Jetzt ist der HSV aber mal so richtig gekniffen

So soll die „Bild“-Zeitung den HSV am frühen Sonntagmorgen davon in Kenntnis gesetzt haben, dass sich eine Altenpflegerin bei der Redaktion gemeldet hatte, die angeblich Dutzende interne Dokumente wie Gehälter und Prämienvereinbarungen des HSV im Jenischpark gefunden habe. Zwar entschied sich die Chefredaktion der „Bild“-Zeitung nach langen Gesprächen mit der HSV-Führung am Sonntag gegen eine Veröffentlichung der hochsensiblen Dokumente, sorgte aber mit der bundesweiten Titelgeschichte dennoch für ein mediales Beben. (Abendblatt vom 12.08.2015)

Und nun mal für alle, die es bisher nicht verstanden haben oder verstehen wollen:

Die BILD ist im Besitz sämtlicher Unterlagen aus Knäbels verschwundenem Rucksack!

Der Umstand, dass man (bisher) großzügig auf Veröffentlichung der ersten Details verzichtet, kann nur eines bedeuten: Der HSV hat sich auf einen Deal eingelassen. Was der Verein im Umkehrschluss dafür bietet, ist natürlich nicht bekannt, aber es muss erheblich sein. Denn eines ist mal klar – die Jungs vom Axel Springer Verlag wissen jetzt ALLES. Vertragsinhalte, Laufzeiten, Grundgehälter, Prämienregelungen, einzelne Absprachen die schriftlich fixiert wurden. Dann noch ein paar Scouting-Berichte und Informationen darüber, an welchen Spielern der HSV interessiert war und ist. Mit anderen Worten: Der Jackpot oder pures Gold.

Es bedeutet aber auch, dass die Mädels vom Boulevard den Verein jetzt aber mal so richtig bei den Eier haben, denn sollte das Blatt jetzt irgendwas vom Verein fordern und der Verein springt nicht, dann würde sofort mit den vorliegenden Daten gewedelt werden. Der HSV selbst hat das Heft des Handelns komplett aus der Hand gegeben, man ist nicht mehr Herr der Lage, denn diese Geschichte ist nicht mehr rückgängig zu machen. Kein Wunder also, dass einige Spielerberater um ein Gespräch mit Stahlhelm-Knäbel gebeten haben, denn solche brisanten Unterlagen weiß man nur zu ungern in den Händen der Schreiberlinge.

Aber dies beschreibt noch nicht die ganze Tragweite des Dilemmas, denn die Katastrophe ist auf Jahre ausgelegt. Da könnte man sich jetzt von Knäbel, Beiersdorfer, Peters und Gernandt trennen, es würde nichts ändern. Denn die unmittelbaren Nachfolger können die Angelegenheit nicht löschen, die Daten liegen vor. Wie nachhaltig der Schaden ist, wird man wohl am Ende nie gänzlich ermessen können, denn wer will nachher wissen, welcher Spieler nicht zum HSV kam, weil ihm oder seinem Berater der Umgang mit sensibelsten Daten nicht schmeckte? Oder welcher potenzielle Sponsor sich von einem solchen Chaos entsetzt abwendet. Springen eventuelle weitere sogenannte „strategische Partner“ ab, weil sie sich und den Namen ihres Unternehmens nichts in den nächsten verschwunden Akten sehen wollen? Ich bin mir ziemlich sicher, dass es solche Denkmodelle gibt, auch deshalb versucht der Verein jetzt natürlich den Flurschaden so begrenzt wie möglich zu halten.

Ich für meine Person muss zu jetzigen „Stand der Ermittlungen“ sagen, dass ich jede Stunde weniger an einen gestohlenen Rucksack glaube, der eventuell bei Umzugs-Aktionen vergessen wurde. Ich habe Peter Knäbel einmal persönlich kennengelernt und auf mich macht der Mann eher den Eindruck eines besonnenen Buchalters als den eines Abenteurers. Ich glaube immer weniger, dass der Rucksack vergessen oder an irgendeiner ominösen Stelle entwendet wurde. Betrachtet man die Aussage von Herrn Beiersdorfer zum Ende der gestrigen Pressekonferenz, als er auf die Frage „Ist es denn üblich, dass derart brisante Dokumente mit sich geführt werden“ sinngemäß antwortete: „Genau das müssen wir ja erstmal in Erfahrung bringen“.

Für mich bedeutet dies, dass der Verein  die Möglichkeit, dass die Dokumente das Stadion in einem Rucksack überhaupt nicht verlassen haben, nicht pauschal ausschließt. Das würde jedoch bedeuten, dass Knäbel im eigenen Bürotrakt beklaut wurde. Wenn man jetzt um die örtlichen Gegebenheiten weiß, dann weiß man auch, dass nicht jeder Hans und Franz einfach mal so in ein Vorstands- oder Direktorenbüro latschen kann, was den Kreis weiter einengt.

Was mich außerdem stutzig macht, ist Knäbels Aussage im gestern erschienen Abendblatt-Interview. Der Mann, der bei seiner Wortwahl (ich nehme mal den unangebrachten „Stahlhelm“ aus) durchaus wählerisch ist, redet von sich selbst als Baueropfer.

 Knäbel: „Ich bin das perfekte Bauernopfer“

Allgemeinsprachlich wird der Begriff oft im übertragenen Sinne verwendet, wenn etwas (tatsächlich oder vorgeblich) Nachrangiges geopfert wird, um etwas (tatsächlich oder vorgeblich) Höherwertiges zu erhalten oder zu stärken. 

Auch verwendet man den Begriff in Fällen, in denen hochrangigen Amtsträgern, oft Politikern, die Verantwortung für einen (tatsächlichen oder vermeintlichen) Missstand zugeschrieben wird und der Amtsträger daraufhin einen leitenden Untergebenen zum Rücktritt veranlasst, ihn entlässt oder ihn in den (einstweiligen) Ruhestandversetzt, statt selbst zurückzutreten (Beispiel: Staatssekretär statt Minister; General statt Verteidigungsminister).

Wikipedia

Also? Ein „Bauernopfer“ ist man nicht, wenn man von einem Unbekannten beklaut wird, der sich an Barem oder an Kreditkarten verlustieren möchte. Ein „Bauernopfer“ ist man dann, wenn man für eine (scheinbar) größere oder wichtigere Sache geopfert werden soll und zwar von seinem eigenen Arbeitgeber oder zumindest von Teilen der Belegschaft. Kommt am Ende der Geschichte das dabei raus, würde sich der Schaden für den Verein potenzieren, denn einen gezielten Sabotage-Akt gegen einen Kollegen in dieser Form, das gab es selbst beim HSV noch nicht.

Anyway, das Kind ist in den Brunnen gefallen und es hat keinen Puls mehr. Momentan kann man sich im Ansatz vorstellen, was dort hinter mehr oder weniger verschlossenen Türen passiert, mit dem Schlaf einiger Beteiligten dürfte es ebenfalls nicht so weit her sein. Mit der „Bauernopfer-Aussage“ hat Knäbel jedenfalls das gegenseitige Misstrauen befeuert, da glaubt doch ab sofort keiner dem anderen überhaupt noch was.

Gucken wir mal, wer den nächsten Fehler macht.

Von | 2015-08-13T07:45:29+02:00 13. August 2015|Allgemein|32 Kommentare

32 Comments

  1. Jorgo 13. August 2015 um 08:21 Uhr

    Deine Schlussfolgerungen sind hinsichtlich „handelnden Heftes“ richtig und nicht diskutierbar. Wenn man nun zwischen den Zeilen der Aussagen von DB und PK blickt, dann gehe ich davon aus, daß DB es nicht besser kann. PK, so habe ich ihn bei Interviews erlebt, mit großer Wahrscheinlichkeit eben doch. Wer nun motiviert war PK mit dem Rucksack-Gate zu diskreditieren, der hat über die Folgen für den HSV nicht nachgedacht. Denn, wie Du es auf den Punkt gebracht hast, hat BILD den HSV bei den Klüten.

    Knäbels Anmerkung zum „Bauernopfer“ kennt jeder aus der Schachwelt. Bewegungsunfähig machen, Schutz eigener!!Figuren, zum Schlagabtausch opfern und die Bahn für nachrückende Offiziere frei machen. Schach ist nichts weiter als ein von Strategie geprägtes Kriegsspiel. Was Spielen PK und der HSV?

    • Gravesen 13. August 2015 um 08:26 Uhr

      Bzw. welches Spiel spielen Teile des HSV mit Knäbel?

      • Jorgo 13. August 2015 um 08:29 Uhr

        Bleibt es beim Bauernopfer, dann ist es ein Kriegsspiel. Teile des HSV könnten Knäbel vernichten wollen. Dass sie dabei den HSV so nebenher zerstören, scheint billigend in Kauf genommen zu werden.

      • Freundchen 13. August 2015 um 18:53 Uhr

        …und damit auch Beiersdorfer auf der Seite Knäbels. Was ich mich auch frage: Ist es Zufall, welche Medien was berichten? Angefangen mit dem Mopo-Deal (von Jörni?/Hilki?); dann die „Rucksack-Reaktion“ der Bild gegen den HSV bzw. Knäbel als Bauernopfer (rein zufällig zeitgleich mit der peinlichen Niederlage gegen Jena, damit den sportlichen Niedergang sprengen kann. Jetzt die vorsichtigen Erklärungsversuche von Knäbel im Abendblatt (unterstützt durch Nicht-Vorverurteilung in der Einöde); Kann Zufall sein – kann aber auch ein strategisches Manöwer dahinterstecken – evtl. um sich im Verein wieder etwas verlorengegangenes Terrain zurück zu erobern. Jetzt sind Didi/Peter in der schwierigeren Situation, da sie mit derartig hinterlistigem Manöwer (wenn es denn eins ist) vermutlich in den schlimmsten Albträumen nicht gerechnet haben. Es wird spannend bleiben, ob sich die beiden auf so ein abartiges Spielchen einlassen. Trotz aller Kritikpunkte, die man der sportlichen Führung im letzten Jahr vorwerfen kann, wünsche ich ihr in DIESEM Punkt besonders viel Weitsichtigkeit – und Mut zum Gegenangriff. Insbesondere für letzteres ist aber wohl insbesondere Didi zu „friedliebend“? Gewinnen kann hier ohnehin keiner. Höchstens eine kleine egoistische Gruppe, die ihre Machtspiele auf dem Rücken des HSV austragen. Traurig, das ganze…

  2. Ywergnase 13. August 2015 um 08:48 Uhr

    Solange Herr Knäbel nicht eine wirklich stichhaltige Begründung liefert warum sich diese Papiere in seinem Rucksack befunden haben, kann er niemals ein Bauernopfer oder ein Opfer sein, vielleicht ein Trottel. Oder man nimmt böse Absichten an.

  3. Weltmeister 13. August 2015 um 09:16 Uhr

    Moin Grave!
    Bzgl. Deiner Deutung der Begrifflichkeit des „Bauernopfers“ kann ich dir heute nicht folgen.
    Bitte schau dir folgenden Kommentar von BILD Obermotz Draxler an: http://m.bild.de/sport/fussball/nachgehakt/warum-knaebel-gehen-muss-42148456.bildMobile.html
    Draxler dürfte über alles bestens informiert sein.
    Der wird sich in dieser Sache sicherlich nicht die Finger verbrennen und voreilig einen Kommentar in die Welt schmieren. Ich denke daher: Was der Mann da schreibt, wird (leider) auch wohl so in etwa stimmen.

    Klar könnte man jetzt an Verschwörungstheorien glauben und antworten: „mein Gott, bist du naiv! Das gehört doch zur Verschleierungstaktik. Die BILD hängt da dick mit drin!“

    Aber ich glaube nicht ernsthaft daran, dass HSV-Mitarbeiter, wie z. B. HSV+ Gegner aus dem eigenen Hause da ihre Finger im Spiel haben, um Knäbel und Beiersdorfer Schaden zuzufügen.
    Mein Morgenurin sagt: Knäbel oder ein Vertrauter haben es verbasselt. Solche Unterlagen bewahrt man nicht in einem gewöhnlichen Rucksack auf. Denn egal wo man solch einen Rucksack aufbewahrt: Man muss immer damit rechnen, dass die Gefahr besteht, dass so ein prall gefüllter Rucksack vergessen oder in einem dummen Moment entwendet wird. Das ist ja quasi Top Secret „to go“. 😀

    • Gravesen 13. August 2015 um 09:18 Uhr

      Kann auch sein. Vielleicht erfahren wir es irgendwann

  4. Weltmeister 13. August 2015 um 09:26 Uhr

    Ansonsten, insbesondere was den schmerzhaften „Eiergriff“ angeht, bin ich ganz deiner Meinung.
    Ich glaube, das Alles wird dazu führen, dass wir in diesem Jahr „fällig“ sind.
    Oder glaubst du, dass diese schier unendliche Geschichte dazu führt, dass die Mannschaft es Allen zeigen will und zusammenwächst? 😉

  5. Weltmeister 13. August 2015 um 09:34 Uhr

    Da fällt mir noch ein:
    okay – die BILD hat die Unterlagen. So weit – so schlecht. Wenngleich man ja (vorerst) nichts veröffentlichen will.

    Die nächste Frage lautet aber obendrein:
    „Wer hatte die Unterlagen bevor sie im Park gefunden wurden?“

    Selbst wenn die BILD auf die Veröffentlichung verzichtet, muss ja trotzdem eine Veröffentlichung durch Dritte befürchtet werden…
    – Nicht auszuhalten!

  6. El_Blindo 13. August 2015 um 09:39 Uhr

    Es ist sehr erschreckend was gerade beim HSV passiert. Im Grunde genommen, ist die einzige Möglichkeit die Dokumente für die Zukunft zu „entwerten“, sich nicht für die 1. Bundesliga zu qualifizieren und von der DFL keine Lizenz für die 2. zu erhalten.
    Sehr, Sehr erschreckend.

  7. Carsten Hae 13. August 2015 um 09:45 Uhr

    *Verschwörungstheoriemodus an*

    Die Unterlagen sind der BLÖD von einem HSV Mitarbeiter zugespielt worden.
    ( evtl. hat die BLÖD dann den HSV angemorst. Moinsen wir haben da was… )
    Dann denkt man sich eine grenzdebile Geschichte von einer Frau die was im Park gefunden hat aus
    um die „verschwundenen“ Daten auch nutzen zu können. Ansonsten sähe das ja so aus als ob die BLÖD vllt jemandem
    irgendwelche Lebenserleichternden Maßnahmen zukommen hat lassen.

    Der Knäbel Peter ist schwer beschädigt und der Arsch vons Ganze weil ist ja sein Ressort (geiles Wort, steht in der HSV Geschäftsstelle bestimmt an jeder Tür).
    Und Didi spricht Knäbel Peter ala Merkel sein vollstes Vertrauen aus!

    *Modus aus*

    Klingt doch Einleuchtend oder?!

    • Doesbaddel 13. August 2015 um 10:10 Uhr

      Diese Theorie klingt gar nicht mal so unrealistisch muss ich sagen. Jedenfalls realistischer als die Rucksack-Geschichte.

  8. Oberberger 13. August 2015 um 10:22 Uhr

    Fragen über Fragen……
    Geht man von der Verschwörungstheorie aus, dann wäre die Schlussfolgerung:
    – Wer profitiert von der ganzen Geschichte ?
    – Und ging es dem-/derjenigen darum Knäbel persönlich oder dem HSV insgesamt zu schaden ?
    .
    Nachdem in der Vergangenheit Informationen aus Aufsichtsratssitzungen und Spielerverträgen bekannt wurden, ist die komplette Gehaltsliste in den Händen des Boulevards eine neue Dimension des Geheimnisverrats beim HSV.
    .
    Die Rolle von Herrn Knäbel in der ganzen Affäre ist äußerst seltsam.
    – In dem Rucksack waren ja auch noch Perso, Kreditkarten, Schlüssel. Alles tagelang nicht vermißt ?
    – Keine Kontaktaufnahme mit der Polizei oder dem Fundbüro ?
    – Das sind doch Unterlagen und Gegenstände auf die man achtet wie auf seinen Augapfel ?
    – Kein Sterbenswörtchen zum Arbeitgeber, dass man vertraulichste Dokumente vermißt ?
    .
    Und dann wäre da noch die ehrliche Finderin:
    – Alles erstmal mit nach Hause genommen um es zu sichten. Aha…… 🙂
    – Nix dem Fundbüro oder der Polizei gemeldet ? Dafür aber die Retter von der BILD alarmiert.
    .
    Inwieweit die BILD jetzt den HSV bei den Eiern hat ist für mich noch fraglich, da man ja keine gestohlenen Dokumente veröffentlichen kann.
    Aber vermutlich bin ich da zu wenig kreativ oder verschlagen, um dieses Szenario bis zum Ende zu durchdenken.
    Durch wessen Hände und Kopierer die Unterlagen gegangen sind bevor sie im Stadtpark und dann bei der BILD landeten wird sich noch zeigen. Das ist eine tickende Zeitbombe.

  9. Alex 13. August 2015 um 10:44 Uhr

    Vielleicht ist das Wort „Bauernopfer“ gar nicht bewusst von PK gewählt worden. Bei seinen bisherigen Interviews wirkte er ja nicht gerade so, als wäre er ein „verbalerotiker“. Sprich: Er wusste häufig nicht wie er das jetzt am besten formulieren soll und haut etwas raus, was ihm zu erst in den Sinn gekommen ist. Das ist zumindest mein bisheriger Eindruck.

    Meine Theorie ist, dass die Unterlagen der Blöd gar nicht vorliegen. Um das Heft des Handelns seitens der Zeitung zurück zu gewinnen, setzt man den HSV mit dieser Aussage unter Druck.

    Die Geschichte mit der Altenpflegerin die sofort zur Blöd rennt, klingt auch ein wenig komisch. Sinn hätte es gemacht, wenn ein Fan des anderen Hamburger Clubs (des Namen nicht genannt werden darf ) sofort eine Zeitung einschaltet um den Verein zu schädigen und vielleicht noch ein paar Euronen abzustauben. Im Fall der Altenpflegerin behaupte ich, dass dieser die Brisanz der Unterlagen bewusst war und sich direkt beim Verein oder der Polizei gemeldet hätte.

    Ich würde diese Theorie gerne glauben, aber folgen kann ich jeder einzelnen vorher genannten auch!

    Fest steht für mich : Was da oben abgeht ist nicht tragbar! Ich kann mich seit HSV+ nicht mehr mit einer Entscheidung oder einer Tätigkeit der Vereinsführung identifizieren… Man könnte darüber hinweg sehen, wenn die Leistung der Mannschaft auf dem Platz ein anderes Bild zeigen würde, aber das tut sie nicht!

    So, jetzt hab ich mir erstmal etwas von der Seele geschrieben… Hilft mir vielleicht ein bisschen mit den Geschehnissen umzugehen

    • Kai Arne 13. August 2015 um 17:45 Uhr

      Holt mal schnell den Scheuereimer, dem Knäbel ist eine Metapher (r)ausgerutscht. Ich denke auch, dass Knäbel sich hier falsch ausgedrückt hat. Wie wahrscheinlich wäre es denn, dass er sich zuerst intern bereit erklärt für jemand anderen den Sündenbock zu spielen und diesen Dienst dann bei der erstbesten Gelegenheit torpediert. Ich weiß, auch für so ein Verhalten gäbe es wieder eine Erklärung (Unfähigkeit).
      Die Geswchichte mit einer Altenpflegerin, die Unterlagen findet, sie treudoof zurück geben will und dann beleidigt zur Bild geht, weil sie nicht ernst genommen wird halte ich hingegen für absolut möglich.

  10. CM 13. August 2015 um 10:53 Uhr

    wenn dem so sein sollte, wie es von Dir gemutmaßt wird, ist das der Plot für einen astreinen Krimi.
    Man sollte sich die Rechte der Story schon einmal sichern. Herrlich hätte vor einem Jahr nicht im Leben daran geglaubt,
    das es spannendere Dinge in unserem Verein als Fussball gibt. Wie kommt ein Rucksack in den Jenisch Park und wird dort am Wochenendde durch Zufall gefunden und der Inhalt wird dann exklusiv der BLÖD angeboten?!? Klingt zu sehr nach Plot….

  11. 1887 13. August 2015 um 11:27 Uhr

    Es war glaube der Reisepass nicht der Perso. Und ich würde die Sachen wie Kreditkarte, Reisepass und irgendein Schlüssel auch nicht sofort vermissen. Es ist zwar interessant hier eure Theorien zu lesen wer die Dokumente hat oder nicht aber ich glaube solange keiner was wirklich weiß ist es quatsch. Und ich muss @Alex recht geben. Ich kann mir auch gut vorstellen das PK nicht so über seine Wortwahl nachdenkt. Vielleicht meinte er auch nur das wenn er gehen muss oder sich alle über den Rucksack aufregen und kaum noch einer fragt warum Bruno es nicht geschafft hat der Mannschaft auch nur ein Fünkchen Spielaufbau einzuflößen denn ist er ein gutes Bauernopfer das von den Spielerischen Defiziten ablenkt. Er und der Designer aus der T-Shirt Abteilung.
    Was ich gerne mal von euch wissen würde ist: Ich hatte bei HSV+ unter anderem die Hoffnung das jetzt Professioneller gearbeitet wird(wie alle wahrscheinlich). Ähnlich wie in einer Firma halt. Gibt es denn jetzt keinen weiter der dort mal durchgreift. Kann PK denn dort machen was er will. Sind denn alle immer noch so gefühlt unantastbar wie vorher. Ich dachte es gibt jetzt auch mal ein zwei Leute die Außen vor sind aber eingreifen können wenn alles aus dem Ruder läuft. Oder ist es dafür zu spät. Einfach jemand der schaut wird im gewissen Sinne nach HSV+ gearbeitet. Ist das nachhaltig was man dort tut. Und so weiter. Aber nix.

    Ps. Was wäre mit der Theorie das Kühne das alles anleiert bis er uns für nen Appl und nen Ei kaufen kann. Dann geht wieder Berg auf 😉

    • Oberberger 13. August 2015 um 12:13 Uhr

      Für die Kontrolle des Vorstands ist der Aufsichtsrat zuständig. Aber der scheint gerade in einem längeren Urlaub zu verweilen 🙂
      Und was bitteschön will ein Herr Kühne denn mit einem dermaßen heruntergewirtschafteten Verein ? Bis der HSV wieder auf die Beine kommt sitzt Herr Kühne schon mit einer Harfe auf einer Wolke und schaut sich das Ganze von oben an.

  12. Andi Pie 13. August 2015 um 11:35 Uhr

    Ich habe eine weitere Frage: handelt es sich tatsächlich um den Rucksack von PK? Ist die Antwort nein, würde das die Theorie vom Bauernopfer stützen und weitete Fragen aufwerfen.
    .
    Alles in Allem: unglaublich. In der freien Wirtschaft (obwohl es hier doch auch eben diese ist) wäre doch zumindest bis zur Aufklärung eine Freistellung bzw. Suspendierung nach sich ziehen. Das erwarte ich auch hier. Alles andere ist unseriös. Da kann der VV vertrauen solange er will…
    .
    Aber was erwarte ich schon an Seriosität von diesem Kasperleverein…

  13. Tim Taler 13. August 2015 um 11:48 Uhr

    Der Rucksack wird „geklaut“. Gut und schön. Aber der Dieb ist nicht mal an Kreditkarten, Führerschein oder Schlüsseln interessiert? Das kann man auch jemandem erzählen, der die Hose mit der Kneifzange anzieht. Entweder ist die ganze Geschichte „getürkt“ oder es war ein ziemlich dämlicher Dieb.

  14. Joschmann 13. August 2015 um 12:28 Uhr

    Wer wird denn ohne Schlüssel, ohne Zahlencode oder was auch immer in Peter Knäbels Büro gelassen? Es gibt Vorzimmer-Damen, auch PK hat eine. Lässt die einen in der Hierarchie unter PK stehenden Mitarbeiter unbeaufsichtigt in sein Büro? Wohl kaum.
    Wenn dann doch nur seeehr bekannte Gesichter bzw. auch Höher stehende. Ggf. Höher stehende die wissen, wie grausam PK in der Außendarstellung ist und deren Aufgabenbereich auch noch die Außendarstellung des HSV betrifft….
    Ich glaube, PK hat niemals was ausgedruckt. Er ist intelligent, allerdings schütz Intelligenz nicht vor Fehlern. Vor allem wenn Intelligenz mit Arroganz gepaart ist, die einem selbst in eine verdrehte Realität zieht, in der man unverletzlich und geschützt vor Angriffen ist. Einfach „ja“ sagen, wird sich wieder beruhigen, ist bin so gewieft, mir passiert doch nichts…. andererseits……
    PK´s ehemalige Bauernopfer-Aussage war vielleicht intelligenter und vorausschauender als man es ihm zugetraut hätte – schließlich merkt nicht jeder frühzeitig, dass an seinem Stuhl mit unsauberen Methoden gesägt wird.
    Es bleibt offen, doch eines steht fest: Der Mann wird demontiert. Frage ist nur von wem genau aus den eigenen bekannten Reihen und ob PK das wusste oder einfach zu verblendet ist.
    Drucker, Kopierer… in jeder großen Firma ist gespeichert und archiviert, wer was wann gedruckt hat und auch auf den Ausdrücken der Listen, wird es doch Vermerke und Hinweise geben. Würde es sich um ein „Verbrechen“ handeln, welches der HSV wirklich aufdecken wollte, sie hätten es längst geschafft. Sie wollen es aber gar nicht aufdecken. Hinhalte-Taktik, 0:7-Schlagzeilen nach morgen Abend abwarten, Mitte nächste Woche wird gegen Stuttgart zum Endspiel ausgerufen, Thema vom Tisch.

  15. kokolores? mitnichten! 13. August 2015 um 12:50 Uhr

    ich muss gestehen, als ich die meldung gelesen habe, musst ich lachen.. passt ja wie arsch auf eimer zum hsv..
    mittlerweile n bueschn darauf rumgedacht und mir persoenlich stellen sich ein paar fragen:
    .
    warum sollte im zeitalter der tablets, laptops und sonstigem schnickschnack ein pk mit SAEMTLICHEN internas des kaders in papierform rumlaufen? der braucht ja bestimmt nicht die unterschriebenen orginale (oder kopien fuer seine private ordnersammlung zu hause), sondern hat das als pdf iwo auf nem rechner, bzw kann gesichert auf eine datenbank zugreifen.
    .
    wenn es sich, wie ich glaube iwo gelesen zu haben, um ein erloschenes ausweisdokument handelt, warum wuerde er das dann spazierenfuehren? so klasse ist der jenischpark nu auch nicht, dass man da sightseeing machen muss.
    .
    wenn diese omminoese arzthelferin wirklich existent ist, warum hat sie dann, als sie „abgewimmelt“ wurde, nicht eine seite an die geschaeftsstelle gemailt/gefaxt.. ich bin mir sicher, die „aufwandsentschaedigung“ waere hoeher als bei der bloed ausgefallen.
    .
    waere pk wirklich der rucksack geklaut/selbiger vergessen worden, waere er nicht postwendend zu den schergen? schon alleine deswegen, damit die schriftstuecke im zweifel nicht verwendet werden koennen? was mich aber wieder dazu bringt: warum zur hoelle sollte man damit in den park gehen? respektive: wenn das ding geklaut worden ist, so schmeisst der dieb nach durchsicht das teil in den naechsten muelleimer.. oder hier: einfach inne elbe.
    .
    mir klingt das alles zu ominoes, als dass ich es wie geschrieben glauben kann/will.

    • Kai Arne 13. August 2015 um 18:01 Uhr

      Ich gehe mal davon aus, dass Knäbel wie Didi nach Vertragsabschluß aber vor Dienstantritt per Kurier einige Unterlagen in Kopie bekommen haben, um sich einen Überblick verschaffen zu können. Interessant wäre zu wissen, wie alt die Unterlagen sind. Ich vermute sie stammen von so einer Gelegenheit. Denn ansonsten hat man ja keine umfassenden Unterlagen dabei, sondern Einzelstücke. Im übrigen halte ich Papier, wenn es am Mann getragen wird, für kein schlimmeres Sicherheitsrisiko als es überall sonst auch existiert.
      Möglich ist natürlich, dass es sich um ein „privates Andenken“ gehandelt hat, für wenn die schöne Zeit beim HSV mal vorbei ist.

  16. Arnold 13. August 2015 um 12:59 Uhr

    Offenbar liegen auf der Geschäftsstelle des HSV schon länger die Nerven blank – dies endet nun in dieser peinlichen Knäbel-Posse – die Rucksack Geschichte halte ich für gelogen
    und derjenige der sich so eine dreiste Geschichte ausdenkt, kann nur so ein krankes Gehirn haben, dass er bei der Bild arbeitet.
    Es muss sich also um einen ranghöheren Mitarbeiter der Geschäftsstelle handeln, der a) Zugang zu den Dokumenten hatte und b) Zugang zu persönlichen Sachen von Knäbel
    Der Kreis der Verdächtigen sollte sich hier ziemlich begrenzt halten. Nur warum diese Aktion – wird dieser ranghöhere Mitarbeiter von der Bild erpresst ? Das Ziel ist Knäbels Entlassung – warum ? Kooperiert er nicht mit der Bild, war er federführend in der Sache stark mit der Mopo zu kooperieren ? Habe noch Deinen Satz in einem Blog vor Augen; Grave : „…. mal sehen wie lange sich die Bild-Zeitung das gefallen lässt…..“- Ich vermute, dass die Sache leider nie aufgeklärt wird……

    • Kai Arne 13. August 2015 um 18:28 Uhr

      Das ist zuviel privates Risiko und wäre ergo auch für die Bild als Auftragsarbeit zu teuer und unsicher. Denn die besseren 25% von dem, was sie jetzt ausgedruckt abgleichen konnten, wird Bild schon irgendwie gewußt und dokumentiert haben.
      Ein gefundener oder „aus Versehen mitgenommener“ mehr oder weniger geklauter kompletter Rucksack ist ein ganz anderes Delikt und ein ganz anderes Risiko, als wenn jemand die Unterlagen eigens ausdruckt und dann (zu welchem Zweck eigentlich? Nur um nen Schuldigen zu haben?) noch amtliche persönliche Dokumente von Knäbel noch dazu packt und DANN auch noch wieder verschwinden läßt. Reisepaß und Führerschein sind ja wohl nicht wieder aufgetaucht und wenn ein Redakteur ganz gleich wo sie auch nur angepackt hat ist dem auch nur noch schwer zu helfen.
      Eigentlich ist es doch so, dass die Unterlagen gar keinen so großen Wert für irgendjemand darstellen können, wie sie gleichzeitig Schaden für den HSV bedeuten. Welche Vertragsveröffentlichung könnte schon mit der derzeitigen Verloren-Gefunden-Finderin traurig-Knäbel dumm oder Sündenbock-Intrigenspekulation Serie mithalten? Keine. Und diese Chance hat erst der vollkommen unterklassige Umgang des HSV mit der Finderin (egal in wievielen Redaktionen sie vorher schon war) ermöglicht, nicht der Rucksackdiebstahl selbst.

  17. Alsteradler 13. August 2015 um 16:36 Uhr

    Warum eigentlich wird immer unterstellt, der Rucksack würde Knäbel gehören? Auf den Inhalt mag das zutreffen, die Sachen aber könnten ihm doch gestohlen und dann vom Dieb in einem Rucksack aufbewahrt worden seien. Und die Finderin im Park muss ja nicht direkt nach Knäbel die Besitzerin gewesen sein. Wenn ein Dieb nach Kopien/Gebrauch der Inhalte dann den Rucksack im Park wegschmeißt, sieht Knäbel nicht mehr ganz so dämlich aus.

    Ein anderer Gedanke: Hier wird ja ständig die Ablösung von Knäbel wegen der Rucksackgeschichte gefordert, demgegenüber ihm aber von Beiersdorfer das Vertrauen ausgesprochen wurde. Das kann zwei Gründe haben, wie ich finde: Zum Einen könnte eine Auflösung ohne trifftigen Kündigungsgrund den HSV erneut einen siebenstelligen Betrag kosten, den der unter Umständen gar nicht hat (von der Suche nach einem neuen Sportdirektor unter medialem Fokus mitten in der Transferperiode ganz zu schweigen). Zum Anderen weiß Knäbel vielleicht auch schlicht zu viel über die Hintergründe der Rucksackgate und würde sich vermutlich öffentlich wehren (was er nun im Rahmen seiner Arbeitsvertraglichen Loyalitätspflicht nur sehr eingeschränkt kann).

    Wäre der Sachverhalt glasklar, wären weder eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die ihrerseits ein Schweinegeld aufruft, engagiert worden noch würde man gegenüber einem „Hornochsen, der strengst vertrauliche Unterlagen in einem Rucksack im Park liegen lässt“, Konsequenzen missen lassen.

    Ich würde die steile These vertreten, dass in der Rucksackaffäre noch andere Namen als nur die von Peter Knäbel in den Fokus kommen werden. Und bei den zahllosen leaks im Club (ein Verein ist es ja nicht mehr), kommt auch ganz sicher raus, was da passiert ist.

  18. Weltmeister 13. August 2015 um 17:51 Uhr

    @ Alsterradler
    Wenn ich’s richtig verstanden habe, wurde im Park NICHT der besagte Rucksack gefunden, sondern lediglich Teile des ursprünglichen Inhalts.

  19. Kai Arne 13. August 2015 um 18:09 Uhr

    Durch die Strafanzeige sind die Unterlagen jetzt ja wohl Hehlerware. Aber nachdem die Finderin beim HSV angerufen hat und abgewimmelt wurde waren sie ja gewissermaßen „herrenlos“ und die Finderin konnte sie der Bild „geben“, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Außer vielleicht einem „Dankeschön“ seitens der Bild. Bild wird möglicherweise in der Fortsetzung des Possenspiels dem HSV sogar Kopien zurückgeben.