Immer, wenn man denkt, es kommt nichts mehr, …

…dann ist dieser Verein immer noch in der Lage, den Schwachsinn der Vergangenheit zu toppen. Es reicht ja nicht, dass der HSV seine Anhänger seit Jahren mit Folterfußball quält. Und nein, es ist auch nicht damit getan, dass man mit dem 5-teuersten Kader der Bundesliga und dem teuersten Kader der Vereinsgeschichte nur aufgrund eines unberechtigten Freistosses die Klasse halten durfte. Sicher, 25 Tore in 34 Ligaspielen sind der helle Wahnsinn und 17 Niederlagen in 34 Spielen (Absteiger Freiburg verlor nur 14 mal) sind eigentlich auch kein großes Problem, höchstens die €35 Mio. an verbranntem Geld für alternde Transferflops könnten nachdenklich stimmen, oder?

Ach was, Freunde der thailändischen Tempelspinne, alles halb so wild. Verbrennungs-Didi und seine Versager bekommen die nächste Chance, nur Geduld. Und wer weiß, vielleicht kommt man ja in der nächsten Saison tatsächlich mir nur drei Trainern aus, schließlich stirbt die Hoffnung zuletzt.

Wer auch nur einigermaßen in der Lage ist, von 12 bis Mittag zu denken, erkennt doch bereits jetzt, dass sich absolut nichts ändern wird. Wie auch, wenn sich die gleichen Clowns auch weiterhin die Taschen vollstopfen können. Woran man das erkennt? Nun, die Klamotten der Beteiligten waren nach den Bierduschen noch nicht wieder aus der Reinigung zurück, da stellte sich Laber-Peter mal wieder vor die Kameras und erklärt ungefragt, welche Spieler dem HSV durch den zeitlichen Umweg über die Relegation durch die Lappen gegangen sind. Reinartz, Malli etc., alle weg. Die Frage ist nur:

Wer wollte das wissen? Wer hat danach gefragt? Wen geht das etwas an?

Richtig, niemanden. Das interessiert den Pressedirektor Profifußball aber nicht, denn dieser scheint ein manisches Mitteilungsbedürfnis zu haben, gegen den Presse-Olli Kreuzer wirkt wie ein Mönch mit Schweigegelübde.

„Das Geschäft ist laut genug“, so lautete die Headline eines Blogs, in dem ich das Interview mit Knäbel veröffentlichte und es war ein Zitat des Mannes mit dem wuchernden Brusthaar. Heute ist Peterchen der Lauteste von allen.

Damit aber nicht genug, jetzt möchte man beim HSV auch noch lustig werden. Als wäre es nicht peinlich genug, mit dem höchsten Etat der Vereinsgeschichte, 4 Trainern und einem neuen Rekordminus die Saison auf diese unterirdische Art zu beenden, jetzt verkauft man auch noch lustige T-Shirts.

Relegations-Shirt

 

Relegations-Titelverteidiger, haha. Das ist ja witzig. Man hätte auch ein weiteres Hemdchen auflegen können, auf dem steht dann „Trotz-scheiß-Leistung-Dauerkarten-Preis-Anheber“. Tut mir leid, aber um sowas lustig zu finden, fehlt mir mittlerweile der Humor. Wenn es einem Verein wie dem FC St. Pauli gelingt, als Underdog die zu dem Zeitpunkt beste Vereinsmannschaft der Welt, Bayern München, zu schlagen und sich anschließend Weltpokalsieger-Besieger zu nennen, dann ist das lustig, denn es basierte auf einem unerwarteten Erfolg. Dass sich der HSV jetzt damit schmücken will, mit einer veralteten und überteuerten Mannschaft, mit 250 Festangestellten (Augsburg hat knapp 20), mit einer desaströsen Performance und einer katastrophalen Außendarstellung, dass man ungerechtfertigerweise die Klasse halten durfte, ist Fan-Verasche in Reinkultur.

Aber, wie schrieb ich vor einigen Wochen:

Das größte Kapital des HSV ist die Dummheit seiner Fans.

Betrachtet man die Reaktionen einiger, so bedanke ich mich an dieser Stelle für die Bestätigung. Aber vielleicht möchte der Verein auf einige kleine Vorschläge eingehen und eine komplette Kollektion an Witzigkeit aufsetzen. Hier meine Vorschläge.

Bruno-Shirt

Knäbel-Shirt

Campus-Shirt

Haha-shirt

Bei aller Liebe, aber ihr habt doch nicht mehr alle Latten am Zaun.

HSV 2015: Großkotzig, überheblich, unfähig, Bundesliga-untauglich, realitätsfremd, arrogant und extrem unbeliebt.

Von | 2015-06-04T09:29:26+02:00 4. Juni 2015|Allgemein|21 Kommentare

21 Comments

  1. Andreas 4. Juni 2015 um 09:37 Uhr

    Ich gebe Dir in Teilen durchaus Recht, unterstelle aber mal Folgendes: Viele werden sich dieses Shirt kaufen und hier posten wie sinnfrei dieses Shirt doch eigentlich ist. Ich habe ein Shirt von der letzten Relegation gegen Fürth und denke dass ich davon kein zweites brauche. Da du ja selbst gesagt hast “ Der HSV lebt von der Dummheit seiner Fans“ muss man der Marketingabteilung des HSV ein grosses Kompliment machen, wie sie es geschafft haben dieses Shirt zu kreiren und auch Du ( wenn auch nicht freiwillig) Werbung für selbiges machst und somit möglicherweise den Verkauf antreibst ( …Dummheit seiner Fans“).
    Im Prinzip hat der HSV alles richtig gemacht und generiert Geld womit eigentlich niemand gerechnet hat.

  2. Thomas Vernunft 4. Juni 2015 um 09:43 Uhr

    Moin – ich verfall gleich wieder in den Gernot Hassknecht-Modus…SIND DIE DENN ALLE KOMPLETT BESCHEUERT ???
    Ich nehme lieber gleich das Abstiegs-Shirt.

  3. Carsten 4. Juni 2015 um 10:01 Uhr

    Wenn dieses Shirt wenigstens aus einer eigenen Idee entstanden wäre. Aber nein, diese Idee wurde auch noch schön beim Postillion (http://www.der-postillon.com/2015/06/hsv-im-gluck-dfb-fuhrt.html) abgekupfert. Bei so viel Eigenkreativität braucht man sich auf neue tolle Ideen beim HSV keine all zu großen Hoffnungen machen. Höchstwahrscheinlich wird das Zauberwort „Kontinuität“ heißen und das soll nur verdecken, dass man eigentlich zu gar keinen wirklichen Veränderungen bereit ist …

  4. Jörg 4. Juni 2015 um 10:08 Uhr

    Ich hatte mich gestern auch gewundert, dass Knäbel die Namen von Spielern preis gab, die nicht warten konnten und woanders unterschrieben haben. Selbst wenn er gefragt wurde, hätte ein Profi doch nur müde gelächelt und mitgeteilt, dass man über neue Spieler informiert, nachdem man Sie verpflichtet hat.
    Zu den T-Shirts fällt einem nichts mehr ein. Der Verein braucht halt Geld, da nimmt man eben Peinlichkeiten in Kauf. Bei der Frequenz nimmt der geneigte HSVer diese schon kaum noch war.
    .
    Wahrgenommen habe ich aber die Email vom HSV bezüglich der Dauerkartenpreise für die neue Saison, die ich gestern Nachmittag bekommen habe. Man erhöht tatsächlich nach dieser erneuten grausamen Performance der Anhängerschaft die Preise! Sofern ich die Preistabelle richtig interpretiere und korrekt gerechnet habe ergibt sich folgendes:
    Den treuen Fans auf der Nordtribüne honoriert der Verein den loyalen Support, gerade zum Saisonende, mit einem kulanten 4,5 % Preisaufschlag (Pyroaufschlag?). Rollstuhlfahrer dürfen dann schon etwas mehr zu den Direktorengehältern beitragen (+14 %) und die Kinder im Familienblock werden mit +56 % beaufschlagt, wo man zunächst einmal einen Schreibfehler in der Preistabelle vermutet. Die hohen Preiskategorien läßt man unberührt (Ausnahme auch hier die Kinder). Auf die Erhöhungen in anderen Kategorien gehe ich nicht weiter ein.
    .
    Ich zitiere den Blogautor: „Bei aller Liebe, aber ihr habt doch nicht mehr alle Latten am Zaun.“
    .
    Die Email vom HSV habe ich gelöscht.

  5. Joachim 4. Juni 2015 um 10:09 Uhr

    Und wo genau ist hier das Problem? Dass der HSV sich selber dafür auf die Schippe nimmt, dass er durch unglaubliches Glück dem Abstieg entgangen ist, finde ich sympathisch. Und ich persönlich finde es auch witzig.

    • Gravesen 4. Juni 2015 um 10:17 Uhr

      Der HSV nimmt sich aber nicht selbst auf die Schippe, nur das scheinen einige wieder nicht zu verstehen. Dieses Shirt wurde nicht mal vom HSV selbst erdacht, es ist eine geklaute Idee. Und man möchte auch nicht sympathisch oder innovativ rüberkommen, man möchte einfach nur etwas kopieren, was bei einem anderen (St. Pauli) schon mal geklappt hat. Das ist in meinen Augen dümmlich und peinlich.

  6. Joachim 4. Juni 2015 um 10:29 Uhr

    Danke für die Nachhilfe. Und woher genau wissen Sie, dass der HSV sich hier nicht auf die Schippe nimmt? Ich finde es nach wie vor vollkommen ok -und auch witzig – diese Vorlage des Postillon aufzugreifen und umzusetzen. Aber das ist auch nur meine Meinung.

  7. Arnold 4. Juni 2015 um 10:34 Uhr

    Für das TShirt habe ich mich als HSV-Fan sofort fremdgeschämt.

    Jetzt fehlt noch Helm-Peter als offizieller HSV-Botschafter, der dann ungewaschen neben Uwe Seeler bei den Heimspielen auf der Tribüne sitzt.

    PS : Deine Überschrift hatte ich als Gedanken die letzte Saison gefühlt wöchentlich…… 🙂

    • Gravesen 4. Juni 2015 um 10:40 Uhr

      Dein Wunsch wurde bereits erhört. Helm-Penner besitzt eine HSV-VIP-Karte und lümmelt sich in HSV-Klamotten (die man übrigens nicht kaufen kann, sondern die nur die Mannschaft hat) auf der Ehrentribüne. Anschließend steht diese Zierde der HSV-Fans natürlich jedem Kamera-Team für Interviews zur Verfügung. Unten in der Mixed-Zone wartet dann bereits „Klösschen“ im selbstgehäkelten HSV-Pullover auf die Spieler, denn dieses Ding besitzt eine Akkreditierung für den Pressebereich. Bestimmt, weil er immer so toll twittert.

  8. BritPostNew 4. Juni 2015 um 10:40 Uhr

    Hallo!

    Auch wenn ich mir das T-Shirt nicht kaufen werde – so weit kommt es noch – muss ich zugeben, dass ich es auch lustig fand. Der Facebook Eintrag, mit dem das T-Shirt vorgestellt wurde, war ja auch nicht ganz ernst gehalten. Eigentlich empfinde ich es sogar als eine Form von sympathischer Selbstironie (inklusive zweier Glücksschweinchen auf dem Shirt).

    Bzgl. Knäbel stimme ich dir allerdings komplett zu. Es wäre doch so viel einfacher mal gar nichts zu sagen? Es kann doch nicht so schwer sein, sicvh einfach einmal den Fußmarsch zum Mikro zu sparen. Alternativ zeigen zig andere aus dem Fussballestablishment, von Spielern über Manager anderer Vereine, dass es auch verbindliche Plattitüden gibt, mit denen man sich weiterhelfen kann. Seine Arbeit für sich sprechen zu lassen scheint beim HSV allerdings aus der Mode gekommen zu sein (seit langer Zeit)

  9. legatfan 4. Juni 2015 um 11:00 Uhr

    Ha-ha, das „lustige“ T-Shirt hat was von Junggesellenabschied-Humor, die logische Fortführung eines Brauchs, bei dem der Heiratswillige in ein rosa Wiese-Kostüm gesteckt und über den Kiez getrieben wird.
    Zum eigentlichen Problem: Leider war selbst im Falle eines Abstiegs nicht mit dem Abgang der großartigen Weichensteller zu rechnen („wir laufen nicht davon“, „wir ziehen die Karre wieder aus dem Dreck“ oder so ähnlich).
    Jetzt wird erst recht niemand von alleine seinen Platz räumen. Zu Recht möchte man meinen – während nahezu der gesamte Verein erst alles dem Klassenerhalt unterordnete und danach für Tage und Nächte auf Partymodus schaltete, trieb der „Direktor Profifußball“ seit Wochen unbeobachtet die Kaderplanung für die nächste Saison voran. Unglücklicherweise bisher ohne nennenswertes Ergebnis. Da werden dann eben mal ein paar Namen rausgehauen und der Schuldige („Zeitlicher Nachteil aufgrund der Relegation“) gleich mitgeliefert.
    In diesem Verein scheint sich wirklich nichts zu ändern – zumindest nicht zum Positiven.

  10. Hannes Grundmeyer 4. Juni 2015 um 12:05 Uhr

    Der HSV hat es in den letzten Jahren geschafft, wirklich jedes Fettnäpfchen mitzunehmen. Die letzte Blamage, der Abstieg, lässt nun noch ein Jahr auf sich warten. Aber man arbeitet mit Hochdruck daran, sich weiter lächerlich zu machen. Das wird wieder eine spannende Saison…

  11. Micha 4. Juni 2015 um 12:08 Uhr

    Ja, was soll man da sagen? Zum Herrn Direktor Profifußball fehlen mir nun echt die Worte. Bin ich hier der einzige, der sich Kreuzer zurück wünscht? Den schweigsamen, gut vernetzten Macher der nur in Kameras sprach, wenn es was zu verkünden gab? Ironie off. Wie schafft es der HSV, sich auf dieser elementar wichtigen Position von Jahr zu Jahr mehr zu kastrieren und der Lächerlichkeit preiszugeben? Jetzt feiert man sich selbst und bringt dieses schlecht geklaute T-Shirt raus, der neue Posten “Bereichsleiter Sales & CRM” muss sich ja rechtfertigen;)
    Ein schönes Triptychon-Poster aus den Direktoreneinigkeiten Didi+Profi Dingensnochwas Knäbel+Hockey Peters (oder Trainer ihrer Wahl), darüber schwebend Verkünder Gernand als schwatzhafter Heiligenschein. Überschrift:
    „Yes, we can´t“ hätte es auch getan. Das im Alfred E. Morph mit schönen Zahnlücken, ich würde es kaufen….
    Oder die 2 Glücksschweine/Kleeblätter zum selbstbeflocken für vorhandene Shirts anbieten (Postillion).
    Nee, die alte Arroganz und Selbstüberschätzung nimmt wieder Fahrt auf. Kurs Liga 2.
    Grave, nächstes Jahr bekommst Du dann Deine Unterlagen;)
    Gruß Micha

  12. Felix 4. Juni 2015 um 12:29 Uhr

    Grave, ob Beiersdorfer wohl für den Klassenerhalt eine Prämie bekommt…?
    Sehr guter Blog übrigens. So ein T-Shirt mache ich mir auch. Für die nächste MV.

  13. Ruediger 4. Juni 2015 um 13:06 Uhr

    Ich finde es nicht wirklich schlimm, ein solches T-Shirt zu bringen, und wenn wir damit zum verhassteten Verein mutieren, auch gut.

    Wir werden sehen, wie es in den nächsten Wochen weitergeht. Eines ist sicher, so wie in den letzten Jahren sicherlich nicht. Das wissen sie alle in der Führung, daher werden sie alles tun, ein solches Abscheiden wie in den letzten beiden Jahren zu verhindern. Wir haben jetzt die Chance, den Kader umzukrempeln und werden das auch tun.

    Wenn es dann am Ende der nächsten Saison ein sicherer 10-12 Platz werden würde, habe ich auch jeden Fall gesünder gelebt 🙂

    Wie gesagt, alle ein wenig gelassener sehen und trotzdem kritisch kommentieren.

    In diesem Sinne auf ein hoffentlich bessere Saison….

  14. Micha 4. Juni 2015 um 14:19 Uhr

    Es ist doch einfach unfassbar, dass nach diesem knappen, erneut verpasstem Direktabstieg der Posten des „Direktor Prävention Relegation“ immer noch unbesetzt ist. Hier muss schnellstens gehandelt werden.
    Immerhin wurde schon das Budget für das Coaching der Führungskräfte dahingehend erhöht. Hier sollte man also konsequent neue Wege beschneiden.
    Während Didi selbstbewußt das neue Saisonziel ausgibt: „Dieses Mal werden wir uns direkt für die 2.Liga qualifizieren.“, setzt sein Direktor SportProfi oder ProfiSport oder Fußball oder was auf Tatsachen:
    Aufgrund der Relegation, die uns ernsthaft beim Titelkampf störte, konnten wir natürlich einige, nicht namentliche Transfers (nennt die Namen) nicht tätigen weil hier die Zeit zu knapp wurde…
    „Wir werden jetzt erst mal feiern, so Direktor-Profi Knäbel, der mit dem teuersten Kader der HSV-Bundesligageschichte endlich einen neuen Titel in der langen Historie des DInos hinzugefügen konnte.
    Das Marketing hatte schon Wochen im vorraus auf diesen Zeitpunkt zugearbeitet, es wurden nur für diesen Tag hochdotierte Positiionen ausgeschrieben.Es hat sich gelohnt. Ein selbstironisches T-Shirt wurde geklaumichelt, welches nur die eigene Armseeligkeit preisgibt.
    Labbadia wurde indes schon von Knäbel (DIREKTOR Profi Fußball) angemahnt: Du musst jetzt liefern, die Geduld währt nicht ewig. Sonst übernnehme ich!

    Sorry, aber musste mal raus. Es ist so traurig.

  15. Webgolfer101 4. Juni 2015 um 14:31 Uhr

    Moin die Tshirts sind sicher dümmlich, jedoch bestimmt das kleinste Problem des HSV’s.
    Viel schlimmer finde ich, dass man wohl wieder so eine dilettantisch Kaderplanungen betreibt.
    Als erstes hätte der Vorstand sich für die nächste Saison eindeutig zum Trainer bekennen müssen.
    Hier hätte ich gern ein Statement des Vorstandes zu Labadia gehört, mit dem Zusatz an die künftigen Spieler: Wer nicht mit dem Trainer mitzieht fliegt raus.
    Wenn ich dann weiter höre, dass mit den altem dauerverletzten Spielern wie Ilićević wieder Gespräche aufgenommen werden wird mir ganz schlecht. Einige der Spieler, deren Verträge jetzt auslaufen haben sicherlich gute letzte Spiele gemacht. Aber wieviel Mist haben sie die Jahre zuvor gespielt und das noch mit sehr gut dotierten Verträgen.
    Meiner Meinung nach sollte kein einziger auslaufende Vertrag verlängert werden.
    Das spart erst einmal eine ganze Menge Geld, was man ja nicht hat.
    Mit Demibay und Tah kommen 2 junge vielversprechende Spieler zurück, die Rajkovic und Kaćar gut ersetzen können.
    Diaz hat gezeigt, dass er, wenn er nicht verletzt ist, Fussballspielen kann.
    Die anderen jungen Leute, die sonst z.Zt. gehandelt werden, kann ich nicht beurteilen.
    Ich hoffe nur, dass sie nicht erst einmal mit Geld zugeschüttet werden.
    Gladbach hat es vorgemacht, wie man aus einem Tiefpunkt herauskommt und hat sicherlich schlechtere Rahmenbedingungen in Bezug auf das wirtschaftliche Umfeld und die Stadt.
    Vielleicht sollten einige Herrschaften beim HSV einmal dahin sehen und von ihrem hohen Roß herunterkommen.

  16. Joschmann 4. Juni 2015 um 16:02 Uhr

    Über Humor lässt sich ja bekanntlich nicht streiten – finde die Interpretation in „Veraschung der Fans“ ist in Zusammenhang mit den T-Shirts überzogen. Bei einer potenziellen Preis-Erhöhung wäre das in dem Wortlaut allerdings genau treffend.

    Warum eigentlich „ungerechtfertigter“ Weise die Klasse gehalten?
    Bin auch dafür Handelnde und den HSV zurzeit durch seine katastrophale Außendarstellung zu kritisieren, aber es werden immer so viele Dinge vermischt, die nicht nicht zusammengehören. Paderborn Weiterkommen im Pokal anno 2004 durch Hoyzer…das war ungerechtfertigt. Aber auf dem sportlichem Wege? Unabhängig jeder Schiri-Entscheidung.. da kann man auch sagen, beim 1:1 gegen Gladbach wars keine Ecke vorm Fohlen-Tor in der 93. ….

    Ich halte von Knäbel wahrscheinlich noch viel weniger als die meisten hier, dem St.Pauli-Traditionself-Mitglied, Anti-Trainer, Klugscheißer und unerfahren Sportdirektor auf Vereinsebene. Das darf man nicht vergessen, es ist was komplett anderes, als wenn ich für die Nati Spieler scoute und auswähle, oder ob ich am Vereinstransfermarkt tätig bin.
    Allerdings: Bis jetzt ist ein einziger Transfer auf Knäbels Deckel gelaufen. Der heißt Diaz und hat uns durch absolute Coolness den Arsch gerettet.
    Ich wäre auch froh, würden alle Verantwortlichen bis auf Bruno zurücktreten. Aber ich möchte auch erstmal sehen, wen Knäbel nun holt. Selbst er…so bitter das klingt, hat jetzt eine Chance in seiner eigentl. Aufgabe verdient. Auch wenn er quasi vorher so viel Antipathiepunkte gesammelt hat in all dem Bocksitz den er an anderen Baustellen und Interviews verzapft hat mit seiner spießigen Art, wie sonst keiner zuvor in so kurzer Zeit…. Wir sind beim HSV, hier passiert nie, auch wirklich nie das erwartete. Oder dachte einer vor dieser Saison, dass eines Tages Bruno Labbadia mit dickem Kredit bei uns auf der Trainerbank sitzt? Dachte einer, Didi würde überhaupt kein Händchen für Transfers mehr haben?
    Wir sind vor allem Image-technisch der Inbegriff von „Abgrund“, dann lass uns zumindest noch mehr überraschen. Und wenn Knäbel nur einen einzig guten holt, wäre das schon ne positive Überraschung.

  17. fcsp-knolle 4. Juni 2015 um 20:54 Uhr

    ein sauberer artikel.
    endlich mal ein hsv’er mit weitsicht, der nicht mit seiner „wirsindderrdinodiebundesligabrauchtunsdieuhrticktewigweiter“ brille durch welt läuft, und auf die kacke haut.
    für mich als sankt paulianer gehört dieser blog mittlerweile zur pflichtlektüre.

  18. hamuburgmini 4. Juni 2015 um 21:20 Uhr

    „Das größte Kapital des HSV ist die Dummheit seiner Fans.“

    Es scheint leider wahr…
    Habe mir auf Facebook und der Seite von Hrn. Jovanov die Komentare angeschaut.
    Es ist unglaublich wie einfältig Teile der HSV Fans sind und aus Freude vor dem Nichtabstieg ein T-Shirt mit
    „Schweinchen“ für EUR 20,- bestellen…

    35Mio hat der Verein ausgegeben, den teuersten Kader der Vereinsgeschichte und dann wird die Relegation als
    Erfolg verkauft, schlimmer noch, teile der Fans unterstützen daß auch noch…Ich fass es nicht…

    Am besten fand ich den Fan auf der HSV – Seite, der schrieb (sinngemäß): „12,50 EUR ist der Selbstkostenpreis, ich weiß wovon ich rede“… Ein T-Shirt individuell bedrucken lassen am Gänsemarkt kostet fast genausoviel, nur muss der Laden noch Miete und Personal zahlen…

    Wie kann man Relegation als Erfolg sehen? Natürlich freue ich mich, daß die Klasse gehalten wurde, aber gemessen an den eigenen Ansprüchen des HSV, ist die Saison desaströs verlaufen… Da bestelle ich mir doch kein T-Shirt???

    Das ist doch wirklich dumm?

  19. Goldfather 5. Juni 2015 um 01:53 Uhr

    Lernen und genießen: https://www.youtube.com/watch?v=YbJSlZMIJ2M
    .
    Ob der BVB aufgrund seiner Größe und der entsprechenden Mitarbeiterzahl tatsächlich in der Lage ist eine derartig konsequente Pressearbeit durchzusetzen, wie sie von Watzke auf der PK angekündigt wurde, müßte konkret überprüft werden, aber immerhin ist die Ankündigung Watzkes schon einmal etwas vollkommen anderes, als das Durchdeklinieren ungelegter Eier, wie es beim HSV bislang üblich gewesen ist.
    .
    Da Tuchel ein wenig fragil daherkommt, angesichts einer deutlichen Körpergewichtsreduzierung seiner bereits vorher schlanken Silhouette, stellt sich mir die Frage wie lange er das Stahlbad Borussia Dortmund auszuhalten in der Lage ist. Seine größte Schwäche könnte seine exreme Leistungsbereitschaft sein, die er ebenso von seinen Spielern einfordert.
    .
    Bereits Ottmar Hitzfeld war nach seiner erfolgreichen Trainer-Tätigkeit beim BVB erstmalig psychologisch und physisch am Limit bevor es ihn dann zum FC Bayern München zog bei dem er ebenfalls enorm viel Substanz ließ, wenn auch nicht in der Geschwindigkeit wie beim BVB. Die Leidenschaft der BVB-Fans, sowie die materialisierte Fußballhölle namens Westfalenstadion, fackeln selbst so gestandene Trainer wie Jürgen Klopp in relativ geringer Zeit ab.
    .
    Strecken, wie sie einst Otto Rehhagel bei Werder Bremen zurücklegte, wird es in absehbarer Zukunft in der Liga kaum noch geben. Eher werden die Nachrichten über freiwillige und unfreiwillige Auszeiten von gestandenen Bundesligatrainern zunehmen.
    .
    Ohne ein erprobtes und somit funktionierendes Stressmanagement wird Thomas Tuchel die sieben Jahre des Jürgen Klopp beim BVB niemals erreichen, so dass er nach seinem Auftaktjahr und der Rückkehr in die Champions League mit dem BVB maximal noch drei bis vier Jahre Zeit haben wird den BVB zurück in die europäische Spitze zu führen.
    .
    Tuchel ist nach Ralf Ranknick, der bei Red Bull mitlerweile in Personalunion agiert, Burnout-Kandidat Nummer 1, ganz im Gegensatz zu Bruno Labbadia, der aufgrund seiner bodenständigen Art sicherlich nicht so detailiert und intensiv arbeiten kann wie Tuchel, aber dafür über einen wesentlich längeren Zeitraum agieren kann.
    .
    Einen Trainer von der Qualität Tuchels kann sich der HSV in den nächsten Jahren sowieso abschminken, so dass man durchaus Kontinuität mit Bruno Labbadia anstreben und sich nicht zu schade dafür sein sollte langfristig im Mittelfeld der Liga zu agieren, um durch den einen oder anderen glücklichen Zufall in ein DFB-Pokalfinale oder gar eine CL-Teilnahme gespült zu werden.
    .
    Im Gegensatz zu Thomas Tuchel, von dem man innerhalb von fünf Jahren nichts geringeres erwartet als den CL-Titel mit dem BVB, kann man sich beim HSV gelassen geben und sich schrittweise vom Katastrophenfußball der letzten Jahre entfernen.
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    Demut kann durchaus entspannend wirken.

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