Der beseelte Kronprinz Kalle oder „Die Münchhausen-Affäre“

Da mutet es schon skurril an, dass ausgerechnet der Beseelte (Aufsichtsratsvorsitzender Karl Gernandt, die Red.) davon faselt, dass Beiersdorfers und sein Konzept, mit dem man “junge Spieler entwickeln und vor allen Dingen den Charakter einer Mannschaft formen will“, der Stein der Weisen sein soll. (HSV-Arena 03.07.2015)

Ganz ehrlich – ich kann sie nicht mehr quatschen hören. Den Vorstandsvorsitzenden mit seinen gähnenden Ausführungen, bei denen jeder aufmerksame Zuhörer merkt, dass der Mann Angst vor seinem eigenen nächsten Satz hat. Den Versammlungs-schwänzenden Aufsichtsratsvorsitzenden, der in dieser Saison zwar weniger redet als früher, aber wenn er redet, denn kommt Käse raus. Und selbst Trainer Labbadia, den ich als Mensch und auch als guten (wenn auch leider nicht außergewöhnlichen) Coach schätze, kann ich nicht mehr ertragen, wenn er in wirklich jedem Gespräch im spätestens dritten Satz irgendwem ein „Gombliment“ machen muss.  Ja, gequatscht wird viel im Volkspark und viel quatschen tut auch der Chef-Wasserflaschenöffner, der die Pressekonferenzen immer so launig moderiert, der aber nicht in der Lage ist, sich dem Anlass entsprechend zu kleiden (Campus-Präsentation).

Gequatscht wurde auch über das spektakuläre Jugendkonzept, eine Maßgabe, die den Herren im Vorstand von der Initiative HSVPLUS vorgegeben wurde und die sie seither mit Füßen treten, wenn sie auch ständig etwas anderes behaupten.

Nun hat es also nach Hakan Calhanoglu (20/türkischer A-Nationalspieler) im letzten Jahr, die Spieler Tah (19/deutscher U19-Nationalspieler), Brunst (20/deutscher U19-Nationalspieler), Steinmann (20/deutscher U20-Nationalspieler), Krol (17/deutscher U16-Nationalspieler), Jacobsen (18/ deutscher U17-Nationalspieler) Kerem Demirbay (22/deutscher U21-Nationalspieler) „erwischt“, er fiel dem überragenden Jugendkonzept der Exzellenzen zum Opfer. Vielleicht ist es an der Zeit, einmal die Wahrheit über diese Geschichte zu schreiben.

Demirbay kam am 01.07.2013 aus Dortmund nach Hamburg, geholt wurde er von Frank Arnesen. In der Saison 2014/15 wurde er erstmals verliehen und spielte in Kaiserlautern eine gute bis sehr gute Zweitliga-Saison. Den „Statistikern“ untern den Leser sei gesagt, dass sie vielleicht irgendwann mal ein Fußballspiel sehen und weniger bei Transfermarkt.de rumhängen sollten. Auf jeden Fall ließ unser aller Profifußball Direktor keinen Zweifel daran, dass man Kerem unbedingt nach Hamburg zurückholen wolle, schließlich war er ja nur aus Gründen der Aus-und Fortbildung in die Pfalz geschickt worden. Die Tatsache, dass der Spieler dem grauenvollen Spiel des HSV in der letzten Saison bereits sehr gut getan hätte, wird heute auch gern ignoriert, aber ok.

Demirbay wurde also „besabbelt“, nachdem man ihn, genau wie Jonathan Tah, ein komplettes Jahr links liegen gelassen hatte und sich nicht bei ihm meldete. Das ist übrigens kein Gerücht eines Spielers oder Beraters, das ist die Wahrheit. Die Wahrheit über den Konzerndirektor, der mir gegenüber im Gespräch von Auto- und Flugkilometern fabuliert hatte. Demirbay kam also zurück nach Hamburg, spielte eine gute Vorbereitung, aber das Gefühl, dass man tatsächlich auf ihn zählte, bekam er nie. In der Zwischenzeit kamen mehrere Bundesliga-Vereine (Bremen, Stuttgart, Augsburg) auf den HSV zu und wollten den Linksfuss für die nächste Saison verpflichten, also kaufen. Der HSV lehnte ab. Als Folge daraus orientierten sich die interessierten Vereine um und besetzten die vakante Position anderweitig. Jetzt aber, wenige Tage vor Ende der Transferperiode, möchte der HSV den Spieler Demirbay, dem man monatelang erzählte, wie sehr man auf ihn setzen würde, abgeben. Allerdings sind die Möglichkeiten jetzt mehr als begrenzt, weil die meisten Vereine mit ihren Planungen fertig sind. Bleibt also nur eine erneute Leihe, diesmal nach Düsseldorf.

Am Ende dieser Leihe wird Demirbay noch einen Vertrag für ein weiteres Jahr in Hamburg haben und wer meint, dass er diesen Vertrag verlängern wird, der glaubt auch noch an den Rathausmarkt. Also: Der HSV vergrätzt seine Spieler zuerst (Beispiel Tah), erklärt in der Öffentlichkeit, wie sehr man sich freuen würde, wenn verbesserte Akteure nach Hamburg zurückkommen würden, aber leider haben sie dann trotzdem keine Zukunft in der Hansestadt. Stattdessen kauft man lieber Zweitligaspieler für € 3 Mio., Kicker von italienischen Absteigern für € 4,5 Mio. oder lässt einen Forrest Gump-Holtby auf dem Feld rumpropellern, bis er auch den letzten Mitspieler zum Wahnsinn getrieben hat.

Aber halt, wir haben ja noch Shootingstar Gideon Jung, der aktuell die Rolle einnimmt, die in der letzten Saison die Spieler Götz, Gouaida und Marcos gespielt haben, der Quoten-Jugendliche. Auch Jung wird wieder in der zweiten Reihe verschwinden, sobald Marcelo Diaz bei 100% ist, da bin ich sicher.

Aber worum geht es eigentlich? Es geht nicht nur darum, dass in Hamburg hoffnungsvolle Nachwuchsspieler und Eigengewächse davon gejagt werden, es geht um die Glaubwürdigkeit der Aussagen unserer Exzellenzen und damit ist es nicht besonders weit her. Welchem Berater möchte man eigentlich noch glaubhaft erklären, dass ein Nachwuchsspieler in Hamburg eine echte Chance hätte?

Es ist schon überaus bedauerlich, dass es für Spieler wie Beister (Abfindung), Sobiech (Abfindung), Zoua (ablösefrei),  Jiracek (wahrscheinlich Abfindung) angeblich keinen Markt gibt, noch tragischer ist allerdings, dass es für die Herren Beiersdorfer und Knäbel ebenfalls keinen zu geben scheint. Einen Gernandt kann man schlecht verkaufen, der arbeitet offiziell ehrenamtlich.

Von | 2015-08-25T07:32:52+02:00 25. August 2015|Allgemein|29 Kommentare

29 Comments

  1. NickCave 25. August 2015 um 08:37 Uhr

    Da bin ich echt sprachlos, dass mit Demirbay mal wieder ein Talent abgegeben wird. Sieht so Vertrauen/Rückendeckung aus? Das kann man doch nicht ernsthaft mit Trainingsleistungen/-eindrücken begründen zumal ich auch nichts in dieser Richtung gehört habe. Den Spieler muss man doch erstmal in Pflichtspielen eine Chance geben um ihn abschließend bewerten zu können. 5 Spiele mindestens. Immerhin hat er in Klautern gezeigt dass er kicken kann. Der Spieler wird mit Sicherheit nie wieder für den HSV auflaufen..herzlichen Glückwunsch. (…und anderswo in naher Zukunft zu großer Form auflaufen…) Hier scheint es wirklich nur um Vereinspolitik zu gehen…oder er hat mal kontra gegeben oder seine Nase passte einem der Exzellenzen nicht….wirklich traurig….!

  2. IchusKoelle 25. August 2015 um 09:23 Uhr

    Das ist für mich die größte Enttäuschung. Es gab genug junge Nachwuchsspieler. Leider bekommen sie beim HSV keine wirkliche Chance. Die Verantwortlichen haben einfach nicht die Eier, stärker auf die Jugend zu setzen.

    Wenn ich dann von Didi bezüglich der Talente lese ‚Die Mischung muss es machen.‘, sollte auch mal an das Mischungsverhåltnis gedacht werden.

  3. Zürcher 25. August 2015 um 10:02 Uhr

    Die Vereinspolitik, dass die Jugend nicht interessiert, wird anscheinend mit zunehmender Konsequenz umgesetzt. Die Ergebnisse der Jugendmannschaften auf die Vereinswebseite zu stellen wurde wohl nach dem ersten Spieltag eingestellt:
    http://www.hsv.de/nachwuchs/nachwuchsteams/u-19/spielplan/
    Ich hatte gestern morgen per Email an presse@hsv.de (Jörn Wolfs Email-Adresse habe ich nicht) darauf hingewiesen, aber vielleicht wurde der Prozess, die Webseite wieder zu aktualisieren, ja auch bereits angeschoben.

    Wenn man auf ‚Tabelle A-Junioren-Bundesliga‘ klickt, bekommt man gar einen Link zur Saision 2013/14…

    • Heiliger Bimbam 25. August 2015 um 15:32 Uhr

      Naja, sowas geht schonmal durch die Lappen, so unterbesetzt wie unsere Vereinsverwaltung ist…
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      …oh, warte…

  4. Jan B 25. August 2015 um 11:34 Uhr

    Herr Beiersdorfer hatte augenscheinlich schon in seiner 1. Amtszeit beim HSV Probleme mit der Jugendarbeit. Als Beispiel mal ein Zitat aus der Welt vom 27.06.09 von Herrn Hoffmann zu Didi´s Arbeit:
    „Ich erwarte auch eine Auseinandersetzung mit den Ergebnissen der Nachwuchsarbeit. Man muss intern doch hinterfragen, ob der Aufwand von 25 Millionen Euro in den vergangenen fünf Jahren richtig investiert wurde, wenn von uns ausgebildete Spieler in der vergangenen Saison ganze elf Minuten Einsatzzeit hatten.“
    Um diesen Fehler nicht zu wiederholen hat man die Exzellenz Herr Peters installiert. Das Schema bleibt allerdings das gleiche wie zur 1. Amtszeit. Ich habe fast das Gefühl das es keine vom Vorstand beschlossene Jugendstrategie gibt und Unmengen an Geld versenkt werden. Es ist einfach nicht transparent was der HSV in den nächsten 10 Jahren mit der Jugendarbeit erreichen will.

    • Marco 25. August 2015 um 13:35 Uhr

      Tja, und wenn ich daran denke wie Hoffmann für diese Aussage von den „Fans“ auseinander genommen wurde…
      Ich kann das Konzept, wenn es denn eins gibt, nicht nachvollziehen. Alle klammen Clubs setzten auf junge Talente und werden dafür belohnt. Damals Dortmund, heute Stuttgart (die bleiben nicht da unten) und Köln. Nur der große HSV kann sich das ja nicht erlauben, denn wir waren ja schließlich Europapokalsieger…1983…

  5. Goldfather 25. August 2015 um 13:08 Uhr

    Im Westen nichts Neues – die Entwicklung junger hochbegabter Spieler bekam beim HSV noch nie besonders viel Aufmerksamkeit, da man meinte immer über genügend wirtschaftliche Mittel zu verfügen, um sich am Transfermarkt bedienen zu können.
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    Und so gehe ich auch jetzt davon aus, dass Klaus-Michael den Exzellenzen einen Investitionsplan für die kommenden fünf Jahre auf die Hand versprochen hat, wenn erkennbar werden sollte, dass sich schrittweise Verbesserungen einstellen.
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    Es wird keine Riesensumme sein, aber doch irgendetwas zwischen 5 und 15 Millionen €/Saison.
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    Dass angesichts eines Transfermarktes, der vollkommen aus dem Ruder zu laufen scheint, eine derartige Summe für einen Bundesligisten, der vorne mitspielen möchte, als geringfügig eingestuft werden muss, scheint man im Vorstand des HSV ein wenig anders zu sehen.
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    Sollte es jedoch so sein, dass Klaus-Michael keine Zusage gegeben hat dann spielen die Exzellenzen mit der Zukunftsfähigkeit der Abteilung Profifußball indem sie das deutliche Signal aussenden: TALENTE HABEN KEINE CHANCE BEIM HSV!
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    Doch das alles ist nur der erste Teil eines grundlegenden Mißverständnisses, welches den HSV in die aktuelle sportliche und wirtschaftliche Lage manövriert hat.
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    Der zweite Teil bezieht sich auf die Fähigkeiten einen Spieler, geschweige den ein ganzes Team, weiterzuentwickeln. Der größte aller Werte würde entstehen, wenn der HSV die Fähigkeit entwickeln würde aus soliden Jugendnationalspielern überdurchschnittliche Bundesligaspieler zu formen.
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    Es geht hierbei in Wirklichkeit nicht darum ob ein Demirbay, Beister oder Tah sich beim HSV durchgesetzt hätten, sondern um das Know-How einen Spieler an die internationale Spitze zu führen.
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    Hochtalentierte Spieler gibt es im weltweiten Maßstab wie Sand am Meer, aber Clubs die diesen Rohstoff für sich zu nutzen wüßten gibt es im europäischen Fußball nicht mehr als eine Handvoll. Der wertvollste aller Rohstoffe im internationalen Profifußball ist das Know-How zur Entwicklung junger Spieler/Mannschaften – pures Gold!
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    Doch wie sollte dieser Rohstoff beim HSV jemals zutage gefördert werden, wenn man sich der Problematik nicht stellt und stattdessen auf durchschnittliche Profis vom Transfermarkt setzt?
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    Niemals kann ein Mannschaftsgefüge entstehen, welches spielerisch auf einem Niveau agieren könnte, auf dem Spieler miteinander agieren die sich bereits schon aus der Jugend kennen. Niemals können Trainer gezielt an Schwächen arbeiten und dabei verstehen, dass ihre eigenen Konzepte und Herangehensweisen verbesserungswürdig sind.
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    Hochgeschwindigkeitsfußball mit fließenden Kombinationen wird das Volksparkstadion von der eigenen Mannschaft solange nicht geboten bekommen so lange man nicht versteht, wie nahtlos ein Team fußballerisch und psychologisch zusammengeschweißt werden muß, um in der internationalen Spitze eine Rolle spielen zu können.
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    Beiersdorfers Schwäche ist seine eigene fußballerische Limitierung. Niemals hat er gelernt was Kombinationsfußball bedeutet und wie ein technisch anspruchsvolles Spiel im Jahre 2015 auszusehen hätte. So gesehen besitzt der HSV immer noch keinen Vorstandsvorsitzenden der von modernem Fußball so etwas ähnliches wie eine Grundahnung hätte.
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    Für Knäbel gilt das gleiche wie für Beiersdorfer und über den Rest der operativen Führung kann man den Mantel des Schweigens legen mit einem kleinen Ausschnitt für Bernhard Peters.
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    Doch so wie es derzeit aussieht wird Bernhard Peters im Club mehr als Aushängeschild mißbraucht, als das seine Konzepte im Profibereich ankommen würden. Peters ist das Feigenblatt für eine mangelhafte fußballerische Ausbildung in sämtlichen Bereichen.
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    Es dominiert der Transfermarkt – so wie bei einem alten Bahnhofalkoholiker der Kiosk dominiert an dem man schließlich alles bekommt was das Herz begehrt. Und so wenig wie einem alten und überzeugten Bahnhofsalkoholiker eine neue Entzugsklinik für 10 Millionen € etwas bringt, genauso gering wird die Wirkung des neuen Ausbildungszentrums des HSV auf den Profibereich werden.
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    Im nationalen und internationalen Jugendfußball gilt nach wie vor der Satz: Wenn du etwas aus dir machen willst, gehe nicht zum HSV!

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    Soviel zu Teil zwei der chronischen Rautenerkrankung.
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    Teil drei wäre die Auseinandersetzung mit dem unabwendbaren Abgesang des Clubs aus dem Profifußball. Niemals wird der HSV am internationalen Transfermarkt eine Rolle spielen, wenn sich bereits Clubs wie der FC Bayern – Allianz- Adidas-Audi und VW Wolfsburg die Frage stellen müssen, ob sie den Weg der Premier League mitgehen wollen oder nicht.
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    Ein Abstieg auf Raten ist nur zu verhindern, wenn ein radikales Umdenken beim HSV stattfindet, doch das wird es wohl erst geben, wenn der Club im Amateurbereich angekommen sein wird.

    • Heiliger Bimbam 25. August 2015 um 15:46 Uhr


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      „…Und so gehe ich auch jetzt davon aus, dass Klaus-Michael den Exzellenzen einen Investitionsplan für die kommenden fünf Jahre auf die Hand versprochen hat,…“

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      Du „gehst davon aus…“ – Aha.
      Ich gehe auch davon aus, dass mich eines Tages Aliens zu den Plejaden mitnehmen werden.
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      „…wenn erkennbar werden sollte, dass sich schrittweise Verbesserungen einstellen…“

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      Haha. Ja ne, ´sklar – auf so wackelige Klauseln hat KMK ja schliesslich sein ganzes Imperium aufgebaut.
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      „…Es wird keine Riesensumme sein, aber doch irgendetwas zwischen 5 und 15 Millionen €/Saison…“

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      Jo, keine nennswerte Summe, nur Kleingeld. Bloss 25-75 Mille – „Peanuts“, auf neudeutsch.
      Wahrscheinlich so als gerechter Ausgleich für die bisherige (allerdings selbstverschuldete) Übervorteilung des Hafau.

      • Goldfather 25. August 2015 um 16:41 Uhr

        Nicht jede wirtschaftlich relevante Entscheidung in dieser Stadt kannst du in der Börsenzeitung bewundern. Es gibt Frühstückssitzungen mit Nebengeräuschen bei denen auf einer Serviette Geschäfte fixiert werden, die ein größeres Volumen besitzen, als die meisten Angestellten jemals in ihrem Erwerbsleben verdienen werden.
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        5 – 15 Millionen €/Jahr gehen Klaus-Michael gepflegt am Allerwertesten vorbei.
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        Und selbst in der Summe, bezogen auf 5 Jahre, bekommt man dafür noch nicht einmal einen Kevin de Bruyne fürs notleidende Mittelfeldspiel des HSV. In der Spitze der Liga, also bei Bayern, Wolfsburg, Dortmund geht es um gänzlich andere Summen, wenn es darum geht beispielsweise eine spielprägende Verstärkung fürs offensive Mittelfeld zu bekommen.
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        Einmal abgesehen von den Zahlen der Premier League.
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        Positiv spekuliert hat der HSV auf dem Transfermarkt keine Chance eine Mannschaft zusammenzukaufen die in der Lage wäre unter die Top 6 der Liga zu kommen. Negativ spekuliert, also ohne die Kohle von Klaus-Michael, wird es vollkommen lächerlich, wenn man glaubt mit Discount-Transfers die sportliche Situation nachhaltig verändern zu können.
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        Bislang gab es in schöner Regelmäßigkeit Geld von Klaus-Michael, so dass ich davon ausgehe, dass das auch in Zukunft der Fall sein wird, solange er HSV-Fan ist und ein wenig mitspielen möchte.

        • Heiliger Bimbam 25. August 2015 um 18:22 Uhr

          Hehe, ja, Goldfather, auch ich fand Michael Douglas in „Wall Street“ umwerfend. 😉
          Heisst aber leider nicht, dass KlauMi Hollywooddrehbüchern folgt.
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          Ich denke viel eher, dass sich der alte Mann das ganze Schlamassel ganz anders vorgestellt hatte. Vor allem nicht so teuer…
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          Und ich bin mir sicher, dass ihm 75(!) Mille NICHT mal ebenso am „Allerwertesten“ vorbeigehen werden. Denn Assets != Bargeld.
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          So gut deine Sportanalysen manchmal auch sind, so dermassen hilflos ist im Gegensatz dazu deine Hoffnung auf den SugarKlauMi, der´s schon irgendwie richten wird…

          • Goldfather 26. August 2015 um 15:42 Uhr

            Heiliger Bimbam – entweder bist du ein geiziger Schotte oder du weißt nicht in welcher Liga Sportsfreund Klaus-Michael spielt.
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            Gordon Gekko aka Michael Douglas siedel ich einige Ligen unterhalb an. Während Klaus Michael sich in der Champions League befindet würde ich Mr.Gekko irgendwo zwischen der dritten und vierten Liga einordnen.
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            Kühne $ Nagel 2013: Jahresumsatz ca.19 Milliarden €. Reingewinn 560 Millionen €. Quelle: dvz.de
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            Bei einem Reingewinn von 560 Millionen € pro Jahr und einer vitalen Restlaufzeit von maximal 10 Jahren bei demenzfreier Gesundheit haut Papi sicherlich noch die eine oder andere Million raus, so wie er es auch in der Vergangenheit getan hat.
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            In Summe kommt Kühne sicherlich auf irgendetwas um 50 Millionen €, die in Richtung des HSV bereits geflossen sind, was in etwa dem zusätzlichen Kapitalbedarf des HSV entspricht, um die Erstligazugehörigkeit bewahren zu können, sofern man das alte Transfermarktmuster weiterreitet.
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            Dass Klaus-Michael kein Abramovic ist weiß mitlerweile jeder und dennoch gibt er in schöner Regelmäßigkeit zum Leben zuwenig und zum sterben zuviel…
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            Würde der SC Freiburg die gleichen Summen zur Verfügung gestellt bekommen, würde er höchstwahrscheinlich regelmäßig um die Plätze 5 – 8 spielen und somit von Zeit zu Zeit ins internationale Geschäft rutschen.

          • Heiliger Bimbam 26. August 2015 um 17:17 Uhr

            @Goldfatta: Digga, du weisst aber schon, was EBITDA heisst? Und dass Papa KlauMi nicht 100% Anteile hat, sondern 53? Also nix mit >500 Mille/á. Rechne mal mit ~100 nach Steuern. Ja, immer noch satt, aber dafür hat er auch Kosten, und er wird garantiert nicht ein Viertel davon in den Hühnerhaufen stecken.

  6. Auge 1887 25. August 2015 um 13:53 Uhr

    Genau so sehe ich die Sache auch, der Mist geht schon seit Jahren so einfach nur Armselig. Dieser Verein brauch sich nicht Wundern das keine Junge und viel versprechende Talente zum HSV wollen, zu diesem Verein kommen nur noch Spieler die bei anderen Vereinen keine Chance haben, und das für Mondpreise mit Turbo Gehalt , und Unterirdisch Spielen. Nur zur Info ich bin HSV Fan

  7. dingensens 25. August 2015 um 14:37 Uhr

    Und wenn er dann naechste Saison bei wem anders unterschreibt wird impliziert er sei ja ein Soeldner und der Haufen Stockholmsyndrom geschaedigter Fans wird es glauben und den Jungen mit Scheisse beschmeissen wo sie nur koennen…

  8. captain 25. August 2015 um 14:48 Uhr

    Moin Fußballexperten“,
    Lese ab und an mal diesen Blog und muß sagen,wer solche Freunde/Anhänger hat wie euch braucht keine Feinde !!!!
    Was soll dieses Gezeter um Demirbay.Vor 3 Jahren von Bor.Dortmund II gekommen für HSV II.Fast 1 jahr verletzt!!
    Jetzt wieder angeschlagen oder kleine Wehwehchen.Wie soll so ein Spieler dem HSV helfen,also das Beste ist ausleihen.
    Tah und Calhanoglu wären NIE zu halten gewesen,da auch sie dem Ruf des Geldes folgen.Tah in meinen Augen ein
    mittemäßiger Bundesligaspieler.Oder Beister,hat mal 3 ,4 gute Spiele gemacht dann NICHTS mehr.Auch scheint sein
    Kampfgeist nicht sehr ausgeprägt zu sein.Erinnere nur an ein Spiel als er in der Halbzeitpause lustlos Bälle zur Nortribüne geschossen hat.Völlig unsinnige Aktion von ihm.
    Bin ein „alter Fahrensmann“ der sich einfach nur über jeden Sieg des HSV freut,schon seit Anfang der 60ziger Jahre.
    Aber in einem muß ich euch recht geben,beiersdorfer ist der falsche Mann an der Spitze.
    NUR der HSV !!

    • Joschmann 25. August 2015 um 15:50 Uhr

      Moin Captain,
      speziell du mit deiner Lebenserfahrung wirst doch eines wissen….Dein bester Freund im Leben ist der, der dich am kritischsten betrachtet.
      Freunde nicken ab, wollen dich nicht verletzen oder kränken, sobald du Ihnen von deinen Plänen erzählst. Dein bester Freund hingegen, sagt dir seine Meinung. Die kann positiv sein – oder eben negativ. Aber genau weil er eben das sagt, ist er dein Bester Freund.

      Was glaubst du warum alte „Klublegenden“ so gegen den HSV verbal ledern?? Denen blutet das verdammte Herz, was ihrem guten alten HSV passiert. Du bist zwar keine Klublegende – jedoch vermute ich, waren für dich die letzten Jahre ab Mai 2010 auch nicht besonders schön…

      P.S. Tah ist ein mittelmäßiger Bundesligaspieler? Als 19-Jähriger bereits ein mittelmäßiger…? Wie soll der Junge denn erst mit 23 werden? Jerome Boateng war in dem Alter noch Deut schlechter als Tah jetzt.

    • Heiliger Bimbam 25. August 2015 um 15:50 Uhr

      „Captain“, Leute wie du sind der Grund dafür, wieso unser Hafau so tief in der Scheixxe steckt.

  9. Andreas Bretz 25. August 2015 um 16:52 Uhr

    So wie ich das sehe:
    Ich denke, es wird nur wieder aufwärts gehen, wenn der Verein absteigt. Anders wird man erstens, die Exellenzen Beiersdorfer, Knäbel und Gernand nicht los werden und zweitens wird der Verein dann gezwungen sein auf seine eigene Nachwuchsarbeit zu setzten. Klar will ein Abstieg niemand gerne hinnehmen, schon garnicht die Stadt Hamburg. Last but not least: Seien wir doch mal ehrlich: Der Abstieg ist nach den letzten beiden Spielzeiten sowie den niemals endenen Affären, Fettnäpfen usw. schon lange verdient. Wenn ich heute schon wieder lesen muss, dass Jiracec nur mit Abfindung von der Payrolle zu bekommen ist frage ich mich nicht erst seit heute, was daran eine besondere Managementleistung sein soll. Der HSV ist dank seiner inkompetenten Führungsetage leider nur noch zum fremd schämen.

  10. Endlich 25. August 2015 um 17:59 Uhr

    Ach jetzt kommt wieder der Mist mit dem Abstieg. Der HSV wird auch diese Saison nicht absteigen und das ist auch gut so. Beiersdorfer wird nicht rausgeschmissen, weil alleine die Medien darüber entscheiden. Der AR wird da nichts machen und die Medien wollen sicherlich keinen wie Hoffmann wieder, der sich nicht alles gefallen lässt. Zudem liefern die Amateure ja genug Storys. Knäbel ist völlig egal, denn der ist nur der Handlanger von Beiersdorfer und darf sicherlich nichts alleine entscheiden. Die einzigen die dafür sorgen können sind die gewaltbereiten Fans die wieder die Ausfahrt blockieren etc. Da müssen die Medien drauf anspringen. Die meisten von diesen Fans sind weg. Und die noch da sind lesen täglich Bild Mopo und denken der HSV spielt um die Champions League da ja alles so gut läuft beim HSV. Ausser natürlich beim HSV werden mal wieder dumme Fehler gemacht. Wann wachen die Leute endlich auf, die sich alleine an ihre Hoffnung klammern. Ach und Jira… ist weg und zwar mit ner Abfindung. Kann man nicht bis zum 31 warten und schauen, ob ein Angebot kommt. Wenn nicht dann immer noch den Vertrag auflösen, dann darf der Spieler doch trotzdem woanders spielen oder nicht ? Mal sehen was passiert wenn Lasogga und Holtby diese Saison wieder nichts reissen. Ob Didi dann auch auf die Idee kommt dessen Vertrag aufzulösen um Gehalt zu sparen :D. Mir ist schon klar, daß dies niemals passieren wird, da der diese geholt ja keine Fehler macht. Ich hab hier irgendwann mal was von einer Abrechnung oder sowas gelesen. Dort sollten Sachen zur Aussprache kommen, die einige Exzellenten in die Scheisse reiten könnte. Dafür fehlten Dokumente. Das war glaube ich ende der letzten Saison. Gab es die Abrechnung eigentlich und hab ich Sie übersehen. Oder ist das so abgelaufen. Wie bei dem SENSATIONELL-MANN der komplett die Realität aus den Augen verloren hat und mitlerweile eine größere HSV-Brille auf hat, als seine Jünger.

  11. Scifo 25. August 2015 um 19:19 Uhr

    Ach man. Vor ein paar Wochen habe ich mal geschrieben, egal wen … Nur nicht Kerem abgeben. Zu selbstbewusst, zu schwierig, zu direkt … Ist ja wie in einem Konzern! Ich bleib trotzdem HSV Fan …

  12. mlg 25. August 2015 um 19:40 Uhr

    Zur Jugendarbeit beim HSV fällt mir immer dieses Gesicht von Kreutzer ein, als Rangnik ihm im Doppelpass erklärte, was alles schief läuft und Kreutzer wohl dachte: „Oh, Scheisse, darum muss ich mich ja auch irgendwann mal kümmern“. Rangnik wusste besser über die Jugendarbeit beim HSV Bescheid als Kreutzer – ein Armutszeugnis.

  13. ausgegliedert 26. August 2015 um 08:50 Uhr

    Peters spricht von Volksmusik. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.
    Seine Rolle (als gut dotierter Direktor) im ganzen Umgang mit den erwähnten Spielern erschließt sich mir nicht im Geringsten.

  14. Oliver Bruchholz 26. August 2015 um 11:47 Uhr

    Moin. Was wollt ihr eigentlich. Sieg gegen VFB. Alles gut. Weiter so. Haben doch ne tolle Mannschaft. Ich könnte kotzen. Nachwuchsarbeit? Ich möchte kotzen! Weiter so. Verkauft alle Talente. Weg mit Jung. Wird doch eh nix. Kauft noch irgendeinen ,Topspieler`. Das ist doch nicht mehr normal. Oder?

  15. Felix 26. August 2015 um 12:13 Uhr

    …noch tragischer ist allerdings, dass es für die Herren Beiersdorfer und Knäbel ebenfalls keinen zu geben scheint.

    Das scheint wohl nicht nur so. Ich denke, die beiden Herren, vor allem aber Beiersdorfer, haben sich im Profifussballgeschäft mit ihrer Inkompetenz nun derart ausgiebig und nachhaltig lächerlich gemacht, dass sie als „verbrannt“ gelten dürften.

  16. Goldfather 26. August 2015 um 17:42 Uhr

    @Heiliges Kanonenrohr, Junge, wenn du den Profit von Klaus-Michael von 500 Millionen €/Jahr auf 250 Millionen €/Jahr halbierst kommen mir schon fast die Tränen. So ähnlich wie bei dem Blog nebenan, der von einem Verlagshaus betrieben wird und mitlerweile Spenden eintreiben muß.
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    Weißt du eigentlich, dass Klaus-Michael deswegen in Schindelleggi wohnt, weil er die Steuerlast dort mit dem zuständigen Finanzamt verhandeln kann und somit bei weitem nicht soviel zahlen müsste wie in Hamburg?
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    Hinzu kommt, dass es sich bei den genannten Zahlen lediglich um die Erträge aus dem operativen Geschäft von Kühne und Nagel handelt. Private Gewinne aus Kapitalanlagen und Immobilienbesitz sind dabei überhaupt nicht tangiert.
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    Wenn wir unseren Kuttenträger und Sportkameraden vorsichtig auf 6 Milliarden € Privatvermögen schätzen, obwohl er meistens auf 10 Milliarden geschätzt wird und eine Jahresrendite von 5% veranschlagen, kämen noch einmal 300 Millionen €/Jahr hinzu, womit wir wieder bei den zuvor genannten 500 Millionen €/Jahr wären.
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    Du kannst es rechnen wie du willst, Klaus-Michael liegt pro Jahr bei einer halben Milliarde € und der HSV wird auch weiterhin irgendetwas zwischen 5 und 10 Millionen/ Jahr von ihm bekommen, zumindest solange bis ihm der ganze Laden gehört, ob er will oder nicht.
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    Vielleicht geht es ihm in Wirklichkeit um die Grundstücke im Volkspark und er ebnet das Stadion nach dem Zwangsabstieg in die vierte Liga komplett ein, um einen riesigen Parkplatz für seinen neuen vollautomatischen LKW-Fuhrpark anzulegen?
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    Der HSV würde dann nach Schindelleggi umziehen und fortan jedes Jahr in der Champions League spielen, da die Schweizer Liga dem Kader wohl eher liegt. So oder so ähnlich muß der Masterplan aussehen.

    • Felix 26. August 2015 um 22:24 Uhr

      Weißt du eigentlich, dass Klaus-Michael deswegen in Schindelleggi wohnt, weil er die Steuerlast dort mit dem zuständigen Finanzamt verhandeln kann und somit bei weitem nicht soviel zahlen müsste wie in Hamburg?

      „Klaus-Michael“ ist jetzt 78 und ich freue mich für ihn, dass er als Multimiliardär keine anderen Sorgen hat, als den Wert seines Erbes zu maximieren, von dem er selber dann nichts mehr hat.

      Warum kann er sich vor diesem Hintergrund dann nicht einmal als richtiger „Gönner“ und echter Fan erweisen und etwas ganz ohne Hintergedanken und Gegenleistung für den HSV tun, z.B. einen richtig guten Stürmer kaufen? Sich vielleicht einmal ein Denkmal setzen mit einer richtig guten Tat für seinen Verein, bevor das perfekte Gebiss irgendwann für immer zuklappt?
      Hätte ja auch einen Hauch von Unsterblichkeit…

  17. Heiliger Bimbam 26. August 2015 um 20:36 Uhr

    Ach Goldie. Glaub´ einfach weiter an deinen Goldesel. Solltest du am Ende recht behalten und der Hafau die Champingnonsliek gewinnen, gebe ich dir ein Bier aus, ok? 😉

    • Goldfather 27. August 2015 um 12:33 Uhr

      So werden wir es eines Tages machen Heiliger, wenn Klaus-Michaels Masterplan aufgegangen ist und der HSV in Schindelleggi sein neues Stadion bezogen hat. Allerdings scheint man bei Red Bull der Ansicht zu sein, dass ein Retortenclub eine starke Heim-Liga benötigt, um eine Chance in der Champions League zu haben.
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      Der Stadiondeal mit dem Volkspark läuft übrigens noch vier Jahre und bringt dem HSV jährlich 4 Millionen.