Hamburger Schrott Verein

Irgendwann ist man an einem Punkt angekommen, da hört sogar das Kopfschütteln auf und der Sarkasmus setzt ein, nein er muss einsetzen. Das hat etwas mit Selbstschutz zu tun und diesen HSV kann ein normal denkender Mensch nur noch mit einer gewaltigen Portion Ironie ertragen. Mit einem Fußballverein, selbst mit einen extrem schlecht geführten Fußballverein, hat das, was da in Hamburg passiert, jedenfalls nicht mal mehr im Ansatz etwas zu tun.

Die verhinderte Exzellenz

Ich kann die Kritik an meinem Fehlen auf der Mitgliederversammlung beim besten Willen nicht nachvollziehen. Man kann nicht an zwei verschiedenen Orten auf der Welt gleichzeitig sein. Die Mitgliederversammlung ist einer von Hunderten Pflichtterminen im Jahr für mich. Als Manager eines 75.000-Mitarbeiter-Unternehmens kann ich mich nicht zerteilen.“

Werter Herr Gernandt, wissen sie was? Ich glaube ihnen das sogar. Ich glaube ihnen, dass sie die Kritik nicht nachvollziehen können und wissen sie, woran das liegt? Sie verstehen nicht, wie ein Fußballverein funktioniert. Und das Schlimmste: Es interessiert sie auch nicht. Sie füllen das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden deshalb aus, weil 1. Ihr Brötchengeber es von ihnen verliangt und 2. weil es ihrer Eitelkeit schmeichelt. Sie haben trotz ihres genialen Netzwerks nicht einen wirklichen strategischen Partner an Bord holen können, sie haben mit ihren unsäglichen medialen Auftritten dem Verein und dem Ansehen des Vereins nachhaltig geschadet. Mittlerweile sind sie sogar in ihrem eigenen Gremium umstritten und sie haben mit ihrem Fernbleiben, zumindest moralisch, letzten Sonntag die Satzung verletzt. Aber weiter so, immer weiter.

Der desillusionierte Retter

Otto Rieckhoff versuchte auf der zurückliegenden Mitgliederversammlung sowas wie einen Befreiungsschlag und um diesen so wirkungsvoll wie möglich zu gestalten, schreckte der ehemalige Aufsichtsratsboss auch nicht davor zurück, alte Weggefährten ans Messer zu liefern. Weil es  beim HSV schöne Tradition ist, fällt es wohl kaum noch jemandem auf, aber leider hat Rieckhoff vergessen, seine eigene Rolle in diesem Stück korrekt zu beleuchten. Schließlich war er es , der die Personalwahl inkl. Gernandt und Beiersdorfer traf. Schließlich war er es, der mit zahllosen Fehleinschätzung und gegen den Rat von außen die Situation, die wir aktuell sehen, heraufbeschworen hat. Aber natürlich ist es es leichter, mit dem Finger auf andere zu zeigen und dann wegzulaufen. Schwach, Otto. Extrem schwach.

[Hirnverbrannt Selbstzerstörerisch Verdorben]

Der nicht existierende Transfer

Am 03.06.2015 gab zuerst der Spieler selbst und im Anschluss die Mopo bekannt, dass sich der ruhmreiche HSV die Dienste des türkischen Mega-Talents Batuhan Altintas gesichert hat, eines Spielers, der seit knapp einem Jahr nicht mehr gespielt hat, weil er sich in seiner Heimat geweigert hatte, bei seinem Verein einen neuen Vertrag zu unterzeichnen. Es existieren Fotos von Altintas zusammen mit Knäbel, der Spieler selbst zeigt sich mit dem HSV-Trikot mit der Nr. 33, welche bisher Gideon Jung hatte. Nur eines ist in den letzten 3 Wochen nicht passiert: Eine Vollzugsmeldung des Verein. Warum nicht? Ach klar, jetzt weiß ich – der Mediendirektor war ja im Urlaub auf Sylt. Dann geht das natürlich nicht.

Wer will nochmal, wer hat noch nicht

Guten Freunden schenkt man ein Küßchen, guten Nachbarn einen Spieler. Warum auch mit alten Tradition brechen, dachte sich wohl der kleine Knäbel-Peter und verschenkte mal flugs den Spieler Lasse Sobiech (Vertrag bis 2016) an den Stadtrivalen FC St. Pauli. Damit aber nicht genug, denn schließlich kann St. Pauli dem Spieler nicht das Gehalt bezahlen, welches er beim reichen HSV einstreichen konnte. Also, denkt sich Peterchen, lege ich noch € 250.000 Abfindung für unseren Lasse mit drauf, schließlich sind die Mieten in Hamburg teuer. Egal, wir haben’s ja fett.

Wir können es nicht, also müsst ihr es machen

Leitbild ist das Stichwort, Freunde der österreichischen Gebirgsmarine, nicht Leidbild., obwohl das wesentlich besser zum Thema passen würde. Wie war das doch noch? Eine neue Identität wollte er seinem Verein geben, erklärte der neue Vorstandsvorsitzende Dietmar Beiersdorfer. Eine neue Idee, also ein neues Leitbild, an dem sich der gesamte Verein orientieren könnte. Ein Jahr später kann man dieses Vorhaben mit der Überschrift „Heiße Luft und Bahlsenkeks“ versehen, denn es ist an dieser Front weniger als nichts passiert. Was also tut man beim wohlhabenden Verein, nachdem Dutzende von PR-Agenturen und externe Berater für Millionen von Euro nicht weiterhelfen konnten? Richtig, man veranstaltet einen „Workshop“ in der Größenordnung einer Mitgliederversammlung. Unglücklicherweise werden dann aber nur Leute eingeladen, deren Meinungen man bereits kennt, aber immerhin kann man für ein paar Zigtausend Euro, die diese Veranstaltung kosten wird, schön zusammen ne Currywurst in die Figur massieren. Es ist einfach nur noch zum heulen.

Die schweizer Leberwurst 

„Ich selbst hätte es gern gesehen, wenn er sich zum Aufsichtsratsvorsitzenden der HSV Fussball AG hätte wählen lassen – eine logische Folge seiner erfolgreichen Kampagne. Das hat er nicht getan, so dass schliesslich Herr Gernandt in die Bresche gesprungen ist, mit dem Herr Rieckhoff bis zur HSVPLUS Abstimmung eng und vertrauensvoll kooperierte….“ (Klaus-Michael Kühne)

Mimimi, ich bin jetzt pöse. Wer meine Anteile haben will, kann sie mir abkaufen. Bekannt ist ja, dass sich der Mensch im Alter zurückentwickelt, aber dass sich selbst Milliardäre plötzlich verhalten, als hätte man ihnen in der Sandkiste das Schäufelchen geklaut, ist selbst mir neu. Kühne ist sauer und außerdem hätte er doch so gern gesehen, dass „Uns Otto“ den AR-Chef spielt. Wenn das tatsächlich so sein sollte, dann hat Klau-Mi nicht mal die Grundzüge dessen verstanden, was die Initiative HSVPLUS ausmachen sollte. Rieckhoff sollte eben nicht ein neues Amt annehmen, sondern die Idee war es, das Ganze ohne den Anschein der persönlichen Vorteilsnahme durch zu ziehen. Vielleicht hat ihm das auch nur keiner richtig erklärt, aber KronprinzKalle jetzt als den uneigennützigen Retter der Enterbten verkaufen zu wollen, beleidigt den letzten Rest der Intelligenz derer, die sich tatsächlich mit HSVPLUS beschäftigt haben.

[Herrlich Selbstverliebte Verlierer]

Das ungewollte Gesicht

Talente sind in Hamburg selten geworden, Talente mit Hamburger Wurzeln sind so gut wie ausgestorben. Was aber macht der HSV, wenn er ein solches Talent unter Vertrag hat? Richtig, er schickt es erstmal weg. Jonathan Tah hat beim HSV einen Vertrag bis 2018 und eigentlich gibt es nur den einen gangbaren Weg: „Der Spieler Tah ist unverkäuflich, andere Vereine können sich jegliche Angebote sparen, wir werden sie umgehend in den Reißwolf befördern.“ So oder ähnlich würden es Vereine machen, die sich der Wichtigkeit des neuen Gesichts des Vereins bewusst wären, die tatsächlich einen nachhaltigen Plan verfolgen. In Hamburg ist das natürlich anders, hier wird ein solcher Spieler lieber unter Wert verkloppt und für ihn holt man dann einen 27-jährigen Polen. Heilige Mutter Gottes.

Zum Glück dringt nichts mehr nach außen

„Beiersdorfer und Labbadia Geheimtreffen bei Kühne“ Boah, ey, war das jetzt geheim. Das war jetzt so geheim, dass es nur wenige Tage später in der BILD steht, aber zum Glück dringt ja nichts mehr nach außen. Und was ist denn schon dabei, denn schließlich musste Retter-Bruno doch noch zum Antrittsbesuch zum Onkel Klau-Mi. Bevor man in Hamburg die Absolution für die neue Saison bekommt, muss man als Trainer erstmal durchs Stahlbad Christine Kühne. Wenn die Gattin den Daumen gehoben hat, gibt’s das Okay vom Patriarchen, vorher nicht. Also nahm Düdü unseren Big-Bruno an die Hand und auf in die beschauliche Schweiz. Für Labbadia bleibt nur zu hoffen, dass er anständig frisiert war und einen guten Eindruck machte, ansonsten ist die nächste Trainer-Abfindung schneller fällig, als Gernandt „Schindellegi“ sagen kann.

Leider tun mir jetzt die Finger weh, denn ich könnte noch stundenlang so weitermachen. Es vergeht kein Tag, an dem sich nicht irgendein HSV-Offizieller zum Vollhorst macht, die Standleitung zwischen der Hamburger Presse und Knäbel-Peter steht nach wie vor. Hatte man gehofft, dass Interna Interna bleiben würden, so sieht man sich jeden Tag getäuscht, gegen die aktuellen Machthaber war der Maulwurfs-AR ein Kapuziner-Orden mit Schweigegelübde.

Ich weiß, dass ich einigen damit weh tun werde, aber ich habe mir zur Aufgabe gemacht, in diesem Blog immer nur das zu schreiben, was den Tatsachen entspricht und am 23.06.2015 entspricht es den Tatsachen, dass ich es jeden Tag ein wenig mehr bedauere, dass Marcelo Diaz den Freistoß an Karlsruhe versenkte.

Aber – was nicht ist, kann ja noch werden.

 

 

 

 

 

 

 

Von | 2015-06-23T10:41:15+02:00 23. Juni 2015|Allgemein|19 Kommentare

19 Comments

  1. legatfan 23. Juni 2015 um 09:59 Uhr

    „…lege ich noch € 250.000 Abfindung für unseren Lasse mit drauf…“
    Ist das ein schlechter Witz? Wir haben im Büro gestern noch gescherzt, daß nur der HSV Spieler zum Nulltarif abgibt und nicht mal 100.000 Euro einstreichen kann. Aber einen Spieler mit laufendem Vertrag noch mit einer Reisekasse auszustatten ist mal wieder typisch für den HSV. Es geht immer noch schlimmer als der gewöhnliche Anhänger denken kann…

    • Michael 23. Juni 2015 um 11:26 Uhr

      Moin, seht das doch einfach als Stadtinterne Anschubfinanzierung unter Freunden 😉

      Das ist doch alles nur noch zum lachen. Ich bin nahe dran meine Mitgliedschaft zu kündigen.

  2. Goldfather 23. Juni 2015 um 12:42 Uhr

    Aus der Sicht des Spielers Jonathan Tah wäre ein Wechsel von Hamburg nach Leverkusen in der Tat der nächste Karriereschritt. Leverkusen bietet stabile wirtschaftliche Verhältnisse und eine stabile Clubführung. Hinzu kommt ein Umfeld in dem Tah nur eines von vielen Toptalenten wäre.
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    Tah würde seine Bezüge verdoppeln bis verdreifachen, also irgendwo zwischen 2 und 3 Millionen €/J liegen und hätte bereits nach den ersten drei Jahren in Leverkusen bis ans Ende aller Tage ausgesorgt. Angesichts der extremen Schnelllebigkeit im Fußballzirkus in dem eine langwierige Verletzung und somit die Sportinvalidität schnell passieren kann, ist die wirtschaftliche Absicherung ein enorm wichtiges Argument.
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    Gerade das Beispiel Maxi Beister hat gezeigt wie schnell ein Totalschaden entstehen kann. Bis zum heutigen Tag ist nicht bekannt, ob Beister physisch in der Lage ist ähnliche Belastungen zu gehen, wie vor seinem Knieschaden. Dass der HSV Beister zum Transfer freigegeben hat kann darauf zurückzuführen sein, dass kaum jemand beim HSV ihm seine alte Leistungsfähigkeit zutraut.
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    Doch zurück zu Tah, der bei Bayer Leverkusen so etwas wie dem Vorschulkindergarten der europäischen Topclubs beitreten würde, während es sich beim HSV lediglich um die Säuglingsstation handelt. Der HSV ist zwei bis drei Karriereschritte unterhalb von Bayer 04 Leverkusen angesiedelt, wenn man als Jungprofi den Traum verfolgt irgendwann einmal für die Bayern, Barca, Real oder ManUtd. zu spielen.
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    Dass Tah diese Träume bislang zurecht träumt, zeigen seine Nominierungen in den DFB-U-Teams in denen er nicht nur Stammspieler gewesen ist, sondern auch Kapitän, was dafür spricht, dass er fußballerisch in seinem Jahrgang ein Ausnahmetalent ist.
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    Bayer 04 Leverkusen ist zudem wesentlich enger verbunden mit dem DFB als der HSV, da der Bayerkonzern immer mal wieder mit seiner Infrastruktur behilflich gewesen ist und bereits schon Rainer Calmund wußte wie man mit dem DFB am besten verfährt. Dass Rudi Völler als Weltmeister und legendärer DFB-Spieler ebenfalls einen kürzeren Draht in die Frankfurter Zentrale hat, kann niemanden in Hamburg verwundern.
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    Nicht selten fährt ein Spieler deswegen zu einer Auswahlmannschaft, weil der Club eine besondere Verbindung zu einem Verband hat. Wenn zwei Spieler auf einem ähnlichen Niveau unterwegs sind hat immer derjenige die besseren Karten der beim „richtigen“ Club spielt. Der HSV ist definitiv der falsche Club, dass wußte bereits schon Familie Seeler.
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    Ein weiterer Faktor der für einen Wechsel spricht ist keineswegs der Vater Tahs, sondern der ehemalige Manager des FC Bayern, Christian Nerlinger, der Tah berät und mit ihm seine sportliche Zukunft plant. Nerlingers Anspruch heißt FC Bayern München, Champions League, Nationalelf, Verträge über 20 Millionen € + X. Nerlinger hat für die Bemühungen des HSV eine konkurrenzfähige Mannschaft entwickeln zu wollen nicht einmal ein leises Lächeln.
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    Und dass Tah in Leverkusen sportliche Entwicklungsmöglichkeiten hätte, die er in Hamburg nicht hat, ist auch keine Überraschung. Allein der tägliche Vergleich mit den Spielern Leverkusens würde dazu führen, dass Tah sich auf ein höheres Niveau schrauben könnte. In der Vergangenheit hat Leverkusen geradezu beispielhaft demonstriert wie junge Spieler aufzubauen und zu führen sind.
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    Sowohl sportlich, als auch wirtschaftlich, kann Tah in Leverkusen einen enormen Sprung machen. Weg von einem Team, das auch in den nächsten Jahren gegen den Abstieg kämpft und hin zu einem Team, das Champions League spielt und ab und zu Pokalsieger wird. Würde Tah Stammspieler werden bei einem Club der regelmäßig CL spielt, würde sich sein Marktwert vervielfachen und er könnte sich in den Fokus der großen Clubs spielen.
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    Der HSV ist gegenwärtig nichts anderes als das Farmteam von Bayer 04 Leverkusen doch Bayer 04 Leverkusen ist ebenfalls nichts anderes als ein Farmteam für die wirklich großen Clubs der Branche. Der Unterschied zwischen beiden Clubs ist lediglich der, das der HSV sich erst noch an sein Rolle gewöhnen muß.
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    Wollte Tah jedoch unsterblich werden, ein Gigant wie Uwe Seeler „nur der HSV“, wollte er sich ein Denkmal setzen dann müßte er wahnsinnig genug sein die Vorteile Leverkusens abzulehnen. Tah müßte in seinem Inneren ein HSV-Hool sein und seinem Berater sowie seinem Vater den ausgestreckten Finger dafür zeigen, dass sie ihn von seinem Herzensclub weglocken wollen.
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    Die Wirklichkeit sieht jedoch so aus, dass Tah ein ruhiger und sehr differenzierter Abiturient ist, der gelernt hat das zu machen was 99% der Menschen in unserer Gesellschaft heutzutage machen: Stromlinienförmig mit dem Strom schwimmen.
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    Dass weder Knäbel noch Beiersdorfer etwas zu melden hätten, wenn Tah sich für Leverkusen entschieden hat, ist nicht erst seit Hakan C. bekannt, so dass man aus der Sicht des HSV nur noch darauf hoffen kann, dass die Schadensbegrenzung möglichst teuer für Bayer 04 ausfällt und der HSV sich nicht noch einen invaliden Bayerkicker im Tausch andrehen lässt.
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    • Ascheplatz 23. Juni 2015 um 14:44 Uhr

      So sieht es aus. Vermutlich definiert Jonathan Tah den Begriff „Unsterblichkeit“ nicht im Zusammenhang mit dem HSV. Aus seiner Sicht wohl nachvollziehbar. Der HSV würde sich mit einem Transfer jedoch einen Bärendienst erweisen und ein weiteres Signal an junge Spieler senden, welches nicht in ein neues Selbstbild passen könnte. Wie dieses „neue Selbstbild“ aussehen wird, bedarf wohl keinem Treffen mit Einladung. Man könnte es jetzt schon mal aus vorhandenen Papieren abschreiben.

  3. Flensburger1977 23. Juni 2015 um 13:24 Uhr

    Hallo Werner,
    es wird hier über die Chancenlosigkeit des HSV gegenüber anderen Vereinen geschrieben , wenn es um die Personalie Tah geht. Das finde ich durchaus angebracht. Der HSV ist in der Nahrungskette der Vereine in der Liga unten angekommen.. und ich behaupte einfach mal .. das diesen Umstand die Managementebene der letzten 15 Jahre zu verantworten hat. Der HSV steht nicht wegen Vereinen wie Leverkusen, Wolfsburg, Hoffenheim so desaströs dort. Das hat der Verein ganz alleine geschafft…das ist der eine Sachverhalt.. Damit kann ich leben .. es gibt immer einen stärkeren Klub…. Unser Problem ist.. das wir mit den Vereinen die auch kein Geld haben um große Sprünge machen zu können .. auch unterlegen sind.. die haben die Situation angenommen und nicht gejammert sondern Lösungen entwickelt… sei es in der Jugendarbeit , im wirtschaftlichen und und und …Das haben wir nicht. Jonathan Tah hat vielleicht noch 2 Jahre, dann ist der kein Talent mehr..dann hat der 8 Jahre … vielleicht 10 um 1. finanziell ausgesorgt zu haben .. und 2. seine sportlichen Ziele verwirklicht zu haben .. ab dann greift die Abwärtspirale..
    Der HSV 2015 bietet keine Perspektiven… so schlimm das ist .. man kann auch über Rudi Völler mosern.. der jedes Jahr die besten Spieler für kleines Geld holt… aber die wissen wie das Geschäft funktioniert.. Der HSV hat leider keinen kleineren Teich in dem die fischen können .. deswegen gehts nach Polen und sonst wo hin

  4. Jörg 23. Juni 2015 um 14:47 Uhr

    Das ist alles nicht mehr zu glauben!
    Wir schenken dem Stadtrivalen einen Spieler, der letzte Saison für Pauli performt hat (4 Tore, 2 Vorlagen) und den die gerne weiterverpflichten würden? Und pusten dem Spieler noch 250.000 Euronen hinten rein? Also sorry, da bekomme ich eine Schnappatmung. Ja toll, wir sparen das Gehalt. Aber auf die Idee zu kommen, z.B. mit Pauli im Volkspark in der Vorbereitung ein Ablösespiel zu vereinbaren, bei dem der HSV die Einnahmen behält, wäre wohl zu viel verlangt.
    Oder vielleicht eine klitze kleine Ablöse vielleicht, so 100-250.000 Euro? Oder hätte Pauli einen gleichwertigen IV für lau bekommen? Glaubt einer ernsthaft, ein Christian Heidel in Mainz hätte einen Spieler für nichts plus Abfindung weggeschenkt an einen Verein, der Interesse hat an dem Spieler?
    Hätte das Arnesen gemacht wäre die Hölle los gewesen, so sieht es doch aus. Er musste die Kaderkosten reduzieren, aber durch den Verkauf von Spielern, die keiner wollte. Nicht durch verschenken plus Abfindung.

    € 20.000,– zum Einfliegen von Tuchel zu Kühne, dann Labbadia mit Didi auch sicher nicht in der Touristenklasse.
    Denn Kühne hat ja auch keinen Einfluss im HSV, es müssen Ihm nur die Trainer vorgestellt werden :-). Zu Herrn Bohnhorst geht es demnächst dann auch noch, oder genießt dieses Privileg nur Herr Kühne? Was haben unsere Trainer bei Kühne zu suchen?
    Workshop mit hunderten von Leuten inklusive Catering und Abendessen, um ein Leitbild für 2016/17 (!!!) zu erstellen, für dessen Vorgabe die Führung verdammt noch mal bezahlt wird. 35 Mio. für überteuerte Transfers, die Fananleihe verbrannt (wofür Didi nichts kann), Overhead in der Verwaltung ohne Ende, Abfindungen für Trainer und Spodis bis zum Abwinken, Ablösezahlung für Torwartkoodinator, Jarolim auch im Anflug, usw.
    .
    Und Ihr wollt HSVer sein, heißt es hier, wenn man dies kritsch hinterfragt? Im Gegenteil, wem der HSV am Herzen liegt, der kann diese ganzen Dinge gar nicht kritisch genug hinterfragen. Es wird Zeit, dass in diesem Verein wieder ein Verhältnis zum Geld entwickelt wird, so wie in jedem anderen Unternehmen dieser Größenordnung. Diese Aaserei mit dem Geld ist es doch, die den HSV dort hin gebracht hat, wo er seit einigen Jahren steht.

    • Jörg 23. Juni 2015 um 15:08 Uhr

      Ach, wo ich gerade beim Geld war:
      Stichwort Pyrostrafen. Allein in Karlsruhe € 36.000 Euro im wahrsten Sinne des Wortes verbrannt.
      Der HSV akzeptierte die Strafe und was hörte man sonst noch zu dieser x-ten Pyrostrafe? Gar nichts!
      .
      Wäre es nicht mal die Aufgabe von Didi, gerade im Zusammenhang mit der Kritik an der Preisgestaltung der Tickets, den Supporterschef Herrn Horn zu schnappen und mit Ihm zusammen mal die Häuptlinge der Ultra Fanclubs, deren Banner immer so schön im Feuerschein Ihrer Bengalos bei Auswärtsspielen leuchten, zum Gespräch zu bitten?
      .
      Warum wird dies hingenommen? Das kostet den HSV jede Saison eine Menge Geld und bringt uns bei DFL und DFB auf den Index.
      Aber nichts passiert. Es wird hingenommen, wie den Wind und den Regen. Zumindest habe ich den Eindruck.
      Ist ja nur Geld und da haben wir genug von.

  5. Ligature 23. Juni 2015 um 16:02 Uhr

    Ich bin Herrn Kühne für die letztjährig erteilte, lizenzerhaltende Garantie, für sein Darlehen zu Konditionen, die ein vergleichbar insolvenznahes Unternehmen nicht erhalten hätte, für die anschliessende Umwandlung in Eigenkapital zu einer sehr fairen Bewertung und die Finanzierung des traditionellen Stadionnamens sehr dankbar und halte ihn für einen ehrbaren Kaufmann und treuen HSV-Fan. In Deutschland ist es aber leider usus, Unternehmer, die Mäzene sind, kübelweise mit Verachtung zu übergiessen. Ich finde das schade.

  6. hamuburgmini 23. Juni 2015 um 22:40 Uhr

    Moin,

    großes Lob an den Beitrag von Goldfather bzgl. der Personalie Tah. Gerade diese Zusammenfassung zeigt deutlich auf, daß es eine große Fehlentwicklung beim HSV gibt, welche eben noch nicht behoben ist. Zum einen in der „internen“ und „externen“ Kommunikation und daraus folgernden Handlung.

    Wenn der HSV in der Öffentlichkeit noch als ein Stück weit handlungsfähiger Fußballverein und nicht wie von Goldfather beschriebenen „Farmteam“ gehören will, dann muss der Spieler Tah in Hamburg gehalten werden. Eben als Symbol des handlungsfähigen Vereins und als Zeichen für Außenstehende, daß der HSV einen sichtbaren Neuanfang startet und Talente, trotz Ausleihe, ihre Chance bekommen.

    Dieses geht einher mit der internen Kommunikation im inneren des Vereins, allen voran Knäbel,Beiersdorfer und Labbadia, mit dem Spieler Tah. Der Spieler muss intern für das Projekt HSV positiv mitgenommen und ihm die mögliche Karriere beim HSV verdeutlicht werden. Das kann mit Minimum-Einsatzzeiten, bis hin zu einer festgelegten Anzahl von Spielen gehen. Wöchentliche „Trainingsreviews“ mit konstruktivem Feedback (das wünschte ich mir bei allen Spielern) sind dabei ein absolutes MUSS (wohlgemerkt nur umgelegt aus dem üblichen Arbeitsleben)..

    Die Ergebnisse der Spiele von solchen Pflichteinsätzen, bzw. möglichen Punktverluste durch Fehler, müssen dabei einkalkuliert werden. Das Risiko scheint groß, aber das wären wirklich große tragfähige und strategische Entscheidungen und würden jeden Fan, jeden U-Spieler, der restlichen Fußballwelt verdeutlichen, daß der HSV nun einen anderen Weg geht. Diese strategische Weitsicht ist in der Hinsicht auch schwerer, als vier Trainer zu entlassen und braucht starke Rückendeckung vom AR. Frank Arnesen hatte diese nicht, bei Herrn Beiersdorfer bin ich mir in der Hinsicht auch nicht sicher……

  7. Oliver Bruchholz 23. Juni 2015 um 22:59 Uhr

    Moin. Es ist doch wieder so das in der Führung des HSV mal wieder wie nach jeder der letzten gefühlt zwanzig Jahre das Lenkradschloß eingerastet ist und der Verein im Kreis fährt. Acht Mio da,zwei dort für wirklich fragwürdige Neuzugänge. Dann wird ein Spieler verschenkt. Ne schlimmer: Negativ verkauft. Ich kann das nicht mehr nachvollziehen. Und Bruno gibt da auch noch seinen Segen dazu? Der hat nicht viel zu sagen. Peter Knäbel ist der beste den wir je hatten. Ich finde er War der beste Cheftrainer seit Ernst!

  8. Thomas Vernunft 23. Juni 2015 um 23:03 Uhr

    Klaus Michael Kühne besitzt die Transferrechte an Marcell Jansen und Rafael van der Vaart. Und auch bei Dennis Aogo. Der ist nun schon länger weg. Aufgrund der letzten drei Spielzeiten sieht ein KMK seinen Transferwert an besagten Spielern in den Keller rauschen. Aogo wurde wohl einigermassen Kostenneutral nach S04 veräußert – aber Cello und der „kleine Engel“ sind wohl Abschreibung/ Auslaufobjekte. Karl Gernandt wurde über KMK/ Hilke/ EOR / HSV+ in den Verein lanciert – und jetzt kommt Ihr…

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