Kaum Entwicklung, aber drei Punkte

Sorry, heute etwas kürzer, weil ich gleich für einen Tag nach Dänemark fahre.

Bei aller Liebe, aber wer mir das gestrige Spiel gegen den VfB Stuttgart als „Schritt nach vorn“verkaufen möchte, den kann ich nicht mehr ernst nehmen. 83 Minuten grauenvolles Gekicke können auch auch durch 2 ebenso späte wie (über)lebenswichtige Tore nicht kaschiert werden. Trotz der Abgänge von van der Vaart (der ja angeblich Herrn Holtby blockierte), Westermann (was kann Spahic jetzt eigentlich besser?), Jansen (tausche fitten Jansen sofort gegen untauglichen Oster-Zollek), Rajkovic etc. hat sich meiner Auffassung zumindest an der Spielanlage und dem Spielaufbau so gut wie nichts geändert, der HSV spielt den gleichen Folterfußball wie in den letzten Jahren.

Lichtblick war gestern für mich Albin Ekdal, der andeutete, welchen Wert er als fitter und integrierter Spieler haben kann.

Was sich die Herren Holtby, Ostrzolek und Diekmeier bei ihren Auftritten seit nunmehr Jahren denken, wird mir ein Rätsel bleiben.

Ich kann zwar die vielfache Erleichterung derer verstehen, die ein Spiel ausschließlich am Ergebnis festmachen, aber ich kann und will so eine Darbietung nicht schönreden. Wenn ein offensichtlich verwirrter Mann, der sich ein Leben ohne den HSV nicht vorstellen kann, von einer „traumhaften Einstellung“ labert und davon schreibt, dass das gestrige Spiel des HSV „sensationell“ war, dann gehören solche Leute für mich tatsächlich in Behandlung.

Ich rede doch auch nicht von einem Tag, an dem es 23 Stunden geregnet hat und zwischen 23.15 Uhr und 24.00 Uhr die Wolkendecke aufriss, von einem traumhaft schönen Sommertag.

Anyway. 3 Punkte. Ein wenig Ruhe (bis zur nächsten vereinsinternen Peinlichkeit).

Schönen Sonntag

Von | 2015-08-23T06:01:32+02:00 23. August 2015|Allgemein|26 Kommentare

26 Comments

  1. Detlev Gerber 23. August 2015 um 07:41 Uhr

    Nennen wir es einfach Glück.
    Schönen Tag wünche ich Dir!

  2. Freundchen 23. August 2015 um 07:49 Uhr

    Ich hatte mir vor kurzem hier im Blog mal für die neue Saison gewünscht, am Montag im Büro über den einen oder anderen schönen Spielzug mit anschließendem Torerfolg sprechen zu können. Ich korrigiere diesen Wunsch und möchte einfach mal ein Spiel erleben, in dem ich mir nicht nur stöhnend und haareraufend Fehlpässe, Langhafer oder Stolperbälle ansehen muss…Der Vergleich zwischen einem HSV-Spiel und dem Sommertag gefällt mir. Passt! Schönen Sonntag!

  3. Sassen 23. August 2015 um 09:15 Uhr

    logo, da war verdammt viel dusel gestern dabei.
    was ich mich die ganze zeit frage, warum reagiert die mannschaft immer erst wenn sie mit dem rücken zur wand steht?
    man sieht ja, auch wenn´s beileibe nicht die hohe fußballkunst ist, aber sobald man in rückstand gerät versucht man was.
    langhafer war ja gar nicht so verkehrt, das 1:1 fiel so und vor allem wenn man die haarsträubenden fehler beim spielaufbau sieht.
    mal schauen nächste woche, besuch in der alten heimat, sind zwar meist grottenkicks, aber in köln nehmen wir auch gerne schon mal punkte mit,

  4. humorbaer 23. August 2015 um 09:32 Uhr

    Was Spieler Klein gemacht hat,hat mit Fußball nichts zu tun.
    Hätte das Spahic sich erlaubt,dann wären sie alle wieder gekommen.
    Keiner gemerkt,dass er jede Karte vermieden hat.
    Schlechtes Spiel ok,
    aber mit Glück gewonnen,
    wenn der Gegner solch einen undisziplienierten Spieler dabei hat?
    Da muss ich nur schmunzeln,jetzt kann man wohl nicht für eine Woche nicht so auf den HSV einschlagen,
    außer unsere Exzellensen machen etwas,
    wobei das natürlich eine große Gefahr birgt.

    • 1887 23. August 2015 um 11:21 Uhr

      Dem kann ich mich anschließen. Mit Glück hatte das gestern nichts zu tun. Wenn der Gegner so einsteigt was eigentlich klar rot gewesen wäre mit 3 spielen Sperre denn sind sie selber Schuld. Also Glück hatte der Herr Klein mit gelb rot. Es war bis zu 80. min ein Grottenkick von uns. Eigentlich wie erwartet. Und so werden wir auch kaum ein Spiel gewinnen. Aber es war wie so oft zum Ende hin purer wille. Das war gut. Das kann natürlich nicht so bleiben. Mit dem Kampf kann man mal gewinnen aber nicht auf Dauer. Heraus heben muss ich aber den Jung. Der war richtig richtig gut mit sein 20 Jahren. In Gegensatz zu Spahic. Das war gestern gar nix. Das Spiel bringt vielleicht etwas Ruhe für die Woche aber Mut macht es mir nicht. Bis auf die letzten 10min war es erbärmlich.

  5. Hannes Grundmeyer 23. August 2015 um 09:53 Uhr

    Hab gestern nur die Zusammenfassung im Sportstudio gesehen. Sah wahrscheinlich besser aus als das Spiel tatsächlich war. Egal, Stuttgart hat letzte Saison gegen uns die 6 Punkte geholt, die für den direkten Klassenerhalt notwendig waren. Drei davon müssen sie dieses Jahr schon mal gegen andere Mannschaften holen. Wie der HSV sich gegen Mannschaften aus dem oberen Drittel schlagen wird, ist die spannende Frage. Wir werden sehen. Auf jeden Fall war das ein sehr wichtiger Sieg.

  6. Joschmann 23. August 2015 um 10:23 Uhr

    Gucke gerade die kompletten 90 Min. in der Wiederholung, war gestern verhindert. Ist gerade die Halbzeitanalyse mit Loddar etc. …
    und bereits jetzt kann ichs unterschreiben und bin sehr froh es auch hier zu lesen, was der Ekdal drauf hat, das konnte man deutlich erkennen! Clever und technisch wirklich eine Bombe. Ekdal und Jung für mich gesetzt in der Mitte. Hoffnung bleibt, dass Diaz und Kacar fit werden, damit dieser blinde Holtby raus geht.
    Und über die Außenverteidiger müssen wir garnicht reden… das ist nach vorne nix – und nach hinten noch weniger. Es ist zu hoffen dass Sakai endlich reinkommt, am beten für Ostzrolek, der es schafft, noch grausamer zu spielen als Diek.
    .
    Ein Lichtblick noch und das nicht nur aufgrund des Tores – Johann Djourou. In Köln wird es allerdings sauschwer. Punkt wäre schon klasse.

  7. Uffi 23. August 2015 um 10:29 Uhr

    Dein Blog ist NUR NEGATIV!
    Das man bei einer Mannschaft die so tief gefallen ist und von allen Seiten nur gebascht wird, keine Wunder erwarten kann ist doch klar! Der Mannschaft fehlt vor allem eins und das ist SELBSTVERTRAUEN!
    Das man unter solchen Umständen sich trotz allem einen Sieg erzwingt und erkämpft ringt mir zumindest grossen Respekt ab!
    Ich lese hier ab und zu diesen Blog und er ist ausschließlich negativ und scheint seine Daseinsberechtigung in erster Linie daraus abzuleiten einen anderen Blog (zum Teil unsachlich) zu kritisieren. In dem anderen Blog steht zwar auch viel Unsinn aber immerhin, konzentriert er sich auf sich selbst und nicht auf das was andere machen.
    Meine Empfehlung an HSV Arena: konzentriert Euch mal lieber auf Euch selbst anstatt die meiste Konzentration darauf zu verwenden wie scheisse Andere eurer Meinung nach sind, dann bekommt Ihr selbst vielleicht auch mal einen vernünftigen Blog zustande! Denn das was hier steht ist zum teil auch plump oberflächlich mit an den Haaren herbei gezogener Argumentation und NULL Hintergrund Information. Und wenn man einen Verein durch und durch total scheisse findet, sollte man vielleicht besser gar nicht darüber bloggen … sorry aber das musste mal raus!

    • neuer 23. August 2015 um 11:04 Uhr

      deine argumentation ist sehr dürftig… wenn du dich mal länger mit allem beschäftigt hättest, dann würdest du nicht so urteilen…

    • atari 23. August 2015 um 11:16 Uhr

      sorry, der HSV liefert mit Ausnahme des Ergebnisses von gestern nur negative Schlagzeilen. Was soll ein Blogger daraus machen? Schönschreiben? Und der andere Blog ist unterirdisch und zum Teil extrem asozial. Man könnte ihn ignorieren, wenn sich nicht ab und zu mal ein paar Primaten von nebenan hierher verlaufen würden!

    • 1887 23. August 2015 um 11:44 Uhr

      Ich kann dich verstehen. Wenn man hier nur ab und zu vorbei schaut kommt es einem sehr negativ vor. Und Grave ist auch sehr kritisch aber auch gern mal Ironisch. Aber schau ruhig täglich vorbei und du wirst mit der Zeit Grave verstehen und den Blog zu schätzen wissen. Was aber auch nicht heißt du musst immer eine Meinung sein. Aber dafür sind ja Diskussionen da. Und es ist auch absolut gut und wichtig einen kritischen Blog zu haben denn der HSV wäre nicht da wo er ist wenn alles so rund laufen würde. Schau alleine auf die letzten 3 Wochen und dem Spiel gestern. Was außer guten Kampfgeist willst du positives aus dem HSV raus holen. Was das gedisse des anderen Blogs betrifft muss ich mich raus halten. Den lese ich nicht. Das muss Grave selber wissen. Also beschäftige dich ruhig etwas mehr mit dem HSV und du wirst Grave besser verstehen.

    • Gravesen 23. August 2015 um 20:37 Uhr

      Was bei dir raus muss oder nicht ist mir in erster Linie erstmal komplett Latte. Wenn dir hier alles zu negativ ist, empfehle ich dir einen anderen Blog.

  8. atari 23. August 2015 um 11:01 Uhr

    immerhin haben wir 3 Tore in einem Spiel gemacht, die ich nicht als reines Glück bezeichnen würde! Die Gegentore fallen mal wieder durch 2 schlimme und unnötige Fehler! Bemerkenswert, was Bruno aus einer Ansammlung von durchschnittlich begabten Kickern herausholt. Es ist zu befürchten, dass diese nicht alle verbleibenden 32 Spieltage über sich hinauswachsen werden.

  9. Guy La Fleur 17 23. August 2015 um 11:54 Uhr

    Bemühe mich sachlich zu bleiben. Festzuhalten bleibt auf jeden Fall, hätte es den Platzverweis nicht gegeben, wäre es ein 1:3, wenn nicht sogar 1:4 geworden. Immerhin drei Punkte für den Klassenerhalt. Sehe momentan aber keine Mannschaft, auch nicht die Aufsteiger, die spielerisch limitierter ist, als unsere Truppe.
    Zum Konkurrenz-Blog nur folgendes: Bis auf Herrn Pegelow kann man keinen der dortigen Protagonisten ernst nehmen. Hofberichterstattung wie aus dem Lehrbuch.Warte bis heute noch auf die vor Monaten groß angekündigte Generalabrechnung. Aber man verfährt dort größtenteils nach dem Motto: „Manus manum lavat“

    • humorbaer 23. August 2015 um 12:02 Uhr

      „Festzuhalten bleibt auf jeden Fall, hätte es den Platzverweis nicht gegeben, wäre es ein 1:3, wenn nicht sogar 1:4 geworden.“

      Wäre ,Wenn,Fahradkette hat nichts mit Sachlichkeit gemein.

  10. rm2099 23. August 2015 um 12:32 Uhr

    Nach vorne war das gestern nach wie vor ohne große Struktur und Gefahr, was auch daran liegt, dass Holtby, Gregoritsch und ilicevic (trotz Tors) ziemlich schwach waren. Wenigstens der Kampf stimmte aber, was sich in der positiven Zweikampfqoute äußert. Positive Erscheinungen waren definitiv Ekdal und Jung, beide nicht fehlerlos, aber sehr selbstbewusst, relativ ballsicher, clever und zweikampfstark, das hat lange Zeit im Mittelfeldzentrum gefehlt.
    Interessant fand ich ja im Vorfeld noch diesen Artikel:
    http://www.abendblatt.de/sport/fussball/hsv/article205588271/Ginczek-wollte-zum-HSV-darum-scheiterte-der-Wechsel.html
    Über Ginczek zu debattieren, ist ja eigentlich relativ müßig, weil der seither auch mehr verletzt als fit war.
    Dass aber Thorsten Fink nach zwei Jahren es nötig hat, so gegen Arnesen nachzutreten, ist für mich ein weiterer Beleg dafür, welch katastrophales Verhältnis der hier so verehrte Welt-Manager und sein absoluter Wunschtrainer offenbar hatten. Gab es eigentlich auch mal einen Transfer, bei dem die beiden sich einig waren?

  11. CM 23. August 2015 um 14:22 Uhr

    Ich denke man kann analysieren, bilanzieren, fachsimpeln wie man will. Die spielstärkere Mannschaft hat auf Grund eines selbstverschuldeten Platzverweises am Ende verloren. Mit 11 gegen 11 wäre das Spiel nie im Leben so ausgegangen. Aber die drei Punkte nimmt man doch dennoch gerne mit. Fragt sich nur was die Reaktion in den nächsten Wochen sein wird. Denn einen Iddeenloseren und uninspirierteren Fussball über 90 min habe ich lange nicht gesehen. Ach doch. Letzte Saison 34 Spieltage lang ….

  12. ausgegliedert 23. August 2015 um 16:16 Uhr

    Bei Ostzrolek war ich bis zum 1:2 eigentlich überrascht. Hatte auch zweimal in höchster Not gerettet, um dann richtig blöd auszusehen. Wenn zwei erfahrene Altinternationale auf Abseits spielen möchten, sollten sie evtl. auch klarere Kommandos geben?
    Ansonsten offensiv wieder sehr dürftig, auch wenn Ekdal in der 2. Hz (gegen einen nachlassenden Gegner) Ansätze zeigte.
    Olics Einwechslung habe ich nicht begrüßt (hätte lieber Müller früher gesehen), aber am Ende haben die Joker ihr Schwerflein zu drei Punkten beigetragen. Ebenso wie Ilicevic, der bis auf das Tor und die Flanke vorm 3:2 auch wenig gesehen ward.

  13. Sven 23. August 2015 um 17:17 Uhr

    Ich überspringe mal alle Kommentare und würde gerne mal ins Grundsätzliche gehen. Wenn der Bloginhaber sich erinnert, hatten wir zum Ende der Zinnbauer-Ära und danach das Thema: Wer soll es machen? Keine Magath-Fans die wir sind, waren wir uns glaube ich einig, es braucht einen Trainer mit Kreuz, also keinen Zinnbauer oder Knäbel, sondern einen Trainer, der sowohl als Spieler als auch als Trainer bereits gezeigt hat, dass er kein grünes Ei ist. Oder so. Auch wenn Labbadia nicht allererste Wahl ist, so kann er sowohl den Spielern spielerisch und erfolgstechnisch was vorweisen und damit auch akzeptiert werden… – äh, und damit wäre ich jetzt beim Thema.
    Mein Glaube aus 400km Entfernung war, dass er auch mit seiner Zeit beim HSV aus besseren Tagen und seinen Stationen bei Leverkusen und Stuttgart beim Vorstand „Kreuz“ zeigen könnte. Bisher sieht es so aus, als ob der Vorstand wieder kräftig in die Aufstellung hinein regiert. Täuscht das, oder ist die (vielleicht sogar unbeabsichtigte) Demontage von Labbadia damit schon im Gange…?

  14. Stefan 23. August 2015 um 22:21 Uhr

    Hallo, habe mir jetzt, war gestern verhindert, die zweite Halbzeit vollständig angesehen.

    Keine Offenbarung – aber gegenüber der vergangenen Saison ist eine positive Entwicklung für mich nicht zu übersehen.

    Der HSV agiert deutlich ballsicherer, was vor allem an Albin Ekdal und Gideon Jung liegt. Ebenso erscheinen die beiden Innenverteidiger überlegter und nicht so verunsichert wie im letzten Jahr. Ich glaube, Johan Djourou ist als Käptn eine gute Wahl. Sieht man beim 3:2. Das wollte er unbedingt. Stark die Verantwortung übernommen.

    Wenn man das Spiel mit Sympathie für den HSV betrachtet, könnte man auch urteilen: „Geduldig den Gegner laufen gelassen, teils sehr weite und für den Gegner laufintensive Seitenwechsel durchgeführt (wann hat man das in der letzten Saison überhaupt mal gesehen?) und sehr aggressiv aber bedacht in der Ballrückeroberung agiert. Der VfB hat in der zweiten Hälfte kein Bein mehr an den Boden bekommen. Taktisch diszipliniert und mit guter Moral ausgestattet.

    Das ist natürlich auch der Unterzahl des VfB geschuldet – aber wir sprechen ja hier über Entwicklung. Und diese Art des Spiels gegen einen dezimierten Gegner wäre dem HSV in der vergangenen Saison nicht geglückt. Da lege ich mich fest.

    Außerdem hatte ich den Eindruck, der VfB Stuttgart hatte – auch schon mit elf Mann – nicht mehr viel zuzusetzen. Die waren zum Schluss vollkommen platt.

    Hatten die ihre Überlegenheit im ersten Spieldrittel mit zu hohem Kraftaufwand erkauft?

    Fazit für mich: gegenüber letzter Saison verbessert, mit größerer Sicherheit ausgestattet und mit deutlich mehr Potential, spielerisch nachzulegen. Insbesondere auch deshalb, weil wir einen guten Trainer und einige hoffnungsvolle Neuzugänge haben.

    Gruß

  15. Weltmeister 24. August 2015 um 10:45 Uhr

    moin moin!
    Grave hat ja nun wahrlich nicht Unrecht: Einen signifikanten Fortschritt in Punkto Spielaufbau und Angriffsspiel konnte man auch gegen Stuttgart über weite Strecken tatsächlich nicht erkennen. Es ist bezeichnend, dass wir uns im ersten Durchgang nicht eine einzige klare Torchance herausgeSPIELT haben und quasi nur durch einen eklatanten Abwehrfehler der Stuttgarter zum zwischenzeitlichen Ausgleich kommen durften. Motto: Langholz, Stoßgebet und auf den Fußballgott im Sturm hoffen. Schön anzusehen war das sicherlich nicht.
    Und es ist und bleibt die gleiche Laier. Unser Flügelspiel krankt leider weiterhin. Viel zu selten kommen wir bis zur Grundlinie durch – und wenn, dann sind diese Flanken oder Pässe in die Box zu ungenau. Matthias Ostrzolek und Dennis Diekmeier kommen zwar zusammen auf rund 200-250 Flanken pro Saison (!), aber leider fehlt es gehörig an Präzision und so resultieren aus all diesen Flanken nur kümmerliche 5-6 Tore in der gesamten Spielzeit! Diese Quote ist ungenügend.
    Zurück zum Spiel: Erst ab der 70. Minute konnte man gegen Stuttgart Ansätze von gepflegtem Flügelspiel sehen. Z. B. in der Szene. als sich Müller rechts durchsetzt und etwas zu scharf flach in die Mitte Richtung Olic passt.
    Aber auch der Ausgleichstreffer zum 2:2 war – sorry, wenn ich das moniere – wie schon das erste Tor eher ein Zufallsprodukt. Das ist natürlich trotzdem schön für uns, aber wir können uns ja nicht in jedem Spiel darauf verlassen, dass uns der Ball 2x mehr oder weniger zufällig vor die Füße plumpst und unsere Stürmer dann einnetzen. Es wäre durchaus wünschenswert und auch dringend erforderlich, dass wir künftig in der Lage sind uns echte Torchancen herauszuSPIELEN. – Und genau da klemmt es weiterhin, da stoße ich ins gleiche Horn wie Grave und viele andere.
    Aber gut, vielleicht sind unsere Jungs tatsächlich auch noch zu gehemmt durch die vielen negativen Erfahrungen. Man vergisst in der Not schnell das „Fußball spielen“ und besinnt sich dann reflexartig auf den Überlebenskampf, sprich: Lange Bälle, verkrampftes Bebolze, Fahrigkeit, Angst, Flüchtigkeitsfehler…
    Wie es aussehen kann, wenn die Brust etwas breiter ist, hat man beispielsweise dann schon beim Tor zum 3:2 gesehen, welches ja durchaus sehr gefällig herausgespielt wurde. Hoffen wir also, dass die Brust gegen Köln breit genug ist für ein unverkrampftes Aufbauspiel.
    Übrigens hat sich genau das bewahrheitet, was wir vor ein paar Tagen besprochen hatten: Lasogga braucht die Bälle in der Box, das ist seine Stärke und nur dann hilft er uns weiter.

  16. BerndH60 24. August 2015 um 14:05 Uhr

    Es gibt meiner Meinung nach nur einen Grund für den Nichtabstieg, ebenso wie für den Sieg vom Samstag.
    Bruno hat einer völlig inkompatibel zusammen gestellten Mannschaft immerhin eine Art von Zusammenarbeit beigebracht. Weder der blamable Auftritt in Jena, noch die übliche Abfuhr gegen Bayern haben zum Zusammenbruch geführt. Damit hat er mehr erreicht als seine drei Vorgänger. Alles außerhalb von Abstiegskampf ist Träumerei und es ist gut möglich, dass der HSV aktuell schon seine beste Platzierung dieser Saison erreicht hat.
    Mehr erwarte ich aber auch nicht, solange diese geballte Inkompetenz in der Führung das Sagen hat.

  17. Stephan Scheler 24. August 2015 um 15:22 Uhr

    Da ich in Frankfurt wohne, war ich zuletzt zwar bei den 2:1-Siegen des HSV in Mainz und Karlsruhe, aber schon sehr lange nicht mehr im Klaus Michael-Kühne-Stadion zu Hamburg. Am Samstag aber durfte ich den äußerst glücklichen Heimsieg vor Ort erleben und möchte mal etwas loswerden, das zwar nur als Randnotiz betrachtet werden darf, aber meiner Ansicht nach eklatant und auf grausame Weise aufzeigt, woran es in diesem Club krankt. Und wo würde ich mich damit besser verstanden fühlen als hier…

    Lotto King Karl mag ja ein ganz netter Typ sein. Aber der Text von „Hamburg, meine Perle“ geht gar nicht. Mit jeder Zeile andere Vereine zu denunzieren, ist nicht nur in Anbetracht des eigenen Leistungsvermögens unangebracht, es ist auch respektlos, hochgradig peinlich und niveaulos, total bescheuert und es widerspricht den selbst auferlegten Leitsätzen einer angeblichen neuen Bescheidenheit. Von Demut keine Spur – dieser Verein sollte sich also nicht wundern, wenn er in der ganzen Republik so unbeliebt ist.

    Ich hatte die Hoffnung, dass nach dem Sieg in Karlsruhe jeder Stein umgedreht wird und sich vieles, fast alles, ändern würde. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, worauf sich diese Hoffnung gründete, denn es sind ja die gleichen Versager, die ein Jahr lang nur Murks veranstaltet und den Verein an den Rande des Abgrunds geführt haben. Und die Wahrheit ist nun: Fast alles ist gleich geblieben, sie sind nur noch ein bisschen peinlicher geworden in ihrem Aktionismus, ihrem ständigen Handeln ohne Sinn und Verstand – sei es bei Transfers, der Produktion von Fanartikeln, der medialen Aussendarstellung oder Ausflügen in den Hamburger Jenischpark.

    Der einst so glorreiche HSV hätte während drei wunderschönen Sommermonaten die Möglichkeit gehabt, aus der jüngeren Vergangenheit – endlich einmal – die Lehren zu ziehen und sich ein Stück weit neu zu erfinden. Stattdessen singt Lotto fröhlich weiter und davor läuft, ganz Rentner-gerecht, immer noch ein bald 40 Jahre alter Gassenhauer („We will rock you“). Bremer stinken natürlich alle nach Fisch und wir sind die Geilsten. Obendrein Folterfußball zum Abgewöhnen und eine Hamburger Presse, die diesen Müll noch schönschwätzt und geflissentlich wegschaut bei allen Skandalen rund um den Selbstbedienungsladen HSV, obwohl man in der freien Wirtschaft jeden so fahrlässig handelnden Manager wie Beiersdorfer, Knäbel und Co. für eine derartige Non-Performance sofort gekreuzigt hätte.

    Ich bin HSV-Fan seit Kindertagen. Ich liebe Hamburg, meine Geburtsstadt und Heimat im Herzen. Aber wenn „Mediendirektor“ Wolf das Beste ist, was die große Medienstadt auf so einer Position zu bieten hat, und dieser Mann weiter ungehindert verantworten darf, wie das Image des HSV vollkommen vor die Hunde geht, dann heisst es im Norden sehr bald nicht mehr „Moin Moin“, sondern „Gute Nacht, der Letzte macht das Licht aus“. Und nichts anderes hätten sie sich dann auch mal aufrichtig verdient.

  18. humorbaer 24. August 2015 um 16:36 Uhr

    DieWoche geht ja gut los.Interview mi Peters sinngemäß für Tradition können wir uns nichts kaufen.Es zählt das heute!Ich bin ganz schockiert.Geht es jetzt doch endlich in die richtige Richtung?

    • ausgegliedert 24. August 2015 um 18:49 Uhr

      Die Asche bewahrt hat man hier ja lange genug. Es wird Zeit eine ordentliche Flamme zu entzünden und weiterzugeben.
      Mag jede(r) aus dieser plakativen Darstellung das für sie/ihn richtige Detail ziehen.

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