Genau das hätte nicht passieren dürfen…

Der Umstand, dass das Auftaktprogramm in der Bundesliga-Saison mit den Bayern zu Beginn und drei Auswärtsspielen in den ersten vier Partien zumindest undankbar ist, war  allen klar. Ebenso klar war, dass eine runderneuerte Mannschaft ohne die Führungsspieler der letzten Jahre über Mentalität, Zusammenhalt und System würde kommen müssen und weniger über individuelle Klasse. Rechnet man  (völlig zu recht) mit einer heftigen Niederlage in München, so war das Einroll-Programm gegen einen Regionalligisten von elementarer Wichtigkeit, um nicht von Anfang in eine Drucksituation zu geraten, die man mit einer nicht eingespielten Truppe nicht bewältigen kann. Also war ein Sieg in der ersten Pokalrunde nicht nur aus finanzieller Sicht, sondern viel mehr noch aus Motivationssicht eine Pflichtaufgabe und sie wurde gnadenlos in den Sand gesetzt.

Jetzt hat man den Salat und er wird richtig wehtun. Denn nach der einkalkulierten Niederlage in Bayern hätte man immer noch sagen können „aber wir sind in der 2. Pokalrunde und in München werden noch ganz andere Mannschaften verlieren“. In München ja, aber in Jena? Und wenn man schon verliert, muss man so verlieren? Vollkommen zu recht? Jetzt hat man nach einem Auftritt, der an Peinlichkeit kaum zu übertreffen war, genau das, was man vermeiden wollte, nämlich miese Stimmung im Verein. Da können auch die neuen Social Media-Götter an den Tastaturen von HSV.de oder HSV-Twitter von „großem Kampf“ und „unglücklicher Niederlage“ faseln, es will jetzt schon keiner mehr hören.

Es geht nicht darum, recht zu haben…

Es wird einige geben, die sagen (oder schreiben): Gravesen und Jovanov haben es doch schon seit Monaten geschrieben. Stimmt, haben wir bzw. habe ich. Aber darum geht es nicht. Es geht nicht darum, recht zu haben, sondern darum, die Wahrheit zu sagen. Weder den Fans noch dem Verein und auch nicht der Mannschaft ist damit gedient, mit vollendeter Hofberichterstattung an den Realitäten  vorbei zu reden und etwas zu verbreiten, was einfach nicht stimmt. Am Ende kommen dann noch so „abenteuerlicher“ Bewertungen raus, wie sie gestern der Mann, der sich ein Leben ohne Spenden und den HSV nicht vorstellen kann, absondern wollte.

Pierre-Michel Lasogga lief, er wollte wohl auch kämpfen – aber das war nicht sein Wetter. Note sechs

Es war also nicht sein Wetter. Ein Spieler, der den klammen HSV € 8,5 Mio. (Transfer) und jährlich ca. € 3,6 Mio. Gehalt kostet, hat also ein bestimmtes Wetter, bei der nicht funktioniert. Ich verstehe. Diese Schwachsinnigkeiten sind es, die Sicht auf die Realitäten verstellen und den Fans vor den Spielen etwas suggerieren wollen, was einfach nicht da ist. Lasogga ist meiner Meinung nach ein eklatanter Fehleinkauf, wie auch ein Zirkuspferd Holtby ein Fehleinkauf ist und bleiben wird. Was Westermann und van der Vaart gestern waren, werden Lasogga und Holtby morgen sein. Die teuersten Spieler, die man auf Tipp des Marketings geholt hat, weil man sie „gut vermarkten“ kann. Herzlichen Glückwunsch.

Neue Saison, alter Fußball

Wer sich die Vorbereitungsspiele ein wenig genauer angesehen hat, der wird bemerkt haben, dass sich an der Spiel-Anlage, am Tempo, an der Passgenauigkeit so gut wie nichts geändert hat. Der Folterfußball der letzten Jahre wird einfach nur so weitergehen, aber jetzt sind keine Nicht-Performer wie die verschmähten Rajkovic und Westermann mehr für den abenteuerlichen Spielaufbau verantwortlich, sondern u.a. ein 34-Jähriger, den man sich „normalerweise hätte gar nicht leisten können“.

Meine Meinung: Die Personalie Spahic wird den Exzellenzen im Laufe der Saison genauso um die Ohren fliegen wie die Personalie Olic. Beide Balkan-Rentner sind seit Jahren über den Zenit, aber sie kosten einen klammen Verein überproportional viel Geld. Spahic war gestern nicht nur an allen drei Toren unmittelbar beteiligt, er holte sich auch nach knapp einer Viertelstunde Vidal-mäßig eine gelbe Karte ab, gegen einen Regionalligisten!

Eine Sache werde ich einfach nicht verstehen. Wenn ich merke, dass ich mit dem Fußball, den ich seit Jahren spielen lasse, den nationalen Ansprüchen mittlerweile meilenweit hinterherlaufe, dann ändere ich etwas. Ich nutze jede Sekunde Training, um einen anderen Fußball spielen zu lassen. Ich gehe neue Wege, vor allem hole ich Spieler, die diese Art Fußball mitgehen können. Ich verschachere aber kein 19-jähriges Eigengewächs und hole dafür einen 34-jährigen Pensionär.

Das Zeichen, welches ich aussende, lautet:

„Liebe Jugend, ich glaube nicht an dich“.

Es spielt kein fitter Demirbay, es spielen Diaz und Ekdal ohne Spielpraxis und mit Trainingsrückstand.

Es spielt kein fitter Gregoritsch, es spielt immer wieder das fleischgewordene Untergangs-Szenario Ilicevic.

Jung spielt die gesamte Vorbereitung, aber im Pflichtspiel steht wieder Holtby auf dem Acker (mal unabhängig von der Position).

Wie gesagt, es ist jetzt genau das passiert, was nicht passieren durfte. Die Mannschaft spielt den gleichen Murks wie in den Jahren zuvor, der Trainer ist bereits vor dem ersten Saisonspiel angezählt. Wie sehr ein mieser Beginn eine gesamte Saison begleiten kann, haben wir im letzten Jahr gesehen.

Und wiederum wurde der gleiche Fehler begangen, man setzt auf die Alten. Wenn man in einem solchen Spiel die jungen Spieler rein wirft und verliert dann, kann man immer noch erklären, dass dies zum Lernprozess dazu gehört. Diese Erklärungen sind bereits jetzt hinfällig.

Von | 2015-08-10T10:31:28+02:00 10. August 2015|Allgemein|45 Kommentare

45 Comments

  1. Erge 10. August 2015 um 08:08 Uhr

    Glaube diese Saison die Relegation zu erreichen ist schon fast das Minimalziel. Mir wird schwarz vor Augen wenn ich daran denke was uns die nächsten 4 Monate bevorsteht.

    • Gravesen 10. August 2015 um 08:12 Uhr

      Ich schätze, du meinst „das Maximalziel“ 😉

      • Erge 10. August 2015 um 08:36 Uhr

        Oh ja dachte ich hätte das mit meiner kleinen tippermaschine auch geschrieben

  2. 1887er 10. August 2015 um 08:15 Uhr

    Danke für diese ehrlichen Worte! Als ich die Aufstellung sah, dachte ich, ich hab mich verguckt. Ekdal? Diaz? Olic? Bei Ilicevic und Holtby hat es mich nicht gewundert, aber dass er diese 3 spielen lässt, während fitte, junge und hungrige Jungs wie Gregoritsch und Jung auf der Bank sitzen… Aber hey, warum auf die Jugend setzen? Lieber verleihe ich Steinmann und Gouaida, verkaufe Demirbay und setze Jung und Gregoritsch auf die Bank… Wenn ich einen Olic oder Lasogga über den Platz stolpern sehe, kriege ich Brechreiz, sorry für die klaren Worte. Und Ekdal und Diaz war in jeder Sekunde anzumerken, dass ihnen völlig die Spielfitness fehlt. Die Innenverteidigung war vogelwild, Sakai hat eine andere Sportart betrieben (in ihn hatte ich eigentlich große Hoffnungen gesetzt, aber dem Einfluss dieser Mannschaft kann wohl niemand entgehen) und Adler hat sich auch mal wieder nicht mit Ruhm bekleckert beim 0:1… Mir graut vor Freitag, diesmal wird’s zweistellig, wenn die Bayern es wollen!
    Von „Knüller-Knäbel“ will ich gar nicht erst anfangen, diese Geschichte macht einen einfach nur fassungslos. Der HSV schafft es tatsächlich immer noch, einen „drunter zu setzen“ und zu überraschen…

  3. RDS 10. August 2015 um 08:26 Uhr

    Was hat Labbadia eigentlich gegen Demirbay und Stieber?

    Demirbay ist für mich ein guter Mittelfeldspieler, der voll im Saft steht und ein Stieber ist gegen einen unterklassigen Gegener allemal eine sinnvolle Alternative, weil er 1:1 gehen kann.

    Zu Lasogga: Wie soll der Mann eine Flanke von rechts bekommen, wenn dort Olic und Sakai spielen? Olic kann nicht mal mit links flanken, geschweige denn mit rechts und Sakai wird ab Spieltag 7 nur noch auf der Bank sitzen, dann ist Labbadia nicht mehr beim HSV.

    Zu Spahic: Das Internet-Bashing hätte ich gerne gesehen, wenn Heiko Westermann beim 2:3 so unmotiviert nicht in den Zweikampf gegangen wäre. Aber das war ja Spahic, den darf man nicht kritisieren. Und es gibt genügend Fans, die nicht verstehen, dass der HSV einen eklatanten Mangel an Tempo / Antritt in der Abwehr hat. Die halten Spahic und Westermann für gleich schnell.

  4. SäpPel 10. August 2015 um 08:35 Uhr

    Moin zusammen,
    also ich muss sagen das war gestern ein Offenbarungseid aller erster Sahne. Es hat sich rein gar nichts geändert. Ich frage mich wo diese oft genannte „Ordnung in der Abwehr“ ( Wir wollen aus einer geordneten Abwehr heraus spielen) gestern war.
    Peinlich! Einen Demirbay nicht aufzustellen und noch nicht mal einzuwechseln sagt doch schon alles aus. (Von wegen wir haben ja keinen Spielgestalter). Aber einen jungen Spieler von Barcelona leihen wollen, die gefühlt 1.000 Klatsche für unsere jungen Talente. Die Frage ist doch auch was wurde trainiert und wie kann der Trainer nach der Vorbereitung sagen wir können „sehr“ zufrieden damit sein. Dann wissen wir ja wo die Reise hingeht…..

  5. Marco L. 10. August 2015 um 08:41 Uhr

    Das erste, was ich gestern nach Abpfiff dachte war: Gott sei Dank, drei Wochen Urlaub!!!
    Da geht man nach einer nervenzerrenden Saison voller Hoffnung in die neue Saison (wie jedes Jahr) und nach ca. 15 Minuten des ersten Pflichtspieles weiss man, es wird dieses Jahr noch schlimmer (wie jedes Jahr).
    Ich habe bei mir in den letzten Jahren eine enorme Veränderung des Fan-seins wahrgenommen. Vom leidenschaftlichen Fan, Dauerkartenbesitzer und Auswärtsfahrer hat mich der HSV zu einem emotionslosen Sky-auf-der-couch-gucker gemacht.
    Es ist ja nicht mal nur die Mannschaft, die sich immer wieder blamiert, nein, die Führung setzt jedes Mal noch einen drauf. Welcher Chef hat denn bitte die Gehaltslisten seiner Mitarbeiter in einem Rucksack, welchen er sich auch noch klauen lässt? Das kann doch alles nur gewollt sein, da steckt doch System dahinter.

  6. Gravesen 10. August 2015 um 08:43 Uhr

    Sorry, aber das schlägt jetzt dem Fass den Boden aus:

    Hamburger SV ‏@HSV 24 Min.Vor 24 Minuten
    faktenorientierte Geschichte: Rucksack gestohlen,Strafanzeige gestellt,Dokumente zurück,Dank an Finderin,besser Fußball spielen. #aufgeklärt

    • Grisu 10. August 2015 um 09:03 Uhr

      Habe ich auch vorhin bei Twitter gelesen, und verstehe diesen Tweet nicht. Habe schon gedacht das sich da jemand im Account vertan hat oder wie die Studenten in der Öfka-Abteilung sonst dazu kommen so einen dämlichen Scheiß in die Welt zu zwitschern.
      Kann das jemand auflösen?

      • Gravesen 10. August 2015 um 09:10 Uhr

        Das kann ich dir erklären, man nennt es „Runterspielen“ oder Bagatellisieren. Man versucht einer skandalsösen (oder zwei) Geschichte den Dampf zu nehmen, indem man sie als „halb so wild“ hinstellt.

        „Hey Leute, ist doch alles locker. Einen Rucksack mit vertraulichen Dokumenten verschlampt, was soll’s. Pokalspiel beim 4.-Ligisten verkackt, Pech gehabt. Einfach besser spielen und besser aufpassen, regt euch nicht auf.

        Dieser lapidare Umgang mit Skandalen ist an Dummdreistigkeit kaum noch zu toppen und man muss sich fragen, wer für Aussagen dieser Art verantwortlich zeichnet. Aufgrund der Wortwahl tippe ich auf den Mediendirektor.

        • t.recker 10. August 2015 um 09:42 Uhr

          hsv.de denkt sich den Diebstahl also aus und fingiert eine Strafanzeige ? Oder ist es vielleicht wirklich nicht so dramatisch wie es dich die Presse glauben lassen will ?
          .
          Du erwartest doch von deinen Lesern einen kritischen Umgang mit der hiesigen Presse. Und das man nicht nur das glauben soll, was einem in den Kram passt. Hier macht es den Anschein, als wenn Du den gleichen Weg einschlägst. Die Presse lässt den HSV doof da stehen und Du springst mit auf den Zug auf.
          .
          Schweizer Führerschein ? Braucht PK hier nicht.
          Schlüsselbund ? Was für Schlüssel ? Kellerschlüssel ? Zur Arena ? Haustürschlüssel ?
          Interne Dokumente ? Diebesgut und somit nicht zu gebrauchen (um es zu Geld machen). Die „zufällige“ Veröffentlichung ist da schon das maximale.
          .
          Ausserdem, stellt sich eigentlich niemand die Frage warum die 38jährige „alte Dame“ JETZT an die Presse geht ? Anscheinend ist der Vorfall schon etwas länger her. Merkwürdig, das Sie sich jetzt öffentlich zu Wort meldet bzw. von den Medien aufgetrieben wurde. Gem. des Artikels hat sie ja den direkten Weg zum HSV gewählt. Hat wohl einer auf der Geschäftsstelle gepetzt…
          .
          Und hast Du nicht letztens selbst gemutmaßt, welche Geschichten die böse Blöd aufdeckt, um mal zu zeigen wer Herr im MedienHaus des HSV ist ? Voila…

          • Gravesen 10. August 2015 um 09:47 Uhr

            Merkst du noch was ? Was erfindest du für Schwachsinnigkeiten? Dass Knäbel den Rucksack verschmlampt hat bzw. er ihm geklaut wurde, ist doch wohl Tatsache. Was laberst du von „von HSV.de erfunden“?
            Nicht die Presse lässt den HSv doof aussehen, das schaffen die schon ganz allein

          • t.recker 10. August 2015 um 11:22 Uhr

            Ich habe doch gar keine Behauptung aufgestellt, sondern nur auf deinen Beitrag mit einer Frage geantwortet. Es gibt hier immerhin einen (wichtigen) Unterschied zwischen verschlampen und Diebstahl. Und hier liegt eine Straftat zu grunde. Knäbel bietet sicher genügend Angriffsfläche, ihm hier aber einen Strick zu drehen, finde ich zu extrem. Und der HSV geht die Geschichte bisher mit der nötigen Unaufgeregtheit an, ähnlich wie bei der Schuhgeschichte. Das die Presse darüber berichtet ist nicht zu kritisieren, das tue ich auch nicht. Merkwürdig ist alleine der Zeitpunkt. Und auch der ließe sich mit der Mopo/HSV-Allianz erklären. Die Geschichte bekommt mMn einfach zu viel Aufmerksamkeit …

        • Grisu 10. August 2015 um 13:54 Uhr

          Runterspielen können sie, nur geht das meistens leider nach hinten los.

    • 1887er 10. August 2015 um 10:27 Uhr

      Dazu ist jeder Kommentar überflüssig.

  7. Sassen 10. August 2015 um 09:15 Uhr

    jau, bei aller „liebe“, aber das war gestern nix.
    das 1:0 symptomatisch, eine frechheit, sinnbildlich für den gesamten auftritt „unserer jungs“.
    erschreckend wie überlegen uns ein viertligist in allen belangen war.

  8. solitaer 10. August 2015 um 09:58 Uhr

    Ich lese jeden Tag diesen Blog und finde ihn richtig gut. Das einzige was mir leider fehlt, vielleicht mal zu erkunden warum die letzten Jahre so schlecht beim HSV laufen. Analysiert man die letzten drei Jahre, so sieht man, dass es egal ist, wer im Vorstand, Aufsichtsrat, Trainer, Spieler ist oder war. Ich behaupte das die Trainer Fink, Slomka, Labbadia, BvM oder Cardoso doch keine Vollpfosten sind und etwas von ihrem Handwerk verstehen, doch nach kurzer Zeit fragt man sich, was sind das für Trainer. Ich glaube wenn wir die aktuelle komplette Bayern Mannschaft beim HSV unter Vertrag nehmen würden, würden wir diese Mannschaft nicht mehr wieder erkennen, weil sie so schlecht spielt. Würden wir den Vorstand und AR komplett mit den Besten aus Bundesliga austauschen, dann würden die eine Arbeit abgeben, die uns Angst macht.

    Ich glaube es ist nicht damit getan überall neue Personen hinzusetzen, wenn die Ursache nicht gefunden ist.

    Ich habe mich gestern auch gefragt, wie kann man den einen oder anderen Spieler aufstellen. Hätte er doch den oder den aufgestellt… Aber dann dachte ich, Jena… Jena ist doch nur eine Mannschaft aus der vierten Liga… Ich glaube das es gestern egal war wer gespielt hätte, weil zwei oder drei neue Spieler reißen keine acht verkrampfte Spieler mit… Trainingsrückstand oder nicht, es hätte reichen müssen…

    Ist es nicht sonderbar, das einem Herrn Knäbel im Juni oder Juli der Rucksack gestohlen wird, was ich persönlich absolut nicht glaube, wahrscheinlich kurz bei der BILD vorbeifährt, damit die sich kurz paar Kopien machen können, um dann zur HSV Geschäftsstelle weiterzufahren. Dieses kommt jetzt plötzlich nach so einem Spiel heraus. Irgendwie lächerlich.

    Wenn man ließt was Otmar Hitzfeld über Peter Knäbel vor kurzem geschrieben hat, ihn als sehr gute Wahl für den HSV bezeichnet, dann frage ich mich, was ist hier eigentlich los. Ein Otmar Hitzfeld arbeitet über Jahre mit Peter Knäbel zusammen, in der Schweiz haben beide unmögliches erreicht und in Hamburg ist man bald froh wenn Peter Knäbel wieder gehen würde. Versucht wahrscheinlich mit einer Rucksack Aktion, ihn als unglaubwürdig darzustellen. Alles schon sehr komisch…

    • Gravesen 10. August 2015 um 10:01 Uhr

      Hast du jemals erlebt, dass Hitzfeld irgendeinen Spieler, Trainer, Manager, Greenkeeper schlecht findet? Ich nicht. Für mich ist Hitzfeld der Oliver Wurm für Große. Alles supi, alles klasse, alles tolle Leute.

      • solitaer 10. August 2015 um 13:43 Uhr

        Ja ok, das stimmt. Aber Hitzfeld hätte seinen Ruf mit seinen Äußerungen ruinieren können, wäre Knäbel als Vollpfosten beim HSV aufgelaufen. Ich denke das konnte er einstufen, weil sonst hätte er lieber nichts gesagt oder geschrieben. Ich bin hier nicht pro Knäbel! Ich würde mich freuen, wenn wir in dem Blog vielleicht mal die Ursache erforschen würden. Seit Trainer, Vorstand, AR oder Spieler beim HSV ankommen, können sie nach einer gewissen Zeit ihren Job nicht mehr. Das gibt mir irgendwie zu denken… 😉

        • Zürcher 10. August 2015 um 15:01 Uhr

          So schnell ist ein Ruf nicht ruiniert. Oder bist Du der Ansicht, dass Hitzfelds Ruf jetzt ruiniert ist?

  9. Freundchen 10. August 2015 um 10:01 Uhr

    …ist es eigentlich Zufall, dass Bild die Negativschlagzeilen „Schuhe“ und „Verliernixknäbel“ zum Saisonstart bringt oder kann das auch was mit dem neuen Bund des HSV zum Fischeinwickelpapier zu tun haben? Und bei der Mopo gibts innerhalb von 24 Stunden einen Schwenk von „so stark ist der HSV“ zu „Folter-Fußball“ und „die Fans haben keinen Bock mehr“ …das spannendste für mich diese Saison wird, diese Entwicklung der Medien weiter zu beobachten. Könnte mir vorstellen, es geht ganz stark in die Richtung, die hier prognostiziert wurde. Egal – als ich von den Zwischenständen im Radio hörte, gab es außer einem müden Lächeln keine Regung mehr. Resignation macht sich breit…

    • Gravesen 10. August 2015 um 10:05 Uhr

      Ich denke, da bist du auf dem genau richtigen Weg. Die unheilige Allianz zwischen HSV und Mopo wird sich schneller als erwartet als Boomerang erweisen. Oder haben die gedacht, dass sich die BILD das bieten lässt?

      • Freundchen 10. August 2015 um 12:19 Uhr

        Ok, dann spinnen wir den Faden doch mal weiter: sofern es auch nur den Hauch einer Struktur beim HSV gibt, müsste der Mopo-Deal doch von Jörni eingefädelt worden sein, der wiederum direkt an Hilki berichtet. Man kann bei Knäbels Performance durchaus geteilter Meinung sein, aber die jüngsten „Bild-bad-News“ gehen gegen Knäbel und damit auch gegen Didi – Kein Versuch erkennbar, gegen Jörni oder Hilki zu schreiben. Soll heißen: wenn das HSV Marketing die Folgen des Mopo-Deals gekannt haben könnte, wäre das ein schlauer Schachzug von Hilkis Marketing Abteilung: nicht in der Aussendarstellung, die ihm scheinbar ohnehin scheißegal ist, sondern in einem eventuell bestehenden Machtkampf mit Didi…Komme ich jetzt vom Weg ab oder bin ich Deiner Meinung noch drauf?

        • Gravesen 10. August 2015 um 12:22 Uhr

          Sagen wir mal so. Zwei Dinge.
          1. Ich würde nicht hinter allem beim HSV einen grandiosen, langfristig angelegten Plan vermuten
          2. Ich traue den Vögeln da ALLES zu. ALLES.

  10. higokaltz 10. August 2015 um 10:28 Uhr

    Den Rucksack hat doch der „Kuddel“ Karl bestimmt klauen lassen… 😉
    ist alles nur fingiert…

  11. Zürcher 10. August 2015 um 12:14 Uhr

    Vor 12 Monaten hatten wir eine zweite Mannschaft, die einen Viertligisten nach dem anderen abgefertigt hat und inzwischen gewinnt noch nicht mal mehr unsere erste Mannschaft gegen einen Viertligisten. Während der Profibereich, den Didi vorgefunden hat, in der Tat sehr schlecht dastand, hatten wir damals immerhin eine zweite Mannschaft, die hervorragend aufgestellt war und locker (statt Werder) in die dritte Liga aufgestiegen wäre, wenn man ihr nicht den Trainer und die besten Spielern entrissen hätte. Hier haben Didi & Co wirklich gute Voraussetzungen vorgefunden, um Nachwuchsspieler an die Bundesliga heranzuführen.
    Und was beabsichtigen unsere Exzellenzen heute mit der zweiten Mannschaft? Hier hätte man doch wie letztes Jahr zumindest eine ambitionierte zweite Mannschaft ins Rennen schicken müssen, deren Talente nicht nur regelmäßig Spielpraxis in der Regionalliga erhalten sondern auch die Möglichkeit bekommen, mit den Profis zu trainieren und evtl. sogar mal in der Bundesliga eingesetzt zu werden.
    Und jetzt soll ein mittelmäßiger Drittligist wie Chemnitz einen Matti Steinmann besser ausbilden können als der HSV das kann??? Wenn das keine Bankrotterklärung ist… Bis jetzt hat er dort übrigens in den ersten drei Saisonspielen insgesamt 10 Minuten gespielt.
    Und was wollen wir z.B. mit Tom Mickel? Ist Didi jetzt eingefallen, dass er ihn schon vor 6 Jahren, damals als großes Nachwuchstalent, zum HSV geholt hat mit dem Ziel, ihn an die Bundesliga ranzuführen, und will das jetzt nachholen, wo er 26 Jahre alt ist? Selbst wenn er umsonst spielen würde, macht das für den HSV doch keinen Sinn, diese Position so zu blockieren. Soll Andreas Hirzel jetzt ein Jahr lang auf der Bank (oder auf der Tribüne, wenn Drobny wieder fit ist) sitzen? Da muss ich doch kein Fußballexperte sein, um zu erkennen, dass eine ideale Vorbereitung auf eine Bundesliga-Karriere anders aussieht.
    Didi & Co haben nicht nur 50 Millionen ohne jeglichen erkennbaren positiven Effekt in unsere Profi-Mannschaft investiert, sondern auch Talente vergrault und verscherbelt und aus einer gut funktionierenden und hoffnungsvollen zweiten Mannschaft eine Truppe gemacht, der man die Entwicklung von Talenten offenbar gar nicht mehr zutraut.

    Ich werde jetzt meine Austrittserklärung schreiben. In dem Verein läuft so dermaßen viel grundlegend falsch, dass es auf das gestrige Pokal-Debakel gar nicht ankommt.

  12. Goldfather 10. August 2015 um 12:22 Uhr

    Die Quoten für einen zweistelligen Sieg des FC Bayern während des Livespiels, welches für hunderte von Millionen Zuschauer in die gesamte Welt übertragen wird, am kommenden Freitag, dürften nach dem Debakel in Jena gesunken sein. Kaum jemand würde sich derzeit so weit aus dem Fenster lehnen und eine zweistellige Niederlage des HSV in München kategorisch ausschließen.
    .
    Die Spieler des einstmals erfolgreichen Rautenclubs zu Hamburg haben die Hosen höchstwahrscheinlich derartig voll, dass sie sich darauf konzentrieren werden mit einer akzeptablen Niederlage in München dem Rest der Welt zu beweisen, dass auch den großen Bayern kein zweistelliger Abschuß gelingt, wenn beim HSV ein Rädchen ins andere greift.
    .
    Ob Olic, Spahic oder sonst jemand innerhalb eines Kaders, der immer noch ein Wahnsinnsgeld verschlingt, in Jena die klassische HSV-Pokalklatsche gegen eine Amateurtruppe eingefahren hat, ist vollkommen uninteressant, weil es selbst einer Profimannschaft ohne Urlaub und Vorbereitung gelingen sollte einen Viertligisten zu schlagen.
    .
    Wie so etwas gespielt wird konnte der aufmerksame Beobachter im Pokalspiel des SC Freiburg gegen den HSV Barmbek-Uhlenhorst sehen, welches der SC Freiburg mit 5:0 für sich entschied. Freiburg tat nicht mehr als notwendig und kontrollierte das Spiel in jeder Situation.
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    Wollten die Freiburger Fehler erzwingen verdichteten sie das Spiel und erhöhten die Lauf- und Passgeschwindigkeit, da es selbstverständlich exakt diese beiden Faktoren sind die eine Profimannschaft von einer Amateurtruppe normalerweise deutlich unterscheiden.
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    Athletik, Ausdauer und Einsatzwillen sind es zumindest nicht, wenn man darüber nachdenkt was eine Profimannschjaft eigentlich von einer guten Amateurtruppe unterscheidet. Würde man jemanden der sich nicht für Fußball interessiert raten lassen bei welchem Spieler es sich um einen Amateur handelt und bei welchem ein Profi vor ihm steht dann würden die Antworten in keinster Weise dem tatsächlichen Status entsprechen und es käme irgendetwas um 50% Trefferquote dabei heraus.
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    Muckibude, Proteindrinks, Tätowierungen, Ballerinagehabe, unfallfreies Ballhochhalten, akurate Frisur und eng anliegendes Trikot, das alles und noch viel mehr hat heutzutage jeder ambitionierte Amateurkicker ebenfalls drauf.
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    Doch was ist es was eine Profitruppe von einer Amateurtruppe dann unterscheiden sollte? Es ist zweifelsohne die Passsicherheit, die Passgeschwindigkeit, die physische Grundschnelligkeit, die Sytemvariabilität und so etwas wie ein grundlegendes Spielverständnis.
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    Wie man angesichts dieser vermeintlichen Vorteile einer Profimannschaft beim HSV auf die Idee kommen kann mit langen Bällen zum Erfolg kommen zu wollen kann nur den Grund haben, dass man es sich nicht zutraut eine Amateurmannschaft spielerisch per Kurzpassspiel zu kontrollieren und zu schlagen.
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    Doch wenn man sich nach einer intensiven Saisonvorbereitung so etwas gegen eine Amateurtruppe nicht zutraut, wie soll es denn ausgerechnet gegen Abwehrreihen funktionieren, die auf erfahrene Nationalspieler und Supertalente zurückgreifen können?
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    Immer noch befindet man sich im Tiefschlaf in Bahrenfeld und hat nicht verstanden, dass Kurzpasssspiel, welches hierzulande verächtlich mit Tikitaka bezeichnet wird und angeblich nur in Spanien gespielt wird, die Basis modernen Fußballs darstellt? Nein: Ich denke, dass die Analysen beim HSV eindeutig in diese Richtung gehen und man bislang nicht verstanden hat wie diese Erkenntnis umzusetzen ist.
    .
    Von der Erkenntnis, dass ein bestimmerter Spielstil überlegen ist bis zur Umsetzung ist es ein weiter Weg, allemal wenn man aus einer vollkommen anderen Richtung kommt.
    .
    Vor diesem Hintergrund verstehe ich dann auch das Interesse des HSV für einen jungen Spieler aus dem Talentbereich des FC Barcelona. Weniger könnte es bei einer solchen Verpflichtung auf Leihbasis ohne Kaufoption darum gehen, dass der Spieler ein echte Verstärkung und Größe im Team wird, als darum dass der Spieler über Trainingsabläufe und Entwicklungsstrategien, der weltweit stärksten aller Entwicklungsabteilungen im bezahlten Fußball, bereitwillig Auskunft erteilt.
    .
    Für den Freitag bleibt zudem zu hoffen, dass Douglas Costa, der neue Mann für die Außenbahnen des FC Bayern, keine all zu große Lust auf den HSV hat, da es ansonsten allein durch Costas Aktionen mindestens 3 – 5 Stück geben wird. Costa ist zu schnell, zu ballsicher und zu kombinationssicher für die Defensive des HSV…

  13. Joschmann 10. August 2015 um 12:47 Uhr

    Sollte es stimmen, dass der Rucksack geklaut wurde, bestehen viele Fragen:
    – Warum kommt erst so spät die Anzeige?
    – Wer hat ihn geklaut?
    – Warum ausgerechnet dieser Zeitpunkt der „Veröffentlichung“?

    … aber eine Frage ist doch noch viel interessanter:
    WO WIRD EIN RUCKSACK MIT HSV-DOKUMENTEN GEKLAUT???

    Doch etwa nicht am Elbstrand, wenn Peter sein Feierabend-Jever-Fun schlürft! Knäbel sitzt in der Geschäftstelle, macht sich Kopien, will die nach Hause mitnehmen. Er hat den Rucksack bei sich im Büro. Trägt ihn zum Auto, fährt nach Hause, geht in sein Anwesen und schließt ab. Ein Rucksack mit solchen Dokumenten kann doch nur im Büro gestohlen worden sein… und wer hat dort alles Zugang?
    Andere Mitarbeiter vom HSV. Und jetzt kommen wir zum Zeitpunkt der „Veröffentlichung“….

    P.S: Adler sagte gestern nach dem Spiel, man sei auf einem guten und richtigen Weg…. so oder so ähnlich. Und das mit der Binde am Arm. Traurig. Einfach traurig.

  14. Patrick 10. August 2015 um 12:50 Uhr

    Ich halte es nicht mehr aus.. übrigens neulich war ich im Park, hatte wie immer meinen Rucksack mit Abizeugnissen dabei. Drei Wochen später wollte mir eine Frau den Rucksack im Sekretariat zurückgeben. Auf Nachfrage sagte ich das ich nix vermissen würde, also zog die Frau wieder ab. Erst als die Bild mir mitteilte, dass eine Frau meinen Rucksack mit den Zeugnissen gefunden hätte- realisierte ich, dass sie mir fehlten. Na, ja halb so schlimm. Mach ich es halt nächstes Mal besser. Ahhhhhhhhhhh!

  15. cqwer 10. August 2015 um