Tor kein Assist).

Macht zusammen € 36,45 Mio. und hier sind Anwaltshonorare, Beraterbezüge etc. noch nicht eingerechnet. Am Ende wird man wohl eher auf eine Summe von € 40 – 45 Mio. kommen, aber der HSV hat’s ja und Didi ist ja als Schnäppchenjäger bekannt.

Natürlich kann es immer sein, dass von 8 Transfers einige nicht auf Anhieb funktionieren, aber es kann nicht angehen, dass von 10 Transfer keiner funktioniert.

Trainerposse:

Spätestens im Frühjahr 2015 sollte es jeder erkannt haben, die Saison 2014/15 war von den Exzellenzen des HSV als Übergangsjahr gedacht. Man meinte, den Kader für die genannten Summen gut genug getuned zu haben, als das ein Abstieg kein Thema sein dürfte (selbstformuliertes Klassenziel im Bericht nannte den 10. Tabellenplatz). Nach dieser Übergangssaison hätte man dann aufgrund der zahlreichen auslaufenden Verträge die Möglichkeit, den Kader der Zukunft zu bauen, dann aber auch mit dem Trainer der Zukunft (Thomas Tuchel).

Vor diesem Hintergrund wurde Mirko Slomka nach 3 Spielen entlassen und die Granden waren trotz der damaligen Bilanz von einem Punkt, 0:5 Toren und Tabellenplatz 18 der Auffassung, dass mit dieser Weltklasse-Mannschaft auch ein Viertliga-Trainer den Klassenerhalt bequem würde schaffen können.

23 Spiele, 25 Punkte, 16:37 Tore später auf Tabellenplatz 16 bekam man dann plötzlich die große Panik und machte Knäbel zum Cheftrainer.

Es existiert kein Plan B, es gibt keine Strategie. Der HSV respektive sein Vorstandsvorsitzender reagiert wie ein sedierte Schlafwandler und dafür muss er die Konsequenzen ziehen. 4 Trainer in einer Saison, das ist unbegreiflich.

Dazu passt allerdings die gestern getätigte Aussage von Herrn Beiersdorfer in der Hamburger Morgenpost:

Dabei war der 51-Jährige schon mit einem mulmigen Gefühl in die Saison gegangen. Ihm sei klar gewesen, dass es nach der Rettung in der Relegation erneut ganz eng werden würde: „Spätestens nach dem Spiel gegen Lazio war ich nicht überrascht.“ Gemeint war der schwache Auftritt beim 0:2 im letzten Härtetest der Vorbereitung gegen den italienischen Spitzenklub.

Das muss man sich jetzt wirklich einmal vorstellen. Heute, nach dem 33 Spieltag, der HSV steht auf einem Abstiegsplatz, erklärt der Vorstandsvorsitzende, er hätte alles geahnt. Wie unbegreiflich sind dann seine katastrophalen Entscheidungen während der gesamten Saison, wenn man zugrunde legt, dass er doch die Entwicklung vorher gesehen hat.

Die Vergangenheit

Von den Medien zum „Dukaten-Didi“ aufgebaut, bildete sich in Hamburg über Jahre die Legende, dass bei Beiersdorfer jeder Transfer sitzen würde, er allein macht den HSV mit seiner untrüglichen Spürnase für Schnäppchen reich. Gräbt man nur ein wenig tiefer, findet man neben den Welttransfers wie van der Vaart, Boateng, Kompany, de Jong etc. eben auch Namen wie Schlicke, Reinhardt,Vleb,  Streit, Sen, Lauth, Mpenza, Berisha, Kucukovic, Klingbeil, Laas, Ailton, Ziegler, Fillinger, Sanogo, Sorin, Ljuboja, Zidan, Castelen, Chrisantus, Putilo, Thiago Neves, Alex Silva, Tavarez, Gravgaard etc. Am Ende verließ Beiersdorfer den HSV mit einem Transferminus von € 12 Mio. Von wegen „reich machen“.

Der Abgang am 23.06.2009 war dann ebenfalls wenig rühmlich, Didi wollte einfach „nicht mehr kommen“, nachdem Vorstandsboss Hoffmann eine völlig berechtigte Frage nach der miesen Nachwuchsarbeit des HSV gestellt hatte. Sowas mag „Didi“ nicht, Gegenwind ist ihm zuwider, dann verschwindet er lieber. Aber anstatt einfach seinen Vertrag zu kündigen, ließ Dukaten-Didi „seinen“ HSV mitten in der Saisonvorbereitung sitzen und nahm auch noch eine Abfindung in Höhe von einer Million Euro mit, solche Nerven muss man erstmal haben.

Am Tag nach seinem Abgang gab der Ex-Sportchef dann der BILD ein launiges Interview in seinem Garten, soviel zum Thema Stil.

Fazit: Die gesamte Geschichte rund um „Dukaten-Didi“ ist eine medial clever aufgebaute Legende, die sich leider nicht durch Fakten belegen lässt.

Beiersdorfer ist gescheitert und er ist krachend gescheitert. Mit ihm ist auch Karl Gernandt als AR-Vorsitzender gescheitert, denn dieser AR hat nicht kontrolliert, wie er kontrollieren sollte. Gernandt selbst hat sich als riesengroße Luftblase erwiesen, seine vermeintlich brillanten Kontakte in die Wirtschaft haben dem HSV (außer Kühne) nicht einen weiteren strategischen Partner beschert. Mittlerweile ist die Akquise an ein externes Bankhaus übergegangen, eine Bankrott-Erklärung. Mit ihm ist Joachim Hilke, der „große Unsichtbare“ hat in mittlerweile 4 Jahren nichts auf die Reihe bekommen und einen Platz besetzt, den jemand mit Engagement und Ahnung, dafür mit weniger intriganten Elementen hätte besetzen können. Ebenfalls zu 100% gescheitert ist Peter Knäbel, Direktor Profifußball. Knäbel, mit reichlich Vorschusslorbeer gestartet, entwickelt sich zunehmend zur lame duck, über den Status des Assistenten des Sportchefs kam er nie hinaus. Zudem erwies er sich als Trainerretter als wenig tauglich. Bernhard Peters, gescheitert. Der Mann, der irgendwelche Konzepte malen sollte, tat sich nur dadurch hervor, dass er Trainerneuling Zinnbauer in der Kabine filmte und dem Coach dadurch jeglichen Respekt der Spieler entzog. Außerdem gefällt sich Hockeymann Peters als Trainerflüsterer auf der Tribüne.

Fazit: Der geplante Umbruch ist nicht nur gescheitert, er hat nie stattgefunden. Die Ideen der Initiative HSVPLUS wurden nicht nur nicht umgesetzt, sie wurden mit Füßen getreten. Entschuldung, das Setzen auf Nachwuchs, keine teuren Altstars mehr, schlanke Strukturen?  Die Realität im Mai 2015 sagt: weitere Schulden, keine Partner, Olic, Behrami, Diaz etc. Kein neues HSV-Profil, sondern weitergeführtes Gestümper im neuen Gewand.

Wäre man böse, könnte man das Ganze auch als vollendeten Wahlbetrug bezeichnen und solche Leuten können und dürften diesen HSV nicht mehr führen und nicht mehr repräsentieren. Egal in welcher Liga.

Ach ja, bevor ich es vergesse – einige besonders Schlaue sind ja immer noch der Meinung, der alte Aufsichtsrat und die verhassten Mitglieder dieses Gremiums wären (mit)verantwortlich für das, was gerade passiert. Dazu ein paar Worte.

Der alte 12er-Rat hat viele Fehler begangen, sogar sehr viele. Er hat Arnesen gefeuert und zwar nicht, weil er zu schlecht, sondern weil er ihnen zu teuer war. Sie haben Schmadtke verhindert und Kreuzer geholt. Sie haben Jarchow zum Vorstandsvorsitzenden gemacht und Hilke zum Vorstand Marketing. Sie haben ihre Aufsichtspflichten vernachlässigt und unfähige Möchtegern-Manager schalten und walten lassen.

Aber: Sie haben nicht Beiersdorfer zum VV gemacht. Sie haben auch nicht Knäbel und Peters eingestellt. Sie haben keine 4 Trainer in einer Saison verbrannt. Sie haben keine € 36,45 Mio. für Transferflops ausgegeben, sie haben keine 16 neue Spieler in den Kader integriert.

An der aktuellen Situation sind einzig und allein die aktuell handelnden Personen Schuld und sonst niemand.

Von | 2015-05-18T08:27:40+02:00 18. Mai 2015|Allgemein|26 Kommentare

26 Comments

  1. BerndH60 18. Mai 2015 um 09:17 Uhr

    Die Saison kann nur noch wie folgt getoppt werden:
    Paderborn will sich anständig von seinen Fans aus der Bundesliga verabschieden, außerdem gibt es noch die Möglichkeit der Relegation, Stuttgart wird geschlagen. Dann reicht dem HSV ein 1:0 gegen Schalke zur Relegation, sollte Hannover Freiburg schlagen oder umgekehrt dann ist nicht mal das nötig.
    .
    An dieser Stelle, lieber Grave, möchte ich mich herzlich bedanken für deine Beiträge, all die informativen Blogs. Dieser Blog wird künftig mein letzter Kontakt zum HSV sein, erst wenn ich hier lese, dass sich etwas grundsätzlich ändert in der Führung des Vereins, dass die Ideen der PLUS Initiative doch noch umgesetzt werden, werde ich gewillt sein wieder Spielergebnisse des Vereins zur Kenntnis zu nehmen.

    • Andi Pie 18. Mai 2015 um 22:55 Uhr

      Ja, neee, ist klar.
      Paderborn haut Stuttgart 3:0 weg.
      Der HSV verliert gegen Schlakke, weil die ja einfach spielen können, die haben nix zu verlieren.
      Und schwupps, Paderborn spielt vor HSV und Stuttgart die Relegation…
      Das wäre das absolute Sahnehäubchen dieser Saison.
      Dann wäre der HSV 18ter, und zwar sowas von verdient!!!

  2. db 18. Mai 2015 um 09:23 Uhr

    Vielen Dank für die Zusammenfassung.
    .
    Möchte noch einmal auf eine weitere kapitale Fehleinschätzung von Beiersdorfer hinweisen, die bereits
    einige Jahre zurückliegt.
    .
    Gestern Abend wurde im WDR eine interessante Reportage über Jürgen Klopp gesendet.
    Als Klopp 2008 als Trainer verfügbar war, hat man ihm seitens des HSV abgesagt, weil gem. Aussage von Klopp
    „sein Outfit nicht passend war“.
    .
    Es ist bekannt, dass Hoffmann Klopp seinerzeit unbedingt verpflichten wollte, aber Beiersdorfer diesbezüglich intervenierte.
    .
    Auch im Jahr 2015 hat es die Vereinsführung des HSV unter der Regie von Beiersdorfer ein zweites Mal verbockt, den besten verfügbaren deutschen Trainer zu verpflichten.
    .
    Ironie des Schicksals: Ein zweites Mal profitiert der BVB von der Inkompetenz des HSV.

  3. abausb 18. Mai 2015 um 10:08 Uhr

    Auch ich möchte mich herzlich für den – mal wieder treffenden – schonungslosen Blog bedanken. Leider befürchte ich, dass zu wenige Menschen das lesen, denn in der Hamburger Presse wird immer noch alles weichgespült 8wobei im Sportclub beim NDR sogar mal jemand die Frage an D.B. gestellt hat, ob man Labbadia eventuell zu spät geholt habe, immerhin, spät scheint dort auch die Erkenntnis zu reifen, dass eventuell nicht alles richtig gemacht wurde, nachdem man 32 Spieltage angeguckt hat, was einige wenige (darunter der Blogautor) bereits seit langem erkannt haben.

    Ich bin inzwischen fast auch so weit, dass ich mir sage, was solls, wenn man so viel verkehrt macht wie unsere Führung in dieser Saison, dann steigt man eben verdient ab. Dennoch tut es mir eben doch noch weh (deswegen eben auch nur „fast“).

    Nur wie soll es weitergehen? Sollte der Fall eintreten, dass wir tatsächlich in die zweite Liga gehen, dann hoffe ich (glaube allerdings nicht daran), dass dann wirklich ALLE Verantwortlichen gehen, und damit sind nicht nur die Spieler gemeint, deren Verträge auslaufen (einzig über ein Bleiben von Kacar würde ich mich freuen, weil ich ihn gerne Fußballspielen sehe), sondern in erster Linie die Vereinsführung. Ob Bruno Labbadia der richtige Trainer für einen Neubeginn wäre vermag ich nicht zu sagen (was macht Klopp eigentlich nächste Saison? – naja, das ist wohl keine realistische Option 🙁

    Aber Beiersdorfer, Knäbel und von mir aus (da fehlen mir die Einblicke) auch Peters und Hilke sollten sich anständig verabschieden, die Verantwortung für das Desaster übernehmen und dann ohne Abfindung zurücktreten.

  4. Gravesen 18. Mai 2015 um 10:25 Uhr

    Am Allerbesten sind doch eigentlich die (auch Kortmann gestern im NDR Sportclub), die Didi für einen tollen Sportchef halten und ihn auf diesen Posten zurücksetzen möchten. Dabei hat doch gerade diese Saison gezeigt, dass er eben das auch nicht kann. € 35 Mio. verbrannt, 4 Trainer, Abstiegsplatz. Man stelle sich eine solche Bilanz bei einem anderen Verein vor, würde man diesen Sportchef holen wollen? Ich nicht.
    Ach ja, natürlich schreibe ich bei den Patienten aus Schmocks Einöde ab. Die sind grundsätzlich am besten informiert, haben den nötigen Durchblick und Hirn ohne Ende. 😀

    • Kai Arne 18. Mai 2015 um 12:53 Uhr

      Die Abrechnung des Olaf K. gestern abend war denkwürdig. Aber seine Forderung, man müsse „umbesetzen“ heißt natürlich nicht wirklich, dass Beiersdorfer tatsächlich Sportchef werden soll. Sondern so muß man eben argumentieren, wenn man Denkmäler stürzen will, weil sich sonst viele die ihn noch vergöttern verletzt fühlen. Da wird erst einmal an einem Bein gesägt. Die Guillotine kommt später und da werden dann auch wieder alle mitmachen.

  5. Ingo Kurda 18. Mai 2015 um 11:28 Uhr

    Wenn die Welt aus Ehrenmännern bestehen würde, dann würde die gesamte Belegschaft des HSV zum letzten Spiel nicht mehr antreten, geschlossen zurücktreten und ggf. leistungsbezogene Gehälter zurückzahlen…

    Sic transit gloria mundi

  6. Guy La Fleur 17 18. Mai 2015 um 11:34 Uhr

    Du Grave,
    deine wirklich gelungene Analyse des Probleme-Aussitzers Beiersdorfer wird in dem von dir so „geliebten“
    Stammelblock ausdrücklich positiv erwähnt.

  7. FabianNH 18. Mai 2015 um 13:14 Uhr

    Wiedermal ein sehr ausdrucksstarker und guter Bericht. Ich stimme in allen Punkten sofort zu, sehe die Chancen, dass die Möchtegernmanager abgesägt werden, leider sehr gering.
    Mir fehlt hier noch ein schöner Bericht zu unserem vorbildlichen Kapitän. Fass doch diesen Charakter nochmal passend für den Abschied zusammen 🙂
    LG

    • Gravesen 18. Mai 2015 um 13:21 Uhr

      Ich denke, damit muss man ein wenig vorsichtig sein, wenn man nicht unbedingt Linnebrügger von der Mopo sein möchte. Das Bedürfnis, van der Vaart für die Karte an die Wand nageln zu wollen, ist sicherlich groß und eine Karte in der 93. Minuten sieht vielleicht nach Absicht aus. Allerdings habe ich selbst lange genug gespielt und war garantiert nicht der Ruhigste auf dem Platz. Es hätte durchaus sein können, dass mir das gleiche passiert wäre.
      Abstiegskampf, Rückstand, Scheiße gespielt, Angst ohne Ende. Er als Kapitän müsste vorangehen, merkt aber selbst, dass es dafür nicht mehr reicht. Das ist Frust pur und der Junge ist auch nur ein Mensch.
      Sportlich vielleicht zu kritisieren, menschlich kann ich es verstehen.

      • abausb 18. Mai 2015 um 13:32 Uhr

        Ich finde es auch zu einfach, immer auf van der Vaart draufzuhauen. Sportlich darf, nein muss man ihn sogar kritisieren, weil er die Leistung, an die wir uns alle gerne zurückerinnern, im Grunde genommen seit seiner Rückkehr nie mehr (von wenigen Spielen abgesehen) gebracht hat. Dennoch hat er sich meiner Meinung nach immer kämpferisch und läuferisch nie hängen lassen, und dass er darüber frustriert ist und dann eben so willenlose Fouls passieren spricht meiner Meinung nach menschlich eher für als gegen ihn. Sollte als Profisportler nicht passieren, passiert aber nun mal.

        Ändert nichts daran, dass er uns diese Saison nicht viel helfen konnte, daher ist es vielleicht ganz gut, dass er gegen Schalke nicht dabei ist.

  8. Volker Hinsch 18. Mai 2015 um 14:14 Uhr

    Es wäre doch im HSV-Abstiegskampf eine zielführend sehr gute Initiative des Herrn Beiersdorfer,
    wenn er endlich bei Adidas veranlassen würde die HSV-Heimspiel-Trickots so neu zu bedrucken,
    daß der breite rot/blaue bisher nach UNTEN weisende Pfeil, die ständige Negativausrichtung jedes HSV-Profis,
    im letzten Heimspiel und auch bei möglicher Relegation, wie bei den Aufwärmtrickots in Stuttgart, nach OBEN = Klasse zeigt,
    der Mannschaft und dem Vereinsklima endlich, neben dem Engagement Labbadias, auch so POSITIVE Energie vermittelt wird!
    Diese sinnvolle Maßnahme kann doch selbst für einen HSV-Vorsitzenden Beiersdorfer nicht zu schwierig sein, oder.
    Wir wissen, RICHTIGE AUSRICHTUNG, positives Denken und unbändiger EINSATZ können Berge versetzen…

  9. Hannes Grundmeyer 18. Mai 2015 um 14:26 Uhr

    Eine Bilanz des Grauens, die im Falle eines Abstiegs zum sofortigen Rücktritt (nicht Entlassung) aller genannten Personen führen müsste. Und da liegt das Problem, müsste…
    Machen wir uns nichts vor, keiner (!) dieser Pfeifen wird sich vor die Presse stellen und sagen, das war´s, ich geh freiwillig. Dann müssten Sie ja auf einen Haufen Geld verzichten. Nein, das wird nicht passieren. Wenn überhaupt was passiert, werden sich die Herrschaften kündigen lassen und fette Abfindungen kassieren. Irgendjemand, vermutlich ist nur KMK dazu in der Lage, wird den Verein vielleicht vor dem Absturz ins Bodenlose retten. Und dann ist auch Geld für Abfindungen da. Und da der Unsichtbare Hilke und Kuddel Gernandt keine Angst um ihren Job haben müssen, wird das Geld von Klaumi schon für den Rausschmiss von Didi, Berni und Sabbel-Peter reichen. Einen totalen Neuanfang wird es nur geben, wenn ein anderer Geldgeber in die Bresche springt und wirklich alle Altlasten rausschmeißt. Diesen Geldgeber sehe ich aber bisher nicht. Oder wenn der HSV in Liga 2 so wenig Geld hat, dass er sich weder Abfindungen noch die Weiterbeschäftigung der 25 Frühstücksdirektoren leisten kann. Aber das wäre dann wohl gleichbedeutend mit der Zahlungsunfähigkeit. Man darf gespannt sein, wie´s weitergeht. In welcher Liga auch immer.

  10. Bidriovo0 18. Mai 2015 um 15:05 Uhr

    Ich hätte mich seiner Zeit auch sehr über Klopp gefreut. Nicht weil,er damals als besonder erfolgreicher Trainer galt, sondern weil er ein Typ ist.Jemand der emotionalisieren kann, genauso wie es auch mal für eine Zeit lang mit Doll funktioniert hat. Leider holt der HSV all zu gerne irgendwelche Trainer, die eher von oben herab kommunizieren und als Besserwisser auftreten (BvM, Slomka, Knäbel…). Mit Zinnbauer war ich sehr zufrieden und ich hätte ihn gerne weiter beim HSV gesehen. Aber an ihm sieht man, wie man potenziell gute Trainer auch untergraben kann und verhindern kann, dass sie sich und die Mannschaft entwickeln. Von daher habe ich meine Zweifel,ob Klopp beim HSV ähnlich eingeschlagen hätte, wie er es dann in Dortmund getan hat.

  11. Alexander 18. Mai 2015 um 15:29 Uhr

    In der Erinnerung ist Didi Teil einer gefühlt erfolgreichen HSV Zeit. Als er von HSV + zum VV berufen wurde, fand ich es eine gute Idee. Er hat sich weiterentwickelt. So dachte ich zumindest. Leider hat Grave mit seinem heutigen Blog vollkommen Recht. Didi ist – bei aller Wertschätzung – für diesen Job ungeeignet!
    Ein Gutes hat doch Didis seinerzeitige Entscheidung gegen Klopp: Was wäre aus diesem tollen Trainer beim HSV geworden… :mrgreen:

  12. TIP67 18. Mai 2015 um 15:55 Uhr

    Ich bin wahrlich kein Beiersdorfer-Fan, nur was sind die Alternativen?
    Alle zum Teufel jagen ist nur dann sinnvoll, wenn man die Posten besser besetzen kann. Doch durch wen? Ich glaube nicht, dass z.B. ein Magath alles besser machen würde.
    Didi als SD ist auch keine Lösung (er hatte ja damals schon durch die zu späte Trennung von Doll den HSV beinahe versenkt).
    Jol? Dann kommt wieder die Frage auf: Was macht eigentlich Congerton?
    Was ich nicht verstehe, wieso es beim Jugendkonzept noch keine Fortschritte gibt. Peters wird als arroganter Sabbelheini beschrieben. Wieso spielt Hoffenheim das U19-Finale? Der Nachfolger von Peters bei Hoffenheim kann hierfür ja nicht verantwortlich sein, bekanntermaßen dauert es ja, bis Fortschritte zu erkennen sind (zumindest beim HSV).
    Der Sohn eines Freundes von mir ist HSV-Fan und war regelmäßig bei den DFB-Leistungszentren eingeladen. Dort traf er auf Scouts von Bremen, Pauli, Wolfsburg. Nur der HSV fehlte fast immer. Wie kann das sein?
    Wenn ich höre, dass ein Krol wahrscheinlich nach Bremen geht, ein Beister vergrault wird (wobei ich ihn gegen Havelse in der U23 auch schlecht fand, aber er hat es zumindest schon einmal bewiesen, dass er es kann), ein Demirbay lieber in Lautern bleibt und ein Tah gewinnbringend verkauft werden muss, könnte ich kotzen. Man hat aus all den Sams, Choupo-Moutings, ja sogar Hennings nichts gelernt.
    Ich könnte mich mit der 2. Liga abfinden, wenn dann endlich der Weg frei wäre für fähige Leute mit einem Konzept und einer jungen, erfolgshungrigen Mannschaft, selbst wenn der Wiederaufstieg mehrere Jahre dauern würde.
    Ich befürchte nur ein „weiter so wie bisher“ mit altem Personal, keinem Geld und einem Abstiegskampf, nur dass es dann um Liga 2 geht.
    Übrigens wäre damals auch Favre frei gewesen (nach Berlin). Ich wurde immer belächelt, weil ich ihn damals gefordert hatte. Was wäre das für eine Traumkombi gewesen: Favre + Schmadtke

  13. Goldfather 18. Mai 2015 um 16:42 Uhr

    Sicherlich hat Beiersdorfer als CEO der HSV AG versagt, wenn man sich die getätigten Investitionen und den damit erzielten sportlichen und somit auch wirtschaftlichen Ertrag anschaut. Ziel hätte es vom ersten Tag an sein müssen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln den Klassenerhalt zu sichern, was Beiersdorfer nicht tat, da er sich einen Viertligatrainer leistete in der Person von Josef Zinnbauer.
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    Dass Beiersdorfer als Sportdirektor in der Zeit von 2002 – 2009 einen guten Job gemacht hat, kann man an den Platzierungen in jener Zeit ablesen. 4, 8, 8, 3, 7, 4, 5 was einen Durschnitt von 5,57 ergibt. Direkt nach dem Abgang Beiersdorfers fingen die Platzierungsprobleme an und zwar in dieser Reihenfolge: 7, 8, 15, 7, 16 was einem Durchschnitt von 10,6 entspricht und somit einer Verdoppelung des Platzierungsdurchschnitts.
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    Zwischen der Zeit des Sportdirektors Beiersdorfer und der Zeit ohne den Sportdirektor Beiersdorfer liegen Welten, bezogen auf die Platzierungen in der Bundesliga. Um das Bild abzurunden sollte man sich auch die sieben Jahre anschauen vor Beiersdorfer, also die Jahre 95 – 2002.
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    5, 13, 9, 7, 3, 13, 11 lauteten die Endplatzierungen des HSV in den sieben Jahren vor Beiersdorfer, was einen Platzierungschnitt von 8,7 bedeutet.
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    Den schlechtesten Platzierungsschnitt fuhr somit Bernd Hoffmann zusammen mit Millionen-Eddie (Jarchow) ein. Beiersdorfers Ära als Sportdirektor überragt alles was davor und alles was danach gewesen ist. Gemessen an den Mäßstäben des HSV der letzten 25 Jahre, war Beiersdorfer der mit Abstand stärkste Sportdirektor.
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    Daran ändert auch ein Transferminus von 12 Millionen € nichts, da der HSV durch die damaligen sportlichen Erfolge im Verhältnis zur Liga einen wesentlich wertvolleren Kader besaß, als jetzt. Beiersdorfers Grundirrtum lag sicherlich auch darin begründet, dass er damals so erfolgreich gearbeitet hat und er davon ausgegangen ist die Liga problemlos halten zu können.
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    All denjenigen die glauben, dass es ein Leichtes ist mit einem Club wie dem HSV einen Platzierungsdurchschnitt von 5,57 zu erreichen innerhalb von sieben Jahren, wünsche ich den Job eines Sportdirektors in ähnlicher Situation. Damals ist Beiersdorfer 24 Stunden in 7 Tagen für die Raute gegangen und hat alles rausgehauen was er zur Verfügung hatte. Die eine Million € Abfindung hatte er sich im Gegensatz zu manch anderem mehr als verdient.
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    Geht man ins Detail und schaut sich die Flops seiner Transfermissionen an, so wird sich dort nichts besonderes finden, was sich nicht auch in sämtlichen anderen Bundesligaclubs finden ließe. Einen Sportdirektor ohne Flops gibt es nicht. Wer einen derartigen Sportdirektor sucht sollte auf den Dom gehen und nach einem Wahrsager suchen.
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    Das damalige Dilemma des HSV hieß „Beiersdorfer vs Hoffmann“. Beide hatten große Verdienste um den Erfolg des HSV und beide hatten auf ihre Art und Weise berechtigte Kritik an der Arbeit des Anderen. Hoffmann kritisierte die erfolglose Jugendarbeit Beiersdorfers zurecht, er kritiserte zurecht ein fehlendes Konzept. Dass Hoffmann von der sportlichen Seite keine Ahnung hatte bewies er jedoch nachhaltig nach dem Abgang Beiersdorfers.
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    Der Vorwurf des Klopp-Verhinderers mag auf Beiersdorfer zutreffen, doch wenn man sich die Mühe macht und anschaut was Klopp damals bei Mainz 05 gebracht hat, steht dort der Abstieg in die zweite Liga und der nicht geschaffte direkte Wiederaufstieg zu Buche. Danach kam eine Kommentatorenkarriere beim ZDF. Klopps Leistungen bei Mainz 05 waren damals nicht vergleichbar mit jenen Tuchels. Es gab durchaus vernünftige Gründe dafür sich nicht für Klopp zu entscheiden.
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    Falls Beiersdorfer gehen sollte und dafür Felix Magath kommt, der in Personalunion CEO und Sportdirektor wird, kann man sich darauf einstellen, dass es sehr viel Bewegung im Kader geben wird und es dem jeweiligen Trainer schwer fallen dürfte eine Stammformation herauszuarbeiten. Ohne Probleme und Friktionen dürfte auch Felix Magath nicht beim HSV arbeiten können.
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    Der größte Vorteil Magaths dürfte der bereits erfolgte Abstieg sein, so dass die Chance für einen grundlegenden Neuaufbau im sportlichen Bereich gegeben wäre.

  14. TIP67 18. Mai 2015 um 16:53 Uhr

    Magahth als CEO, Didi als SD und Jol als Trainer. Dann wäre Schalke gegen uns ruhig wie ein Altersheim 🙂

    Mal im ernst. Glaubt Ihr wirklich daran, dass Klaumi Magath mir angedrohtem Liebesentzug durchsetzen wird?
    Oder gibt es noch den großen Unbekannten, den noch keiner auf der Rechnung hat (Gravesen deutete ja soetwas an)?

  15. seleer 18. Mai 2015 um 18:28 Uhr

    Mensch Lewandowski, du hast es auch noch nicht kapiert. Unser HSV ist ein Wirtschaftsunternehmen und kein Dorfverein. In jedem Unternehmen würden bei der katastrophalen Leistung ( Bezirgsligaleistung) die Köppe rollen. Es ist nichtmehr anzusehen was mit unserem HSV passiert und das hat der Vorstand zu verantworten- Ziel verfehlt, der nächste bitte!!! Wir sind die Lachnummer von Deutschland!

  16. Micha 18. Mai 2015 um 20:24 Uhr

    Die Wahrheit kann man nicht ignorieren, auch wenn ich mit Lewa im Herzen mitfühle, doch diese hat Grave als einziger Journalist auch tiefgründig mit Fakten unterlegt. Im Grunde ist es jetzt fast noch schlimmer, als unter den 12 Ahnungslosen und seiner Arroganc, dem Gardinen-Schweber – obwohl diese natürlich Wegbereiter für diese Situation waren.
    Jetzt wurde der AR halbiert, der einzige Fachmann TvH verließ dann diesen aus natürlich wohltätigen Motiven, um aus „anderer Perspektive dem Verein zu helfen. Herr Nogly, so sehr ich ihn schätze, dürfte da nur ein Strohmann sein.
    Wie soll sich ein durchfilzter Verein selbst erneuern? Der AR bietet ein schauerliches, inkompetentes Bild. Wie vor der AG, nur halbiert. Wer soll denn den Vorstand bestimmen, wenns im AR an Sachverstand mangelt?
    Warum hört man von Kühne seit der Slomka-Demission nichts mehr? 😉 Panic-Button zu früh gedrückt?
    Das oben beschriebene Umfeld ist verantwortlich für diesen HSV-Virus, der aus Arroganz und Verkennung der Realitäten und gaanz viel Filz besteht. Wer zuerst aus einem Sportdirektor einen „Direktor Sport“ (angesicht ganz anderer Probleme) macht, hat sie nicht mehr alle. Aber so sehen sie auch aus: der Herr Knäbel mit seiner seltsamen Selbstwahrnehmung und seinen grandiosen Kontakten in die große, weite Fußballwelt, der Schweiz. Der Herr Direktor. Das ist das Virus.
    Kann man auch auf Herrn „Ich grüße nur den Pabst“ Hockey-Peters münzen.
    Hier feiern sich Eitelkeit und Inkompetenz bis zum Absurdum.
    Holtby, Müller, Stieber ,Ostrolczek, Diaz waren Verpflichtungen mit Perspektive. Dazu Beister. Tah, Demirbah ohne Not verliehen. Letztere haben sich offensichtlich gut gemacht und wollen gar nicht zurück. Warum fallen Erstgenannte plötzlich so ab? Seit Jahren geht es so.
    Hier kann nur ein gnadenloser Manager von oben nach unten durchfegen, selbst Jol und Stevens haben diese Truppe nur mit Mühe im Griff gehabt, und da wäre ein Anti-Team Player wie Magath für die Grundsteinlegung „Neuaufbau“ zumindestenst nicht ungeeignet. Der alte Geist muss raus!

    Gruss,
    Micha

  17. seleer 18. Mai 2015 um 21:10 Uhr

    Lieber Jens, wenn ich das alles lese was du da so schreibst,dann vermittelst du mir, dass du noch träumst.Bitte wach auf. Ich war auf dem gleichen Pfad, mich musste man auch wecken und es geht mir wieder viel besser! Unser Dino wurde vernichtet.Danke fuer nix

  18. Hasenmelker 18. Mai 2015 um 22:09 Uhr

    Magarh soll Cheftrainer bei Austria Wien werden. Also nix mit HSV….

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